-
Abzweig- und Kreuzungsanordnung für Fahrbahnen von Fahrzeugen
-
Die Erfindung betrifft eine Abzweig- und Kreuzungsanordnung für Fahrbahnen
von Fahrzeugen, die in einer Spur zwischen vertikalen Leitflächen durch sn diesen
anliegende Fuhrungsrollen qu.rg,e führt sind.
-
Es sind spurgeführte Fahrzeuge vorgeschlagen worden, die im hahverkehr
oder im innerstädtischen Verkehr eingesetzt werden sollen und die mit drehbaren
Fahrgestellen versehen sind, die zwar normale mit Reifen bestückte Räder haben können,
die aber durch um vertikale Achsen drehbere Führungsrollen an senkrechten Begrenzungswänden
der Spur geführt werden. An Kreuzungen oder an Weichen ist es bei solchen Fahrbahnen
notwendig, mindestens die die Fahrtricbtung versperrenden Seitenwände für den Durchfahrzeitraum
des Verkehrsiittels zu entfernen, und man hat zu diesem Zweck vorgeschlagen, an
Weichen senkrecht verfahrbare Schienen in Form von Doppel-T-Querschnitt vorzusehen,
die steuerbar nach unten abgefahren werden, um die gewünschte Fahrbahn freizugeben.
AD Kreuzungen muß iD ähnlicher Weise vorgegangen werden. Diese Methode der Fahrbahnsteuerung
ist sehr aufwendig, denn es sind eine Reihe von zusätzlichen Sicherheitsmitteln
notwendig, die sicherstellen müssen, daß die gewünschte Spur such durch Absenken
der Schiene freigegeben worden ist.
-
Der vorliegenden Erfindung liegt die rufgabe zugrunde, ein Weichen-und
Kreuzungssystem filr solche Fahrbahnen und für solche Fahrzeuge vorzuschlagen, das
wesentlich sicherer und einfacher aufgebaut und steuerbar ist.
-
Die Erfindung besteht darin, daß Leitflächen und Fahrbahn bewegliche
Teilst-ücke aufweisen, die miteinander zu wegschwenkbaren Steuerklappen verbunden
sind. Diese Ausgestaltung bringt den großen Vorteil mit sich, daß sich das Fahrzeug
selbst durch Befahren der beweglichen Teilstücke die Fahrbahn freifahren kann, zumindestens
für einen Teil der gewünschten Fahrtrichtungen. Die beweglichen Teilstücke der Fahrbahn
können vorteilhaft an die beweglichen Leitflächenstücko angrenzen und fest mit diesen
verbunden sein, wobei die Fahrbahnteilstücke Teile der Fahrbahn sind, die quer zu
den Leitflächenstücken verlaufen, die mit ihr verbunden sind. Durch diese Ausgestaltung
wird automatisch der Teil der Leitflächen weggeschwenkt, der zur Begrenzung eines
zweiten Fahrbahnweges dient.
-
Die Steuerklappen können dabei in sehr einfacher Weise an Schwenkachsen
gelagert sein, die den mit ihnen verbundenen Leittlächenstücken gegenüberliegen,
so daß sich beispielsweise an Kreuzungen zum Kreuzungspunkt hin leicht ansteigende
Steuerklappen ergeben, die von einem ankommenden Fahrzeug nach unten gedrückt werden,
das sich damit den Fahftweg selbst freigefahren hat. Jede Steuerklappe besteht dabei
aus je einem die Fahrbahn seitlich begrenzenden Pahrbahnteilstück und dem stirnseitig
angeordneten, der anderen Fahrbahn zugeordneten Leitflächenteilstück. Die Fahrbahnteilstücke
müssen dabei so ausgelegt sein, daß sie etwa dem Abstand der Innenkante der Räder
des Fahrzeuges von den seitlichen Leitflächen entsprechen, denn nur dann ist die
Gewähr dafür gegebon, daß die Räder des Pahrzeuges auch auf die Steuerklappe auftreffen.
-
Jeweils die zu einer Fahrbahn gehörenden Steuerklappen können vorteilhaft
synchron bewegbar untereinander verbunden sein, wobei Jeweils zwei parallel zueinander
angeordnete Steuerklappen durch eine gemeinsame Verbindungsachse untereinander verbunden
sein können.
-
Die derselben Fahrbahn zugeordneten in Fahrt richtung versetzten
Steuerklappen
können vorteilhaft durch mindestens eine Verbindungsstange miteinander verbunden
sein, wobei zweckmäßig zwei Verbindungsstangen vorgesehen sind, die jeveils an den
Steuerklappen oder deren Verbindungsachse und an einem gemeinsamen Führungsteil
angelenkt sind, der in der Mitte zwischen den beweglichen Stirnflächen der Steuerklappen
senkrecht geführt ist.
-
Für die Kreuzungsausbildung ergibt sich dadurch der Vorteil, daß das
ankommende Fahrzeug die beiden parallel vor dem Kreuzungspunkt liegenden Steuerklappen
durch Befahren selbsttätig niederdrückt, so daß auch die gegenüberliegenden und
an sich von der Stirnseite her zu befahrenden Steuerklappen mit abgesenkt werden.
-
Die Fahrbahn ist damit vollkommen freigegeben, ohne daß zusätzliche
Steuermittel notwendig wären. Die Erfindung ermöglicht es daher, in sehr einfacher
Weise Kreuzungen auszubilden, für die überhaupt keine Steuerung von außen notwendig
ist.
-
Für die Ausbildung von Weichen werden zweckmäßig die zwei verschiedgnn
Fahrbahnen zugeordneten Steuerklappen wechselseitig betätigt, so daß jeweils die
einen Steuerklappen nach unten, die anderen jedoch nach oben bewegt werden. Auf
diese Weise wird auch die Gewähr übernommen, daß nur ein Fahrweg jeweils freigegeben
sein kann. Die Steuerklappen können zu diesem Zweck jeweils mit den freien Enden
eines mittig schwenkbar gelagerten Kipphebels verbunden sein, dessen Kippbewegung
über einen Antrieb steuerbar ist. Die Steuerung des Kipphebels wird allerdings nur
dann notwendig, wenn die Weiche spitz befahren wird, d.h. also wenn dac Fahrzeug
aus der Richtung kommt, von der zwei oder mehrere Richtungen abzweigen. Für die
andere Fahrtrichtung, d.h. also dann, wenn das Fahrzeug aus einer der Richtungen
kommt, die auf eine gemeinsame Spur münden, läßt sich wieder das schon für die Kreuzungen
vorgeschlagene Prinzip verwirklichen, insofern als auch hier die entsprechenden
Steuerklappen durch das ankommende Fahrzeug
selbst nach unten gedrückt
werden können. Um diese beiden Möglichkeiten mit ein und demselben Antrieb verwirklichen
zu können, ist es zweckmäßig, wenn der Kipphebel dadurch ein federnd gelagertes
Druckstück o.dgl. bewegbar ist, das von unten an eine beidseitig der Schwenkachse
vorgesehene Führungsbahn andrückbar ist. Es gelingt dadurch,die Steuerklappe entweder
vo raus gesteuert in die gewünschte Lage zu bringen oder sie gegen die Wirkung der
Feder vom Fahrzeug selbst nach unten drücken zu lassen, wenn dieses aus der anderen
Richtung kommt. Eine Ansteuerung ist daher nur dann notwendig, wenn Fahrzeuge von
einer Spur kommend auf andere Spuren abzweigen wollen. Für die Betätigung des Kipphebels
ergeben sich dabei auch noch andere Möglichkeiten.
-
So kann er beispielsweise auch über eine fest mit ihm verbundene Blattfeder
bewegbar sein, die von einem quer zu ihrer Längsachse angetricbenen Führungsstück
beaufschlagbar ist, so daß auch in diesem Fall die tlachgiebigkeit der Steuerklappen
gewährleistet ist, die ihre Zwangssteuerung durch das ankommende Fahrzeug selbst
oder durch vorgesaarrw Fahrtrichtung-Ste~llglieder ermöglicht. Diese Art der Fahrbahnsteuerung
weist auch den großen Vorteil auf, daß die Betriebssicherheit nicht durch äußere
Einflüsse und auch nicht durch absichtliches Blockieren durch eingelegte Sperrstangen
o.dgl. beeinflußt werden kann.
-
Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand von verschiedenen Ausführungsbeispielen
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine
erfindungsgemäß ausgestaltete Kreuzung von zwei Fahrbahnen im unbefahrenen Zustand,
Fig. 2 die Kreuzung der Fig. 1, jedoch mit einem sich auf einer der sich kreuzenden
Fahrbahnen nähernden Fahrzeug, Fig. 3 einen in Richtung einer Fahrbahn verlaufenden
Schnitt
durch die Kreuzungsstelle der Fig. 1, Fig. 4 den Schnitt
gemäß Fig 3, jedoch mit dem sich in der einen Fahrbahn nähernden Fahrzeug, Fig.
5 eine abgewandelte Ausführungsform einer Kreuzung im Schnitt ähnlich Fig. 3, Fig.
6 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäß ausgestalteten Weiche, bei
der eine Fahrbahn freigegeben ist, Fig. 7 eine schematischc Darstcllung der Steuerung
der Weiche nach Fig. f., Fig. 8 eine andere Antriebsmöglichkeit für die Steuerung
der Weiche nach Fig. 6, Fig. 9 eine weitere Antriebsvariante für die Weichensteuening
und Fig. 10 eine vergrößerte Teildarstellung des in der Fig. 9 vorgesehenen Antriebsschwenkhebels
für die Weiche.
-
In den Fig. 1 bis 5 ist eine Kreuzungsanordnung für Fahrzeuge gezeigt,
die in den Fig. 2 und 4 angedeutet sind und die mit drehbaren Fahrgestellen 1 innerhalb
von Fahrbahnen 2 bzw. 3 geführt werden können, die an ihren seitlichen Kanten Leitflächen
4 bzw. 5 besitzen, an denen die Fahrgestelle 1 mit Rollen 6 anliegen, die um vertikale
Achsen drehbar sind. Vor dem Kreuzungspunkt 7 ist der Bereich der Fahrbahnen 2 und
3, auf dem die Räder 8 der Fahrzeuge 9 abrollen, in Fahrbahnteilstücke 10a, 10b,
10c und 10d und in Pahrbahnteilstücke 11a, 11b, 11c und 11d aufgeteilt, die jeweils
der
Fahrbahn 2 bzw. der Fahrbahn 3 zugeordnet sind. Diese Fahrbahnteilstücke 1Oa bis
?Od und 11a bis lid sind jeweils mit Teilflächen 4a, 4b bzw. 5a, 5b zu Steuerklappen
12 und 13 bzw. 14 und 15 zusammengesetzt, die jeweils um die strichpunktiert angedeuteten
Schwenkachsen 16 aus der in der Fig. 1 dargestellten Lage in die Ebene der Fahrbahnen
2 und 3 abklappbar sind. Zwischen den so abklappbaren Steucrklappen 12 bis 15 befinden
sich jeweils im Bereich des Kreuzungspunktes 7 noch feste Begrenzungsteile 17, die
mit den Teilleitflächen 4c bzw. 5c versehen sind, welche den Leitflächen 4 der Fahrbahn
2 bzw. den Leitflächen 5 der Fahrbahn 3 zugeordnet sind.
-
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, wird bei dieser Ausgestaltung durch das
sich nahernde Fahrzeug eine selbsttätige Freigabe des jeweiligen Fahrweges erzielt.
Das geschieht zunachst dadurch, daß die Räder 8 des sich auf der Fahrbahn 2 dem
Kreuzungspunkt 7 nähernden Pahrzeuges 9 auf die Fahrbahnteilstücke 1Oa und 10b der
Steuerklappen 12 und 13 auftreffen und diese Steuerklappen dabei in die Ebene der
Fahrbahn 2 herunterdrücken, wo sie, wie anhand der Fig. 3 und 4 noch naher erläutert
werden wird, zum Anliegen kommen und damit Teile der Fahrbahn bilden. Die Führungsrollen
6 können daher auch im ILreuzungsbercich an den seitlichen Leitflächen 4 der Fahrbahn
2 anliegend weitergeführt werden, bis sie in den Bereich des Kreuzungspunktes 7
kommen. Die Führungsrollen 6 liegen dann zunächst an den Leitflächentoilstücken
4a der Steuerklappe 14, dann an dem Leitflächenteilstück 4c des festen Bauteiles
17 und anschließend an dem Leitflächenteilstück 4b der Steuerklappe 15 bzw. anschließend
wieder an der Leitfläche 4 der Fahrbahn 2 und auf den nicht näher bezeichneten diametral
gegenüberliegenden Leitflächenteilstücken an. Die Fahrgestelle 1 und damit das Fahrzeug
9 werden somit einwandfrei über die Kreuzung hinweggeführt. Das Fahrzeug 9 fährt
sich dabei seinen Fahnseg selbständig frei.
-
Wie aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, ist die Ausgestaltung dabei so
getroffen, daß jeweils die in der Fahrspur angrenzend an den Kreuzungspunkt 7 hinteruinander
liegenden Steuerklappen 12 und 13 (ebenso auch die Steuerklappen 14 und 15), die
in der Art von Schwenkbalken an ihren Schwenkachsen 6 gelagert sind, mit ihrem freien
Ende an Verbindungsstangen 18 angelenkt sind, die in Langlöchern 19 an den Steuerklappen
12 und 13 geführt und senkrecht in einer Ausnehmung 20 gelagert sind. Diese beiden
Verbindungsstangen 18 werden jeweils durch Druckfedern 21 von unten her beaufschlagt
und sind untereinander durch einen Querträger 22 fest verbunden. In gleicher Weise
kann auch eine Querverbindung zwischen den einander zugeordneten Steuerklappen 1
und 1 9 bestehen. Fur die zweite Fahrbahn 3 ist die Anordnung bezüglich der Steuerklappen
14 und 15 ebenso getroffen. Wie aus Fig. 4 hervorgeht, wird daher die Steuerklappe
12 durch das sich annähernde Fahrzeug 9 in die Ausnehmung 23 hereingedrückt, so
daß die Oberfläche 10c der Steuerklappe 12 bündig zu der Fahrbahn 2 liegt. Durch
das Gewicht des Fahrzeuges 9 xrird demnach die Steuerklappe 12 und die gegeniiberliegende
Steuerklappe 13 und über dio Verbindungsstangen 8 und 22 auch die in Fahrtrichtung
angrenzende Steuerklappe 13 bzw. 12 mit herunter6edrückt. Für die Führungsrollen
6 bildet sich daher selbst tätig der Leitweg an den Leitflächen 4 bzw. an den Leitflächenteilstücken
4b, 4c, 4a und wieder an der Leitfläche 4.
-
Anstelle der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Koppelung der Steuerklappen
12 und 13 ist es auch möglich, die Ausgestaltung gemäß Fig. 5 zu wählen, bei der
die freien Enden der beiden Steuerklappen 12 und 13 jeweils mit einer Gelenkstange
24 versehen sind, die au einem gemeinsamen Führwigsstück 25 führen, wo sie drehbar
angelenkt sind. Das Fihrungsstück 25 kann eine senkrecht in der Ausnehmung 26 verschiebbare
Lagerplatte sein, die aber ebenso wie die Verbindungsstangen 18 der Fig. 3 und 4
durch eine oder mehrere Druokfedern 21
von unten nach oben beaufschlagt
sind. Durch diese Druckfedern 21 wird die Gewähr dafür gegeben, daß die Steuerklappen
12 und 13 bzw.
-
14 und 15 immer die in der Fig. 1 gezeigte Lage einnehmen, wenn sich
kein Fahrzeug aus einer der vier Richtungen nähert. Der Bauaufwand für die Anordnung
nach Fig. 5 ist geringer als der für die Ausführungen der Fig. 3 und 4.
-
In den Fig. 6 bis 10 ist schematisch die Möglichkeit einer Weichenausbildung
auf dem anhand der Fig. 1 bis 5 erläuterten Prinzip geigt. Aus Fig. 6 wird ersichtlich,
daß auch bei der Weicheng.-staltung wieder Steuerklappen 27 und 28 bzw. 27a und
28a vorgesehen sind, die @@enfalls an Schwenkachsen 16 gelagert sind. In der Fig.
6 ist die Stellung der Weiche gezeigt, in der die Fahrbahn 2 durchgehend freigegeben
ist. Das kann wiederum in der Weise geschehen, wie das anhand der Fig. 1 bis 5 gezeigt
wurde, wenn sich ein Fahrzeug in Richtung des Pfeiles 29 auf der Fahrbahn 2 bewegt.
Die Steuerklappen 28 und 28a werden dann von den Rädern 8 des Fahrzeuges 9 nacheinander
oder, wenn sie untereinander verbunden sind, wie das mit der strichpunktierten Achse
33 angedeutet ist, gemeinsam nach unten gedruckt, sobald sich ein Fahrzeugrad auf
der Steuerklappe 28 befindet. Gleiches gilt auch, wenn sich ein Fahrzeug in Richtung
des Pfeiles 32 auf der Fahrbahn 3 nähert. Auch dann kann sich das Fahrzeug seinen
Weg selbständig freifahren.
-
Anders werden die Verhältnisse allerdings, wenn sich das Fahrzeug
auf dor Fahrbahn 2 in Richtung des Pfeiles 30 kommend der Weiche nähert, denn in
diesem Fall muß vor dem Erreichen der Weiche feststehen, in arelcher Richtung das
Fahrzeug weitergefahren werden soll.
-
Soll es in Richtung des Pfeiles 31 in die Fahrbahn 3 laufen, so müßte
die Stellung der Steuerklappen 27 und 27a umgekehrt als dargestellt sein und die
ßteuerklappcn 28 und 28 Mußten nach oben geachwenkt sein. Bei der dargestellten
Lage würden sich die Führungsrollen
6 eines Fahrzeuges wiederum,
wenn sich dieses im Sinne des Pfeiles 29 bewegt, an den Leitflächon 4, dann an den
Leitflächenteilstücken 4a, 4c und 4b und dann wiederum an den Leitflächen 4 andrücken.
-
Um die gewünschte Umschaltung der Weiche im wechselseitigen Sinn und
bei einem sich im Sinne des Pfeiles 30 nähernden Fahrzeug zu erreichen, wird gemäß
Fig. 7 vorgesehen, die jeweils zu einem anderen Fahrweg gehörenden Stouerklappen
27 (nicht dargestellt), 27a bzw. 28 und 28a über einen Kipphebel 34 miblnander zu
verbinden, der im Punkt 35 schwenkbar gelagert ist und dessen Stellung von der Lage
der Andrückrolle 36 bestimmt ist, die an seiner Unterseite an einer Führnngsbahn
37 angreift. Diese Andrückrolle 36 wird unter der Kraft einer Feder 38 gegen den
Kipphebel 34 gedrückt, und ihre Lage ist dadurch zu verändern, daß über einen Elektromotor
39 eine Gewindespindel 40 gedreht wird, auf der eine Mutter 41 geführt ist, die
mit der Andrückrolle 36 und der Druckfeder 38 versehen ist.
-
Wie aus Fig. 7 auch hervorgeht, sind die Steuerklappen 28 und 28a
und in gleicher Weise auch die Steuerklappen 27 und 27a ähnlich wie anhand von Fig.
5 erläutert, über Verbindungsstangen 42 miteinander gekoppelt, die an einem gemeinsamen
Führungsstück 43 angelenkt sind, das in nicht naher dargestellter Weise in der Mitte
zwischen den beiden Steuerklappen 28 und 26a vertikal verschiebbar ist. In der dargestellten
Lage nimmt daher die über den Kipphebel 34 nach unten bewegte Steuerklappe 28 ihre
zugeordnete Steuerklappe 28a mit, so daß die in der Fig. 6 gezeigte Lage der Weiche
erreicht wird.
-
Analog stehen die beiden Steuerklappen 27 und 27a oben. Wird die Weiche
umgeßchaltet, dann otehen die Steuerklappen 28 und 28a oben, während die anderen
Steuerklappen in die Ebane der Fahrbahn 3 geklappt
sind. Der Elektromotor
39 kann dabei von einem zentralen Stellwerk, aber auch von dem Fahrzeug selbst,
beispielsweise über Punk oder über bekannte, dem Fahrzeug anhaftende Kennungsgeber
und über an der Fahrbahn angeordnete Sensoren ausgelöst werden.
-
In der Fig. 8 ist eine weitere Möglichkeit zur Betätigung des Kipphebels
34 gezeigt, Dabei wurde darauf verzichtet, die den Steuerklappen 27 und 28 jeweils
noch zugeordneten Steuerklappen 27a oder 28a zu zeigen. Die Anordnung ist in dieser
Hinsicht entsprechend Fig. 7.
-
Bei der Ausfuhrngsform der Fig. 8 ist fest mit dem Kipphebel 34 in
dessen Schwenkpunkt 35 eine Blattfeder 44 verbunden, die mit ihrem unteren freien
Ende in eine Gabel 45 heroinfaßt, die auf der Mutter 41 befestigt ist. Bei dieser
Ausführung wird der Kipphebel 34 bei einer Verstellung der Spindel 40 durch den
Elektromotor 39 daher ebenso unter Einwirkung einer Federkraft nach der einen oder
anderen Richtung geschwenkt, so daß entweder die Steuerklappen 27 und 27a oder die
Steuerklappen 28 und 28a jeweils ihre obere Stellung einnehmen, in der sie den Fahrweg
bestimmen. Es wäre Ker auch denkbar, bekannte Ubertotpunktanordnungen vorzusehen,
die ein schnelles Umschnappen des Kipphebels 34 in die eine oder andere Lge bewirken,
wenn die Gabel 45 einen bestimmten Funkt auf der Spindel 40 erreicht hat. Die federnde
Betätigung des Kipphebels 34 ist notwendig, damit auch dann, wenn die Weiche beispielsweise
in die in der Fig. 6 gezeigten Lage geschaltet ist, ein in Richtung des Pfeiles
32 ankommendes Fahrzeug die Weiche passieren kann, ohne daß ein erneuter Umschaltvorgang
notwendig wird. In diesem Fall nämlich drückt das Fahrzeug - wie auch schon bei
der Erläuterung der Kreuzungsanordnung beschrieben - die Steuerklappen 27 und 27a
nieder,
was wegen der Anordnung der Blattfeder 44 möglich ist.
-
Dabei wird zwangsläufig erreicht, dan die Steuerklappen 28 und 28a
nach oben gedrUckt werden. Diese Anordnung weist daher den Vorteil auf, daß ausschließlich
bei Fahrzeugen, die in Richtung des Pfeiles 30 auf der Fahrbahn 2 ankommen, eine
Weichenumschaltung notwendig ist, während in den beiden anderen im Ausführungsbeispiel
möglichen Fällen die Weichenumschaltung selbsttätig erfolgt. Das gilt natürlich
auch für die Ausführungsform der Fig. 7.'.
-
Eine weitere Betätigungsmöglichkeit ist in Fig. 9 gezeigt, wo die
Andrückiolle 36 mit der Feder 38 am Ende eines Kolbens 46 angeordnet ist, der pneumatisch
oder auch hydraulisch von einem Steuerzylinder 47 aus betätigbar ist. Es wäre auch
möglich, anstelle des Zylinders 47, was an sich die eleganteste Methode wäre, einen
Linearmotor vorzusehen, der die Stange 46 nach links oder rechts verschiebe. Um
zu erreichen, daß das Stellglied mit einer Ehdabschaltung versehen werden kann,
ohne daß bei einem selbsttätigen Umschalten der Weiche durch ein beispielsweise
aus Richtung 32 ankommendes Fahrzeug die Andrückrolle durch den dann in der anderen
Richtung ansteigenden Kipphebel 34 zusammen mit der Stange 46 nach rechts wandert,
kann die in den Fig. 9 und 10 und in Fig. 10 noch größer dargestellte Ausbildung
der Unterseite des Kipphebels 34 als Kulisse vorgesehen werden. Zu diesem Zweck
wird nämlich der Kipphebel 34 mit einer nach unten verlaufenden Anschrägung 48 versehen,
die unter einen bestimmten Winkel α zu der Unterseite 49 verläuft, die etwa
parallel zu der Achse des Kipphebels 34 durch den Schwenkpunkt 35 und durch den
Anlenkpunnt 50 verläuft, an dem beim gezeigten AusfUhrungsbeispiel die Verbindungslasche
51 zu den Steuerklappen 27 und 28 angelenkt ist. Der Winkel d muß dabei so bemossen
sein, daß er größer ist als der gesamte Kippwinkel des Kipphobels 34. Die Anschrägung
48 weist dann auch noch immer etwas nach unten, wenn der Kipphebel
34
seine Kippbewegung im Gegenuhrzeigersinn durchgeführt hat und die Anschlagstellung
erreicht hat, in der nunmehr die Steuerklappe 28 oben und die Ste@erklappe 27 unten
ist. Eine gleiche Änsohragung 48 wird auch auf der anderen Seite des Schwenkpunktes
35 vorgesehen, so daß die Andrückrolle 36 auch auf der rechten Seite des Schwenipunktes
35 in Abhängigkeit von der Schaltstellung des Zylinders 47 oder des entsprechenden
Stellgliedes gehalten wird, und awar unabgängig davon, ob zwischendurch eine Umschaltung
des Kipphebels 34 durch Fahrzeuge eintritt, die in der Richtung 32 auf der Fahrbahn
3 oder in Richtung 29 auf der Fahrbahn 2 ankommen.
-
Bei allen Ausführungsbeispielen ist zwischen den Steuerklappen 12
und 13, 14 und 15 und 27 und 27a bzw. 28 und 28a noch Jeweils ein festes Teilstück
17 vorgesehen. Es ist natürlich auch möglich, wenn entsprechende Vorkehrungen kinematischer
Art getroffen werden, dieses Teilstück mit nach unten zu schwenken. Eine Notwendigkeit
dazu besteht aber nicht. Erwähnt soll noch werden, daß die in der Fig. 6 bezeichneten
Verbindungsachsen 33 als die Verbindungsstangen 42 und das Führungsstück 43 ausgebildet
sein können, wie es in Fig. 7 angedeutet ist. In Sonderfällen schließlich ist es
auch dankbar, beispielsweise die Stenerklappe 27 und 27a um eine gemeinsame Schwenkachse
zu klappen, wobei dann die beiden Schwenkachsen 16 zusammenfallen würden. Beide
Steuerklappen könnten dann über das in der Fig. 6 noch getrennt geseigte feste Teil
miteinander verbunden werden, so daß der gesamte Weichenteil bestehend aus Steuerklappe
27 Teil 17 und Steuerklappe 27a nach unten geklappt wird, Bei dieser Ausführung
müßte darauf geachtet werden, daß der Steigungswinkel der dann wesentlich längeren
Steuerklappe 27 geringer gewählt ist, damit das freie Ende der gemeinsamen Klappe
im Bereich der Steuerklappe 27 nicht wesentlich hoher herausragt als das andere
kürzere Ende.
-
L e e r s e i t e