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DE2720701A1 - Verfahren zur herstellung von kunststoff-fasern - Google Patents

Verfahren zur herstellung von kunststoff-fasern

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DE2720701A1
DE2720701A1 DE19772720701 DE2720701A DE2720701A1 DE 2720701 A1 DE2720701 A1 DE 2720701A1 DE 19772720701 DE19772720701 DE 19772720701 DE 2720701 A DE2720701 A DE 2720701A DE 2720701 A1 DE2720701 A1 DE 2720701A1
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DE
Germany
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isotactic
polymer
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fibers
fibre
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DE19772720701
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Robert K Jenkins
Leon B Keller
Gary Van Luster
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Raytheon Co
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Hughes Aircraft Co
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Fasern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Fasern aus einer polymeres Material enthaltenden Lösung.
  • Die Herstellung von Fasern aus Kunststoffen durch Spinnen aus einer Schmelze oder einer hochviskosen Lösung ist seit langem bekannt. Diese Methoden erfordern zu Beginn die Bildung der Faser durch einen mechanischen Schritt, beispielsweise durch Extrudieren durch eine Spinndüse oder durch Ziehen eines feinen kontinuierlichen Fadens aus der viskosen Schmelze Im Fall der Herstellung der Fasern aus geschmolzenem Material werden die Fasern nach dem Abkühlen gestreckt und einer Wärmebehandlung unterworfen, um die gewünschten mechanischen Eigenschaften zu erzielen.
  • Bei Fasern, die aus hochkonzentrierten Lösungen durch Spinnen hergestellt werden, wird das Lösungsmittel durch Verdampfen oder Extrahieren nach dem Spinnvorgang entfernt. Danach werden die Fasern in der gleichen Weise mechanisch gestreckt und mit Wärme behandelt wie die aus der Schmelze gewonnenen Fasern.
  • In den letzten Jahren wurde die Bildung von Fasern durch Rühren stark verdünnter Lösungen gewisser Polymere in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben (siehe A. J.
  • Pennings, Van der Mack, et al "Polymere" 99 (1969)).
  • Dieses Verfahren führt zur Bildung linearer Fasern, die am Rührer anhängen. Die Fasern sind ungleichförmig um den Rührer verteilt und spiralförmig angeordnet. Die Bildung gleichartiger Fasern aus gerührten Lösungen wurde auch von A. Keller in "Physics Today", Mai 1970, Seite 42, mitgeteilt. Außerdem wurde ein faserförmiges, kristallines Material, dessen Struktur als "shish-kebabn-Struktur bezeichnet wird, durch Bestrahlen einer verdünnten Lösung von Polyäthylen in p-Xylol mit Ultraschallwellen von 0,1 bis 4 mw/cm und 85 bis 190 kIz bei einer Temperatur zwischen 82 und 880C hergestellt. Die Konzentration des Polyäthylens in dem Lösungsmittel Lag zwischen 0,05 und 0,5 Gew.% und es waren die gebildeten Fasern spärlich und sehr kurz (siehe Blackadder und Schleinetz in "Nature" 200, 778 (1963))e Demgegenüber wird durch die Erfindung ein Verfahren zur Erzeugung einheitlicher Fasermassen aus Lösungen gewisser Polymere durch Bewegen der Lösungen mit Tonfrequenzen angegeben. Die so gebildeten Fasermassen bestehen aus kohärenten, miteinander verknüpften, dreidimensional angeordneten Netzwerken aus sehr feinen Fasern. Es wurde festgestellt, daß das Verfahren der Herstellung von Fasermassen durch Beschallung einer abkühlenden Polymerlösung bei linearen organischen Polymeren anwendbar ist, die eine sich regelmäßig wiederholende Kettenstruktur und ein gewisses Maß an Eristallinität aufweisen, welche durch die Beugung von Röntgenstrahlen nachweisbar ist, Die Klasse der Polymere, die als Polyalkene bezeichnet werden, können insbesondere zur Faserbildung durch Bewegen mit Tonfrequenzen veranlaßt werden. Allgemein bilden unter diesen Bedingungen isotaktische Polypropylene und Mischungen aus isotaktischen Polypropylenen und anderen Polyalkenen Fasermassen leichter als Polyalkene allein.
  • Eine Möglichkeit zur Bildung dichter Fasermassen aus Lösungen ist sehr erwünscht, insbesondere wenn der gelöste Stoff ein aushärtbares Polymer ist oder wenn die Masse nach ihrer Bildung mit einem aushärtbaren Polymer getränkt werden kann. Diese Filigkeit würde die Herstellung von iiberlegenen festen Gehäusen mit komplizierter Gestalt für elektrische Einrichtungen erleichtern.
  • Der Anmelderin sind keine Verfahren zur Herstellung von Fasern, Fasermassen und faserverstärkten Verbundwerkstoffen bekannt, bei denen die Fasern in einer Lösung in einer Weise gebildet werden, welche die Herstellung von eigenverstärkten isolierenden Elementen innerhalb verwickelter elektrischer Komponenten ermöglichte.
  • Bei der Suche nach einer Methode zur 11 erstellung verstärkender Fasern zur Verwendung in Verbundwerkstoffen, die zur Isolierung in komplizierten elektrischen Bauteilen dienen können, wurde ein Verfahren erfunden, das die Herstellung einer Vielfalt polymerer Fasern aus Lösungen ermöglicht0 Dieses Verfahren kann dazu benutzt werden, die Bildung von Fasern aus Lösungen linearer Polymere zu bewirken, die im wesentlichen ataktisch und nicht hochkristallin sind.
  • Das erfindungsgemäße Verfahrt besteht darin, daß in einem Lösungsmittel bei erhohter Temperatur wenigstens ein Polymer und eine polymere Keimsubstanz zur gebracht und dann unter ständiger, durch Rühren, Rütteln oder Beschalten hervorgerufener Bewegung langsam abgekühlt wird.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren findet also das Impfen der Lösung des faserbildenden Polymers mit einer kleinen Menge einer Keimsubstanz statt, bei der es sich um ein isotaktisches Polyolefin mit hohem Molekulargewicht handeln kann. Die Mischung wird zur Lösung der Polymere erwärmt und dann unter anhaltender Bewegung abkühlen gelassen.
  • Fasern und Fasermassen können 4urch Bewegen konzentrierter Polymerlösungen wahrend des Abkühlens mit Schallfrequenzen erzeugt werden. Weiterhin wurde beobachtet, daß nützliche Verbundwerkstoffe erzeugt werden können, indem Fasern und Fasermassen aus Lösungen hergestellt werden, deren Lösungsmittel aus einem aushartbaren Polymer besteht, oder durch spätere Imprägnierung der Fasern und Fasermassen mit einem aushartbaren Harz.
  • Fasern und Fasermassen wurden aus Polyäthylen sowie aus einer Vielzahl Polyalkenpolymere hergestellt, die Jedoch ein hohes Maß an Kristallinität aufweisen mußten. Es hat sich gezeigt, daß aus solchen Fasermassen hergestellte Verbundwerkstoffe gute mechanische Eigenschaften, eine gute Wärmebeständigkeit und beim Altern eine gute Formbeständigkeit aufwiesen.
  • Durch die Erfindung wird ein neues Verfahren zur Erzeugung von Fasern und Fasermassen aus polymerem Material geschah fen, bei dem eine Impfung mit einer Keimsubstanz stattfindet. Mit diesem Verfahren ist es möglich, Fasern und Fasermassen durch Rühren und andere Maßnahmen zur Bewegung der Lösung aus Polymeren herzustellen, die nach keiner bisher bekannten Technik in Lösungen Fasern bilden.
  • Die Fasermassen und daraus hergestellte Verbundwerkstoffe besitzen beträchtliche Vorteile gegenüber vergleichbaren bekannten Produkten.
  • Die faserbildenden Stoffe, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden können, sind lineare, organische Polymere. Die Keimsubstanzen sind organische Polymere mit hohem Molekulargewicht, die eine sich regelmäßig wiederholende Kettenstruktur und ein hohes Maß an Kristallinität aufweisen, die durch die Beugung von Röntgenstrahlen nachweisbar ist. Als Keimsubstanz ist ein kristallines Polymer, insbesondere isotaktisches Polypropylen1 besonders gut geeignet. Das erfindungsgemäße Verfahren wurde mit besonderem Erfolg zur Herstellung von Fasern und Fasermassen verwendet, die im wesentlichen aus einem Acrylonitril-Butadien Styrol-Teerpolymer, einem Äthylen-Propylen-Acrylsäure-Teerpolymer, isotaktischem 4-Methyl-1-penten und verschiedenen anderen polymeren Materialien bestehen.
  • Allgemein wurde zur Bildung von Fasermassen aus den oben genannten Stoffen als Keimsubstanz isotaktisohes Polypropylen mit hohem Molekulargewicht (mittlere Vikosität 200.000) verwendet. Es sind jedoch auch andere Stoffe als Keimsubstanz geeignet, wie beispielsweise Polyäthylen sowie isotaktische, kristalline Polyalkene.
  • Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine Lösung aus der polymeren Keimsubstanz und dem normalerweise keine Fasern bildenden Polymer hergestellt, Die Lösung enthält vorzugsueise etwa 2 bis 20 Ges.%' des faserbildenden Materials und der Keimsubstanz. Die obere Grenze wird durch die Löslichkeit des faserbildenden Materials bestimmt0 Das Verhältnis der Keimsubstanz zu dem faserbildenden Polymer kann 1 bis 90 Gew0% der gelösten I'oLymere betrage.
  • Die Wahl des Lösungsmittels hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art der zu lösenden Substanzen und des herzustellenden Produktes. Wenn die Fasermasse isoliert werden 9011, werden allgemein Lösungsmittel verwendet, die zur Klasse der Xylole und Toluole der Alkylbenzole gehören.
  • Allgemein ist es erforderlich, das Lösungsmittel zu erwärmen, um eine angemessene Menge des faserbildenden Materials und der Keimsubstanz zu lösen0 Dabei sind Temperaturen zwischen 110 und 140°C angemessen. Anschließend läßt man die Lösung langsam abkühlen, während sie gleichzeitig schnell gerührt wird, 8o daß ein hoher Geschwindigkeitsgradient zwischen dem Rührstab und dem Behälter erzielt wird. Es kann eine heftige Bewegung auch auf andere Weise, insbesondere mechanische oder akustische Weise, eingeleitet werden. Während des Abkühlens und des Rührens erscheint in einem bestimmten Temperaturbereich, der von der Konzentration sowie der Art der Polymere und des Lösungsmittels abhängt, eine Fülle an Fasern.
  • Unter Rühren erzeugte Fasern hängen gewöhnlich am Rührer und sind um den Rührer spiralförmig verteilt.
  • Wird dagegen die abkühlende Polymerlösung Vibrationen im Tonfrequenzbereich ausgesetzt, werden dichte Netzwerke miteinander verbundener Fasern gebildet. Diese Netzwerke werden hier allgemein als Fasermassen bezeichnet. Auch andere Methoden der Bewegung führen zur Produktion von Fasern, beispielsweise das Eintauchen eines Objektes in die abkühlende Polymerlösung, das geschüttelt in Vibrationen versetzt oder einer hin-und hergehenden Bewegung im Bereich der Tonfrequenzen ausgesetzt wird. Hierbei bilden sich Fasern an der Oberfläche des Objektes, die an dem Objekt anhaften.
  • Wenn die Fasermasse das erwünschte Produkt ist, kann das Lösungsmittel durch bekannte Maßnahmen entfernt werden. Die anzuwendende Maßnahme wird dabei von der Natur des Lösungsmittels bestimmt. Beispielaweise kann ein flüchtiges Lösungsmittel durch einfaches Verdampfen entfernt werden. Ein nur schwer verdampfbares Lösungamittel kann mit einer flüchtigen Flüssigkeit ausgewaschen werden, deren Rückstände dann durch Verdampfen entfernt werden. Die resultierenden Fasern oder Fasermassen können dann mit einem aushärtbaren Harz imprägniert werden, ein Verbundmaterial herzustellen, das ausgezeichnete physikalische und chemische Eigenschaften, insbesondere eine hohe Wärmebeständigkeit, aufweist.
  • Die nach der Erfindung hergestellten Fasern und Fasermassen können in vielfältiger Weise praktisch angewendet werden. Sie können zur Herstellung von Papier, Tuch, Filz, Matten, ungewebten Stoffen, beilereierzeugnissen und dgl. verwendet werden. Weiterhin können die Massen zur Herstellung einzelner Fasern oder Faserbündeln zerteilt werden, die ebenfalls zur Herstellung von Papier, Filz und ahiilichen Produkten verwendet werden können. weiterhin sind sie zur Herstellung von faserverstärkten Guß- und Spritzteilen geeignet.
  • Obwohl es möglich ist, Fasern aus Lösungen herzustellen, die nur Zi des gelösten Polymers an Keimsubstanz enthalten, wurde festgestellt, daß eine Konzentration der Keimsubstanz von 25 bis 35 Gew,96 im Hinblick auf bestimmte, an die Fasermassen zu stellende Anforderungen die besten Ergebnisse liefern.
  • Untersuchungen haben ferner gezeigt, daß die erforderlichen Konzentrationen an Keimsubstanz von seiner Molekulargewichtsverteilung abhangen. Es ist offensichtlich, daß ein kleiner Bruchteil der Komponenten der polymeren Keimsubstanz die Bildung von Fasern auslösen, die ihrerseits bewirken, daß Komponenten mit niedrigerem Molekulargewicht zusammen mit Fasern des Zielpolymers als Fasern erscheinen. Dieses Prinzip läßt die Verwendung eines Keimpolymers sinnvoll erscheinen, das ein in einem engen Bereich liegendes, hohes Molekulargewicht aufweist, um die Menge der Keimsubstanz zu vermindern, die erforderlich ist, die Faserbildung aus der gewünschten polymeren Substanz auszulösen.
  • Nachstehend werden einige Beispiele für die Anwendung der Erfindung zur Herstellung von Fasern aus Substanzen angegeben, die nach bekannten Methoden keine oder höchstens mit Schwierigkeiten Fasern bilden. Diese Polymere haben jedoch die oben angegebenen isotaktischen und kristallinen Eigenschaften.
  • Beispiel I 0,70 g isotaktisches Poly(4-methylpenten-1) und 0,30 g isotaktisches Polypropylen wurden in 15 ml Styrol eingebracht. Die Mischung wurde auf 130 bis 1400C erwärmt, um eine Lösung der Polymere zu bewirken. Die Lösung wurde unter Rühren mit hoher Geschwindigkeit abgekühlt und ergab eine Fülle von Fasern mit blauem Schimmer.
  • Beispiel II 0,70 g isotaktisches Poly(4-methylpenten-1), 0,15 g isotaktisches Polypropylen und 0,15 g isotaktisches Polybuten wurden in 15 ml Styrol bei 1400C gelöst.
  • Die Lösung wurde unter heftigem Rühren langsam abgekühlt und ergab eine große Menge loser Fasern.
  • Beispiel III 0,70 g isotaktisches Polystyrol, Lot Ur. 911-3, und 0,30 g isotaktisches Polypropylen wurden bei etwa 1400C in 15 ml Styrol gelöst, das Benzochinon als inhibitor enthielt. Die Lösung wurde zur erzeugung von Fasern unter kräftigem Rühren abgekühlt.
  • Beispiel IV Zu 30 ml Styrol, das Benzochinon als Inhibitor enthielt, wurden 1,4 g isotaktisches 4-Methy1-1-penten und 0,60 g Polypropylen hinzugefügt, Die Mischung wurde bei 1350C gelöst und dann unter kräftigem Rühren langsam abgekühlt.
  • Es wurde eine große Menge einer faserigen Matte erhalten, die in Aceton gewaschen und getrocknet wurde.
  • Die sich am Rührstab und im Lösungsmittel gebildeten Fasern können unter Verwendung eines Hochgeschwindigkeits Rühres oder -Mischers in einer Flüssigkeit dispergiert und dann durch Filtrieren abgetrennt werden.
  • Die gleichen Systeme, die in den Beispielen beschrieben sind, können auch zur Herstellung von Fasernassen verwendet werden, indem die langsam abkünlende Polymerlösung niederfrequenten Vibrationen ausgesetzt wird.
  • Die vorstehenden Beispiele befassen sich mit der Anwendung der Erfindung zur Bildung von Fasern aus isotaktisches Poly(4-methylpenten-1) und aus isotaktischei Polystyrol. Das erfindungsgemäße Verfahren unter Anwendung einer Impftechnik kann jedoch auch zur Herstellung von Fasern aus ataktischen, nichtkristallinen Polymeren verwendet werden. Aus durchgeführten Untersuchungen kann geschlossen werden, daß eine große Anzahl löslicher linearer Polymere zur Faserbildung in einer Lösung veranlaßt werden kann, der ein Keimpolymer zugesetzt worden ist.
  • Die bestimmenden Faktoren für die Wahl eines Keimpolymers scheint zu sein, daß diese Substanzen in hohem Maße kristallin sind und eine isotaktische oder regelmäßige symmetrische Struktur aufweisen.
  • Außerdem müssen sie in den gleichen Lösungsmitteln löslich sein wie das faserbildende Material. Nachstehend sinq noch einige Beispiele angegeben, welche die Anwendung der Erfindung auf ataktische Polymere beschreiben.
  • Beispiel V Zu 40 ml Xylol wurden 0,28 g isotaktisches Polypropylen mit hohem Molekulargewicht und 2,52 g eines Terpolymere hinzugegeben, das aus Acrylonitril,Butadien und Styrol bestand. Die Mischung wurde auf etwa 1250C erwärmt, um die beiden Polymere zu lösen, und dann unter schnellem Rühren langsam abgekühlt, um die Bildung von Schichten aus Fasermatten zu bewirken. Die Fasermatten wurden in Methylalkohol gewaschen und getrocknetv Beispiel VI Zu 40 ml Styrol, das auf 500 ml Styrol 0,45 g Benzochinon als Inhibitor enthielt, wurden 3,8 g eines Copolymers aus Propylen und Acrylsäure mit der Bezeichnung XPA-1 und 0,2 g Polypropylen als Keimsubstanz hinsugefügt. Die Mischung wurde auf 14000 erwärmt, um die Polymere zu lösen, und dann unter schnellem Rühren bis auf 3000 alngsam abgekühlt. Die Fasermatten wurden in aceton gewaschen und getrocknet.
  • Beispiel VII 2 g eines Terpolymer aus Acrylonitril, Butadien und Styrol (ABS-Harz) und 2 g Polypropylen wurden zu 40 ml Xylol hinzugefügt. Die Mischung wurde aus 1200C erwärmt, um eine Lösung der Polymer. zu bewirken, und dann unter Rühren langsam auf Raumtemperatur abgekühlt. Die resultierenden Fasermassen wurden mit Isopropylalkohol gewaschen und dann getrocknet.
  • Beispiel VIII Eine Mischung aus gleichen Gewichtsteilen (50/50 w/w) von hochkristallinem Polyvinylidenfluorid und Tetrafluoräthylen-Hexafluorpropylen-Vinylidenfluorid-Terpolyter wurde in einem Lösungsmittelaystem in einer Konzentration von 10 Gew./Vol¢% (10% w/vol) gelöst. Das Lösungsmittelsystem bestand aus einer Mischung aus 57* 2-Butanon, 15% Aceton, 25% Methylisobutylketon, 2% Cyclohexanon und 1 Diacetonalkohol0 In die Polymerlösung wurde eine kleine Menge eines kein Lösungsmittel darstellenden Stoffes, nämlich Wasser, langsam eingeleitet, während die Lösung bei Raumtemperatur heftig bewegt wurde. Das Ergebnis war die Bildung homogener Fasermassen0

Claims (6)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Fasern aus einer polymeres Material enthaltenden Lösung, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur wenigstens ein Polymer und eine polymere Keimsubstanz zur Lösung gebracht und dann die Lösung unter ständiger, durch Rühren, Rütteln, oder Beschalten hervorgerufener Bewegung langsam abgekühlt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Polymer ein lösliches, lineares, organisches Polyalken und als Keimsubstanz ein isotaktisches, kristallines Polyalken verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Polymer isotaktisches Polybuten, Polystyrol oder Poly(4-Methylpenten-1) und als Keimsubstanz isotaktisches Polypropylen oder Polyäthylen verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Polymer ein ataktisches, nichtkristallines Polymer und als Keimsubstanz ein isotaktisches Polyalken mit hohem Molekulargewicht verwendet wird.
  5. 50 Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Polymer ein Acrylonitril-Butadien-Styrol-Terpolymer, ein Propylen-Acrylsäure-Copolyser oder Mischungen aus Polyvinylidenfluorid mit einem Terpolymer aus Tetrafluoräthylen, Hexafluorpropylen und Vinyliden fluorid verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Keimsubstanz Polypropylen verwendet wirde
DE19772720701 1977-05-07 1977-05-07 Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Fasern aus einem nichtkristallinen Polymeren Expired DE2720701C2 (de)

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