DE2706017A1 - Filterelement - Google Patents
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Description
Dr.-lng. Reimar König . D:pl.-lng. Klaus Bergen
11. Februar 1977 31 101 B
Ultrafilter GmbH, Heinrich-Heine-Allee 3, 4000 Düsseldorf
"Filterelement"
Die Erfindung betrifft ein Filterelement für Druckluft und andere komprimierte Gase sowie Luft und Flüssigkeiten, bestehend
aus zwei parallel, vorzugsweise konzentrisch zueinander angeordneten, durchlässigen Stützmänteln, zwischen
denen sich ein Filtermedium befindet.
Derartige Filterelemente werden häufig in Patronenform als auswechselbare Einsätze in von der zu filternden
Flüssigkeit bzw. dem zu filternden Gas durchflossenen Gehäusen verwendet. Diese bekannten Filterelemente besitzen
jedoch erhebliche Nachteile. Zunächst ist festzustellen, daß sie sehr schnell verstopfen und nach relativ
kurzer Standzeit schon zu einem hohen Differenzdruck führen, was als Folge der relativ schnell eintretenden
Verstopfung der Oberfläche des Filtermediums anzusehen ist. Darüber hinaus werden für das Filtermedium in aller
Regel harzverstärkte Faserstoffe verwandt, wobei als Bindemittel z.B. Polyvinyl zum Einsatz gelangt. Zwar
wird dadurch dem Filtermedium eine gewisse Eigenstabilität gegeben, jedoch führt das damit verbundene Verkleben
der Faserenden zu verschiedenen Nachteilen. Dabei ist zunächst das vergleichsweise geringere Hohlraumvolumen
zu nennen, als dessen Folge ein geringes Schmutzaufnahmevermögen und damit eine relativ geringe Standzeit des
Filterelemente eintritt, sowie eine steigende Verschlechterung des Wirkungsgrades. Ein weiterer Nachteil
liegt in der Wärmeempfindlichkeit dieser bekannten
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Filterelemente, die durch den Schmelzpunkt des Bindemittels - im angegebenen Beispiel 1200C1 so daß ab 6O0C
Veränderungen eintreten - gegeben ist. Sobald diese Temperatur überschritten wird, fällt das Gewebegerüst zusammen.
Dies braucht nicht immer gleich bemerkt zu werden, so daß abgesehen vom rapiden Abbau des Filtereffektes auch eine
Verunreinigung der austretenden Flüssigkeit bzw. des austretenden Gases durch abgelöste Partikel dieses Bindemittel
bzw. der jeweils verwendeten Additive eintritt. Aber auch gegen Aggression, z.B. durch HpOp, sind diese
Filterelemente empfindlich mit den im Zusammenhang mit erhöhten Temperaturen beschriebenen Folgen. Außerdem
können sich Brutstätten bilden, was insbesondere für Sterilfilter erhebliche Nachteile mit sich bringt. Der
Einsatzbereich der bekannten Filterelemente der eingangs genannten Art sowie ihre Lebensdauer sind daher relativ
gering, was diese Elemente unwirtschaftlich macht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Filterelement der eingangs genannten Art zu schaffen, das nicht
nur universell einsetzbar ist, sondern gegenüber bekannten Elementen auch wesentlich längere Standzeit bei erhöhtem,
konstantem Filtereffekt besitzt. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Filtermedium
- auch Filterbett genannt - aus mehreren Lagen mit unterschiedlicher Porösität zusammengesetzt 1st, wobei die feinporigere
Lage zumindest auf ihrer der Eintrittsseite zugekehrten Fläche mit einer weniger feinporigen Lage abgedeckt
ist. Mit diesen Maßnahmen wird eine sogenannte "Sandwich1*-Konstruktion geschaffen, die eine überraschend
große Tiefenwirkung besitzt, da unterschiedlich große Partikel unterschiedlich tief in das Filter eindringen.
Dabei gelangen große Partikel nicht in den Feinstfilterbereich, sondern werden vorher zurückgehalten, während
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kleine Partikel bis ins Innerste des Filtermediums eindringen, so daß sich die denkbar günstigste "Korngrößenverteilung"
innerhalb des Filtermediums ergibt. Gegenüber den eingangs erwähnten, schnell verstopfenden bekannten
Filtermedien, deren Schmutzstoffansa^mlung im wesentlichen
nur auf der Oberfläche des Mediums erfolgt, ist das erfindungsgemäße Filterelement für wesentlich größere Partikelkonzentrationen
geeignet, da die Schmutzaufnahmekapazität aufgrund der 2 Stufen-Tiefenwirkung wesentlich
größer ist; gleichzeitig ergibt sich ein geringerer Differenzdruck über eine längere Standzeit.
Durch diese Vorteile ergibt sich eine außerordentlich universelle Anwendung mit extrem hohem Wirkungsgrad bei
vergleichsweise größerer Standzeit. Aufgrund der Tiefenwirkung besteht weiterhin die Möglichkeit, bei erfindungsgemäß
aufgebauten Filterpatronen deren Durchmesser bzw. die Gesamtabmessungen kleiner zu halten.
In bevorzugter Ausführungsform besteht das Filterelement aus einem dreilagigen Filtermedium symmetrischen Aufbaus,
dessen mittlere Lage aus bindemittelfreiem Mikrofaservlies
besteht, das beidseitig von je einer Lage ebenfalls bindemittelfreiem Stutzfaservlies abgedeckt ist. Dieser beidseitig
symmetrische Aufbau hat zunächst den Vorteil, daß das derart ausgebildete Filterelement sowohl in Strömungsrichtung
als auch in Umkehrrichtung wirkungsvoll und sicher arbeiten kann, wobei durch das beidseitig vorgesehene Stützfaservlies
die Möglichkeit gegeben ist, das eigentliche, im mittleren Bereich liegende Filtermedium frei von organischen
und anorganischen Bindemitteln zu halten, so daß ohne Wirkungsgradverlust einerseits bei hohen Temperaturen
und andererseits mit aggressiven Medien gearbeitet werden kann. Das Fehlen von Bindemitteln führt weiterhin
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dazu, daß bei gleicher Oberfläche eine wesentlich größere Filtrierungstiefe erzielt werden kann, so daß hier auch
von einem dreidimensionalen Mikrofaservlies gesprochen
werden kann. Überdies ist ein solches Filter chemisch, biochemisch und biologisch inaktiv, da keine organischen
oder anorganischen Zusätze Verwendung finden.
Dem beidseitig vorgesehenen Stützfaservlies kommt außer der Stützfunktion auch noch die Eigenschaft eines Vorfilters
zu, das den gröberen Schmutzanteil daran hindert, in die feinporigere Lage zu gelangen.
Als bevorzugtes Material hat sich für das dreidimensionale, geschichtete Mikrofaservlies Glasfasermaterial aus 0,2 y*fm
starken Fasern erwiesen, während das Stützfaservlies als Vorfilter aus Nylonfasern besteht. Diese Materialien erlauben
die nach Wegfall des Bindemittels sich eröffnende Möglichkeit der Reduzierung der Durchmesser der einzelnen
fasern, wodurch ein vergleichsweise hohes Hohlvolumenverhältnis erzielt werden kann.
In besonderen Anwendungsfällen kann das Filterelement auf der Austrittsseite mit einem Schaumstoffmantel versehen
sein, der sich bei patronenförmigem Filterelement in aller Regel auf dessen Außenseite befindet, da dieses
Element von innen nach außen beaufschlagt wird. Durch die Anordnung des zusätzlichen Schaumstoffmantels wird
beim Filtern beispielsweise zum Ausscheiden von öl aus Druckluft garantiert, daß keine Aerosole mitgerissen und
in den bereits gefilterten Luftstrom gelangen, auch nicht beim überschreiten der angegebenen Nennleistung
(0 bis 2OO?6).
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert.
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Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen
Filtorelements in Patronenbauweise, teilweise aufgebrochen; und
Fig. 2 einen schematischen Querschnitt durch das Filterelement
im unteren Bereich.
Gemäß Fig. 1 ist das erfindungsgemäße Filterelement beim bevorzugten Ausführungsbeispiel als Patrone gestaltet,
die zwischen einem oberen Deckel 1 und einem unteren Deckel 2 das im einzelnen nachfolgend hinsichtlich seines Aufbaus
noch näher zu beschreibende erfindungsgemäße Filterelement als Hohlzylinder trägt. Der obere Deckel 1 ist mit einer
zentrischen Durchgangsöffnung versehen, die zu einem Außengewinde 3 geformt ist, das sich koaxial zur Patrone erstreckt
und dem Einsetzen der Patrone in die Zulaufleitung eines nicht dargestellten Gehäuses dient. Ein zwischen dem
oberen Deckel 1 und dem Außengewinde 3 vorgesehener, umlaufender Dichtungsring 4 sorgt dafür, daß der das zu filternde
Gas oder die zu filternde Flüssigkeit zuführende, in den Innenraum der Patrone mündende Bereich von dem die
Patrone umgebenden, die gereinigte Flüssigkeit bzw. das gereinigte Gas enthaltenden Hohlraum dichtend getrennt
ist.
Wie bereits erwähnt, hat das Filtermedium im dargestellten Ausführungsbeispiel Zylinderform, wie sich aus Fig. 2
ergibt. Der dort dargestellte Pfeil a symbolisiert den Zulauf des zu filternden Mediums, das gereinigt auf der
Außenseite - durch die Pfeilspitzen e symbolisiert der Patrone austritt. Um eine absolut sichere Trennung
der beiden bereits oben erwähnten Räume zu gewährleisten, ist, wie ebenfalls aus Fig. 2 hervorgeht, der untere
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Deckel 2 am Außenumfang und im Zentralbereich derart naoh innen gebördelt, daß der Filtermediumzylinder quasi in eine
umlaufende Rinne 5 gestellt und mit Hilfe eines am unteren und oberen Ende innen und außen anzubringenden Klebemittels
6 mit dem oberen und unteren Deckel 1 bzw. 2 verbunden wird.
Das Filtermedium ist im dargestellten Ausführungsbeispiel symmetrisch aufgebaut und besteht aus drei noch näher zu
beschreibenden Lagen, die zwischen zwei konzentrisch zueinander
angeordneten, über ihre gesamte Fläche mit einem Muster von Durchtrittsöffnungen versehenen Edelstahl-Stützmänteln7
eingelegt sind. Die Durchtrittsöffnungen können auch andere als die dargestellte Form besitzen,
solange nur der Strömungswiderstand dadurch nicht beeinträchtigt wird. Die mittlere Lage 8 des Filtermediums
besteht aus einem bindemittelfreien Mikrofaservlies, vorzugsweise auf der Basis von Glasfaser, und besitzt
aufgrund der bereits eingangs erörterten Verhältnisse ein sehr großes Hohlvolumen mit erheblicher Tiefenwirkung,
so daß hier von einem dreidimensional wirkenden Filtermedium gesprochen werden kann.
Sowohl die innere als auch die äußere Hauptfläche der mittleren Lage 8 ist mit je einer Lage 9a bzw. 9b aus
Stützfaservlies abgedeckt, das auf der Basis von Nylon hergestellt ist und ebenfalls kein Bindemittel aufweist.
Die Stützlagen 9a und 9b sind nicht so feinporig wie die mittlere Lage 8 und stellen quasi ein Vorfilter dar,
das die Effektivität und Lebensdauer des erfindungsgemäßen Filters noch weiter erhöht und beständige Betriebssicherheit
garantiert. Durchfdie Anordnung dieser Vorfilter- und Stützlage auf beiden Seiten des mittleren Mikrofaservlieses
kann die Strömungsrichtung wirkungsvoll
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beispielsweise zur Reinigung umgekehrt werden. Die im
Rahmen der Erfindung verwendeten Materialien erlauben eine Anwendung des Filterelements auch für Flüssigkeiten
und Gase, bei denen es auf äußerste Sterilität ankommt. Darüber hinaus umfaßt das breite Verwendungsgebiet des vorgeschlagenen
Filterelements das Ausfiltern von Öl, Wasser und Schmutz aus Druckluft und anderen Gasen sowie die
Flüssigkeits-, Dampf- und Staubfeinfiltrierung.
Sofern die Filter zum Ausscheiden von öl aus Druckluft
verwendet werden, bietet ein zusätzlicher Schaumstoffmantel 10 eine weitere Gewähr dafür, daß Aerosole nicht
in den bereits gefilterten Luftstrom gelangen. Diesbezüglich sind selbstverständlich auch andere äußere Abdeckungen
je nach den speziell zu filternden bzw. zu reinigenden Medien denkbar.
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eerseile
Claims (4)
1.jFilterelement für Druckluft und andere komprimierte Gase sowie
^—* Luft und Flüssigkeiten, bestehend aus zwei parallel, vorzugsweise
konzentrisch zueinander angeordneten, durchlässigen Stutzmänteln , zwischen denen sich ein Filtermedium befindet,
dadurch gekennzeichnet, daß das Filtermedium aus mehreren Lagen mit unterschiedlicher Porösität
zusammengesetzt ist, wobei die feinporige Lage (8) zumindest auf ihrer der Eintrittsseite zugekehrten Fläche mit einer
weniger feinporigen Lage (9a) abgedeckt ist.
2. Filterelement nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein dreilagiges Filtermedium symmetrischen Aufbaus,
dessen mittlere Lage (8) aus bindemittelfreiem Mikrofaservlies besteht, das beidseitig von je einer Lage (9a,
9b) aus ebenfalls bindemittelfreiem Stützfaservlies abgedeckt ist.
3. Filterelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikrofaservlies aus Glasfasern
aufgebaut ist, während das Stutzfaservlies als Vorfilter aus Nylonfasern besteht.
4. Filterelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen auf der
Austrittsseite den äußeren Stutzmantel abdeckenden Schaumstoff mantel (10).
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