DE2760074C2 - Verfahren zum Aufbringen einendig verschlossener Verpackungsschlauchabschnitte auf dem Einführen eines Packungsinhalts in den Verpackungsschlauchabschnitt dienende langgestreckte Trägerkörper - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen einendig verschlossener Verpackungsschlauchabschnitte auf dem Einführen eines Packungsinhalts in den Verpackungsschlauchabschnitt dienende langgestreckte TrägerkörperInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen einendig verschlossener Verpackungsschlauchabschnitte
auf dem Einführen eines Packungsinhaltes in den Verpackungsschlauchabschnitt dienende langgestreckte
Trägerkörper, wobei ein flachliegend zugeführten Folienschlauch durch von außen angelegte Saugkraft geöffnet
und offengehalten wird, während er an zwei Stellen ergriffen und mit seinem offenen Ende voraus durch
eine Verschließ- und Trennstation geführt und das offene Ende auf den Trägerkörper aufgefädelt wird; der
Schlauch anschließend an einer vor dem Trägerkörper befindlichen Stelle verschlossen und der einendig verschlossene
den Trägerkörper umhüllende Verpackungsschlauchabschnitt vom Schlauch abgetrennt und losgelassen
wird; wobei das neue Schlauchende offengehalten wird, während der Trägerkörper mit dem Verpakkungsschlauchabschnitt
wegbewegt und durch einen anderen freien Trägerkörper ersetzt wird.
Aus der FR-PS 13 27 953 ist es bekannt, von einer
Aus der FR-PS 13 27 953 ist es bekannt, von einer
ίο Vorratsrolle mittels einer Bevorratungsschwinge taktweise
einen Schlauch abzuziehen und zu öffnen. Das öffnen erfolgt dabei mittels eines innerhalb des Schlauches
angeordneten Ringes, über den der Schlauch gleitet Dieser Ring ist von außerhalb des Schlauches diesen
umgebenden, stationär angeordneten Magneten in der Schwebe gehalten. Eine mechanisch arbeitende Greifzange
erfaßt das offene Schlauchende an zwei gegenüberliegenden Stellen und zieht es durch eine Klemm-,
Verschließ- und Trennstation über eine als Trägerkörper
für das Füllgut dienende Schale. Sodann wird ein Verpackungsschlauchabschnitt durch Verschließen des
Schlauches und Abtrennen erzeugt Die Greifzange läßt den Verpackungsschlauchabschnitt los. Er wird mit dem
Trägerkörper abgeführt während das Schlauchende mittels einer Rückzugvorrichtung so weit zurückgezogen
wird, daß es nur noch etwa 15 bis 20 mm aus der Öffnungsstation herausragt Durch die Magnete hindurchreichende
Bohrungen erlauben bei diesem Schritt das Anlegen von Vakuum an den Schlauch, um ein Zurückrutschen
durch die Öffnungsstation zu verhindern. Durch Betätigen der Bevorratungsschwinge und Erfassen
des Schlauchendes mit der Greifzange wird ein neuer Herstellungsvorgang eingeleitet Sowohl an der Bevorratungsschwinge
als auch an der Rückzugvorrichtung kann Schlupf auftreten, so daß die Herstellung von
Verpackungsschlauchabschnitten mit exakt reproduzierbarer Länge nicht gewährleistet ist Infolge der
Rückzugbewegung arbeitet das Verfahren relativ langsam.
Aus der GB-PS 13 15 803 is! es zv-ar bekannt, einen
Schlauch mit einem aus zwei mit Sauggreifern versehenen Greifhälften bestehenden, den Schlauch umgreifenden
Greifer abzuziehen und auf Flaschenhälse aufzustülpen. Dabei ist innerhalb des Schlauches eine öffnungshilfe
vorgesehen. Nach dem Aufstülpen auf den Flaschenhals wird ein Abschnitt entsprechender Länge
vom Schlauch abgetrennt und sein Ende auf dem Flaschenkopf plattgedrückt Beim RUckhub des Greifers
wird das Vakuum aufgehoben. Aber auch dieses Verfahren arbeitet relativ langsam, weil nur ein einziger Greifer
vorgesehen ist. Zwischen dem als Öffnungshilfe dienenden Dorn und dem Schlauch entsteht Reibung, welche
durch hohe Saugkraft des Greifers überwunden werden muß, wodurch Schlupf entstehen kann. Dadurch
ist die Auswahl an verarbeitbaren Schlauchwerkstoffen stark begrenzt. Im übrigen weist diese Vorrichtung nur
eine Schneidstation, aber keine Klemm- und Schweißstation auf. Auf besondere Genauigkeit der Längen der
Schlauchabschnitte kommt es bei diesem Anwendungsfall nicht an.
Es besteht die Aufgabe, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, mit welchem einendig verschlossene Verpakkungsschlauchabschnitte,
insbesondere Wursthüllen, schneller und exakter auf die langgestreckten Trägcrkörper
aufgezogen werden können.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß der Schlauch
durch Saugkraft geöffnet und offengehalten und an mindestens zwei in Abstand hintereinandergelegenen Stcl-
len, zwischen denen sich die beabsichtigte Trennstelle
befindet, von außen durch Saugkraft ergriffen wird und
nur in Vorwärtsrichtung transportiert wird; daß der Schlauch zwischen den beiden Greifstellen verschlossen
und abgetrennt wird; daß zunächst auch nach dem Verschließen und Abtrennen der Verpackungsschlauchabschnitt
und das neue Schlauchende mittels der Saugkraft jeweils an einer der beiden Greifstellen gehalten werden,
und der Verpackungsscblauchabschnitt durch Vorwärtsbewegen
der ersten Greifstelle weiter auf den Trägerkörper aufgefädelt und dann durch Aufhebung der
Saugkraft von dieser Greifstelle losgelassen und beim Ersetzen dieses Trägerkörpers durch den anderen freien
Trägerkörper abtransportiert wird; daß anschließend das neue Schlauchende durch Vorwärtsbewegen der
zweiten Greifstelle durch die Verschließ- und Trennstation in Richtung Trägerkörper geführt, auf den freien
Trägerkörper aufgefädelt und durch diesen offengehalten wird, worauf das Schlauchende durch Aufheben der
an der zweiten Greifstelle anliegenden Saugkraft losgelassen wird, während der Schlauch zum Einleiten des
nächsten Zyklus an zwei hintereinanderliegenden Stellen
durch Saugkraft ergriffen wird.
Das neue Verfahren erlaubt eine schnellere Arbeitsweise, weil der Schlauch bzw. die daraus hergestellten
Verpackungsschlauchabschnitte nur vorwärts gefördert werden. Durch das pneumatische Ergreifen des Schlauches
bzw. der Verpackungsschlauchabschnitte entsteht kein unkontrollierbarer Schlupf, so daß Verpackungsschlauchabschnitte
exakt reproduzierbarer Länge herstellbar sind. Eine innerhalb des Schlauches angeordnete
Öffnungshilfe ist nicht erforderlich. Es lassen sich mit dem neuen Verfahren Schläuche aus Werkstoffen der
verschiedensten Porosität, sowohl solche aus mikroporösen
als auch solche aus makroporösen, verarbeiten. Dazu bedarf es lediglich der Wahl bzw. Einstellung eines
auf die Durchlässigkeit des Schlauchwerkstoffes abgestimmten Unierdruckes zum Erzeugen der Saugkraft,
damit der Schlauch bzw. der Verpackungsschlauchabschniit einerseits sicher gehalten, aber andererseits
nicht beschädigt wird. Auch von den Schlauchwerkstoffen an sich ist die Anwendung des neuen Verfahrens
unabhängig. So lassen sich z. B. sowohl Schläuche aus cellulosischen Substanzen, wie Celluloseregenerat oder
Cellulosederivate mit und ohne Faserverstärkung, aber auch Schläuche aus Collagen, Stärke, Polyamid, Polyvinylchlorid,
Polyvinylidenchlorid und ai.deren makromolekularen Verbindungen ohne weiteres verarbeiten. Ohne
Schwierigkeiten sind auch feuchte bzw. gewäsrerte Schläuche und auch solche, welche mit Hilfe entsprechender
Substanzen konserviert sind, zu verarbeiten, wie sie beispielsweise als Verpackung für Wurstbrät
Anwendung .'inden.
In der Zeichnung ist eine geeignete Vorrichtung mit nachgeordnetem Füllstutzen zum Verpacken von
Wurstbrät zur Durchführung des neuen Verfahrens rein schematisch dargestellt und nachstehend näher beschrieben.
Die Funktionsweise dieser Vorrichtung im Zusammenhang mit dem neuen Verfahren ist anschließend
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung mit Füllstation,
F i g. 2 einen Schnitt nach Linie H-II in F i g. 1,
F i g. 3 einen Schnitt nach Linie IH-III in F i g. 1,
F i g. 4 eine Draufsicht auf die Greifer mit ihren Führungselementen,
Fig.5,1; 5,2: 53; 5,4; 5,5 eine funktionsschematische
Übersicht zur Greifergru^j)en-Taktfolge in Einzelskiz
F i g. 6 die Schlauchöffnungsstation im Längsschnitt,
F i g. 7 einen Schnitt durch die Öffnungsstation 7 nach Linie VII-VII in F ig. 6,
F i g. 8 einen Teilschnitt durch die Öffnungsstation 7 nach Linie VIII-VIII in F i g. 6.
Die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 enthält unter anderem
einen Verpackungsschlauchabschnitt-Herstellungsteil
2, dem eine Abwickelstation 3 vorgeschaltet ist, die
wiederum einen Wickelkern 4 mit entsprechender Aufnahmescheibe besitzt, in welche Spannzapfen 5a, 56, 5c,
5d eingelassen sind, um welche ein Schlauch 6 aufgewikkelt
ist Die der Abwickelstation 3 nachgeordnete Öffnungsstation 7 (vgL F i g. 6, 7 und 8) enthält Sauggreifer
9a, 9b. Diese Sauggreifer 9a, 96 bestehen ihrerseits wiederum aus geführten Mantelrohren 42a, 42b mit entsprechenden
Düsen 43a, 436. Die beweglichen Mantelrohre 42a, 426 und Düsen 43a, 436 sind über Lager 45a,
456 mit einer hier nicht dargestellten Hubsteuerung verbunden. Dabei ist das den Düsen 43a, 436 gegenüberliegende
andere Ende der geführten Mantelrohre 42a, 426 mit Anschlußstücke tragenden Schlauchnippeln
44a, 446 verbunden.
Die gesamte Öffnungsstation 7 ist gleitfähig auf Trägerelementen angeordnet, die unter anderem aus dem
Lagerschild 46 sowie den auf den als Holme ausgebildeten Fühiungselementen 19a, 20a angeordneten Lagerbuchsen
47a und 476 bestehen, wobei die an sich beweglichen Lagerbuchsen 47a, 476 durch eine in der Lagerbuchse
47a befindliche Feststellvorrichtung 48 arretiert werden können. Ebenfalls auf den Holmen 19a, 196; 20a,
206 sind Greifer 8a, 86,8c, 8c/ angeordnet, wobei jeder
der Greifer 8a, 86, 8c, Sd eine obere Greiferhälfte 24a, 246,24c, 24c/und eine untere Greiferhälfte 25a, 256,25c,
25c/ aufweist, an denen jeweils ein Sauggreifer 1OaI,
1061, lOcI, lOc/I sowie lOall, 10611,1OcII, lOc/II angeordnet
ist.
Die bei der noch später beschriebenen Funktionsweise der Vorrichtung 1 näher erläuterte Bewegung dieser
Greifer 8a, 86,8c, 8c/ist stellungsmäßig in F ig. 1 mit den
Buchstaben A, B und C bzw. in F i g. 4 mit A und B gekennzeichnet. Hierbei ist zu beachten,daß die Greifer
8a, 86 mit Rücksicht auf ihre funktionsabhängig verschiedenen Positionen K, Bund Cm Fi g. 1 jeweils dreimal
und zum Teil gestrichelt dargestellt sind, wobei die Lage des Greifers 86 in Position B der späteren Lage
des Greifers 8a in Position Centspricht (vgl. hierzu auch die Positionen der Greifer 8a, 86,8c, 8c/in F i g. 4 und 5).
Der genaue Aufbau eines jeden Greifers 8a, 86,8c, 8c/
läßt sich aus den F i g. 2 und 3 ersehen.
Demnach zeigt F i g. 2 den Greifer 8c(vgl. hierzu auch
F i g. 4, Schnitt II-II) mit seinem zugehörigen Greiferträger
17c und seinem Schloßplatten-Schlitten 18c.
Der betreffende Greifer 8c ist als gasdruckbeaufschlagbares, bewegliches, zangenartiges Greiferhälftenpaar
24c, 25causgefpbrt und enthält demgemäß Einrichtungen
zur Vakuum- und Überdruckbeauischlagung sowie Elemente, die dieses Greiferhälftenpaar 24c, 25c beweglich
gestalten. Bei den vier Greifern 8a, 86, 8c, 8c/ sind demzufolge vie. obere Greiferhälften 24a, 246,. 24c,
24c/beweglich über die Gelenkzapfen 31a, 316,31c, 31c/
mit den unteren Greiferhälften 25a, 256, 25c, 254 Verbunden. In je eine der somit acht Greifei hälften 24a,
246, 24c, 24c/; 25a, 256, 25c, 25c/ ist je eine Einrichtung
zur unterschiedlichen Gasdruckbeaufschlagung eingesetzt. Diese Einrichtung besteht aus Mantelrohren 26,
Schlauchnippeln 27, Düsen 28 und Einstellungsmuttern 29 für die Mantelrohre 26. Bei acht Greiferhälften 24a,
δι ου υ/4
246, 24c, 24c/; 25a, 25b, 25c, 25c/ sind jeweils auch acht
der vorgenannten Einrichtungen zur Gasdruckbeaufschlagung mit ihren Vorrichtungselementen vorhanden,
nämlich 27a bis 27Λ, 28a bis 28Λ und 29a bis 29Λ, wobei in
der Zeichnung nur jeweils vier der acht Einheiten sichtbar sind.
Die Sauggreifer !OaI, 1061, 1Od, lOc/I; lOall, 10611,
1OcII, 10(/II können mit Hilfe der zugehörigen Anlenklager
30a, 306,30c, 30c/dank ihrer beweglichen Lagerung
in den Greiferhälften 24a, 246, 24c, 24c/; 25a, 256, 25c, ?5d bewegt werden. Die Öffnung und Schließung der
Greifer 8a, 86, 8c, 8c/ erfolgt durch jeweils vier dazugehörige Greifer-Steuerzylinder 34a, 346,34c, 34c/, die die
Greiferverstellung über die Greiferhebelanlenkungen 35a, 356, 35c, 35c/ mit zugehörigen Greiferlenkelementen
32a, 326,32c, 32c/ sowie 33a. 336,33c, 33c/ bewirken.
Dieses gesamte Greifersystem, das im folgenden kurz als Greifer bezeichnet ist, ist mittels der bereits genannten
Gelenkzapfen 31a, 316, 31c, 31c/einerseits und mitteis der Greiier-Steuerzyiinderbetestigungen 36a, 366,
36c, 36c/ andererseits beweglich und verstellfunktionsrichtig auf den jeweiligen Greiferträgern 17a, 176, 17c,
Vd gelagert. Diese vier Greiferträger 17a, 176,17c, 17c/
sind wiederum beweglich mittels der zugehörigen Greiferträgerlager 37a. 376,37c, 37c/mit den auf den Holmen
19a, 196; 20a, 206 beweglich angeordneten jeweiligen Schloßplatten-Schlitten 18a, 186, 18c, 18c/ derart gelagert,
daß sie mit Hilfe der jeweiligen Greiferträger-Steuerzylinder 38a, 386. 38c, 38c/ funktionsangepaßt
über die Greifer-Zylinderanlenkungen 39a, 396,39c, 39c/
kippfähig gestaltet sind. Die zur Schlauchförderung notwendige achsparallele Verschiebungsfähigkeit der
Greifer 8a, 86,8c, 8c/erhalten diese durch entsprechende,
die Schloßplatten-Schlitten 18a, 186. 18c, 18c/ verschiebende
Kolbenstangen 22a, 226, 22c, 22c/ mit entsprechender
Anlenkung an die zugehörigen Gabelköpfe 23a, 236,23c, 23c/, wobei das Ganze bewegungsverursachcnd
durch pneumatische Beaufschlagung der entsprechend
zugehörigen Druckluftzylinder 21a, 216, 21c, 21c/ erfolgt und wobei der Druckluftzylinder 21a die Greifergruppe
8a, 86 und der Druckluftzylinder 216 den Greifer 8c/ bewegt. Näheres hierzu ist der noch folgenden
Funktionsbeschreibung der neuen Vorrichtung zu entnehmen. Die Druckluftzylinder 21c, 21c/steuern und
verursachen entsprechende Bewegungen der Greifergruppe 8c, %d. Im übrigen sind in der Zeichnung die
Druckluftzylinder 21c, 216,21c/teil verdeckt und nicht zu
erkennen. Zur Vervollständigung des Zuordnungsbiides der einzelnen Vorrichtungselemente gemäß Fig. 2 und
3 zueinander ist noch abschließend zu erwähnen, daß die Holme 19a. 196 von in den Schioßplatten-Schlitten 18a,
186, 18c, 18c/ eingelassenen oberen Führungsbuchsen 40a, 40ό, 40c, AOd umschlossen sind, während in gleicher
Weise die unteren Führungsbuchsen 41a,416,41c,41c/in
der entsprechenden Vorrichtung angeordnet sind. Die Hubweite der Schloßplatten-Schlitten 18a, 186,18c, 18c/
ist durch versteilbare Anschläge (nicht beziffert) begrenzbar.
Bei den einzelnen Stationen der Vorrichtung handelt es sich um ein Trenn-, Verschließ-, Clip- und Schlaufeneinlegegerät
11, einen handelsüblichen bekannten Füllautomaten-Revolver
12 mit den ihm zugeordneten Füllrohren 13 und 14, eine sogenannte »Darmbremse« 15
und eine den gefüllten Verpackungsschlauchabschnitt verschließende Clip- und Schließvorrichtung 16.
Nachstehend ist das neue Verfahren unter Verwendung der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung
beschrieben, wozu bezüglich der Funktionsweise bzw. des Zyklusablaufs insbesondere auf F i g. 5,1 bis 5,5 verwiesen
wird:
Von einer Abwickelstation 3, die einen drehbar gela- )
gerten Wickelkern 4 mit Spannzapfen 5a, 56, 5c, 5c/ ■'.:
trägt, wird ein dort aufgewickelter Schlauch 6 abgezo- (',
gen und von Hand durch die Öffnungsstation 7 des Ver- ';:·.
packungsschlauchabschnitt-Herstellungsteils 2 bis in die λ!
in Position A befindlichen Greifer 8a, 86 vorgezogen. Anschließend wird der Schlauch 6 pneumatisch durch \
die Öffnungsstation 7 mit ihren Sauggreifern 9a, 96 auf- i gezogen und später durch die an den Greifern 8a, 86.8c, ·':
8c/befindlichen Sauggreifer lOal, 1061, lOcl. lOc/I; lO.ill,
10611, lOcII, lOc/II geöffnet bzw. geöffnet gehalten.
Anschließend wird der Schlauch 6 in geöffnetem Zu- ' stand mittels Bewegung des Greifers 8a von der Position
A in Position Bgefördert, wobei dem Greifer 8a der
Greifer 86 vorausläuft.
Gleichzeitig laufen die ausgeschwenkten Greifer 8c, 8c/in der entgegengesetzten Richtung, nämlich von Position
C über Position D in die Position A zurück, wo sie
zunächst in Ruhestellung verbleiben.
Unterdessen wird in Position B zwischen den den Schlauch 6 haltenden Greifern 8a, 86 der Schlauch 6 in
an sich bekannter, oben beschriebener Weise verschlossen und an der der Abwickelstation 3 zugewandten Seite
neben der Verschlußstelle durchtrennt, so daß ein einendig verschlossener Verpackungsschlauchabschnitt
6' entsteht.
Während der Schlauch 6 an seinem Ende durch den
Greifer 8a in Position B fixiert bleibt, wobei bezüglich ,
des Greifers 8a die Position B räumlich der Position C
entspricht, fördert der Greifer 86 das Ende des Schlauches 6 von Position B in Position C, und zwar unter
weiterem Aufschieben des Schlauches 6 auf das Füllrohr
Anschließend schwenkt der vorgeeilte Greifer 86 (als Mitglied der in Position C befindlichen Greifergruppe
Sa, Sb/ aus der gedachten Schiauchförderachse und aus
dem Drehbereich des Füllautomat-Revolvers 12 aus.
Daraufhin zieht der Greifer 8a den Schlauch 6 unter Vorlauf auf jene Position, die vorher in Position C der
Greifer 86 einnahm, d. h. auf das neu eingeschwenkte, vorher von dem Verpackungsschlauchabschnitt 6' befreite
Füllrohr 14 weiter auf. Eine bei nicht ausreichend selbsttragenden Schläuchen notwendige mechanische
Unterstützung des Schlauches 6 in dieser Position ist der Einfachheit halber in den zugehörigen Figuren nicht
dargestellt worden.
Danach wird der Schlauch 6 in Position A von der
Greifergruppe 8c, 8c/ergriffen.
Nun löst sich der Greifer 8a unter öffnung sr ner
Greiferhälften 24a, 25a vom Schlauch 6 und schwenkt aus der gedachten Schlauchförderachse aus. Die hierauf
erfolgende Verbringung des Endes des Schlauches 6 von Position A in Position B durch die Greifergruppe 8c, Sd
leitet den nächsten taktorientierten Verarbeitungszyklus ein.
Der im Rahmen vorstehender Funktionsbeschreibung der neuen Vorrichtung dargestellte Zyklus kann
nunmehr beliebig häufig wiederholt werden, wobei der laufend so gebildete Verpackungsschlauchabschnitt 6'
mit Hilfe eines an sich bekannten Verschließ-, Clip-, Trenn- und Schlaufeneinlegegeräts 11 in Position B
durch einendiges Verschließen und Abtrennen erzeugt wird. Durch Drehen des Füllautomaten-Revolvers 12,
der mit mindestens zwei Füiirohren 13, i4 ausgerüstet
ist, wird der auf dem Rohr 13 angeordnete Verpak- ;
kungsschlauchabschnitt 6' in die für das Füllen erforder-
liehe Position D geführt. Das Füllrohr 14 führt nunmehr
dem Verpackungsschlauchabschnitt 6', welcher in
F i g. 1 mil 6" bezeichnet ist, durch übliche Druckbeaufschlagung paslöses Füllgut, z. B. Wurstbrät, zu, wobei
die sogenannte »Darmbremse« 15 den Verpackungsschlauchabschnitt 6" während des Füllens in bekannter
Weise führt und durch Bremsung eine pralle Füllung sichert. Die Schließ- und Clipvorrichtung 16 verschließt
dann ur..nittelbar nach Beendigung des Füllvorgangs den gefüllten, nunmehr als »Wurst« zu bezeichnenden
Verpackungsschlauchabschnitt 6" in üblicher Weise.
Ausführungsbeispiel
Ein handelsüblicher endloser, faserverstärkter, cellulosesubstanzhaltiger
Schlauch mit 12 Gew.-% Feuchtigkeit, bezogen auf atro Schlauchsubstanz, einer Wandstärke
von 100 ιτιμ und einem Durchmesser von 60 mm
wird mit einer Geschwindigkeit von 15 m/min in Taktschritten von 50 cm, was einer Taktzahi von 30/min entspricht,
abgezogen und mittels eines Vakuums von 931 mbar geöffnet und im Takt über eine Entfernung von
150 um, was drei Takten zu je 50 cm entspricht, zur Trenn-, Klemm- und Schweißstation gefördert und einendig
verschlossen. Von dort wird — je nach Erfordernis — der erzeugte geöffnete Verpackungsschiauchabschnitt
entweder leer abtransportiert oder mit einem zu verpackenden pastösen Gut, z. B. Wurstbrät, gefüllt
und anschließend in bekannter Weise am zweiten Ende verschlossen und abgefördert. Auf diese Weise läßt sich
unter Bezug auf die obengenannte Taktzahl pro Zeiteinheit in Verbindung mit der Fördergeschwindigkeit ein
handelsübliches Wurstbrät von 1,5 bis 2 t/h verarbeiten.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
40
50 I
55
60
65
Claims (2)
1. Verfahren zum Aufbringen einendig verschlossener Verpackungsschlauchabschnitte auf dem Einführen
eines Packungsinhalts in den Verpackungsschlauchabschnitt dienende langgestreckte Trägerkörper,
wobei ein flachliegend zugeführter Folienschlauch durch von außen angelegte Saugkraft geöffnet
und offengehalten wird, während er an zwei Stellen ergriffen und mit seinem offenen Ende voraus
durch eine Verschließ- und Trennstation geführt und das offene Ende auf den Trägerkörper aufgefädelt
wird; der Schlauch anschließend an einer vor dem Trägerkörper befindlichen Stelle verschlossen
und der einendig verschlossene den Trägerkörper umhüllende Verpackungsschlauchabschnitt vom
Schlauch abgetrennt und losgelassen wird; wobei das neue Schlauchende offengehalten wird, während
der Trägerkörper mit dem Verpackungsschlauchabschnitt wegb?wegt und durch einen anderen freien
Trägerkörpt:?ersetzt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlauch durch Saugkraft geöffnet und offengehalten und an mindestens zwei in
Abstand hintereinandergelegenen Stellen, zwischen denen sich die beabsichtigte Trennstelle befindet,
von außen durch Saugkraft ergriffen wird und nur in Vorwärtsrichtung transportiert wird; daß der
Schlauch zwischen den beiden Greifstellen verschlossen und abgetrennt wird; daß zunächst auch
nach dem Verschließen und Abtrennen der Verpakkungsschlauchabschnitt und das neue Schlauchende
mittels der Saugkraft jeweils an einer der beiden Greifstellen gehalten werden, u-.id der Verpackungsschlauchabschnitt
durch VoEwärtsbewegen der ersten Greifstelle weiter auf den T. igerkörper aufgefädelt
und dann durch Aufhebung der Saugkraft von dieser Greifstelle losgelassen und beim Ersetzen dieses
Trägerkörpers durch den anderen freien Trägerkörper abtransportiert wird; daß anschließend das
neue Schlauchende durch Vorwärtsbewegen der zweiten Greifstelle durch die Verschließ- und Trennstation
in Richtung Trägerkörper geführt, auf den freien Trägerkörper aufgefädelt und durch diesen
offengehalten wird, worauf das Schlauchende durch Aufhebung der an der zweiten Greifstelle anliegenden
Saugkraft losgelassen wird, während der Schlauch zum Einleiten des nächsten Zyklus an zwei
hintereinanderliegenden Stellen durch Saugkraft ergriffen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Loslassen der Verpackungsschlauchabschnitte
durch an die Greifstellen angelegten pneumatischen Überdruck beschleunigt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772760074 DE2760074C2 (de) | 1977-05-12 | 1977-05-12 | Verfahren zum Aufbringen einendig verschlossener Verpackungsschlauchabschnitte auf dem Einführen eines Packungsinhalts in den Verpackungsschlauchabschnitt dienende langgestreckte Trägerkörper |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772760074 DE2760074C2 (de) | 1977-05-12 | 1977-05-12 | Verfahren zum Aufbringen einendig verschlossener Verpackungsschlauchabschnitte auf dem Einführen eines Packungsinhalts in den Verpackungsschlauchabschnitt dienende langgestreckte Trägerkörper |
| DE2721392A DE2721392C2 (de) | 1977-05-12 | 1977-05-12 | Vorrichtung zum Herstellen von einendig verschlossenen Verpackungsschlauchabschnitten und Aufziehen derselben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2760074C2 true DE2760074C2 (de) | 1986-07-24 |
Family
ID=25772013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772760074 Expired DE2760074C2 (de) | 1977-05-12 | 1977-05-12 | Verfahren zum Aufbringen einendig verschlossener Verpackungsschlauchabschnitte auf dem Einführen eines Packungsinhalts in den Verpackungsschlauchabschnitt dienende langgestreckte Trägerkörper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2760074C2 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1327953A (fr) * | 1962-04-17 | 1963-05-24 | Bauer Eberhard | Procédé et dispositif pour l'emballage de denrées alimentaires ainsi que d'articles de consommation sous forme de marchandises en colis ou en vrac |
| GB1315803A (en) * | 1971-03-05 | 1973-05-02 | Fujio M | Method and apparatus for dilating a flattened tube and delivering the dilated tube |
-
1977
- 1977-05-12 DE DE19772760074 patent/DE2760074C2/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1327953A (fr) * | 1962-04-17 | 1963-05-24 | Bauer Eberhard | Procédé et dispositif pour l'emballage de denrées alimentaires ainsi que d'articles de consommation sous forme de marchandises en colis ou en vrac |
| GB1315803A (en) * | 1971-03-05 | 1973-05-02 | Fujio M | Method and apparatus for dilating a flattened tube and delivering the dilated tube |
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