DE2725030A1 - Antriebsvorrichtung fuer ein umstellbares satellitendruckwerk - Google Patents
Antriebsvorrichtung fuer ein umstellbares satellitendruckwerkInfo
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Description
Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg Aktiengesellschaft Stadtbachstraße 1, 8900 Augsburg
01.06.77 P.B. 2912/1327
"Antriebsvorrichtung für ein
umstellbares Satellitendruckwerk11
umstellbares Satellitendruckwerk11
Erfinder: Hainer Burger
809850/0183
P.B. 2912/1327 -B1-
Antriebsvorrichtung für ein
umstellbares Satellitendruckwerk
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsvorrichtung für ein umstellbares Satellitendruckwerk einer Rotations-Druckmaschine, bei dem mindestens zwei ein Druckbild tragende Druckbildzylinder (d. h. Druckform- oder Übertragzylinder) durch Verlagern ihrer Antriebswellen wahlweise
an einen gemeinsamen Gegendruckzylinder oder gegeneinander anstellbar sind, in welcher die Druckbildzylinder
durch Zahneingriff jeweils eines von zwei Sätzen auf den Antriebswellen der Druckwerkzylinder befestigter Zylinderräder wahlweise mit dem Gegendruckzylinder oder miteinander registerhaltend koppelbar sind und mindestens einer der beiden Druckbildzylinder beim Verlagern derer Antriebswellen um einen vorgegebenen Vinkelbetrag verdrehbar ist.
Eine derartige Antriebsvorrichtung ist aus der DT-PS 2 024- 482 der gleichen Anmelderin bekannt. Sie gestattet
es, den Zeitaufwand für die Umstellung des Druckwerkes klein zu halten und trotz der bei einem der beiden - hier
als Gummizylinder ausgebildeten - Druckbildzylinder erforderlichen Drehrichtungsumkehr mit schrägverzahnten und
damit geräuscharmen Zylinderrädern auszukommen.
Bei der bekannten Antriebsvorrichtung sind zu diesem Zweck die beiden Sätze von Zylinderrädern ständig miteinander
im Zahneingriff. Dafür sind zwei Formschlußkupplungen vorgesehen, mit denen die Zylinderräder eines der beiden
Druckbildzylinder wahlweise mit der Antriebswelle des Gegendruckzylinders oder mit derjenigen des anderen Druck-
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bildzylinders koppelbar sind. Für die Registerhaltung
ist bei beiden Kupplungen durch eine besondere Formgebung dafür gesorgt, daß diese jeweils nur in einer bestimmten Winkellage der Antriebswelle einfallen können.
Diese bekannte Antriebsvorrichtung kann jedoch trotz des relativ großen Aufwandes nur die Registerhaltung zwischen
den beiden Druckbildzylindern erzielen, weil einer der beiden Druckbildzylinder stets fest mit dem Gegendruckzylinder gekoppelt ist. Für die Zusammenarbeit mit einem
weiteren solchen Satellitendruckwerk, beispielsweise zur Bildung eines Zehn-Zylinder-Druckwerkes, sind daher bei
der bekannten Antriebsvorrichtung aufwendige Umfangsregister-Korrekturvorrichtungen erforderlich, etwa in Form
von gemeinsam verschwenkbaren Stellwalzenpaaren. Mt der
bekannten Antriebsvorrichtung ist es somit auch nicht ohne weiteres möglich, weitere Druckbildzylinder an den
gemeinsamen Satelliten-Gegendruckzylinder anzustellen, wie es für die Bildung von Sieben- oder Neun-Zylinder-Druckwerken nötig ist.
Der Erfindung liegt nun demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsvorrichtung für ein umstellbares Satellitendruckwerk der eingangs genannten Art zu schaffen, die
unter Wahrung aller Vorteile der bekannten Vorrichtung bedeutend einfacher aufgebaut ist und dennoch bei der Umstellung des Druckwerkes nicht nur die Registerhaltung
zwischen den beiden Druckbildzylindern gewährleistet, sondern auch das Register mit den übrigen Druckbildzylindern
oder Druckwerken aufrechterhält, mit denen das Satellitendruckwerk zusammenarbeitet.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß in einem die Antriebswellen der Druckwerkzylinder lagernden Druck-
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werkschild für jeden Druckbildzylinder eine Kulissenführung
angeordnet ist, in welche beim Stillstand des Druckwerkes jeweils ein kurbelartig mit der Antriebswelle des
Druckbildzylinders verbundener Führungszapfen einführbar
ist, und daß die Kulissenführungen so ausgebildet sind, daß durch die Führungszapfen beide Druckbildzylinder beim
Verlagern ihrer Antriebswellen in einem der Verlagerungsbewegung - bezüglich eines dem Gegendruckzylinder zugewandten
Umfangsbereiches - entgegengerichteten Sinne gegenläufig verdrehbar sind, und zwar zunächst derart, daß
der jeweilige Zahneingriff an einer vorbestimmten Zahn-Lücke-Stelle der Zylinderräder erfolgt, und sodann derart,
daß sich eine Verdrehung der beiden Druckbildzylinder um den vorgegebenen Winkelbetrag ergibt. Dabei können
ersichtlich auch die Kulissenführungen an Stirnflächen der Druckbildzylinder oder deren Zylinderräder und die
entsprechenden Führungszapfen an dem Druckwerkschild angebracht sein.
Auch diese Antriebsvorrichtung ist geräuscharm und schnell zu bedienen. Sie vermeidet mit einfachen Mitteln, daß bei
der Verlagerungsbewegung die Zylinderräder sich willkürlich gegeneinander verdrehen und mit den Zahnköpfen aneinanderschlagen
können. Vor allem aber erreicht diese Antriebsvorrichtung die ständige Aufrechterhaltung des Registers
zwischen den einzelnen Druckbildzylindern und Druckwerken ohne jeglichen zusätzlichen Aufwand.
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Antriebswellen der beiden Druckbildzylinder unabhängig voneinander
verlagerbar sind, und wenn dann die beiden Sätze von Zylinderrädern so ausgebildet sind, daß die Zylinderräder
eines (bereits oder noch) vollständig vom Gegendruck-
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Zylinder in seine andere Endlage verlagerten Druckbildzylinders keinen Zahneingriff mit den Zylinderrädern des
anderen Druckbildzylinders oder des Gegendruckzylinders haben, wenn der andere Druckbildzylinder (noch oder bereits)
an dem Gegendruckzylinder angestellt ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert,
wobei sich weitere Merkmale, Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben. Es zeigen:
Fig. 1 und 2 ein Neun-Zylinder-Druckwerk in
seiner Einstellung für einseitigen Vierfarbendruck bzw. für dreifarbigen
Schön- und einfarbigen Widerdruck und
Fig. 3 bis 5 einen Teil der Zylinderrädersätze
für die untere Hälfte des Druckwerkes nach den Fig. 1 und 2.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Neun-Zylinder-Offset-Druckwerk
dargestellt, bei welchem um einen als Gegendruckzylinder dienenden Satellitenzylinder 1 verteilt vier als Gummizylinder
3» 5» 7 und 9 gestaltete Druckbildzylinder und vier
mit diesen zusammenwirkende Plattenzylinder 11, 13» 15 und
17 angeordnet sind.
In Fig. 1 sind alle vier Gummizylinder 3» 5» 7 und 9 an
den Satellitenzylinder 1 angestellt. Hierdurch kann eine strichpunktiert dargestellte Papierbahn 19 viermal auf einer
Seite bedruckt werden. In Fig. 2 sind die beiden Gummizylinder 7 und 9 wiederum an den Satellitenzylinder 1,
die anderen beiden Gummizylinder 3 und 5 Jedoch gegenein-
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ander angestellt. In dieser Einstellung kann eine etwas anders geführte Papierbahn 21 auf einer Seite einmal und
auf der anderen Seite dreimal bedruckt werden.
Die Verlagerung der Gummizylinder 3 und 5 zwischen den beiden in Fig. 1 und 2 gezeigten Stellungen erfolgt in
dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel besonders einfach und zweckmäßig - wie für den Gummizylinder 5 ausgeführt und für den Gummizylinder 3 nur angedeutet - mit
Hilfe zweier ineinanderliegender Exzenterbuchsen 23 und 25« die einen Wellenstumpf 27 auf der Antriebswelle des
Gummizylinders 5 umfassen. Die Exzenterbuchsen 23 und 25 können durch zwei Stellhebel 29 und 31 gleichzeitig oder
nacheinander verschwenkt werden, wodurch sie den Gummizylinder 5 aus der in Fig. 1 dargestellten Lage nach unten
und links in die Lage gemäß Fig. 2 bewegen, in welcher dieser gegen den in ähnlicher, aber völlig unabhängiger Weise
mittels einer hier nur durch Stellhebel 33 und 35 angedeuteten Exzenteranordnung nach unten und rechts bewegten
Gummizylinder 3 anliegt.
In den Fig. 3 bis 5 ist nun das Zusammenwirken der Zylinderräder für die Druckwerkzylinder der unteren Hälfte des
Druckwerkes nach den Fig. 1 und 2 dargestellt. In Fig. 3 befinden sich dabei die Gummizylinder 3 und 5 ic Anlage
an dem Satellitenzylinder 1, in Fig. 4 sind sie gerade in einer Zwischenlage, in welcher sie weder den Satellitenzylinder 1, noch sich gegenseitig berühren, und in Fig. 5
liegen sie aneinander an.
Die Gummizylinder 3 und 5 sind dabei über eine Anzahl Zylinderräder miteinander und mit dem Antrieb der Vorrichtung gekoppelt. Hierzu tragen sie jeweils ein erstes Zahnrad 37 und 39» das in der Stellung nach den Fig. 1 und 3
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mit einem Zahnrad 41 auf der Antriebswelle des Satellitenzylinders
1 kämmt. Auf den Antriebswellen der Gummizylinder 3 und 5 befinden sich zwei weitere Zylinderräder
43 und 45, die in der Stellung nach den Fig. 2 und 5 miteinander in Eingriff stehen. In der Zwischenstellung
gemäß Fig. 4 erfolgt eine gewisse Überlappung des Zahneingriffes; während - beim Übergang von Fig. 3 nach
Fig. 5 - die Zylinderräder 37 bis 41 außer Eingriff gelangen, spitzt sich zwischen den Zylinderrädern 43 und
45 gerade der neue Eingriff an.
Dies wird hier dadurch erreicht, daß in einem - hier nicht weiter dargestellten - Seitenschild des Druckwerkes zwei
Kulissenführungen 47 und 49 angebracht sind, in welche zum
Umstellen des Druckwerkes, also bei dessen Stillstand, zwei Führungszapfen 51 und 53 eingeführt werden, die kurbelartig
mit den Antriebswellen der Gummizylinder 3 und
verbunden und beispielsweise an den Zylinderrädern 37 und
39 oder 43 und 45 angebracht sind. Diese Kulissenführungen 47 und 49 verhindern somit ein unkontrolliertes Verdrehen
der einzelnen Druckwerkzylinder gegeneinander und gewährleisten ein schonendes Ineinandergreifen vorbestimmter Zähne
und Zahnlücken.
Bei der Umstellung des Druckwerkes muß dafür gesorgt werden, daß die einzelnen Druckwerkzylinder miteinander in
Begister bleiben. Dies bedeutet, daß ein aus dem sich ständig wiederholenden Druckmuster herausgegriffener sog. wiederkehrender
Punkt, der bei der Stellung nach Fig. 1 beispielsweise bei den Gummizylindern 3 und 9 und genauso auch
bei den Gummizylindern 5 und 7 unter einem Winkel oC zur
Horizontalen erscheint, in der Stellung nach Fig. 2 bei den nicht verlagerten Gummizylindern 9 und 7 wieder unter
dem Winkel oC liegen muß, aber bei dem jetzt gegeneinander
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angestellten Gummizylindern 3 und 5 unter einem neuen
Winkel β zur Horizontalen auftreten muß, der sich eindeutig aus der gegenüber der Papierbahn 19 veränderten
Lage der Papierbahn 21 ergibt. Es muß nämlich die Länge der Papierbahn 21 zwischen den wiederkehrenden Punkten
beispielsweise an den Gummizylindern 9 und 3 stets gleich
dem halben Umfang des Satellitenzylinders 1 zwischen dessen oberen und unterem Scheitelpunkt sein.
Der Verlagerungsbewegung der beiden Gummizylinder 3 und 5
muß daher eine gegenläufige und - im Kontaktbereich - der Druckwerkzylinder 1, 3 und 5 - der Verlagerungsbewegung
entgegengerichtete Drehbewegung überlagert werden. Bei der Umstellung von der Winkellage O^ nach den Fig. 1 und 3 in
die Winkellage ρ nach den Fig. 2 und 5 muß also der Gummizylinder
3 im Gegenuhrzeigersinn und der Gummizylinder im Uhrzeigersinn um einen fest vorgegebenen Winkelbetrag
( |i - ÖL ) verdreht werden.
Hierzu werden nun ebenfalls die Kulissenführungen 4-7 und
49 im Zusammenwirken mit den Führungszapfen 51 und 53
herangezogen, die somit einem doppelten Zweck dienen und in einem mittleren Bereich dafür sorgen, daß der Zahneingriff
nahezu Widerstands- und berührungslos erfolgt, und in ihren beiden Endbereichen das Erreichen der beiden Winkel
c£» und P für die wiederkehrenden Punkte auf den Gummizylindern
3 und 5 sicherstellen. Da diese drei Bereiche sauber voneinander getrennt sind, lassen sich die beiden
Forderungen ohne weiteres durch entsprechende Formgebung der Kulissenführungen 4-7 und 4-9 erfüllen. Weil andere Winkel
als die Winkel oL und β nicht auftreten können, sind
damit auch alle Einstellmöglichkeiten einer mit mehreren Druckwerken ausgerüsteten Rotations-Druckmaschine berücksichtigt.
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Aus dem Vorhergehenden ist nun auch die Arbeitsweise der Antriebsvorrichtung ersichtlich. Venn beispielsweise die
untere Hälfte des Druckwerkes aus der Stellung nach Fig. in diejenige nach Fig. 2 umgestellt werden soll, müssen
zunächst der Satellitenzylinder 1 und die Gummizylinder 3 und 5 in die Lage gemäß Fig. 3 gebracht werden. Dann werden die Führungszapfen 51 und 53 in die Kulissenführungen
47 und 49 eingeschoben, so daß die gegenseitige Lage der Druckwerkzylinder 1, 3 und 5 und damit auch deren Zylinderräder
37 bis 45 zunächst einmal fixiert ist. Dann werden - gleichzeitig oder nacheinander - die beiden Paare
von Stellhebeln 29, 31 und 33, 35 betätigt, wodurch die Verlagerung der Gummizylinder 3 und 5 und gleichzeitig deren
Verdrehung erfolgt. Dabei erzwingen die Kulissenführungen 47 und 49 das entsprechende Zusammenwirken der beiden
Exzenterbuchsen 23 und 25 jedes der Gummizylinder 3 und 5· Schließlich werden die Führungszapfen 51 und 53 wieder
aus den Kulissenführungen 47 und 49 herausgezogen und das Druckwerk ist in der neuen Stellung betriebsbereit.
Für eine Umstellung des Druckwerkes von der Stellung nach Fig. 2 in diejenige nach Fig. 1 sind diese Schritte dann
nur in umgekehrter Reihenfolge durchzuführen.
Die Verlagerung der Gummizylinder 3 und 5 kann gleichzeitig erfolgen. Dann wird die Zwischenstellung nach Fig. 4
erreicht, aus der das glatte Eingreifen der Zahnräder 43
und 45 und das ebenso widerstandslose Außer-Eingriff-Gelangen der Zahnräder 37» 39 und 41 zu erkennen ist. Die
Gummizylinder 3 und 5 können jedoch auch beliebig nacheinander verlagert werden, ohne daß ein Aneinanderschlagen
der Zylinderräderzähne zu befürchten ist. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß die Zylinderräder eines in der
Lage nach Fig. 5 befindlichen Gummizylinders keinen Zahn-
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eingriff mit den Zylinderrädern eines GummiZylinders in
der Lage gemäß fig. 3 oder des Satellitenzylinders 1 haben.
Es ist zwar besonders zweckmäßig, die Kulissenführungen
47 und 49 in dem Druckwerkschild und die Führungszapfen 51 und 53 an den Gummizylinderrädern 37» 39 oder 43, 45
anzubringen, doch kann die Anordnung ersichtlich auch umgekehrt erfolgen, so daß die Kulissenführungen in den
Stirnflächen der Zylinderräder oder der Gummizylinder selbst untergebracht und die Führungszapfen an dem Druckwerkschild angeordnet sind. Die Führungszapfen müssen
weiterhin nicht unbedingt starr befestigt sein, um etwa die von ihnen ausgeübten Führungskräfte auch in ihrer
Größe beeinflussen zu können.
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Claims (5)
- P.B. 2912/1327 - A 1 -Patentansprüche;( 1. Antriebsvorrichtung für ein umstellbares Satelliten-N— druckwerk einer Rotationsdruckmaschine, bei dem mindestens zwei ein Druckbild tragende Druckbildzylinder durch Verlagern ihrer Antriebswellen wahlweise an einen gemeinsamen Gegendruckzylinder oder gegeneinander anstellbar sind,in welcher die Druckbildzylinder durch Zahneingriff jeweils eines von zwei Sätzen auf den Antriebswellen der Druckwerkzylinder befestigter Zylinderräder wahlweise mit dem Gegendruckzylinder oder miteinander registerhaltend koppelbar sindund mindestens einer der beiden Druckbildzylinder beim Verlagern derer Antriebswellen um einen vorgegebenen Winkelbetrag verdrehbar ist,dadurch gekennzeichnet, daß in einem die Antriebswellen der Druckwerkzylinder (1 bis 17) lagernden Druckwerkschild für jeden Druckbildzylinder (3» 5) eine Kulissenführung (4-7» 4-9) angeordnet ist, in welche beim Stillstand des Druckwerkes jeweils ein kurbelartig mit der Antriebswelle des Druckbildzylinders (3» 5) verbundener Führungszapfen (51, 53) einführbar ist, und daß die Kulissenführungen (47, 49) so ausgebildet sind, daß durch die Führungszapfen (51» 53) beide Druckbildzylinder (3» 5) beim Verlagern ihrer Antriebswellen in einem der Verlagerungsbewegung - bezüglich eines dem Gegendruckzylinder (1) zugewandten Umfangsbereiches - entgegengerichteten Sinne gegenläufig verdrehbar sind,809850/0183ORIGINAL INSPECTED-A2-und zwar zunächst derart, daß der jeweilige Zahneingriff an einer vorbestimmten Zahn-Lücke-Stelle der Zylinderräder (37, 39, 41; 4-3, 45) erfolgt, und sodann derart, daß sich eine Verdrehung der beiden Druckbildzylinder (3, 5) um den vorgegebenen Winkelbetrag ergibt.
- 2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Sätze von Zylinderrädern (37, 39, 41; 43, 45) derart ausgebildet sind, daß die Zylinderräder (37, 39, 41) des einen Satzes gerade außer Zahneingriff gelangen, wenn die Zylinderräder (43, 45) des anderen Satzes bereits zum neuen Zahneingriff ansetzen.
- 3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Druckbildzylinder (3, 5) an beiden Seiten ihrer Antriebswellen in jeweils zwei ineinanderliegenden Exzenterbuchsen (23, 25) gelagert sind, die unabhängig voneinander verdrehbar sind.
- 4. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswellen der beiden Druckbildzylinder (3, 5) unabhängig voneinander verlagerbar sind.
- 5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Sätze von Zylinderrädern (37, 39, 41; 43, 45) so ausgebildet sind, daß die Zylinderräder (37, 43) eines vollständig vom Gegendruckzylinder (1) in seine andere Endlage verlagerten Druckbildzylinders (3) keinen Zahneingriff mit den Zylinderrädern (39, 45) des anderen Druckbildzylinders (5) oder demjenigen (41) des Gegendruckzylinders (1) haben, wenn der andere Druckbildzylinder (5) an dem Gegendruckzylinder (1) angestellt ist.809850/0183
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