DE2701609C2 - Verfahren zum Erkennen und Eliminieren von Störungen in den Zeitinformationen bei einer zentralgesteuerten Uhr - Google Patents
Verfahren zum Erkennen und Eliminieren von Störungen in den Zeitinformationen bei einer zentralgesteuerten UhrInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach den Oberbegriff des Patentanspruchs t.
Neben den bekannten autonomen Uhren, die eit eigenes Uhrwerk besitzen und von äußeren Zeitinfor
mationsquellen unabhängig sind, gibt es auch nocl zentralgesteuerte Uhren, die von einer zentralen Stellt
aus mit der richtigen Zeit versorgt werden. Beispiele fü eine autonome Uhr sind praktisch alle Armband-Küchen-,
Stand- und Kirchturmuhren, während da wichtigste Beispiel einer zentralgeste: ;rten Uhr dii
Bahnhofsuhr ist.
Dir zentrale Steuerung einer Uhr erfolgt in der Rege über Draht und mittels elektrischer Signale. Grundsatz
lieh sind jedoch auch drahtlose und nichtelektrischi
Steuerungsverfahren realisierbar. Insbesondere dii drahtlose zentrale Steuerung mit Funksignalen hat ii
jüngerer Zeit erheblich an Bedeutung gewonner seitdem es in Europa einige Sender gibt, welche cini
komplette Zeitinformation in codierter Form aussen den. Ein besonderes Problem dieser sogenanntei
Funkuhren besieht indessen darin, daß die Funksignali
aus verschiedenen Gründen gestört ein können um somit unter Umständen eine falsche Uhr/cit vortiiu
sehen. Die Funkuhren müssen deshalb Vorrichtungei aufweisen, welche eventuelle gestörte Zeitsignal
erkennen und eliminieren.
I'.s ist deshalb bereits eine Fehlerkorrektur fü
Funkuhren vorgeschlagen worden, bei der jccl
neuermiuelte Zeitinformation mit wenigstens einer anderen, zuvor übertragenen und/oder mit einer mit
einer zusätzlichen Vorrichtung ermittelten Zejtinformation
verglichen wird, wobei Abweichungen, die sich dabei gegenüber vorgegebenen Sollwerten ergeben, zur ϊ
Störungs- und Fehlererkennung ausgenutzt werden (DE-AS 16 73 796). Im Zusammenhang mit dieser
Fehlererkennung ist auch vorgeschlagen worden, für die empfangsseitige Speicherung der Vergleichsinformation
eine eigene autonome Uhr vorzusehen, die für die Dauer einer Störung der Zeitübermittlung die Uhrzeit
anzeigt.
Andere Möglichkeiten der Fehlererkennung bestehen z. B. darin, die Sekundensignale, die bei installierten
Zeitsignal-Sendern im ungestörten Fall als Absenkung is
des HF-Signals für die Dauer von 0,1 bzw. 0,2 see vorliegen, in digitale Informationen umzuwandeln, so
daß sie mit den üblichen datenverarbeitenden Anlagen weiterverarbeitet werden können. Hierzu muß das nicht
selten verrauschte Eingangssignal aber erst aufbereitet werden. Um diese Aufbereitung durchzuführen, wird
beispielsweise ein Komparator eingesetzt, der aiie empfangenen Signale, die oberhalb eines bestimmten
Wertes liegen, auf einen ersten Pegel bringt und alle Signale, die unterhalb eines bestimmten Wertes liegen,
auf einen zweiten Pegel bringt. Bei einem stark gestörten Signal erscheinen dann a;n Ausgang des
(Comparators zwei sich auf der Zeitachse ergänzende Gleichspannungspegel, d. h. immer dann, wenn der eine
Pegel eine Lücke aufweist, tritt der andere Pegel auf und jo umgekehrt. Eine große Lücke in einem der Gleichspannungspegel
signalisk.t in der Regel ein Nutzsignal, während die kleineren Lücken. Störir-pulse bedeuten.
Um in dem Signal, das am Auspang des !Comparators
erscheint, z. B. eine Sekundenmarke zv identifizieren J5
und ihre Dauer zu ermitteln, kann dieses Signal mit Hilfe eines gleitenden Mittelwerts von 0,1 see Mittelungsdauer
gefiltert werden. Hierzu wird von dem Signal alle 2 Millisekunden eine Stichprobe von der Dauer 2 bis 4
Mikrosekunden genommen, wobei die jeweils 50 letzten Stichprobenwerte, die logische Nullen oder Einsen
darstellen, aufsummiert werden. Aus den Summenwerten können dann Beginn und Dauer der Sekundenmarke
errechnet werden.
Es ist ferner eine Decodierungsschaltung für die 4i
codierte Zeitübertragung nach DCF 77 bekannt, die eine Fehleranzeige aufweist (UT 1975, Nr. 2, S.4-6).
Die Fehleranzeige wird dabei stets dann aktiviert, wenn bei der Paritätsprüfung Fehler festgestellt wurden. In
diesem Fall leuchtet mindestens eine von vier Dioden auf, von denen jede einer anderen Zeitinformation
zugeordnet ist, nämlich dsn Stunden, den Minuten, den Kalendertagen oder dem Startimpuls. Leuchtet z. B. die
erste Diode auf, so zeigt dies, daß die Minuten gestört sind. Nachteilig ist bei dieser bekannten Decodierschaltung
indessen, daß das Auftreten eines Fehlers keinen positiven Einfluß auf den Prüfungsvorgang als solchen
hat. Zu jeder vollen Minute wird die empfangene vollständige Zeitinformation in einem Speicher abgelegt,
gleichgültig, ob sie richtige oder falsche Informatio- to
ncn enthält. Somit werden die bereits richtig empfangenen
Informationen stets wieder gelösdu.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, verschiedene Fchlererkennungs- und korrigierverfahren mit Hilfe
eines Mikroprozessors durchzuführen, wobei dieser t>Mikroprozessor
u. a. prüft, ob die eingehenden Minuten und Sekunden Zahlen /wischen 0 und 59 enthalten, ob
die Wochentagsbits nur Zahlen zwischen 1 und 7 symbolisieren und ob die eingehenden Impulse als
brauchbar verwertet werden können etc. (P 26 43 250,8),
Da die von dem Zeitsender kommenden Zeitinformatjonen
in jeder Minute neu ausgewertet werden, überprüft der Prozessor in jeder Minute alle eingehenden
Informationen. Tritt in einem Minutenzyklus eine Störung auf, die nicht klar von einem Nutzsignal zu
trennen ist oder die das Nutzsignal bis zur Unerkennbarkeit verfälscht, so stoppt der Prozessor die
Auswertung der eingehenden Zeitsignale in der laufenden Minute und löscht den bereits gespeicherten
Teil der Zeitinformationen. Die Auswertung der Zeitsignale beginnt dann neu in der nächsten Minute.
Bei seriell eingehenden Zeitinformationen unterbricht also· der Prozessor die ankommenden Signalfolgen,
sobaid ein Signalteil auftritt, von dem nicht sicher zu erkennen ist, ob es durch eine Störung verfälscht ist. Ist
z. B. in der n-ten Minute der Impuls bzw. das Bit Nr. 32 nicht einwandfrei erkennbar, so wird die weitere
Auswertung unterbrochen, und die vorher gespeicherten Impulse bzw. Bits werden gelöscht. Der Prozessor
beginnt dann in der fn+lj-ten Minute wieder neu mit
der Aufzählung der Bits. Entsprechendes geschieht, wenn ein Bit nicht den Sollzustand hat, d. h. wenn es z. B.
eine logische Null darstellt statt eine logische Eins oder wenn eine parity-Prüfung nicht zur vorgeschriebenen
logischen Ergänzung führt.
Nachteilig ist bei diesem bekannten Verfahren, daß dann, wenn auch nur ein gestörter oder nicht
auswertbarer Impuls in einem Minutenzyklus auftritt, die gesamte vorher in dieser Minute aufgespeicherte
Information gelöscht und damit wertlos wird. Da jeder Impuls der aufgespeicherten Information bereits hinsichtlich
der Impulslänge etc. geprüft worden ist, besteht eine sehr große Wahrscheinlichkeit dafür, daß die
Impulse der aufgespeicherten Information ungestört empfangen wurden. Durch die Löschung der ungestörten
Nutzsignale geht somit wertvolle Zeit verloren bis die Uhr die komplette Zeit anzeigen kann. Bei stark
gestörtem Empfang kann es sogar dazu kommen, daß es mehrere Stunden dauert, bis ein Minutenzyklus
ausreichend ungestört ist, um den Code voll zu erkennen und die Uhr zu synchronisieren.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Zeit bis zur Anzeige der Zeitinformationen bei
Uhren der vorstehend genannten Art wesentlich zu verkürzen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß nach dem Kennzeichen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Werden die Zeitinformationen in einem Minutenzyklus gesendet, so werden beim Erkennen eines Fehlers
innerhalb der /7-ten Minute die während dieser n-ten Minute bereits als richtig bewerteten Zeitinformationen
abgespeichert, und die in der n-ten Minute nachfolgenden Zeitinformationen bleiben unberücksichtigt. In der
darauffolgenden (n+ l)-ten Minute werden die bereits während der n-ten Minute als richtig bewerteten
Zeitinformationen mitverwertet, und es werden die beim Erkennen eines Fehlers innerhalb der (n-fl)-ten
Minute die während dieser (n+ l)-ten Minute zusätzlich als richtig bewerteten Zeitinformationen abgespeichert,
während die in der (7)+l)-ten Minute nachfolgenden Zeitinformationen unberücksichtigt bleiben usw.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß schon sehr bald nach dem
Einschalten der Uhr die Anzeige der kompletten Zeitinformation oder wenigstens eines Teils davon
erfolgt. Diejenigen Informationen bzw. Informationstei-
27 Ol 609
le, die bereits geprüft und als verwertbar angesehen
wurden, gehen nicht mehr verloren, so daß eine unnötige Mehrfachprüfung derselben Zeitinformationen
entfällt.
Grundsätzlich ist die vorliegende Erfindung sowohl für rein serielle als auch für parallele Zeitinformationen
geeignet. Die derzeit bekannten Zeitsender geben die Impulse zwar alle seriell ab, weil sie nur mit einer
Trägerfrequenz senden, es wäre aber auch ohne weiteres möglich, die Informationen für die Sekunden.
Minuten, Stunden usw. gleichzeitig abzustrahlen, wenn diese mit jeweils verschiedenen Frequenzen gesendet
würden und hierdurch im Empfänger der Uhr voneinander getrennt werden könnten.
Da es sich bei den ausgesandten und empfangenen Signalen um Zeitinformationen handelt, d.h. um
Informationen, die ihren Wert in der Zeit ändern, ist allerdings eine rein parallele Informationsvermittlung
für Uhren nicht möglich, wenn in einer zentralgesteuerten Uhr die richtige Zeiitinforma:ion nicht nur einmal,
sondern innerhalb eines vorgegebeneT Zeitraums mehrmals empfangen und ausgewertete werden soll. Es
handelt sich bei der parallelen Zeitübennittlung also genau genommen um eine parallel-serielle Informationsübertragung,
d. h. es werden die für einen bestimmten Zeitpunkt gültigen Zeitinformationen zwar
alle gleichzeitig gesendet, aber nicht nur einmal, sondern
mehrmals nacheinander, wobei die später folgenden Zeitinformationen stets an die dann herrschender,
Zeitverhältnisse angepaßt sind.
Wie bereits oben ausgeführt, kann die Steuerung der Uhr drahtlos oder drah(gebunden erfolgen, wobei es
gleichgültig ist, ob die drahtlose Übertragung über eine elektromagnetische, eine akustische oder sonstige
Welle erfolgt. Bei der drahtgebundenen Steuerung sind ebenfalls verschiedene Möglichkeiten denkbar, von
denen nur die drahtelektrische Übertragung und die Übertragung mittels Lichtleitfasern genannt seien.
In der Figur ist eine Tabelle dargestellt, anhand der
die Erfindung noch näher erläutert werden soll. Dabei
werden Zeitsignale zugrunde gelegt, wie sie von dem Sender DCF 77 in Mainflingen seit 19/3 ausgestrahlt
werden (vgl. hierzu G. Becker, Aussendung und Empfang des Zeitmarken- und Normalfrequenzsenders
DCF 77. PTB-Mitteilungen, 82. Jahrgang, Heft 4, August
1972, Seiten 224-229), ohne daß jedoch die Erfindung
auf diese speziellen Zeitsignale beschränkt wäre. Es wird ferner auf eine Uhr abgestellt, die eine autonome
interne Uhr mil einem Eigentakt besitzt (vgl. P 26 43 250.8), obwohl das Prinzip der Erfindung nicht
auf zentralgesteuerte Uhren mit autonomer Zeiteinheit beschränkt ist.
In der linken Spalte der Tabelle sind untereinander die aufeinanderfolgenden Minuten n—\ . ../7+5 aufgeführt,
während in der obersten waagrechten Reihe angegeben ist, ob der Empfang gesperrt und durch
Eigentakt ersetzt ist, wann das erste gestörte Bit auftritt, welcher Informationsteil zusätzlich erkannt wurde,
welche Bits gelöscht weiden, welche Informationen neu aufgenommen wurden und wie der Gesamt-Speicher-
Inhalt aussieht.
Es sei zunächst die (n— 1 )-te Minute betrachtet. Wie
man aus der Tabelle erkennt, ist während dieser Minute der Empfang der Zeitsignale in der Uhr gesperrt. Ein
E-jgcntakt ist nicht vorhanden, und ein gestörter Impuls
Irin ebenfalls nicht auf.
Die erste Information, die von der Uhr erkannt und
bearbeitet wird, ist die sogenannte Synchronisationslükke,
die anzeigt, daß jetzt ein neuer Minutcn/yklus
beginn;. Gelöscht wird während der (n-\)icn Minute
nichts, da bis jetzt noch keine gestörten Informationen empfangen wurden. Im Speicher befindet sich am Ende
■i der (n — l)-ten Minute nur die Information über die
.Synchronisationslücke.
Während des nächsten Intervalls, also in der n-ien
Minute, treten folgende Vorgänge auf: Zunächst wird die Uhr gegen den Empfang der ersten neunzehn
in Zeitsignal-Impulse gesperrt, weil es sich bei diesen
Impulsen um die DUT !-Information handelt, welche die Differenz zwischen der Weltuhrzeit UTI, die dem
Drehwinkel der Erde um ihre Achse entspricht, und der koordinierten Weltzeit UTC, bei der von Zeit zu Zeit
1) eine Schaltsekunde eingefügt wird, anzeigt. Diese
DUT !-Information ist für die genaue Zeitangabe nicht von Wichtigkeit, so daß die Impulse durch einen
internen Impulsgeber ersetzt werden können. Hierdurch wird vermieden, daß die Impulsauswertung
2» bereits bei gestörten DUT1-',·..pulsen abgebrochen
wird, obwohl ein Fehler in diesen impulsen für die Zeitanzeige ohne Belang ist. Die erste gestörte
Information, die als solche erkannt wird, tritr während der /7-ten Minute beim 24. Bit auf. Dieses 24. Bit ist Teil
2) der Minuteninformation. Da somit bereits die Minuteninformation
gestört ist, kann als einzige Information das sogenannte Startbit zusätzlich abgespeichert werden,
welches das 20. Bit ist. Gelöscht werden dagegen die bereits empfangenen und auch geprüften Bits 21 — 24. da
1" sie ohne die Bits 25 - 27 wertlos sind.
In der (n+ l)-ten Minute werden die gesendeten Bits
unterdrückt, die nicht mehr benötigt werden; es sind dies die Bits Nr. 1—20. Vom 21. Bit an wird wieder
empfangen und ausgewertet. Es sei angenommen, daß jetzt das 39. Bit gestört ist, welches der Kalendertagsinformation
zugeordnet ist. Die Kalendertagsinformation kann somit nicht als erkannt angesehen werden, d. h. die
Bits 36-39. welche die Kalendertags-Iniormation darstellen, werden gelöscht. Gegenüber dem vorange-
4(i gangenen Zyklus sind nunmehr jedoch die Bits 21 —35
erfaßt, welche die Minuten- und Stundeninformationen enthalten. Diese Bits werden zusätzlich abgespeichert.
Während der darauffolgenden (n+2)-ien Minute
werden die Bits 1 —35 ausgeblendet, da sie schon erfaßt
•»ι sind. Nimmt man an, daß bereits das 37. Bit gestört ist, so
wird kein neuer Informationsteil gewonnen, und es kann
deshalb auch keine zusätzliche Information abgespeichert werden. Die Bits Nr. 36 und 37 werden verworfen
In der (n + 3)-ten Minute werden wiederum die Bits
jo Nr. 1 —35 ausgeblendet. Tritt jetzt erst beim 44. Bit eine
Störung auf. so können die Kalendertagsinformationen, d.h. die Bits 36-41, zusätzlich abgespeichert werden,
v, dhrend die Bits 42-44, welche die Wochentagsinformation darstellen sollen, verworfen werden.
">"> Während de/ (77 + 4)-ten Minute bleiDen die Bits Nr.
1 -41 außer Betracht, da sie schon abgespeichert sind. Erst bei dem 42. Bit wird die Uhr auf Empfang gestellt.
Tritt jetzt Leim 56. Bit eine Störung auf, das sich innerhalb der Jahresinformation befindet, so können die
M! Bits 42 = 44 bzw. 45=49 zusätzlich abgespeichert
werden, welche die Wochentags- bzw. Ka.'enJermonatsinformation beinhalten. Die Bits Nr. 50-56 müssen
indessen verworfen werden.
In der fn + 5)-ten Minute werden die bereits
M abgespeicherten Bits Nr. 1 —49 ausgeblendet und erst
das 50. und die nachfolgenden Bits wieder ausgewertet. Tritt jetzt nach dem 58. Bit.eine Störung auf. so ist dies
unschädlich, weil auch die letzte Information, nämlich
die durch die Bits Nr. 50 — 58 dargestellten |ahrcsinformationen,
empfangen und geprüft wurden. Die von dem Sender innerhalb eines Zyklus' ausgesendete Zeitinformation
ist nun komplett und kann auf der Uhr dargestellt werden.
Obgleich es in vielen Fällen sinnvoll ist, die Zeitinformationen erst dann anzuzeigen, wenn sie
komplett sind, kann bei dem hier beschriebenen Verfahren auch schon der Teil der Informationen
angezeigt werden, der während einer Minute in dem Speicher abgelegt wurde. Wurde die Minute als richtig
erkannt und abgespeichert, dann kann sie auch ohne clic Stunden-, Tages- und sonstigen Informationen angezeigt
werden.
Die in dem Speicher abgelegten Informationen
κι
müssen selbstverständlich inkremenlicrl werden, soferr dies erforderlich ist. Beispielsweise ist in der (n + 3)-lcr
Minute die während der (n+2)-icr\ Minute abgespci
cherte Minuteninformalion nicht mehr zutreffend sondern muß um eine Minute ergänzt werden, damit sie
stimmt. Dieses Inkrementieren kann ein Addierer odei eine äquivalente Schallung besorgen.
Aus dem Zwang zum Inkrementieren ergibt sich auch daß eine bereits empfangene Information in sich
geschlossen sein muß, denn eine unvollständige Information kann nicht sinnvoll inkrcnientierl werden
Die folge hiervon ist, daß immer die gesamte Minuten-Stunden- oder sonstige Information verworfen wird
wenn auch nur ein Bit innerhalb dieser Informatioi
gestört ist.
Minuten
Empfang gesperrt
und durch
Eigentakt ersetzt
see. 1-19
sec. I - 20
sec. I - 20
see 1 - 35
see 1-35
see 1-35
see 1—41
sec I -49
I. gestörtes
Bit
24.
39.
39.
37.
44.
44.
56.
(Zusätzlich)
trkannter informations-
teil
Gelöschtes
Bit
Synchronisationslücke —
(59.")
Startbit 20" (=»1«) 21-24
Bit 21-35
keine
Bit 36-41
Bit 42-49
nach 58. Bit 50-58
neu aufgenommen
Gesamt-Speicher-inhaii
Minutensyn- 0."
chronisation (0.")
Startbit 20" 0.", 20."
Startbit 20" 0.", 20."
| 36-39 | Bit 21 -35 | 0"., 20", Min., Std. |
| (Min. + Std.) | ||
| 36+ 37 | — | wie bei (n+ 1) |
| 42-44 | Bit 36-41 | 0.", 20.", Min, Std. |
| Kalendertag | Kalendertag | |
| 50-56 | Bit 42-49 | 0.", 20.", Min. Std |
| Wochentag | Kalendertag, | |
| Kalendertag | Wochentag, | |
| Kalendermonat | ||
| — | 50.-58. | Komplette Infor |
| mation, Uhr | ||
| synchron. |
Claims (9)
1. Verfahren zum Erkennen und Eliminieren von Störungen in den Zeitinformationen bei einer ;
zentralgesteuerten Uhr, bei dem von einer zentralen Stelle, z. B. einem Sender, Zeitinformationen in
codierter Form an die Uhr gegeben werden, die Minuten-, Stunden-, Kalendertags-, Wochentags-,
Kalendermonats-, Jahres- und anders Informationen in enthalten können, wobei die Uhr die in bestimmten
Zeitabständen parallel oder seriell ankommenden Zeitinformationen empfängt und auf Fehler prüft
und beim Auftreten von Fehlern eine Schalthandlung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, π
daß die Fehlerprüfung mindestens bis zum Empfang von kompletten und fehlerfreien Zeitinformationen
zyklisch wiederholt wird und
daß beim Erkennen eines Fehlers innerhalb eines Prüfungszyklus' die bis zum Auftreten dieses Fehlers
bereits als richtig bewerteten Teile der kompletten Zeitinformation abgespeieherl und/oder angezeigt
werden und die noch nicht ausgewerteten Teile dieser Zeitinformationen verworfen werden und
daß beim Empfang der nächsten kompletten Ji Zeitinformationen die während des vorangegangenen Prüfungszyklus' bereits als richtig bewerteten Teile dieser Zeitinformationen mitverwertet werden.
daß beim Empfang der nächsten kompletten Ji Zeitinformationen die während des vorangegangenen Prüfungszyklus' bereits als richtig bewerteten Teile dieser Zeitinformationen mitverwertet werden.
2. Verfahren zum Erkennen und Eliminieren von i<) Störungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Erkennen eines Fehlers innerhalb der Zeitinformationen während eines ersten Zeitabschnitts,
in dem die Zeitinformationen seriell dargeboten werden, die bereits als richtig bewerte- r>
ten Informationsteile abgespeichert werden und die nachfolgenden seriellen Zeitinformationen, die während
des besagten ersten Zeitabschnitts auftreten, unberücksichtigt bleiben.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Erkennen eines Fehlers innerhalb
der vollständigen Zeitinformationen die bereits als richtig bewerteten und in sich geschlossenen Teile
dieser Zeitinformationen abgespeichert werden und die noch nicht ausgewerteten Teile bzw. die zwar -n
bereits ausgewerteten, aber in sich nicht geschlossenen Teile, z. B. die ersten Impulse einer BCD-Zahl.
unberücksichtigt bleiben.
4. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß dann, wenn die Zeitinformationen in >o
einem Minutenzyklus gesendet werden, beim Erkennen eines Fehlers innerhalb der n-ten Minute die
während dieser n-ten Minute bereits als richtig bewe'teten Zeitinformationen abgespeichert werden
und die in der n-ten Minute nachfolgenden v> Zeitinformationen unberücksichtigt bleiben, daß in
der darauffolgenden (n+t)-ten Minute die bereits während der n-ten Minute als richtig bewerteten
Zeitinformationen mitverwerte! werden und beim Erkennen eines Fehlers innerhalb der (n+l)-ten Mi
Minute die während dieser (n+I)-ten Minute zusätzlich als richtig bewerteten Zeitinformationen
abgespeichert werden und die in der (n+ 1)-Minutc nachfolgenden Zeitinformationen unberücksichtigt
bleiben und daß in der (n+ m)-\cn Minute die bereit": h-,
während der n-ten, (n+\)-i<;n...(n+ni—\)-tcn
Minute als richtig bewerteten Zeilinformationen mitverwertet werden und die beim Erkennen eines
Fehlers innerhalb der f/7-t-m>ten Minute die
während dieser (n + m)-ien Minute zusätzlich al;
richtig bewerteten Zeitinformationen abgespeieherl werden, bis sich die vollständigen Zeitinformationer
in dem Speicher befinden.
5. Verfahren nach einem der vorangegangener Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den-Zettraum,
in dem die vollständigen Zeitinformatio nen angeboten werden, die bereits in den vorange
gangenen entsprechenden Zeiträumen angebotener und als richtig bewerteten Zeilinformationen nicht
erneut ausgewertet sondern gesperrt werden.
6. Verfahren nach einem der vorangegangener Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die bereit;
als richtig bewerteten und abgespeicherten Teile dei Zeitinformationen beim Empfang der jeweils nach
sten vollständigen Zeitinformationen, sofern e; erforderlich ist, inkrementiert werden.
7. Verfahren nach einem der vorangegangener Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einen
mehrstufigen Fehlerprüfverfahren, d. h., wenn in dei
uhr die empfangenen Zeitiriformaiioneii mittel:
verschiedener Verfahren überprüft werden, jedei selbständige Teil der zu überprüfenden Zeitinforma
tionen, z. B. die Wochentagsinformation, mit aller verschiedenen Prüfverfahren überprüft wird.
8. Verfahren nach einem der vorangegangener Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach einei
vollständigen und als richtig bewerteten Zeitinfor mation eine Anzeige, z. B. mittels eines aufleuchten
den Lämpchens. erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorangegangener Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nacl
jedem als richtig bewerteten Teil der Zeitinforma tionen dieser Informationsteil durch eine Anzeigt
dargestellt wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2701609A DE2701609C2 (de) | 1977-01-17 | 1977-01-17 | Verfahren zum Erkennen und Eliminieren von Störungen in den Zeitinformationen bei einer zentralgesteuerten Uhr |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2701609A DE2701609C2 (de) | 1977-01-17 | 1977-01-17 | Verfahren zum Erkennen und Eliminieren von Störungen in den Zeitinformationen bei einer zentralgesteuerten Uhr |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2701609B1 DE2701609B1 (de) | 1978-02-09 |
| DE2701609C2 true DE2701609C2 (de) | 1978-11-02 |
Family
ID=5998807
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2701609A Expired DE2701609C2 (de) | 1977-01-17 | 1977-01-17 | Verfahren zum Erkennen und Eliminieren von Störungen in den Zeitinformationen bei einer zentralgesteuerten Uhr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2701609C2 (de) |
-
1977
- 1977-01-17 DE DE2701609A patent/DE2701609C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2701609B1 (de) | 1978-02-09 |
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