DE2702774A1 - Vorrichtung zur drehzahlregelung von turbo-luftstrahltriebwerken - Google Patents
Vorrichtung zur drehzahlregelung von turbo-luftstrahltriebwerkenInfo
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Description
270277*
Patentanwälte 2 DIPL.-PHYS. JÜRGEN WEISSE DIPL.-CHEM. DR. RUDOLF WOLGAST
D 562o Velbert 11 - Langenberg, Bökenbusch 41 Postfach 11 o3 86 Telefon (o2127) 4ol9 Telex 8516895
Vorrichtung zur Drehzahlregelung von Turbo-Luftstrahltriebwerken
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Drehzahlregelung von Turbo-Luftstrahltriebwerken für Flugzeuge mit einem
Sollwertgeber, der ein Solldrehzahlsignal liefert, welches eine kommandierte Drehzahl des Hochdruckverdichters des Turbo-Luftstrahltriebswerkes
wiedergibt, einem Drehzahlgeber, welcher ein Istdrehzahlsignal liefert, das die tatsächliche Drehzahl des
Hochdruckverdichters wiedergibt, Mitteln zur Bildung der Differenz dieser beiden Signale als Regelabweichungssignal,
einem Regler, auf den das Regelabweichungssignal aufgeschaltet ist und der zur Erzeugung eines einer zugemessenen Brennstoffmenge
entsprechenden, der Regelabweichung entgegenwirkenden Reglerausgangssignals eingerichtet ist, einem Funktionsgeber, welcher die sich aus den Charakteristiken des Turbo-Luftstrahltriebwerkes
für den stationären Zustand ergebende Abhängigkeit der Brennstoffmenge von der Drehzahl des Hochdruckverdichters
speichert und in Abhängigkeit von einem einer Drehzahl entsprechenden Eingangssignal ein die zugehörige
Brennstoffmenge wiedergebendes Ausgangssignal liefert, und
signalbegrenzenden Mitteln zur Begrenzung des die zugemessene
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Brennstoffmenge bestimmenden Signals derart, daß stets ein
ausreichender Abstand von kritischen Triebwerkzuständen, z.B. von der Pumplinie, gewährleistet ist.
Die Drehzahlregelung von Turbo-Luftstrahltriebwerken über den
gesamten Drehzahlbereich hinweg bedingt einen relativ weiten Änderungsbereich der zuzumessenden Brennstoffmenge. Bei
Verwendung eines reinen Proporbionalreglers (P-Regler) würde dies nach ausgeführten Drehzahlkommandos zu einer großen
Abweichung zwischen Soll- und Istwert der Drehzahl (P-Abweichung) führen; denn für eine höhere stationäre Drehzahl
ist eine höhere stationäre Brennstoffmenge nötig und die kann
ein P-Regler stationär nur liefern, wenn das aus dem Regelabweichungssignal abgeleitete Reglerausgangssignal stationär yist.
Dies wiederum ist nur möglich, wenn die Regelabweichung stationär ">
O, d.h. der Istdrehzahlwert kleiner als der Solldrehzahlwert ist. Die P-Abweichung ist um so kleiner, je größer
der P-Faktor des Reglers ist. Nur bei unendlich großem P-Faktor wäre auch die P-Abweichung = 0. Da dies in der Praxis nicht
realisierbar ist und andererseits auch schon größere P-Faktoren zu Instabilitäten des Regelkreises führen, ist es üblich, einen
Integralanteil parallel zu schalten. Dieser integriert die bleibende P-Regelabweichung so lange auf, bis das Regelabweichungssignal
= 0, d.h. die Solldrehzahl gleich der Istdrehzahl ist. Die Verwendung eines Integrators hat jedoch stets
eine entdämpfende Wirkung auf das Verhalten des Regelkreises. Sind nun bestimmte Forderungen bezüglich der Dämpfung zu
erfüllen, so muß versucht werden, dem Regler einen Großteil der Arbeit durch eine Steuerung abzunehmen, da dann die P- und I-Anteile
des Reglers relativ schwach aufgeschaltet und die erwähnten negativen Auswirkungen erheblich gemindert werden
können.
Es ist daher bekannt, einen Funktionsgeber vorzusehen, welcher die sich aus den Charakteristiken des Turbo-Luftstrahltriebwerkes
für den stationären Zustand ergebende Abhängigkeit der Brennstoffmenge von der Drehzahl des Hochdruckverdichters
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speichert. Ein einer Drehzahl entsprechendes Eingangssignal bewirkt an dem Funktionsgeber ein Ausgangssignal, das die
zugehörige Brennstoffmenge für den stationären Zustand
("stationäre Brennstoffmenge") wiedergibt. Als Eingangssignal des Funktionsgebers dient bei der bekannten Vorrichtung das
Istdrehzahlsignal des Drehzahlgebers, das die tatsächliche Drehzahl des Hochdruckverdichters wiedergibt. Es wird so ein
Steuersignal der jeweiligen tatsächlichen Drehzahl des Hochdruckverdichters nachgeführt. Dieses nachgeführte Steuersignal
bewirkt die Zumessung einer Brennstoffmenge, welche normalerweise unabhängig von dem Regelabweichungssignal die
jeweils erreichte Drehzahl hält. Das Regelabweichungssignal wird diesem nachgeführten Steuersignal überlagert.
Wenn die Drehzahl eines Turbo-Luftstrahltriebwerkes zur
Erhöhung der Leistung hochgefahren werden soll, so wird durch den Sollwertgeber ein höheres Solldrehzahlsignal vorgegeben,
wodurch das Regelabweichungssignal vergrößert und dementsprechend eine größere Brennstoffmenge zugemessen wird.
Nun könnte es sein, daß bei großen Drehlzahlkommandos und entsprechend großen Regelabweichungssignalen mit zusätzlich
addiertem, nachgeführtem Steuersignal eine so große Brennstoffmenge zugemessen würde, daß die sogenannte "Pumplinie" des
Triebwerkes überschritten werden könnte. Im letzteren Fall würde die als "Pumpen" bekannte Pulsation im Triebwerk eintreten,
die in kürzester Zeit zu einer Zerstörung des Triebwerkes führen würde (vgl. z.B. Coben, Rogers u. Saravanamuttoo, "Gas
Turbine Theory", Verlag Longman, London 1972, Seiten 111-114). Es ist daher bekannt, das Signal, welches die zugemessene
Brennstoffmenge bestimmt, durch signalbegrenzende Mittel in
Abhängigkeit vom Abstand, den die entsprechenden Triebwerksparameter von der Pumplinie haben, zu begrenzen.
-A-
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Es ist weiterhin bekannt, das Reglerausgangssignal in Abhängigkeit
von Triebwerkparametern z.B. Drücken oder Temperaturen Begrenzungen zu unterwerfen. Wenn sich ein solcher Triebwerksparameter
einem vorgegebenen Wert nähert oder diesen erreicht, wird das Drehzahl-Reglerausgangssignal durch Übergang auf einen
entsprechenden Grenzwertregelkreis ausgeblendet.
Es hat nun sich gezeigt, daß bei der bekannten Nachführung der zugemessenen Brennstoffmenge nach der tatsächlichen Drehzahl
mittels des Funktionsgebers die Einschwingzeiten bis zum Erreichen einer kommandierten Drehzahl in manchen Fällen
unerwünscht lang sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung der eingangs definierten Art zur Drehzahlregelung von Luftstrahltriebwerken
die Einschwingzeiten zu verringern, d.h. die Zeit, die erforderlich ist, um bei einer Änderung des Solldrehzahlsignals
das Triebwerk auf die neue kommandierte Drehzahl zu bringen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das
besagte Eingangssignal von dem Solldrehzahlsignal gebildet wird.
Erfindungsgemäß wird somit bei einer Änderung des Solldrehzahlsignals
die über das Ausgangssignal des Funktionsgebers zugemessene Brennstoffmenge nicht der jeweiligen tatsächlichen
Drehzahl nachgeführt, wobei die Drehzahländerungsgeschwindigkeit durch das schwach aufgeschaltete Regelabweichungssignal
bestimmt ist, sondern es wird sofort die Brennstoffmenge zugemessen, die der neuen durch das Solldrehzahlsignal
kommandierten Drehzahl entspricht. Es wird daher z.B. bei einer Erhöhung der kommandierten Drehzahl die zugemessene Brennstoffmenge
sofort entsprechend erhöht, so daß das Luftstrahltriebwerk - auch unabhängig von dem überlagerten Reglerausgangssignal schnell
auf die neue Drehzahl hochgefahren wird. Dadurch kann die Einschwingzeit verkürzt werden. Die signalbegrenzenden
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Mittel sorgen dafür, daß die erhöhte Zumessung der Brennstoffmenge
nicht zu einem überschreiten vorgegebener Parametergrenzwerte des Triebwerkes führt, sondern die zugemessene
Brennstoffmenge erforderlichenfalls begrenzt wird. Das Triebwerk wird dann mit einem Sicherheitsabstand längs der
Pumplinie bzw. ohne überschreiten anderer Grenzwerte hochgefahren.
Da das einer Brennstoffmenge entsprechende, jetzt jedoch von der Solldrehzahl abhängige Ausgangssignal des
Funktionsgebers aus finktionstechnischen Gründen erst hinter einem Teil der signalbegrenzenden Mittel eingespeist werden
kann, würde dieses Ausgangssignal im Falle des Wirksamwerdens der erwähnten Begrenzungen diese zunichte machen, was ein
Überschreiten der Grenzwerte zur Folge hätte. Um das zu verhindern, ist daher in weiterer Ausbildung der Erfindung
vorgesehen, daß der Funktionsgeber das Istdrehzahlsignal als zweites Eingangssignal erhält und ein zweites Ausgangssignal
liefert, das der diesem Istdrehzahlsignal zugeordneten Brennstoffmenge entspricht, und daß bei Wirksamwerden einer der
besagten Bregrenzungen dieses zweite Ausgangssignal statt des der Solldrehzahl zugeordneten Ausgangssignals dem begrenzten
Reglerausgangssignal überlagerbar ist.
Damit ist gewährleistet, daß bei Wirksamwerden der Begrenzungen an der nachgeschalteten Einspeisungsstelle des Funktionsgeberausgangssignal
nie ein größeres Signal als das entsprechend der gerade erreichten Drehzahl eingespeist werden kann.
Da in der Nachbildung der Brennstoffmenge-Drehzahlcharakteristik
durch den Funktionsgeber Ungenauigkeiten auftreten können, ist es auch deshalb vorteilhaft, daß das Reglerausgangssignal
einen P-Anteil und einen I-Anteil enthält und
daß der I-Anteil bei Wirksamwerden einer der Begrenzungen oder dann, wenn das Regelabweichungssignal einen vorgegebenen
Grenzwert überschreitet, abschaltbar ist.
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Der Integralanteil kann solche Ungenauigkeiten ausregeln. Im Fall einer Begrenzung des Reglerausgangssignals bei Annäherung
oder Erreichen eines vorgegebenen Grenzwertes wird der Eingang in den Integrator abgeschaltet. Dadurch wird verhindert, daß
der Integralanteil während einer solchen Begrenzung, durch welche u.a. eine schnelle Reduzierung des Regelabweichungssignals verhindert wird, unerwünscht stark ansteigt. Anderenfalls
würde bei Aufhebung der Begrenzung ein sprungartiges, um den aufgelaufenen Integralanteil zu hohes Signal in den Regelkreis
eingespeist.
Es ist weiterhin möglich, daß das zweite Ausgangssignal zugleich als Verlöschsicherung mit einem Faktor ·<
1 multipliziert einer Maximumauswahlschaltung zugeführt wird, die außerdem von der Summe des ggf. begrenzten Reglerausgangssignals und des
diesem überlagerten ersten oder zweiten Ausgangssignals des Funktionsgebers beaufschlagt ist. Hierdurch wird das zweite
Ausgangssignal des Funktionsgebers in an sich bekannter Weise zweifach ausgenutzt.
Die Drehzahlregelung von Turbo-Luftstrahltriebwerken bietet in
der Praxis außerordentliche Schwierigkeiten, da die Regelstrecke in hohem Grade nichtlinear ist. Zur Erzielung einer von
Nichtlinearitäten der Regelstrecke weitgehend unbeeinflußten gleichmäßigen Drehzahlregelung über den gesamten Drehzahlbereich
des Luftstrahltriebwerkes hinweg ist es weiterhin vorteilhaft, wenn das Regelabweichungssignal zur Bildung des
Reglerausgangssignals mit einem die Nichtlinearitäten der Triebwerksparameter oder des Triebwerksverhaltens berücksichtigenden,
von der Istdrehzahl und dem Totaleinlaufdruck des Turbo-Luftstrahltriebwerkes abhängigen Faktor aufgeschaltet
ist.
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Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die zugehörige Zeichnung näher erläutert,
die ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Drehzahlregelvorrichtung
zeigt.
Mit 1o ist ein Turbo-Luftstrahltriebwerk bezeichnet, das in
üblicher Weise aufgebaut und daher nicht näher beschrieben ist. Die Drehzahl η des Hochdruckverdichters wird mittels eines
Drehzahlgebers 12 gemessen, der ein entsprechendes Istdrehzahlsignal liefert. Ein Sollwertgeber 14 gestattet die Vorgabe
einer kommandierten Drehzahl η und liefert ein entsprechendes Solldrehzahlsignal. In einem Summierpunkt 16 wird die Differenz
Δ η = η - η c
als Regelabweichungssignal gebildet. Dieses Regelabweichungssignal Δ η liegt an einem Koeffizientenglied 18 an. Das
Koeffizientenglied 18 erhält das Istdrehzahlsignal n, sowie
über Leitung 2o ein Signal p, welches dan Totaleinlaufdruck des Turbo-Luftstrahltriebwerks wiedergibt. Es wird hieraus ein
Koeffizient gebildet, mit welchem das Regelabweichungssignal Δ η
aufgeschaltet wird. Durch diesen von anderen Zustandsgrößen des Turbo-Luftstrahltriebswerkes 1o abhängigen Koeffizienten wird
der Nichtlinearität der Regelstrecke entgegengewirkt und ein
weitgehend gleichförmiges Regelverhalten über den gesamten Arbeitsbereich des Turbo-Luftstrahltriebwerks 1o hinweg
erreicht.
Das Ausgangssignal k . Δ η des Koeffizientengliedes 18 liegt an
einem Summierpunkt 22 unmittelbar an. Es liegt weiterhin über einen von einer Logik 24 gesteuerten Schalter 26, ein Koeffizientenglied
28, das einen konstanten Koeffizienten "a" symbolisiert,
und einen Integrator 3o mit einer übertragungsfunktion =
ebenfalls an dem Summierpunkt 22. Es wird so ein Reglerausgangssignal V6 gebildet, das von der direkten Aufschaltung
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-χ-
auf den Summierpunkt 22 einen P-Anteil und durch die Aufschaltung
über den Schalter 26 und den Integrator 3o einen I-Anteil besitzt. Da beide Anteile vom Ausgang des Koeffizientengliedes
18 bestimmt sind, ist das Verhältnis, in welchem diese Anteile aufgeschaltet sind, konstant und durch das Koeffizientenglied
28 bestimmt. Das ist wichtig, wenn ein gleichförmiges Regelverhalten über den gesamten Arbeitsbereich des Turbo-Luftstrahltriebwerkes
hinweg erreicht werden soll.
Der I-Anteil ist durch die Logik 24 nach bestimmten Kriterien
abschaltbar, wie noch erläutert werden wird.
An dem Turbo-Luftstrahltriebwerk 1o werden Triebwerksparameter,
nämlich der Totaldruck p~ am Ausgang des Hochdruckverdichters
oder Eingang der Brennkammer, die relative reduzierte Drehzahl n. des Niederdruckverdichters und die Temperatur T4 am Ausgang
der Turbine, gemessen. Diese Parameter werden in Summierpunkten 32,34 bzw. 36 mit Schwellwerten p_ , η bzw. T. verglichen.
Die sich daraus ergebenden Differenzsignale werden bei 38, 4o bzw. 4 2 mit Konstanten multipliziert, woraus sich die Signale
V1, V3 bzw. V2 ergeben, die ihrerseits Grenzwertregelsignale darstellen.
Die Grenzwertregelsignale V1, V3 und V2 liegen zusammen mit dem
Reglerausgangssignal V6 an einer Minimumauswahlschaltung 44. Die Minimumauswahlschaltung 44 läßt von den anliegenden Größen
jeweils die kleinste durch. Wenn also das Reglerausgangssignal V6 größer als einer oder mehrere der drei Grenzwertregelsignale
V1, V3 oder V2 wird, dann erfolgt eine Begrenzung des Signals auf das kleinste dieser Grenzwertregelsignale. Dieses jeweils
kleinste Signal, das am Ausgang der Minimumauswahlschaltung 44 erscheint, ist mit V7 bezeichnet.
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Bei einer solchen Signalbegrenzung wird auch die Logik 24 wirksam, an der die Signale V1, V2, V3, V6,. η und ein
Grenzwert D anliegen. Wenn entweder V1*^V6 oder V2<V6 oder
V3 < V6 oder wenn J Δ n|> D, dann schaltet die Logik 24 den
Schalter 26 in die Stellung "O", so daß der Ausgang des Koeffizientengliedes
18 von dem Koeffizientenglied 28 und dem Integrator 3o abgeschaltet ist.
Das Ausgangssignal V7 der Minimumauswahlschaltung 44 liegt an einem Summierpunkt 46. In einem Funktionsgeber 48 ist die sich
aus der Charakteristik des Turbo-Luftstrahltriebwerkes 1o für den stationären Zustand ergebende Abhängigkeit der Brennstoffmenge
von der Drehzahl η des Hochdruckverdichters gespeichert. Wenn eine bestimmte Brennstoffmenge auf das Turbo-Luftstrahltriebwerk
1o gegeben wird, dann stellt sich an diesem als stationärer Zustand eine zugehörige Drehzahl η ein. Umgekehrt
ist eine bestimmte Brennstoffmenge erforderlich, um das Turbo-Luftstrahltriebwerk
auf einer vorgegebenen Drehzahl η zu halten. Wenn ein einer Drehzahl entsprechendes Eingangssignal
auf den Funktionsgeber gegeben wird, dann liefert der Funktionsgeber 48 ein die zugehörige Brennstoffmenge wiedergebendes
Ausgangssignal.
Der Funktionsgeber 48 hat hier zwei Eingänge 5o und 52, an welche je ein Eingangssignal anlegbar ist, und zwei Ausgänge
bzw. 56, an denen die den Eingangssignalen zugeordneten Ausgangssignale erscheinen, über einen Umschalter 58, der von
einer Logik 6o gesteuert ist, ist wahlweise der Ausgang 54 oder der Ausgang 56 an den Summierpunkt 46 anlegbar. An dem Eingang
5o liegt das Solldrehzahlsignal η . Dementsprechend erscheint an dem Ausgang 54 ein Signal, welches die der kommandierten
Drehzahl zugeordnete "stationäre Brennstoffmenge" wiedergibt.
An dem Eingang 52 liegt das Istdrehzahlsignal n. Dementsprechend erscheint an dem Ausgang 56 ein Signal, welches die der
tatsächlichen Drehzahl des Hochdruckverdichters zugeordnete stationäre Brennstoffmenge wiedergibt. Der Schalter 58 wird von
809831/0037 " 1° "
der Logik 60 in die Stellung "1" geschaltet, wenn entweder V1 <; V6 oder V2 V6 oder V3 ■ V6 ist, wenn also das Reglerausgangssignal
V6 einer Begrenzung durch die Minimumauswahlschaltung 44 unterworfen ist.
Wenn das Reglerausgangssignal V6 nicht begrenzt ist, dann wird diesem Reglerausgangssignal V6 = V7 im Summierpunkt 46 ein
Signal überlagert, welches die der kommandierten Drehzahl zugeordnete stationäre Brennstoffmenge wiedergibt.
Das so erhaltene Signal ß, welches, wenn man von Signalbegrenzungen
u.dgl. absieht, die zugemessene Brennstoffmenge darstellt, wird über eine Maximumauswahlschaltung 62 und
signalbegrenzende Mittel 64 auf eine Brennstoffzumeßeinheit
(FCU) 66 gegeben, welche dem Turbo-Luftstrahltriebwerk 1o eine entsprechende Brennstoffmenge zuführt.
An der Maximumauswahlschaltung 64 liegt außer dem Signal ß über ein Koeffizientenglied 68, das einen Koeffizienten <, 1 ,
beispielsweise 0,5, darstellt, der Ausgang 56 des Funktionsgebers 48 an. Hierdurch wird sichergestellt, daß bei einem
Absinken von ß aus irgendeinem Grunde stets wenigstens die Hälfte der Brennstoffmenge zugeführt wird, die als stationäre
Brennstoffmenge der augenblicklichen Drehzahl η zugeordnet ist.
Damit wird einem Verlöschen des Triebwerks entgegengewirkt. Diese zusätzliche Aufgabe wird von dem Funktionsgeber 48
ebenfalls übernommen.
Die signalbegrenzenden Mittel 64 begrenzen die zugemessene Brennstoffmenge so, daß ein "Pumpen" des Turbo-Luftstrahltriebwerkes
sicher ausgeschlossen ist.
Die vorstehende Beschreibung erläutert die Erfindung anhand der Verarbeitung analoger Signale. Es kann aber auch in bekannter
Weise ein Digitalrechner vorgesehen sein, der die digitalisierten Signale entsprechend verarbeitet. In diesem Falle symbolisieren
die Blöcke in der Figur Rechen- und Speicheroperationen.
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Claims (4)
- Patentansprüche1J Vorrichtung zur Drehzahlregelung von Turbo-Luftstrahltriebwerken für Flugzeuge mit einem Sollwertgeber, der ein Solldrehzahlsignal liefert, welches eine kommandierte Drehzahl des Hochdruckverdichters des Turbo-Luftstrahltriebwerkes wiedergibt, einem Drehzahlgeber, welcher ein Istdrehzahlsignal liefert, das die tatsächliche Drehzahl des Hochdruckverdichters wiedergibt, Mitteln zur Bildung der Differenz dieser beiden Signale als Regelabweichungssignal, einem Regler, auf den das Regelabweichungssignal aufgeschaltet ist und der zur Erzeugung eines einer zugemessenen Brennstoffmenge entsprechenden, der Regelabweichung entgegenwirkenden Reglerausgangssignals eingerichtet ist, einem Funktionsgeber, welcher die sich aus den Charakteristiken des Turbo-Luftstrahltriebwerkes für den stationären Zustand ergebende Abhängigkeit der Brennstoffmenge von der Drehzahl des Hochdruckverdichters speichert und in Abhängigkeit von einem einer Drehzahl entsprechenden Eingangssignal ein die zugehörige Brennstoffmenge wiedergebendes Ausgangssignal liefert, und signalbegrenzenden Mitteln zur Begrenzung des die zugemessene Brennstoffmenge bestimmenden Signals derart, daß stets ein ausreichender Abstand von kritischen Triebwerkzuständen, z.B. von der Pumplinie gewährleistet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das besagte Eingangssignal von dem Solldrehzahlsignal (n ) gebildet wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher das Reglerausgangssignal in Abhängigkeit von Triebwerksparametern Begrenzungen unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Funktionsgeber (48) das Istdrehzahlsignal (n) als zweites Eingangssignal erhält und ein zweites Ausgangssignal liefert, das der diesem Istdrehzahlsignal (n) zugeordneten Brennstoffmenge entspricht, und daß bei809831/0037 " 12 "ORIGINAL INSPECTEDWirksamwerden einer der besagten Begrenzungen dieses zweite Ausgangssignal statt des der Solldrehzahl (n ) zugeordneten Ausgangssignals dem begrenzten Reglerausgangssignal (V7) überlagerbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Reglerausgangssignal (V6) einen P-Anteil und einen I-Anteil enthält und daß der I-Anteil dann, wenn das Regelabweichungssignal ( Δη) einen vorgegebenen Grenzwert (D) überschreitet, abschaltbar ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelabweichungssignal (A n) zur Bildung des Reglerausgangssignals mit einem die Nichtlinearitäten der Triebwerksparameter oder des Triebwerksverhaltens berücksichtigenden, von der Istdrehzahl(n) und dem Totaleinlaufdruck (p) des Turbo-Luftstrahltriebwerkes (1o) abhängigen Faktor (k) aufgeschaltet ist.809831/0037
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ID=5999394
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE2702774A Expired DE2702774C3 (de) | 1977-01-24 | 1977-01-24 | Vorrichtung zur Drehzahlregelung von Turbo-Luftstrahltriebwerken |
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