DE2711086A1 - System zur uebertragung von digitaldaten ueber eine leitung - Google Patents
System zur uebertragung von digitaldaten ueber eine leitungInfo
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Description
Fo 10 156 D
SYSTEM ZUR ÜBERTRAGUNG VON DIGITALDATEN ÜBER EINE LEITUNG
Die Erfindung bezieht sich auf ein System zur Übertragung von Digitaldaten über eine Leitung, wobei das System
aus einer Sendestelle mit geeigneter Modulation der Datensignale und aus einer Empfangsstelle mit entsprechender
Demodulation besteht.
Die Erfindung läßt sich insbesondere dann anwenden, wenn über die Leitung wahlweise analoge Signale, z.B. Sprachsignale^
und Digitaldaten zu übertragen sind.
In der Datenübertragungstechnik kann man nach dem Stand der Technik Digitaldaten in sozusagen analoge Form
überführen, indem man sie einer Modulation unterwirft, beispielsweise einer Frequenz-, einer Phasen- oder Amplitudenmodulation.
Dann kam man die Datensignale über ein vorhandenes
Niederfrequenz-Telefonnetz übertragen, wobei jedoch die geringe übertragungsgeschwindigkeit zu beachten ist.
Weiter ist es bekannt, daß manche analogen Übertragungseinrichtungen
Abschnitte besitzen, auf denen die Analogsignale digitalisiert sind. Dies gilt beispielsweise
für PCM übertragungsleitungen.
In bestirnten Fällen wird für die Digitalisierung eines Analogsignals die sogenannte DELTA-Modulation angewandt,
deren bekanntes Prinzip darin besteht, daß das zu
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• A**
verschlüsselnde Analogsignal mit einem Vergleichssignal verglichen wird, und das resultierende Signal periodisch getastet und digitalisiert wird. Das Vergleichssignal wird in einem örtlichen Dekodierer aus der Integration des binären Ausgangssignals gewonnen; die Integration erfolgt entweder mit festem oder mit variablem von der Form des Binärsignals abhängigem Integrationsgrad. Zur Demodulation auf der Empfangsseite wird das Binärsignal einem Dekodierer ähnlich dem örtlichen Dekodierer der Sendeseite zugeführt, auf den ein Tiefpaß- oder Bandpaßfilter folgt.
verschlüsselnde Analogsignal mit einem Vergleichssignal verglichen wird, und das resultierende Signal periodisch getastet und digitalisiert wird. Das Vergleichssignal wird in einem örtlichen Dekodierer aus der Integration des binären Ausgangssignals gewonnen; die Integration erfolgt entweder mit festem oder mit variablem von der Form des Binärsignals abhängigem Integrationsgrad. Zur Demodulation auf der Empfangsseite wird das Binärsignal einem Dekodierer ähnlich dem örtlichen Dekodierer der Sendeseite zugeführt, auf den ein Tiefpaß- oder Bandpaßfilter folgt.
Ziel der Erfindung ist es, ein System zur Übertragung
von Digitaldaten über eine Leitung zu entwerfen, bei dem die Leitung wahlweise für die übertragung analoger und
digitaler Daten verwendbar ist und bei dem die sende- und empfangsseitigen Verarbeitungsmittel für die Digitaldaten
möglichst einfach ausgebildet sind.
Dieses Ziel wird bei einem System zur Übertragung von Digitaldaten über eine Leitung erfindungsgemäß dadurch
erreicht, daß sendeseitig ein Verschlüssler vorgesehen ist, der die Digitaldaten in ein zweiwertiges Signal einer Frequenz
Fc ohne Komponente der Frequenz Null umwandelt, welches einem DELTA-Modulator zugeführt wird, dessen Taktfrequenz Fe
>> Fc ist, wobei das Ausgangssignal dieses Demodulators auf die
Leitung gegeben wird, und daß empfangsseitig zuerst ein DELTA-Modulator
vorgesehen ist, dessen Tastfrequenz Fe1^O Fc ist,
und der ein zweiwertiges Signal liefert, das in einem Entschlüssler mit einer dem Verschlüssler entgegengesetzten
Wirkung wieder in die Digitaldaten umgewandelt wird.
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Grundgedanke der Erfindung ist also, daß die Digitaldaten
in einen zweiwertigen Kode umgewandelt werden, bzw. in diesem Kode bereitgestellt werden, da dieser Kode mit analogen
Mitteln integrierbar ist. Damit wird es möglich, das zweiwertige Signal so zu behandeln, als wäre es durch eine
Überlagerung elementarer Binärzeichen einer höheren Bitfrequenz
entstanden, und man kann die elementaren Binärzeichen in einem DELTA-Entschlüssler so behandeln, als wären sie
die digitale Abbildung eines analogen Signals, das einer DELTA-Modulation unterworfen worden ist. Dieses analoge
Signal wird auf die Leitung übertragen. Auf der Empfangsseite wird dieses Signal einem DELTA-Verschlüssler zugeführt,
der eine binäre DELTA-Sequenz liefert, die dem zweiwertigen Signal auf der Sendeseite entspricht.
Vorzugsweise wird der Integrationsgrad auf der Sendeseite so festgelegt, daß das analoge Signal auf der
Leitung sich im Überlastungsbereich des Modulators befindet, d.h. in der Zone, in der das wiedergewonnene Modulatorsignal
nicht in der Lage ist, das Eingangssignal in seinen steilen Flankenbereichen korrekt wiederzugeben» es ist bekannt, da β
durch diese Betriebsart lange Folgen gleicher Binärzeichen am Ausgang des Modulators entstehen.
Bezüglich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche verwiesen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele
mit Hilfe der Figuren 1 bis 8 näher erläutert
Fig. 1 zeigt schematisch ein erfindungsgemäBes Übertragungssystem.
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Fig. 2 enthält Diagramme zur Funktionsweise des Systems nach Fig. 1.
Fig. 3 bis Fig. 5 zeigen weitere Betriebsdiagramme des Systems nach Fig. 1 in vergrößertem Maßstab.
Fig. 7 enthält Diagramme zur Betriebsweise des Bauelements gemäß Fig. 6.
Fig. 8 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes
System zur wahlweisen übertragung analoger und digitaler Signale.
Mit dem System gemäß Fig. 1 sollen Daten D übertragen werden, die zusammen mit dem zugehörigen Datentakt H
der Frequenz F in Form einer Bitsequenz vorliegen. Sie werden einem Verschlüssler 1 zugeführt, der aus den Daten D ein
zweiwertiges Signal C bildet, das mit einer Frequenz Fc getaktet ist und die Eigenschaft hat, daß keine Gleichspannungskomponente
vorliegt. Derartige zweiwertige Signale liegen beispielsweise beim sogenannten Miller-Kode, der auch
"Delay Modulation" genannt wird, und beim Zweiphasenkode vor.
Nachfolgend wird als Beispiel auf diesen Zweiphasenkode Bezug genommen, der wie üblich durch eine Vorverschlüsselung der
übergänge gebildet wird.
Der Verschlüssler 1 besteht also aus einem solchen Vorverschlüssler 11 und einem Schaltkreis 12 zur Bildung des
Zweiphasenkodes·
Das Signal C wird an einen DELTA-Demodulator 2 der oben angedeuteten Bauart angelegt. Die Tastfrequenz dieses
Demodulators soll wesentlich größer als die Frequenz Fc des
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zweiwertigen Signals C sein. Am Ausgang des Demodulators liegt dann ein analoges Signal X vor, das auf eine Leitung 3 gegeben
wird. Der Demodulator 2 besteht aus einem Integrator 21, dem ein Filter 22 nachgeschaltet ist. Nachstehend wird
das am Ausgang des Integrators 21 verfügbare Signal mit Y bezeichnet.
Die Leitung 3 kann eine einfache Niederfrequenzübertragungsleitung
eines Telefonnetzes sein. Sie kann jedoch auch Frequenzumsetzer und hochfrequente Leitungsteile umfassen,
wenn nur am Leitungsende wieder das originale analoge Signal erstellt wird. Eine einfache Telefonleitung kann dann verwendet
werden, wenn die Daten beispielsweise mit der Frequenz F von 2400 Hz getaktet sind.
Auf der Empfangsseite liegt also ein Signal X* vor, das im wesentlichen dem Signal X entspricht. Dieses Signal
wird einem DELTA-Modulator 4 zugeführt, dessen Tastfrequenz
F'e wiederum wesentlich größer als die Frequenz Fe des zweiwertigen
Signals C gewählt ist; vorzugsweise sind die Tastfrequenzen des Demodulators 2 auf der Sendeseite und des
Modulators 4 auf der Empfangssexte gleich. Der Modulator 4 besteht wie üblich aus einem Vergleichsschaltkreis 41, dem
ein Modulationsschaltkreis 42 nachgeschaltet ist, und der
einen Integrator 43 in der Rückführungsschleife besitzt. Der Integrationsgrad ist so gewählt, daß der Modulator den
Flanken des Signals X1 nicht zu folgen vermag (Überlastung).
Das aus dem Integrator 43 stammende Signal wird nachfolgend ' mit Y* bezeichnet.
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Der DELTA-Modulator 4 liefert ausgangsseitig ein zweiwertiges Signal C der Taktfolge Fe1, das dem zweiwertigen
Signal C entspricht. Ein Entschlüssler 5, der die entgegengesetzte Wirkung des Verschlüsslers 1 besitzt, bildet
wieder eine Bitfolge D1, die der Bitfolge D entspricht.
In bekannter Weise enthält der Entschlüssler 5 einen Schaltkreis zur Wiedergewinnung der Taktfolge H und
einen ZweiphasenentSchlussler 52, gefolgt von einem Schaltkreis
53, der die Wirkung des Schaltkreises 11 wieder aufhebt.
Unter Bezug auf Fig. 2 wird nunmehr die Art des zweiwertigen Signals C näher erläutert. In der Zeile a dieser
Figur ist ein Auszug aus einer Digitaldatenfolge D dargestellt, dessen Taktfolge H der Frequenz F im darunterliegenden
Diagramm b gezeigt ist. Das Diagramm c zeigt das vorverschlüsselte Signal, das G genannt wird und im Übergangs-Vorverschlüssler
11 nach folgendem Gesetz gebildet wurde t Ein Bit "1" der Datenfolge D wird durch einen binären Übergang verschlüsselt,
der am Ende eines binären Taktes auftritt, während ein Bit "O" keinen übergang ergibt. Das Signal C, das im Diagramm d
dargestellt ist, ergibt sich aus dem Signal G durch eine phasenrichtige oder gegenphasige Übertragung der Taktfolge H,
je nachdem, ob das Signal G logisch 1 oder 0 zeigt. Das zweiwertige Signal C besitzt in der Mitte jeder binären Taktpariode
einen übergang und einen weiteren übergang am Ende dieser Periode, für die die Digitaldateninformation 0 war.
Die Frequenz Fc ist in diesem Fall doppelt so groß wie die Frequenz F,und die übergänge des Signals C weisen voneinander
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einen Höchstabstand einer Periode T der Taktfolge H auf.
Figur 3 zeigt zwei Diagramme in vergrößertem Maßstab, und zwar ein Diagramm a mit einem Ausschnitt aus dem
Signal C und ein Diagramm b mit den oben definierten Signalen Y am Ausgang des Integrators 21 und X am Ausgang
des Filters 22. Im Beispiel dieser Figur ist das Verhältnis der Tastfrequenzen Fe des Demodulators 2 und Fc des Verschlüsslers
1 ff = If = 4.
Die elementaren Bits des zweiwertigen Signals D bilden Gruppen aufeinanderfolgender Bits gleichen Binärwerts,
in denen sich nie ein isoliertes Bit des anderen Binärwerts eingeschlossen befindet. Der Demodulator 2 arbeitet also
im Überlastungsbetrieb und die Steigung des Signals Y ist stets absolut gesehen gleich dem Maximalwert,der durch die
Integration im Demodulator festgelegt ist.
Es ist zu beachten, daß die Gruppen von Bits gleichen Werts eine Mächtigkeit von bis zu N = 2 . |-f besitzt. Die
Integrationsbedingungen des Demodulators 2 werden also so festgelegt, daß die Integration derartiger Gruppen insbesondere
ohne Sättigungseffekte bewirkt werden kann. Im gewählten Beispiel ist also N = 8.
Die Figuren 4 und 5 zeigen zwei verschiedene Betriebsfälle des Modulators 4, dessen Tastfrequenz ebenfalls viermal
so groß wie die Frequenz des zweiwertigen Signals C gewählt ist. Das Diagramm a aus Fig. 4 zeigt gestrichelt das Signal X1,
welches dem Signal X aus Fig. 3 gleicht, und außerdem das Signal Y*, das aus dem Integrator 43 stammt. Die Integrationsbedingungen des Modulators sind so festgelegt, daß wieder ein
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Überlastungsbetrieb vorliegt, d.h., daβ während jeder Tastperiode
das Signal Y* um einen geringeren Betrag steigt oder abfällt als notwendig wäre, um das Signal X1 einzuholen. Das
Signal Y1 ist also bei ansteigender Flanke stets kleiner als
das Signal X' und bei abfallenden Flanken stets größer. Das Signal C* am Ausgang des Modulators wird also durch die
Gruppen aufeinanderfolgender Bits gleichen Werts gebildet und gibt genau das Signal C wieder.
Die Bestimmung der Integrationsbedingungen für den Modulator 4, durch die der Überlastungsbetrieb für das Signal
X* erreicht wird, erfolgt in Abhängigkeit der Steigung dieses Signals, Aie wiederum von den Integrationsbedingungen des
Demodulators 2 abhängt.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf diesen Überlastungsitetrieb beschränkt. Fig. 5 zeigt dieselben Signale X* und Y*
für den Fall, daß das Signal Y1 das Signal X* einzuholen vermag.
Jedesmal wenn das Signal Y1 das Signal X' übersteigt, wie beispielsweise
in den Punkten M, N und P, entsteht ein Bit entgegengesetzten Binärwerts innerhalb der Gruppen von Bits 1
bzw. O im Signal C*. Damit weicht das Signal C vom Signal C in einzelnen Bits ab, jedoch können diese Fehler im Entschlüssler
5 dadurch beseitigt werden, daß eine Mehrheitsentscheidungslogik
verwendet wird.
Fig. 6 zeigt eine Ausfuhrungsform dieses Entschlüsslers
5 mit Mehrheitsentscheidungslogik, der wie der Entschlüssler
aus Fig. 1 einen Schaltkreis 51 zur Wiedergewinnung der Taktfolge, einen Schaltkreis 52 zur zweiphasigen Entschlüsslung
und einen Schaltkreis 53, enthält, der die umgekehrte Wirkung
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des Schaltkreises 11 besitzt.
Dem Entschlüssler g"emäß Fig. 6 wird also das Signal
C aus dem DELTA-Modulator 4 zugeführt. In dem Schaltkreis
zur Wiedergewinnung der Taktfolge 51 wird aus diesem Signal auf bekannte Weise die Taktfolge H1 mit der Periode T wiedergewonnen,
die der Taktfolge H entspricht. Andererseits wird das Signal C1 zusammen mit der Taktfolge H1 einem EXKLUSIV-ODER-Tor
521 zugeführt, das ein einfaches Vergleichsmittel zur Entschlüsselung der Phase des Signals C darstellt.
Das Tor 521 liefert ein Signal G", das dem vorverschlüsselten Signal im Verschlüssler 1 auf der Sendeseite, ggfs. mit
gewissen Fehlern aufgrund der Übertragung, entspricht.
Zur Ableitung eines von Fehlern freien Signals G1
wird das Signal G" einer Mehrheitsentscheidungslogik L zugeführt.
Diese Logik besitzt ein UND-Tor 522, das auf einem ersten Eingang das Signal G" und auf einem zweiten Eingang
die Taktfolge F'e erhält. Diese Taktfolge kann beispielsweise durch einen örtlichen Taktgenerator erzeugt werden, der mit
dem Signal C synchronisiert ist.
Die Aus gangs signa le I dieses Tores entsprechen den
Binärinformationen des Signals C1, deren zweiphasige Dekodierung
im Tor 521 eine Information 1 liefert. Die Impulse I werden in einem Zähler 523 gezählt, dessen Kapazität mindestens
gleich der maximalen Impulsanzahl N1 ist, die bei der Frequenz F'e in einer Periode T der Taktfolge H1 enthalten
sind. Der Zähler wird mit jedem Takt der Taktfolge H' auf Null gesetzt und zeigt kurz vor dem Nullsetzen einen Zählwert
an, der der Anzahl der Bits, deren zweiphasige Ent-
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schlüsselring im Tor 521 eine Information 1 ergibt, entspricht.
Das Signal 6' wird aus diesem Zählwert bestimmt : Wenn dieser Zählwert größer oder gleich — ist, d.h. wenn
für eine Periode T mehr Bits 1 als Bits O entschlüsselt worden sind, dann wird endgültig eine 1 für das Signal G1
berücksichtigt. Im entgegengesetzten Fall wird eine O berücksichtigt.
einem Schwellenglied 524 zugeführt, dessen Schwelle bei -r
N+l
(oder ~2~f wenn N ungerade ist) liegt. Das Ergebnis dieses
(oder ~2~f wenn N ungerade ist) liegt. Das Ergebnis dieses
Vergleichs liegt in Form eines logischen Signals vor, das am Ende jeder Periode T abgetastet wird, ehe der Zähler
523 auf Null gesetzt wird. Die Abtastung erfolgt in einem Tor 525, das auch als Kippstufe ausgebildet sein kann.und
von der Taktfolge H' getastet wird.
Wenn eine Phasenverschiebung zwischen den Signalen H* und C* vorliegt, dann können kurze Störimpulse im Signal
G" auftreten. Diese Impulse werden mit Hilfe einer Synchronisationskippstufe
(nicht in der Figur sichtbar) beseitigt, die am Ausgang des Tors 521 angeordnet wird.
Die Datenbitfolge D*, die der ursprünglichen Datenbit
folge D entspricht, wird schließlich in dem Schaltkreis 53 abgeleitet, dessen Wirkung der des Vorverschlüsslers 11
invers ist.
Fig. 7 zeigt die Wirkungsweise des Entschlüsslers gemäß Fig. 6, wobei wieder ^- = 4, d.h. ^- ■ 8 gewählt ist.
Das Diagramm a zeigt die Impulse der Frequenz F1. Das Signal
C ist in Diagramm b und die Taktfolge H' über zwei Perioden T
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hinweg ist im Diagramm c wiedergegeben. Drei Fehler liegen im Signal C1 vor, und zwar El, E2 und E3. Diese Fehler
finden sich unter el, e2 und e3 im Signal G" wieder, das im Diagramm d gezeigt ist. Im Diagramm e sind die Impulse
I am Ausgang des Tores 522 angegeben. Während der ersten dargestellten Periode T liegen nur zwei Impulse I vor, und
zwar an den Stellen der Fehler el und e2. Am Schluß dieser Periode zeigt das Schwellenglied 524 also den Wert O an.
Während der zweiten dargestellten Periode ergeben sich sieben Impulse I, während eigentlich acht impulse vorliegen
müßten. Das Schwellenglied zeigt jedoch trotzdem den Wert 1 an, da seine Schwelle bereits beim fünften Impuls überschritten
war. Das letzte Diagramm f von Fig. 7 zeigt also das korrigierte Signal G*, das natürlich um eine Periode
gegenüber dem Signal G" verschoben ist.
Der Entschlüssler mit Mehrheitsentscheidungslogik L gemäß Fig. 6 vermag also nicht nur Fehler zu korrigieren, die
aus dem Modulator 4 stammen, sondern auch gewisse Fehler, die sich auf dem digitalen Teil des Systems ergeben, z.B. zwischen
dem Verschlüssler 1 und dem Demodulator 2 oder zwischen dem Modulator 4 und dem Entschlüssler 5, falls diese Elemente
räumlich voneinander getrennt sind.
In Fig. 8 ist schematisch ein System gemäß der Erfindung dargestellt, mit dem wahlweise analoge oder digitale
Signale übertragen werden können. Dabei zeigen gleiche Bezugszeichen in dieser Figur und den vorhergehenden Figuren an,
daß es sich um gleichartige Elemente handelt.
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Beispielsweise liegt ein Sprachsignal A und ein binärer DatenfluB O mit einer Taktfrequenz von 24OO Hz vor.
Das Sprachsignal wird einem ersten Eingang Ol und das Datensignal einem zweiten Eingang (* zugeführt. Bei der über tragung
von Sprachsignalen wird an einem Ausgang Ϋ des Systems wieder ein Sprachsignal A1 geliefert, während bei
der Datenübertragung an einem Ausgang O ein Datensignal
D' vorliegt, das dem ursprünglichen Datensignal gleicht.
Das System enthält auf der Sendeseite E einen DELTA-Modulator 6, vorzugsweise mit selbstanpassender Integrationskonstante,
für die Sprachsignale A. Dieser Modulator 6 bildet zusammen mit einem DELTA-Demodulator 20 eine
Modulations-Demodulationskette für das Signal A. Die gemeinsame Tastfrequenz der beiden Elemente 6 und 20 ist beispielsweise
19,2 kHz. Die Datensignale D werden einem Verschlüssler 1 zugeführt, der dem gleichbezeichneten Verschlüssler aus
Fig. 1 entspricht und das zweiwertige Signal C liefert. Bei der Datenübertragung dient der Demodulator 20 demselben Zweck
wie der Demodulator 2 aus Fig. 1. Er liefert ein analoges Signal Z, das also je nach Betriebsweise ein Sprachsignal
oder Dateninformationen enthält. Im ersteren Fall heißt das
Signal Zl, im zweiten Z2. In beiden Fällen liegt das Signal Z im üblichen Niederfreguenztelefonband.
Am Empfangsende der Leitung 30 liegt am Empfangsteil R ein Signal Z' vor, das dem Signal Z gleicht. Dieses Signal
wird einem DELTA-Modulator 40 zugeführt, dessen Tastfrequenz beispielsweise auch 19,2 kHz beträgt, und der vorzugsweise
zwei wählbare Betriebsarten besitzt. Gemäß der ersten Betriebs-
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art wird der Integrationsgrad der Form des Sprachsignals Z1I angepaßt. Diese Betriebsart ist vorzugsweise dieselbe
wie die des DELTA-Modulators 6 für die Sprachsignale auf der Sendeseite. In der zweiten Betriebsart ist der Integrationsgrad
so festgelegt, daß bei der übertragung von Daten das Signal Z'2 eine Überlastung der oben erläuterten Art
erzeugt.
Ein Diskriminationsschaltkreis 8 unterscheidet
zwischen den Signalen Z1I und Z12 und liefert das Unterscheidungsergebnis
in Form eines logischen Signals U an einen Steuereingang des DELTA-Modulators 40, um die jeweilige
Betriebsart festzulegen. Der Schaltkreis 8 kann beispielsweise so aufgebaut sein wie in der FR-OS 75 25 421 beschrieben,
wobei die Unterscheidung aufgrund einer Messung der mittleren Signalenergie über ein kurzes Zeitintervall hinweg erfolgt.
Die beiden Betriebsarten des Modulators 40 lassen sich beispielsweise dadurch erreichen, daß dem eigentlichen
Modulator ein Schaltkreis Mit variablem Verstärkungsgrad
vorgeschaltet wird, der das Signal Z* mit einem Verstärkungsgrad 1 weiterleitet, wenn der Schaltkreis 8 ein Sprachsignal
ermittelt hat, und mit einem Verstärkungsgrad > 1, wenn der Schaltkreis 8 eine Datenübertragung ermittelt hat, so daß
in diesem letzteren Fall die Signalamplitude am Eingang des Modulators in den Überlastungsbereich gelangt.
Der Modulator 40, der bei der Datenübertragung dieselbe Rolle wie der Modulator 4 aus Fig. 1 spielt, ist über
eine Leitung 1' an den Eingang eines DELTA-Demodulators 9
und gleichzeitig an den Eingang eines Dekodierers 5 angeschlossen.
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Der DELTA-Demodulator 9 bildet bei der Sprachübertragung mit
dem Modulator 4O eine Modulations-Demodulationskette für das Signal Z'l. Am Ausgang dieser Kette liegt das Signal A1 vor,
das sowohl dem Signal Z* als auch dem Signal A gleicht.
Es genügt also, einen Umschalter 7 auf der Sendeseite entsprechend einzustellen und das System ist bereit,
analoge oder digitale Signale zu übertragen.
Die Erfindung ist nicht auf das im einzelnen daraestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt. Dies gilt insbesondere, wie bereits erwähnt,für die Wahl des Zweiphasenkodes,
der durch jeden anderen in einem DELTA-Demodulator integrierbaren Kode ersetzt werden kann. Auch kann nur eine Betriebsart
für den DELTA-Modulator auf der Empfangsseite vorgesehen
sein, oder aber die beiden Betriebsarten können sich durch eine Beeinflussung des Integrationsgrades des Modulators
selbst ergeben. Man kann im übrigen auch den DELTA-Demodulator auf der Sendeseite mit zwei Betriebsarten betreiben.
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Claims (1)
- FO 10 156 D
FQBCOMPAGNIE INDUSTRIELLE DES TELECOMMUNICATIONSCIT-ALCATEL S.A. 12, rue de la Baume, 75OO8 PARIS, FrankreichPATENTANSPRÜCHEil /■ System zur Übertragung von Digitaldaten über eine Leitung, dadurch gekennzeichnet,1 daß sendeseitig ein Verschlüssler (1) vorgesehen ist, der die Digitaldaten (D) in ein zweiwertiges Signal (C) einer Frequenz Fc ohne Komponente der Frequenz Null umwandelt, welches einem DELTA*Demodulator (2) zugeführt wird, dessen Tastfrequenz Fe sehr groß gegenüber der Frequenz Fc des zweiwertigen Signals (C) ist, wobei das Ausgangssignal dieses Demodulators auf die Leitung (3) gegeben wird, und daß empfangsseitig zuerst ein DELTA-Modulator (4) vorgesehen ist, dessen Tastfrequenz F·1 sehr groß gegenüber der Frequenz Fc des zweiwertigen Signals (C) ist, und der ein zweiwertiges Signal (C) liefert, das in einem Entschlüssler (5) mit einer dem Verschlüssler (1) entgegengesetzten Wirkung wieder in die Digitaldaten umgewandelt wird.2 - System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Taktfrequenz Fc des zweiwertigen Signals (C) gleich der Taktfrequenz der Digitaldaten ist,709838/0856ORIGINAL INSPECTEDund daß der Entschlüssler (5) einen Schaltkreis (51) zur Wiedergewinnung der Taktfrequenz aus dem vom DELTA-Modulator (4) kommenden zweiwertigen Signal (C) besitzt.3 - System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Entschlüssler (5) außerdem Mittel (521) zum Vergleich der Amplituden des zweiwertigen Signals (C1) und des wiedergewonnenen Taktsignals (H1) besitzt, denen eine Mehrheitsentscheidungslogik (L) nachgeordnet ist.4 - System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrheitsentscheidungslogik aus einem Tor (522), das die Ausgangssignale der Vergleichsmittel (521) und eine Taktfolge der Tastfrequenz Fe' empfängt, aus einem diesem nachgeschalteten Zähler (523), der von der wiedergewonnenen Taktfolge (H') rückgestorllt wird, aus einem Schwellenglied (524) und aus einem diesem nachgeschalteten, von dem wiedergewonnenen Takt (H*) getasteten Tor (525) besteht, wobei das Schwellenglied (524) an das Tor (525) dann ein Signal abgibt, wenn der Zähler (523) eine gegebene Zählschwelle überschreitet.5 - System nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlüssler (1) zweistufig aufgebaut ist und einen ersten Schaltkreis besitzt, der eine Übergangs-Vorverschlüsselung durchführt, und daß der Entschlüssler einen Schaltkreis mit entgegengesetzter Wirkung besitzt.709838/0856 ./.6 - System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastfrequenzen (Fe und Fe*) des Demodulators und des Modulators einander gleich sind.7 - System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der DELTA-Modulator (4) so eingestellt ist, daß das von der Leitung kommende Analogsignal steilere Flanken hat,als daß der Modulator folgen könnte.8 - System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit ihmwahlweise Digitaldaten und analoge Signale übertragen werden, im letzteren Fallwobei fstatt des Verschlüsslers (1) ein weiterer DELTA-Modulator (6) und statt des Entschlüsslers (5) ein weiterer DELTA-Demodulator (9) durchlaufen wird.9 - System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daβ der empfangsseitige DELTA-Modulator (40) zwei wählbare, auf die Behandlung der beiden Signalarten abgestimmte Betriebsweisen besitzt, und daß ein Diskriminator (8) zur Unterscheidung zwischen Sprachsignalen und Datensignalen die von der Leitung (30) kommenden Signale untersucht und für die Einschaltung der jeweils abgestimmten Betriebsweise des Modulators (4O) sorgt.10 - System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Betriebsweisen des Modulators (4O) sich durch den Verstärkungsgrad des Modulators unterscheiden.χ χ709830/0056
Applications Claiming Priority (1)
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| FR7608052A FR2345019A1 (fr) | 1976-03-19 | 1976-03-19 | Dispositif de transmission de donnees et application a la transmission de signaux analogiques et de donnees dans un reseau avec modulation delta |
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