DE2701989C2 - Anregeschaltung mit unstetiger Kennlinie für eine mehrphasige Netzschutzeinrichtung - Google Patents
Anregeschaltung mit unstetiger Kennlinie für eine mehrphasige NetzschutzeinrichtungInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/26—Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured
-
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/08—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current
- H02H3/083—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current for three-phase systems
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anregeschaltung mit unstetiger Kennlinie für eine mehrphasige Netzschutzeinrichtung,
die in jeder Phase drei unterschiedliche, alternativ wirkende Überstromstufen aufweist,
durch die logische Schaltglieder beaufschlagt sind, wobei der ersten, die Fußpunktempfindlichkeit festlegenden
Überstromstufe eine Unterspannungsanregung zugeordnet ist, die zweite Überstromstufe mit einem
Diskriminatorsignal verknüpft ist, das Überlastbetrieb im gesunden Netz vom Fehlerfall unterscheidet und
wobei die dritte Überstromstufe mit dem höchsten Ansprechwert unmittelbar ein Anregesignal für die
betreffende Phase bei Überschreiten des Ansprechwertes liefert.
Eine derartige Anregeschaltung ist aus der DE-AS 46 776 bekannt. Diese bekannte Schaltung sieht da
die Kurzschlußleistung in Hochspannungsnetzen, von der die Größe des Kurzschlußstromes wiederum
abhängig ist, starken Schwankungen ausgesetzt sein kann, für sechssystemige Distanzschutzeinrichtungen
die sogenannte winkelabhängige Unterimpedanzanregung vor. Die Ansprechkennlinie einer solchen Anregung
ist in F i g. 1 dargestellt. Auf der Abzisse ist das Verhältnis des Stromes I zum Nennstrom In, auf der
Ordinate das Verhältnis der Spannung L/zur Nennspannung Un aufgetragen. Die Unterimpedanzanregung
besteht für jede Leiterphase aus zwei Überstromanreeuneen
mit den Schwellwerten Idl bzw. Idk und einer
Kombination aus einer Oberstromanregung mit dem Schwelllwert Jf mit einer Unterspannungsanregung mit
dem Schwellwert Uf, wobei die SchweUwerte IFund Uf
auch in der Literatur als »FußpunktempFindlichkeit« s bezeichnet werden. Die Winkelabhängigkeit der Anregung
dient dazu, im gesunden, symmetrischen Nets
Überlastbetrieb zu ermöglichen, solange der Lastwinkel des Laststromes Il den vorgegebenen Wert z- B.
induktiv 35°, nicht überschreitet Der Effektivwert des
ίο Laststromes Il kann dabei wesentlich größere Werte als
der Wert der für den Fehlerfall eingestellten Überstromanregung erreichen, ohne daß eine Freigabe des
Distanz- und Richtungsentscheids erfolgt d.h. ist /> Idk und < Idl, so erfolgt keine Anregung, wenn der
Winkel <35° ist Ist /> Idl, so erfolgt in jedem Fall eine
Anregung.
Bei der bekannten Anrsgeschaltung ist die Erfassung
des Lastwinkels mit einigem schalttechnischen Aufwand verbunden. Außerdem besteht in den Fällen, in denen
der Oberstrom zwischen den Schweliwerten Idl und Idk
liegt, also in dem Bereich, in dem der Überstrom an sich bereits eine Anregung hervorrufen soll, falls der
Lastwinkel > 35° ist (Kurzschluß), die Möglichkeit daß
bei unsymmetrischen Fehlern die Anregung nicht mehr phasenselektiv ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Anregeschaltung gemäß dem Gattungsbegriff
des Anspruches 1 so weiterzubilden, daß sich der Schaltungsaufbau vereinfacht und die Selektivität
erhöht. Die Lösung dieser Aufgabe gelingt gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1.
Die Erfindung weist die Vorteile auf, daß der Schaltungsaufbau einfacher und die Selektivität höher
ist
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung näher erläutert
Es zeigt
F i g. 2 ein Blockschaltbild einer Anregeschaltung nach der Erfindung, und zwar für die Phase R,
F i g. 3 ein Bockschaltbild einer Schaltung zur Erfassung einer Änderung der Größe der Phasenspannung
der Phase R, die als Eingangsgröße in der Schaltung nach F i g. 2 verwendet wird.
Die Anregeschaltung nach der Erfindung besitzt in jeder Phase ebenfalls eine unstetige Kennlinie nach Fig. 1. Ein UND-Glied 1 in Fig.2 liefert somit in bekannter Weise die Anregung beim kleinsten Stromschwellwert die sich aus einer Überstromanregung — Phasenstrom /« > Schwellwert If — und einer Unterspannungsanregung — Phasenspannung Ur < Schwellwert Uf — zusammensetzt um den Fällen eines Netzbetriebes mit geringer Kurzschlußleistung gerecht zu werden. Wird der an einem nicht dargestellten, in der Phase R befindlichen Überstromrelais eingestellte Schwellwert IF überschritten bzw. der an einem ebenfalls nicht dargestellten an der Phase R befindlichen Unterspannungsrelais eingestellte Schwellwert Uf unterschritten, dann erfolgt über ein ODER-Glied 2 eine Anregung für die Phase R.
Die Anregeschaltung nach der Erfindung besitzt in jeder Phase ebenfalls eine unstetige Kennlinie nach Fig. 1. Ein UND-Glied 1 in Fig.2 liefert somit in bekannter Weise die Anregung beim kleinsten Stromschwellwert die sich aus einer Überstromanregung — Phasenstrom /« > Schwellwert If — und einer Unterspannungsanregung — Phasenspannung Ur < Schwellwert Uf — zusammensetzt um den Fällen eines Netzbetriebes mit geringer Kurzschlußleistung gerecht zu werden. Wird der an einem nicht dargestellten, in der Phase R befindlichen Überstromrelais eingestellte Schwellwert IF überschritten bzw. der an einem ebenfalls nicht dargestellten an der Phase R befindlichen Unterspannungsrelais eingestellte Schwellwert Uf unterschritten, dann erfolgt über ein ODER-Glied 2 eine Anregung für die Phase R.
Damit ein Lastbetrieb mit hohen Strömen ermöglicht wird, ist auch im Fall der Erfindung eine 2-stufige
Überstromanregung, mit den Schwellwerten Idk und loh notwendig. Mit dem Schwellwert Idl wird die
Grenze für den Laststrom festgelegt. Sobald der Schwellwert Idl überschritten wird, erfolgt in der
betroffenen Phase über den unteren Eingang des ODER-Gliedes 2 in bekannter Weise eine Anregung.
Trotz großer Kurzschlußleistung ist bei langen
Trotz großer Kurzschlußleistung ist bei langen
Leitungen in vielen Fehlerfällen der Kurzschlußstrom Ik
kleiner als der Schwellwert Idl. Damit solche Fehlerfälle
(Ik > Idk aber kleiner als Idl) auch erkannt werden, ist
im bekannten Fall eine lastwinkelabhängigp Anregung vorgesehen, die unterscheidet, ob der Strom ein Last-
oder Kurzschlußstrom ist
Im Fall der Erfindung wird anstelle der winkelabhängigen
Anregung eine Bedingung eingeführt, die durch ein UND-Glied 3 vorgegeben wird. Dieses UND-Glied
3 hat ein Ausgangssignal und erzeugt über das ODER-Glied 2 eine Anregung für die Phase R, wenn der
Strom in der Phase R den Schwellwert Idk überschreitet
und eine Verringerung in der Phasenspannung Ur auftritt,d.h. A UR kleiner als Null ist Dieses Kriterium
erfaßt mit Vorteil auch bei unsymmetrischen Fehlern is phasenselektiv den Kurzschlußfall und zwar mit
verhältnismäßig geringem Aufwand, wie auch aus der später noch zu erläuternden Fig.3 hervorgeht Die
absolute Höhe der Spannung wäre als Kriterium weniger geeignet, weil diese Höhe vom Einsatzort, vom
Lastzustand usw. abhängig wäre. Die Änderung der Spannung in negativer Richtung ist jedoch davon
abhängig; sie meldet eindeutig eine Spannungsabsenkung im Netz.
Die vorzeichenrichtige Spannungsänderung kann auf verschiedene Weise erfaßt werden, z. B. mittels eines
gepolten Differenziergliedes usw. Eine spezielle Schaltung zur Erfassung der Spannungsabsenkung zeigt
F i g. 3. Aus der Phasenspannung Ur wird mittels einer Stufe 4 eine Gleichspannung gebildet, die einmal direkt
und zum anderen über einen Umschalter 5 und ein Laufzeitglied 6 mittelbar auf eine Summierungsstelle 7
geschaltet wird.
Das Laufzeitglied 6 hat eine Verzögerung von 50 bis 100 ms. Tritt ein Fehler in der Phase R auf, so ist die
Amplitude der Spannung der kranken Phase R am linken Eingang der Summierungsstelle 7 für die Dauer
von 50 bis 100 ms kleiner als dis Amplitude der verzögerten Spannung (unterer Eingang der Summierungsstelle
7), so daß sich mit Hilfe des Amplitudenvergleichs der Phasenspannung und einer davon abgeleiteten
verzögerten Spannung in der Summierungsstelle 7 die kranke(n) Phase(n) ermitteln läßt (lassen).
Um nach der Wiedereinschaltung einer Kurzunterbrechung (KU) den Spannungsvergleich durchführen zu
können, ist während der spannungslosen Pause dem Meßsystem eine gesunde Spannung vorzutäuschen.
Dies läßt sich dadurch erreichen, daß dem Laufzeitglied 6 eine der beiden anderen Phasenspannungen für eine
gewisse Zeit zugeführt wird. In F i g. 3 wird dies durch den Umschalter 5 erzielt, an den eine von der Phase S
mittels einer Stufe 8 abgeleitete Gleichspannung angelegt ist, und der für die Dauer der Kurzunterbrechung
KU umgelegt wird.
Die F i g. 2 bis 3 zeigen jeweils Schaltungen für eine Phase. Es ist selbstverständlich, daß für die anderen
Phasen entsprechende Schaltungen vorgesehen sind.
Claims (4)
1. Anregeschaltung mit unstetiger Kennlinie für eine mehrphasige Netzschutzeinrichtung, die in
jeder Phase drei unterschiedliche, alternativ wirkende Überstromstufen aufweist, durch die logische
Schaltglieder beaufschlagt sind, wobei der ersten, die
Fußpunktempfindlichkeit festlegenden Oberstromstufe eine Unterspannungsanregung zugeordnet ist,
die zweite Oberstromstufe mit einem Diskriminatorsignal
verknüpft ist, das Oberlastbetrieb im gesunden Netz vom Fehlerfall unterscheidet, und wobei
die dritte Oberstromstufe mit dem höchsten Ansprechwert unmittelbar ein Anregesignal für die
betreffende Phase bei Überschreiten des Ansprechwertes liefert, dadurch gekennzeichnet,
daß das Diskriminatorsignal durch eine Überwachungsschaltung
(4 bis 8) gebildet ist, die auf eine Spannungsabsenkung in der zugeordneten Phase
anspricht
2. Anregeschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungsschaltung (4
bis 8) eine Summierstufe (7) enthält, der ein von der
zugeordneten Phasenspannung abgeleitetes Gleichspannungssignal sowohl direkt als auch über ein
Laufzeitglied (6) zugeführt ist
3. Anregeschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Laufzeitglied (6) ein
Umschalter (5) vorgeschaltet ist an den eine von einer anderen Phase abgeleitete Hilfsspannung
zusätzlich angelegt ist, und der abhängig von einer Kurzunterbrechung in der zugeordneten Phase auf
diese Hilfsspannung umschaltbar ist.
4. Anregeschaltung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeit
des Laufzeitgliedes (6) 50—100 ms beträgt.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2701989A DE2701989C2 (de) | 1977-01-19 | 1977-01-19 | Anregeschaltung mit unstetiger Kennlinie für eine mehrphasige Netzschutzeinrichtung |
| SE7800203A SE426638B (sv) | 1977-01-19 | 1978-01-09 | Impulsgivarkrets med olikformig karakteristik for en flerfasig netskyddsanordning |
| CH52678A CH626757A5 (en) | 1977-01-19 | 1978-01-18 | Excitation circuit having a discontinuous characteristic for a multiphase network protection device |
| AT0034678A AT363543B (de) | 1977-01-19 | 1978-01-18 | Anregeschaltung mit unstetiger kennlinie fuer eine mehrphasige netzschutzeinrichung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2701989A DE2701989C2 (de) | 1977-01-19 | 1977-01-19 | Anregeschaltung mit unstetiger Kennlinie für eine mehrphasige Netzschutzeinrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2701989B1 DE2701989B1 (de) | 1978-06-22 |
| DE2701989C2 true DE2701989C2 (de) | 1979-02-08 |
Family
ID=5999012
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2701989A Expired DE2701989C2 (de) | 1977-01-19 | 1977-01-19 | Anregeschaltung mit unstetiger Kennlinie für eine mehrphasige Netzschutzeinrichtung |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT363543B (de) |
| CH (1) | CH626757A5 (de) |
| DE (1) | DE2701989C2 (de) |
| SE (1) | SE426638B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3611083A1 (de) * | 1986-04-03 | 1987-10-08 | Licentia Gmbh | Verfahren und vorrichtung fuer die anregung eines mehrphasigen distanzschutzes |
-
1977
- 1977-01-19 DE DE2701989A patent/DE2701989C2/de not_active Expired
-
1978
- 1978-01-09 SE SE7800203A patent/SE426638B/sv not_active IP Right Cessation
- 1978-01-18 AT AT0034678A patent/AT363543B/de not_active IP Right Cessation
- 1978-01-18 CH CH52678A patent/CH626757A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3611083A1 (de) * | 1986-04-03 | 1987-10-08 | Licentia Gmbh | Verfahren und vorrichtung fuer die anregung eines mehrphasigen distanzschutzes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA34678A (de) | 1981-01-15 |
| CH626757A5 (en) | 1981-11-30 |
| SE426638B (sv) | 1983-01-31 |
| SE7800203L (sv) | 1978-07-20 |
| DE2701989B1 (de) | 1978-06-22 |
| AT363543B (de) | 1981-08-10 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
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