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DE2730052A1 - Flachmaterial und seine verwendung - Google Patents

Flachmaterial und seine verwendung

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Publication number
DE2730052A1
DE2730052A1 DE19772730052 DE2730052A DE2730052A1 DE 2730052 A1 DE2730052 A1 DE 2730052A1 DE 19772730052 DE19772730052 DE 19772730052 DE 2730052 A DE2730052 A DE 2730052A DE 2730052 A1 DE2730052 A1 DE 2730052A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
weight
flat material
binder
material according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19772730052
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Brown
Alan Mawson
Ronald William
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nairn Floors Ltd
Original Assignee
Nairn Floors Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nairn Floors Ltd filed Critical Nairn Floors Ltd
Publication of DE2730052A1 publication Critical patent/DE2730052A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H5/00Special paper or cardboard not otherwise provided for
    • D21H5/12Special paper or cardboard not otherwise provided for characterised by the use of special fibrous materials
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
    • D06N7/0005Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
    • D06N7/006Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by the textile substrate as base web
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H13/00Pulp or paper, comprising synthetic cellulose or non-cellulose fibres or web-forming material
    • D21H13/10Organic non-cellulose fibres
    • D21H13/20Organic non-cellulose fibres from macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D21H13/24Polyesters
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D21H13/10Organic non-cellulose fibres
    • D21H13/20Organic non-cellulose fibres from macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D21H13/26Polyamides; Polyimides
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H13/00Pulp or paper, comprising synthetic cellulose or non-cellulose fibres or web-forming material
    • D21H13/36Inorganic fibres or flakes
    • D21H13/38Inorganic fibres or flakes siliceous
    • D21H13/40Inorganic fibres or flakes siliceous vitreous, e.g. mineral wool, glass fibres

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Description

  • Flachmaterial und seine Verwendung
  • Die Erfindung betrifft Flachmaterialien, die zur Verwendung als Substrate für Boden- oder Wandbeläge geeignet sind, insbesondere für dekorative federnde Vinyl-3odenbeläge, und diese Beläge Dekorative federnde Vinyl-Bodenbeläge werden derzeit in großem Umfang hergestellt. Sie bestehen aus einer dekorativen federnden Vinylschicht, die von einem Substrat getragen wird. Die dekorative federnde Vinylschicht besteht im allgemeinen aus einer Schicht eines gesrhäumten Vinylpolymeren, die von einer ungeschäumten verschleißfesten Schicht bedeckt ist, wobei die geschäumte Schicht oder die verschleißfeste Schicht oder beide zusammen einen dekorativen Effekt dem Produkt verleihen. Derartige Produkte stellt man durch Aufbringen einer schäumbaren Zusammensetzung auf ein Substrat und nachfolgendes Schäumen der Zusammensetzung her. Diese Schicht kann absichtlich geprägt werden oder derartig zum Schäumen gebracht werden, daß sich ein Prägeeffekt ergibt.
  • Typische Substrate, die in Betracht kommen, werden auf Seite 3 der GB-PS 1 069 993 beschrieben. Für eine zufriedenstellende Verwendung als Substrat flir federnde Vinyl-Bodenbeläge muß das Substrat eine hohe Stabilität in dr Masse, eine hohe Maßhaltigkeit und eine ausreichende Festigkeit haben, um den Herstelluntsbedingungen standzuhalten, die bei der Herstellung von Bodenbelägen auftreten, und es muß glatt bzw.
  • weich (smootb) sein (nachstehend der Kürze halber als glatt bezeich net), oder man muß einen glatten Überzug aufbringen können.
  • Flachmaterialien aus verfilzter Cellulose oder mineralischer Faser sind in der GB-PS 1 069 993 als besonders geeignet beschrieben. In allen Beispielen, in denen man ein Substrat verwendete, verwendete man einen Cellulosefilz, der mit einem synthetischen Bindemittel imprägniert war. Das ist vielleicht nicht sehr erstaunlich, da man schon seit langem Cellulosefilze als billiges Substrat für verschiedene Zwecke verwendet, und diese mit Bitumen imprägniert weitgehend in Fußbodenbelägen Verwendung finden.
  • Bedauerlicherweise erwiesen sich Cellulosefilze bei der kommerziellen Anwendung als Substrate für federnde Vinyl-Bodenbeläge als nicht zufriedenstellend. Ein Grund dafür ist der, daß trotz der enormen Investitionen, die in Forschung und Entwicklung derartiger Bodenbeläge in den letzten 10 Jahren gemacht wurden, niemand ein Cellulosesubstrat herstellte, das eine adäquate Stabilität in der Masse und Maßhaltigkeit hat, insbesondere wenn man es in einer Umgebung verwendet, wo es mit Kondenswasser oder anderer Feuchtigkeit in Berührung kommen kann.
  • Natürlich ist die Empfindlichkeit von Celluloseprodukten gegeo Feuchtigkeit im allgemeinen bekannt, und es wurden zahlreiche Vcrschläge gemacht und kommerziell verwendet, um diesen Nachteil zu überwinden. Es ist derzeit gebräuchlich, Spezialpapiere herzustellen, die im allgemeinen bis etwa 100 g/m2 wiegen, und die ganz aus synthetischen Fasern oder aus Mischungen von Cellulosefasern mit einigen nicht aus Cellulose beatehenden Fasern bestehen, und derartige Papiere kann man mit einem synthetischen Bindemittel imprägnieren.
  • Typische neuere Beispiele sind in den GB-PSen 1 239 157 und 1 338 759 beschrieben, aber es gibt auch viele andere, die viele Jahre zurückliegen. Die erhaltenen Produkte sind als relativ teuer bekannt und sind nur für spezielle Zwecke geeignet, und sie sin!l daher inner dünne Produkte, z.B. z t einer Dicke von weniger als 100 g/m2, d.h. mit einer normalen Papierstärke. Derartige Produkte sind natürlich als Substrate für federnde Vinyl-Bodenbeläge hinsichtlich ihrer sehr geringen Masse und Festigkeit absolut ungeeignet.
  • Einige wenige Anstrengungen wurden in letzter Zeit gemacht, einen federnden Vinyl-Bodenbelag kommerziell herzustellen, indem man ein Cellulosesubstrat auf der Rückseite des Produktes verwendete, aber keiner war bei der allgemeinen Verwendun sehr zufriedenstellend. Anstelle des Substrates verwendet m am meisten einen naß aufgetragenen (wet-laid) lsbestfilz, ('.h.
  • einen Asbestfilz, den man durch Abziehen von Wasser aus einer Schicht eines Breis aus Asbestfasern und Bindemittel in Wasser gebildet hat. Trotz der Tatsache, daß Asbest teuer ist und ein ernstl iches Gesundhe itsr is iko darstellt, erlangte kein alternatives Substrat eine weitergehende Aufnahme.
  • Trotz des bisherigen Mangels an Erfolg mit Cellulcsefilzen als Substrate für federnde Vinyl-Bodenbeläge wurde erfindun>,sgemäß festgestellt, daß man ein annehmbares Ersat2mittel für Asbest auf Cellulosebasis herstellen kann, das eine zufriedenstellende Stabilität in der Masse und Maßhaltigkeit hat und das keines der Giftigkeitsprobleme des Asbesta aufweist.
  • Die Erfindung sieht ein substrat vor, das besonders für federnde Vinyl-Bodenbeläge geeignet ist und ein Flachmaterial darstellt, das aus einem verbundenen (bonded) Filz aus Fasern und Bindemittel besteht, bei dem das Gewicht der Fasern und des Bindemittels mindestens 150 g/m² beträgt, das mindestens 10 °,4 Trockengewicht Bindemittel,-bezogen auf das Gewicht der Fasern und des Bindemitteisrenthält, und das mindestens 0,3 mm dick ist, wobei mindestens 50 Gew.-% der Fasern iu Filz Cellulosefasern und mindestens S Gew.-%, vorzugsweise mindestens 10 Gew.-%, der Fasern stabilisierende Fasern sind.
  • Es war ein natürliches Bestreben für jeden Fachmann auf dem Gebiet der Substrate für Fußbodenbeläge, billige Naterialien zu verwenden, und daher kommt die Veb wendung einer großen Mengen wiedergewonnener Cellulosefasern in vielen Cellulosefilzen. Die Verwendung von teuren Materialien war daher immer auf Papiere mit geringem Gewicht und hohen Kosten beschränkt.
  • Die Erfindung beruht teilweise auf der Feststellung, daß viele der Probleme bei Stubstraten für Fußbodenbeläge, insbesondere bei federnden Vinyl-Fußbodenbelägensvon diesem besonderen Vorgehen herkommen, bei dem man trotz des enormen Forschungsaufwandes beharrte, den man auf diesem allgemeinen Feld betrieb.
  • Man verwendet also erfindungsgemäß sowohl Materialien mit hohen Kosten als auch solche mit niedrigen oder niedrigeren Kosten derart, daß man ein Produkt herstellt, das für seine beabsichtige Verwendung hervorragend geeignet ist, d.h. besonders als Ersatz für Asbestsubstrate bei federnden Vinyl-BodenbelAgen.
  • Natürlich kann man es auch als Substrat für federnde Vinyl-Wand beläge und für verschiedene andere Boden- und Wandbeläge auf Vinylbasis und auf Nicht-Vinylbasis verwenden.
  • Die erfinduoE,sgeräß verwendbaren Cellulosefasern können sein: gebleichte oder ungebleichte, chemicr;e, halbchemische oder mechanische 'e'eichholz- oder Harzholzpulpen; gekräuselte od-er unekräuselt regenerierte Cellulosefasern; oder wiedergewonnene Fasern, wie z.B. Abfallpapier und/oder -pappe, und/ oder Zeitungapapier, entweder wie erhalten oder entfärbt, und/oder gebleichte oder ungebleichte Lumpenabfälle, die einen Anteil an synthetischen Fasern enthalten können. Vorzugsweise verwendet man eine Mischung von wiedergewonnenen Fasern und qualitativ hochwertigen Fasern, die insbesondere mindestens 25 % Fasern hoher Qualität enthält, und erhält eine höhere Maßhaltigkeit. Beispielsweise können die erfindungegemäß verwendeten Cellulosefasern 30 bis 70 Gew." z.B. 50 Ges.~% der chemischen Pulpe und 70 bis 30 Gew.-%, z.B. 50 Gew.E% Abfallpapier oder Zeitungspapier oder andere wiedergewonnene Fasern enthalten.
  • Der verbundene Filz enthält mindestens 8 % des Fasergewichtee stabilisierende Fasern, d.h. Fasern, die hydrophob sind oder eine geringe Wasserempfindlichkeit haben. Sie sollen natürlich den Verarbeitungstemperaturen standhal+en können, die bei der Bildung des Fußbodenbelages auf dem Substrat auftreten. Derartige Fasern kann man aus Polyester-, Acryl-, Nylon-, Polyolefin-, Polyvinylchlorid-, Glas-, Keramik- und Mineralfasern auswählen. Obwohl manihn auch verwenden kann, ist es am behalten, Asbest aus Gesundheitsgründen nicht zu verwenden. Glasfasern sind häufig bevorzugt. Obwohl man jedoch organische und/oder anorganische stabilisierende Fasern verwenden kann, schließen die stabilisierenden Fasern vorzugsweise organische Fasern ein. Vorzugsweise sind mindestens 10 Gew.-» der Fasern organische stabilisierende Fasern, und aus Gesuncheitsgründen bevorzugt man häufig, daß alle stabilisierencitn Fasern organl,sche Fasern sind. Bevorzugte organische Fasern sind Nylon- und insbesondere Polyesterfasern.
  • Die stabilis:;erenden Fasern kann man in gekräuselter oder ungekräuselter Form, gefärbt oder ungefärbt und entweder als Stapelfasern oder als zerfaserte und zerhackte Lumen einschließen.
  • Die Menge an stabilisierenden Fasern bezogen auf das Faserewicht im Fila beträgt geeigneterweise von 3, oder vorzugsweise von 10 bis 5 Gew.-Vo, insbesondere 20 bis 50 Gew.-%; besonders bevorzugt sind 25 bis 40 Gew.-%. Im allgemeinen besteht der Faseranteil es Filzes nur aus den Cellulosefasern und den stabilisierenden Fasern, wobei das bevorzugte Gewicht der Cellulosefasern 50 bis 80 %, z.B. 60 bis 75 % beträgt.
  • Die stabilisierenden Fasern verleihen Naßfestigkeit und Maßhaltigkeit unter Bedingungen mit variierender Feuchtigkeit demFilz. Um ein Flachmaterial mit maximaler GleichSörmigkeit zu bilden, verwendet man vorzugsweise Fasern, die keine wahllose Verteilung in der Länge und/oder Denier-Stärke aufweisen.
  • Stattdessen 13ind die Fasern vorzugsweise von einheitlicher Länge und Denier-Stärke oder eine Mischung, die man durch Mischen von kontrollierten Mengen an Fasern mit verschiedenen einförmigen Längen und/oder Denier-Stärken erhält. Vorzugsweise haben die längsten Fasern eine nicht mehr als fünffache Länge der kürzesten Fasern in irgendeiner Mischung, und vorzugsweise beträgt d.e grö3te Denier-Stärke nicht mehr als das funffacre der feinsten Denier-tärse.
  • Die bevorzugten stabilisierenden Fasern sind Polyesterfaserr., die ungekräuselte und ungefärbte Stapelfasern sind. Derartige Fasern sind torzugsweise 1 bis 25 mm lang, und insbesondere 2 bis 9 mm lE,ng. Ihre Denier-Stärke beträgt vorzugsweise 1 bis 20 und insbesondere 2 bis 10.
  • Bei einer besonders bevorzugten Aus£ührungsform der erfindung ist die verwendete Fasermischung eine Mischung von 30 bis 40 Gew.-% chemischer Cellulosepulpe, 30 bis 40 Gew.-' wiedergewonnener Abfall-Cellulosefasern (vorzugsweise Zeitungspapier) und 20 bis 40 Gew.-% ungekräuselterPolyesterfasern, die vorzugsweise aus ungefähr gleichen Gewichtsanteilen von ungekräuselten Polyesterfasern von 3 mm Länge und 2 Denier Stärke und ungekräuselten Polyesterfasern mit 6 mm Länge und 5 Denier Stärke zusammengesetzt sind.
  • Um dem verbundenen Filz eine optimale Naßfestigkeit zu geben, verwendet man vorzugsweise ein Bindemittel, das nach irgendeiner notwendigen Härtungsatufe nicht wasserempfindlich ist.
  • Geeignete Materialien sind Bitumen, Kohlenwasserstoffharze, polymere Latexarten (latices), Dispersionen oder Lösungen und wasserlösliche polymere Materialien, die man im Filz härten kann, und die ein wasserunlösliches Harz ergeben. Das Bindemittel muß auch den Bedingungen standhalten können (insbesondere hoher Temperatur), denen es während der Herstelllln von Fußbodenbelägen unterworfen ist, bei welchen das Flachmaterial ein Substrat darstellt. Die bei der erfindungsgemäßen Verwendung bevorzugten Bindemittel sind Styrol/Butadien-Harze und Acrylmischpolymeren-Latexarten. Um die Naßfestigkeit während der Verarbeitung oder beim kndprodukt zu verbessern, kann man naßfeste Harze, z.B. vom Harnstoff/Formaldehyd-Typ, als einen Teil des Bindemittels verwenden, z.B. bis zu 20 Gew.J% des Bindemittels. Im allgemeinen beträgt das verwendete Gewicht des Bindemittels 10 bis 45 Gew.-%, insbesondere 20 bis 35 Gew.-% des Urockengewichtes der Fasern und des Bindemittels im Filz.
  • Das bevorzugte Gewicht an Fasern und Bindemittel im verbundenen Filz beträgt 150 bis 1000 g/m2 , insbesondere 200 bis 70C g/m2; besondErs bevorzugt sind 300 bis 500 g/m2. Höhere Gewichtsmengen sind IIlöglich, z.B. bis zu 2000 g/m , und diese Produkte sind geeignet, aber im allgemeinen wirtschaftlich weniger wünschenswert. Die Dicke des erfindungsgemäßen Filzes beträgt im allgemeinen mindestens 0,30 mm und im allgemeinen nicht mehr als 1,2 mm, z.B. mindestens 0,35 mm, vorzugsweise mindestens 0,4 mm und insbesondere 0,5 bis 1 mm. Erfindungsgemäß kann man die verbundenen Filze zufriedenstellend als Fußbodenbeläge verwenden, wenn sie dünner als entsprechende zufriedenstellende Asbestfilze sind. Beispielsweise sind Asbestfilze von weniger als 0,5 mm Dicke fast ausnahmslos ungeeignet, weil sie dazu neigen, keine ausreichende i'estigkeit zu haben, um den Verarbeitungsbedingungen standzuhalten, insbesondere den Spannungen beim Drucken, aber die erfindungsgemäßen Substrate mit 0,5 mm Dicke kann man zufriedenstellend verwenden.
  • Neben den Faser- und Bindeniittelbestandteilen der Filze kann man verschiedene andere Zusatzstoffe in geringeren Mengen zugeben und bestimmte Eigenschaften verbessern. Beispielsweise kann man zur Farbverbesserung des verbundenen Filzes Färbemittel einschließen, z.B. anorganische oder organische Pigmente oder Farbstoffe. Fungizide, Desodorantien und/oder Baktericide kann man zugeben. Alle derartigen Zusatzstoffe sind im allgemeinen in einer Gesamtmenge von 0 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 5 Gew.-ç» gegenwärtig, bezogen auf das Gewicht von Fasern und Bindemittel. Jedoch kann man größere Mengen, z.B. 5 bis 50 Gew.-:o, vorzugsweise 10 bis 40 Gew.-, bezogen auf das Gewicht von Fasern und Bindemittel, an Füllstoffen verwenden, um die Glätte oder Dichte des Filzes zu verbessern, und Kaolin oder Kreideweiß sind für diesen Zweck sehr geeignet.
  • Den erfindungsgemäßen verbundenen Filz kann man geeignet dadurch herstellen, daß man zuerst den Cellulosefaseranteil in einer üblichen Papier- oder Pappeherstellungs-Anlage herstellt, z.B. in einem Wasserpulper (hydropulper), Holländer, Plattenabßch e ider (disc refiner) oder Abstreifer (cleaner).
  • Die Masse verdünnt man danach und gibt die stabilisierende-.
  • Fasern entweaer trocken oder als Dispersion zu. Die Mischung aus der Masse und den stabilisierenden Fasern formt mar.
  • danach zu einem Filz für eine nachfolgende Sättigung mit deru Bindemittel oder mischt sie mit Bindemittel und formt sie zu einem gebundenen Filz.
  • Drei Beispiele der verschiedenen Methoden der Bindemittelzugabe sind nachstehend beschrieben. In jedem Fall verwendete man eine Fourdrinier-Siebpapiermaschine, aber man kann auch andere Maschinen verwenden, die Filze bilden. Die erste Methode kann man als "Naß-Endzugabe" ("wet end addition") bezeichnen. Dei dieser Methode gibt man das Bindemittel zur Fasermasse ve.
  • dem Maschinensieb. Das Bindemittel kann man entweder in charg :nweiser oder kontinuierlicher Arbeitsweise zugeben. denn das Bindemittel gleichmäi3ig durch das Material dispergiert ist, ist es chemisch oder physikalisch an die Fasern gebunden und bildet einen Papier/Pappe-Filz. Den Filz trocknet man danach auf übliche Weise, kalandert ihn und erzeugt ein annehmbares Produkt. Diese Arbeitsmethode ist ausführlicher in der GB-PS 1 333 759 beschrieben.
  • Falls nötig b:ann man dem Filz eine Oberflächenbehandlung auf der Teimpresale (size press) geben. er Typ des verwendeten Materials hängt natürlich davon ab, ob man eine Verbesserung der Oberfläche, der Farbe oder der Naßfestigkeit verlangt.
  • Die zweite Methode, "Leimpressen-Sättigung" ("size press saturation") ist eine kontinuierliche (on-line) Sättigu.gsmethode, bei welcher man einen Filz ohne Bindemittel, der gegebenenfalls naßfeste Harze enthalt, auf dem Sieb bildet und danach teilweise trocknet. Bevor er vollkommen trocken ist, sättigt man (len Filz mit einem Bindemittel in einer geeigneten Einheit, z.B. in einer Leimpresse. Danach trocknet man den Filz mit einer nachgeschalteten Feinheit (in tandem) und erhält einen Filz, der in Aussehen und Eigenschaften dem ähnelt, den man mit der Naß-Endsättigung-Methode herstellt.
  • Das Latexbindemittel kann man in der Fasermatrix durch Hitze oder eine chemische Behandlung abscheiden. "Tauchsättigung" ("dip saturation")ist die dritte Methode, die eine diskontinuierliche (off-line) Methode ist, bei welcher der Anfangsschritt die herstellung eines bindemittelfreien Filzes ist, der einen Anteil an naßfestem Harz enthalten kann.
  • Den getrockneten Filz taucht man danach zur Sättigung (dip saturated) diskontinuierlich in ein Bindemittelbad und trocknet ihn wieder. Das Bindemittel kann man in der Fasermatrix durch Hitze oder eine chemische Behandlung abscheiden.
  • Das erfindungsgemäße Flachmaterial kann nur aus dem verbundenen Filz bestehen, aber man kann, um seine Eigenschaften bei der Verwendung als Substrat für Boden- oder Wandbeläge zu verbessern, einen oder mehrere Überzüge auf den verbundenen Filz aufbringen. Das erfindungsgemäße Flachmaterial ist wiinschenswerterweise so glatt wie möglich, besonders wenn man es als Substrat für dekorative federnde Vinyl-Boden- oder Wandbeläge verwenden will, die man durch Schäumen einer aufgebrachten Zusammensetzun herstellt, weil kleine Schwankungen in der Glätte des Substrates durch das Schaumverhältnis vergrößert werden, und das kann das mehr als fünffache betragen. Daher ist es oft wünschenaswert, einen glättenden Überzug,z.B. 50 bis 500 g/m2 einer Ktmststoff-Zusammensetzung zumindest auf die Oberfläche aufzubringen, die den geschäumten Belag tragen soll.
  • Eine derartige Zusammensetzung kann ein Plastisol sein.
  • Man kann aucb Überzüge auf die Rückseite des Substrates aufbringen. Diene Überzüge können aus geschäumtem oder schäumbarem Material sein und eine zusätzliche Dicke un Elastizität verleihen, oder sie können ungeschäumt sein, z.B. aus gefüllten PV'<(-Zusammensetzungen, und das Substrat noch weiter gegen den Angriff durch Feuchtigkeit schützen, eine dekorativere Verstärkung geben oder die Flexibilität des Endproduktes und die Fähilgkeit des Produktes ändern, flach zu liegen, wenn es eingebaut ist.
  • Alle diese verschiedenen Überzüge kann man auf übliche Weise aufbringen, z.B. durch breites Überziehen (spread coating) oder Aufdrucken von flüssigen Zusammensetzungen oder durch Kalandern von vorgeformten Schichten auf den verbundenen pilz.
  • Das Gesamtgewicht des Überzugs oder der Überzüge auf der obersten Oberfläche, die nämlich die dekorative Schicht tragen soll, beträgt im allgemeinen 50 bis 500 g/m2, während das Gesamtgewicht des Überzugs oder der tiberzüge auf der rückwärtigen Oberfläche im allgemeinen 100 bis 1000 g/m2 beträgt. Das Gesamtgewicht des Flachmaterials beträgt vorzugsweise 300 bis 2000 g/m2, wobei die bevorzugten Flachmaterialien 1000 bis 2000 g/m2 wiegen, wovon 300 bis 500 g/m2 das Gewicht der Fasern und des Bindemittels im verbundenen Pilz, 100 bis 300 g/m2 ein glättender Überzug und 500 bis 1000 g/m2 ein oder mehrere unterstützende Überzüge und 0 bis 500 g/m2 das Füllmittel im verbundenen Filz sind.
  • Wenn man es als Substrat für einen dekorativen Vinyl-Boden-oder -Wandbelag verwendet, kann man den dekorativen Vinyl-Endüberzug (finLsh) auf das Flachmaterial auf irgendeine übliche Weise aufbringen. Beispielsweise kann man eine oder mehrere Schichten Vinylchlorid auf es au£kalsndern, das man gegebenenfalls danach mit einem dekorativen Muster bedruckt, das man seinerseits mit einer transparenten Verschleißschicht bedecken kann. Inabes,Dndere verwendet man jedoch das Flachmaterial als Substrat für eine federnde Vinylschicht. Diese kann man dadurch herstellen, daß man eine schäumbare Zusammensetzung aufbringt, im allgemeinen ein Plastisol, anschließend erhitzt und das Schäumen bewirkt. Die aufgebrachte Zusammensetzung kann man mit einer Dekoration bedrucken und/oder mit einer Verschleißschicht im allgemeinen vor dem Schäumen bedecken. Die erhaltene geschäumte Schicht kann von gleichförmiger Dicke oder profiliert sein.
  • Es gibt zwei allgemeine Wege zur Herstellung eines erfindungsgemäßen profilierten federnden Wand- oder Bodenbelages, d.h.
  • eines Produktes, das (1) aus einer geschäumten Schicht aus einem geschäumten Polymermaterial mit einer Oberfläche, die ein Niveau hat, das in einigen Bereichen oberhalb des Niveaus der restlichen Oberfläche liegt, (2) aus eine dekorativen Muster in oder über der geschäumten Schicht und im allgemeinen (3) aus einer ungeschcsunten Verschleißschicht über dem dekorativen Muster besteht, wobei die Verschleißschicht im allgemeinen transparent ist. Bei einer Methode scheidet man eine im wesentlichen gleichförmige Schicht eines schäumbaren Materials auf einem Substrat ab und schäumt oie danach, im allgemeinen nach dem Aufbringen der verschleißfesten Schicht, und prägt sie danach mehar.isch, so daß man den erwünschten Profileffekt erzielt. Eine derartige Arbeitsmethode ist in der US-PS 3 741 851 beschrieben.
  • Eine zweite Methode zur Herstellung der federnden Vinyl-Boden oder -Wandbeläge mit einer profilierten Oberfläche ist in größerem Ausmaß kommerziell eingeführt und besteht daraus, daß man auf einem Substrat eine Schicht eines schäumbaren Materials abscheidet, die man derart schäumen kann, daß sich ein Oberflächenniveau in einigen Bereichen oberhalb des Niveaus der restlichen Oberfläche bildet, und dadurch daß man ein derartiges Schäumen bewirkt, im allgemeinen nach dem Aufbringen der verschleißfesten Schicht.
  • Die schäumbare Schicht kann eine alles bedeckende Schicht aus einem schiiumbaren Material sein oder sie kann eine unterbrochene Schicht sein, wobei das schäumbare Material nur auf manchen Teilen der Oberflächenschicht derart abgeschieden ist, daß es nach dem Schäumen einige erhabene Bereiche aus geschäumtem Material gibt, die durch Bereiche getrennt sind, wo kein geschäumtes Material ist.
  • Im allgemeinen gibt es zwei Ilauptwege zur Abscheidung einer Schicht aus schäumbarem Material, das man derart schäumen kann, daß man ein Oberflächenniveau in einigen Bereichen oberhalb des Niveaus der restlichen Oberfläche erzielt. Bei einer dieser Methoden bringt man eine schäumbare Zusammensetzung derart auf das Substrat auf, daß verschiedene Bereiche des Substrates verschiedene Mengen der gleichen Zusammensetzung tragen (z.B. durch Ausbreiten auf einem profilierten Substrat oder durch Drucken), oder daß sie gleiche oder verschiedene Mengen verschiedener Zusammensetzungen tragen, z.B.
  • Zusammensetzungen, die verschiedene Mengen Blähmittel enthalten. Derartige Methoden sind beispielsweise in den US-PSen 2 920 977 un 3 239 365 und in der GB-PS 1 409 295 beschrieben.
  • Bei dem anderen Hauptweg zur Ausführung dieser Methode aheidet; man eine praktisch gleichförmige Schicht einer schäumbaren Zusammensetzung ab und versieht sie mit einem chemischen Mittel nur in ausgewählten Bereichen, beispielsweise durch Aufdrucken unterhalb von ihr, auf ihr oder auf einer verschleißfesten Schicht über ihr, das ein bevorzugtes Schäumen in verschiedenen Bereichen verursacht. Man kann also einen Hemmstoff für das Blähmittel in bestimmten Bereichen derart aufbringen, da3 man ein geringeresSchäumen in diesen Bereichen als in anderen verursacht. Derartige Methoden sind beispielsweise in den GB-PSen 1 069 993 und 1 150 902 beschrieben.
  • Nachstehend wird die Erfindung durch Beispiele näher erläutert.
  • Beispiel 1 Man stellte eine Mischung von 50 Gewichtsteilen einer gebleichten chemischen Pulpe und 50 Gewichtsteilen Zeitungspapier her, indem man eine übliche Papier/Pappemasse-Herstellungsanlage verwendete. Die Masse mit einer Konsistenz von 5 Vo verdünnte man auf eine Konsistenz von 2 % und gab eine Mischung von gleichen Gewichtsteilen trockener Polyesterfasern von 3 mm Länge und 2 Denier Stärke bzw.6 mm Länge und 5 Denier Stärke zu und dispergierte sie sorgfältig in der Masse. Das Gewicht der Polyesterfasern betrug ein Drittel des Gewichtes der Cellulosefasern.
  • Einen Styrol/Butadien-Mischpolymerenlatex mit 50 d0 Feststoffgehalt (Intex 173 - Warenzeichen der ISR-Corporation) gab man danach mit 25 Teilen Feststoffgehalt auf 75 Teile der trockenen Fasern zu. Das Ganze dispergierte man gleichmäßig, Danach gab man eine konzentrierte wässerige Dispersion eines Fungizides zu den dispergierten Fasern und Latex und erhielt eine Konzentration des aktiven Bestandteils von 1 Gew.-;Ó, bezogen auf c[as Gesamtgewicht von Faser und Bindemittel, und dispergierte sorgfältig. Das Fungizid war Kupfer-A-hydroxychinolin (verkauft unter dem Warenzeichen Cunilate RQ31 von Cuprinol Limtted).
  • Zu dem System gab man eine Alaunlösung zu und zerlegte die Latexdispersion (Alaunzugabe bis zu einem pH-Wert von 4 bis 5,5). Das System und den zerlegten Latex verdünnte man danach bis auf eine Massekonsistenz von 0, 0 und dosiertees in einen Durchflußkasten (flow box). Zu dem Durchflußkasten gab man ein Polyacrylamid (Percol 292, 's'arenzeichen der Allie Colloids) in einer Menge von 3 bis 12 pptn (Feststoffgehalt bezogen auf den Gesamtwassergehalt) als eine 0,05 %-ige Lösung zu und flockte die Teilchen aus. Dadurch daß man eine derartige Verbindung verwendete, erzielte man ein hohes Niveau von Latexretention auf der Faser, und das Niveau des Flockungsmittels wurde auch derart eingestellt, daß man zufriedenstellende Drainageeigenschaften auf dem Maschinensieb erzielte.
  • Den Filz trocknete man danach auf Papier/Pappe-Trocknungszylindern und kalanderte ihn, vorzugsweise kontinuierlich,und bildete ein Flachmaterial, das eine derartige Stabilität und Masseeigenschaften aufwies, daß man es zufriedenstellend als Substrat für einen Bodenbelag verwenden konnte. Sein Gewicht betrug 390 gotm2, wovon 97,5 g/m2 Bindemittel waren, und es war 0,63 mm dick.
  • Beispiel 2 Eine Mischung von 50 Gewichtsteilen ungebleichtes Kraftmaterial und 50 ewichtsteilen Zeitungspapier stellte man her, wobei man eine übliche Papier- oder Pappemasse-Herstellungsanlage verwendete. Nach dem Verdünnen wie in Beispiel 1 gab man gerade Glasfasern mit ein'er Stapellänge von 6 mm und einem Durchmesser von 10 pm zu und dispergierte sie sorgfältig in der Nasse. Das Gewicht der Glasfasern betrug 1/9 des Gewichtes der Cellulosefasern.
  • Einen Styrol/Butadien-Mischpolymerenlatex mit 50 ojof Feststorfgehalt (Intex 17, Warenzeichen der I.S.R.-Corporation) gab man danach mit einem Feststoffgehalt von 30 Teilen auf 70 Teile trockene Fasern zu. Das Ganze dispergierte man gleichmäßig und schloß die Arbeitsmethode wie in Beispiel 1 an.
  • Der so hergestellte Filz war nach dem Trocknen und Kalandern glatt mit einer hohen Zugfestigkeit sogar in der Nässe, mit einer hohen ReiBfestigkeit, mit stark verbesserter Maßhaltigkeit gegenüber Filzen, die man ohne Zugabe von Glasfasern hwrgestellt hatte, und er war zur Verwendung als Substrat bei der Herstellung von Fußbodenbelägen geeignet. Sein Gewicht betrug 425 g/m², wovon 127,5 g/m2 Bindemittel waren, und er war 0,53 mm dick.
  • Beispiel 3 Man stellte eine Mischung von 50 Gewichtsteilen ungebleichtem Kraftmaterial und 50 Gewichtsteilen Abfallpapier mit den Konsistenzen voti Beispiel 1 her. Eine Mischung von 3 Gewichteteilen Polyesterfasern von 3 mm Länge und 2 Denier Stärke und 7,5 Gewichtsteilen Polyesterfasern mit 6 mm Länge und 5 Denier Stärke gab main danach zu und dispergierte sie sorgfältig in der Masse. Das Gewicht der Polyesterfasern betrug 58 % des Gewichtes der Cellulosefasern.
  • Einen Acryl-Mischpolymerenlatex mit 40 % Feststoffgehalt (cronal 3121), Warenzeichen der B.A*S.i'.) gab man danach mit einem Feststc>ffgehalt von 10 Teilen auf 30 Teile trockene Fasern zu. Den Latex und die Fasern dispergierte an gleichmäßig mit der Methode wie in Beispiel 1 mit der Ausnahme, daß man danach die Massekonsistenz im Durchflußkasten der Papiermaschine auf 0,5 % einstellte.
  • Der so hergestellte Filz war nach dem Trocknen und Kalandern glatt, behielt eine gute Maßhaltigkeit und Festigkeit in der Nässe und war zur Verwendung als Substrat bei der Herstellung von Fußbodenbelägen geeignet. Sein Gewicht betrug 392 g/m2, wovon 113 g/m2 Bindemittel waren, und war 0,69 mm dick.
  • Andere erfindungsgemaSe Flachmaterialien kann man auf ähnliche Weise wie mit der hier beschriebenen Methode herstellen. Beispielsweise kann man die Polyester- oder Glasfasern durch gleiche Mengen von Nylon- oder anderen stabilisierenden Fasern ersetzen; man kann Harnstoff/Pormaldehyd-Harz in einer Menge von beispielsweise 5 Gew.-,O,bezogen auf das Gesamtgewicht des Bindemittels,zugeben, wobei man den Naßfestigkeits-Zusatzstoff vorzugsweise als Suspension in Wasser zu der Masse im Ruhebehälter (holSing chest) vor dem Papiermaschinensieb zugibt.
  • Kaolin kann man bei irgendeinem der Beispiele in einer Menge 2 von beispielsweise 90 g/m2 zugeben, indem man einen Brei von Kaolin im Wasser zu der Cellulosedispersion zugibt und die Fasern vor der Latexzugabe stabilisiert.
  • Beispiel 4 Dem Flachmaterial aus irgendeinem der Beispiele 1 bis 3 gab eine besondere Masse, Glätte, L'lastizität und Stabilität, indem man auf der Oberseite und lfückseite überzüge aufbrachte.
  • Man brachte einen glättenden Überzug von 250 g/m² aus einem gefüllten Acryllatex auf die Oberseite des Flachmaterials mit einem geeigneten Überzugsapparat auf, z.B. mit einem Messer an einem Mantelbeschichter (a knife on jacket coater).
  • Den Latexüberzug trocknete. man, indem man ihn durch einen Umluftofen schickte, kühlte das Flachmaterial beim Austritt aus dem Ofen und wickelte es zur weiteren Verarbeitung auf.
  • Ein zusätzliches Gewicht, einen verschiedenen Griff oder Fühlung und eine verbesserte Stabilität kann man dem Flachmaterial durch Beschichten der Rückseite des Flachmaterials verleihen. Daher mischte man 36 % IVC, 45,6 GAo Kalkstein-Füllmittel, 11,6 ffi Dioctylphthalat-Weichmacher, 6,8% Schmiermittel, sekundäre Weichmacher, Antioxydans und Pigment sorgfältig in einem Trockenmischer, vermischte sie weiter und schmolz sie durch Extrudieren durch einen mischenden Extruder. Die geschmolzene Masse führte man einem Kalanderwerk zu und kalanderte sie als ein gleichförmiges Flachmaterial aus, das man sofort nach der Bildung auf der vorher unbeschichteten Seite des Flachmaterials ausbreitete. Die Dicke des Films betrug ungefähr 0,15 mm und sein Gewicht 2SC g/m2. Nach dem Ausbreiten rollte man das Flachmaterial, das nun auf beiden Seiten beschichtet war, für die weitere Verarbeitung auf.
  • Wahlweise kann man das Flachmaterial zu einem dekorativen Material für Wand- oder Fußbodenbeläge verarbeiten, nachdem man den ersteo Überzug aufgebracht hat und die Rückseite des Substrates wie oben beschrieben oder mit beispielsweie einer mechanisch geschäumten PVC-Schicht beschichtet hat, als Endstufe des Hauptve-arbeitungsganges.
  • Beispiel 5 Man stellte einen federnden Vinyl-Fußbodenbelag her, indem man als Substrat das Plachmaterial eines der Beispiele 1 bis 4 verwendete, vorzugsweise ein Flachmaterial von Beispiel 4, bei welchen der verbundene Filz 90 g/m2 Kaolin als Füllmittel enthielt. Um den Bodenbelag herzustellen, beschichtete man das Flachmaterial auf der Oberseite mit 350 g/m2 eines chemisch schäumbaren VVC-Plastisols, z.B.mit irgendeiner der schäumbaren Zusammensetzung, die in der GB-PS 1 069 993 beschrieben sind.
  • Den Überzug schmolz man bei 160 OC, einer Temperatur, bei welcher man den Überzug gelieren kann, ohne daß sich das Blähmittel zersetzt, durch Durchschicken durch einen Umluftofen, Das beschichtete Material bedruckte man danach, indem man Farben auf Lösungsmittelbasis auf einer Tiefdruckpresse verwendete; falls eine Textur in dem erhaltenen Produkt gewünscht ist, sollen einige der Farben ein Hemmittel für die Schäumreaktion enthalten, wie in der GB-PS 1 069 993 beschrieben.
  • Ein klares Plastisol brachte man danach durch Beschiohten mit einer Umkehrwalze (reverse roller) auf, das einen derartigen Ansatz hatte, daß es nach dem Härten eine harte transparene verschleißfeste Schicht bildete.
  • Das erhaltene Material schickte man danach durch einen Umluftofen bei 200 0C und härtete die Überzüge und verursachte das Schäumen. Das Material kühlte man und wickelte es danach auf. Weil das Material zur Vcrwefl<iunL? als Bodenbelag dienen sollte, betrug die Menge dcr geschäumten Schicht vorzugsweise 200 bis 600 g/m², insbesondere etwa 400 g/m²; aber falls Filz das Material als Wandbelag verwenden will, sind Mengen von 50 bis 200 g/m2 geeignet und tnan kann die verschleißfeste Schicht weglassen oder durch einen Lacküberzug ersetzen.

Claims (16)

  1. Patentansprücne 1. Flachmaterial, gekennzeichnet durch einen verbundenen Filz, der Fasern und Bindemittel aufweist, ein Gewicht der Fasern und des Bindemittels von mindestens 150 g/m2, einen Gehalt von mindestens 10 % Bindemittel-Trockengewicht (bezogen auf das Gewicht von Fasern urid Bindemittel) un4 eine Mindeststärke von 0,3 mm, wobei mindestens 50 Gew.-;,;o der Fasern im Filz Cellulosefasern sind und mindestens 8 Gew.-h der Fasern stabilisierende Fasern sind.
  2. 2. Flachmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die stabilisierenden Fasern aus der Gruppe der Polyester-, Nylon- und Glasfasern ausgewählt sind.
  3. 3. Flachmaterial na<h Anspruch 2, gckennzeichnet durch Iolyesterfasern als stabilisierende Fasern.
  4. 4. Flachmaterial noch einem der vorhergehent'en AnsDrüere, dadurch gekennzeichnet, daß 25 bis 75 ) der Cellulosefasern eine gebleichte oder ungebleichte chemische, halbehemische oder mechanische Weich- oder Hartholzpulpe oder gekräuselte oder ungekräuselte regenerierte Cellulosefasern und der Rest wiedergewonnene Fasern sind.
  5. 5. Flachmaterial nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß 30 bis 70 Gew.-% der Cellulosefasern eine chemische Pulpe und der Rest wiedergewonnene Fasern sind.
  6. 6. Flachmater al nach eine der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn~eic'nnet, daß die Fasermischung eine Mischung aus 30 bis 4C' Gew.-,' chemischer Cellulosepulpe, 30 bis 40 % wiedergewDnn6ner Cellulosefaser und 20 bis 40 % Polyesterfaser ist.
  7. 7. Flachmaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Zeitungspapier als wiedergewonnene Faser.
  8. 3. Flachmaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch geketlnzeichnet, daß das Bindemittel aus einem Styrol/ R!ltadien-Har.: oder aus einem Acryl-Mischpolyrnerenlatex besteht.
  9. 9. Flachma;erial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindemittelmenge 20 bis 35 Gew.- bezogen auf das Trockengewicht der Fasern und des Bindemittels im Filz beträgt.
  10. 10. Flachmaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch geke;nnzeichnet, daj das Gewicht an masern und Bindemittel 200 bis 700 g/m2 beträgt.
  11. 11. Flachmaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des verbundenen Filzes 0,5 bis 1 mm beträgt.
  12. 12. Flachmaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es einen glättenden Überzug von 50 bis 500 g/m2 einer Kunststoff-Zusammensetzung trägt.
  13. 13. Flachmaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an stabilisierenden Fasern 10 bis 50 Gew.-% der Fasern beträgt.
  14. 14. Flachmaterial nach einem der vorhergehenden Ansprüche als Boden- oder Wandbelag, dadurch gekennzeichnet, daß es eine dekorative Schicht trägt.
  15. 15. Flachmaterial nach Anspruch 14 als dekorativer federnder Vinyl-Bodenbelag, dadurch gekennzeichnet, daß die dekorative Schicht aus einer geschäumten Vinylschicht und einer abriebfesten Schicht besteht.
  16. 16. Flachmaterial nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die dekorative Schicht aus einer geschäumten Vinylschicht und einer abriebfesten Schicht besteht, wobei der verbundene Filz ein Gewicht an Fasern und Bindemittel von 200 bis 700 g/m2 hat, Bindemittel in ein Menge von 20 bis 3 Gew.-p bezogen auf das Trockengewicht an masern und Bindemittel enthält, 0,5 bis 1 mm dick ist und aus einer Fasermischung von s bis 50 oga Cellulosefasern besteht, wobei 30 bis 70 % der Cellulosefasern wiedergewonnene Fasern sind.
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SE7707845L (sv) 1978-01-07

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