-
Nocken(wellen)schleifmaschine
-
Die Erfindung betrifft eine Nocken(wellen)schleifmaschine, in welcher
ein Nocken mit Hilfe eines Schwenktisches (rocking bar) geschliffen wird, insbesondere
eine Nocken(wellen)-schleifmaschine, mit deren Hilfe ein Nocken innerhalb kurzer
Zeit mit hoher Präzision geschliffen werden kann.
-
Bei einer bisher verwendeten Nocken(wellen)schleifmaschine der in
Fig. 1 dargestellten Art ist auf einem Maschinenbett 1 ein Schwenktisch 3 in Lagern
2 schwenkbar gelagert, während eine Meisternockenwelle 5 in zwei vom einen Ende
des Schwenktisches 3 nach oben abstehenden Supporten 4 drehbar gehaltert ist und
an der Oberseite des anderen Endes des Schwenktisches 3 ein Reitstock 6 angeordnet
ist. Zwischen der Meisternockenwelle 5 und dem Reitstock 6 ist außerdem eine zu
schleifende Nockenwelle A so eingespannt, daß sie gemeinsam mit der Meisternockenwelle
5 drehbar ist, während eine Schleifscheibe 7 zum Schleifen eines Nockenteils B der
Nockenwelle A mit dem Nockenteil B in Schleifberührung bringbar ist. Am Außenumfang
der Meisternockenwelle ist ein nichtkreisförmiger
Meisternocken
8 vorgesehen, der mit einem nicht dargestellten, als Leitscheibe ausgebildeten,
durch eine Federeinrichtung odOdglO an ihn angedrückten Kurvenfühler in Gleitberührung
steht. Wenn die Meisternockenwelle 5 durch einen Antriebsmotor 9 in Drehung versetzt
wird, schwingt der den Meisternocken 8 tragende Schwenktisch 3 aufgrund des nichtkreisförmigen
Profils des Meisternockens 8, und infolge dieser Schwenkbewegung des Schwenktisches
und der Drehung der Meisternockenwelle 5 dreht sich die zu schleifende Nockenwelle
A, während sie eine dem Profil des Meisternockens 8 ähnliche (Kreis-)Bahn (locus)
beschreibt, Auf diese Weise wird der Nockenteil B der zu schleifenden Nockenwelle
A durch die Schleifscheibe 7 bearbeitet. In Fig, 1 sind bei 10 ein Universal- bzw,
Kardangelenk und bei 11 Antriebsscheiben dargestellte Bei der vorstehend beschriebenen,
bisher verwendeten Nocken-(wellen)schleifmaschine ist jedoch die Meisternockenwelle
5 nur mit konstanter Drehzahl antreibbar, so daß sich auch der Nockenteil B der
zu schleifenden Nockenwelle A mit konstanter Drehzahl dreht, Aus diesem Grund ist
die Umfangsgeschwindigkeit des Nockenteils B in den Winkelstellungen grösser, in
welchen der Abstand vom Drehmittelpunkt des Nockenteils B größer ist, Hieraus resultiert
der Nachteil, daß in diesen Bereichen des Nockenteils B die für die Bearbeitung
durch die Schleifscheibe 7 zur Verfügung stehende Zeit kürzer ist, so daß Bearbeitungsfehler,
wie ungenügendes Abschleifen, auftreten.
-
Zur Ausschaltung des genannten Nachteils und zur Verhinderung von
Bearbeitungsfehlern, wie ungenügendes Abschleifen, wurde bisher entweder die Drehzahl
der zu schleifenden Nockenwelle A und mithin der Meisternockenwelle herabgesetzt
oder die Gesamtzahl der für die Schleifbearbeitung erforderlichen Umdrehungen erhöht,
Hierdurch verlängert sich aber die Bearbeitungszeit,
so daß die
Bearbeitungswirtschaftlichkeit beeinträchtigt wird. Bei einem anderen Verfahren
wird das Profil des Meisternockens 8 mit einer solchen Form gewählt, die im voraus
das ungenügende Abschleifen berücksichtigt, In diesem Fall ist jedoch die Festlegung
des Profils des Meisternockens 8 schwierig, woraus sich der weitere Nachteil ergibt,
daß die Herstellung des Nockenteils umständlich und kostenaufwendig ist.
-
Aufgabe der Erfindung ist damit die Schaffung einer Nocken-(wellen)schleifmaschine,
bei welcher die Umfangsgeschwindigkeit eines zu schleifenden Nockenteils an einem
Berührungspunkt zwischen dem Nockenteil und einer Schleifscheibe praktisch konstant
bleibt, so daß der Nockenteil in kurzer Zeit mit hoher Präzision geschliffen werden
kann.
-
Bei dieser Nocken(wellen)schleifmaschine soll die Drehzahl einer Meisternockenwelle
entsprechend der Winkelstellung eines Nockenteils einer zu schleifenden Nockenwelle
gesteuert und dadurch die Umfangsgeschwindigkeitsabweichung des Nockenteils am Berührungspunkt
zwischen ihm und der Schleifscheibe auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden, so daß
der Nockenteil innerhalb kurzer Zeit und unter Vermeidung von Schleiffehlern, wie
ungenügendes Abschleifen, bearbeitet werden kann.
-
Diese Aufgabe wird bei einer Nocken(wellen)schleifmaschine mit einem
Maschinenbett, einem auf diesem schwenkbar bzw, schwingend gelagerten Schwenktisch,
einer am Schwenktisch drehbar gelagerten Meisternockenwelle und einem Antriebsmotor
für den Drehantrieb der Meisternockenwelle, wobei eine zu schleifende Nockenwelle
von der Meisternockenwelle getragen wird und an ihrem Nockenteil durch eine Schleifscheibe
einer Schleifbearbeitung unterziehbar ist, während sie durch den Schwenktisch in
eine schwingende Bewegung und durch die
Meisternockenwelle in eine
Drehbewegung versetzt wird, erfindungsgemäß gelöst durch mindestens eine Einrichtung
zur Feststellung bzw. Messung eines Drehwinkels des Antriebsmotors und eine Einrichtung
zur Feststellung oder Messung eines Schwenkphasenwinkels des Schwenktisches, durch
eine auf die Ausgangssignale dieser Meß- bzw. Detektoreinrichtungen ansprechende
Drehzahl-Führungseinheit zur Erzeugung einer stufenförmigen Spannungswellenform
entsprechend einer gewünschten bzw.
-
Solldrehzahl des Antriebsmotors und durch eine auf die stufenförmige
Spannungswellenform anstrechende Drehzahlregeleinrichtung zur Regelung der Drehzahl
des Antriebsmotors in der Weise, daß die Umfangsgeschwindigkeit des Nockenteils
der Nockenwelle an einem Benjhrungspunkt zwischen Nockenteil und Schleifscheibe
praktisch konstantgehalten werden kann.
-
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnung näher erläutert, Es zeigen: Fig. 1 eine teilweise im Schnitt
gehaltene Seitenansicht einer bisher verwendeten Nocken(wellen)schleifmaschine,
Fig. 2 eine teilweise im Schnitt gehaltene Seitenansicht einer Nocken(wellen)schleifmaschine
mit Merkmalen nach der Erfindung, Fig. 3 eine schematische Darstellung zur Erläuterung
der Arbeitsweise der Vorrichtung gemäß Fig, 2, Fig. 4 eine graphische Darstellung
der Änderung der Umfangsgeschwindigkeit eines Nockenteils an einem Berührungspunkt
zwischen ihm und einer Schleifscheibe als Funktion der Winkelstellung des Nockenteils
bei seiner Drehung mit konstanter Drehzahl,
Fig. 5 eine graphische
Darstellung der Änderung des Schwenkwinkels eines Schwenktisches als Funktion der
Winkelstellung des Nockenteils, doho als Funktion des Drehwinkels eines Antriebsmotors,
Fig. 6 ein Blockschaltbild eines Drehzahlregelsystems für den Antriebsmotor, Fig.
7 eine graphische Darstellu-ng der Beziehung zwischen der Zahl der von einem Impulskodierer,
der als Einrichtung zur Feststellung eines Schwenkphasenwinkels verwendet wird,
erzeugten Impulse und dem Schwenkwinkel, Fig. 8 eine graphische Darstellung einer
stufenförmigen Spannungswellenform, die aufgrund von Drehzahl-Befehlssignalen bei
der Drehzahlregeleinrichtung gemäß Fig. 6 als Funktion des Drehwinkels des Antriebsmotors
erzeugt wird, Fig. 9 eine graphische Darstellung der Änderung der Winkelgeschwindigkeit
des Antriebsmotors als Funktion seiner Winkelstellung, wenn der Antriebsmotor gemäß
der stufenförmigen Spannungswellenform gemäß Fig. 8 drehzahlgeregelt wird, Fig.
10 eine graphische Darstellung der Änderung der Umfangsgeschwindigkeit eines Nockenteils
an einem BerUhrungspunkt zwischen ihm und der Schleifscheibe als Funktion der Winkelstellung
des Antriebsmotors bei dessen Drehung mit der Winkelgeschwindigkeit gemäß Fig. 9,
Fig. 11 eine Fig. 3 ähnelnde schematische Darstellung zur Erläuterung der Arbeitsweise
einer Nockenschleifmaschine gemäß einer abgewandelten Ausführungsform
der
Erfindung, die sich für das ,c;-leifen eines Nockens mit einem ganz speziellen Nockenprofil
eignet, Fig 12a eine graphische i)arstellung der Änderungen der Umfangsgeschwindigkeit
des Nockenteils gemäß Fig. 11 an einem Berührungspunkt zwischen ihm - und einer
Schleifscheibe als Funktion der T-inkelstellung des Antriebsmotors, wenn dieser
mit konstanter Drehzahl (gestrichelte Kurve) und erfindungsgemäß mit geregelter
Drehznl (ausgezogene Kurve) in Drehung versetzt wird, Fig. 12b eine graphische Darstellung
der Änderung des Schwenkwinkels des Schwenktisches als Funktion der Winkelstellung
des Nockenteils und Fig. 12c eine graphisclle Darstellung einer stufenförmigen Spannungswellenform,
die für das Nockenprofil gemäß Fig. 11 durch Drehzahl-Befehlssignale in der Drehzahlregeleinrichtung
gemäß Fig. 6 als Funktion des Drehwinkels des Antriebsmotors erzeugt wird, In Fig.
2 ist eine Nocken(wellen)schleifmaschine gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, bei welcher eine zu schleifende Nockenwelle A vom einen
Ende einer Meisternockenwelle 5 getragen wird, die ihrerseits drehbar an einem Schwenktisch
3 gelagert ist und deren anderes Ende über ein Universal- bzw, Kardangelenk 10 und
ein festes Gelenk bzw. eine Wellenkupplung 12 mit einem Antriebsmotor 9 verbunden
ist. Die Konstruktion des Schwenktisches 3, der Meisternockenwelle 5 und der zugeordneten
Teile ist dabei ähnlich wie bei der bisher verwendeten Maschine nach Fig. 1.
-
Bei der Drehung der Meisternockenwelle 5 wälzt sich mithin der Meisternocken
8 auf der Umfangsfläche einer Leitscheibe 13 ab, während er sich mit einer Winkelgeschwindigkeit
#w um einen
Drehmittelpunkt °1 gemäß Fig, 3 dreht0 Infolge dieser
Abwälzbewegung wir der Schwenktisch 3 um einen Scwenkmittelpunkt O2 verschwenkt.
Infolge dieser Schwenkbewegung des tisches 3 unl der Drehung der Pleisternocl.enwelle
5 wird zudem ein Nockenteil B der zu schleifenden, von der Meisternockenwelle 5
getragenen Nockenwelle A durch eine Schleifscheibe 7 einer Schleifbearbeitung unterworfen,
während er sicii um den Mittelpunkt 01 dreht und um den Mittelpunkt °2 schwingt0
Bezüglich der Umfangsgeschwindigkeit Vp des Nockenteils B an einem Berührungspunkt
P zwischen ihm und der Schleifscheibe 7 läßt sich folgendes sagen: Wenn die Drehzahl
der Meisternockenwelle 5, wie im Fall der bisher verwendeten Maschine, konstant
gehalten wird, ändert sich die Umfangsgeschwindigkeit V am Punkt P beispielsweise
auf die in Fig. 4 gezeigte Weise wenn die Winkelstellung des Nockenteils B die Winkelpositionen
#1, #2, #3, #4 und #5 durchläuft, wobei Spitzenwerte Vp1 und Vp2 der Umfangsgeschwindigkeit
in den tiiinkelpositionen t 2 bzw, t4 auftreten0 Zudem ändert sich der Schwenkwinkel
# des Schwenktisches 3 (vgl. Fig. 3) im Bereich von #0 bis #2 als Funktion der Winkelstellung
t des Nockenteils, wie in der graphischen Darstellung von Fig. 5 veranschaulicht.
-
Bei der erfindungsgemäßen Nockensc})leifmaschine gemäß Fig. 2 sind
am Schwenktisch 3 ein Schwenkwinkeldetektor 13 und am Antriebsmotor 9 ein Drehwinkeldetektor
14 montiert, Diese Detektoren 13 und 14 sind mit einer Drehzahl-Führungseinheit
einer Steuereinrichtung für den Antriebsmotor 9 gemäß Fig. 6 verbunden. Wenn der
Antriebsmotor 9 (ervomotor), genauer gesagt, durch einen Servoverstärker 9a angesteuert
wird, wird ein Drehlastsystem aus der Meisternockenwelle 5, dem Meisternocken 8,
der zu schleifenden Nockenwelle A und den zugeordneten Teilen in Drehung versetzt,
wobei der Schwenkwinkel des Schwenktisches 3, der aufgrund der Drehbewegung der
Meisternockenwelle
5 in Schwenkbewegung bzw. Schwingung versetzt
wird, durch den Schwenkwinkeldetektor 1 17 abgegriffen rJ ei gemessen und das Meßignal
zur Drehzahl-Führungseinheit 15 tibertragen wird, während der Drehwinkel des Antriebmotors
durch den Drehwinkeldetektor 1!; abgegriffen oder gemessen und das Meßsignal ebenfalls
zur Führungseinheit 1 5 jibertra gen wird.
-
Die Drehzahl-Führungseinheit erzeugt dann auf der Grundl dieser Meßsignale
und des vorgegebenen Profils des zu schle.ifenden Nockens eine stufenförmige Spannungswellenform,
die ar den , Servoverstärker 9a angelegt wird der zusammen mit einer zwischen ihn
und den Servomotor 9 eingeschalteten Rückkopplungsschaltung eine Treiberschaltung
für den Servomotor 9 bildet.
-
Im folgende ist die erfindungsgemäße Drehzahlregeleinrichtung nach
ig. *-' r naher erldutert. Der Schwenkwinkeldetektor 13 dient zur Festlegung einer
Rezugswinkelstellung #x des Nockenteils B der zu schleifenden Nockenwelle A auf
der Grun(llatte des festgestellten Schwenkwinkels und des vorgegebenen Noclcenprosils
sowie zur Abgabe eines die Bezugswinkelstellung des Nockenteils darstellenden Signals
ar. die Drehzahl Führungseinheit 15; zu diesem Zweck kann dieser Detektor bei spielsweise
in Form eines Impulskodierers und eines Tmpulszählers ausgelegt sein. Der Impuls
zähler ist ein Aufwärts/-Abwärts-Zähler, der in Abhängigkeit von einem an seinen
Impulseingang angelegten positiven oder negativen Impuls hochzählt bzw0 abwärtszählt.
Der Impulskodierer erzeugt einen posttiven Impuls in Abhängigkeit von einem vorbestiramten
Inkrement der potivier Richtung erfolgenden Winkelverschiebung bei der Schwenkbewegung
des Schwenktisches 3 und einen negativen Impuls in Abhängigkeit von einem vorbestimmten
Inkrement der in negativer Richtung erfolgenden :inielverschiebung bei der Schwenkbewegung
des Schwenktisches 3o Der Ausgang des Impulskodierers ist mit dem Impulseingang
des Aufwärts/Abwärts-
Zählers verbunden. Die in diesem Zähler enthaltene
Za.hlung n stellt somit gemäß Fig0 7 einen Jert bzw. eine Größe dar, der bzw. die
dcm Schwenkwinkel # des Schwenktisches nronortional ist. Wenn gemäß Fig. 5 die Bezugswinkelstellung
#x vorbestimmt ist, wird der entsprechende Bezugsphasenwinkel #x der Schwenkbewegung
des Schwenktisches 3 eindeutig bestimmt, so daß durch Bestimmung der entsprechenden
Tmpulszählung nx im Impulskodierer 13 die Bezugswinkelstellung T g des Nockenteils
B bestimmt oder festgestellt werden kann0 Bei der Kurve für Q gemäß Fig. 5 finden
sich die einem vorgegebenen Bezugsschwenkwinkel ex entsprechenden Punkte in zwei
Winkelpositionen, nämlich bei #x und #x. Der richtige Schwenkphasenwinkel #x kann
jedoch eindeutig anhand der Tatsache bestimmt werden, daß der Schwenkphasenwinkel
ex in der gewünschten liinkelstellung #x kleiner wird. Durch Voreinstellung des
Schwenkwinkeldetektors 13 in der Weise, daß ein Ausgangsimpuls erhalten wird, wenn
der Aufwärts/Abwärts-Zähler beim Abwärtszählen die Impulszahl nx zählt, kann somit
der Detektor 13 einen Ausgangsimpuls abgeben, welcher den Bezugsschwenkphasenwinkel
des Schwenktisches 3 richtig wiedergibt und mithin die Bezugswinkelstellung T des
Nockenteils B angibt.
-
Der Drehwinkeldetektor 14, der bezüglich Konstruktion und Funktion
dem beschriebenen Schwenkwinkeldetektor 13 ähnelt, kann ebenfalls durch einen Impulskodierer
gebildet sein, Im Impulskodierer kann durch Bestimmung der Zahl der Impulse eines
mit dem Antriebsmotor synchronisierten Impulsgenerators, ausgehend von einem Bezugsdrehwinkel
#x des Antriebsmotors 9, d.h.
-
von der Bezugswinkelstellung #x des Nockenteils B, der Relativdrehwinkel
des Antriebsmotors 9 in bezug auf den Bezugsdrehwinkel T x über eine volle Umdrehung
bestimmt werden.
-
Die Drehzahl-Führungseinheit 15 empfängt ein Signal entsprechend dem
Bezugsdrehwinkel #x des Antriebsmotors 9 vom
Schwenkwinkeldetektor
13 sowie die relativen Drehwinkel des Antriebsmotors 9 angebende Signale vom Drehwinkeldetektor
14.
-
Es ist darauf hinzuweisen, daß die Führungseinheit 15 das den Bezugsdrehwinkel
yx des Antriebsmotors 9 darstellende Signal zum Drehwinkeldetektor 14 leitet, um
den Bezugsdrehwinkel anzugeben (to notice). In Abhängigkeit von diesen Eingangssignalen
erzeugt die Drehzahl-Führungseinheit 15 eine stufenförmige Spannungswellenform aus
den Spannungsstufen E1 - E4 gemäß Fig. 8, und diese Spannungswellenform wird dann
dem Servoverstärker 9a aufgeprägt. Die jeweiligen Spannungsstufen E1, E2, E3 und
E4 stellen die gewünschten Drehzahlen des Servomotors 9 an den jeweiligen Stufen
dar, weshalb die den Servoverstärker 9a, den Servomotor 9 und die zwischengeschaltete
Rückkopplungsschaltung umfassende Treiberschaltung für den Servomotor 9 an den betreffenden
Stufen bestrebt ist, den Servomotor 9 auf vorgegebene Solldrehzahlen U)w1> <»w2>
s 2 sw3 #w1, #w2, #w3 und #w4 zu beschleunigen, die durch die be- Cw3 und Caw4 zu
beschleunigen, die durch die betreffenden Spannungsstufen E1 - E4 gemäß Fig. 9 dargestellt
sind. Wenn somit das vom Schwenkwinkeldetektor 13 erhaltene, den Bezugsdrehwinkel
T x angebende Signal an den Eingang der Drehzahl-Führungseinheit 15 angelegt wird,
wird dem Servoverstärker 9a für den Servomotor 9 die diesem Bezugsdrehwinkel #x
entsprechende Spannung E1 eingespeist. Anschließend werden die Drehwinkel #1 bis
#4 zur Änderung der Ausgangspannung fortlaufend durch den Drehwinkeldetektor 14
bestimmt, und in Abhängigkeit von diesen festgestellten oder Meßsignalen ändert
die Führungseinheit 15 die an den Servoverstärker 9a für den Servomotor 9 angelegte
Spannung über E2, E3, E4 und E1. Durch die auf oben beschriebene Weise erfolgende
Regelung der an den Servoverstärker 9a für den Servomotor 9 angelegten Spannung
kann die Umfangsgeschwindigkeit Vp des Nockenteils B am Berührungspunkt P zwischen
ihm und der Schleifscheibe 7 als Funktion des Drehwinkels des Antriebsmotors 9 variiert
werden, wie dies durch die ausgezogene Kurve in Fig. 10 angegeben ist, so daß die
Spitzenwerte der Umfangsgeschwindigkeit
Vp1 und Vp2 gemäß Fig.
4 (auch durch die gestrichelte Kurve in Fig. 10 angegeben) zu Vp1t bzw, Vp2t reduziert
werden und folglich die Umfangsgeschwindigkeit des Nockenteils B am Berührungspunkt
P praktisch konstantgehalt ten werden kann.
-
Es ist zu beachten, daß normalerweise auf ein und derselben zu schleifenden
Nockenwelle A mehrere Nockenteile B angeordnet sind, und obgleich die Phasen dieser
Nockenteile voneinander abweichen, können die Bezugsdrehwinkel tx der betreffenden
Nockenteile B durch den Schwenkwinkeldetektor 13 einzeln bestimmt werden.
-
In abgewandelter Ausführungsform der Erfindung kann anstelle des Impulskodierers
für die Bestimmung der Winkelposition des Nockenteils B beispielsweise ein Potentiometer
benutzt werden, dessen Ausgangsspannung sich entsprechend seiner Winkelstellung
ändert. Wahlweise läßt sich die Erfindung durch Verwendung eines Grenzschalters,
eines Drehschalters od.dglO realisieren; im allgemeinen kann jede beliebige Einrichtung
verwendet werden, mit welcher der Schwenkwinkel des Schwenktisches 3 bestimmt oder
gemessen werden kann. Wenn zudem die erforderlichen Drehzahlen und Winkelpositionen,
an denen die Drehzahl entsprechend einem vorgegebenen Profil des Nockenteils B umgeschaltet
bzw. variiert werden soll, in der Drehzahl-Führungseinheit 15 voreingestellt und
die Phasenunterschiede zwischen den Nockenteilen im Fall mehrerer Nockenteile voreingestellt
oder vorherbestimmt werden, kann die Drehzahl des Servomotors 9 ohne Zuhilfenahme
des Schwenkwinkeldetektors 13 geregelt werden, vorausgesetzt, daß zu Betriebsbeginn
anhand der Position des Nockenteils B mittels eines von Hand betätigbaren Schalters,
eines Grenzschalters odOdglO festgestellt wird, welche Phasenbeziehung der vorgegebene
Nockenteil B besitzt und in welcher Dreh- bzw. Winkelstellung sich der vorgegebene
Nockenteil B befindet.
-
Falls das Kurvenprofil des Nockenteils B die Form gemäß Fig, 11 besitzt,
bei welcher sich der Nockenradius über den gesamten Winkelbereich von 0 - 3600 ändert,
wird der Drehwinkeldetektor 14 überfliissig. Wenn sich nämlich ein solcher Nockenteil
B mit konstanter Drehzahl dreht, variiert seine Umfangsgeschwindigkeit Vp am Berührungspunkt
P als Funktion der Winkelstellung # des Nockenteils B, wie durch die gestrichelte
Linie in Fig. 12a dargestellt, während der Schwenkwinkel g des Schwenktisches 3
gemäß Fig0 12b als Funktion der Winkelstellung f des Nockenteils B variiert. Der
Schwenkwinkel Q kann mithin über den gesamten Bereich von 0 - 3600 des Drehwinkels
S bestimmt oder gemessen werden, so daß die Drehwinkel0, 1' Ct2 ... #11 gemäß Fig,
12b und 12c ohne Benutzung des Schwenk- bzw, Drehwinkeldetektors 14 durch Messung
der Schwenkwinkel #0, #1, #2 ... #11 des Schwenktisches 3 bestimmt werden können
und die Drehzahl des servomotors 9 auf der Grundlage dieser gemessenen Drehwinkel
#0, #1, #2 ... #11 geregelt werden kann. In diesem Fall wird in der Drehzahl-Führungseinheit
15 eine stufenförmige Spannungswellenform E1, E2 o..o E12 erzeugt, die gemäß Fig.
12c bei den betreffenden Drehwinkeln #1, 2 0.. #11 und 0 geändert wird. Wenn die
Treiberschaltung für den Servomotor 9 mittels dieser stufenförmigen Spannungswellenform
gesteuert wird, wird die gestrichelte Kurve a gemäß Fig. 12a, welche die Umfangsgeschwindigkeit
Vp des Nockenteils B angibt, zur ausgezogen eingezeichneten Kurve b gemäß Fig, 12a
abgeflacht, so daß die Umfangsgeschwindigkeit Vp des Kurventeils B praktisch egalisiert
wird. Es ist zu beachten, daß die gestrichelte Kurve gemäß Fig. 12c eine Änderung
der Drehzahl des Antriebsmotors 9 angibt, Da erfindungsgemäß auf die beschriebene
Weise die Drehzahl des Antriebsmotors entsprechend dem Kurven- oder Nockenprofil
des Nockenteils der zu schleifenden Nockenwelle A variiert
werden
kann, läßt sich die Umfangsgeschwindigkeit des Nockenteils am Berührungspunkt zwischen
ihm und der Schleifscheibe egalisieren bzw, ausgleichen, woraus sich bemerkenswerte
Wirkungen und Vorteile dahingehend ergeben, daß eine Schleifbearbeitung mit hoher
Fertigungspräzision und ohne ungeneigende Abschleifwirkung wirksam oder wirtschaftlich
innerhalb einer kurzen Bearbeitungszeit durchgeführt werden kann.
-
Selbstverständlich sind dem Fachmann verschiedene Änderungen und Abwandlungen
der vorstehend offenbarten Ausführungsformen möglich, ohne daß vom Rahmen der Erfindung
abgewichen wird.
-
L e e r s e i t e