DE2758125C2 - Vorrichtung zum mustergemäßen Kuppeln bzw. Entkuppeln der Klöppel einer Spitzenklöppelmaschine - Google Patents
Vorrichtung zum mustergemäßen Kuppeln bzw. Entkuppeln der Klöppel einer SpitzenklöppelmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mustergemäßen
Kuppeln bzw. Entkuppeln der Klöppel einer *>o
Spitzenklöppelmaschine mit bzw. von dem kontinuierlich umlaufenden Klöppelantrieb durch eine zugeordnete
Jacquardmaschine, wobei Antriebsteller zum Führen der Klöppelfüße und zum Eingriff mit benachbarten
Antriebstellern vorgesehen sind. h'
Bekannte derartige Klöppelspitzenmaschinen weisen zum mustergemäßen Kuppeln der Klöppel in axialer
Richtung verschiebbare Kupplungsglieder auf, die über einen Steuerstab von der Jacquardmaschine in Eingriff
mit dem umlaufenden Antrieb bringbar sind. Diese Kupplungsvorrichtungen sind sehr störanfällig und
erlauben nur eine geringe Arbeitsgeschwindigkeit der Klöppelspitzenmaschine. Nachteilig ist weiterhin, daß
im ausgekuppelten Zustand der Klöppel nicht gegen Verdrehung gesichert ist, was zu weiteren Fehlern
führen kann.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen,
die bei einfacher und eine große Lebensdauer aufweisender Bauweise eine sichere und zuverlässige
Änderung der Stellung der Klöppel einer Klöppelspitzenmaschine gewährleistet.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß jeweils auf einer Achse ein mit einem Kegelzahnrad versehener
Antriebsteller, ein Planetenradträger mit zwei drehbaren Plantenrädern, die mit dem Kegelzahnrad kämmen,
und der Klöppelantrieb frei drehbar angeordnet sind, wobei der Klöppelantrieb eine Zahnscheibe und ein
damit verbundenes Kegelzahnrad aufweist, das ebenfalls mit den Planetenrädern kämmt, daß parallel und im
Abstand zur Achse eine Schwenkwelle angeordnet ist, die schwenkbare Arretierglieder aufweist, die dem
Antriebsteller und dem Planetenradträger zugeordnet sind, und daß an der Schwenkwelle ein Ann befestigt ist,
der mit einer Rückstellfeder und einem von einer zugeordneten Jacquardmaschine angetriebenen Stab
verbunden ist.
Die vorgeschlagene Lösung hat den Vorteil einer großen mechanischen Zuverlässigkeit, da eine einfache
Drehung der Schwenkwelle um wenige Grad ausreicht, damit die Arretierglieder abwechselnd mit dem
Antriebsteller und dem Planetengetriebe zusammenwirken.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2—6 gekennzeichnet.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft dargestellt. Es zeigt:
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung im auseinandergenommenen
Zustand,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung, teilweise
im Schnitt,
Fig.3 einen Schnitt nach III-III durch die Vorrichtung
nach F i g. 2,
F i g. 4 und 5 die Vorrichtung in verschiedenen Betriebsstellungen in Seitenansicht,
Fig.6 bis 8 Teilansichten der Hauptabschnitte der
Vorrichtung in arretierter Ruhestellung jeweils in Richtung der Achse 13 gesehen,
F i g. 9 bis 11 Teilansichten der Hauptabschnitte nach
den F i g. 6 bis 8 in Arbeitsstellung ::ur Veränderung der Stellung der Klöppel,
Fig. 12 die Verbindung der Vorrichtung mit einer Jacquardmaschine in schematischer Darstellung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist auf einer Achse 13 einen röhrenförmigen Körper 1 mit einem
Antriebsteller 4 und einer Nockenscheibe 5 auf, die einander diametral gegenüberliegende Ausnehmungen
6 hat. Am Ende einer Verlängerung 7 sitzt ein Kegelzahnrad 8. Der Antriebsteller 4 wirkt mit
bikonvexen Plättchen 9 (Fig. 12) zusammen, die die Spindeln der Klöppel 10 tragen, wobei die Plättchen in
bogenförmige Ausbuchtungen 11 des Antriebstellers 4 eingreifen. Der Antriebsteller weist eine axiale Öffnung
12 zum Durchtritt der Achse 13 auf, die von einem geeigneten Querträger 14 der Maschine gehalten ist.
Ein Planetenradträger 2 weist ebenfalls einen
Ein Planetenradträger 2 weist ebenfalls einen
hülsenförmigen Körper auf, an dessen einer Seite eine
Ausnehmung t5 zur Aufnahme der sich in ihr drehenden zylindrischen Verlängerung 7 und dem Kegelzahnrad 8
vorgesehen ist. Der Planetenradträger 2 ist an seiner Außenseite kreuzförmig mit vier Anschlagarmen 16
ausgebildet. Weiterhin sind im Planeteniadträger zwei
frei drehbare Planetenräder 17 angeordnet. Die Planetenräder sind am Planetenradträger und an einer
Stütze 18 mit einer Durchtrittsöffnung 19 zum Durchtritt der feststehenden Hauptachse 13 gelagert
Der Klopfantrieb 3 weist ein Kegelzahnrad 20 und
eine größere zylindrische Zahnscheibe 21 auf, zwischen denen ein Auslösenocken 22 angeordnet ist. Der
Klöppelantrieb hat ebenfalls eine axiale Durchtrittsöffnung für die Achse 13.
Parallel und im Abstand zur feststehenden Achse 13 weist die Vorrichtung eine drehbare Schwenkwelle 24
auf, die ebenfalls mit den Hauptquerträgern der Klöppelspitzenmaschine verbunden ist. Mit der
Schwenkwelle 24 ist eine Gabel 25 verbunden, die zwei Arretierglieder 26 und 27 in unterschiedlicher Höhe
aufweist, wovon das obere Arretierglied 26 mit der Nockenscheibe 5 und das untere (27) mit den
Anschlagarmen 16 des Planetenradträgers 2 zusammenwirkt. Mit der Schwenkwelle 24 ist weiterhin eine
Auslöseklinke 28 verbunden, die mit dem Auslösenokken 22 des Klöppelantriebes 3 zusammenwirkt.
Weiterhin sitzt an einem Ende der Schwenkwelle 24 ein Arm 29. Der Arm 29 ist einmal mit einer Zugfeder 30
verbunden, zum anderen mit einem von einer Jacquardmaschine 32 angetriebenen Stab 31. Die Jacquardmaschine
bewirkt die Änderung des Musters in der Formgebung der Spitze durch Veränderung der
Stellung der Klöppel.
Die Zahnscheibe 21 wird ständig durch den Hauptantrieb der Maschine in eine Richtung gedreht. In
F i g. 2 sind mit Pfeilen die Stellen bezeichnet, an denen die Gabel 25 und die Auslöseklinke 28 ihre Funktionen
ausüben, und weiierhin sind mit Pfeilen die möglichen Drehbewegungen angezeigt. Ebenso sind mit Pfeilen die
möglichen Bewegungsrichtungen des Armes 29 in Verbindung mit der Feder 30 und dem Zug- und
Druckstab 31 angezeigt.
Sind die einzelnen Teile miteinander verbunden, so sind die Kegelzahnräder 8 und 20 mit den frei drehbaren
Planetenrädern 17 wirksam verbunden und bilden so ein Differentialgetriebe.
Die Funktionsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Keine Veränderung der Stellung der
Klöppelspitzen:
Nach F i g. 4 ist die Gabel 25 durch die vorgespannte Feder 30, da keine dieser entgegenwirkende Kraft von
der Jacquardmaschine 32 über den Stab 31 auf den Arm 29 ausgeübt wird, in einer derartigen Stellung gehalten,
daß das Arretierglied 26 an der Oberfläche der Nockenscheibe 5 anliegt und durch Eingreifen in eine
der Ausnehmungen 6 den Antriebsteller 4 verriegelt, so daß keine Änderung der Stellung der die Klöppel 10
tragenden Plättchen 9 möglich ist.
Die konstante Drehbewegung der Zahnscheibe 21 (vgl. die Pfeile in den Fig. 1,4 und 5) wird auf das mit ihr
verbundene Kegelzahnrad 20 übertragen, das mit den frei drehbaren Planetenrädern 17 in Eingriff ist. Da das
mit dem Antriebsteller 4 verbundene Kegelzahnrad 8 arretiert ist, wird der nicht arretierte Planetenradträger
2 in die gleiche Richtung wie die zylindrische Zahnscheibe 21 gedreht. Die Drehung des Planetenradträeers
2 wird nicht vom Arretierglied 27 der Gabel 25 verhindert, da dieses Arretierglied über die Schwenkwelle
24 von der vorgespannten Feder 30 von den Anschlagarmen 16 entfernt gehalten wird, so daß es
außer Eingriff ist.
Veränderung der Stellung der Klöppelspitzen:
Veränderung der Stellung der Klöppelspitzen:
Hieizu wird von der Jacquardmaschine 32 über den
Stab 31 und den Arm 29 eine Drehung der Schwenkwelle 24 bewirkt, so daß das Arretierglied 26
der Gabel 25 von der Ausnehmung 6 der Nockenscheibe
in 5 freikommt und frei über die Oberfläche der
Nockenscheibe gleitet. Gleichzeitig wird das andere Arretierglied 27 in einen Zwischenraum zwischen die
Anschlagarme 16 eingeschoben, so daß der Planetenradträger 2 arretiert wird. Die Drehbewegung des
i"> Kegelzahnrades 20 wird nun über die frei drehbaren
Planetenräder 17 wegen der Arretierung des Planetenradträgers 2 über das Kegelzahnrad 8 auf den
Antriebsteller 4 übertragen, der auf Grund der Differentialwirkung des Getriebes entgegen der Drehen
richtung des Kegelzahnrades 21 gedreht wird. Somit ist die Stellung der Plättchen 9 veränderbar, die nunmehr
eine entgegengesetzte Stellung einnehmen, was zum Kreuzen der Fäden bei der Herstellung der Spitze
notwendig ist. Nach Betätigung des Stabes 31 erfolgt die
'") Rückkehr der Vorrichtung in die Stellung nach Fig. 4
(Arretierung des Antriebstellers 4) lediglich durch die Wirkung der Feder 30. Zur Verhinderung von
Federüberbeanspruchungen oder von sonstigen Fehlern ist zusätzlich der Auslösenocken 22 vorgesehen, der
s" durch Schlagen gegen die Auslöseklinke 28 diese in die Rückstellrichtung bewegt und somit die Feder 30 dabei
unterstützt, die Vorrichtung von der Veränderungsphase (Fig. 5) in die Airetierungsphase der Klöppel
(F i g. 4) zu bringen.
i"> Nach den Fig.6 bis 8, die die oben erläuterte
Arretierstellung zeigen, und nach den F i g. 9 bis 11, die
die oben erläuterte Veränderungsstellung zeigen, tritt das Arretierglied 26 in die Ausnehmung 6 ein
(währenddessen sich der Planelenradträger 2 dreht),
■"i wobei jedoch zu dieser Zeit der Auslösenocken 22 nicht
auf die Auslöseklinke 28 einwirkt. Weiterhin ist erkennbar, daß, wenn ein Stellungswechsel durch den
Antrieb der Jacquardmaschine erfolgt, das Arretierglied 26 von der Ausnehmung 6 getrennt wird, gleichzeitig
4"' das andere Arrelierglied 27 in einen Zwischenraum des
Planetenradträgers 2 eintritt und diesen arretiert. Auf Grund der Differentialwirkung dreht sich der Antriebsteller 4 entgegengesetzt zur Zahnscheibe 21, bis eine
Drehung von 180° ausgeführt ist und die Feder 30 das
>" Arretierglied 26 wieder auf die Nockenscheibe 5 drückt.
Sobald das Arretierglied 26 einer Ausnehmung 6 gegenübersteht, wird es auf Grund des Druckes der
Feder 30 und des Zusammenwirkens des Auslösenokkens 22 mit der Klinke 28 in die Ausnehmung
" eingeschoben, so daß die Vorrichtung in ihre Grundstellung
zurückkehrt.
Nach Fig. 12 sind alle Stäbe 31, die die beschriebenen
Bewegungen hervorrufen, mit der Jacquardmaschine 32 verbunden. Ebenso ist die Anordnung der Feder 30
'" gezeigt.
Die Zahnscheibe 21 dreht sich mit der doppelten Geschwindigkeit wie der Planetenradträger 2, d. h. wie
der Antriebsteller 4 und das Kegelzahnrad 8 bei einer 180° Drehung. Die Halterung der frei drehbaren
" Planetenräder 17 vollführt lediglich eine Drehung um 90°. Daher sind vier Anschlagarme 16 vorgesehen.
Das Betriebsverhalten der Vorrichtung beruht auf der Wirkung des Differentialgetriebes und den angetriebe-
5 6
nen und frei laufenden Zahnrädern, so daß in der festgehalten sind, da die Feder durch die zusätzliche
Arretierungsphase lediglich das Antriebszahnrad und Auslöseanordnung des Auslösenockens 22 und der
die frei laufenden Planetenräder den Planetenradträger Auslöseklinke 28 unterstützt wird.
2 drehen, während in der Veränderungsphase der Die Vorrichtung besteht aus Festigkeits- und
Planetenradträger arretiert ist und das Antriebskegel- >
Geräuschgründen aus Kunststoff. Darüber hinaus ist die
zahnrad und der Antriebsteller entgegengesetzt zuein- auftretende Reibung durch die tangentiale Berührung
ander gedreht werden. zwischen den kreisförmigen oder zylindrischen An-
Weiterhin besteht keine Möglichkeit einer unzulässi- triebsteilen und den schwenkbaren Arretiergliedern
gen Sperre während des Übergangs aus der Kloppe- sehr gering,
länderungsstellung in die Stellung, in der die Klöppel n>
länderungsstellung in die Stellung, in der die Klöppel n>
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zum mustergemäßen Kuppeln bzw. Entkuppeln der Klöppel einer Spitzenklöppelmaschine
mit bzw. von dem kontinuierlich umlaufenden "> Klöppelantrieb (3) durch eine zugeordnete Jacquardmaschine
(32), wobei Antriebsteller (4) zurr Führen der Klöppelfüße und zum Eingriff mit
benachbarten Antriebstellern vorgesehen sind, d a durch gekennzeichnet, daß jeweils auf in
einer Achse (13) ein mit einem Kegelzahnrad (8) versehener Antriebsteller (4), ein Planetenradträger
(2) mit frei drehbaren Flanetenrädern (17), die mit dem Kegelzahnrad (8) kämmen, und der Klöppelantrieb
(3) frei drehbar angeordnet sind, wobei der i> Klöppeiantrieb (3) eine Zahnscheibe (21) und ein
damit verbundenes Kegelzahnrad (20) aufweist, das ebenfalls mit den Planetenrädern (17) kämmt, daß
parallel und im Abstand zur Achse (13) eine Schwenkwelle (24) angeordnet ist, die schwenkbare
Arretierglieder (26, 27) aufweist, die dem Antriebsteller (4) und dem Planetenradträger (2) zugeordnet
sind, und daß an der Schwenkwelle (24) ein Arm (29) befestigt ist, der mit einer Rückstellfeder (30) und
einem von einer zugeordneten Jacquardmaschine 2> (32) angetriebenen Stab (31) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Antriebsteller (4) eine mit
einem der Arretierglieder (26,27) zusammenwirkende Nockenscheibe (5) mit zwei einander diametral jo
gegenüberliegenden Ausnehmungen (6) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Planetenradträger (2) einen
hülsenförmigen Außenteil aufweist, der an seinem η einen Ende kreuzweise angeordnete Anschlagsarme
(17) hat, die mit dem anderen Arretierglied (27) zusammenwirken.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im hülsenförmigen Außenteil des ·>«
Planetenradträgers (2) eine die frei drehbaren Planetenräder (17) tragende Stütze (18) mit einer
Durchtrittsöffnung (19) für die feststehende Achse (13) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- ■»■>
zeichnet, daß der Klöppelantrieb (3) einen zwischen der zylindrischen Zahnscheibe (21) und dem
Kegelzahnrad (20) angeordneten Auslösenocken (22) aufweist, der mit einer auf der Schwenkwelle
(24) angeordneten Auslöseklinke (28) zusammen- so wirkt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierglieder (26,
27) als Gabel (25) ausgebildet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| ES454896A ES454896A1 (es) | 1977-01-08 | 1977-01-08 | Mecanismo para el movimiento de traslacion de los husos en maquinas de bolillos. |
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|---|---|
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ID=8472923
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE2758125C2 (de) |
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