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Feuerschutztüre oder -tor
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Die Erfindung betrifft eine Feuerschutztüre oder ein Feuerschutztor
mit einer Metall-Zarge und einem an der Zarge verriegelbaren, von wenigstens einer
Haltevorrichtung beweglich gehaltenen Türblatt aus hitzebeständigem Material.
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Derartige Türen bzw. Tore sollen im Brandfall das ttbergreifen des
Brandes von einem Raum zum nächsten verhindern. DarUber hinaus sollen derartige
Türen oder Tore aber auch möglichst rauchdicht sein. Diese Forderungen werden umso
besser erflillt, je kleiner die zwischen der Zarge und dem Türblatt verbleibenden
Spalte sind. Der Verringerung derartiSero Spalte sind jedoch Grenzen gesetzt, wenn
die Türe bzw. das Tor beim denen und Schließen nicht klemmen soll. Aber auch wenn
die Spalte
zwischen Türblatt und Zarge durch konstruktive Maßnahmen
klein gehalten sind, kann bei herkömmlichen Türen bzw. Toren im Brandfall nicht
verhindert werden, daß sich das Türblatt verzieht und verwirft, so daß zwischen
Zarge und Türblatt relativ große Spalte entstehen können, durch die das Feuer übergreifen
und der Rauch durchtreten kann.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Feuerschutztüre bzw. ein Feuerschutztor
der eingangs erläuterten Art so zu verbessern, daß im Brandfall keine Spalte zwischen
Türblatt und Zarge entstehen können.
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Diese Aufgabe wird erflndungsgemäß dadurch gelöst, daß das TUrblatt
bei geschlossener Türe bzw. geschlossenem Tor vertikal absenkbar ist, daß am Türblatt
und der Zarge einander zugeordnete Riegel teile wenigstens eines bei geschlossener
Türe bzw. geschlossenem Tor durch vertikales Absenken des TUrblatts verriegelbaren
Schließriegels und/oder Rauchriegels angebracht sind und daß die Haltevorrichtungen
wenigstens ein das Türblatt in einer vertikal angehobenen Stellung haltendes Tragelement
aufweist, das auf die im Brandfall sich entwickelnde Hitze anspricht und das Türblatt
für die vertikale Absenkbewegung freigibt.
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Bei einer derartigen Türe bzw. einem solchen Tor werden Spalte, die
aus konstruktiven Gründen, etwa um das Klemmen des Türblatts zu verhindern, zwischen
Zarge und Türblatt vorgesehen sind, selbsttätig geschlossen. Das im Brandfall freigegebene
Türblatt sinkt aufgrund seines Eigengewichts nach unten und schließt die am TUrblatt
und der Zarge einander zugeordneten Riegelteile von Rauchriegeln und Schließriegeln.
Die Riegelteile der Rauchriegel werden hierbei aneinander gedrückt und schließen
vormals vorhandene
Spalte rauchdicht ab. Die Schließriegel können
zwei Funktionen haben. Zum einen können sie das Türblatt an der Zarge verankern,
so daß sich das Türblatt nicht verwerfen kann; zum anderen können sie Keilrlächen
aufweisen, die die Vertikalbewegung des Türblatts in eine Bewegung mit horizontaler
Komponente umlenken. Auf diese Weise können auch seitlich des Türblatts befindliche
Rauchriegel geschlossen werden.
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Das Tragelement kann durch eine Vielzahl konstruktiver Maßnahmen realisiert
werden. Denkbar sind bimetallbetätigte Riegel, die das in vertikaler Richtung geführte
Türblatt im Brandfall entriegeln. Geeignet sind auch Aufhängungen, die das Türblatt
hängend halten und die im Brandfall aufgrund der Hitze plastisch deformierbar nachgeben
bzw. durch Hitze zerstört werden. Als gUnstig haben sich jedoch Ausführungsformen
erwiesen, bei denen das Tragelement nicht auf Zug, sondern auf Druck beansprucht
wird.
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In einer solchen Ausführungsform kann die Haltevorrichtung ein Auflager
aufweisen, auf dem sich ein Gegenlager des Torblatts vertikal verschiebbar geführt
abstützt. Zwischen dem Auflager und dem Gegenlager kann dann ein aufgrund der Hitze
im Brandfall dem Gegenlager ausweichender Abstandhalter angeordnet sein. Der Abstandhalter
besteht bevorzugt aus thermoplastischem Material, das im Brandfall erweicht und
dem Druck des Gegenlagers nachgibt.
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Der Abstandhalter kann aber auch durch einen bei Erwärmung ausweichenden
Bimetallstreifen gebildet sein, der im Brandfall beispielsweise unter dem Gegenlager
wegrutscht, das Gegenlager also vertikal nach unten freigibt.
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Bei schwenkbar angelenkten Türblättern, deren Haltevorrichtung als
Scharnierbänder ausgebildet sind, kann der Abstandhalter als Ring zwischen dem an
der Zarge befestigten Unterband und dem an dem Türblatt gehaltenen oberen Band auf
den Scharnierzapfen
als Ring aufgesteckt sein.
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Das auf Hitze ansprechende Tragelement des TUrblatts sollte von beiden
Seiten des Türblatts her gleichermaßen der Hitze ausgesetzt sein, um sicherzustellen,
daß Brände beiderseits des TUrblatts das Türblatt absenken. Vom Tragelement können
ggf. geeignete Wärmebrücken, beispielsweise Metallteile des Türblatt-Rahmens oder
dgl. zu beiden Oberflächen des Türblatts hin vorstehen.
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Gegebenenfalls können auch zwei auf gegenüberliegenden Seiten des
Türblatts angeordnete Abstandhalter vorgesehen sein, die sich aneinander abstützen.
Bei einem mittels eines Scharnierbands angelenkten Türblatt empfiehlt es sich, das
obere Band des Scharnierbands auf die dem Abstandring abgekehrte Seite des Türblatts
hin-Uberzuziehen und dort mit einem Auflager zu versehen, auf dem sich das Gegenlager
des Türblatts vertikal verschiebbar geführt, abstützt. Zwischen diesem Auflager
und dem Gegenlager kann dann ein weiterer, aufgrund der Hitze im Brandfall dem Gegenlager
ausweichender Abstandhalter angeordnet werden, sofern das von einer Seite des Türblatts
zur anderen Seite reichende Band vertikal verschiebbar am Türblatt geführt ist.
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Auch bei Schiebetoren, deren Türblatt an einer längs einer Laufschiene
verschiebbaren Gondel hängend gehalten ist, lassen sich auf Druck beanspruchte Abstandhalter
verwenden, wenn die Gondel ein Auflager aufweist, auf dem sich ein zur Oberseite
des Auflagers geführter, vertikal zum Auflager verschiebbarer Zuganker des Türblatts
über den Abstandhalter abstützt. Beispielsweise kann der Zuganker ein vom Rahmen
des Türblatts nach oben abstehender Bolzen sein, der durch ein Loch des Auflagers
tritt und sich auf der dem Auflager abgekehrten Seite eines auf den Bolzen gesteckten
Abstandrings abstützt.
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Im Rahmen der Erfindung geeignete Rauchriegel weisen zwei voneinander
beabstandete, zueinander parallele Dichtleisten auf,
von denen
die eine am Türblatt und die andere an der Zarge rauchdicht gehalten ist und die
im Brandfall beim Absenken des Türblatts aneinander anliegen. Derartige Rauchriegel
können sich zumindest entlang der Oberseite des Türblatts erstrecken. Ihre Dichtleisten
sind in diesem Fall übereinander angeordnet.
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Es lassen sich jedoch auch Rauchriegel schließen, deren Dichtleisten
sich entlang der vertikalen Seiten des Türblatts erstrecken, wenn die Haltevorrichtungen
des Türblatts auch eine orizontalbewegung zulassen, wie es beispielsweise bei Schiebetoren
oder dgl.
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der Fall ist. Zum Andrücken vertikal sich erstreckender Dichtleisten
kann wiederum die Absenkbewegung des Türblatts ausgenutzt werden, wenn wenigstens
ein das Türblatt mit der Zarge verriegelnder Keilflächenriegel vorgesehen ist, dessen
zur Vertikalrichtung geneigte Keilfläche beim Absenken des Türblatts im Brandfall
das Türblatt horizontal verschiebt und hierdurch die vertikale Dichtleiste des Türblatts
an die zugeordnete vertikale Dichtleiste der Zarge drückt. Der Einlauf der Keilfläche
des Keilflächenriegels verläuft bevorzugt vertikal. Der Keilflächenriegel kann somit
nur durch Anheben über den Einlauf hinaus entriegelt werden und nicht durch horizontale
Schubkräfte, wie sie beispielsweise beim Verwinden des Türblatts im Brandfall auftreten
können.
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Die Dichtleisten der Rauchriegel sind bevorzugt als Winkelprorilleisten
ausgebildet, deren freie Schenkel aufeinander zu gerichtet sind und zwischen sich
und dem Türblatt bzw. der Zarge jeweils eine Rinne bilden, in die der freie Schenkel
der jeweils anderen Dichtleiste bei geschlossener Tür bzw. geschlossenem Tor eingreift.
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Derartige Rauchriegel dichten labyrinthartig an zwei gegeneinander
versetzten Stellen ab.
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In die durch die Winkelprofilleisten gebildeten Rinnen können jeweils
Abdichtschnüre eingelegt sein, gegen die die Kante des
freien Schenkels
der anderen Dichtleiste drückt. Weiterhin kann zwischen der Abdichtschnur und dem
Boden der Rinne ein Streifen aus einem bei Erwärmung ausschäumenden Kunststoffmaterial
angeordnet sein, der im Brandfall ausschäumt und die Abdichtschnur gegen die Kante
des freien Schenkels der anderen Dichtleiste drückt. Derartige Abdichtschnüre und
Schichten aus bei Erwärmung ausschäumendem Kunststoffmaterial lassen sich jedoch
auch bei anderen Dichtleistenkoflstruktionen mit Vorteil verwenden.
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Zur Rauchabdichtung der Verikalkanten schwenkbar angelenkter TUrblätter,
kann die Zarge auf der einen Seite vor das Türblatt greifen, während das Türblatt
auf der anderen Seite mit einem vor die Zarge greifenden Kantenflansch versehen
ist. Derartige Abdichtungen sind jedoch unwirksam, wenn sich das Türblatt im Brandfall
verwirtt. Dies kann verhindert werden, wenn der Schließriegel als Zapfenriegel ausgebildet
ist, dessen starr am Türblatt oder an der Zarge befestigter Zapfen beim Schließen
der Türe in einen zum Zapfen und ggf. zur Schwenkrichtung des Türblatts offenen
vertikal nach unten sich fortsetzenden Schlitz in der Zarge bzw. dem Türblatt eintaucht.
Während an der Gelenkseite des Türblatts lediglich ein vertikaler Schlitz vorgesehen
sein muß, in. den der Zapfen beim Schließen der Tür mit der Stirnseite voraus eintaucht,
müssen an der gegenüberliegenden Seite Knieschlitze vorgesehen sein, in die der
Zapfen beim Schließen der Türe radial eindringt. Der nach unten sich verlängernde
Teil des Schlitzes nimmt den Zapfen beim Absenken der Türe im Brandfall auf. Gegebenenfalls
kann der Zapfen an seinem freien Ende eine Verdickung tragen, deren Durchmesser
größer als die Breite des vertikal nach unten sich fortsetzenden Bereichs des Schlitzes
ist. Ein solcher Schließriegel kann auch Zugkräfte in Richtung der Türblattebene
übertragen.
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Die Laufschiene und die AufhHngung des Türblatts eines Schiebetors
benötigt üblicherweise relativ viel Platz in vertikaler
Richtung.
Da Schiebetore bei Anwendung der Erfindung in einer angehobenen Stellung aufgehängt
sein müssen, möchte man den hierfür bei manchen Torkonstruktionen in vertikaler
Richtung benötigten Platz durch Bauhöhenverringerung der Aufhängung wieder einsparen.
Ein Ausführungsbeispiel das dies ermöglicht ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Laufschiene als nach oben offene Rinne ausgebildet ist und daß die Gondel eine über
die Rinne der Laufschiene greifende, nach unten offene Rinne aufweist und sich an
der Laufschiene über zwischen den Rinnen angeordnete Wälzkörper abstützt. Eine derartige
Konstruktion ist extrem flach; ihre Vorteile lassen sich auch bei nicht nach der
Erfindung aufgebauten Schiebetoren nutzen.
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Bevorzugt haben die Rinnen ein im wesentlichen V-förmiges Querschnittsprofil,
während die Wälzkörper als Kugeln ausgebildet sind. Derartige Rinnen zentrieren
sich selbsttätig quer zur Schieberichtung.
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Die Wälzkörper laufen bevorzugt in Käfige. Zweckmäßigerweise sind
mehrere in Längsrichtung der Rinnen voneinander beabstandete Käfige vorgesehen,
die mittels Kupplungsstangen aneinander gekuppelt sind.
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Auf diese Weise kann bei minimaler Kugelzahl das Tor gleichmäßig unterstützt
werden.
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Im folgenden sollen Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von
Zeichnungen näher erläutert werden und zwar zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf ein
erfindungsgemäßes Feuerschutz-Schiebetor; Fig. 2 einen Teilschnitt durch das Schiebetor
entlang der Linie II-II aus Fig. 1;
Fig. 3 einen Horizontalschnitt
durch das Schiebetor nach Fig. 1 in geschlossener Stellung; Fig. 4 einen Schnitt
entlang der Linie IV-IV aus Fig. 3; Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V aus
Fig. 2; Fig. 6 eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf eine erfindungsgemäße
Feuerschutztüre; Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VIl-VIl aus Fig. 6; Fig.
8 einen Schnitt entlang der Linie VIll-Vill aus Fig. 6; Fig. 9 einen Schnitt entlang
der Linie IX-IX aus Fig. 6; Fig. 10 eine Draufsicht auf den Rahmen des Türblatts
gesehen entlang der Linie X-X aus Fig. 9; Fig. 11 einen Schnitt entlang der Linie
XI-XI aus Fig. 6; Fig. 12 einen Schnitt entlang der Linie XII-XII aus Fig. 6; und
Fig. 13 ein im Rahmen der Erfindung verwendbares, auf die im Brandfall sich entwickelnde
Hitze ansprechendes Tragelement.
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Fig. 1 zeigt ein Feuerschutz-Schiebetor, dessen Türblatt 1 mit Hilfe
einer Aufhängung oder Gondel 3 an einer geringfügig gegen die Horizontalrichtung
geneigten Laufschiene 5 verschiebbar aufgehängt ist. Ein das Türblatt 1 in der Offenstellung
haltender Riegel 7 gibt im Brandfall das Türblatt 1 selbsttätig frei, worauf dieses
entlang der leicht geneigten Laufschiene 5 in seine Schließstellung rollt, in der
es einen Durchgang 9 verschließt.
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Oberhalb sowie seitlich des Durchgangs 9 ist, wie am besten die Fig.
2 und 3 zeigen, auf der dem Türblatt 1 zugekehrten Seite der Mauer eine Metall-Zarge
11 eingemauert, gegenüber der das Türblatt 1 im Brandfall abgedichtet werden kann.
Dfe Zarge 11 weist im wesentlichen U-förmiges Profil auf, dessen Schenkel 13 in
das Mauerwerk eingreifen und das zur besseren Wärmedämmung bis zum Profilboden mit
Beton oder Mörtel 15 ausgefüllt ist.
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Das Türblatt 1 weist zwei von einem Rahmen gehaltene, parallele Deckplatten
16 auf, zwischen den Wärme-Dämmplatten 18, beispielsweise aus Asbestzement, oder
dgl. aber auch aus Gasbeton oder ähnlichem Material angeordnet sind. Zusätzlich
sind in der Zarge 11 Streifen 20 aus wärmedämmendem Material auf der zur Zarge 11
weisenden Deckplatte 16 angebracht.
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Die Zarge 11 trägt auf ihrer ganzen Länge Dichtleisten, die mit entsprechenden
Dichtleisten am Türblatt 1 zusammenwirken und einen Rauchriegel bilden, der im Brandfall
vollständig dicht geschlossen werden kann.
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An der Oberseite des Türblatts 1 weist der Rauchriegel eine längs
der Oberkante des Türblatts sich erstreckende Winkelprofilleiste 17 auf, die entlang
ihrem einen Schenkel an der Zarge 1 gehalten ist und sich mit ihrem freien Schenkel
19 nach oben erstreckt.
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In die durch die Winkelprofilleiste 17 und die Zarge 11 gebildete
Rinne taucht ein von einer oberen Rahmentraverse 21 des
Türblatts
nach unten abgekanteter Schenkel 23 ein. Der Schenkel 23 bildet zwischen sich und
dem Türblatt 1 eine weitere, nach unten offene Rinne, die den freien Schenkel 19
aufnimmt. Das Türblatt 1 ist soweit angehoben gehalten, daß die Schenkel 19, 23
beim Verschieben des Türblatts 1 berührungsfrei in den Rinnen laufen.
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Das Türblatt 1 ist an einem Winkelblech 25 mittels Schraubbolzen 27
aufgehängt, die durch Bohrungen in der Rahmentraverse 21 und dem Winkelblech 25
nach oben austreten und auf der dem Winkelblech 25 abgekehrten Seite eines Abstandrings
29 mit Hilfe einer Mutter 31 abgestützt sind. Der Abstandring 29 besteht aus thermoplastischem
Material, das bei der im Brandfall sich entwickelnden Hitze erweicht, womit die
Rahmentraverse 21 und das Torblatt 1 nach unten absinken kann. Durch das Absinken
wird der Rauchriegel geschlossen, da die freien Schenkel 19, 23 jeweils gegen den
Boden der zugeordneten Rinne gedrückt werden. In Jede der Rinnen ist eine Abdichtschnur
33, beispielsweise eine Asbestschnur eingelegt, die die Abdichtung verbessert. Weiterhin
ist zwischen dem Boden der Rinne und der Abdichtschnur 33 ein Streifen 35 aus einem
bei Hitze im Brandfall ausschäumenden Kunststoffmaterial eingelegt, der die Abdichtung
noch weiter verbessert.
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ähnliche Rauchriegel sind an den vertikal verlaufenden seitlichen
Teilen der Zarge 11 vorgesehen. An der Zarge 11 sind wiederum in Längsrichtung der
Zarge sich erstreckende Winkelprofilleisten 37 bzw. 39 vorgesehen, deren freie Schenkel
41 bzw. 43 zur Offenstellung des Türblatts 1 hin abstehenund eine Tasche oder Rinne
bilden. Von den seitlichen Rahmenstielen 45 bzw. 47 ragen in Schließrichtung des
TUrblatts 1 Schenkel 49 bzw. 51 ab, die beim Schließen des Tors in die Rinnen der
Zarge 11 eingreifen.
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Der Schenkel 49 bildet zusammen mit einem in gleicher Richtung von
dem Rahmenstiel 45 abstehenden Steg 53 eine weitere Tasche
oder
Rinne, in die der Schenkel 41 eintaucht, während der Schenkel 51 mit dem Türblatt
1 eine entsprechende Rinne für den Schenkel 53 bildet. In die Rinnen sind wiederum
Abdichtschnüre 55 sowie Streifen 57 aus bei Hitze ausschäumbarem Kunststoffmaterial
eingelegt, die die Abdichtwirkung des Rauchriegels verbessern.
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Die Schenkel 49 und 51 sind quer zur Türblattebene gegeneinander versetzt,
so daß der Schenkel 49 am Schenkel 43 vorbeibewegt werden kann.
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Der in Schieberichtung vorn gelegene Rahmenstiel 45 trägt mehrere
Keilflächenriegel, von denen einer in Fig. 4 dargestellt ist. Die Keilflächenriegel
verriegeln das Türblatt 1 beim Absenken mit der Zarge 11 und drücken die Schenkel
41, 43, 49 und 51 fest gegen die Abdichtschnüre 55. Die Schenkel 49 des vorderen
Längsstiels 45 enthalten zu diesem Zweck durchgehende Knieschlitze 59, die zur freien
Kante des Schenkels 49 hin sich öffnen und eine von der Öffnung schräg nach oben
sich erstreckende Keilfläche 61 aufweisen. Der unmittelbar an die Öffnung anschließende
Einlaufteil 63 des Knieschlitzes 59 verläuft vertikal. Beim Schließen des Schiebetors
tritt ein quer zum Schenkel 49 an der Zarge 11 bzw. deren Schenkel 41 gehaltener
Steg 65 in den Knieschlitz 59 ein. Wird das Türblatt 1 im Brandfall abgesenkt, so
greift der Einlaufteil des nach oben gerichteten Knieschlitzbereichs hinter den
Steg 65 und verriegelt das Türblatt 1 gegen horizontale Verschiebungen. Erreicht
die Keilfläche 61 des absinkenden Türblatts 1 den Steg 65, so wird das Türblatt
1 durch das Türgewicht längs der Keilfläche 61 gegen die Abdichtschnur 55 gepreßt.
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Die Gondel 3 stützt sich über Kugeln 67 an der Laufschiene 5 ab.
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Auf diese Weise lassen sich in vertikaler Richtung besonders niedrige
Tragkonstruktionen für das Türblatt 1 des Schiebetorn erzielen. Die Laufschiene
5 hat ein im wesentlichen V-förmiges,
nach oben offenes Querschnittsprofil
und bildet eine Rinne 69 über die eine an den Kugeln 67 sich abstützende Winkelleiste
71 hinweggreirt. Der eine Schenkel der Winkelleiste 71 weist ein nach unten sich
öffnendes, V-förmiges Profil auf; am anderen, seitlich der Laufschiene 5 nach unten
ragenden Schenkel der Winkelleiste ist das Winkelblech 25 angeschraubt. Die freien
Kanten der V-förmigen Profile sind aufeinander zu gekantet und verhindern das Abrutschen
der Gondel 3 von der Laufschiene 5.
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Die Kugeln 67 sind, wie Fig. 5 zeigt, in Käfigen 73 geführt, die über
Zugstangen 75 miteinander gekoppelt sind. Die Käfige 73 bestehen jeweils aus zwei
mit Öffnungen zur Aufnahme der Kugeln 67 sowie von Kupplungsstücken 77 der Zugstangen
75 versehenen Hälften 79, die durch Nieten 81 aneinander befestigt sind.
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Fig. 6 zeigt eine Feuerschutztüre, deren wärmedämmend isoliertes Türblatt
101 mittels Bänder 103, 105 an Türkegeln 107 bzw. 109 einer Zarge 111 angehängt
sind. Zwischen dem Band 105 und dem Türkegel 109 ist ein Abstandring 113 aus thermoplastischem
Material auf den Scharnierzapfen aufgesteckt, der das Türblatt 101 in der in Fig.
8 dargestellten, angehobenen Stellung hält.
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An der Türoberseite ist ein Rauchriegel vorgesehen, der durch zwei
von der Zarge 111 bzw. von einer oberen Rahmentraverse 113 des Türblatts 101 aufeinander
zu gerichtet abstehende Winkelleisten 115, 117 gebildet ist. Die freien Schenkel
der Winkelleisten 115, 117 bilden zwischen sich und der Zarge 111 bzw. dem Türblatt
101 Taschen oder Rinnen, in die sie beim Absenken des Türblatts 101 eingreifen können.
Am Boden jeder Rinne ist eine Abdichtschnur 119 angeordnet. An der Unterseite des
Türblatts 101 ist eine vertikal verschiebbar geführte Dichtschiene 121 gehalten,
die den Bodenspalt bei angehobenem Türblatt ausgleicht, jedoch das Absenken des
Türblatts 101 zuläßt.
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An den seitlichen vertikalen Kanten des Türblatts 101 sind Schließriegel
vorgesehep, die beim Absenken des Torblatts 101 dieses verwindungssteif an der Zarge
111 verriegeln. In der Zarge sind, wie die Fig. 6 und 7 zeigen, Aussparungen 123
vorgesehen, die sich zum Türblatt 101 über nach unten sich verlängernde Schlitze
125, 127 öffnen. An den Kanten des Türblatts 101 starr angebrachte Zapfen 129 tauchen
beim Schließen der Türe in die Schlitze 125, 127 ein. Die den Gelenken der Türe
gegenüberliegenden Schlitze 125 sind zu diesem Zweck knieförmige gestaltet und öffnen
sich in Schwenkrichtung des Türblatts. Die Zapfen 129 auf der Gelenkseite des Türblatts
101 tauchen mit ihrer Stirnseite voraus in die Schlitze 127 ein. Die Zapfen 129
tragen stirnseitige Verdickungen, deren Durchmesser größer als der nach unten sich
fortsetzende Teil der Schlitze 125 bzw. 127 ist. Die Verdickungen verriegeln das
Türblatt 101 bei im Brandfall abgesenkter Tür gegen Zugkräfte in Richtung des Türblatts.
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Das Band 105 reicht, wie die Fig. 9 und 10 zeigen, zur gegenüberliegenden
Seite des Türblatts 101. Auf dieser Seite trägt das Band 105 einen von einem nicht
dargestellten Zapfen geführten weiteren Abstandring 131 aus thermoplastischem Material,
auf dem sich ein am Türblatt 101 befestigtes Gegenlager 133 abstützt. Das Band 105
ist seinerseits mit Hilfe eines Bolzens 135 in einem vertikalen Schlitz 137 eines
seitlichen Rahmenteils 139 des Türblatts 101 verschiebbar geführt. Da in dieser
Ausführungsform beiderseits des Türblatts thermoplastische Abstandringe abgeordnet
sind, kann das Türblatt unabhängig davon absinken, auf welcher Seite der Brand entsteht.
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Fig. 13 zeigt einen zu einem geschlitzten Ring gebogenen Bimetallstreifen
141, der anstelle der thermoplastischen Abstandringe 29 nach Fig. 2 bzw. der thermoplastischen
Abstandringe 113> 131 nach den Fig. 6 und 10 benutzt werden kann. Der Bimetallstreifen
141 ist so gestaltet, daß er sich im Brandfall aufbiegt und quer zur Absenkrichtung
dem Druck der Türblätter 1 bzw. 101 ausweicht.
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L e e r s e i t e