DE2708941A1 - Druckuntersetzer fuer druckmittelbetaetigbare kraftfahrzeug-bremsanlagen - Google Patents
Druckuntersetzer fuer druckmittelbetaetigbare kraftfahrzeug-bremsanlagenInfo
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Description
Graubremse GmbH, 69OO Heidelberg, Eppelheimer Str. 76
Druckuntersetzer für druckmittelbetätigbare Kraftfahrzeug-Bremsanlagen
Die Erfindung betrifft einen Druckuntersetzer für druckmittelbetätigbare
Kraftfahrzeug-Bremsanlagen, mit einem auf einer seiner Teilflächen vom Steuerdruck beaufschlagbaren
Differentialkolben und einem auf der anderen Seite des Differentialkolbens vorgesehenen Wiegeraum sowie mit
einem eine Eingangskammer und eine Ausgangskammer aufweisenden Überströmventil, welches auf einer einstellbaren
Feder abgestützt ist und auf seiner Rückseite eine vom übergeströmten Druckmittel beaufschlagten Teilwirkfläche
aufweist.
Ein derartiger Druckuntersetzer ist aus der DT-AS 1 68O O87
bekanntgeworden. Dort ist das Überströmventil in eine Umgehungsleitung eingeschaltet, die an den eingesteuerten
Druck angeschlossen ist und zu der zweiten Teilwirkfläche auf der angeströmten Seite des Differentialkolbens
führt. Der Differentialkolben weist im übrigen auf seiner
anderen Seite nur eine einzige Wirkfläche auf, die von
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der Brems- und Wiegekammer· begreift ist, so daß der
ausgesteuerte Druck gegen dieae l/irkfläche wirkt. Mit diesem Druckuntersetzer ergibt sich eine Kennlinie,
die einen unteren und einen oberen Druckbereich unterscheiden läßt. Im unteren Druckbereich findet eine
Druckuntersetzung statt. Im oberen Druckbereich ist diese Druckuntersetzung unterdrückt.
Auch die DT-PS 1 2?1 584 zeigt einen Druckuntersetzer
in der Ausbildung als automatisch-lastabhängiger Bremskraftregler.
Ventile diener Bauart haben über den gesamten Druckbereich - bezogen auf eine bestimmte mechanische
Stellung - eine konstante Untersetzung. Über die mechanische Ansteuerung ist die Wirkfläche des
Differentialkolbens veränderbar. Auch hier ist die Bremskammer und die Viiegekammer als eine identische
Kammer ausgebildet.
Ein weiterer Untersetzer in der Ausbildung als automutisch-lastabhängiger
Bremskraftregler ist aus dem DBGM 6 602 230 bekannt, wobei hier die von dem ausgesteuerten
Druck in der Bremskammer beaufschlagte V.'irkflache nicht veränderbar ausgebildet ist. Dieser
Druckuntersetzer besitzt jedoch bereits einen unteren und einen oberen Druckbereich. Im unteren Druckbereich
wird eine Untersetzung von 1 : 1 durchgeführt. Im oberen Druckbereich ist die Untersetzung kleiner. Der
Übergang von dem unteren in den oberen Druckbereich ist
einstellbar. Trotzdem ergibt sich ein Kennlinienbündel mit gleicher Steigung. Dabei treten im Übergangsbereich
relativ hohe Abweichungen von der Endübersetzung auf, die in mancher Hinsicht nachteilig sind.
Die US-PS 2 980 469 zeigt ein Anhängerbremsventil mit
einem Überströmventil, welches in eine Umgehungslei-
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tung auf der Rückseite des Gteuerkolbens eingeschaltet
lr,t. Mit diesem Anhängerbremsventil ist jedoch eine
Druckuntersetzung nicht erreichbar. Ks werden zwei
Druckbereiche geschaffen. In dem unteren Druckbereich
findet eine Druckübersetzung statt. Im oberen Druckbereich
ergibt sich eine Druckiibersetzung von 1:1. Der
dort eingesetzte Cteuerkolben wird nicht als Differentialkolben
verstanden. Er besitzt zwar eine Wiegekammer, aber keine Brennkammer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Druckuntersetzer der eLngangs beschriebenen Art so auszubilden,
daß sich die in den Pig. I und 2 dargestellten Kennlinien erreichen lassen. Dies bedeutet, daß in einem unteren
Druckbereich die Druckminderung relativ klein gegenüber der maximalen Druckminderung sein soll. In dem anschließenden
oberen Druckbereich soll das Druckverhältnis des ausgesteuerten Druckes zum Steuerdruck kontinuierlich abnehmen.
Dabei soll der Übergang zwischen den beiden Druckbereichen einstellbar sein. Weiterhin soll im oberen Druckbereich
die Steigung der Kennlinie frei festgelegt werden können.
Erfindungsgemäß wird diet, bei dem Druckuntersetzer der
eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, daß der Wiegeraum gegenüber der Bremskammer· abgedichtet ist, die
Brennkammer mit der Eingangskammer des Überströmventils
und die Ausgangskammer des Überströmventils mit dem Wiegeraum
in Verbindung steht. Damit v.ird im unteren Druckbereich ein relativ hoher ausgesteuerter Druck erreicht,
der zur Überwindung von Ansprechstufen nachgeschalteter Geräte in der Bremsanlage nutzlich ist. Insbesondere
im Über^angübereicui werden jedoch Überbremsungen vermieden.
Der Übergangübereich ist durch die einstellbare
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Feder des Überströmventils einstellbar, so daß die
Möglichkeit gegeben iüt, diesen Übergangebereich relativ
niedrig anzusetzen. Durch Wahl der Größe der Teilwirkfläche,
die dem ausgesteuert en Druck in der Bremskanitner
zugeordnet let, besteht die Möglichkeit, selbst im unteren Druckbereich eine Untersetzung kleiner als
1:1 vorzusehen. ,.
Durch die den Wiegerautn gegenüber der Brems kammer trennende
Dichtung sind an der anderen Seite dec Differentialkolbens
zwei Tel!wirkflächen gebildet, die von in der
Regel unterschiedlichen Drücken beaufschlagt sind. Damit erfährt der Differentialkolben auf einer Teilwirkfläche
einen untersetzten Druck, der auf jeder. Fall kleiner ist als der ausgesteuerte Druck in der Bremskammer.
Im Grenzfall, d.h. der Offenstellung des Überströmventils, sind diese beiden Drücke gleich.
Die Erfindung läßt sich sowohl bei einem durchsteuernden Ventil, als auch bei einem Ventil nach Relaisbauart
anwenden. Bei einem durchsteuernden Ventil lot zwecks Erreichung einer Untersetzung von 1 : 1 im unteren Druckbereich
die vom Steuerdruck auf der einen Seite des Differentialkolbens beaufschlagte Teilwirkfläche größer
oder gleich der vom ausgesteuerten Druck der Bremskammer beaufschlagten Teilwirkfläche am Differentialkolben. Bei
einem Ventil nach Relaisbauart hingegen müssen die Teilwirkflächen zur Erreichung des gleichen Zweckes gleichgroß
sein· Wird jedoch eine Untersetzung im unteren Druckbereich, die kleiner als 1 : 1 ist, erreicht, dann ist die
vom Steuerdruck auf der einen Seite des Differentialkolbens beaufschlagte Teilwirkfläche kleiner als die
vom ausgesteuerten Druck der Bremskammer beaufschlagte Teilwirkfläche am Differentialkolben. Dies gilt für
durchsteuernde Ventile und für Ventile nach Relaisbauart.
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Die ν;Ριτ, WiG^eraum zugeordnete reilv.irkfläche am O
reuti alkolben kann veränderlich ausgebildet ceir». Damit
ergibt sich ein einstellbarer Druckunteroetzer. Ist die
feilwi :v; fläche v.'ährend de«, Betrieben in Abhängigkeit vom
Deladungszuctand de.·.; Fahrzeuge.; verstellbar ausgebildet,
dann ergibt r;ich die Möglichkeit ei ne^ automati.r;ch-lastabhängi
gen Bremskraft-reg] ers .
'Ie v?rn übergeströmten Druckmittel lieaufrchlagte TeIl-
\.l rkfl "ahe deu ''bei-ütrömveiitila i.-t kleiner alü die 3itzn:ohe
des; Überströmventils ausgebildet, damit mit
v.\ο ο ho end em Druck der Druckunterschied bis zur Offenste!]
unr- abnimmt. Das Überströmventil i:3t mit einein
Riicknch] agventil versehen, um die beaufschlagte Teilvdrl.flüche
an dem Differ*entialkolben wieder zu entlüften.
Der Krfindungcgedanke ist anhand einiger bevorzugter
Ausführungsbeispiele dargestellt und im folgenden weiterhin beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein Diagramm des ausgesteuerten Drucket;
über dem eingeateuerten Druck in Abhängigkeit
von der einstellbaren Federkraft an dem Überströmventil,
Fig. 2 ein ähnliches Diagramm mit der Möglichkeit der Veränderung der Steigung der Kennlinien
im oberen Druckbereich,
Fig. 3 ein ähnliches Diagramm in Abhängigkeit von der Größe der Wiegefläche an dem
Differentialkolben,
Fig. 4 ein weiteres Diagramm mit der Möglichkeit der Druckuntersetzung kleiner als 1 : 1
in dem unteren Druckbereich,
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Pig. 5 einen Querschnitt durch den Druckübersetzer
mit Überströmventil,
Flg. 6 einen entsprechenden Druckübersetzer in
Relaisbauart und
Flg. 7 einen Druckuntersetzei· als automatisch-! actabhängiger
Bremakraftregler.
In den Pig. 1 bis 4 sind Diagramme dargestellt. Auf der
Abszisse ist der Steuerdruck P. aufgetragen, wie er auf der einen Seite des Differentialkolbens auf eine Teilwirkfläche
geleitet werden kann. Auf der Ordinate ist der ausgesteuerte Druck Pp aufgetragen, und zwar der
Druck, der in der Bremskammer wirkt und somit auch zu den Bremszylindern geführt viird. In allen vier Diagrammen
ist die 45°-Iiinie eingezeichnet, die einem Untersetzungsverhältnis
von 1:1 entspricht. Es ist zunächst ersichtlich, daß in keinem der Diagramme diese Linie
überschritten wird. Eine Übersetzung findet damit nicht statt.
In Pig. 1 ist der Kennlinienverlauf dargestellt, der sich für ein bestimmtes geometrisch festgelegtem Überströmventil
mit einer Sitzfläche P0 und einer bestimmten
festgelegten Teilv/irkflache ÄFK ergibt. Das Verhältnis
dieser beiden Wirkflächen stellt eine Konstante dar, wobei es sich versteht, daß die Teilwirkfläche auf der
RUckseite kleiner als die Sitzfläche P0 ist, so daß diese
Konstante kleiner als 1 1st. Das Diagramm ist nunmehr mit den Kennlinien für verschiedene Federkräfte K1, K2 und
K- dargestellt. Die Federkraft an dem Überströmventil iüt
einstellbar. Je nach der Einstellung dieser Federkraft verschiebt sieh der Übergang zwischen dem unteren Druclc-
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be ι-« ich mit tier Untersetzung von 1 : 1 und dem o Le re n
Druckbereich mit :1er kleineren Untersetzung. Gleichzeitig
vird damit auvh ;He Knduntersetzung einj-eotellt bzw.
verstellt.
Pig. 2 zeigt ein Diagramm für eine '.coin;tante Federkraft
K, jedoch mit unterschiedlichen Fläehenverhältnissen. Durch
die konstante Federkraft K liegt der i.berganga-punkt zwisclien
dem untere:, und oberen Druckbereich fest, über die
Wahl verschiedener Flächenverhältnisse kann die Steigung der Kennlinie irr. zweiten Druckbereich gewühlt werden und
damit der Verlauf der Untersetzung in diesem zweiten Druckbereich. Je kleiner das Verhältnis der Teilwirkflache auf
der Rückseite zu der Sitzfläche ist, desto flacher verläuft
die Kennlinie.
Kr- versteht sich, daß die Diagramme der Fig. 1 und 2 nur
der' Übersichtlichkeit wegen getrennt gezeichnet worden sind.
Pig· J5 ßilt für einen automatisch-lastabhängigen Bremskraftregler
oder einen einstellbaren Druckübersetzer. Selbstverständlich sind auch hier die Einflußgrößen aus
den Fig. 1 und 2 gegeben. Zusätzlich findet bezüglich der Kennlinien noch eine überlagerung durch die äußere Einflußgröße
in Abhängigkeit vom Beladungszustand statt.
Mit m ist das Massenverhältnis des Fahrzeuges in leerem zum beladenen Zustand bezeichnet.
Die in Fig. 4 dargestellte Kennlinie soll verdeutlichen,
daß im unteren Druckbereich auch die Möglichkeit besteht, eine kleinere Untersetzung als 1 : 1 zu erreichen, um
auf jeden Fall Überbremsungen zu vermeiden. Hierzu muß die Teilwirkfläche ;->, die vom Steuerdruck auf der Eingangs
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r.eite aec Differeritialkolbexiü beaufschlagt v.ird, kleiner
sein alo die Teilwirkfläche B, die auf der Auägangsseito
des Differentialkolbens vom Druck in der Brennkammer
beaufschlagt v.ird. Diese Teilwirkfläche D muß konstruktiv entsprechend gev/ühlt v/erden. Das Diagramm
gilt wiederum für eine konstant eingestellte Federkraft am Überströmventil und ein konstantes Fl ücheiiverhälttiic am
Ventilkörper dea Überströmventils.
Dex' in Fig. 5 dargestellte Druckübersetzer 1 besitzt
ein Gehäuse L:, in welchem der Differentialkclbeu J dichtend
gelagert und gefüiirt ist. Ea handelt sich um einer.
Druckübersetzer 1 in durehcteuernder Bauart, über din
Leitung 4 wird der Steuerdruck an den Druckun-erae^r.er
1 herangeführt, der in den Raum 5 auf der Ringtau^iöeLte
gelangt.
Durch die Ausbildung des Differentialkolbenc und die Anordnung
der Dichtung 6 wex-den eingangsseitig am Differcntialkolben
3 zv;ei Teilwirkflächen gebildet, und zuar
die eine Teilv.i rief lache M, die hier eine Kreisfläche i^t
und eingangssei tig über den Raum 5 vom Steuerdruck beaufschlagt
v.ird. Die zweite Teilwirkflache 7, die eingangaseitig,
also auf der einen Seite äes Differentialkolberiü
3 angeordnet ist, ist eine Kreisringfläche, auf die über
die Bohrung 8 Atmosnhärendruck einwirkt.
Auf der anderen Seite des Differentialkolbens 3 sind
ebenfalls zwei Tellv/irkflächen vorgesehen bzv,. gebildet,
die durch die Dichtung 9 voneinander getrennt sind. Über die Bremskammer 10 wird die Teilwirkfläche B beaufschlagt,
und zwar vom ausgesteuerten Druck, der auch in
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der Brennkammer 11 über die Leitungen 12 und 13 wirksam
wird. Die zv/eite Teilwirkfläche 14 auf der anderen Seite bzv/. Rückseite des Differentialkolbens 3
grenzt den Wiegeraum 15 ein, der mit der Bremskammer
10 nicht in Verbindung steht bzw. über die Dichtung 9 abgeteilt ist.
In dem Differentialkolben 3 ist der Doppelventilkörper
16 aufgehängt, was üblicherweise mit einer hier nicht dargestellten Feder geschieht. Mit einem nach innen eingezogenen
Rand 17 an dem Differentialkolben 3 wird das Einlaßventil 16, 17 gebildet. Mit dem gehäuseseitigen
Auslaßsitz 18 wird das Auslaßventil 16, 18 gebildet. Die Entlüftungsbohrung 20 führt zur Atmosphäre.
Das Überströmventil 21, welches hier in getrennter Bauart
r.u dem Druckuntersetzer 1 dargestellt ist, kann selbstverständlich auch integriert sein, wie dies die
Fig. 6 und 7 zeigen. Das Überströmventil 21 besitzt ein Gehäuse 22, in welchem der Ventilkürper 23 mit Hilfe
der Dichtung 24 dichtend geführt ist. Der Ventilkörper
23 ist über die Feder 25, deren Kraft K über die Stellschraube 26 einstellbar ist, gehäuseseitig abgestützt.
Der Ventilkörper23 arbeitet mit einem gehäuseseitigen
Sitz 27 zusammen, der die Sitzfläche F„ und die Eingangs-
kammer 28 einschließt. Die Eingangskammer steht über die Leitungen 29 und 12 mit der Bremskammer 10 des Druckunterset
zers 1 in Verbindung. Auf der Rückseite, d.h. der vom übergeströmten Druckmittel beaufschlagten Seite, des
Ventilkörpers 23 ist durch die Dichtung 24 die Teilwirkfläche Ap,, gebildet. Auf diese Teilwirkfläche Af„ wirkt
der Druck in der Ausgangskammer 30 des Überströmventils 21,
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die Über die Leitung 31 mit dem Wiegeraum 15 des Druckuntersetzers
1 verbunden ist. Zum Zwecke der Entlüftung des Wiegeraumes
15 besitzt der Ventilkörper 23 des Überströmventils «ine Bohrung 32, die durch die Gummlplatte 33 an dem Ventilkörper
23 nach Art eines in Richtung auf die Eingangskammer
28 öffnenden Rückschlagventils ausgebildet ist. Die durch die Dichtung 24 eingeschlossene kreisförmige Teilwirkfläche
In dem Federraum 34 sieht über die Bohrung 35 mit der Atmosphäre
in Verbindung.
Die Wirkungswelse des Druckuntersetzers gemäß Flg. 5 entspricht
den Diagrammen der Pig. 1 und 2. In der dargestellten Ausgangsstellung ist das Einlaßventil 16, 17 des Druckuntersetzers
1 geschlossen, während das Auslaßventil 16, 18 geöffnet ist, so daß der Bremszylinder 11 entlüftet ist und
auch sonst Atmosphärendruck herrscht. Bei einer Bremsung wird Steuerluft über die Leitung 4 in den Raum 5 des Druckuntersetzers
1 geschickt, der sich auf die Teilwirkfläche 5 auswirkt. Hierdurch bewegt sich der Differentialkolben 3
nach unten, so daß das Auslaßventil 16, 18 geschlossen und das Einlaßventil l6, 17 geöffnet wird. Die Druckluft strömt
Über das geöffnete Einlaßventil 16, 17 in die Bremskammer und von dort über die Leitungen 12 und 13 in den Bremszylinder
11, wo die Bremsung ausgelöst wird. Es 1st ersichtlich,
daß die Dichtungen 6 und 9 auf identischem Durchmesser liegen, so daß die Teilwirkflächen S und B gleichgroß ausgebildet
sind. Demzufolge wird in diesem unteren Druckbereich
eine Übersetzung von 1:1 erreicht, was dem Kurvenanteil der 45°wLinie in den Fig. 1 und 2 entspricht. Der über die
Bremskamner 10 ausgesteuerte Druck gelangt zwar auch über die Leitung 29 in die Eingangskammer 28. Solange jedoch die
Kraft der Feder 25 von diesem Druck über die Sitzfläche Fg
noch nicht überwunden ist, bleibt das Überströmventil 21
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geschlossen, so daß sich im Wiegeraum 15 der Druck der
Brennkammer 10 noch nicht auswirken kann. Erst wenn eingangsseitig
am Überströmventil 21 durch steigenden Druck
die Kraft K der Feder 25 erreicht wird, was dem Abknickpunkt
an der 45°-Linie entspricht, öffnet das Einlaßventil 23, 27 des Überströmventils 21, so daß über die Ausgangskammer
und die Leitung 31 ein untersetzter Druck in den Wiegeraum 15 und damit auf die Teilwirkfläche 14 des
Differentialkolbens 3 geschickt wird. Zu diesem Zeitpunkt ist der obere Druckbereich erreicht. Der Druckuntersetzer
1 bewegt sich in eine Abschlußstellung, in welcher sowohl das Einlaßventil 16, 17 als auch das Auslaßventil 16, 18
geschlossen sind. Die Druckuntersetzung entspricht den flacheren Kurvenabschnitten in den Pig. 1 und 2.
Bei Beendigung der Bremsung wird die Leitung 4 an die Atmosphäre
angeschlossen, so daß am Differentialkolben 3 das Gleichgewicht der Kräfte gestört wird. Hierdurch öffnet
das Auslaßventil 16, 18, so daß der Bremszylinder 13 entlüftet wird. Gleichzeitig wird auch die Eingangskammer 28,
die Ausgangskammer 30 und auch damit der Wiegeraum 15 entlüftet.
Nach dem Schließen des Einlaßventils 23, 27 erfolgt die weitere Entlüftung des Wiegeraumes 15 bis auf Atmosphärendruck
über das Rückschlagventil 32, 33.
An dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 in Verbindung mit
den Fig. 1 und 2 ist ersichtlich, daß durch Verstellung der Kraft K der Feder 25 einmal die Lage des Abknickpunktes
in Fig. 1 verändert werden kann. Durch die konstruktive Wahl den Flächenverhältnisses der Teilwirkfläche Δρκ
zu der Sitzfläche Fn kann die Neigung der Geraden im zweiten
Druckbereich gemäß Fig. 2 gewählt werden.
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Das Ausführungsbeispiel der Pig. 6 zeigt einen Druckuntersetzer in Relaisbauart, bei dem die gleichen bzw. funktionsgleichen
entsprechenden Teile analog Fig. 5 bezeichnet sind. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel nach Pig. 5 ist
hier nur au beachten, daß über die Leitung 4 der Steuerdruck
einwirkt, der hier nicht durchgesteuert wird. An dem Einlaßventil 16, 17 steht in dem Raum J>6 Druckluft aus einem Druckluftvorrat
an. Die Heranführung der Druckluft an diesen Raum 36 ist nicht dargestellt und wird in bekannter Weise realisiert.
Der Ventilkörper 16 ist hier in etwas anderer Weise über die Feder 19 gehäuseseitig abgestützt.
Ansonsten fällt auf, daß die Teilwirkfläche B, die vom ausgesteuerten
Druck in der Bremskammer 10 beaufschlagt wird, größer ausgebildet ist als die Teilwirkfläche S auf der Eingangsseite
des Differentialkolbens 3· Hieraus resultiert eine Druckuntersetzung im unteren Druckbereich entsprechend dem
gegebenen Flächenverhältnis. Es ergibt sich also die in Pig. dargestellte Wirkungsweise. Als zusätzliche Besonderheit ergibt
sich hier, daß die Teilwirkflache Δρκ , die vom übergeströmten
Druck an dem Ventilkörper 23 des Überströmventils 21 beaufschlagt wird, auf der anderen Seite des Ventilkörpers
angeordnet ist, also ein negatives Vorzeichen trägt. Ansonsten ist auch die Wirkungsweise analog.
Das Ausführungsbeispiel der Pig. 7 zeigt nun einen Druckuntersetzer
in der Ausbildung als automatisch-lastäbhängiger Bremskraftregler,
der in bekannter Weise über einen nur teilweise dargestellten Trieb beaufschlagt bzw. während der Fahrt eingestellt
wird. Eingestellt wird in bekannter Weise über diesen Trieb die Höhe des Auslaßventiles 16, 18, d.h. seine relative
Lage zu dem Einlaßventil 16, 17. Auch bei diesem Ausführungs-
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beisDiel ist die Brennkammer 10 von dem Wiegeraum I5
durch die Dichtung 9 getrennt. Der Wiegeraum 15 kann nur über das Überströmventil 21 beaufschlagt v/erden.
Da die Durchmesser der Dichtungen 6 und 9 gleichgroß sind, ergibt sich auch hier im unteren Druckbereich
eine Übersetzung von 1 : 1. Im oberen Druckbereich findet eine Druckuntersetzung statt, und zwar gemäß den Linien in Fig. 3, d.h. in Abhängigkeit von dem Beladungszustand des Fahrzeuges.
eine Übersetzung von 1 : 1. Im oberen Druckbereich findet eine Druckuntersetzung statt, und zwar gemäß den Linien in Fig. 3, d.h. in Abhängigkeit von dem Beladungszustand des Fahrzeuges.
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L e e r s e i t e
Claims (1)
- a t e Ii t a η s ο r ü c h e1.1 Druckuntersetzer für druckmittelbetMtigbarc Kraftfa Bj/emsanlagen, mit einem auf einer meiner Teil'.-i rief lachen vom Steuerdruck beaufschlagten Differentialkolben und einem auf der anderen oeite des Diffei-entialkolberu-» vorgesehene:. Viiegeraum sowie mit einem eine liingangskammer und eine Ausgangskammer aufweisenden Überströmventil, welchem auf einer ein^ stellbaren Feder abgestützt ist und auf seiner Rückseite ?ine vom übergeströmten Druckmittel beaufschlagte Teilwirkfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Wiegeraum (15) gegenüber der Brennkammer (10) abgedichtet ist, die Brennkammer (10) mit der Eingangskammer (28) des Überströmventils (21) und die Ausgangskatmner (30) des Überströmventils (21) mit dein V/iegeraum (15) in Verbindung steht.2. Drucktinte rsetzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die den Wiegeraum (15) gegenüber der Bremskammer (10) trennende Dichtung (9) an der anderen Seite des Differentialkolbens (]3) zwei Teilv.irkflächei. (B, 14) gebildet sind.J5. Druckuntersetzer nach Ansr>ruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem durchsteuernden Ventil die vom Steuerdruck auf der einen Seite des Differentialkolbens (j5) beaufschlagte Teilwirkfläche (s) größer oder gleich der vom ausgesteuerten Druck der Bremskammer (10) beaufschlagten Teilwirkfläche (B) am Differentialkolben (3) ist.809836/0131 ORiriKIA1ORIGINAL INSPECTED4. Druckuntersetzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge k e η η ζ e I c h η e t, daß bei einem durchcteuernden Ventil oder einem Ventil nach Relaisbauart zwecks Erreichung einer Untersetzung im unterer! Druckbereich, die kleiner als 1 : 1 ist, die vom Steuerdruck auf der einen Seite des DifferentialkclbeiiK (j5) beaufschlagte Teilwirkfläche (C) kleiner als die vom ausgesteuerten Druck der Brernskammer (10) beaufschlagten Teilwirkfläche (B) am Differentialkolben ii;t.5. Druckübersetzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Ventil nach Relaisbauart die vom Steuerdruck auf der einen Seite des Differentialkolbens (^) beaufschlagte Teilwirkfläche (s) gleich der vom ausgesteuerten Druck der Bremskammer (10) beaufschlagten Teilv/irkfläche (B) am Differentialkolben (j5) ist.6. Druckuntersetzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichne t, daß die dem Wiegeraum (15) zugeordnete Teilwirkfläche (l4) an dem Differentialkolben veränderlich ist.7. Druckuntersetzer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilwirkfläche (l4) während des Betriebes in Abhängigkeit vom Beladungszustand des Fahrzeuges verstellbar ist.8. Druckuntersetzer nach Anspruch 1 oder mehreren der vorangehenden Ansprüche 1 bis 7> dadurch gekennzeichnet, daß die vom übergeströmten Druckmittel beaufschlagte Teilv.irkflache ( Fv) des Überströmventils(1) kleiner als die Sitzfläche Pc, des Überströmventils (21) ist,80983 Π/01312VÜ894I9· Druckuntersetser nach Anspruch 8, Λ a d υ r c h ij eken η zeichnet, daß das Überströmventil (21) mit einer. Rückschlagventil (}2, 33) verseilen iotÜ09Ö3Ü/0131
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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