DE2716660A1 - Bauplatte fuer verlegungsarbeiten insbesondere im kanalbau - Google Patents
Bauplatte fuer verlegungsarbeiten insbesondere im kanalbauInfo
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Description
- Bauplatte für Verlegungsarbeiten
- insbesondere im Kanalbau Die Erfindung bezieht sich auf eine Bauplatte für Verlegungsarbeiten unter Verwendung von mineralischen Zuschlagstoffen und Bindemittel für insbesondere Kanalbauarbeiten.
- Neben Bauplatten aus Ton und Keramik sind auch Bauplatten aus Beton, beispielsweise Waschbeton bekannt, die neben mineralischen Zuschlagstoffen, wie Kies, Sand, Gesteinssplitter, Zement als Bindemittel aufweisen und für Verlegungsarbeiten verwendet werden, um die Fläche, auf der sie verlegt sind, zu schützen oder Jener Fläche ein gefälligeres Aussehen zu verleihen.
- Für Uferdeckungen von Kanalböschungen gegen Wellenschlag sind auch schwere Zementbetonplatten bekannt (DT-PS 116 705), deren Oberteile in bezug zu Unterteilen versetzt angeordnet sind. In die Verlegespalten sind dichtende Zwischenlagen ausWerg, Asphalt, Teerstricken, Mörtel o.dergl. eingefügt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bauplatte für Verlegungsarbeiten zu schaffen, die sich durch niedrige Herstellungskosten, gute Eigenschaften und einfache und rasche Verlegbarkeit vor allem zum mindestens teilweisen Auskleiden von Kanälen auszeichnet, bei denen oft Korrosionserscheinungen an der Kanalsohle oder den Kanalwänden auftreten.
- Die Erfindung besteht in der im Anspruch 1 genannten Merkmal svereinigung.
- Mit anderen Worten ist der Oberteil - sofern es sich beispielsweise um eine in Draufsicht gesehen rechteckförmige Bauplatte handelt - in bezug zum Unterteil nicht nur in Richtung zu einer Ecke versetzt, so daß der Unterteil seinerseits als in bezug zum Oberteil in Wichtung zu der diametral gegenüberliegenden Ecke versetzt angesehen werden kann, sondern sind beide miteinander verbundene Teile im Gegensatz zum zitierten Stand der Technik unterschiedlich groß bemessen. Durch diese Ausbildung des integrierten Bauelements gelingt es, die Bauplatte praktisch allein durch Eindrücken in ein noch weiches Mörtelbett so gut mit diesem zu verankern, daß keine weiteren Handgriffe erforderlich sind, um die Bauplatte mit dem Mörtelbett oder einer entsprechenden anderen Unterlage fest zu verbinden. Dabei wird beim Verlegen die jeweils nächstfolgende Bauplatte mit ihrem oberen Rand unmittelbar, d.h, praktisch fugenlos an die bereits verlegte Bauplatte angesetzt und mit dem Unterteil in das Mörtelbett eingedrückt, so daß der Mörtel gewissermaßen von unten bzw. hinten in die Fuge eindringt, ohne bis zum oberen, äußeren Plattenrand zu gelangen, da dafür kein Raum frei ist.
- Dadurch, daß die Außenabmessungen, d.h. Länge und Breite, an der Oberseite des Oberteils größer sind als die entsprechenden Außenabmessungen an der Unterseite des Unterteils, so daß zwar oben fugenloses Aneinanderstoßen möglich ist, in Richtung zur Unterlage, insbesondere dem oben erwähnten Mörtelbett, jedoch eine genügende Trennfuge zwischen den verlegten Bauplatten verbleibt, wird der Vorteil erzielt, daß einerseits eine bessere Verankerung erfolgt, andererseits jedoch eine praktisch nahtlose Verfugung an der Oberseite vorhanden ist, so daß keine zusätzlichen Abdichtungsmittel verwendet werden müssen.
- Gerade die unten erwähnte bevorzugte Zusammensetzung der Bauplatte trägt dazu bei, daß diese Abmessungen eingehalten werden können, da bei der Herstellung relativ geringe Toleranzen eingehalten werden können, was bei anderen Bauplatten aus üblichem Beton unter Verwendung von Zement nicht ohne weiteres möglich ist.
- Hierdurch ist nicht nur das nachträgliche "Einstreichen" von Fugenfülimitteln nach dem Plattenverlegen überflüssig, sondern werden vor allem auch die bekannten Fugenprobleme beseitigt, die beim Verlegen von Bauplatten dann auftreten, wenn zwischen den einzelnen Bausteinen oder Bauplatten Fugen in der Größenordnung von etwa 0,5 cm verbleiben. Derartige Fugen fUhren zu einem raschen Verschleißen bzw. Korrodieren, insbesondere dann, wenn die Bauplatten zur Verkleidung solcher Flächen verwendet werden, die mit aggressiven Flüssigkeiten oder Gasen in Verbindung stehen.
- Besonders vorteilhaft ist die neuerungsgemäße Bauplatte bei Abwasseranlagen anwendbar.
- Besondere Vorteile bietet eine weitere Ausbildung der Erfindung wenn als Bindemittel Kunststoff, insbesondere Polyesterharz in einem Anteil zwischen etwa 8 und 15 Gewichtsprozent an der gesamten Bauplatte verwendet wird und die Zuschlagstoffe gemäß folgender Korngrößenverteilung vorhanden sind: Korngröße bis zu 0,4 mm : 25-35 % Korngröße zwischen 0,7 und 1,2 mm : 22-32 % Korngröße zwischen 1,5 und 3 mm : 28-38 $.
- Ganz besonders vorteilhaft hinsichtlich der Eigenschaften zeichnet sich eine neuerungsgemäße Bauplatte aus, wenn die mineralischen Zuschlagstoffe nach etwa folgender Korngrößenverteilung angewendet sind: Korngröße zwischen 4 und 5/um (insbesondere als Kreide) : 6- 7 « Korngröße bis zu 0,1 mm (insbesondere als mehlige Substanz) : 32-35 f Korngröße zwischen 0,7 und 1,2 mm : 22-26 Korngröße zwischen 1,; und 2,2 mm : 34-36 W.
- Beispielsweise zum Innenauskleiden von hbwasserrohren großen Durchmessers sind die neuerungsgemäßen Bauplatten hervorragend verwendbar. Sofern erwünscht, kann die Bauplatte auch im Sinne eines Rohrabschnittes gekrümmt ausgebildet sein.
- Auch das Gewicht der neuerungsgemäßen Bauplatte ist verhältnismäßig gering und beträgt weniger als 1 Pfund bei Außenabmessungen in der Größenordnung von 7 x 25 x 2 cm.
- Es empfiehlt sich, die Bauplatte im Rüttel- und/oder Preßverfahren herzustellen.
- Anhand der Zeichnung ist ein Ausführungabeispiel für die Neuerung im folgenden näher erläutert. Darin zeigen: Fig. 1: eine Bauplatte in Seitenansicht, Fig. 2: einen Querschnitt durch verlegte Bauplatten und Fig. 3: eine Teilansicht auf verlegte Bauplatten von oben, d.h. von außen.
- Die etwa 9 s Kunstharzbindemittel auf der Basis hochviskosen ungesättigten Polyesterharzes und 91 Gewichtsprozent mineralische Zuschlagstoffe aufweisende Bauplatte 1 weist gemäß Figur 1 in Draufsicht eine etwa rechteckförmige Gestalt auf. Der Unterteil 10 ist etwa 5 mm dick und nach den Seiten durch die Seitenwände 2a, 2b, 2c, 2d begrenzt. Der Oberteil 11 ist gegenüber dem Unterteil 10 versetzt, und zwar gemäß Figur 1 derart, daß er gewissermaßen in die rechte obere Ecke verzogen bzw. gedrängt ist, so daß die Seitenwände 3d und 3b des Oberteils 11 über die entsprechenden Seitenwände 2d und 2b des Unterteils 10 seitlich hinausragen, während die Seitenwände bzw. Seitenränder 2a, 2c des Unterteils 10 gegenüber den betreffenden Seitenrändern 3a und 3c des Oberteils 11 vorstehen.
- Die Außenabmessung der Breite A der Bauplatte 1 beträgt etwa 70 mm an der freiliegenden Oberseite 4 des Oberteils 11, während die Außenabmessung der Breite C an der Unterseite 5 des Unterteils 10 nur etwa 65 mm beträgt. Insofern ergibt sich bei einer nur außerordentlich geringen und im wesentlichen vernachlässigbaren Spaltbreite B der verlegten Platten 1 an der Oberseite 4 eine Spaltbreite D von etwa 5 mm an der Unterseite 5, so daß genügend Platz für das Eindringen der Masse 9 insbesondere des Mörtelbetts der Unterlage zwischen die benachbarten Bauplatten 1 beim Verlegen besteht.
- Infolge der Versetzung findet eine hervorragende Verankerung der Bauplatten 1 statt, da das beim Verlegen noch plastisch deformierbare Material 9 der Unterlage in den sich vom unteren breiten Teil 6 zum oberen schmalen Teil 7 in der Breite abnehmenden Spalt zwischen benachbarten Bauplatten 1 eindringen und z.B.
- in Form des um den vorstehenden Unterteil-Abschnitt ?Oc herumgreifenden, sich verfestigenden Mörtelteils 9c mechanisch regelrecht verhaken kann. Dieser Spalt wird im unteren Teil 6 beispielsweise durch die gegenüberliegenden Seitenränder 2c und 2b' der benachbarten Platte begrenzt.
- Dadurch daß der Seitenrand 2b bzw. 2b' des Unterteils 10 gegenüber dem betreffenden Seitenrand 3b des Oberteils 11 der betreffenden Bauplatte 1 zurückversetzt ist, wird die in den unteren Teil 6 eindringende Masse 9 nach oben verdeckt.
- Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Abmessungen der Länge an der Oberseite 4 E = 240 mm und an der Unterseite F = 235 mm. Die Gesamtdicke der Bauplatte 1 d.h. einschließlich des Unterteils 10 und Oberteils 11 beträgt etwa 15 mm, so daß die Dicke des Oberteils 11 hier etwa 10 mm beträgt.
- Es empfiehlt sich,wenn die Oberseite 4 sehr glatt, die Unterseite 5 dagegen weniger glatt ausgebildet ist, wodurch einerseits an der Unterseite eine noch bessere Verbindung mit der Masse 9 herstellbar ist, während an der Oberseite 4 noch weniger die Gefahr besteht, daß sich Fremdkörper absetzen können, die Strömungsverhältnisse strömenden Mediums beeinträchtigt werden oder der Reinigung der Oberseite 4 Widerstände entgegengesetzt werden.
- Zusammenfassend wird festgestellt, daß die neuerungsgemäße Bauplatte eine hervorragende mechanische Verankerung in der beim Verlegen noch plastisch verformbaren, danach Jedoch sich verfestigende Masse 9 der Unterlage bietet, obwohl die Verlegefugen praktisch vernachlässigbar sind. IIierdurch wird ein gegenüber bekannten Bauplatten verbesserter hydraulischer Widerstand und auch ein erhöhter Abriebwiderstand erzielt. Das Verlegen selbst kann auf sehr einfache Weise erfolgen.
- Die kann auch aus anderem Material, z.B. Steinzeug, hydraulischem Beton, Keramik, Schamotte etc.
- bestehen.
- Die in der Zeichnung dargestellten Plattenabstände in den Teilen 7 sind in WirlcliclUceit praktisch Null, da die Platten 1 dort zusammenstoßen.
- L e e r s e i t e
Claims (14)
- Ansprüche 1. Bauplatte für Verlegungsarbeiten insbesondere im Kanalbau unter Verwendung von mineralischen Zuschlagstoffen und Bindemittel, gekennzeichnet durch die Verwendung eines plattenförmigen Körpers mit einem - in bezug zu einem Unterteil (70) derart versetzten Oberteil (11), daß dieser an zzfei benachbarten Seitenrändern (3b, 3d) über den Unterteil (10) vorsteht und an zwei anderen zueinander benachbarten Seitenrändern (3a, 3c) gegenüber den betreffenden Seitenrändern (2a, 2c) des Unterteils (10) zurückversetzt ist, mit der Maßgabe, daß die Außenabmessungen (h, E) an der Oberseite (4) des Oberteils (11) größer als die entsprechenden Außenabmessungen (C, F) an der Unterseite (5) des Unterteils (10) sind.
- 2. Bauplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenränder (2a, 2b, 2c, 2d) des Unterteils (10) in Ebenen verlaufen, die im wesentlichen rechtwinklig zur Plattenebene angeordnet sind.
- 3. Bauplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenränder (3a, 3b, 3c, 3d) des Oberteils (11) im Querschnitt eine konkave Einwölbung mit scharfen glatten Kanten aufweisen.
- 4. Bauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenabmessungen ( ) der Oberseite (4) des Oberteils (11) um die gewünschte Fugenbreite an der Unterseite (5) des Unterteils (10) von Nachbarplatten größer sind als die entsprechenden Außenabmessungen (C, F) dieser Unterseite (5).
- 5. 3auplatte nach einem der vorhergehenden Ansprücile, gekennzeicrmet durch eine im wesentlichen rechteckförmige Ausbildung in Aufsicht.
- 6. Bauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel aus Kunststoff besteht.
- 7. Bauplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffanteil zwischen 8 und 15 5'o beträgt.
- 8. Bauplatte nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß hochviskoses ungesättigtes Polyesterharz als Bindemittel dient.
- 9. Bauplatte nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß Epoxydharz als Bindemittel dient.
- 10. Bauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch etwa folgende Korngrößenverteilung der mineralischen Zuschlagstoffe (8): Korngröße bis zu 0,4 mm : 25-35 94 Korngröße zwischen 0,7 und 1,2 mm: 22-32 % Korngröße zwischen 1,5 und 3 mm : 28-38 e3.
- 11. Bauplatte nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch etwa folgende Korngrößenverteilung der mineralischen Zuschlagstoffe (S): Korngröße zwischen 4 und 5 µm : 6 - 7 % Korngröße bis zu 0,1 mm : 32 -35 % Korngröße zwischen 0,7 und 1,2 mm : 22 -26 C,o Korngröße zwischen 1,5 und 2,2 mm : 34 -36 %.
- 12. Bauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite (5) des Unterteils (10) im Vergleich zur glatten Oberseite (4) des Oberteils (11) rauher ausgebildet ist.
- 13. Bauplatte nach einen der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeiclmet durch eine einem Rohrabschnitt entsprechend 2ekrum.nte Form.
- 14. Bauplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Breite zur Länge etwa 0,2 bis 0,3 beträgt.
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| DE19772716660 DE2716660C3 (de) | 1977-04-15 | 1977-04-15 | Belagplatte, insbesondere zum Auskleiden von Abwasserkanälen |
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| DE19772716660 DE2716660C3 (de) | 1977-04-15 | 1977-04-15 | Belagplatte, insbesondere zum Auskleiden von Abwasserkanälen |
Publications (3)
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| DE2716660C3 DE2716660C3 (de) | 1980-10-16 |
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Country Status (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Families Citing this family (1)
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| DE19826991A1 (de) * | 1998-06-18 | 1999-12-23 | Friedrich Hofmann | Zweiteil-Eiprofil aus Polymerbeton mit Auskleidung aus Spaltplatten für alle Dimensionen des genormten (DIN) Eiprofilkanals |
-
1977
- 1977-04-15 DE DE19772716660 patent/DE2716660C3/de not_active Expired
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