DE27582C - Neuerung an Wasserröhrenkesseln - Google Patents
Neuerung an WasserröhrenkesselnInfo
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- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B33/00—Steam-generation plants, e.g. comprising steam boilers of different types in mutual association
- F22B33/02—Combinations of boilers having a single combustion apparatus in common
- F22B33/04—Combinations of boilers having a single combustion apparatus in common of boilers of furnace-tube type with boilers of water-tube type
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Kesselconstructionen liegt das Bestreben
zu Grunde, das Princip der Innenfeuerung unter gleichzeitiger Anwendung des Ten Brink- und Treppenrostes auf die Wasserröhrenkessel
auszudehnen.
Im vorliegenden Falle wird diese Aufgabe im allgemeinen dadurch gelöst, dafs die Wasserröhren
zu einem im Querschnitt eine geschlossene Figur bildenden Körper dicht neben einander
angeordnet werden, während die Verbindung der Rohrenden unter sich durch rechteckige
oder kreisförmige Kammern, welche von je einem sehr weiten, rechteckigen oder runden
Rohre durchzogen sind, erfolgt.
Die vordere dieser Kammern nimmt den Rost ganz oder theilweise auf, während die
hintere Kammer als Rauchkammer dient, welche, je nachdem der Kessel eingemauert ist oder
nicht, mit den Feuerzügen bezw. mit dem Kamin in directer Verbindung steht.
Um es nun zu ermöglichen, die einzelnen Röhren so dicht an einander zu reihen, dafs
die Innenfeuerung im vollen Sinne des Wortes und ohne Anwendung von Zwischenstücken erreicht
wird, ist es nöthig, die beiderseitigen Enden der Wasserröhren in einer Weise herzustellen,
wie dies in Fig. 7 a bezw. 7 b in gröfserem Mafsstabe gezeichnet ist. Durch die auf
diese Weise bewirkte Verengerung des Rohrdurchmessers wird in der betreffenden Rohrwand so viel Platz gewonnen, dafs sich nicht
nur die Abdichtung der Röhren ohne Schwierigkeiten bewerkstelligen läfst, sondern es entstehen
dadurch auch zwischen je zwei Rohrlöchern Stege von solcher Breite, dafs ditf Festigkeit
und Haltbarkeit der Rohrwände dauernd gewährleistet sein soll.
Die Befestigung der Röhren an den betreffenden Wänden geschieht entweder, wie in Fig. 7 a
gezeichnet, durch Flantschen oder, wie in Fig. 7 b dargestellt, vermittelst hakenförmiger Schrauben.
Die geschilderte Construction gestattet die weitgehendsten Combinationen und ihre Anwendung
ist selbst da ermöglicht, wo ein etwa vorhandener Schornstein nur sehr wenig Zugkraft
besitzt oder die Erbauung eines entsprechend hohen und weiten Schornsteines unthunlich ist,
da selbst für stationäre Kessel die Länge leicht so grofs bemessen werden kann, dafs die Anordnung
eines mehrfachen Feuerzuges unnöthig wird.
In folgendem sind die in den beiliegenden Zeichnungen entworfenen Hauptverwendungsarten
besprochen.
In den Fig. 1 a und 2 b bezw. 1 und 2 ist
eine Anordnung dargestellt, welche speciell für Lokomobil- und Lokomotivkessel Verwendung
finden soll. Hier kommt selbstverständlich jedwedes Mauerwerk in Wegfall, doch werden die
Aufsenflächen des ganzen Kessels in der üblichen Weise durch eine beliebige Isolirmasse,
welche durch einen Blechmantel festgehalten wird, gegen Abkühlung geschützt. Die Wasserröhren
sind hier horizontal gezeichnet, und zwar, weil es vollständig gleichgültig ist, ob dieselben
eine Neigung nach hinten oder vorn haben; es werden dadurch dem Constructeur
für die Anbringung seiner Maschine keinerlei Beschränkungen auferlegt. Ein weiterer Vortheil
der dargestellten Construction besteht darin, dafs infolge des sehr weiten Feuerrohres in der
Claims (1)
- vorderen Kammer von den in der Regel bei solchen Kesseln angewendeten Planrosten abgegangen und dafür der schräge Ten Brink- oder Treppenrost eingebaut werden kann, wodurch der ökonomische Effect dieser Kessel eine wesentliche Steigerung erfahren soll.Fig. 3 und 4 bezw. 5 und 6 stellen eine Combination des Wasserröhrenkessels mit dem einfachen Walzenkessel dar. Auch hier ist das Princip der Innenfeuerung, so weit der werthvollere Theil der Heizflächen (die Wasserrohren) in Frage kommt, vollständig' durchgeführt. Es ist jedoch mit Rücksicht auf stationären Betrieb auf einen grofsen Wasserraum Bedacht genommen und infolge dessen das Röhrensystem mit einem darüber liegenden einfachen Walzenkessel verbunden. Diese Anordnung hat natur· gemäfs die Anwendung von Mauerwerk zur Folge, und es bespülen hier die aus dem geschlossenen Röhrensystem tretenden Heizgase zunächst die Aufsenflächen der Röhren und entweichen dann unter Bestreichung des Oberkessels nach dem Kamin. Auch diese Construction ermöglicht, die Vortheile der Ten Brink- und Treppenrostfeuerungen ganz und voll auszunutzen, ohne dafs die Herstellungskosten des Kessels dadurch erhöht würden. Auch hier ist es gleichgültig, welche Neigung die Wasserröhren haben, wogegen der Oberkessel nur nach hinten Gefalle haben darf.Pat ε nt-Ans ρ ruch:An den durch Zeichnung und Beschreibung erläuterten Dampfkesseln die Anordnung, welche bei einfachen und combinirten Wasserröhrenkesseln die vollständige Durchführung des Innenfeuerungsprincips unter gleichzeitiger Anwendung des Ten Brink- oder Treppenrostes dadurch ermöglicht, dafs die Wasserröhren zwischen zwei von weiten Rohren durchzogenen Kammern befestigt werden, und zwar so, dafs die Wasserröhren ohne Anwendung von Zwischenstücken im Querschnitt eine geschlossene Figur bilden.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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