DE2718381B2 - Vorrichtung zum Erzeugen und Überführen einer gasförmigen Meßprobe - Google Patents
Vorrichtung zum Erzeugen und Überführen einer gasförmigen MeßprobeInfo
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Description
(a) einen gasdicht abgeschlossenen Reagenzvorratsbehälter(3),
(b) eine Verbindungsleitung (28), die von der Schutzgaseinlaßleitung (14) stromauf von dem
Absperrventil (20) zu dem Reagenzvorratsbehälter (30) führt und in diesem einen Druck
herzustellen gestattet, und
(c) eine Reagenzdosierleitung (32), die vom Grunde des Reagenzvorratsbehälters (30) zum
Probengefäß (16) führt und durch die infolge des Schatzgasdrucks verdrängte Reagenzflüssigkeit
strömt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Probengefäß (16) mit dem
Schutzgaseinlaß (10) zusätzlich über eine zweite, gegenüber der ersteren stärker gedrosselte Schutzgaseinlaßleitung
(22) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Schutzgaseinlaßleitung (22) ständig offen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzgasauslaßleitung (34) ein Rückschlagventil (36) enthält.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Probengefäß
(16) eine Entlüftungsleitung (38) vorgesehen ist, die ein synchron mit dem Absperrventil (20) in der
Schutzgaseinlaßleitung (14) betätigbares zweites Absperrventil (40) enthält.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen einer gasförmigen Meßprobe aus einer Probenflüssigkeit
in einem Probengefäß und zum Überführen dieser Meßprobe in die Flamme oder Meßküvette eines
Atomabsorptions-Spektrometers, enthaltend: eine "Schutzgaseinlaßleitung, welche einen Schutzgaseinlaß
mit dem Probengefäß verbindet und welche ein Absperrventil enthält, eine Schutzgasauslaßleitung,
welche eine Verbindung zwischen Probengefäß und Flamme oder Meßküvette herstellt, und eine Reagenzzugabevorrichtung
zur Zuführung von flüssigem Reagenz zu dem Probengefäß.
Es ist bekannt, in einem Probengefäß aus einer Hrobenflüssigkeit durch Zugabe eines starken Reduktionsmittels
als Reagenz flüchtige Hydride eines gesuchten Elements, zum Beispiel von Arsen oder Selen,
zu erzeugen. Diese flüchtigen Hydride werden dann von einem Schutzgasstrom in eine beheizte Meßküvette
eines Atomabsorptions-Spektrometers überführt und dort thermisch zersetzt. In der Meßküvette tritt das
gesuchte Element somit in atomare' Form auf, und es kann seine Atomabsorption gemessen werden. Es kann
aber auch durch das Reagenz ein flüchtiger Stoff aus seinen Verbindungen freigesetzt werden, der von dem
Schutzgasstrom mitgenommen wird, so daß in der Meßküvette die Atomabsorpiion dieses flüchtigen
Stoffes bestimmt werden.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (Beckman Bulletin M-2029) ist ein Probengefäß mit einem
Verschlußstopfen vorgesehen, durch welchen ein Schutzgaseinlaßkanal in Form eines fast bis auf den
Boden des Probengefäßes reichenden Schutzgaseinlaßrohres, eine Schutzgasauslaßleitung und ein Reagenz-tugaberohr
hindurchgeführt sind. Das Schutzgaseinlaßronr ist über eine ein Absperrventil enthaltende
Schutzgaseinlaßleitung mit einem Schutzgaseinlaß verbunden,
der an eine Schutzgasquelle, zum Beispiel eine Argonquelle, anschließbar ist. Die Schutzgasauslaßleitung
führt von dem Probengefäß zu einer beheizten, rohrförmigen Meßküvette. Diese Meßküvette ist an den
Enden durch Fenster abgeschlossen, und die Schutzgasauslaßleitung
mündet an einem Ende der Meßküvette, während am anderen Ende der Meßküvette ein Gasaustritt vorgesehen ist. In der Schutzgasauslaßleituug
ist ein Wegeventil angeordnet, über welches wahlweise die Schutzgasauslaßleitung zur Meßküvette
JO hin durchschaltbar ist oder bei abgesperrter Schutzgasauslaßleitung
eine direkte Verbindung zwischen dem Schutzgaseinlaß und der Meßküvette hergestellt wird.
Das Reagenzzugaberohr ist mit einer Reagenzpumpe verbunden. Es ist ferner eine als Magnetrührer
ausgebildete Rührvorrichtung vorgesehen.
Zur Durchführung einer Analyse wird der Schutzgasstrom zunächst über die Schutzgaseinlaßleitung durch
das Probengefäß und die Meßküvette geleitet. Dadurch werden diese mit Schutzgas durchgespült, und die Luft
wird aus dem System verdrängt. Durch Betätigung der Reagenzpumpe wird der Probenflüssigkeit Reagenz,
zum Beispiel NaBH4, zugesetzt, wodurch eine flüchtige Meßprobe zum Beispiel AsH3, erzeugt wird. Diese
flüchtige Meßprobe wird von dem Schutzgasstrom in die beheizte Meßküvette überführt und dort thermisch
zersetzt, so daß längs der Meßküvette eine »Wolke« des gesuchten Elements in atomarer Form gebildet wird.
Wenn das Probengefäß abgenommen wird, um es beispielsweise durch ein Probengefäß mit einer anderen
so Probenflüssigkeit zu ersetzen, dann wird das Absperrventil in der Schutzgaseinlaßleitung geschlossen und das
Wegeventil so umgeschaltet, daß die direkte Verbindung zwischen dem Schutzgaseinlaß und der
Schutzgasauslaßleitung und damit der Meßküvette unter Umgehung des Probengefäßes und unter Absperrung
der Verbindung zwischen Probengefäß und Meßküvette hergestellt wird. Damit wird die Meßküvette
ständig mit Schutzgas durchströmt, so daß keine Luft in die Meßküvette eindringen kann. Bei der
bekannten Anordnung werden die verschiedenen Ventile und die Reagenzpumpe manuell betätigt.
Es ist weiterhin eine Vorrichtung zur Erzeugung einer gasförmigen Meßprobe aus einer Probenflüssigkeit in
einem Probengefäß und zum Überführen dieser Meßprobe in eine Meßküvette eines Atomabsorptions-Spektrometers
vorgeschlagen worden, bei welcher eine Schutzgaseinlaßleitung mit zwei parallelen
Zweigen den Schutzgaseinlaß mit dem Probengefäß
verbindet In jedem der beiden parallelen Zweige ist ein Magnetventil und eine damit in Reihe liegende
einstellbare Drossel vorgesehen. Eine Schutzgasauslaßleitung stellt eine ständige Verbin, ng zwischen
Probengefäß und Meßküvette her. Es ist ein Steuergerät r>
vorgesehen, durch welches die Magnetventile, die Reagenzpumpe sowie eine Rührvorrichtung automatisch
so ansteuerbar sind, daß nacheinander mit vorgegebenem Zeitablauf zunächst das eine Magnetventil,
mit welchem eine Drossel von großem Strömungsquerschnitt in Reihe liegt jnd dann das
andere Magnetventil öffnet, mit welchem eine Drossel von kleinerem Strömungsquerschnitt in Reihe liegt.
Nach dem Öffnen des besagten anderen Magnetventils wird die Reagenzpumpe betätigt und die Rührvorrich- r>
tung eingeschaltet (Patentanmeldung P 26 27 255.9).
Bei der vorgeschlagenen Vorrichtung liegen alle Ventile im reinen Schutzgpsstrom and können daher
ohne weiteren Aufwand als Magnetventile ausgebildet , werden. Das macht es möglich, den gesamten Ablauf
Von einer Steuervorrichtung automatisch zu steuern. ' „Vorteilhaft ist dabei weiterhin, daß zunächst ein
"' Durchspülen des Probengefäßes und der Meßküvette mit einem relativ starken Schutzgasstror erfolgt,
während der Transport der nach Reagenzzugabe gebildeten Meßprobe in die Meßküvette mit einem
wesentlich schwächeren Schutzgasstrom erfolgt, wodurch die Verdünnung der Meßprobe durch den
Schutzgasstrom vermindert und die Verweildauer der Meßprobe in der Meßküvette erhöht wird.
Bei der vorgeschlagenen Anordnung ist eine Reagenzpumpe erforderlich, die ein flüssiges Reagenz
dem Probengefäß zuführt. Eine solche Reagenzpumpe ist relativ aufwendig. Bei einer automatischen Steuerung
des Ablaufs ist es erforderlich, die Reagenzpumpe mittels eines Stellmotors zu betätigen. Es ist auch
•1 ^schwierig und aufwendig, die Menge des zugesetzten
• Reagenz einstellbar zu machen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verrichtung der eingangs definierten Art mit einem
Minimum von einfach aufgebauten Bauteilen auszuführen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Reagenzzugabevorrichtung folgende Teile
umfaßt:
(a) einen gasdicht abgeschlossenen Reagenzvorratsbehäiter,
(b) eine Verbindungsleitung, die von der Schutzgaseinlaßleitung stromauf von dem Absperrventil zu dem
Reagenzvorratsbehälter führt und in diesem einen Druck herzustellen gestattet, und
(c) eine Reagenzdosierleitung, die vom Grunde des Reagenzvorratsbehälters zum Probengefäß führt
und durch die infolge des Schutzgasdrucks verdrängte Reagenzflüssigkeit strömt.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung kann eine Reagenzpumpe entfallen. Es wird zunächst das Absperrventil
in der Schutzgaseinlaßleitung geöffnet. Es fließt dann ein Schutzgasstrom durch das Probengefäß, eo
welcher die in dem Probengefäß enthaltene Luft verdrängt. Anschließend wird das Absperrventil geschlossen.
Der Schutzgasstrom strömt dann über die vor dem Absperrventil abzweigende Verbindungsleitung zu
dem Reagenzvorratsbehälter und drückt Reagenz über die Reagenzdosierleitung in das Probengefäß. Nach
Öffnen des Absperrventils wird die Reagenzzugabe unterbrochen. Die Menge des zugegebenen Reagenz
55 kann durch den Strömungswiderstand der Reagenzdosierleitung
und die öffnungsdauer des Absperrventils bestimmt und erforderlichenfalls verändert werden. Die
entwickelte Meßprobe wird durch Schutzgas zu der Meßküvette oder einer Flamme transportiert.
Vorteilhafterweise ist das Probengefäß mit dem Schutzgaseinlaß zusätzlich über eine zweite, gegenüber
der ersteren stärker gedrosselte Schutzgaseinlaßleitung verbunden. Während das Absperrventil geschlossen ist
und Reagenz in das Probengefäß gedrückt wird, kann dann durch die über die zweite Schutzgaseinlaßleitung
zufließende Schutzgasströmung die entwickelte Meßprobe schon zu der Meßküvette oder Flamme
transportiert werden. Das geschieht in wünschenswerter Weise mit einer gegenüber der zum Spülen des
Probengefäßes benutzten starken Schutzgasströmung stark verminderten Strömungsgeschwindigkeit. Ls ergibt
sich außerdem die Möglichkeit, das Absperrventil wieder zu öffnen und damit die Reagenzdosierung zu
beenden, sobald daa während der Reagenzdosierung
auftretende Meßsignal einen Maximalwert erreicht hat. Hierdurch kann Reagenz gespart werden.
Die zweite Schutzgaseinlaßleitung kann ständig offen sein. Wenn das Absperrventil geöffnet ist und die starke
Schutzgasströmung über die erstere Schutzgasemlaßleitung
fließt, dann stört die dazu parallele Schutzgasströmung über die zweite Schutzgaseinlaßleitung nicht.
Wenn das Absperrventil geschlossen ist, bewirkt die schwächere Strömung den Transport der entwickelten
Meßprobe Es ist außerde.n für einen ständigen Schutzgasstrom durch die Meßküvette auch bei
geschlossenem Absperrventil gesorgt
Wenn ein starker Schutzgasstrom beim Durchspülen der Apparatur auch durch die Meßküvette fließt, dann
bewirkt dieser starke Schutzgasstrom eine Auskühlung der Meßküvette. Dadurch wird die mögliche Probenfrequenz
herabgesetzt. Zur Erhöhung der Probenfrequenz kann an dem Probengefäß eine Entlüftungsleitung
vorgesehen sein, die eines synchron mit dem Absperrventil in der Schutzgaseinlaßleitung betätigbares zweites
Absperrventil enthält.
Wenn somit die starke Schutzgaioirömung über das
erstere Absperrventil auf das Probengefäß gegeben wird, dann ist gleichzeitig das zweite Absperrventil
geöffnet. Die Schutzgasströmung fließt somit überwiegend über die Entlüftungsleitung ab und nicht durch
die Meßküvette.
Die Schutzgasleitung kann ein Rückschlagventil enthalten. Dadurch wird sichergestellt, daß keine Gase
über die Schutzgasauslaßleitung in das Probengefäß zurückströmen oder zurückdiffundieren können. Das ist
von besonderer Bedeutung, wenn die Schutzgasauslaßleitung
zu einer Flamme geführt wird, weil sonst nach öffnen des zweiten Absperrventils das unter Überdruck
stehende Gas der Flamme rückwärts in das Probengefäß gedrückt werden könnte.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert:
F i g. 1 ist eine schematische Darstellung der Schaltung bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig.2 zeigt eine Seitenansicht einer möglichen
konstruktiven Ausführungsform.
Mit 10 ist ein Schutzgaseinlaß bezeichnet, der mit einer geeigneten Schutzgasquelle verbindbar ist. Mittels
eines Druckminderers 12 wird der Eingangsdruck des Schutzgases auf einem gewünschten Wert gehalten. Der
Schutzgaseinlaß 10 ist über eine erste Schutzgaseinlaßleitung 14 mit einem Probengefäß 16 verbunden. Die
erste Schutzgaseinlaßleitung 14 enthält eine vorzugsweise einstellbare Drossel 18 sowie ein als Magnetventil
ausgebildetes Absperrventil 20. Eine zweite Schutzgaseinlaßleitung 22, die ständig geöffnet ist verbindet
parallel zu der ersten Schutzgaseinlaßleitung 14 ebenfalls den Schutzgaseinlaß 10 mit dem Probengefäß
16. Die zweite Schutzgaseinlaßleitung 22 enthält eine vorzugsweise einstellbare Drossel 24. Die zweite
Schutzgaseinlaßleitung 22 endet in einem bis nahezu auf den Grund des Probengefäßes 16 geführten Rohr 26.
Vor dem Absperrventil 20 zweigt eine Verbindungsleitung 28 ab, weiche den Teil der ersten Schutzgaseinlaßleitung
14 stromauf von dem Absperrventil 20 mit einem dicht abgeschlossenen Reagenzvorratsbehälter
30 verbindet In dem Reagenzvorratsbehälter ist ein Vorrat von flüssigem Reagenz untergebracht. Eine
Reagenzdosierleitung 32 verläuft vom Grunde des Reagenzvorratsbehälters 30 ebenfalls zu dem Probengefäß
16.
Von dem Probengefäß 16 geht eine Schutzgasauslaßleitung 34 aus, die zu einer (nicht dargestellten)
Meßküvette oder Flamme eines Atomabsorptions-Spektrometers
geführt ist. Die Sciutzgasauslaßleitung
34 enthält ein Rückschlagventil 36.
Weiterhin geht von dem Probengefäß 16 eine Entlüftungsleitung 38 aus. In der Entlüftungsleitung 38
liegt ein zweites Absperrventil 40, das synchron mit dem Absperrventil 20 in der Schutzgaseinlaßleitung 14
betätigbar ist Im übrigen ist das Probengefäß 16 luftdicht abgeschlossen.
Die Drosseln 18 und 24 sind so gewählt oder eingestellt, daß über die erste Schutzgaseinlaßleitung 14
bei geöffnetem Absperrventil 20 eine wesentlich stärkere Schutzgasströmung fließt als über die zweite
Schutzgaseänhßleitung 22.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist wie folgt:
Zunächst wird das Absperrventil 20 geöffnet Gleichzeitig wird das zweite Absperrventil 40 geöffnet.
Es fließt eine starke Schutzgasströmung durch das Probengefäß 16. Diese Schutzgasströir.ung verdrängt
die in dem Probengefäß 16 enthaltene Luft im wesentlichen über die Entlüftungsleitung 38 und das
geöffnete zweite Absperrventil 40. Zusätzlich fließt eine geringere Schutzgasströmung über die zweite Schutzgaseiiilaßleitung
22. Nachdem die Luft aus dem Probengefäß 16 verdrängt worden ist, wird das
Absperrventil 20 geschlossen. Der Druck des Schutzgases wirkt jetzt über die Verbindungsleitung 28 auf den
Reagenzvorratsbehälter 30 und drückt Reagenz über die Reagenzdosierleitung 32 in das Probengefäß. Die
Menge des dosierten Reagenz kann durch den Strömungswiderstand der Reagenzdosierleitung 32 und
die Zeitdauer bestimmt werden, während welcher das Absperrventil 20 geschlossen ist. Die infolge der
Reagenzzugabe erzeugte Meßprobe wird bei geschlossenem Absperrventil 40 von der relativ schwachen
Schutzgasströmung, die ständig über die zweite Schutzgaseinlaßleitung 22 fließt, durch die Schutzgasauslaßleitung
34 zu der Meßküvette oder Flamme transportiert
Nach Durchführung der Messung werden die Absperrventile 20 und 40 wieder geöffnet. Damit wird
auch die Reagenzdosierung unterbrochen, da nach dem Öffnen des Absperrventils 20 am Ausgang der
Reagenzdosierleitung 32, nämlich im Probengefäß 16, und am Eingang der Verbindungsleitung 28 der gleiche
Druck herrscht
Die beiden Absperrventile 20 und 40 können als Magnetventile ausgebildet und von einem Steuergerät
42 gesteuert sein.
F i g. 2 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Geräts mit rein mechanischer Steuerung. Die
Ventile, Drosseln und Kanäle sind in einem Block 44 untergebracht, der an dem oberen Ende eines Stativs 46
sitzt. An Jem Stativ 46 ist ein handelsüblicher
ι ο Magnetrührer 48 schwenkbar befestigt
An dem Block 44, der vorteilhafterweise aus Kunststoff hergestellt ist, ist ein nach unten ragender
Konus 50 angebracht, an weichen das Probengefäß 16 ansetzbar ist. Weiterhin ist auf der Unterseite des
Blocks 44 ein Innengewinde 52 vorgesehen, in welches der Hals des Reagenzvorratsbehälters 30 eingeschraubt
ist, der eine handelsübliche Kunststoffflasche sein kann. Statt einer elektrischen Steuerung über Magnetventile
kann an dem Block 44 ein Druckknopf 54
angebracht sein, welcher die beiden Absperrventile 20 und 40, die nebeneinander in dem Block 44 angeordnet
sein können, mechanisch öffnet und schließt In Normalstellung des Druckknopfes 54 sind die beiden
Absperrventile 20 und 40 geöffnet Wird der Druck-
knopf gegen die Kraft einer Feder eingedrückt, sind sie
geschlossen. Der Druckknopf 24 kann beim Niederdrücken gleichzeitig einen Kontakt schließen, über den
der Magnetrührer 48 eingeschaltet wird. Die beschriebene Anordnung wirk! wie folgt: Der
Block 44 v/ird üb»,r einen (nicht dargestellten)
Druckminderer mit einem Schutzgas versorgt Der Reagenzvorratsbehälter 30 ist mit NaBH4-Lösung
gefüllt Eine (nicht dargestellte) heizbare Quarzküvette ist im Strahlengang eines betriebsbereiten Atomabsorp-
tions-Spektrometers justiert und mit der Schutzgasauslaßleitung
34 verbunden. In ein Probengefäß 16, in welchem sich auch ein Magnetrührstäbchen befindet,
wird eine abgemessene Menge, beispielsweise 20 Milliliter, einer Probe gegeben. Dann wird das Probengefäß
16 auf den Konus 50 aufgesteckt Der Magnetrührer 48 wird unter das Probengefäß !6 geschwenkt. Es erfolgt
jetzt eine Spülung des Probengefäßes 16, wie im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben wurde. Anschließend
wird der Druckknopf 54 niedergedrückt.
Wenn das am Atomabsorptions-Spektrometer beobachtete Signal seinen Höhepunkt überschritten hat,
kann der Druckknopf 54 losgelassen werden. Das Probengefäß 16 kann nach Wegschwenken des
Magnetrührers 48 entfernt und mit neuer Probe gefüllt oder durch ein neues Probengefäß ersetzt werden.
Die beschriebene Vorrichtung kommt mit einem Minimum an Bauteilen aus. Insbesondere wird keine
aufwendige Reagenzpumpe benötigt Bei der Anordnung mit mechanischer Betätigung der Ventile ist außer
dem Magnetrührer kein elektrischer Bauteil vorhanden. Da die Schutzgasströmung zum Spülen des Probengefäßes
16 größtenteils durch das zweite Absperrventil 40 entweicht, erfolgt keine. Auskühlung der Meßküvette.
Fehlbedienungen sind fast ausgeschlossen. Wird bei-
spielsweise vergessen, das Schutzgas anzustellen, dann kann auch kein Reagenz zugeführt werden.
Die beschriebene Anordnung kann sowohl mit einem Brenner als auch mit einer heizbaren Meßküvette
arbeiten. Es wird Reagenz gespart, da die Reagenzzuführung unterbrochen werden kann, sobald das am
Atomabsorptions-Spektrometer beobachtete Signal seinen Höhepunkt überschritten hat
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Vorrichtung zum Erzeugen einer gasförmigen Meßprobe aus einer Probenflüssigkeit in einem
Probengefäß und zum Überführen dieser Meßprobe in die Flamme oder Meßküvette eines Atomabsorptions-Spektrometers,
enthaltend: eine Schutzgaseinlaßleitung, welche einen Schutzgaseinlaß mit dem Probengefäß verbindet und welche ein Absperrventil
enthält, eine Schutzgasauslaßleitung, welche eine Verbindung zwischen Probengefäß und Flamme
oder Meßküvette herstellt, und eine Reagenzzugabevorrichtung zur Zuführung von flüssigem
Reagenz zu dem Probengefäß, dadurch gekenn ζ e i c h η e t, daß die Reagenzzugabevorrichtung
folgende Teile umfaßt:
Priority Applications (5)
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| DE19772718381 DE2718381C3 (de) | 1977-04-26 | 1977-04-26 | Vorrichtung zum Erzeugen und Überführen einer gasförmigen Meßprobe |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| Country | Link |
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-
1977
- 1977-04-26 DE DE19772718381 patent/DE2718381C3/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4017315A1 (de) * | 1990-05-30 | 1991-12-05 | Bodenseewerk Perkin Elmer Co | Verfahren und vorrichtung zur erzeugung fluechtiger hydride von hydridbildnern in einer probe |
| DE4017315C2 (de) * | 1990-05-30 | 1999-07-29 | Bodenseewerk Perkin Elmer Co | Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung flüchtiger Hydride von Hydridbildnern in einer Probe |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2718381A1 (de) | 1978-11-09 |
| DE2718381C3 (de) | 1980-10-23 |
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