DE2755349C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Analysegerät mit Inkubator zur automatischen chemischen
Analyse, bei der eine flüssige Probe auf einem Probenträger aufgetragen
und nach einer vorgegebenen Inkubationszeit analysiert wird, mit einer
im Inkubatorgehäuse vorgesehenen Kammer, in welche an einer ersten
Stelle Probenträger einführbar und an einer zweiten Stelle daraus ent
nehmbar sind, mit einer Steuereinrichtung zum Konstanthalten der Tempe
ratur innerhalb der Kammer, mit einer Transportvorrichtung für die Pro
benträger, welche diese während ihres Transports vorübergehend hält und
in der Kammer bewegt, mit einer Antriebseinrichtung für die Transport
vorrichtung und mit einer Analyseeinrichtung.
Aus der US-Patentschrift 35 74 064 ist ein Analysegerät mit zwei teil
torusförmigen Inkubationskammern bekannt, von denen jede einen Teil des
Umfangs eines drehbar angeordneten Transporttisches umfaßt. Dieser
Transporttisch besitzt über seinen Umfang verteilt mehrere Aufnahmen für
die Probenträger. Auf einen auf dem Transporttisch befindlichen Proben
träger wird zunächst Serum aufgetragen und der Transporttisch bewegt
diesen Probenträger in die erste Inkubationskammer. Nach dem Austritt
aus der ersten Inkubationskammer wird der Probenträger verschiedenen
Behandlungen unterzogen, ehe ihn der Transporttisch in die zweite Inku
bationskammer bewegt. Nach dem Austritt aus dieser zweiten Inkubations
kammer wird der Probenträger weiteren Behandlungen unterzogen und danach
vom Transporttisch für eine Untersuchung unter einem Mikroskop entfernt.
Der zweiteilige Inkubator dieses bekannten Geräts hat den Nachteil, daß
die Inkubation unter sehr genauer Einhaltung der Temperatur und unter
präziser Einhaltung der Zeit nicht durchführbar ist, da der Probenträ
ger in die erste Inkubationskammer mit vorher nicht bestimmbarer Tem
peratur eingeführt wird. Ein Teil der Schwierigkeiten des vorbekann
ten Geräts bei der genauen Einhaltung der Temperatur für eine vorgege
bene Zeit ist darin begründet, daß sich der Transporttisch aus einer
Inkubationskammer heraus und danach wiederum in eine Inkubationskammer
hinein bewegen muß. Demzufolge müssen außer den Probenträgern selbst
auch der Transporttisch und die Aufnahmen für die Probenträger in ihrer
Temperatur angehoben werden, was zu einem Absinken der Umgebungstempera
tur im Inkubator unter den erwünschten Wert führt. Hieraus folgt auch,
daß die Zeitspanne, innerhalb welcher der Probenträger sich auf der
erwünschten Inkubationstemperatur befindet, unbestimmt ist. Dieselben
nachteiligen Auswirkungen ergeben sich auch in bezug auf die zweite
Inkubationskammer.
Aus der US-Patentschrift 36 16 264 ist eine zweikammerige Analyseeinrich
tung für Proben bekannt. Im inneren der kleineren Kammer ist ein ring
förmiger Träger für die Proben sowie eine Meßeinrichtung vorgesehen.
Über eine Antriebseinrichtung kann der ringför
mige Träger aus seiner normalen Lage herausbewegt, in dieser Stellung
gedreht und wiederum in Meßstellung für eine neue Probe bewegt werden.
Wie der ringförmige Träger für die Proben in die innere Kammer verbracht
wird ist nicht näher erläutert. Es ist jedoch davon auszugehen, daß
immer nur ein komplett bestückter Träger ausgetauscht werden kann und
daß dies nur unter erheblichem Wärmeverlust möglich ist. Eine kontinu
ierliche Bestückung ist ausgeschlossen. Damit ist die bekannte Einrich
tung wenig bedienungsfreundlich und vor allem wenig wirtschaftlich.
Aus der US-Patentschrift 37 70 382 ist schließlich ein Gerät für die
klinische Analyse von Proben bekannt. Die eine Probenflüssigkeit sowie
ein Reagenz enthaltenden Proben werden mittels einer als Transportvor
richtung dienenden geschlossenen Kette innerhalb einer temperaturgesteu
erten Kammer durch mehrere Stationen bewegt. Außer der Zuführeinrichtung
und der Füllstation für die Probenflüssigkeit sind sämtliche Stationen
dieses automatischen Analysegeräts innerhalb der temperaturgesteuerten
Kammer angeordnet. Dies schließt wenigstens vier Stationen, u. a. auch
eine Einrichtung zur Vorheizung der Proben ein. Damit ist ein beachtli
cher Aufwand erforderlich, um die Temperatur im Inneren der Kammer inner
halb der vorgeschriebenen Grenzen einzuhalten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Inkubator zur Verwendung
in einem Gerät zur chemischen Analyse nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 dahingehend zu verbessern, daß ein besonders wirtschaftlicher Betrieb
bei möglichst genau eingehaltener Inkubationstemperatur erzielbar ist.
Diese Aufgabe ist für ein Analysegerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Transportvorrichtung inner
halb der Kammer, von dieser völlig umschlossen, angeordnet ist, daß die
Antriebseinrichtung Schaltmittel aufweist, welche die Transportvorrich
tung in einer die Eingabe in oder die Entnahme eines Probenträgers aus
der Kammer sicherstellenden Position stillsetzt, daß eine der Kammer
benachbarte und der Transportvorrichtung zugeordnete Einrichtung zur
Vorheizung der Probenträger vor Eingabe in die Kammer vorgesehen ist,
wobei die Einrichtung zwei Bauteile besitzt, zwischen die ein Proben
träger einfügbar ist und von denen dem ersten Bauteil ein Heizungsele
ment zum Aufheizen auf eine vorgegebene Temperatur zugeordnet ist und
das zweite Bauteil relativ zum ersten Bauteil für eine die Eingabe eines
Probenträgers in die Einrichtung zur Vorheizung zulassende Bewegung
bewegbar ist, daß außerhalb der Kammer bei der zweiten Stelle die Ana
lyseeinrichtung angeordnet ist und daß Transporteinrichtungen zum Bewe
gen des Probenträgers von der Einrichtung zur Vorheizung in die Kammer
und von der Kammer in die Analyseeinrichtung vorgesehen sind.
Durch die Kombination der erfindungsgemäßen Merkmale wird ein besonders
wirtschaftlicher Betrieb eines derartigen Geräts ermöglicht. Durch die
an sich bekannte vollständige Anordnung der Transportvorrichtung in der
Kammer des Inkubators wird sichergestellt, daß die Transportvorrichtung
mit ihren sämtlichen Bauelementen während des Betriebs auf der erforder
lichen Inkubationstemperatur gehalten werden kann. Dabei ist jedoch
dafür Sorge getragen, daß lediglich die Transportvorrichtung, nicht aber
weitere, den Energiehaushalt beeinflussende Stationen innerhalb der tem
peraturgesteuerten Kammer des Inkubators vorgesehen sind. Entscheidend
ist auch die Anordnung der Einrichtung zur Vorheizung der Probenträger
außerhalb der Kammer, da hierdurch ein Anheben der Temperatur des Pro
benträgers von der Umgebungstemperatur auf eine höhere Temperatur mög
lich ist, so daß ein in die Kammer zugeführter Probenträger die darin
vorherrschende Temperatur praktisch nicht beeinflussen kann. Damit
läßt sich in der Kammer eine sehr präzise Temperatur bei wirtschaft
lich vertretbarem Energiehaushalt aufrechterhalten.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung anhand eines in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels im einzelnen erläu
tert.
Es zeigt
Fig. 1 eine teilweise geschnitten dargestellte Seitenansicht
eines Geräts zur chemischen Analyse mit einem Inkubator
gemäß der Erfindung;
Fig. 2 eine teilweise geschnitten und aufgebrochen dargestellte
Seitenansicht des Inkubators, wobei der Rotor des Inku
bators sowie ein Reflektometer sichtbar werden;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den in Fig. 2 dargestellten Inkuba
tor;
Fig. 4 einen Schnitt gemäß der Linie 4-4 in Fig. 3 und
Fig. 5 eine vergrößert dargestellte Seitenansicht eines
Schneckenzahnrads einer Antriebseinrichtung für den
Inkubator.
Fig. 1 zeigt ein Gerät 20 zur chemischen Analyse biologischer
Flüssigkeiten, wie beispielsweise Blutserum. Dieses Gerät 20
besitzt einen Probenhalter 22, einen Vorratstisch 24 für Rea
genzien, eine Dosiervorrichtung 26, einen Inkubator 30 und
eine Analyseeinrichtung 32. Eine Fördervorrichtung 40 für die
Probenträger weist eine Ausstoßvorrichtung 42 auf, welche zur
Bewegung eines Testelements, hier eines plattenförmigen Proben
trägers 44, in eine Dosier- oder Zumeßstation dient, in der ein
Tropfen einer biologischen Flüssigkeit auf den Probenträger
aufgebracht wird. Darüber hinaus besitzt die Fördervorrich
tung 40 eine Vorschubeinrichtung 50 mit einer ersten hakenför
migen Greifereinrichtung 51, welche einen Probenträger 44 von
der Dosier- oder Zumeßstation einer Einrichtung 46 zur Vorhei
zung zuführt, sowie eine zweite hakenförmige Greifereinrich
tung 52, welche einen Probenträger von der Einrichtung 46 dem
Inkubator 30 zuführt. Schließlich weist die Fördervorrichtung
40 eine Entnahmeeinrichtung 53 auf, welche ebenfalls hakenför
mige Greifereinrichtungen 54 und 55 besitzt, die zur Bewegung
eines Probenträgers vom Inkubator 30 zur Analyseeinrichtung 32
bzw. von dieser Analyseeinrichtung 32 zu einer Ausgaberinne 60
dienen.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform eines Probenträgers,
welcher mit dem in Fig. 1 dargestellten Gerät zur Anwendung
kommen soll, ist in der belgischen Patentschrift 8 01 742 be
schrieben. Diese bekannten Probenträger nach dem belgischen
Patent sind mehrschichtig ausgebildet und enthalten diejenigen
Reagenzien, welche zur Reaktion mit Proben darauf aufgetrage
ner biologischer Flüssigkeit, wie beispielsweise Blutserum,
notwendig sind. Gewisse Reaktionen erzeugen eine kolorimetri
sche Veränderung in der optischen Dichte, welche mittels eines
Reflektometers bestimmbar ist, wobei der Betrag an Licht, wel
cher von dem Probenträger reflektiert wird, in Abhängigkeit
von der Reaktion verschieden ist und Aufschluß über den Betrag
einer in der Flüssigkeit vorhandenen bestimmten Komponente
gibt.
In den Fig. 2 und 3 ist der Inkubator 30 gezeigt, welcher ein
Gehäuse 61, das eine im wesentlichen zylindrische, in ihrer
Temperatur kontrollierte Kammer 62 umfaßt, einen um eine hori
zontale Achse 66 in der Kammer 62 drehbar gelagerter Rotor 64,
die Einrichtung 46 zur Vorheizung und eine Antriebseinrichtung
110 für den Rotor 64 aufweist.
Das Gehäuse 61 des Inkubators besteht aus mehreren Bauteilen,
die mittels Befestigungselementen 67 zusammengefügt sind. Bei
diesen Bauteilen handelt es sich um Seitenwände 68 und 69, wel
che mittels eines ringförmigen Wandteils 70 miteinander verbun
den sind. Jede der beiden Seitenwände ist doppelwandig ausge
führt und besitzt einen inneren und einen äußeren Wandteil aus
Metall, welcher durch eine Isolationsschicht 75 getrennt ist.
Wie in Fig. 3 gezeigt, sind Heizungselemente 78 an den Seiten
wänden 68 bzw. 69 angebracht und beispielsweise als Widerstands
drähte mit hohem Widerstand ausgeführt, die in Silikongummi ein
gebettet sind. Die Heizungselemente 78 sind mit einer nicht dar
gestellten Steuerschaltung verbunden, welche zur Beibehaltung
einer konstanten Temperatur, vorzugsweise 37 Grad Celsius, in
der Kammer 62 in einem Regelkreis angeordnete Thermistoren auf
weist, welche die Stromzufuhr zu den Heizelementen 78 steuern.
Einer der Thermistoren ist im Rotor 64 angeordnet und mit der
Steuerschaltung über Schleifringe 77 und Bürsten 79 verbunden.
In der Seitenwand 68 ist ein Zuführschlitz 80 vorgesehen, wäh
rend in der Seitenwand 69 ein Entnahmeschlitz 81 vorgesehen ist
(Fig. 3). Der Zuführschlitz 80 und der Entnahmeschlitz 81 sind
in ihrer Form und Größe derart gewählt, daß Probenträger 44
und die damit zusammenwirkenden, nachfolgend näher beschrie
benen Vorschub- bzw. Entnahmeeinrichtungen frei in diesen
Schlitzen bewegbar sind.
Gemäß Fig. 4 ist die Einrichtung 46 zur Vorheizung am Gehäuse
61 des Inkubators derart gelagert, daß eine Austrittsöffnung
82 mit dem Zuführschlitz 80 des Inkubators 30 in Verbindung
steht. Die Einrichtung 46 zur Vorheizung besitzt einen elek
trisch beheizbaren Metallblock 86 und eine mittels eines Feder
elements 90 gegen den Metallblock 86 vorgespannte Andrückplatte
87. Wird ein Probenträger 44 mittels der ersten Greiferein
richtung 51 in die Einrichtung 46 zur Vorheizung bewegt, dann
kämmt der Probenträger 44 infolge Anlage an einer abgeschräg
ten Kante 92 der Andrückplatte 87 letztere entgegen der Kraft
des Federelementes 90 nach oben und bewirkt seine Aufnahme in
der Einrichtung 46 zur Vorheizung. Ein Anschlag 93 auf der
Andrückplatte 87 verhindert ein Herausbewegen des Probenträ
gers aus der Einrichtung 46 zur Vorheizung entgegen der Bewe
gungsrichtung, wenn die zweite Greifereinrichtung 52 in ihre
Ausgangsstellung zurückkehrt. Die Einrichtung 46 zur Vorhei
zung bewirkt ein Anheben der Temperatur eines Probenträgers 44
von der Umgebungstemperatur bis auf eine Temperatur, welche
der in der Kammer 62 des Inkubators 30 aufrechterhaltenen Tem
peratur nahekommt. Hieraus folgt, daß ein in die Kammer 62
zugeführter Probenträger 44 die darin vorherrschende Tempera
tur praktisch nicht beeinflussen kann und daß demzufolge eine
sehr präzise Temperatur in der Kammer aufrechterhalten werden
kann.
Innerhalb des Gehäuses 61 ist, wie bereits erwähnt, der als
Transportvorrichtung für die Probenträger 44 dienende Rotor
64 drehbar angeordnet. Der Rotor 64 weist eine im Gehäuse 61
gelagerte Rotorwelle 96 und eine fest auf dieser Rotorwelle 96
gelagerte Nabe 97 auf. Als Haltemittel für die Probenträger
44 sind mehrere auf der Nabe 97 angeordnete, sich radial nach
außen erstreckende Aufnahmeelemente 98 vorgesehen (Fig. 2).
Auf diesen Aufnahmeelementen 98 sind Federklammern 100 gela
gert, welche einen Probenträger 44 gegen eine Stützfläche 99
eines jeden Aufnahmeelements 98 federnd drücken und die Ent
nahme des Probenträgers zulassen. Jede Federklammer 100 weist
einen im wesentlichen U-förmigen elastischen Teil 101 auf, der
auf dem Aufnahmeelement 98 befestigt ist, und stützt ein An
drückelement 102 ab. Es ergibt sich ohne weiteres, daß die
Federklammer 100 auch einstückig ausgeführt sein könnte.
Die Greifereinrichtungen, welche zusammen für ei
nen Transport der Probenträger 44 zwischen dem Rotor 64 und
der Analyseeinrichtung 32 sorgen, besitzen im Abstand vonein
ander angeordnete Elemente, welche an Seitenflächen des An
drückelements 102 frei vorbeibewegbar sind, während sich die
Greifereinrichtungen in die Kammer 62 hinein bzw. aus dieser
heraus bewegen. Fig. 4 kann entnommen werden, daß eine Vorder
kante 104 eines jeden Andrückelements 102 derart ausgebildet
ist, daß ein auf diese Vorderkante auftreffender Probenträger
44, während dieser in den Inkubator eingeschoben wird, den ela
stischen Teil 101 der Federklammer derart verbiegt, daß der
Probenträger sich zwischen das Andrückelement 102 und die Stütz
fläche 99 bewegen kann. Eine auf der Rotorwelle 96 angeordnete
kodierte Scheibe 106 arbeitet mit einer Suchereinrichtung 107
zusammen und bildet eine Einrichtung zum Aufsuchen eines be
stimmten Aufnahmeelements 98 auf dem Rotor 64.
In den Fig. 2 und 3 ist die Antriebseinrichtung 110 dargestellt,
welche zur Bewegung des Rotors 64 in präzisen Schaltschritten
dient und welche den Rotor während des Zufuhr- und Entnahmevor
ganges in einer vorgegebenen Stellung stillsetzt. Die Antriebs
einrichtung 110 besitzt einen Motor 112, welcher mit einer Welle
114 gekoppelt ist, die ein Schneckenrad 116 trägt. Dieses
Schneckenrad 116 steht im Eingriff mit einem Gegenzahnrad 118,
das auf der Rotorwelle 96 gelagert ist. Das Schneckenrad 116
und das Gegenzahnrad 118 sind derart gewählt, daß bei einer
Umdrehung der Welle 114 der Rotor 64 so weit gedreht wird, daß
ein zum vorübergehenden Halten eines Probenträgers dienendes
Aufnahmeelement aus der Ladeposition herausbewegt und das sich
daran anschließende Aufnahmeelement in diese Ladeposition be
wegt worden ist. Fig. 5 zeigt, daß das Schneckenrad 116 eine
Verzahnung 117 besitzt, deren Verzahnungsabschnitt 119 einen
Steigungswinkel von 0 Grad aufweist, d. h. dieser Verzahnungs
abschnitt bewirkt keinen Vortrieb. Diese Anordnung erleich
tert das genaue Positionieren eines Aufnahmeelements 98 bezüg
lich des Zuführschlitzes 80 bzw. des Entnahmeschlitzes 81 und
bezüglich der Fördervorrichtung für die Probenträger, da der
Rotor 64 immer dann angehalten wird, wenn sich der Verzahnungs
abschnitt 119 im Eingriff mit dem Gegenzahnrad 118 befindet.
Eine Fühleinrichtung 115 dient zur Unterbrechung der Stromzu
fuhr zum Motor 112 nach einer vollständigen Umdrehung der Welle
114 und immer dann, wenn der Verzahnungsabschnitt 119 in Ein
griff mit dem Gegenzahnrad 118 kommt. Dreht sich also die Wel
le 114 nach der Unterbrechung der Stromzufuhr zum Motor 112 für
einen Augenblick weiter, dann verbleibt der Rotor 64 in seiner
Stellung, da beim Eingriff des Verzahnungsabschnitts 119 mit dem
Gegenzahnrad 118 keine Bewegung des Rotors 64 auftreten kann.
Es ergibt sich ohne weiteres, daß durch Auswahl der geeigneten
Drehzahl für den Motor 112, die Länge des Verzahnungsabschnit
tes 119 und die Reihenfolge des Ablaufs der Vorschubeinrichtung
50 bzw. der Entnahmeeinrichtung 53 während des Beladens und Ent
ladens auch ein kontinuierlicher Antrieb des Motors 112 möglich
wäre.
Die Probenträger werden jeweils durch den Entnahmeschlitz 81
aus dem Inkubator 30 herausbewegt und in eine Kammer 139 der
Analyseeinrichtung 32 geschoben. Die Analyseeinrichtung 32,
welche sich auf der Seitenwand 69 des Inkubators 30 abstützt,
ermöglicht eine Reflexionsmessung eines Probenträgers 44. Fig.
2 zeigt, daß die Analyseeinrichtung 32 eine Lichtquelle 140,
hier als Glühlampe dargestellt, ein mit 141 bezeichnetes Fil
tersystem, ein nicht dargestelltes Linsensystem, einen Spiegel
142, welcher einen Lichtstrahl auf den Probenträger 44 in der
Kammer 139 richtet, und eine Ermittlungseinrichtung 146 besitzt.
Während des Betriebs werden die Probenträger 44 nach einer vor
bestimmten Zeit in der Einrichtung 46 zur Vorheizung aufeinan
derfolgend in den Inkubator 30 eingeführt. Das Gerät 20 zur
chemischen Analyse ist für einen kontinuierlichen Betrieb vor
gesehen und die im Inkubator 30 vorherrschende Temperatur wird
derart gesteuert, daß die Probenträger nach Vollendung einer
Umdrehung des Rotors 64 im Inkubator 30 für eine Analyse vor
bereitet sind.
Zur Steuerung des Inkubators 30 sowie zur Durchführung weiterer
Funktionen des Geräts 20 zur chemischen Analyse kann ein nicht
dargestellter handelsüblicher Computer, beispielsweise ein pro
grammierbarer Minicomputer sowie programmierbare Mikroprozesso
ren, vorgesehen sein. Weitere Ausführungen über die Durchfüh
rung und das Verfahren zum Programmieren solcher Computer erüb
rigen sich, da diese allgemein bekannt sind. Bei der Verwen
dung derartiger Computer würden eine Reihe von Eingangsdaten,
beispielsweise eine Identifikation der Probe, Kalibrierungswerte
und die erwünschten Tests für jede individuelle Probe in den
Computer eingegeben. Die vom Computer erhaltenen Ausgangssi
gnale würden dann als Eingangssignale für die Baugruppen des Ge
räts 20 herangezogen, um den Verfahrensablauf dieser Baugruppen
zum erforderlichen Zeitpunkt innerhalb des Maschinenzyklus zu
steuern. Die von der Analyseeinrichtung 32 ermittelten Resul
tate würden dem Computer zugeführt, der dann die notwendigen
Berechnungen gemäß einem eingespeicherten Programm durchführen
und die für eine bestimmte Probe charakteristische Konzentra
tion ermitteln würde. Diese Information schließlich könnte
man zusammen mit der Identifikation der Probe einer Wieder
gabestation oder einem Drucker zuführen.
Claims (6)
1. Analysegerät mit Inkubator zur automatischen chemischen Analyse, bei
der eine flüssige Probe auf einem Probenträger aufgetragen und nach
einer vorgegebenen Inkubationszeit analysiert wird, mit einer im
Inkubatorgehäuse vorgesehenen Kammer, in welche an einer ersten
Stelle Probenträger einführbar und an einer zweiten Stelle daraus
entnehmbar sind, mit einer Steuereinrichtung zum Konstanthalten der
Temperatur innerhalb der Kammer, mit einer Transportvorrichtung für
die Probenträger, welche diese während ihres Transports vorüberge
hend hält und in der Kammer bewegt, mit einer Antriebseinrichtung
für die Transportvorrichtung und mit einer Analyseeinrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvor
richtung (64, 98) innerhalb der Kammer (62), von dieser völlig um
schlossen, angeordnet ist, daß die Antriebseinrichtung (112, 116 bis
119) Schaltmittel (117) aufweist, welche die Transportvorrichtung
(64, 98) in einer die Eingabe in oder die Entnahme eines Probenträ
gers (44) aus der Kammer (62) sicherstellenden Position stillsetzt,
daß eine der Kammer (62) benachbarte und der Transportvorrichtung
(64, 98) zugeordnete Einrichtung (46) zur Vorheizung der Probenträ
ger (44) vor Eingabe in die Kammer (62) vorgesehen ist, wobei die
Einrichtung (46) zwei Bauteile (86, 87) besitzt, zwischen die ein
Probenträger (44) einfügbar ist und von denen dem ersten Bauteil
(86) ein Heizungselement zum Aufheizen auf eine vorgegebene Tempe
ratur zugeordnet ist und das zweite Bauteil (87) relativ zum ersten
Bauteil (86) für eine die Eingabe eines Probenträgers (44) in die
Einrichtung (46) zur Vorheizung zulassende Bewegung bewegbar ist,
daß außerhalb der Kammer (62) bei der zweiten Stelle die Analyse
einrichtung (32) angeordnet ist und daß Transporteinrichtungen (52,
54, 55) zum Bewegen des Probenträgers (44) von der Einrichtung (46)
zur Vorheizung in die Kammer (62) und von der Kammer (62) in die
Analyseeinrichtung (32) vorgesehen sind.
2. Analysegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trans
portvorrichtung (64, 98) einen innerhalb der Kammer (62) drehbar ge
lagerten Rotor (64) aufweist, der eine Nabe (97) besitzt, von welcher
Haltemittel (98 bis 102) für die Probenträger (44) radial abstehen.
3. Analysegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden
Seiten des Rotors (64) an der ersten bzw. zweiten Stelle ein Zuführ
schlitz (80) bzw. ein Entnahmeschlitz (81) vorgesehen ist, daß diese
Schlitze in der Ebene der Drehachse (66) des Rotors liegen und daß
die Antriebseinrichtung (112, 116 bis 119) die Haltemittel (98) des
Rotors aufeinanderfolgend in einer Eingabe- bzw. Entnahmestellung,
zum zugehörigen Schlitz (80, 81) ausgerichtet, positioniert.
4. Analysegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß Schaltmittel der Antriebseinrichtung (112, 116 bis 119)
ein Schneckenrad (116) aufweisen, das einen Verzahnungsabschnitt
(119) mit dem Steigungswinkel 0 besitzt.
5. Analysegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeich
net, daß die radial von der Nabe (97) des Rotors (64) abstehenden
Haltemittel Aufnahmeelemente (98) für die Probenträger (44) aufwei
sen, auf denen je eine Federklammer (100) angeordnet und so gestal
tet ist, daß sie bei der Zufuhr eines Probenträgers (44) durch den
Zuführschlitz (80) in den Rotor (64) von der Stirnkante des Proben
trägers wegkämmbar ist.
6. Analysegerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeich
net, daß beim Entnahmeschlitz (81) die Analyseeinrichtung (32) sowie
eine als Teil einer Fördervorrichtung (40) für die Probenträger (44)
ausgebildete Entnahmeeinrichtung (53) vorgesehen ist und daß mittels
der Entnahmeeinrichtung (53) gleichzeitig ein erster Probenträger
aus der Transportvorrichtung (64, 98) in die Analyseeinrichtung (32)
und ein zweiter Probenträger aus der Analyseeinrichtung (32) in eine
Ausgaberinne (60) bewegbar ist.
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