DE277895C - - Google Patents
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- DE277895C DE277895C DENDAT277895D DE277895DA DE277895C DE 277895 C DE277895 C DE 277895C DE NDAT277895 D DENDAT277895 D DE NDAT277895D DE 277895D A DE277895D A DE 277895DA DE 277895 C DE277895 C DE 277895C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B1/00—Preliminary treatment of ores or scrap
- C22B1/02—Roasting processes
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B19/00—Obtaining zinc or zinc oxide
- C22B19/02—Preliminary treatment of ores; Preliminary refining of zinc oxide
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 277895 KLASSE 40«. GRUPPE
Verfahren und Vorrichtung zum Rösten von Sulfiderzen.
Theoretisch ist es vorteilhaft, daß das zu röstende Material der Sulfiderze feinzerteilt
wird; die Praxis zeigt aber, daß die Kosten des Röstens von stückförmigem Erz niedriger
sind. Das Röstresultat wird aber bei feinzerteiltem Erz in der Regel vollkommener, und
eine Anzahl von Sulfiderzen, wie z. B. Zinkblende, können nur äußerst schwierig in
Stücken abgeröstet werden.'
ίο Die vorliegende Erfindung bezweckt nun,
die praktischen Vorteile des Röstens von stückförmigem Erz mit den beim Rösten feinzerteilten
Erzes erzielten Vorteilen zu vereinigen.
Das Rösten von stückförmigem Erz wird bisher in einer Art niedriger Schachtöfen ausgeführt,
in welche die zur Verbrennung des Schwefels erforderliche Luft durch einen das Erz tragenden Rost eingeleitet wird, worauf
sie durch das Erz von unten aufwärts streicht. Wenn das Erz lockerer Beschaffenheit ist oder
beim Erhitzen porös wird, kann die Verbrennungsluft in das Innere der Erzstücke eindringen,
wodurch das Rösten wirksam wird; meistenteils aber sind die Erzstücke so dicht,
daß dadurch ein wirksames Rösten verhindert wird. Je feiner zerteilt das Erz ist, um so
leichter kann die Verbrennungsluft auf dasselbe einwirken; ein Ofen der soeben beschriebenen
Beschaffenheit kann aber für feinzerteiltes Erz nicht angewendet werden, weil solches Erz verstopfend wirkt und den Zug
verhindert. Beim Rösten feinzerteilten Erzes muß dieses daher auf einem Herd ausgebreitet
werden, und die für die Verbrennung erforderliche Luft streicht über das Erz. Die
gegenseitige Berührung des Erzes und der Luft wird selbstverständlich auf diese Weise
sehr unvollständig, und es ist demnach notwendig, einerseits die Verbrennungsluft über
einen verhältnismäßig langen Herd streichen zu lassen oder den Herd in mehrere übereinander
liegende Etagen zu zerteilen, anderseits aber ein Umrühren des Erzes zu bewirken,
damit neue, unberührte Erzteilchen an die Oberfläche gelangen können und durch die
Verbrennungsluft beeinflußt werden. Dieses Rühren erfordert viel Arbeit, und wenn auch
diese in der letzten Zeit durch Anwendung mechanischer Vorrichtungen einigermaßen
verbilligt ist, so sind jedoch nicht geringe Übelstände mit einem derartigen Rösten verbunden.
Einer dieser Übelstände, und vielleicht der schlimmste, ist die besonders mit dem mechanischen Rühren verknüpfte Staubbildung.
Ein vollständiges Abrösten mit einem Minimum von Arbeit und ohne Spuren einer
Staubbildung wird folgendermaßen ermöglicht.
Das zu röstende Erz wird pulverisiert, falls dasselbe nicht schon pulverförmig ist, und
wird ohne Benutzung von Bindemitteln in Stücke passender Größe geformt, welche in
einem geeigneten Ofen geröstet werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein finden angestrebten Zweck geeigneter.Ofen, ein
Tunnelofen, dargestellt.
Fig. ι ist ein Längsschnitt des Ofens, und Fig. 2 ein Querschnitt nach 2-2 der Fig. 1.
Der Boden des Ofens wird aus beweglichen Unterlagen α gebildet. Die geformten Erz-
stücke — Briketts — werden auf diesen Unterlagen
gestapelt und in den Ofen durch die Schleusenkammer b eingeschoben. Die Verbrennungsluft
wird durch die Leitung c zugeführt, welche sich in Kanäle d in den Wänden
des Ofens verzweigt. Durch in gewissen, teils durch den Schwefelgehalt des Erzes und
teils durch die Länge des Ofens bestimmten Abständen vorgesehene Öffnungen e tritt die
ίο Verbrennungsluft in den eigentlichen Ofen
hinein und streicht zuerst durch die schon gerösteten Briketts hindurch, wobei diese gekühlt
Averden und die Luft gewärmt wird, und trifft danach Briketts von steigendem Schwefelgehalt.
Die entstandenen Verbrennungsgase entweichen durch den Schornstein/.
Durch dieses Verfahren werden wesentliche Vorteile erreicht. Die porösen Briketts bieten
eine ebenso große Angriffsfläche wie das fein-
ao zerteilte Erz dar, und ihre Anwendungsweise
ist eine derartige, daß den Gasen Gelegenheit geboten wird, dieselben ohne Schwierigkeit
zu durchdringen. Das Abrösten wird daher völlig effektiv, und die Arbeit beschränkt sich,
außer dem Formen und Aufstapeln der Briketts, auf das Befördern der Wagen. Eine Staubbildung ist selbstverständlich ausgeschlossen,
und das Verfahren besitzt durch diesen Umstand nicht nur einen großen Vorzug gegenüber dem gewöhnlichen Schlichrösten,
sondern auch gegenüber dem Stückerzrösten, wo gleichfalls eine, wenn auch nicht so beträchtliche ,Staubbildung vorkommt.
Staubkammern sind daher ganz entbehrlich.
Ein anderer, nicht unerheblicher Vorzug liegt in der Form, in welclier die Abbrände
erhalten werden. Wenn das zu röstende Erz Pyrit ist, können die Briketts ohne weiteres
zur Eisenherstellung benutzt werden. Nur in dem Falle, daß die Briketts beim Transport
zur Hütte einer unsanften Behandlung ausgesetzt sind, oder wenn man absolut schwefelfreie
Briketts zu erhalten wünscht, können die Briketts einer weiteren Behandlung in einem
gewöhnlichen .Brikettierofen unterworfen werden.
Für schwefelarme Erze eignet sich der oben beschriebene Ofen nicht so gut, weil beim
Rösten solcher Erze Wärme zugeführt werden muß. Soll das beim Rösten gebildete Gas
(SO2) zur Herstellung von Schwefelsäure oder zu anderem Zwecke benutzt werden, so baut
man den Ofen, wie Fig. 3 in einem Längsschnitt und Fig. 4 in einem Querschnitt nach
4-4 der Fig. 3 darstellt. Der Tunnelofen ist hier zu .einer Art Muffelofen ausgebildet.
Generatorgas wird durch die Leitung g zugeführt
und mit Luft verbrannt, welche durch die Leitung h in den Kanal j und von dort in
den Verbrennungsraum der Muffel bei k eintritt. Die Verbrennungsgase streichen über
dem Ofengewölbe durch den Kanal / und entweichen durch den Schornsteinkanal m. Die
für das eigentliche Rösten erforderliche Luft, welche gegebenenfalls vorgewärmt sein kann.
wird in derselben Weise wie im Ofen nach Fig. ι und 2 zu- und abgeleitet. Die entsprechenden
Bezugsbuchstaben finden sich in Fig. 3 und 4 wieder; s, s bezeichnen Regelungsventile
in den Öffnungen e.
Wenn das beim Rösten gebildete Gas nicht auszunutzen ist, kann der Ofen nach Fig. 5
und 6 gebaut werden. Das Muffelgewölbe ist hier nur so weit ausgezogen, daß die Briketts
gegen die wirksamen Verbrennungsgase geschützt werden, während nach geschehener
Verbrennung die passiven Verbrennungsprodukte in den eigentlichen Ofen bei η eingeleitet
werden und in unmittelbare Berührung mit den Briketts gelangen, wodurch ein besseres
Ausnutzen des Brennstoffes erreicht wird. Die übrigen Bezugsbuchstaben in diesen
Figuren sind dieselben wie in Fig. 3 und 4.
Claims (2)
1. Verfahren zum Rösten von Sulfiderzen, dadurch gekennzeichnet, daß das
Erz, sofern dasselbe nicht pulverförmig ist, pulverisiert und ohne Beimengung eines Bindemittels zu Briketts geformt wird, go
und daß die Briketts sodann durch einen geschlossenen Tunnelofen geführt werden,
während die zum Rösten erforderliche Luft auf geeigneten Stellen in den Ofen
eingeleitet wird, gegebenenfalls unter äußerem Erhitzen des Ofens.
2. Ein Ofen zum Ausführen des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus
einem verschließbaren Tunnelofen, der mit längs des Ofens in den Wänden angeordneten
Kanälen versehen ist, welche einerseits mit einer Luftzuführung beim Auslaßende des Ofens und andererseits auf
mehreren Stellen mit dem Innern des Ofens durch regelbare Öffnungen und gegebenenfalls
mit anderen, im Mauerwerk des Ofens angeordneten Kanälen in Verbindung stehen, welch letztere in der Nähe
des Auslaßendes des Ofens mit einer Gasfeuerung in Verbindung stehen und entweder
in einen Schornstein oder in den Ofen selbst münden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE277895C true DE277895C (de) |
Family
ID=533949
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT277895D Active DE277895C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE277895C (de) |
-
0
- DE DENDAT277895D patent/DE277895C/de active Active
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