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DE2755374A1 - Verfahren zum metallisieren von substraten - Google Patents

Verfahren zum metallisieren von substraten

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Publication number
DE2755374A1
DE2755374A1 DE19772755374 DE2755374A DE2755374A1 DE 2755374 A1 DE2755374 A1 DE 2755374A1 DE 19772755374 DE19772755374 DE 19772755374 DE 2755374 A DE2755374 A DE 2755374A DE 2755374 A1 DE2755374 A1 DE 2755374A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
substrate
coating
hydrophilic
metal
composite material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19772755374
Other languages
English (en)
Inventor
Miguel Coll-Palagos
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stauffer Chemical Co
Original Assignee
Stauffer Chemical Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stauffer Chemical Co filed Critical Stauffer Chemical Co
Priority to DE19772755374 priority Critical patent/DE2755374A1/de
Publication of DE2755374A1 publication Critical patent/DE2755374A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C18/00Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating
    • C23C18/16Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating by reduction or substitution, e.g. electroless plating
    • C23C18/18Pretreatment of the material to be coated
    • C23C18/20Pretreatment of the material to be coated of organic surfaces, e.g. resins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemically Coating (AREA)

Description

  • Beschreibung
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.
  • Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen von Metallüberzügen auf Substratoberflächen, auch auf innenliegenden Oberflächen, wie beispielsweise Porenwandungen, wobei die Metallisierung sowohl der Dekoration oder dem Schutz der metallisierten Oberfläche als auch ihrer Abbildung dienen kann, wobei im Falle der Abbildung der Oberfläche diese nach Herstellen der Metallisierung entfernt und/oder zerstört werden kann.
  • Das Verfahren der Metallisierung von Werkstoffen wird in der angedeuteten Weise zu den verschiedensten Zwecken verbreitet eingesetzt. So ist beispielsweise aus der US-PS 3 549 505 ein Verfahren zum Metallisieren eines Polyurethanschaums bekannt.
  • Solche Schaumkörper bestehen aus untereinander in Verbindung stehenden makroskopischen Zellen, die im Werkstoff wie in einer Matrix dispergiert sind. Bei dem nach der US-PS 3 549 505 metallisierten PU-Schaum handelt es sich um eine elektrisch nichtleitende raumnetzartige Zellenstruktur. Diese Struktur besteht von der Gerüstsubstanz her gesehen aus einem freitragenden dreidimensionalen Gitter von untereinander verbundenen ringartigen Konfigurationen, die makroskopisch untereinander verbundene Zellen definieren bzw. einschließen. Diese elektrisch nichtleitende PU-Gerüststruktur wird mit einem elektrisch leitenden Werkstoff beschichtet und anschließend galvanisch metallisiert.
  • Nach der Galvanisierung kann das PU-Gerüst durch Pyrolyse abgebaut werden.
  • Das Überziehen der PU-Struktur mit einem elektrisch leitenden Werkstoff kann nach der US-PS 3 549 505 auch durch stromloses Niederschlagen eines Metalles erfolgen. Dazu wird die PU-Oberfläche zunächst durch Beizen und Xtzen hydrophilisiert. Nachdem die Oberfläche auf diese Weise in einen hydrophilen Zustand überführt worden ist, wird das Metall stromlos abgeschieden.
  • Andere Verfahren zum Metallisieren von festen Schäumen sind beispielsweise aus den US-PSen 3 698 '329 und 3 679 552 bekannt.
  • Ein weiteres Verfahren zum Niederschlslgen von Metallen auf Kunststoffen ist aus der US-PS 3 501 32 bekannt. Die Voraussetzungen zum stromlosen Abscheiden von Metallen auf der Oberfläche eines organischen Polymers werclen nach diesem Verfahren dadurch geschaffen, daß die Oberflächenschicht des Substrats durch Eindiffundieren eines Metalls in diese Oberflächenschicht aus der Lösung eines Metallkomplexes imprägniert wird. Dieser Komplex enthält das Metall im nullwertigen Zustand. Der Metall(0)-Komplex ist in einem organischen Lösungsmittel gelöst, das auf das Substrat lösend oder quellend wirkt.
  • Weitere Verfahren zum Abscheiden von Metallen auf Kunststoffoberflächen sind aus den US-PSen 3 597 266, 3 632 388, 3 632 704, 3 661 538 und 3 716 394 bekannt.
  • Die bekannten Verfahren weisen, soweit sie auf einer stromlosen Abscheidung der Metalle beruhen, vor allem den Nachteil einer mangelnden Festigkeit der Überzüge auf und weisen, soweit sie eine galvanische Metallisierung vorsehen, den Nachteil auf, vom technischen und/oder wirtschaftlichen Standpunkt aus unbefriedigende und aufwendige Vorbehandlungen zu erfordern.
  • Der Erfindung liegt angesichts dieses Standes der Technik die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Metallisieren von Substraten zu schaffen, das in wirtschaftlich vertretbarer und technologisch einfacher und wirksamer Weise die Herstellung fester metallischer Überzüge ermöglicht.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren der eingangs genannten Art vorgeschlagen, das erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 genannten Merkmale aufweist.
  • Zusammengefaßt schafft die Erfindung also ein Verfahren zum Metallisieren von Werkstücken, bei dem das Werkstück zunächst mit einer hydrophilen Masse beschichtet wird. Das hydrophil beschichtete Werkstück wird dann chemisch, also stromlos, mit einem Metall überzogen, so daß die Werkstückoberfläche elektrisch leitend wird. Auf dieser Oberfläche wird dann anschließend das abzuscheidende Metall galvanisch niedergeschlagen. Dieses Verfahren wird vorzugsweise zur Herstellung metallisierter fester Schäume, zur Herstellung von Prägestdeken für die Abbildung von gekörnten oder texturierten Oberflächen und zur Herstellung dekorativer Uberzüge auf Werkstücken eingesetzt. Nach dem Verfahren der Erfindung wird die Substratoberfläche zunächst mit einer hydrophilen Uberzugsmasse beschichtet. Der hydrophile Charakter des Überzuges schafft die Voraussetzungen für ein chemisches Abscheiden eines Metalls auf der Werkstückoberfläche.
  • Durch diesen einfachen Beschichtungsprozeß entfällt das Erfordernis, die Werkstückoberfläche zur Erzeugung der hydrophilen Oberfläche zunächst zu reinigen, dann zu beizen und dann zu ätzen, wie das nach dem Stand der Technik notwendig ist.
  • Das Verfahren der Erfindung wird vorteilhaft zur Herstellung metallisierter fester Schäume verwended. Solche metallisierten Schäume liegen im allgemeinen in Form im wesentlichen steifer dreidimensionaler Raumgitternetze vor, die in makroskopischer Ausbildung untereinander verbundene Zellen einschließen. Solche metallisierten Schäume werden durch Uberziehen von zelligem Material hergestellt, dessen Werkstoff in aller Regel als freitragende dreidimensionale Gitterstruktur makroskopischer, untereinander in Verbindung stehender Zellen ausgebildet ist. Dieses Gittergerüst wird nach dem Verfahren der Erfindung zunächst mit der hydrophilen Uberzugsmasse beschichtet. Der hydrophile Überzug auf der Gitterstruktur wird dann chemisch mit einem Metallüberzug versehen, durch den die Oberfläche des Gittergerüstes elektrisch leitend wird. Auf diese elektrisch leitende räumlich vernetzte Stützstruktur oder Gerüststruktur wird anschließend galvanisch ein Metall abgeschieden, das eine über das gesamte Strukturgerüst im wesentlichen gleichmäßige Metallisierung liefert. Wenn die ursprüngliche Gerüststruktur nach dem Galvanisieren nicht mehr benötigt wird, kann diese wahlweise durch Pyrolyse zerstört und weitgehend entfernt werden.
  • Der auf diese Weise hergestellte metallisierte feste Schaumkörper kann anschließend beispielsweise auf einen vorgegebenen Wert für seine scheinbare Dichte kompaktiert werden und in dieser definiert kompaktierten Form als Werkstoff zur Herstellung von Wärmeaustauscherelementen, Regeneratoren, Katalysatorträgern, Batterieplatten oder Elektroden dienen.
  • Das Metallisierungsverfahren wird weiterhin mit besonders hervorstechenden Ergebnissen zur Reproduktion strukturierter oder texturierter Oberflächen verwendet. Die texturierte Oberfläche, beispielsweise die genarbte Oberfläche eines Leders oder die strukturierte Oberfläche eines körnigen Werkstoffes, wird anschließend an die Herstellung einer elektrischen Leitfähigkeit auf der Oberfläche durch chemisches Metallisieren galvanisch metallisiert. Anschließend wird die formgebende texturierte Oberfläche vom Metall entfernt. Die Oberfläche des Metalls, die mit der elektrisch leitfähig gemachten texturierten Oberfläche des Substrats in Berührung stand, ist ein getreues negatives Abbild der Vorlage, also der Substratoberfläche. Die dabei erhaltene strukturierte Metalloberfläche kann in an sich gebräuchlicher Weise als Prägestock, beispielsweise für eine Embossierwalze, dienen und so die Oberflächengestaltung der Substratvorlage auf andere Werkstoffe übertragen, beispielsweise auf Kunststoffolien.
  • Das Verfahren der Erfindung kann gleicherweise aber auch zur Herstellung dauerhafter dekorativer Metallüberzüge auf Substratwerkstücken dienen.
  • Die Substratwerkstoffe, auf denen die Metallisierung ausgeführt werden kann, können, für welchen Zweck und welchen Einsatzbereich die Metallisierung auch immer ausgeführt wird, sowohl elektrisch leitend als auch elektrisch nichtleitend sein. Die Substrate können verschiedenster Herkunft sein und können vom mechanischen Standpunkt aus sowohl elastisch, als auch biegsam als auch steif und formstabil vorliegen.
  • Zur Herstellung metallisierter Schäume können zellige Werkstücke verschiedenster Beschaffenheit dienen. Als besonders geeignet hat sich ein zelliger PU-Schaum erwiesen, der vor allem preiswert und unbeschränkt im Handel erhältlich ist. Prinzipiell sind die Zusammensetzung und die Beschaffenheit des zelligen Werkstoffes jedoch nicht kritisch. Die entscheidende kritische Oberflächenbeschaffenheit wird in jedem Fall durch den auf diese Oberfläche aufgetragenen hydrophilen Überzug bestimmt.
  • Als zur Herstellung metallisierter Schäume geeignete zellige Werkstoffe seien die folgenden genannt: PU-Schaum, Kohlenstoff-oder Graphitschaum, Silicatschaum, geschäumtes Polystyrol, Aluminiumschaum, Wolframcarbidschaum und andere feste Schäume aus organischen und anorganischen Werkstoffen mit offener Zellenstruktur. Auch textile zellige Werkstoffe können nach dem Verfahren der Erfindung metallisiert werden, beispielsweise Strukturen aus Baumwollfasern oder anderen Naturfasern, aus synthetischen Fasern, aus natürlichen und synthetischen Fasergemischen, Holzprodukte einschließlich Papier, Karton und Pappe und andere Werkstoffe und Werkstücke, die mit der hydrophilen Überzugsmasse beschichtet werden können.
  • Zur Abbildung texturierter Oberflächen können praktisch beliebige Substrate mit texturierter Oberfläche herangezogen werden.
  • Der Werkstoff kann dabei elektrisch leitend oder elektrisch isolierend sein. Bei der Verwendung elektrisch leitender Werkstoffe kann der hydrophile Überzug gleichzeitig als Trennmittelgrundierung wirken, was insbesondere für die Herstellung von Prägestdcken von Bedeutung ist.
  • Als Beispiele für Werkstoffe und Substrate, deren Oberfläche durch die Metallisierung abgebildet werden kann, seien die folgenden genannte: Leder, texturierte hochpolymere Werkstoffe, Holz, natürliche oder synthetische Fasern und Gemische natürlicher und synthetischer Fasern oder beliebige andere organische und anorgnaische Werkstoffe. Prinzipiell kann jeder beliebige Werkstoff und jedes beliebige Werkstück der Metallisierung unterzogen werden, das mit der hydrophilen Überzugsmasse beschichtet werden kann.
  • Zusammenfassend wird festgestellt, daß praktisch jede beliebige feste Substanz als Substrat eingesetzt und nach dem Verfahren der Erfindung metallisiert werden kann. Im einzelnen liegt die Auswahl des zu metallisierenden Substrats also in der Hand des Anwenders.
  • Das Überziehen des Substrats wird in der Weise ausgeführt, daß dieses mit einer Lösung in Berührung gebracht wird, die die Bestandteile der hydrophilen Überzugsmasse enthält. Dieses in Berührung bringen kann durch Aufsprühen, Aufbürsten oder durch Tauchen erfolgen.
  • Entscheidend ist, daß die Uberzugsmasse hydrophil ist. Entscheidend ist weiterhin, daß die hydrophile Zusammensetzung als die Komponenten dss Gemisches enthaltende Lösung auf die Werkstückoberfläche aufbringbar ist, und zwar nach irgendeinem an sich beliebigen Verfahren wie beispielsweise Aufsprühen, Aufbürsten oder durch Tauchen. Die Lösung, die die Komponenten der hydrophilen Überzugsmasse enthält, sollte so rasch wie sinnvollerweise möglich auftrocknen. Die Trocknungszeit sollte in der Regel bei Raumtemperatur weniger als ca.
  • 15 min betragen.
  • Vorzugsweise stammen die Werkstoffkomponenten der hydrophilen Überzugsmasse aus einer Lösung, die aus einem Zweikomponentengemisch in einem Lösungsmittelsystem, das zumindest ein Lösungsmittel enthält, besteht ("zusammengesetztes Werkstoffsystem").
  • Das Gemisch muß zumindest einen filmbildenden Bestandteil und einen hydrophilen Bestandteil enthalten. Außerdem ist vorzugsweise ein dritter Bestandteil enthalten, der zumindest eine wasserlösliche polymere Komponente enthält, um das Benetzungsverhalten und das Beschichtungsverhalten des zusammengesetzten Werkstoffsystems zu verbessern.
  • In der folgenden theoretischen Erörterung wird versucht, eine Erklärung dafür zu geben, wie das zusammengesetzte Werkstoffsystem die hydrophile Oberfläche bildet. Diese theoretischen Erklärungsversuche dienen jedoch nicht der Beschränkung der Erfindung.
  • Jede einzelne Komponente des zusammengesetzten Werkstoffsystems erfüllt eine spezielle Aufgabe bei der Bildung des hydrophilen, aus verschiedenen Werkstoffkomponenten zusammengesetzten Uberzugs.
  • Die filmbildende Komponente verleiht dem zusammengesetzten hydrophilen Überzug die notwendige Überzugsfestigkeit und verhindert ein Lösen, Reißen oder eine anderweitige Beschädigung des Uberzugs während der folgenden Behandlungsstufen. Diese Komponente bewirkt außerdem einen Teil der Haftfestigkeit des Überzugs auf der Substratoberfläche während der nachfolgenden Behandlungsstufen und der Metallabscheidung.
  • Die hydrophile Komponente verleiht dem Überzug die Benetzbarkeit durch wässrige Abscheidungslösungen. Diese Komponente ist vorzugsweise in Wasser unlöslich.
  • Die wasserlösliche polymere Komponente verstärkt die Benetzbarkeit und die Beschichtbarkeit des hydrophilen aus verschiedenen Werkstoffen zusammengesetzten Überzugs. Diese Komponente ist aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit zum einen von Haus aus hydrophil und schafft zum anderen einen Überzug, dessen Oberfläche mikroporös ist. Diese mikroporise Oberfläche entsteht durch das teilweise Herauslösen der wasserlöslichen polymeren Komponente aus der Oberfläche des Überzugs, wenn dieser mit Wasser oder wässrigen Lösungen organischer oder anorganischer Salze in Berührung gebracht wird. Diese wasserlösliche Komponente ist gleichmäßig im gesamten Überzug dispergiert. Beim Lösen dieser Komponente bleiben daher in der Oberfläche des Überzugs Mikroporen zurück.
  • Die mikroporöse Oberfläche erleichtert die Sensibilisierung und Aktivierung des aus dem zusammengesetzten Werkstoffgemisch bestehenden hydrophilen Überzugs vor dem stromlosen Metallabscheiden, da die sensibilisierenden und aktivierenden Lösungen wässrige Lösungen sind. Durch die Ausbildung der mikroporösen Struktur ist die hydrophile Oberfläche durch diese Lösungen besonders leicht und gut benetzbar.
  • Selbstverständlich schafft das zusammengesetzte Werkstoffsystem auch in Abwesenheit der wasserlöslichen polymeren Komponente eine Oberfläche, die durch den hydrophilen Bestandteil der Zusammensetzung hydrophiler Natur ist. Auch diese Oberfläche ist, obwohl sie nicht mikroporös ist, selbstverständlich gut benetzbar. Aus der Technik des stromlosen Abscheidens von Metallen ist bekannt, Sensibilisierungslösungen und Aktivierungslösungen zu verwenden, um den Ablauf der Redox-Reaktionen zu erleichtern, die beim Abscheiden des gelösten Metalls auf der Oberfläche als Reduktion des in der Lösung gelösten Ions des abzuscheidenden Metalls in den nullwertigen Zustand. ablaufen.
  • Die Lösungsmittel dienen der Lösung aller zuvor beschriebenen Bestandteile unter Bildung einer homogenen echten Lösung. Die Auswahl der Lösungsmittel erfolgt dabei auf der Grundlage gebräuchlicher Auswahlkriterien zur Herstellung lösungsmittelhaltiger Uberzugsmassen.
  • Die einzelnen Bestandteile des zusammengesetzten Werkstoffsystems sind untereinander vorzugsweise so kompatibel, also systemverträglich, daß sie beim Lösen in einem entsprechenden Lösungsmittelsystem iiner Phasentrennung unterliegen. Das zusammengesetzte Werkstoffsystem ist also vorzugsweise eine klare, echte Lösung. Geringfügige Abweichungen von dieser vorzugsweise gewährleisteten totalen Kompatibilität können jedoch toleriert werden. So können beispielsweise auch leicht trübe Lösungen oder Lösungen, die nach längerem Stehenlassen doch eine Phasentrennung zeigen, im Rahmen der Erfindung zu durchaus guten Ergebnissen führen.
  • Die Funktionstüchtigkeit eines beliebigen zusammengesetzten Werkstoffsystems im Sinne dieser Beschreibung kann vom Fachmann durch empirische Prüfung, durch Literaturprüfung und/oder durch Studium der von den Herstellern der benutzten Substanzen herausgegebenen Kenndatenmerkblätter zur Kompatibilität der Substanzen in verschiedenen Lösungsmitteln und unterschiedlichen Lösungsmittelsystemen ermittelt werden. Zur Frage der Lösungsmittelauswahl sei auf folgende Literatur verwiesen: "The Technology of Solvents and Plasticizers", A. K. Doolittle (N.Y., 1954); "Solvents Guide", Marsden and Mann (N.Y., 1963); "Industrial Solvents", 1. Mellan (N.Y., 1950); und "Properties of Organic Solvents", J.E. Morgan (1962).
  • Information zur Auswahl der filmbildenden Bestandteile ist ebenfalls in zahlreichen Veröffentlichungen zu finden, insbesondere in Veröffentlichungen, die Anstrichmittel betreffen.
  • Als Beispiele seien die folgenden genannt: "Synthetic Resins and Coatings", Noyes Data Corporation (1965) und "Paint Additives", Noyes Data Corporation (1970).
  • Zusätzlich zu der aus den vorgenannten Druckschriften erhältlichen Information sei zur Auswahl der hydrophilen Komponenten und der wasserlöslichen polymeren Komponenten auf die folgende Druckschrift verwiesen: Modern Plastics Encyclopedia", Band 51, Nr. 10A (McGraw Hill, Oktober 1974).
  • Außerdem können die einschlägigen Produktspezifikationen der verschiedenen Hersteller zur Auswahl der Bestandteile und der Lösungsmittel für das zusammengesetzte Werkstoffsystem herangezogen werden.
  • Der Feststoffgehalt der einzelnen Komponenten im zusammengesetzten Werkstoffsystem liegt zweckmäßigerweise im Bereich von ca. 1 bis ca. 40 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des gesamten Systems. Das Gewichtsverhältnis zwischen der filmbildenden Komponente und der hydrophilen Komponente liegt zweckmäßigerweise im Bereich von ca. 3:10 bis ca. 10:1. Wenn zusätzlich ein wasserlösliches Polymer verwendet wird, so beträgt das Gewichtsverhältnis dieser Komponente zur filmbildenden Komponente zweckmäßigerweise ca. 1:10 bis ca. 2:1.
  • Dem zusammengesetzten Werkstoffsystem können Leitfähigkeitspulver wie beispielsweise Metallpulver oder Graphitpulver, zugesetzt werden. Solche Leitfähigkeitspulver können als Katalysator für die stromlose Metallabscheidung oder auch direkt als elektrisch leitende Komponente dienen, die sogar den Schritt der stromlosen Metallabscheidung überflüssig werden lassen können.
  • Die Art des verwendeten Leitfähigkeitspulvers ist an sich nicht kritisch. Auch können verschiedene solcher Leitfähigkeitspulver gleichzeitig verwendet werden. Als typische Leitfähigkeitspulver seien Eisen, Kupfer, Magnesium, Aluminium, Zink, Silber, Kohlenstoff und Graphit genannt. Das Leitfähigkeitspulver kann dem zusammengesetzten Werkstoffsystem in einer Menge von ca. 0,5 bis ca. 15 Gew.-%, bezogen auf den Gesamtfeststoffgehalt des Systems, zugesetzt werden.
  • Die beschichtete Werkstoffoberfläche trocknet bei Raumtemperatur durch Verdampfen des Lösungsmittels innerhalb relativ kurzer Zeit. Dadurch wird das nach dem Stand der Technik gebräuchlicherweise zweistufige Beiz- und Ätzverfahren durch den einstufigen Beschichtungsprozeß ersetzt.
  • Die Dicke des aus dem zusammengesetzten Werkstoffgemisch bestehenden hydrophilen Uberzugs beträgt vorzugsweise ca. 1,3 bis ca. 127 ßm.
  • Der hydrophile Oberzug wird vorzugsweise durch stromloses Abscheiden eines Metalls elektrisch leitend gemacht. Zu diesem Zweck kann jedes an sich bekannte und gebräuchliche Verfahren zum stromlosen Metallabscheiden verwendet werden, beispielsweise das aus der US-PS 3 667 972 oder aus "Plating on Plastics With Metals", J. McDermott (Noyes Data Corp., 1974) bekannte Verfahren.
  • Als Metalle, die auf dem Uberzug stromlos abgeschieden werden, können vorzugsweise Nickel, Kupfer, Silber, aber auch andere stromlos abscheidbare Metalle verwendet werden.
  • Nachdem die Oberfläche des hydrophilen Oberzugs in den elektrisch leitenden Zustand überführt worden ist, sei es durch stromloses Abscheides eines Metalls, sei es durch Zusatz eines Leitfähigkeitspulvers zur hydrophilen Oberzugsmasse, sei es durch eine Kombination beider Möglichkeiten, kann zum galvanischen Abscheiden des Metalls jedes an sich bekannte und gebräuchliche Verfahren zur Galvanisierung verwendet werden. Bevorzugte Verfahren sind in den folgenden Druckschriften beschrieben: "Modern Electroplating", F.A. Lowenheim (3. Wiley, 1942); "Electroplating Engineering Handbook", A.K. Graham (Rheinhold, 1962); und "Handbuch der Galvanotechnik", Karl Hanser Verlag (München, 1966).
  • Im einzelnen richtet sich die Auswahl des Galvanisierungsverfahrens nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung des für das metallisierte Produkt vorgesehenen Verwendungszweckes. Wenn das metallisierte Substrat beispielsweise ein zelliges Material ist, so mag das erhaltene metallisierte Schaumprodukt beispielsweise als Bauteil in einem Wärmeaustauscher verwendet werden. Für einen solchen Verwendungszweck wird als galvanisch abzuscheidendes Metall ein Metall mit besonders guter Wärmeleitfähigkeit und besonders großer Wärmekapazität ausgewählt werden. In diesem Anwendungsfall wären also beispielsweise Nickel, Kupfer oder Chrom die bevorzugten Metalle.
  • Die metallisierten festen Schaumstrukturen wie sie nach dem Verfahren der Erfindung erhältlich sind, können je nach den beabsichtigten Verwendungszwecken in der verschiedensten Weise weiterverarbeitet werden. Für solche typischen Weiterverarbeitungsprozesse sind im folgenden zwei Beispiele angegeben, die jeweils für sich oder in Kombination miteinander verwendet verwendet werden können: (1) Zerstörung des organischen Werkstoffs durch Pyrolyse und (2) Kompaktierung des Produkts auf Abmessungen, die dem vorgegebenen Füllfaktor entsprechen.
  • Eine Pyrolyse kann jedoch selbstverständlich nur dann ausgeführt werden, wenn das zellige Substratmaterial eine organische Substanz ist. Verfahren zur Pyrolyse sind in der US-PS 3 549 505 beschrieben. Weitere Verfahren sind an sich bekannt. Die Frage, ob eine Pyrolyse durchzuführen ist oder nicht, richtet sich nach dem Endbestimmungszweck für den hergestellten metallisierten Schaumkörper. Wenn dieser beispielsweise in einer heißen Umgebung eingesetzt werden soll, deren Temperatur das zellige organische Material zersetzen würde, so empfiehlt sich, die Pyrolyse vor dem Einsatz des metallisierten Schaumkörpers durchzuführen.
  • Unter bestimmten Umständen kann die Pyrolyse auch gleichzeitig mit einer Temperung des zunächst häufig spröden galvanisch niedergeschlagenen Metalls durchgeführt werden. Dabei hängen die Parameter, unter denen eine Temperung der galvanisch abgeschiedenen Metalle durchgeführt werden kann, insbesondere von der Art des Metalls ab. Diese Parameter sind dem Fachmann an sich bekannt.
  • Nach der Durchführung der Temperung kann die äußere geometrische Form des metallisierten Schaumkörpers durch Kompression, Kompaktierung, Biegen, Verwinden oder in anderer Weise erfolgen.
  • Der getemperte metallisierte geschäumte Körper kann anschließend kompaktiert werden, wenn dies für Anwendungszwecke, bei denen ein niedriger Füllfaktor bzw. eine höhere scheinbare Dichte benötigt wird, erforderlich ist. Der Füllfaktor ist dabei wie folgt definiert: Füllfaktor = (V1 - V2)/V1 In der vorstehenden Gleichung bedeutet V1 das Gesamtvolumen des geschäumten metallisierten Körpers und bedeutet V2 das tatsächliche Volumen des Werkstoffs bzw. Stützgerüstes des metallisierten Schaumkörpers, beispielsweise also sein Wasserverdrängungsvolumen.
  • Anwendungegebiete , bei denen ein kleiner Füllfaktor erforderlich ist, sind beispielsweise die Verwendung solcher metallisierten geschäumten Strukturen als Katalysatorträger oder als Austauscherelemente in Wärmeaustauschern.
  • Für die Metallisierung selbst wird vorzugsweise von einem zelligen Körper mit recht großem Füllfaktor ausgegangen. In solchen Strukturen sind die Zellen selbst größer und ist der Abschirmeffekt der Zellwände während des galvanischen Metallisierens auf ein Minimum herabgesetzt. Dadurch kann also ein geschäumter Körper mit großem Füllfaktor homogener galvanisch metallisiert werden als ein gleicher Werkstoff mit kleinerem Füllgrad.
  • Wenn als Substrat ein texturiertes Material verwendet wird, wird zur galvanischen Abscheidung ein mechanisch ausreichend fester Werkstoff ausgewählt, der beispielsweise als Prägestock oder Prägeplatte direkt verwendbar ist. Unter anderem werden zu diesen Zwecken vorzugsweise Nickel und Kupfer, aber auch andere Metalle eingesetzt. Wie auch im Fall der metallisierten Schaumkörper kann das noch spröde galvanisch niedergeschlagene Metall zur Erhöhung seiner Festigkeit nach dem galvanischen Abscheiden getempert werden. Dabei kann auch in diesem Fall das Tempern gleichzeitig mit einer Pyrolyse des texturierten Werkstoffsubstrats einhergehen. Das texturierte Substrat kann aber auch sowohl vor als auch nach dem Tempern vom Metall getrennt werden. Dieses Trennen des Substrats vom galvanisch auf seiner Oberfläche abgeschiedenen Metall kann in/sach bekannter und gebräuchlicher Weise erfolgen und zwar sowohl mechanisch als auch chemisch.
  • Die Erfindung ist im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Beispiel t Zur Ermittlung und Auswahl zusammengesetzter Werkstoffsysteme für die Beschichtung von Glassubstraten wird eine Reihe von Versuchen durchgeführt. Als Substrat werden gläserne Objektträger verwendet, die eine direkte Gütebestimmung des Uberzugs unter dem Mikroskop ermöglichen. Auch wird die Qualität einer stromlosen Abscheidung von Nickel auf fliesen ueberzügen mikroskopisch überprüft. Das stromlose Abscheiden des Nickels erfolgt in der aus der US-PS 3 667 972 bekannten Weise.
  • Mit einem Feststoffgehalt von 10 Gew.- werden in einem kalten Lösungsmittelsystem die folgenden Vorratslösungen hergestellt: I. Vinylchlorid-Vinylacetat-CopoLymer (86:14) II. Vinylchlorid-Vinylacetat-CopoLymer (87:13) III. Polyvinylpyrrolidon IV. Polyvinylbutyral Bei den Feststoffen I und II beziehen sich die Angaben in Klammern auf den prozentualen Anteil des Vinylchlorids bzw.
  • des Vinylacetats im Copolymer.
  • Die Versuche werden mit folgendem Lösungsmittelsystem durchgeführt: Vol.-Teile Vol.-% 1,2-Dichlorethan 100 44,5 Methylethylketon 100 44,5 Ethanol 25 11,0 Aus den vorstehend genannten Komponenten bzw. Vorratslösungen werden die im folgenden aufgeführten zusammengesetzten Werkstoffsysteme hergestellt, die dann im einzelnen geprüft werden.
  • -10 ml I werden mit 5 ml III gemischt. Dabei wird eine echte klare Lösung erhalten. Das so erhaltene zusammengesetzte Werkstoffsystem wird mit einem Pinsel auf einen gläsernen Objektträger aufgestrichen und 5 min bei 21 OC getrocknet. Der getrocknete Überzugsfilm ist klar und glatt. Anschließend wird auf diesem Überzug Nickel stromlos abgeschieden. Dabei wird ein Bedeckungsgrad des stromlos abgeschiedenen Nickels von 90 % erzielt.
  • -5 ml Celluloseacetatbutyrat werden dem zusammengesetzten Werkstoffsystem A zugesetzt. Die erhaltene Lösung hat ein perlmuttartiges Aussehen und trennt sich beim Stehenlassen in Schichten auf. Nach Rühren der Lösung wird das vorstehend unter A beschriebene Verfahren wiederholt. Der auf getrocknete Überzug war körnig und wolkig. Beim stromlosen Abscheiden von Nickel wird eine Bedeckung von 90 % mit geringfügiger Blasenbildung erhalten.
  • C: 20 ml I werden mit 5 ml III gemischt. Dabei wird eine klare Lösung erhalten. Das vorstehend unter A beschriebene Verfahren wird wiederholt. Der erhaltene trockene Überzugsfilm ist klar und glatt. Beim stromlosen Nickelabscheiden wird ein Bedeckungsgrad von 90 % erhalten.
  • D-5 ml Celluloseacetat werden zum zusammengesetzten Werkstoffsystem A gegeben. Die erhaltene Lösung ist opalisierend, jedoch tritt auch bei längerem Stehenlassen keine Phasentrennung ein. Anschließend wird das unter A beschriebene Verfahren wiederholt.
  • Der aufgetrocknete Überzugsfilm ist wolkig, aber glatt. Beim stromlosen Abscheiden von Nickel wird eine Oberflächenbedeckung von 10 % erreicht.
  • 5 ml II werden dem zusammengesetzten Werkstoffsystem A zugesetzt. Dabei wird eine klare Lösung erhalten. Anschließend wird in der unter A beschriebenen Weise verfahren. Der aufgetrocknete Überzug ist klar und glatt. Beim stromlosen Abscheiden von Nickel wird eine Oberflächenbedeckung von 100 % erreicht.
  • F: 5 ml IV werden zum zusammengesetzten Werkstoffsystem A gegeben.
  • Die erhaltene Lösung ist geringfügig getrübt, jedoch tritt auch bei längerem Stehenlassen keine Phasentrennung ein. Anschlie-Bend wird das vorstehend unter A beschriebene Verfahren wiederholt Der getrocknete Überzug ist klar und glatt. Beim stromlosen Abscheiden von Nickel wird eine prozentuale Oberflächenbedeckung von 100 % erzielt.
  • -10 ml I, 10 ml II und 5 ml IV werden miteinander vermischt.
  • Die erhaltene Lösung ist opalisierend. Anschließend werden 10 ml Methylisobutylketon zugesetzt, wobei die Lösung aufklart und nur noch eine geringfügige Wolkigkeit zurückbleibt. Dann wird das vorstehend im Abschnitt A beschriebene Verfahren wiederholt. Der getrocknete Uberzugsfilm ist klar und glatt.
  • Auf diesen Überzug wird beim stromlosen Abscheiden von Nickel eine prozentuale Oberflächenbedeckung von 100 % erreicht.
  • H: 15 ml II und 5 ml IV werden zum zusammengesetzten Werkstoffsystem A gegeben. Die erhaltene Lösung ist opalisierend. Auch nach Zusatz von 10 ml Methylisobutylketon wird keine Verbesserung der Kompatibilität der Lösung beobachtet. Es werden dann noch 10 ml Isopropylalkohol zugesetzt. Die Lösung bleibt jedoch noch immer opalisierend, wahrscheinlich aufgrund der Unlöslichkeit des Polyvinylpyrrolidons im Methylisobutylk-eton.
  • Beim Stehenlassen trennt sich die Lösung in zwei Schichten.
  • Nach dem Verrühren der Lösung wird das vorstehend im Abschnitt A beschriebene Verfahren wiederholt. Der aufgetrocknete Überzugsfilm ist klar und glatt. Bei der stromlosen Abscheidung von Nickel wird eine 100 %-ige Oberflächenbedeckung erzielt.
  • 1.
  • 10 ml I, 10 ml II, 5 ml IV und 20 ml Methylisobutylketon werden miteinander vermischt. Dabei wird eine klare Lösung erhalten.
  • Mit dieser Lösung wird in der im Abschnitt A beschriebenen Weise verfahren. Der auf dem gläsemenObjektträger erhaltene aufgetrocknete Uberzug ist glatt, aber leicht wolkig. Auf diesem Überzug wird beim stromlosen Abscheiden von Nickel ein Bedeckungsgrad von 100 % erreicht.
  • -10 ml II und 1 ml IV werden zum zusammengesetzten Werkstoffsystem A gegeben. Außerdem werden zusätzlich noch 20 ml des Lösungsmittelsystems zugesetzt. Dabei wird eine klare Lösung erhalten. Anschließend wird in der vorstehend unter A beschriebenen Weise verfahren. Der erhaltene aufgetrocknete Uberzugsfilm ist glatt, aber wolkig. Auch auf diesem Überzug wird beim stromlosen Abscheiden von Nickel ein Bedeckungsgrad von 100 % erzielt.
  • K.
  • Zu dem zusammengesetzten Werkstoffsystem J werden zusätzlich 10 ml der Vorratslösung I gegeben. Das gleiche Verfahren wie vorstehend im Abschnitt J beschrieben wird wiederholt. Der erhaltene Überzug ist völlig klar. Im übrigen wird gleiches Verhalten beobachtet und wird eine gleiche prozentuale Oberflächenbedeckung erhalten.
  • L: 5 ml II und 5 ml IV werden zum zusammengesetzten Werkstoffsystem C gegeben. Zusätzlich werden 20 ml des Lösungsmittelsystems zugesetzt. Dabei wird eine klare Lösung erhalten.
  • Anschließend wird das vorstehend im Abschnitt A beschriebene Verfahren durchgeführt. Der getrocknete Überzug ist glasklar und glatt. Beim stromlosen Abscheiden von Nickel wird ein prozentualer Bedeckungsgrad von 100 % erreicht.
  • M: 10 ml der Vorratslösung I, 10 ml II, 2 ml III, 2 ml IV und 20 ml des Lösungsmittelsystems werden homogen miteinander vermischt. Dabei wird eine klare Lösung erhalten. Anschließend wird in der unter A beschriebenen Weise verfahren. Der dabei auf dem gläsernen Objektträger erhaltene getrocknete Überzug ist klar und glatt. Beim stromlosen Abscheiden von Nickel auf diesem Überzug wird eine Oberflächenbedeckung von 100 % erhalten.
  • Das vorstehend im Abschnitt M beschriebene Verfahren wird mit der Abänderung wiederholt, daß der Überzug vor dem stromlosen Abscheiden von Nickel vom Glasträger abgeschält wird. Dabei wird ein Film mit einer Dicke von 7,6 m erhalten.
  • Das Verfahren wird wiederum wiederholt, und zwar mit der Abänderung, daß auf der Glasscheibe 2 und 3 Überzüge statt nur eines Überzugs aufgebracht werden. Diese Überzüge haben eine Gesamtstärke von 15,2 bzw. 22,9 m. Auch im Fall dieser doppelt und dreifach beschichteten Glasoberflächen wird beim stromlosen Abscheiden von Nickel eine 100 %-ige Oberflächenbedeckung erzielt.
  • Beispiel 2 Ein thermisch geschäumter PU-Schaum wird mit einem ca. 7,6 zum dicken Uberzug aus einem hydrophilen zusammengesetzten Werkstoffsystem beschichtet.
  • Die hydrophile Beschichtungsmasse enthält 4 g Polyvinylpyrrolidon, 8 g eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymers mit 90 % Vinylchlorid und 10 % Vinylacetat, 8 g eines Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymers aus 87 % Vinylchlorid und 13 z Vinylacetat und 5 g Celluloseacetatbutyrat gelöst in 50 ml Dichlorethylen, 125 ml Tetrahydrofuran und 50 ml Methylethylketon. Bei dieser Formulierung wird eine Beschichtungslösung erhalten, die sowohl mit dem Pinsel oder einer Bürste aufgetragen werden kann, aber auch durch Aufsprühen auftragbar ist. Zum Aufsprühen wird diese Lösung im Verhältnis 1:2 oder 1:3 mit folgendem Lösungsmittelgemisch verdünnt: 22 % Dichlorethylen, 56 % Tetrahydrofuran und 22 % Methylethylketon. In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel wird der PU-Schaum zum Herstellen des Überzugs mit dem zusammengesetzten Werkstoffsystem besprüht.
  • Die Polymerbeschichtung wird nach dem Aufsprühen 5 min bei Raumtemperatur (22 °C) getrocknet. Anschließend wird in der in der US-PS 3 667 972 beschriebenen Weise auf diesen Überzug Nickel stromlos abgeschieden. Daran anschließend wird in an sich bekannter Weise ein galvanischer Kupferüberzug mit einer Stärke von ca. 254 gm abgeschieden.
  • Auf der galvanisch abgeschiedenen Kupferschicht wird dann in einer Stärke von ca. 102 Fm galvanisch eine Nickelschicht abgeschieden. Anschließend wird 1 h in einer Wasserstoffatmosphäre bei 760 OC pyrolisiert. Dabei wird ein duktiler metallisierter fester Schaum erhalten.
  • Beispiel 3 Eine Lederbahn wird in einer Dicke von 10,2 ßm mit einem zusammengesetzten Werkstoffsystem der folgenden Zusammensetzung besprüht: 4 g Polyvinylpyrrolidon 8 g Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymer (90:10) 5 g Celluloseacetatbutyrat 100 ml Dichlorethylen 250 ml Tetrahydrofuran 100 ml Methylethylketon Das so beschichtete Leder wird 10 min bei ca. 23 OC getrocknet.
  • Auf dem Überzug wird wie in der US-PS 3 667 972 beschrieben stromlos Nickel abgeschieden. Anschließend wird in gebräuchlicherweise in einer Stärke von ca. 380 ßm galvanisch eine Kupferschicht niedergeschlagen. Anschließend werden das Leder und der hydrophile Überzug abgeschält, wobei mit hoher Auflösung und guter Reproduktionsqualität ein Kupfernegativ der texturierten Lederoberfläche erhalten wird.
  • Dieses Grundverfahren zur Herstellung des Kupfernegativs kann in vielfältiger Weise modifiziert werden. So kann die Rückseite des Kupfernegativs durch ein Verstärkungsmaterial, beispielsweise durch eine zusätzliche Metallplatte oder durch einen Gummirücken mechanisch verstärkt werden. Auch kann die Bildseite, also die eigentliche Negativseite, durch einen dünnen Überzug aus einem härteren Metall wie beispielsweise Chrom oder Nickel mit verbesserter Härte ausgebildet werden, ohne daß dadurch die Auflösung oder die Wiedergabetreue des Negativs verschlechtert werden.
  • Weitere Abänderungen stehen dem Fachmann je nach den Erfordernissen des Einsatzgebietes zur Verfügung.

Claims (7)

  1. Verfahren zum Metallisieren von Substraten Patentansprüche 1. Verfahren zum Metallisieren von Substraten, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß (a) das Substrat mit einem ca. 1,3 bis ca. 127 tim dicken Uberzug aus einem elektrisch nichtleitenden hydrophilen Werkstoffgemisch beschichtet wird, wobei dieses Werkstoffgemisch eine Mischung aus (1) zumindest einer filmbildenden Komponente und (2) zumindest einer wasserunlöslichen hydrophilen Komponente ist und das Gewichtsverhältnis der filmbildenden Komponente zur hydrophilen Komponente im Bereich von ca. 3:10 bis ca. 10:1 liegt und diese Komponenten ohne Phasentrennung in einem Lösungsmittel gelöst werden können, daß (b) auf dem auf der Substratoberfläche hergestellten hydrophilen Überzug stromlos ein elektrisch leitfähiges Metall abgeschieden wird und daß (c) auf dem stromlos abgeschiedenen Metall galvanisch ein Metall niedergeschlagen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß das Substrat eine zellige Struktur aufweist, die aus einem dreidimenionalen Raumgitter mit makroskopischen, untereinander verbundenen Zellen besteht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß das Substrat ein fester organischer Werkstoff ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß das Substrat nach dem Metallisieren pyrolysiert wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die hydrophile Beschichtungsmasse weiterhin zumindest eine wasserlösliche polymere Komponente enthält und zwar im Bereich eines Gewichtsverhältnisses von ca. 1:10 bis zu ca. 2:1, bezogen auf das Gewicht der filmbildenden Komponente.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Substrat vom niedergeschlagenen Metall getrennt wird.
  7. 7. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 6 zur Herstellung von Prägestöcken zur Abbildung von Werkstückoberflächen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0310803A1 (de) * 1987-09-28 1989-04-12 General Electric Company Behandlung einer Polyimid-Oberfläche zur Verbesserung der Adhäsion des darauf abgeschiedenen Metalls und nach diesem Verfahren hergestellte Gegenstände
DE10250951A1 (de) * 2002-10-25 2004-05-13 Siemens Ag Verfahren zur Herstellung eines Bandes mit texturierter Metallschicht und Band mit texturierter Metallschicht

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DE10250951B4 (de) * 2002-10-25 2006-05-24 Siemens Ag Verfahren zur Herstellung eines Bandes mit texturierter Metallschicht

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