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DE2729368C2 - Füllmasse für Fernmeldekabel mit kunststoffisolierten Adern - Google Patents

Füllmasse für Fernmeldekabel mit kunststoffisolierten Adern

Info

Publication number
DE2729368C2
DE2729368C2 DE19772729368 DE2729368A DE2729368C2 DE 2729368 C2 DE2729368 C2 DE 2729368C2 DE 19772729368 DE19772729368 DE 19772729368 DE 2729368 A DE2729368 A DE 2729368A DE 2729368 C2 DE2729368 C2 DE 2729368C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
styrene
filling compound
copolymerizable
dibenzyltoluene
unsaturated polyester
Prior art date
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Expired
Application number
DE19772729368
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English (en)
Other versions
DE2729368B1 (de
Inventor
Bjoern Dipl.-Chem. 8019 Ebersberg Noethe
Helmut 8000 Muenchen Saller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE19772729368 priority Critical patent/DE2729368C2/de
Publication of DE2729368B1 publication Critical patent/DE2729368B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2729368C2 publication Critical patent/DE2729368C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/17Protection against damage caused by external factors, e.g. sheaths or armouring
    • H01B7/28Protection against damage caused by moisture, corrosion, chemical attack or weather
    • H01B7/282Preventing penetration of fluid, e.g. water or humidity, into conductor or cable
    • H01B7/285Preventing penetration of fluid, e.g. water or humidity, into conductor or cable by completely or partially filling interstices in the cable

Landscapes

  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Organic Insulating Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Füllmasse für Fernmeldekabel mit kunststoffisolierten Adern. Die elektrischen -to Übertragungseigenschaften verlegter Nachrichtenkabel können sich unter ungünstigen Umständen infolge eindringender Feuchtigkeit verschlechtern, vor allem können der Isolationswiderstand, der dielektrische Verlustfaktor und die Betriebskapazität nicht mehr ausreichende Werte annehmen. Durch Füllen der Kabelhohlräume mit dielektrisch hochwertigen, nach dem Einbringen in das Kabel nicht mehr fließfähigen Stoffen ließe sich erreichen, daß die Übertragungseigenschaften wieder verbessert oder wenigstens auf einem noch ausreichenden Niveau stabilisiert werden.
Die Einbringung üblicher Kabelfüllmassen scheitert an deren pastöser Konsistenz, die nur durch ein Aufheizen des Kabels während des Füllvorgangs vorübergehend aufgehoben werden könnte. Bei einem verlegten Kabel ist das praktisch nicht durchführbar. Übliche elektrisch hochwertige Gießharze sind so hoch viskos und haben so geringe Topfzeiten, daß sie bei einem Einpreßdruck von ca. 10 bar bereit« nach wenigen Metern Füllstrecke nicht mehr weiter in das Kabel vordringen könnten. Eine nennenswerte Steigerung der Fließgeschwindigkeil durch die Erhöhung des Einpreßdruckes über 10 bar hinaus ist nicht möglich, da dann ein Bersten des Kabels zu erwarten wäre.
Handelsübliche Gießharze für die Sanierung von verlegten Nachrichtenkabeln, KäbelreparatUrfhassen genannt, umgehen diese Schwierigkeiten dadurch, daß einem kalthärtenden Epoxyd-Gießharzsystem inerte, niederviskose aber flüchtige Lösungsmittel wie z. B. Xylol, Toluol und Methanol zugesetzt werden. Durch entsprechend großen Anteil an Lösungsmitteln wird sowohl die Viskosität als auch die Reaktivität soweit herabgesetzt, daß bei 10 bar Fülldruck einige hundert Meter Kabel im Laufe von 5 bis 10 Stunden gefüllt werden können. Versuche haben ergeben, daß solche Kabelreparaturmassen die gewünschten Fließeigenschaften besitzen und in hinreichend kurzer Zeit in den Festzustand übergehen. Derartige Kabelreparaturmassen beeinträchtigen aber die Übertragungseigenschaften der Kabel wegen ihrer schlechten dielektrischen Eigenschaften in unzulässigem Maße und stabilisieren außerdem keineswegs die Kabeleigenschaften wegen der zwangsläufig eintretenden Verdunstung der benutzten Lösungsmittel, deren Anteil bei 30 bis 50 Gew.-°/o liegt. Ferner tritt durch Lösungsmittelverlust eine Verfestigung der Masse ein, die wegen de<" dadurch bewirkten Versteifung der Kabel unerwünscht ist. Eine befriedigende Lösung des Problems der Sanierung längerer, verlegter Nachrichtenkabel ist mit derartigen Massen nicht möglich.
Es ist auch bereits bekannt, eine Längswasserdichtigkeit in Nachrichtenkabeln dadurch zi' erzielen, daß in Wasser quellungsfähigii, ihr Volumen um ein Vielfaches vergrößernde, pulverformige Stoffe allein oder — zur Verbesserung der Dielektrizitätskonstante der Füllmasse — im Gemisch m.t gasgefüllten Hohlkörperchen benutzt werden (vgl.: DE-AS 14 90 621 und DE-PS 19 Jb 871); dabei können auch vaseinartige Stoffe verwendet werden (vgl.: DE-PS 19 36 872). Die Errichtung von Feuchtigkeitssperren kann auch durch Ausfüllen des freien Kabelvolumens mittels selbstschäumender Harzsysteme, beispielsweise auf Polyurethanbasis (»Technische Mitteilungen AEG-Telefunken«, Bd. 60, 1970, S. 122/123), oder durch Nachschäumen vorgeschäumt in das Kabel eingebrachter Partikel erreicht werden (CH-PS 4 23 913). Derzeit werden in der Technik jedoch Füllmassen auf Petrolatbasis, allein oder zusammen mit die Dielektrizitätskonstante verbessernden Zusätzen (vgl.: DE-PS 19 36 872). bevorzugt.
In der DE-OS 22"OO 306 wird eine wärmebeständige Füllmasse vorgeschlagen, die Petrolat und ein teilweise vernetztes Polymeres, sowie gegebenenfalls noch weitere Bestandteile, enthält. Diese Masse besitzt thixotrope Eigenschaften und läßt sich bei Raumtemperatur fördern, sie wird aber in der Verarbeitung selbst bei höheren Temperaturen nicht flüssig. Der Einsatz dieser Masse ist daher in zweierlei Hinsicht problematisch: Zum einen ist es nicht möglich, dit^e Masse für die Applikation in einen hinreichend niedrigviskosen Zust-nd zur ausreichenden Füllung auch hochpaariger Nachrichtenkabel zu bringen, und zum zweiten ist aus wirtschaftlichen Gründen der Einsatz eines nicht gängigen handelsüblichen Polymeren, wie Poly-tert.-butylstyrol, /u aufwendig.
Bei Füllmassen auf Petrolatbasis bestehen darüber hinaus bei hochpaangen Nachrichtenkabeln Applika tionsschwierigkeiten. weil es mit bei Raumtemperatur pastösen, gelartigen Massen nicht gelingt, das freie Kabelvolumen in einem technisch erforderlichen Maße zu füllen. Diesen Mängel beobachtet mäh im übrigen auch bei pulverförmigen Füllmassen. Das Aderlabyrinth, vor allem bei hochpaangen Nachrichtenkabeln, stellt an die Fließeigenschaften einer Füllmasse und gegebenen^ falls an Teilchenförm und 'durchmesser eventuell darin enthaltener Zusätze hohe Ansprüche, Hochviskose oder thixotrope Massen können so, selbst unter Druck,
beispielsweise über eine Ringdüse, nicht bis zur Kabelmitte eingepreßt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Füllmasse für Nachrichtenkabel mit kunststoffisolierten Adern anzugeben, die auch die Füllung des freien Kabelvolumens hochpaariger Nachrichtenkabel in einem einzigen Arbeitsgang und bei Erdbodentemperatur erlaubt und bei deren Verwendung die elektrischen und mechanischen Eigenschaften der Kabel im wesentlichen unverändert bleiben.
Die gestellte Aufgabe wird durch die Füllmasse nach der Erfindung dadurch gelöst, daß sie aus Lösungen an sich bekannter ungesättigter Polyesterharze mit extrem geringem Molekulargewicht und daher mit geringer Lösungsviskosität in polymerisationsfähigen bzw. copolymerisationsfähigen äthylenisch ungesättigten Verbindungen mit dielektrisch hochwertigen Eigenschaften im polymerisierten bzw. copolymerisierten Zustand besteht und daß ferner der Anteil an diesen polymerisations- und/oder copolymerisationsfähigen niederviskosen Lösungsmitteln (Comonomeranteil) gegenüber üblichen Zusammensetzungen sehr hoch gewählt ist und daß ferner als nicht reaktives Lösungs- und Weichmachungsmittel Dibenzyltoluol eingesetzt ist
Das ungesättigte Polyesterharz hat ein — gemessen an den üblicherweise eingesetzten Polyesterharzen — extrem geringes Molekulargewicht und daher eine geringe Lösungsviskosität. Der Anteil an polymerisations- und/oder copolymerisationsfähigen niederviskosen Lösungsmitteln ist gegenüber üblichen Zusammensetzungen beträchtlich erhöht Diese Erhöhung des Comonomeranteils, insbesondere Styrol, ist bei den üblichen Anwendungen derunj-esättig'-.n Polyesterharze unerwünscht, weil die mechanischen Eigenschaften darunter leiden. Im vorliegenden Anwen -'ungsfall ist die Herabsetzung der Viskosität des ungehärteten Harzes technisch wesentlich wichtiger als die Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften des gehärteten Harzes.
Als Comonomere werden Kohlenwasserstoffverbindungen, wie z. B. Styrol, a-Methylstyrol, Vinyltoluol oder Divinylbenzol verwendet. Diese zeichnen sich durch gute dielektrische Eigenschaften aus und nehmen nur sehr wenig Wasser auf.
Als nicht reaktives Lösungs- und Weichmachungsmittel wird Dibenzyltoluol, wie es zum Beispiel unter dem Namen Lipinol T bekannt ist, eingesetzt, das aufgrund seines unpolaren Charakters und seiner geringen Wechselwirkung mit den Kabelmaterialien geeignet ist, sowohl die Reaktivität des polymerisierbaren Systems herabzusetzen als auch die Weichmachung des polymerisierten Materials zu bewirken, ohne daß die Feuchtigkeitsempfindlichkeit und die mechanischen und elektrischen Eigenschaften des Kabels unzulässig beeinflußt werden. Der Dampfdruck ist extrem gering, Verdunstungsverluste treten daher nicht auf.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.
Beispiel 1
12 Gewichtsteile (GT) ungesättigtes Polyesterharz,
hergestellt aus 2=Octyldodecanol,
Maleinsäureanhydrid und Butandiol-(1,3)
imMoWVerhältnis2;2:l
9 GT Styrol-Butadien-Kautschuk
32,5GT Styrol
44 GT Dibenzyltoluol
1,7 GT Methyläthylketönperoxyd,50%igin
Phthalsäureester
0,5 GT Kobaltnaphthenat, gelöst in Styrol, mit einem Kobaltgehalt von 1%
Beispiel 2
16,4 GT ungesättigtes Polyesterharz gemäß
Beispiel 1
12,3GT Styrol-Butadien-Kautschuk 44 GT Styrol
27,5GT Dibenzyltoluol
1,6GT Methyläthylketonperoxyd,50%igin
Phthalsäureester
0,48 GTKobaltnaphthenatlösung
Beispiel 3
10,6 GT ungesättigtes Polyesterharz gemäß
Beispiel 1
7^5 GTStyrol-Butadien-Kautschuk 28,3 GT Styrol
53GT Dibenzyltoluol
1,7 GT Methyläthylketonperoxyd,50%igin
Phthalsäureester
0,5 GT Kobaltnaphthenatlösung
Beispiel 4
13,5 GT ungesättigtes Polyesterharz gemäß
Beispiel 1
10 GT Styrol-Butadien-Kautschuk 26,5GT Styrol
48 GT Dibenzyltoluc!
1,7 GT Methyläthylketonperoxyd,50°/oigin
Phthalsäureester
0,5 GT Kobaltnaphthenatlösung
Beispiel 5
11,5 GT ungesättigtes Polyesterharz gemäß
Beispiel 1
■so 8,6GT Styrol-Butadien-Kautschuk 37 GT Styrol
41 GT Dibenzyltoluol
1,6 GT Methyläthylketonperoxyd, 50°/oig in Phthalsäureester
0,5GT Kobaltnaphthenatlösung
Beispiel 6
12,5 GT ungesättigtes Polyesterharz gemäß
Beispiel 1
9,3GT Styrol-Butadien-Kautschuk 33 GT Styrol
44,5GT Dibenzyltoluol
0,4 CT Methyläthylketonperoxyd, 50%ig in Phthalsäureester
0,25 GTKobaltnaphthenatlösung
Die Viskositäten der beispielhaften Mischungen
liegen bei 25°C im Bereich von 30... 6OmPa · s. Die Zeiten bis zum Erreichen einer Viskosität von 100...
15OmPa-S betragen bei 25°C zwischen 6 und Stunden,
Der spezifische elektrische Durchgangswiderstand der gehärteten Kabelrepäraturmasseri beträgt einige 10l3Ohm · cm, der Verlustfaktor liegt bei 3 bis 5 > 10~3 und die Dielektrizitätskonstante zwischen 2,8 und
Die Füllmasse gemäß der Erfindung besitzt sehr gute dielektrische Eigenschaften und beeinflußt daher das Übertragungsverhalten der Kabel nicht negativ.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Füllmasse für Fernmeldekabel mit kunststoffisolierten Adern, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer sich im polymerisierbaren und/oder copolymerisierbaren Zustand befindlichen Lösung ungesättigter Polyesterharze mit extrem geringem Molekulargewicht und daher mit geringer Lösungsviskosität in copolymerisationsfähigen äthylenisch ungesättigten Verbindungen mit dielektrisch hochwertigen Eigenschaften besteht, daß der Anteil an polymerisations- und/oder copolymerisationsfähigen niederviskosen Lösungsmitteln (Comonomeranteil) gegenüber üblichen Zusammensetzungen sehr hoch gewählt ist und daß ferner als nicht reaktives Lösungs- und Weichmachungsmitte! Dibenzyltoluol eingesetzt ist.
2. Füllmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Comonomere Kohlenwasserstoffverbindungen verwendet sind.
3. Füllmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer Lösung folgender Zusammensetzung besteht:
a) ungesättigtes Polyesterharz, hergestellt aus 2-Oktyldodecanol, Maleinsäureanhydrid und Butandiol-(1,3) im Mol-Verhältnis 2:2:1
b) Styrol-Butadien-Kautschuk
c) Styrol
d) Dibenzyltoluol
e) Methyläthylketonperoxyd, 50%ig in Phthalsäureester
f) Kobaltnaphthenat, gelöst in Styrol mit einem Kobaltgehalt von 1%.
35
DE19772729368 1977-06-29 1977-06-29 Füllmasse für Fernmeldekabel mit kunststoffisolierten Adern Expired DE2729368C2 (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0010576B1 (de) * 1978-10-30 1983-10-19 Siemens Aktiengesellschaft Füllmasse auf Polyurethan-Basis zur Längsabdichtung elektrischer oder optischer Nachrichtenkabel oder Kabelverbindungen und mit dieser Füllmasse versehene Verbindungsstücke und Kabel
US4845309A (en) * 1987-04-23 1989-07-04 Dow Corning Corporation Silicone water block for electrical cables
GB2609262B (en) * 2021-07-28 2024-06-19 Technip N Power SAS Subsea electric cable

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