DE2703292A1 - Mit einer feder ausgestatteter bremszylinder - Google Patents
Mit einer feder ausgestatteter bremszylinderInfo
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Description
mein Zeichen: o623 Pt
2, Boulevard Westinghouse
9327ο Sevran / Prankreich
Die Erfindung bezieht sich auf einen mit einer verriegelbaren Feder ausgestatteten Bremszylinder, welcher zun
Bremsen eines Fahrzeuges geeignet und bestimmt ist.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf einen mit einer Feder ausgerüsteten Bremszylinder, mit einem Bremskolben, welcher in der einen Richtung von einer Feder, in der anderen Richtung hingegen von dem Druck der Betriebsbremse bewegt
wird, welcher in einer Bremslösekammer des Zylinders herrscht. Es ist ferner ein Riegel vorgesehen, der ein Verriegelungselement aufweist, mit welchem der Bremskolben in axialer Richtung
arretiert, also verriegelt werden kann. Ferner ist ein Verriegelungskolben vorgesehen, mittels welchem das Verriegelungselement
steuerbar ist, wobei dieser Kolben von dem Druck in der Betriebs*
bremse in Richtung der Entriegelung des Riegels bewegbar ist,
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und zwar entgegen einem Bremsanlegemittel.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf pneumatische Bremsvorrichtungen für Eisenbahnfahrzeuge, wobei der Bremszylinder gemäß der Erfindung gleichwohl in anderen pneumatischen
Bremssystemen für Straßenfahrzeuge und auch in hydraulischen Bremssystemen für Fahrzeuge beliebiger Art eingesetzt werden
kann.
Es sind bereits derartige Bremszylinder mit einer Feder bekannt, welche auf eine mit einer Reibungsbremse verbundener
Stange einwirkt, wenn der Druck in einer Bremslösekammer hinreichend genug abgesenkt wird. Bestimmte Zylinder dieser Art haben
die spezielle Aufgabe, die Betriebsbremse zu ersetzen. Wenn der Betriebsdruck, welcher in der Bremslösekammer herrscht, nach
einer Betriebsbremsung unzureichend wird, wird der Zylinder teil
weise oder gänzlich durch den Zylinder der Betriebsbremse ersetzt, dessen Einwirkung sich vermindert. In diesem Falle muß
der mit einer Feder ausgerüstete Zylinder einen Riegel aufweisen, welcher es erlaubt, den Zylinder unwirksam zujialten, und zwar
auch dann, wenn der Betriebsdruck verschwindet.
Ein nur schwer lösbares Problem liegt darin, das erforderliche Verhältnis zwischen der Wirkung des Riegels und derjenigen des mit einer Feder ausgestatteten Kolbens im Zylinder
einzuhalten. In der Tat kann sich der Kolben nur entweder in der Entriegelungsstellung oder aber in einer solchen Stellung
verschieben, in welcher das Verriegelungselement über einen Teil der Kolbenstange des Bremskolbens eingeschaltet ist, wobei die
Kolbenstange keinen Anschlag bzw. keine Sohulter aufweist; umgekehrt kann der Riegel nur dann in die Entriegelungsstellung
bewegt werden, wenn die von der Kolbenstange auf das Verriegelungselement übertragene Kraft hinreichend klein ist.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Wert des Druckes der Betriebsbremse - genannt: Verschie-
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bungswert - bei welchem der Bremskolben sich von einer äußeren
Bremslösestellung ausgehend zu bewegen beginnt, größer ist als der Wert des Betriebsdruckes - genannt: Auslösewert -, bei welchem der Verriegelungskolben aus der Entriegelungsstellung in
die Verriegelungsstellung überführt wird.
Auf diese Weise ist sichergestellt» daß während einer
nachfolgenden Ersatzbremsung mit der Betriebsbremse der Riegel so lange entriegelt bleibt, als der Bremskolben noch nicht begonnen hat, sich zum Zwecke der Durchführung eines Bremsvorganges zu verschieben.
Vorteilhaft ist in der Entlüftungsleitung der Bremslösekammer des Bremszylinders ein Verzögerungsmittel vorgesehen,
um das Einschalten des Bremskolbens relativ zu dem Einschalten des Verriegelungskolbens zeitlich zu verzögern, wenn der Betriebsdruck während eines normalen Bremslösevorganges schnell
abnimmt, wobei dieser Bremslösevorgang dem Bremsvorgang der Betriebsbremse folgt, oder aber während eines normalen Bremslösevorganges.
Aufgrund des Verzögerungsmittels ist sichergestellt, daß während eines normalen Bremslösevorganges, welcher einer Betrieb sbremsung folgt, der Verriegelungskolben das Wiedereinschalten des Verriegelungselementes steuert, bevor der mit einer Feder ausgestattete Bremskolben beginnt, sich in Richtung des
Bremsenanlegens zu verschieben. Dabei ist darauf hinzuweisen, daß ein normaler Bremslösevorgang einem relativ schnellen Abfall
des Betriebsdruckes bezüglich desjenigen Druckes entspricht, der zu einem Verlust des in den Zylindern der Betriebebremse komrimierten Druckmittels führen würde.
Vorzugsweise besteht der Verriegelungskolben aus einen Stufenkolben, dessen großer Wirkquerschnitt in Richtung der Entriegelung bewegt wird, während der kleine Wirkquerschnitt über
ein Anwendungsmittel oder Anlegemittel in Richtung der Verriegelung bewegt wird. Die beiden Querschnitte begrenzen dabei einer-
Λ _
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seits eine Entriegelungskammer, welche in unmittelbarer Nähe des großen Querschnittes liegt, und von dem Betriebsdruck versorgt
wird, und andererseits eine Verriegelungskammer, welche in unmittelbarer Nähe des kleinen Querschnittes liegt und die über ein
Verzögerungsmittel von dem Druck der Betriebsbremse versorgt wird, wobei dieses Verzögerungsmittel eine Verzögerung relativ
zu der Versorgung mit Druckmittel gleichen Druckes der Entriegelungskammer bewirkt.
Während eines Bremslösevorganges, welcher einer Vollbremsung folgt, vollzieht sich die Entlüftung der Entriegelungskammer
viel schneller als diejenige der Verriegelungskammer. Man hat also auf diese Weise die Gewißheit, daß eine Verriegelung
erfolgt, bevor mit dem Ersatz der Betätigungskraft für den mit einer Feder ausgerüsteten Bremszylinder durch die Kraft des
Betriebsdruckes begonnen wird.
Man stellt also fest, daß der auf diese Weise bestimmte Zylinder gegenüber einer langsamen Druckabsenkung und einer
schnellen Druckabsenkung des Druckes der Betriebsbremse unterschiedlich reagiert.
Stromauf der Entriegelungskammer des Verriegelungskolbens kann ein Elektroventil angeordnet sein, um zu gewährleisten
daß durch Anschluß dieser Kammer an die Atmosphäre der Riegel stets in Betrieb bleibt, welche Veränderungen des Druckes der
Betriebsbremse auch immer eintreten mögen.
Vorteilhaft sind Mittel zur Aufrechterhaltung des Riegels in der Verriegelungsstellung vorgesehen, wenn der Betriebsdruck von dem Wert der Auslösung ausgehend bis auf den Wert der
Verschiebung ansteigt.
Vorteilhaft bestehen diese Mittel zur Aufrechterhal-ί
tung aus einem Vorsprung oder Ansatz an der Kolbenstange des
Verriegelungskolbens, wobei dieser Vorsprung oder Anschlag mit
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einer Aussparung oder Nut zusammenarbeitet, welche in der Kolbenstange des Bremskolbens vorgesehen ist.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung noch etwas näher veranschaulicht. In dieser zeigen in rein sehematischer Weise:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Anordnung und Versorgung eines mit einer Feder ausgestatteten Bremszylinders, der an eine Bremsvorrichtung angeschlossen ist,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform des Bremszylinders gemäß der Erfindung,
Fig. 3 einen Schnitt durch eine weitere, geringfügig
abgeänderte Ausführungsform des Bremszylinders gemäß der Erfindung,
Fig. 4 und 5 eine schematische Darstellung des berührenden Verriegelungsriegels.
Die Bremsvorrichtung nach Fig. 1 der Zeichnung wird über eine gemeinsame Leitung 1 pneumatisch gesteuert, welche
zum Zwecke der Versorgung eines mit einer Feder ausgerüsteten Bremszylinders CR gemäß der Erfindung und einer Bremsvorrichtung
BF für die Betriebsbremse unterteilt ist. Das Ausgangsgestänge des Bremszylinders CR ist an den Hebel 2 angekoppelt, der in
herkömmlicher Weise in dem Bremsblock BF untergebracht ist, um auf diese Weise die Bremse für den Parkvorgang zu steuern. Die
Vorrichtungen CR und BF können in Richtung der Pfeile f und V
einen Bremsschuh 3 betätigen, und zwar in einer nicht additiven Weise, wenn eine der Vorrichtungen CR, BF eine Kraft erzeugt,
während die andere Vorrichtung BF, CR keine Kraft erzeugt. Es ist klar, daß die gesamte Bremsvorrichtung auch im Zusemmenhang
mit Scheibenbremsen eingesetzt werden kann.
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Wie aus Fig. 2 der Zeichnung im Detail hervorgeht, weist der mit einer Feder ausgerüstete Bremszylinder CR ein Gehäuse 1o, einen Bremskolben PF und einen Riegel VE auf, wobei
dieser Riegel aus dem Verriegelungskolben PV und einem Verriegelungselement DV oder aber einem anderen entsprechenden Organ
besteht, z. B. einem Finger, einer Klemmbacke, einem Rollenkranz, einer Klemmscheibe u. dgl., welche von dem Kolben PV gesteuert werden.
Der Bremskolben PF wird im Falle eines Bremsvorganges von einer vergleichsweise kräftigen Feder RF in Richtung dee
Pfeiles bewegt, welche in einer mit der Atmosphäre verbundenen Kammer gelagert ist; im Falle des Bremsenlösens wird der Bremskolben PF von demjenigen Druck bewegt, der in der sogenannten
"Bremslösekammer A" herrscht. Der Druck in der Bremslösekaaimer
A entspricht demjenigen in der Leitung 1, wird jedoch mit einer
vorbestimmten Verzögerung übertragen, und zwar aufgrund eines Verzögerungsmittels, welches bei der dargestellten AusfUhrungsform aus einer kalibrierten Düse OC oder öffnung gebildet wird.
Bei dem Verriegelungskolben PV handelt es sich um einen Stufenkolben, dessen große Wirkfläche die Kammer B begrenzt, die einfach als "Auslösekammer11 bezeichnet wird; die
kleine Wirkfläche des Verriegelungskolbene PV begrenzt dl· Kammer C, welche als "Einschaltkammer" bezeichnet wird. In der
Kammer C ist eine Verriegelungsfeder RV gelagert, welche alt dem Einschalten des Riegels zusammenwirkt und In einem jeden
Falle genügt, um eine Blockierung der Kolbenstange 11 des Kolbens PF sicherzustellen, wenn der Druck der Betriebsbremse Kali
ist. Die Kammern B und C sind in dichtender Yeise über die Kaamer 12 voneinander getrennt, welche mit der Atmosphäre in Verbindung gebracht werden kann.
Vie aus der Zeichnung hervorgeht, steht die Kammer B
mit der Leitung 1 in freier Verbindung, während die Kammer C über die kalibrierte Bohrung OC an die gleiche Leitung ange-
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schlossen ist, wobei diese kalibrierte Bohrung OC die Entlüftung
der Kammer A verzögert.
Die Stange 11 des Bremskolbens endet an der rechten Seite in einem Auge 11a, welches für den Anschluß an den Hebel
2 geeignet und bestimmt ist. Am rechten Ende der Stange 11 ist ebenfalls ein Auge 11b vorgesehen, in welchem der Hebel 13 gelenkig gelagert ist, der zum Lösen der Notbremse geeignet und
bestimmt ist. Dieser Hebel 13 ist im Punkte 14 an das Gehäuse 1o des Zylinders CR angelenkt. Die Stange 11 weist in ihrer Mitte eine Schulter 11c auf, welche bestimmt ist, mit dem Finger
der Verriegelung DV zusammenzuarbeiten. Dieser Finger der Verriegelung DV ist in einer Bohrung 13 des Gehäuses geführt.
Auf dem Finger der Verriegelung DV bzw. Verriegelungsfinger ist ein Vorsprung oder Ansatz 16 vorgesehen, der mit
einer entsprechenden Nut 17 zusammenarbeitet, welche in die Kolbenstange 11 eingearbeitet 1st. Diese Mittel erlauben die Verstärkung der Blockierung des Bremskolbens PF im Verlaufe eines
Bremsvorganges der Betriebsbremse, und zwar bei einem Druck, der zwischen den Werten der Inbetriebsetzung des Riegels VE und dem
Bremskolben PF oder aber innerhalb der Phase des Druckanstieges während des Bremsenlösens bei einer vollen Betriebsbremsung
liegt, sofern der Bremskolben PF sich nicht zurückbewegt hat, um den Ansatz 16 des Riegels freizugeben.
Bei der in Fig. 3 der Zeichnung dargestellten Ausfuhrungsform ist der mit einer Feder ausgestattete Bremszylinder
CR im wesentlichen der gleiche wie bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1 und 2, ausgenommen die besondere Ausbildung
des Stufenkolbens PV ohne Zwischenkammer, und zwar aufgrund eines Verriegelungsfingers DV, der der Stange 11 entgegenwirkt
und somit in umgekehrter Weise wirkt wie bei der Anordnung nach Fig. 2; überdies ist in Abkehr von den Ausführungsformen naoh
den Figuren 1 und 2 zur Versorgung der Kammer B mit dem Druckmittel ein als Sicherheitsventil arbeitendes ELektroventil EV
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vorgesehen. Dieses Elektroventil EV erlaubt es, normalerweise die Kammer B an die Atmosphäre anzuschließen, um auf diese Welse die Verriegelung der Kolbenstange 1o sicherzustellen; das
Elektroventil EV erlaubt ferner den Anschluß der Kammer B an die Leitung 1 derart, daß während einer Betriebsbremsung (Vollbremsung) die Kolbenstange 11 entriegelt, also freigegeben wird.
Bei dem in Fig. 4 der Zeichnung dargestellten AusfUhrungsbeispiel ist der Verriegelungskolben PV über ein Gelenk an
einen Verriegelungshebel LV angelenkt, der in der Lage ist, entsprechende Schwenkbewegungen durchzuführen, wobei dieser Verriegelungshebel stets in einer Ebene verbleibt, die senkrecht zu
der Achse der Stange 11 des Bremskolbens steht, um sich in eine Aussparung einzulegen oder gegen eine Schulter anzulegen, die
an der Kolbenstange vorgesehen ist. Das untere äußere Ende der Kolbenstange könnte sich gleichermaßen gegen den Hebel LV anlegen, wobei letzterer gegebenenfalls der Einwirkung einer Rückholfeder ausgesetzt ist, die eine Spiralfeder oder aber eine
Torsionsfeder sein kann.
Die Fig. 5 der Zeichnung zeigt den Verriegelungshebel LV gemäß Fig. 4, der in einem Führungsrohr 2o des Bremskolbens
eingerastet ist. Die Lösevorrichtung für die Notbremse wird von einer reversiblen Schraubenspindel 21 gebildet, welche unter
der Einwirkung der Zugkraft des Rohres 2o in Drehbewegung versetzbar ist. Die Drehbewegung dieser Schraubenspindel 21 mit
Ulfe eines geeigneten Werkzeuges bzw. Vorrichtung erlaubt es, eine mit dieser zusammenarbeitende Schraubenmutter 22 zu verschieben, welche in dem Führungsrohr 2o gelagert ist, um auf
diese Weise eine für das Bremsenlösen hinreichende Verschiebung des Kolbens sowie ein Einrasten des Verriegelungshebels LV zu
bewirken.
Die Betriebsweise des mit einer Feder ausgestatteten Bremszylinders gemäß der Erfindung wird im folgenden anhand der
Fig. 2 beschrieben, jedoch einzig und allein in den verschiede-
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nen Fällen der Entlüftung des Betriebsbremsdruckea nacn einer
Vollbremsung, welche mit der Betriebsbremse ausgeführt wurde.
Die Kammern A, B und C werden iron den maximalen Steuerdruck beaufschlagt.
Die Beschreibung bezieht sich selbstverständlich auch auf einen Druck der Betriebsbremse, der in der Lee« ist, ein
Anheben, also Auslösen des Verriegelungskolbens PV zu bewirken.
PUr einen niedrigeren Druck ist es begreiflicherweise insofern unnötig, die Betriebsweise im Detail zu schildern, als Ja der
Riegel eingeschaltet bleibt.
Während eines verlängerten Breasvorganges des Fahrzeuges, kann in dem Bremssystem ein langsamer Abfall des Bremsdruckes eintreten. Wenn der Hilfsluftbehälter nicht in der Lage
ist, diesen Druckabfall auszugleichen« so fällt auch der Druck
in den Kammern A, B, C langsam ab. Bei einem Druckwert P1 beginnt der Kolben PF sich in der Zeichnung nach rechts zu verschieben, während der Riegel ausgelöst bleibt (Kolben Ff in der
angehobenen Stellung); wenn dann der Druck P2 kleiner wird als
der Druck P1, so bewegt sich der Verriegelungskolben unter dem
Einfluß der Feder RV und des Differenzdruckes auf die Wirkflächen in den Kammern B und C nach unten. Nimmt man einmal an, daß
der Kolben PF mit seiner Verschiebung eingesetzt hat, so befindet sich der Finger DV nicht mehr in der Anlagestellung gegenüber der Schulter 11c und legt sich gegen den glatten bzw« ebenen Teil 11d der Stange 11 an, ohne dabei eine Arretierung dieser Stange 11 hervorzurufen.
Der Zylinder CR wird somit in seiner Wirkung allmählich durch die Einwirkung des Betriebskolbens BS ersetzt, welcher in der Bremsvorrichtung BF angeordnet ist·
Im folgenden soll anstelle eines Bremsvorganges ein
Bremslöse Vorgang ins Auge gefaßt werden, der durch eine normale
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Steuerung ausgelöst wird, welche einer Vollbremsung der Betriebs bremse nachfolgt. Diese normale Steuerung des Bremslösevorganges
bewirkt einen schnellen Abfall des Betriebsdruckes. Die Kammern A, B, C werden dabei über die Leitung 1 entlüftet, wobei sich
jedoch die Kammer B wegen der kalibrierten Öffnung OC viel sehne!
ler entleert als die Kammern A und C. Dies bedeutet im vorliegenden
Falle, daß der Bremsdruck, welcher aufgrund der kalibrierten Bohrung OC in der Kammer C aufrechterhalten wird, einen Abfall
des Kolbens PV und ein Wiedereinschalten des Fingers DV bewirkt. Die kalibrierte Bohrung OC ist so bemessen, daß der in
der Bremslösekammer A herrschende Druck den Wert P1. nur dann erreicht,
nachdem der Riegel wiedereingeschaltet ist. In bestimmten
Fällen kann man auch zwei kalibrierte Bohrungen unterschiedlicher Größe vorsehen, welche in den Versorgungsleitungen und
in den Entlüftungskammern A und C angeordnet sind.
Nach einem Bremsvorgang mit Hilfe der mit einer Feder
ausgestatteten Bremse wird mit der Wiederversorgung des Bremssystems begonnen; anschließend daran wird mit der Betriebebremse
eine Vollbremsung durchgeführt, an welche sich ein normaler
Bremslösevorgang der Bremsen anschließt.
Wenn es erforderlich ist, auf einem stehenden Fahrzeug einen Bremslösevorgang durchzuführen, ohne daß man dabei über
eine Druckluftquelle verfügt, dann muß man in den Hebel 13 eine Stange einführen oder einschrauben, um auf diese Weise den Brems
kolben PF und die Kolbenstange 11 so lange zu verschieben, bis
der Verriegelungsfinger DV - nachdem er sich über den Teil 11d hinwegbewegt hat - unter der Einwirkung der Feder RV in die Nut
oder Aussparung eingreift, welche sich an die Schulter 11c anschließt.
Wenn es erwünscht ist, die Bremsbeläge, mit welchen der mit einer Feder ausgerüstete Zylinder verbunden ist, auszu
wechseln, so genügt es, die Versorgung des Bremszylinders über
den Verteiler zu unterbrechen, mit welchem das Fahrzeug oder das
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Fahrgestell bzw. Laufgestell ausgerüstet ist. Anschließend daran
muß der Steuerbehälter des Verteilers schnell entleert werden, um auf diese Weise ein schnelles Bremsenlösen vorzutäuschen. Auf
diese Weise rastet der Riegel VE unter der Einwirkung desjenigen Überdruckes ein, welcher aufgrund der kalibrierten Bohrung OC in
der Kammer C herrscht. Man kann gleichermaßen die Hilfsluftbehälter
und Steuerbehälter entleeren, um auf diese Weise mittels des Hebels 13 einen Bremslösevorgang von Hand zu bewirken.
Es ist klar, daß durch die beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen der Erfindungsgegenstand keineswegs
beschränkt wird. Vielmehr sind weitere Verwirklichungsformen möglich und denkbar, ohne daß hierdurch der Rahmen der Grundkonzeption
gesprengt wird. So kann die Steuerung der Bremslösekammei
und diejenige der Steuerkammern des Verriegelungszylinders auch auf hydraulisch betätigte und mit einer Feder ausgerüstete Zylinder
oder aber auf Bremszylinder für Straßenfahrzeuge angewandt werden. Insbesondere kann der Riegel Andrückhebel, einen Rollenkranz
oder aber eine Klemmscheibe besitzen. Der Riegel kann gleichermaßen nicht nur auf die Kolbenstange sondern vielmehr auch
auf den Kolben selbst wirken. Andererseits kann der Riegel VE eine Differentialanordnung mit zwei Kolben besitzen, welche auf
!der einen und auf der anderen Seite der Kolbenstange 11 angeordnet sind.
- Patentansprüche -
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L e e r s
e i \ e
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEIMit einer Feder ausgerüsteter Bremszylinder mit einem Bremskolben, welcher in der einen Richtung von einer Feder, in der anderen Richtung hingegen durch den Druck der Betriebsbremse bewegt wird, welcher in einer Bremslösekammer des Zylinders herrscht, und einem Riegel mit einem Verriegelungselement, welches den Bremskolben in axialer Richtung arretieren kann, sowie einem Verriegelungskolben, welcher dieses Verriegelungselement steuert, wobei dieser Kolben von dem Druck der Betriebsbremse in Richtung der Entriegelung des Riegels gegen die Einwirkung eines Anlagemittels bewegt wird, d a d u r ο gekennzeichnet , daß der Wert des Druckes der Betriebsbremse, bei welchem sich der Betriebskolben von einer äußeren Bremslösestellung ausgehend zu bewegen beginnt, größer ist als der Wert des Betriebsbremsdruckes, bei welchem der Verriegelungskolben von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung übergeht.2. Zylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß in der Entlüftungsleitung der Bremslösekammer dieses Zylinders ein Mittel zur zeitlichen Verzögerung vorgesehen ist, um die Inbetriebnahme des Bremskolbene gegenüber dem Betrieb des Verriegelungskolbens zeitlich zu verzögern, wenn der Betriebsdruck während eines normalen Bremsvorganges schnell abfällt, welch letzterer einer Betriebsbremsung oder aber einem Bremslösevorgang folgt.5. Zylinder nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Verriegelungskolben ein Stufenkolben ist, dessen große Wirkfläche durch den Druck der Betriebsbremse in Richtung der Entriegelung bewegt wird, während dessen kleine Wirkfläche duroh das Anlegemittel in Richtung der Verriegelung verschoben wird, und daß die kleine Wirkfläche eine Verriegelungskammer begrenzt, welche von dem Druck der Betriebsbremse über ein Verzögerungsmittel versorgt wird, wodurch eine zeitliche Verzögerung gegenüber der Ent-809831/008SORIGINAL INSPECTED2703592lüftung einer von der großen Wirkfläche des Stufenkolbens begrenzten Entriegelungskammer bewirkt wird.J4. Zylinder nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Verzögerungsmittel, welche zeitliche Verzögerungen in den EntlüftungsVorgang der Bremslösekammer dieses Zylinders und in die Verriegelungskammer des Riegels einführen, von ein und derselben kalibrierten Bohrung gebildet werden.|5. Zylinder nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekenn j zeichnet, daß in der Versorgungsleitung der Entrie gelungskammer des Verriegelungskolbens ein Elektroventil angeordnet ist, über welches diese Kammer entweder an die Atmosphäre anschließbar oder aber mit der Versorgungsleitung für den Druck der Betriebsbremse verbindbar ist.|6. Zylinder nach Anspruch 3, dadurch gekenn-zeichnet, daß der Riegel einen zweiarmigen Hebel besitzt, welcher in einer Ebene schwenkbar gelagert ist, diej senkrecht zu der Achse der Kolbenstange des Bremskolbens liegt!! und von dem Verriegelungskolben verschwenkbar ist, und daß; der eine Arm dieses Hebels das Verriegelungselement bildet.7. Zylinder nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß Mittel vorgesehen sind, welche den Riegel in der Verriegelungsstellung aufrechterhalten, wenn der Betriebsdruck von dem Einschaltwert bis zu einem Verschiebewert angestiegen ist.b. Zylinder nach Anspruch 7, dadurch gekenn-S zeichnet, daß diese Aufrechterhaltungsmittel aus j einem Vorsprung an der Stange des Verriegelungskolbens bestehen, und daß dieser Vorsprung mit einer Aussparung zusammenarbeitet, welche in der Stange des Bremskolbens angeordnet ist.809831 /0095
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Legal Events
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| 8141 | Disposal/no request for examination |