DE2703365B2 - Anordnung zur Befestigung von Wickelköpfen am Stator einer elektrischen Maschine - Google Patents
Anordnung zur Befestigung von Wickelköpfen am Stator einer elektrischen MaschineInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Befestigung von Wickelköpfen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs!. «
Die Wickelköpfe der Statorwicklung eines Turbogenerators sind vielfältigen Einflüssen unterworfen, die
durch die Wirkung elektromagnetischer Wechselkräfte, Wärmedehnungen und eine ständige Änderung des
Spannungs-Zustandes, bestimmt durch Kriechdehnung v> und Spannungsschwund in den aus nichtmetallischen
Werkstoffen ausgeführten Befestigungsteiten gekennzeichnet sind. Die angegebenen Einflußgrößen bedingen
die komplizierte konstruktive Lösung der Aufgabe in bezug auf die sichere und stabile Befestigung der
Wickelköpfe einer Wicklung.
Die wichtigsten schädigenden Einflußgrößen für die Wickelköpfe einer Wicklung sind die elektromagnetischen
Wechselkräfte, die auf die Wickelkopfbögen einwirken. Die Schwingungen der Wickelköpfe führen
zu Störungen der Lötung in den Verbindungsstellen der Stäbe, zur Aufreibung und Quetschung der Isolation an
den Befestigungsstellen und am Austritt aus der Nut sowie zu Ermüdungsbeschädigungen der Kupferleiter.
Schwingungen der Wickelköpfe können nur durch eine starre Außenbefestigung derselben gewährleistet werden.
der Befestigung von Wickelköpfen einer Wicklung zwei
Verfahren; durch das Einklemmen der Wickelköpfe zwischen konischen Rächen von zwei Isolierringen und
durch das Vergießen der Wickelköpfe mit einer polymerisationsfahigen Masse, welche die Wickelköpfe
mit der Druckplatte des Eisenkerns oder mit einem äußeren Isolierring verbindet. Die Befestigung der
Wickelköpfe nach dem zweiten Verfahren, erschwert wesentlich die Reparatur der Wicklung.
Unter den nach der ersten von den vorgenannten Varianten ausgeführten Konstruktionen ist eine Anordnung
zur Befestigung von Wickelköpfen einer Statorwicklung bekannt (vgl. z. B. GB-PS 11 27 916), in der der
innere Isolierring sich gegen die Innenfläche der Wickelköpfe abstützt und in axialer Richtung durch
Schrauben aus unmagnetischem Werkstoff befestigt wird, die in die Befestigungsteile der Stirnflächenzone
des Statorkerns eingeschraubt sind. Diese Bau-irt weist
folgende Nachteile auf:
a) starre Festlegung der axialen Lage des inneren Isolierrings in bezug auf den Statorkern ohne
Berücksichtigung der Axialverschiebung des Nutenteils der Wicklung infolge Wärmedehnung,
hervorgerufen durch verschiedene Temperaturen
' Una unterschiedliche lineare Ausdehnungskoeffizienten
von Kupfer und Stahl, was zu einer Schwächung orfer Deformation der Befestigung
führen kann;
b) Möglichkeit einer Zugwirkung auf die Befestigungsteile des Kerns durch die den Ring festhaltenden
Schrauben und einer Minderung der Druckkräfte auf das aktive Eisen in der Zahnzone des
Kerns.
Es ist auch eine Anordnung zur Befestigung von Wickelköpfen einer Statorwicklung zwischen zwei
Isolierungen bekannt (vgl. z.B. FR-PS 13 66 320, inhaltsgleich mit DE-OS 14 63 796), in der die Wickelköpfe
durch an die konischen Flächen der Wickelköpfe an der Innenseite (an der Bohrungsjdte), zwischen den
Wicklungslagen und von außen anliegende Laschen zusammengespannt werden. Die an der Innenfläche
anliegenden Laschen stützen sich am Innenring ab, der in diesen in axialer Richtung durch Paßfedern fixiert ist.
Die Wickelköpfe werden durch Keile eingeklemmt, die zwischen dem äußeren Isolierring und den von außen an
die Wickelköpfe anliegenden Laschen eingesetzt sind. Sämtliche Laschen werden in axialer Richtung durch
Vorsprünge festgehalten, die sich gegen die Isolation der Wicklungsstäbe an ihren Krümmungsstellen im
Wickelkopf abstützen. Dieser Aufbau weist folgende Nachteile auf:
a) Vielgliedrigkeit, eine große Anzahl von Isolierteilen und mögliches Aufheben der Befestigung bei im
Betrieb unvermeidlichen Änderungen der Abmessungen und der gegenseitigen Lage der Befestigungsstelle;
b) mögliche Störung der elektrischen Wirksamkeit der Wicklungsstäbeisolation durch die Laschenvorsprünge.
Der Erfindung ist die Aufgabe zugrundegelegt, die Anordnung zur Befestigung der Wickelköpfe der
Statorwicklung einer elektrischen Maschine so auszuführen, daß eine starre Verbindung der Wickelköpfe mit
der Druckplatte des Kerns in radialer Richtung bei möglicher axialer Verschiebung der Wickelköpfe als
Ganzes gegenüber der Druckplatte des Kerns ohne Störung der Isolation an den Wickelköpfen und der
Zusammenpressung des aktiven Statoreisens durch die
Diese Aufgabe wird erfmdungsgemäß durch die im
Anspruch I gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Die Vorzüge der vorgeschlagenen Anordnung bestehen
darin, daß sie eine hohe Steifigkeit und eine geringe Schwingungsneigung der Wickelköpfe der Statorwicklung
gewährleistet, da die Wickelköpfe zwischen zwei starren Isolierringen fest eingeklemmt sind. Dabei ist die
Möglichkeit ihre* axialen Verschiebung in erforderlichen Grenzen gemeinsam mit den Isolierringen als
Ganzes gegenüber der Druckplatte des Statorkems zwecks eines Ausgleichs der ungleichmäßigen Wärmedehnung
des Kerns und des Nutenteils der Wicklung unter Beibehaltung der Starren Verbindung mit der
Druckplatte in radialer Richtung gewährleistet Außerdem wird bei dieser Bauatt die Unversehrtheit der
Wicklungsisolation nicht gestört, da die die Isolierringe
zusammenziehenden Elemente mit der Wicklungsisolation nicht verbunden sind. Es wird auch die Urnpressung
der Stirnflächenzone des Kerns nicht gestört, weil die
axiale Komponente der die isoüerringe zusammenziehenden
Kraft auf die Druckplatte und den Fysenkern nicht übertragen wird.
Gemäß einer der Ausführungsvarianten der Erfindung sind die Druckstützen mittels Radialzugstangen an
den Druckbolzen gelenkig befestigt
Es ist auch möglich, die Druckstützen mittels Radialzugstangen an der Druckplatte zu befestigen.
Zweckmäßig ist, an den Axialzugstangen an der Seite der äußeren Stirnfläche des inneren konischen Ringelemerits
Federn zwecks eines stabilen Andrucks des inneren konischen Ringelements gegen die Wickelköpfe
der Wicklung so anzuordnen, daß die Andriickkraft bei
eventuellen, im Laufe des Betriebs der elektrischen Maschine entstehenden unelastischen Verformungen λ
oder Verschiebungen der Teile nicht abnimmt.
Im weiteren wird die Erfindung durch die Beschreibung von Ausführungsbeispielen sowie annand beigelegter
Zeichnungen erläutert Es zeigt
F i g. 1 die Anordnung zur Befestigung von Wickelköpfen der Statorwicklung für einen Turbogenerator
hoher Leistung gemäß der Erfindung, Längsschnitt, und
F i g. 2 eine andere Ausführungsvariante der Anordnung, Längsschnitt
Die Anordnung zur Befestigung von Wickelkopftei- ·γ»
len der Stabwicklung einer elektrischen Maschine
enthält zwei konische Ringelemente 1, 2 (Fig. 1) aus
einem Isolierwerkstoff, z. B. aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder aus Schichtpreßholz. Die Wickelköpfe 3
der Wicklung 4 des Stators stützen sich an der konischen Innenfläche des äußeren Ringelements 1 ab
und werden an dieses mit Hilfe des inneren konischen Ringelements 2 angedrückt Die Stäbe der Wicklung 4
sind in die Nuten des geblechten Statorkems 5 eingelegt. An den beiden Stirnflächen des Kerns 5 sind
Druckplatten 6 angeordnet, weiche das Zusamir.endrükken
der Pakete des geblechten Statorkems in axialer Richtung bewerKStelligen und eine Druckplatte 6 sowie
mit der Druckplatte 6 verbundene Druckbolzen 7 beinhalten.
Das äußere Ringelement t ist an der Druckplatte 6 so befestigt, daß es gegenüber dem Kern 5 bei Wärmeverformungen
der Wicklung 4 und des Kerns 5 axial verschiebbar ist Das innere konische Ringelement 2
stützt sich mit seiner konischen Außenfläche an den Wickelköpfen 3 der Wicklung 4 an der Bohrungsseite ab
und wird mit Hilfe vri in den öffnungen des
Ringelements 2 angeordneten Axialzugstangen 8 festgehalten. Jedoch können die Axialzugstangen 8 auch
an der zylindrisehrn Innenfläche des Ringelsments 2
angebracht sein. Die Axialzugstangen 8 sind aus einem unmagnetischen Metall oder aus einem Isolierstoff
ausgeführt Diese Axialzugstangen 8 sind mit dem einen Ende an der äußeren Stirnfläche des konischen
Ringelements 2 befestigt, während sie am anderen Ende mit aus einem Isolierwerkstoff ausgeführten und
zwischen den Stäben der Wicklung 4 am Austritt derselben aus den Nuten des Kerns 5 angeordneten
Druckstützen 9 gelenkig verbunden sind.
Die Druckstützen 9 stützen sich gelenkig in einer ringförmigen Aussparung 10 in der dem Kern 5
zugewandten Stirnfläche des äußeren konischen Ringelements 1 ab und werden mit Hilfe von aus
unmagnetischem Stahl ausgeführten und im Bereich der Stirnflächenzone des Kerns 5 angeordneten Radialzugstangen
11 festgehalten. Jede Radialzugstange 11 ist mit dem einen Ende in der Deckstütze 9 und mit dem
anderen Ende am Druckbolzen 7 gele:-'tig befestigt Die
Radialzugstangen 11 bilden gemeinsam mit den
Druckstützen 9 Elemente, die die axiale Beanspruchung aufzunehmen imstande sind.
Zwischen den konischen Oberflächen der äußeren Ringelemente 1, der inneren Ringelemente 2 und den
Wickelköpfen 3 der Wicklung 4 sind elastische Zwischenlagen 12 aus einem sich verformenden
Werkstoff zwecks gleichmäßiger Verteilung der seitens der Ringelemente 1, 2 auf den Wickelkopf 3
einwirkenden Druckkraft angeordnet
Zum Ausgleich der im Laufe des Betriebs unvermeidlichen Verschiebungen des konischen Ringelementes 2,
die durch Schwinden und Verdichten der Wickelköpfe 3 der Wicklung 4 sowie durch Wärmeverformungen
hervorgerufen werden, sind unter der Mutter 13 der Axialzugstangen 8 an der Seite der äußeren Stirnfläche
des inneren Ringelementes 2 Federn 14 eingesetzt, die eine konstante Andrückkraft des inneren Ringelements
2 gewährleisten.
In Fig.2 ist eine Anordnung zur Befestigung von
WicL'?.lköpfen der Statorwicklung einer elektrischen
Maschine dargestellt, bei der die Radialzugstangen 11 in
der Druckplatte 6 des Kerns 5 befestigt sind.
Beim Betrieb des Turbogenerators haben die starr zwischen den beiden konischen Ringekmenteii 1, 2
eingespannten und sich auf die Druckplatte 6 des Kerns 5 über das äußere Ringelement 1 abstützenden
Wickelköpfe 3 der Wicklung 4 keine Möglichkeit, sich unter Einwirkung der elektrodynamischen Wechselbeanspruchungen
zu verformen und gegenseitig zu verschieben.
Die Kraft, die das konische innere Ringelement 2 an die Wickelköpfe 3 der Wicklung 4 andrückt, wird auf das
konische äußere Ringelement 1 über folgende kraftschlüssige Kette übertragen: inneres Ringelrment 2 —
Axialzugstange 8 — Druckstütze 9 — äußeres Ringelement 1 — Wickelkopf 3 — inneres Ringelement
2. Die Radialkraft in der Druckstütze 9 wird durch die Radialkraft in der pendelnden Radialzugstange 11,
welche die axiale Verschiebung der Wickelköpfe 3 der Wicklung 4 gemeinsam mit dem konischen äußeren
Ringelement 1 und dem konischen inneren ^lingelement
2 gegenüber der Druckplatte 6 des Kerns 5 nicht behindert, ausgeglichen.
Die Kraftelemente ,Zugstangen 8,11 und Druckstutzen
9), die den axialen Andruck des äußeren Ringelements 1 und des inneren Ringelements 2
gegeneinander bewerkstelligen, sind mit der Wicklung 4
5 6
des Stators nicht verbunden, ergeben keine zusätzliche Die Federn 14 ermöglichen eine Regelung der
Beanspruchung der Wickelköpfe 3 und beeinträchtigen Andrückkraft der Wickelköpfe 3 der Wicklung 4
die Zusammenpressung des aktiven Eisens in der zwischen den konischen Ringelementen 1,2.
Stirnflächenzone des Kerns 5 nicht, da in der Die vorgeschlagene Anordnung zur Befestigung von
Radialzugstange 11 keine axiale Kraftkomponente ί Wickelköpfen der Statorwicklung einer elektrischen
vorhanden ist. Maschine ist betriebssicher und fertigungsgerecht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Anordnung zur Befestigung von Wickelköpfen
am Stator einer elektrischen Mischine, an den
Stirnflächen dessen Kerns Elemente angeordnet sind, die das Zusammenpressen der Pakete des
Magnetleiters in axialer Richtung bewerkstelligen und Druckplatten sowie Druckbolzen einschließen,
welche Anordnung zwei konische Ringelemente aus Isolierwerkstoff enthält, zwischen deren konischen
Oberflächen die Wickelköpfe der Wicklung angeordnet sind, wobei das äußere konische Ringelement
mit der Druckplatte axial verschiebbar gegenüber der Druckplatte verbunden ist, und das !■>
innere konische Ringelement in axialer Richtung mittels Axialzugstangen festgehalten ist, dadurch
gekennzeichnet,daß die Axial-Zugstangen (8) an dem äußeren konischen Ringelement (1) mit Hilfe
von Druckstutzen (9) angelenkt sind, weiche am
Austritt der Wicklung (4) aus den Nuten angeordnet und mittels Radialzugstangen (U) in Druckplatten
(6) gelenkig befestigt sind, die das axiale Zusammenpressen der Pakete des Magnetleiters bewerkstelligen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckstutzen'(9) mittels Radialzugstangen
(11) in den Druckbolzen (7) gelenkig befestigt sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- so zeichnet, daß die Druckstützen (9) mittels Radialzugstangen
(11) in der Druckplatte (6) gelenkig befestigt sind.
4. Anordnung nach eitern der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Jen Axialzugstan- «
gen (8) an der Seite der äußeren Stirnfläche des inneren konischen Ringelements (2) Federn (14)
angeordnet sind.
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| Country | Link |
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1977
- 1977-01-27 DE DE19772703365 patent/DE2703365C3/de not_active Expired
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| DE2703365C3 (de) | 1982-01-21 |
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