[go: up one dir, main page]

DE276614C - - Google Patents

Info

Publication number
DE276614C
DE276614C DE1912276614D DE276614DA DE276614C DE 276614 C DE276614 C DE 276614C DE 1912276614 D DE1912276614 D DE 1912276614D DE 276614D A DE276614D A DE 276614DA DE 276614 C DE276614 C DE 276614C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aircraft
mast
air
wires
height
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1912276614D
Other languages
English (en)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication of DE276614C publication Critical patent/DE276614C/de
Application filed filed Critical
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01QANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
    • H01Q1/00Details of, or arrangements associated with, antennas
    • H01Q1/27Adaptation for use in or on movable bodies
    • H01Q1/28Adaptation for use in or on aircraft, missiles, satellites, or balloons
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01QANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
    • H01Q1/00Details of, or arrangements associated with, antennas
    • H01Q1/27Adaptation for use in or on movable bodies
    • H01Q1/28Adaptation for use in or on aircraft, missiles, satellites, or balloons
    • H01Q1/285Aircraft wire antennas

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Details Of Aerials (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Variable-Direction Aerials And Aerial Arrays (AREA)
  • Control Of Position, Course, Altitude, Or Attitude Of Moving Bodies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft Flugzeuge, die mit einer radiotelegraphischen Ausrüstung versehen sind.
Man hat bisher versucht, Flugzeuge in der Weise mit einem Luftleitergebilde auszustatten, daß man einen Draht von dem Flugzeug herabhängen ließ. Diese Ausführungsform eines Luftleitergebildes hat aber den großen Nachteil, daß der herabhängende Draht sowohl beim Auffliegen wie beim Landen dem Flugzeug ' hinderlich ist und sogar leicht gefährlich werden kann. Dem Ausweg, erforderlichenfalls den Draht vorher einzuholen, steht der- Umstand entgegen, daß besonders beim Landen hierfür wohl nie Zeit genug zur Verfügung steht. Außerdem wird die radiotelegraphische Ausrüstung durch Einholen des Luftleiters dienstunfähig, während beständige Dienstbereitschaft eine wesentliche Bedingung
so für ihre Brauchbarkeit bildet. Endlich wird die Dienstbrauchbarkeit eines aus einem herabhängenden Draht bestehenden Luftleiters auch dadurch gestört, daß der Draht je nach der Geschwindigkeit und Richtung des relativen Windes verschiedene Neigungen gegen den Horizont einnimmt, wodurch sich seine Abstimmung ändert.
Es ist vorgeschlagen worden, auf Motorballonen, ähnlich wie auf Schiffen, Masten zu errichten und zwischen ihren Spitzen Drähte auszuspannen. Der Gedanke ist aber niemals verwirklicht worden, weil bei Motorballonen die angeführten, der Benutzung herabhängender Drähte entgegenstehenden Schwierigkeiten nicht auftreten.
Die Erfindung besteht in der Übertragung dieses Gedankens auf Flugzeuge. Da die Längsausdehnung eines Flugzeuges im Gegensatz zu einem Motorballon quer zur Fahrtrichtung verläuft, so bietet ein von einem Mastgebilde getragener Luftleiter einen viel größeren Luftwiderstand als ein in der Längsrichtung eines Motorballons ausgespannter. Außerdem üben die zufolge des Luftwiderstandes auf das Lüftleitergebilde und den Mast wirkenden Kräfte einen veränderlichen und schwer schätzbaren Einfluß auf die Stabilität des Flugzeuges aus.
Aus diesen Gründen wächst die Gefahr, welche durch die Mitführung eines vom Flugzeug aufwärts ragenden Mastes verursacht wird, sehr rasch mit der Höhe des Mastes. Andererseits nimmt mit abnehmender Höhe des Mastes die radiotelegraphische Reichweite bei sonst gleichbleibenden elekirischen Verhältnissen rasch, und zwar nach einem etwa quadratischen Gesetz ab.
Es würde nichts nutzen, wenn man zur Erzielung des gewünschten Erfolges sehr viele Drähte nahe beieinander in geringer Höhe über der oberen Tragfläche anbringen würde. Man muß vielmehr einen gewissen Abstand der Luftleiterdrähte von dem das elektrische Gegengewicht darstellenden Flugzeuggestell innehalten, und es kommt weniger darauf an, daß das Luftleitergebilde aus vielen, als
darauf, daß es aus einigen Drähten besteht, die möglichst hoch über dem Flugzeug angebracht sind.
Diese Umstände, die sich aus flug- und elektrotechnischen Rücksichten und Erfahrungen ergeben, scheinen zunächst der Durchführung des Erfindungsgedankens hinderlich. Bei näherer Untersuchung aber hat man gefunden, daß die in Rücksicht auf die notwendige Gewichtsbeschränkung auf einem Flugzeug und dadurch gegebene Größe der Stromquelle noch erzeugbare elektrische Senderenergie in an sich flugtechnisch möglichen, mit Mast getragenen Luftleitergebilden untergebracht werden kann, und zwar kann man annehmen, daß ein Luftleitergebilde, welches über dem Flugzeug etwa in einer Höhe von der halben Flügelspannweite, d. h. also der Flügellänge, angebracht ist, das Günstigste aus den verschiedenen Gesichtspunkten ergibt. Wählt man die Höhe des Luftleitergebildes wesentlich kleiner, z. B. unter einem Drittel bis einem Viertel der Flügelspannweite, so nimmt die Fernwirkung mit Verminderung der Höhe schnell ab, im gegebenen Beispiel etwa auf ein Neuntel bis ein Sechzehntel, d. h., die Reichweite wird um eine ganze Größenordnung verringert. Wählt man die Höhe des Luftleitergebildes wesentlich größer, als der Flügellänge entspricht, z. B. doppelt so groß, so können bei veränderlichen, böigen Windverhältnissen die an den Enden des Mastes und des Luftleitergebildes angreifenden und den Flug störenden Windkräfte infolge ihres zu großen Hebelarmes durch Einwirkung der Flugflächen nur ungenügend aufgehoben werden, d. h., die Stabilität des Flugzeuges wird eine ungenügende. Die Erfindung besteht demnach darin, daß man das Luftleitergebilde an einem Mast über dem Flugzeug anbringt und hierbei den Mast in seiner Höhe größer als ein Viertel der Spannweite und kleiner als diese Länge, d. h. also im Mittel, etwa von gleicher Größe wie die Flügellänge, wählt.
Zur Ausführung des Luftleitergebildes genügt es im allgemeinen, von der Spitze des Mastes nach den Enden des Flugzeuges, z. B. nach jedem Flügel und nach dem Schwanzende, je einen Draht zu ziehen. Natürlich kann man auch das Luftleitergebilde auf verschiedene andere Arten herstellen.
Bei der Ausführung der Erfindung ergibt sich u. a. noch folgende Schwierigkeit. Das Luftleitergebilde muß nicht allein selbst vom Flugzeuggestell elektrisch gut isoliert sein, sondern das Bestreben muß dahin gehen, zu verhindern, daß irgendwelche sonstigen metallischen Teile, mögen sie nun gegen das Flugzeuggestell selbst isoliert .sein oder nicht, in der Nähe des Luftleitergebildes sich befinden oder dorthin geraten. Es verbietet sich daher auch, den Mast, der das Luftleitergebilde tragen soll, in der sonst bei Masten gebräuchlichen Weise zu verspannen. Es wird statt dessen z. B. in das Gestell des Flugzeuges ein Stahlrohr in derjenigen Stellung und Richtung eingebaut, die der Mast einnehmen soll, das ist in der Nähe des Schwerpunktes des Flugzeuges und ungefähr in senkrechter oder in etwas nach hinten geneigter Richtung. Das obere Ende des Rohres kann vorzugsweise etwas über die Flugfläche emporragen und wird durch mehrere, an festen Punkten des Gestells angreifende Versteifungen, vorzugsweise ebenfalls Stahlrohre, gegen seitliche Beanspruchungen gestützt. In dieses Stahlrohr wird ein Mast gesteckt, der aus einem möglichst leichten, steifen, elektrisch isolierenden Material, vorzugsweise Bambus, besteht, und dessen Abmessungen so gewählt werden, daß er möglichst allein durch seine eigene Steifheit die infolge des Winddrucks und der Trägheitskräfte bei Geschwindigkeitsänderungen auftretenden Biegungsbeanspru- chungen aufzunehmen vermag.
Die eigentlichen Luftleiter werden zwischen der Spitze des Mastes und den äußeren Enden der Flügel und des Schwanzes ausgespannt, und es werden, um sie von dem Körper des Flugzeuges zu isolieren, genügend lange Stränge oder Stäbe aus Isolationsmaterial in bekannter Weise in die die Luftleiter bildenden Drähte eingeschaltet. Es können beispielsweise drei Drähte verwendet werden, von denen zwei nach den Flügelspitzen und einer zum Schwanzende des Flugzeuges geführt ist.
Das elektrische Gegengewicht des Luftleiters wird durch das Gestell des Flugzeuges selbst gebildet, falls es aus Metall hergestellt ist, oder es wird am Flugzeuge ein vorzugsweise aus Drähten gebildeter, metallener Leiter befestigt.
Die Zeichnung ist eine perspektivische Darstellung eines Flugzeuges, das mit einem im Sinne der Erfindung durchgebildeten Luftleiter ausgestattet ist.
In das Gestell 4 des Flugzeuges ist in der Nähe des Schwerpunktes, das ist bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel zwischen den Insassen und dem Motor, ein Stahlrohr 5 eingebaut, das um ein kurzes Stück über das Oberdeck des beispielsweise als Doppeldecker dargestellten Flugzeuges emporragt. Das obere freie Ende des Rohres 5 ist durch vier Stahlrohre 6, 6 gegen feste Punkte des Gestells abgesteift. In das Rohr 5 ist ein Bambusmast 7 eingesteckt, und von dessen Spitze sind Drähte 8, 8 nach den äußeren Enden
der Flügel ausgespannt. .In die Drähte sind Stränge 9, 9 aus Isolationsmaterial eingeschaltet, durch welche sie von dem Körper des Flugzeuges elektrisch isoliert werden.
Die Verlängerung des Stahlrohrs 5 über die Flugfläche hinaus ist dadurch ermöglicht, daß an dieser Stelle infolge der sich von selbst ergebenden Giebelform des Luftleitergebildes der Abstand des Luftleiters von dem als Gegengewicht dienenden Körper des Flugzeuges sehr viel größer ist als an den äußeren Enden. Jede Verlängerung des Rohres 5 ermöglicht aber eine Gewichtsersparnis am Mast selbst, die wegen seiner Höhe weit mehr in Betracht kommt als etwaige Gewichtszunahmen, die durch die Verstrebung des oberen Rohrendes erforderlich werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Flugzeug mit radiotelegraphischer Ausrüstung, dadurch gekennzeichnet, daß als Träger für die Luftleiter ein Mast verwendet wird, dessen Höhe ungefähr gleich der Flügellänge ist.
2. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mast im Gestell des Flugzeuges derart verstrebt ist, daß er keiner weiteren Verspannungen bedarf, um die Beanspruchungen durch Winddruck und Trägheitskräfte aufzunehmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1912276614D 1912-02-24 1912-11-27 Expired - Lifetime DE276614C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE191300736X 1912-02-24
DE276614T 1912-11-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE276614C true DE276614C (de)

Family

ID=32870600

Family Applications (3)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1912276614D Expired - Lifetime DE276614C (de) 1912-02-24 1912-11-27
DE1913300168D Expired - Lifetime DE300168C (de) 1912-02-24 1913-08-30
DE1914292862D Expired - Lifetime DE292862C (de) 1912-02-24 1914-02-01

Family Applications After (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1913300168D Expired - Lifetime DE300168C (de) 1912-02-24 1913-08-30
DE1914292862D Expired - Lifetime DE292862C (de) 1912-02-24 1914-02-01

Country Status (3)

Country Link
DE (3) DE276614C (de)
FR (1) FR453085A (de)
GB (2) GB191323728A (de)

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3077599A (en) * 1961-06-29 1963-02-12 Jr Leonard L Mitchum Collapsible loop antenna for space vehicle
DE19817691A1 (de) 1998-04-21 1999-10-28 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Mischungen aus Diphenylmehandiisocyanaten und Polyphenylen-polymethylen-polyisocyanaten mit vermindertem Gehalt an chlorierten Nebenprodukten und verminderter Jodfarbzahl
DE10260082A1 (de) 2002-12-19 2004-07-01 Basf Ag Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Isocyanaten
DE10307141A1 (de) 2003-02-20 2004-09-02 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von (Poly)isocyanaten in der Gasphase
US7547801B2 (en) 2006-06-26 2009-06-16 Bayer Materialscience Llc Process for the continuous preparation of isocyanates

Also Published As

Publication number Publication date
DE300168C (de)
GB191413520A (en) 1915-08-05
FR453085A (fr) 1913-05-30
DE292862C (de)
GB191323728A (en) 1913-12-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69932237T2 (de) Mehrachsige luftfahrzeugsteuerung mit einer einheitlichen steuerfläche
DE276614C (de)
DE1207243B (de) Warnzeichen zum Erkennen von elektrischen Freileitungen
DE1064405B (de) Spielflugzeug mit einer Einrichtung zur Regelung des Anstellwinkels des Hoehensteuers
AT73581B (de) Flugzeug mit radiotelegraphischer Ausrüstung.
DE2064275C3 (de) Sich selbsttätig enfaltendes, geschlepptes Luftziel
DE605663C (de) Verfahren und Einrichtung zur Erhaltung der Auftriebskraft von Flugzeugtragfluegeln und anderen Quertriebskoerpern beim UEberschreiten des kritischen Anstellwinkels
DE298487C (de)
AT87919B (de) Einrichtung zum selbsttätigen Erfassen und Abwerfen von Gegenständen während des Fluges.
DE3119490A1 (de) Aufblaehbare vorrichtung
DE2617033A1 (de) Eigenstabiles, durch gewichtsverlagerung steuerbares gleitflugzeug
DE924176C (de) Setz- oder Schleppelektrode fuer den elektrischen Fischfang
DE227246C (de)
DE576487C (de) Flugvorrichtung
AT68702B (de) Flugzeug.
DE532927C (de) Anordnung zur Erhoehung der Daempfungs- und Steuerwirkung an Leitwerken
DE329882C (de) Flugzeug mit radiotelegraphischer Ausruestung
DE383523C (de) Fesselballon
AT73585B (de) Dreidecker-Pfeilflieger.
DE620556C (de) Windfahne, insbesondere fuer Reklamezwecke
DE643484C (de) Steuereinrichtung mit um eine senkrechte Achse drehbarem Hoehensteuer, insbesondere fuer Luftfahrzeuge
DE435125C (de) Schwanzflaeche fuer Flugzeuge
DE733446C (de) Steuerung fuer Flugzeuge
DE249794C (de)
DE423164C (de) Flugvorrichtung