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DE2705C - Vorkrempel-Apparat für Doppelkrempel - Google Patents

Vorkrempel-Apparat für Doppelkrempel

Info

Publication number
DE2705C
DE2705C DENDAT2705D DE2705DA DE2705C DE 2705 C DE2705 C DE 2705C DE NDAT2705 D DENDAT2705 D DE NDAT2705D DE 2705D A DE2705D A DE 2705DA DE 2705 C DE2705 C DE 2705C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
worker
peigneur
carding
valance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT2705D
Other languages
English (en)
Original Assignee
P. L. KLEIN in Werden a. Rhur
Publication of DE2705C publication Critical patent/DE2705C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/02Carding machines
    • D01G15/04Carding machines with worker and stripper or like rollers operating in association with a main cylinder

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

1878.
l Klasse 76.
f i~-TBav9.-m-rapu!iijl,„mv
PETER LUDWIG KLEIN in WERDEN a. d. Ruhr.
Vorkrempel-Apparat für Doppelkrempeln.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. März 1878 ab.
Bei den sich stets steigernden Anforderungen an die Leistungen der Spinnerei stellt sich die bekannte einfache Krempel immer mehr als nicht genügend heraus, auch wenn bei derselben noch so viel Arbeiter- und Wenderwalzen in Anwendung kommen. Besteht nämlich die erste oder Grobkrempel für Wolle nur wie gewöhnlich aus Entree, einfacher Plüschvorrichtung, einem Tambour, Arbeitern und Wendern etc., so ist es nicht möglich, dem Tambour das Rohmaterial anders als flock weise zuzuführen, wodurch er dasselbe auf seinen Kratzen stellenweise in doppelter und dreifacher Dicke empfängt, während andere Stellen seines Kratzenbeschlages leer bleiben.
Infolge dieses Umstandes dringt direct bei der ersten Arbeiterwalze ein grofser Theil der zu dick aufliegenden Wollflöckchen in ihrem ungelösten Zustande so tief in die Tambourkratzen, dafs sie, ohne weiter gekrempelt zu werden, bis zum Peigneur durchgehen, wo sie also unbearbeitet zur Abnahme gelangen. Bei der zweiten oder Femkrempel ist ebenfalls eine ganz gleichmäfsige Abnahme der Wolle durch den Tambour von den Entrees nicht möglich, auch wenn die letzteren noch so gut im Stande sind, da das Rohmaterial hier gekreuzt wird und in mehr wellenförmiger Lage zur Abnahme durch den Tambour gelangt. In Bezug auf das zu tiefe Eindrücken der Wolle in die Tambourkratzen an denjenigen Stellen, wo erstere durch letztere zu dick abgenommen werden, verhält es sich daher, wenn auch in geringerem Maafse, so wie bei der Grobkrempel.
Der vorerwähnte Uebelstand, dafs sich viele ungelöste Wollknötchen entweder direct bei ihrer Abnahme vom Entrde oder sonst beim ersten Arbeiter zu tief in die Tambourkratzen drücken und infolge dessen, ohne von den Arbeitern gefafst und geöffnet zu werden, vom Tambour zum Peigneur gehen und dort unbearbeitet zur Abnahme gelangen, zwingt uns, beim Krempeln von feinem, schwer löslichem Material die Arbeiterwalzen nnd den Peigneur bis auf eine Papierdicke an die Tambourkratzen heranzubringen. Eine derartige nahe Stellung der Arbeiter und des Peigneurs an den Tambour ist aber nur dann möglich, wenn Tambour, Peigneur und Arbeiter genau rund in ihren Peripherien und ganz gerade ihrer Breite nach sind. Ferner müssen die Kratzenbeschläge auch derart in Ordnung sein, dafs sie beim Arbeiten nicht rauh werden. Um aber die Krempeln stets in solch gutem Zustande zu erhalten, dafs es, wenn nöthig, möglich ist, die Arbeiter und den Peigneur auf Papierdicke an den Tambour heranzustellen, müssen die Kratzen behufs Beseitigung jeder Ungleichmäfsigkeit darin häufig geschliffen werden, was sehr raschen Verschleifs derselben verursacht; ferner wird durch eine derartige Stellung der Arbeiter zu dem Tambour das Material zu kurz gearbeitet. Um nun auch diejenigen Wollknötchen, welche sich ungelöst im Grunde der Tambourkratzen bei der Abnahme vom Entree festgesetzt haben, zur Oeffnung und Verarbeitung zu bringen, ist es nöthig, die ganze Wollschicht während des Krempeins umzuwenden, welche Operation indefs mit Vortheil nur auf einer Doppelkrempel ausgeführt werden kann.
Die bisherigen, bekannten Doppelkrempeln haben, besonders in Deutschland, deshalb wenig Eingang gefunden, weil sie sehr theuer sind und viel Raum und Kraft beanspruchen, sowie auch, weil man annimmt, dafs sie das Material zu kurz arbeiten.
Der von mir erfundene, verbesserte Vorkrempel-Apparat besteht, wie aus der Zeichnung ersichtlich, aus den beiden Entreewalzen 1, 1 ', der Zuführwalze bezw. kleinen Tambourwalze a, den Kämmen 2, 2 . . ., der Wender-Volantwalze b und der Peigneur-Arbeiterwalze c. Auch können statt der Kämme 2, 2 ... die bekannten Arbeiter- und Wenderwalzen auf dem Tambour a angebracht werden. Die Verarbeitung der Wolle im verbesserten Vorkrempel-Apparat findet auf folgende Weise statt:
Die Tambourwalze a, welche wie die Wender-Volantwalze b und die Peigneur-Arbeiterwalze c mit gewöhnlichen Kratzen beschlagen ist, nimmt das durch die Entreewalzen 1, i1 zugeführte Material in ihre Kratzenzähne auf und kämmt es durch die Kämme 2, 2 ... Die Wender-Volantwalze b, welche der Tambourwalze α möglichst nahe steht, hat eine gröfsere Umfangsgeschwindigkeit als letztere, indefs nicht so grofs, um als Wender an letzterer zu arbeiten, sondern nur so grofs, dafs sie mit ihren Kratzen das in den Tambourkratzen sich bei der Verarbeitung durch dieKämme festgesetzteMaterial an den vorstehen-

Claims (3)

T, fJ den Faserspitzen auf die Spitzen der Tambourkratzen zieTit, aber nicht mitnimmt. Die Tambourwalze α bringt dann das durch die Wender-Volantwalze b auf ihre Kratzenspitzen gehobene Material zu der Peigneur-Arbeiterwalze c, von der es aufgenommen und zum Tambour d gebracht wird. Dieser letztere ist mit seinen Kratzen sowohl der Wender-Volantwalze b, wie auch der Peigneur-Arbeiterwalze c möglichst nahe gestellt, und nimmt das oben auf den Kratzen liegende Material, welches die Peigneur-Arbeiterwalze c vom Tambour α abgenommen hat, durch seine Rundbewegung zum gröfsten Theile ab und arbeitet auf diese Weise an der Walze c, wie sonst an einer Arbeiterwalze, nur mit dem Unterschiede, dafs er hier das auf den Kratzenspitzen der Walze c liegende Material durch sein Kämmen an derselben zum Theil mitnimmt, während er es bei dem bekannten Arbeitsprocesse einer gewöhnlichen Krempel in die Kratzen des Arbeiters kämmt. Alles Material, welches bei der Verarbeitung und Abnahme durch den Tambour d noch in den Kratzen der Peigneur-Arbeiterwalze c sitzen geblieben ist, nimmt die Wender-Volantwalze b, welche der Walze c möglichst nahe steht, von letzterer ab und bringt es zum Tambour d, welcher das auf diese Weise geöffnete Material aus dem verbesserten Vorkrempel-Apparat schon regelmäfsig vertheilt abnimmt und es dann in bekannter Weise zum Weiterkrempeln auf gewöhnlichen Krempeln bringt. Da bei dieser Art der Verarbeitung des Materials in dem neuen Vorkrempel-Apparat an keiner Stelle ein Rücktransport des ersteren stattfindet, so müssen auch die Fasern sehr geschont und wenig zerrissen werden, dies um so mehr, als auf dem gewöhnlichen Krempeltambour d dadurch die Fasern schon parallel zur Aufnahme gelangen und somit auch in dem weiteren Krempelprocesse viel weniger leiden. Paten τ-Α ν sprüche:
1. Die Anbringung der Walze b, um sie an einer Stelle als AVender und gleichzeitig an der anderen Stelle als Volant functioniren zu lassen, wie dieses aus beiliegender Zeichnung ersichtlich und oben beschrieben ist.
2. Die Anbringung der Walze c, um sie an einer Stelle als Peigneur und gleichzeitig an der anderen Stelle als Arbeiter functioniren zu lassen, wie dieses aus beiliegender Zeichnung ersichtlich und oben beschrieben ist.
3. Die Combination obiger Wender- Volantwalze b und Peigneur-Arbeiterwalze c mit dem Tambour α zur Herstellung des verbesserten Vorkrempel-Apparates und dessen Verbindung mit einer gewöhnlichen, einfachen Krempel zur Herstellung von Doppelkrempeln, wie dieses aus beiliegender Zeichnung ersichtlich und oben beschrieben ist.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT2705D Vorkrempel-Apparat für Doppelkrempel Active DE2705C (de)

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