DE2755246A1 - Bremsschaltung fuer eine gleichstrom- reihenschlussmaschine - Google Patents
Bremsschaltung fuer eine gleichstrom- reihenschlussmaschineInfo
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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Description
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAPT ^ Unser Zeichen
Bremsschaltung für eine Gleichstrom-Reihenschlußmaschine
(Zusatz zum Patent 27 09 099 - VPA 77 P 3037 BILD)
(Zusatz zum Patent 27 09 099 - VPA 77 P 3037 BILD)
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bremsschaltung für eine
Gleichstrom-Reihenschlußmaschine, die zumindest bei hoher Drehzahl im Feldschwächbereich betrieben wird und deren Anker- und Erregerwicklung vorzugsweise mit einem Stabilisierungswiderstand zu einer Reihenschaltung zusammengefaßt sind, und mit
einem Gleichstromsteller, der im Bremsbetrieb getaktet ist und dabei zumindest einen Teil des Ankerstroms übernimmt, nach
Patent 27 09 099 (Patentanmeldung P 27 09 099.9 VPA 77 P 3037 BRD).
Gleichstrom-Reihenschlußmaschine, die zumindest bei hoher Drehzahl im Feldschwächbereich betrieben wird und deren Anker- und Erregerwicklung vorzugsweise mit einem Stabilisierungswiderstand zu einer Reihenschaltung zusammengefaßt sind, und mit
einem Gleichstromsteller, der im Bremsbetrieb getaktet ist und dabei zumindest einen Teil des Ankerstroms übernimmt, nach
Patent 27 09 099 (Patentanmeldung P 27 09 099.9 VPA 77 P 3037 BRD).
Gleichstrom-Maschinen werden für verschiedene Antriebszwecke
eingesetzt. Insbesondere bei elektrischen Triebfahrzeugen wird vorwiegend die Gleichstrom-Reihenschlußmaschine verwendet, bei der Ankerwicklung und PeId- oder Erregerwicklung miteinander
eingesetzt. Insbesondere bei elektrischen Triebfahrzeugen wird vorwiegend die Gleichstrom-Reihenschlußmaschine verwendet, bei der Ankerwicklung und PeId- oder Erregerwicklung miteinander
in Reihe geschaltet sind. Beim Bremsen dieser Maschine ist es
aus mehreren Gründen wünschenswert, den durch die Erregerwicklung fließenden Feldstrora kleiner als den durch die Ankerwicklung fließenden Ankerstrom einstellen zu können, d.h. also im
Feldschwächbereich zu arbeiten.
aus mehreren Gründen wünschenswert, den durch die Erregerwicklung fließenden Feldstrora kleiner als den durch die Ankerwicklung fließenden Ankerstrom einstellen zu können, d.h. also im
Feldschwächbereich zu arbeiten.
Eine Bremsschaltung der eingangs genannten Art ist aus der
Siemens-Zeitschrift 47 (1973) Heft 3, Seiten 155 bis 159, insbesondere Bild 2, bekannt. Diese Bremsschaltung ist für einen
Straßenbahn-Triebwagen vorgesehen. Sie geht durch Umgruppierung
Siemens-Zeitschrift 47 (1973) Heft 3, Seiten 155 bis 159, insbesondere Bild 2, bekannt. Diese Bremsschaltung ist für einen
Straßenbahn-Triebwagen vorgesehen. Sie geht durch Umgruppierung
Nm 2 Bsk / 9.12.1977
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von elektrischen Bauelementen mit Hilfe von Schützen (=Umschaltmittel)
aus einer Fahrschaltung hervor· Die bekannte Bremsschaltung ist für reinen Widerstandsbremsbetrieb, also nicht für gemischten
Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb, eingerichtet. Sie
ist so aufgebaut, daß beim Bremsen, d.h. nach Umgruppierung der einzelnen Bauelemente der Fahrschaltung, ein Bremsstrom auf
einem Kreiswege fließen kann, der durch Erreger- und Ankerwicklung der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine, eine Glättungsdrosselspule,
einen Gleichstromsteller, dem die Reihenschaltung aus einem Freilaufventil mit einem Bremsschalter und einem ohmschen
Bremswiderstand parallel geschaltet ist, ein weiteres ungesteuertes Freilaufventil und die Reihenschaltung von zwei weiteren
ohmschen Bremswiderständen, und zwar in der angegebenen Reihenfolge, gebildet ist. Die genannten weiteren Widerstände sind
durch Schütze kurzschließbar. Durch Takten des Gleichstromstellers wird der wirksame Bremswiderstand stufenlos verstellt.
Parallel zur Erregerwicklung ist die Reihenschaltung aus einem Schalter, z.B. einem Schaltschütz, mit einem ohmschen FeIdschwächwiderstand
angeordnet. Durch Betätigung dieses FeIdschwächschalters
wird das Motorfeld bei hoher Geschwindigkeit des Straßenbahn-Triebwagens geshuntet. Der Erregerstrom wird
dadurch kleiner als der Ankerstrora (Feldschwächbetrieb). Dadurch kann bei hoher Geschwindigkeit im Bremseinsatz ein zu
großes Bremsmoment verhindert werden. - Es ist also festzuhalten, daß im Feldschwächbereich ein Teil des Feldstromes über
den Feldschwächwiderstand, der parallel zur Erregerwicklung liegt, geleitet wird. Dieser Feldschwächwiderstand wird dabei
mit Hilfe des Schalters in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit zu- und abgeschaltet. Nachteilig ist hierbei, daß ein
mechanischer Schalter als Feldschwächschalter eingesetzt wird,
der einem gewissen Verschleiß unterliegt. Weiterhin ist nachteilig, daß durch das Zuschalten die Feldschwächung nur stufenweise
zu- oder abnimmt.
Angestrebt wird eine voneinander unabhängige Einstellung von Anker- und Erregerstrom beim Bremsen einer Gleichstrom-Reihenschlußmaschine,
wobei die Feldschwächung kontinuierlich und ohne mechanische Schalter durchgeführt werden soll. Eine sol-
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ehe angestrebte Bremsschaltung sollte nicht nur für reinen Widerstandsbremsbetrieb
und gegebenenfalls auch reinen Nutzbremsbetrieb, sondern auch für gemisohten Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb
einsetzbar sein.
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Aus der Zeitschrift "E und M", Jg. 85 (1968), Heft 3, Seiten 110 bis 117, insbesondere Abbildung 8e samt zugehöriger Beschreibung,
ist eine Bremsschaltung für eine Gleichstrommaschine bekannt, die auf dem Prinzip der Nutzbremsung mit automatischer
FeldSchwächung beruht. Bei dieser Bremsschaltung ist der Ankerwicklung
einer Gleichstrom-Reihenschlußmaschine die Reihenschaltung aus einem Gleichstromsteller und aus der Erregerwicklung
parallel geschaltet. Parallel zur Erregerwicklung liegt eine Freilaufdiode, die bei gesperrtem Gleichstromsteller den Erregerstrom
übernehmen kann. Die Ankerwicklung ist weiterhin über eine Rücklaufdiode an ein Verbrauchernetz angeschlossen. - Bei
dieser bekannten Bremsschaltung setzt die Feldschwächung nur bei einer Aussteuerung nahe Null des Gleichstromstellers automatisch
ein; im übrigen Stellbereich ist Feldschwächung nicht
möglich.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 23 29 146 ist eine Bremsschaltung
für gemischten Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb einer generatorisch arbeitenden Gleichstrom-Reihenschlußmaschine
bekannt. Anker- und Feldwicklung sind hierbei vorzugsweise mit einem Stabilisierungswiderstand zu einer Reihenschaltung
zusammengefaßt. Dieser Reihenschaltung ist sowohl ein Gleichstromsteller als auch ein Bremszweig, bestehend aus der Serienschaltung
eines Bremswiderstandes mit einem steuerbaren Bremsventil, parallel geschaltet. Die Reihenschaltung ist weiterhin
über ein ungesteuertes Rücklaufventil an eine zumindest zeitweise stromaufnahmefähige Gleichstromquelle angeschlossen. Die
Bremsschaltung ist insbesondere für die Gleichstrom-Reihenschlußmaschine eines im Fahrbetrieb aus einem Gleichstrom-Fabrleitungsnetz
gespeisten Triebfahrzeugs vorgesehen. Ein Feldschwächbetrieb ist bei dieser Bremsschaltung nicht vorgesehen.
Das Hauptpatent 27 09 099 (Patentanmeldung P 27 09 099.9 VPA 77 P 3037 BRD) bezieht sich, niiht auf eine Bremsschaltung.
-A-
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Sie bezieht sich vielmehr auf eine Fahrschaltung für eine
Gleichstrom-Reihenschlußmaschine, die von einer vorgegebenen charakteristischen Drehzahl ab im Feldschwächbereich betrieben
wird, mit einem Gleichstromsteller, der in der Verbindung zwisehen
einer Gleichspannungsquelle und der Ankerwicklung der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine liegt, mit einem ersten Freilaufventil,
das der Ankerwicklung der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine parallel geschaltet ist, und mit einem zweiten Freilaufventil,
das parallel zur Erregerwicklung der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine liegt. Damit jeweils im Augenblick des
öffnens des Gleichstromstellers keine Überspannung am Gleichstromsteller
entsteht, ist bei dieser Fahrschaltung vorgesehen, daß die aus der Erregerwicklung und einem Schalter bestehende
Reihenschaltung parallel zum Gleichstromsteller geschaltet ist, wobei das zweite Freilaufventil in Sperrichtung zum Strom aus
der Gleichspannungsquelle gepolt ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Fahrschaltung nach dem Hauptpatent die entsprechende Bremsschaltung
anzugeben.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Bremsschaltung der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine aus der Erregerwicklung und einem Schalter bestehende Reihenschaltung
parallel zum Gleichstromsteller geschaltet ist, und daß ein Freilaufventil in Sperrichtung zum Ankerstrom parallel
zur Erregerwicklung liegt.
Bei dieser Bremsschaltung kann als Gleichstromsteller vorteilhafterweise
ein Transistor-Zerhacker oder aber insbesondere einen Thyristor-Gleichstromsteller bekannter Ausgestaltung,
z.B. nach der DT-PS 1 242 289, herangezogen werden. Der bekannte Gleichstromsteller umfaßt ein steuerbares Hauptventil mit
parallel geschalteter Löscheinrichtung. Bei Verwendung eines solchen Gleichstromstellers kann bevorzugt als Schalter oder
"Feldventil" ein steuerbares Zusatzventil, insbesondere ein Thyristor, herangezogen werden. Als Schalter kann aber auch ein
Schalttransistor vorgesehen sein. Bei Verwendung eines Thyri-
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ristors als Schalter wird dieser von der Löscheinrichtung des Gleichstromstellers mitgelöscht.
Die erfindungsgemäße Bremsschaltung zeichnet sich demnach durch
die Reihenschaltung aus Erregerwicklung mit eigenem Freilaufventil und dem besagten Schalter aus, wobei diese Reihenschaltung
parallel zum Gleichstromsteller liegt. Dieselbe Konfiguration liegt auch bei der Fahrschaltung nach dem Hauptpatent
vor. Daher kann mit Hilfe von Umschaltmitteln recht einfach von der Fahr- auf die Bremsschaltung übergegangen werden, und
umgekehrt.
Bei der erfindungsgemäßen Bremsschaltung lassen sich Ankerund
Erregerstrom beim Bremsen der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine weitgehend unabhängig voneinander und kontinuierlich
verstellen. Mechanische Schalter oder Schaltschiltze werden nicht benötigt. Feldschwächung ist dabei in jedem Aussteuerungsgrad
des Gleichstromstellers möglich. Das ist insbesondere für gemischten Widerstands-Nutz-Bremsbetrieb von Bedeutung,
da sich dadurch stets ein optimaler Wirkungsgrad einstellen läßt. Auch bei reinem Widerstandsbremsbetrieb ist diese Eigenschaft
von Vorteil.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in 7 Figuren dargestellt. Sie werden im folgenden näher erläutert, Bauelemente,
die identisch sind oder sein können mit Bauelementen der Fahrschaltung nach dem Hauptpatent, sind mit denselben Bezugszeichen
versehen wie dort. Es zeigen:
Figur 1 eino erste erfindungsgemäße Bremsschaltung, die für
gemischten Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb eingerichtet ist,
Figur 2 den zeitlichen Verlauf der Zündsignale des Gleichstromstellers
de:. Bremsschaltung nach Figur 1,
Figur 3 den ze.blichen Verlauf der Löschsignale des Gleichstromstellers
cor Bremsschaltung nach Figur 1,
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Figur 4 den zeitlichen Verlauf der Zündsignale eines als Schalter verwendeten Feldventils der Bremsschaltung nach Figur 1,
Figur 5 den Anker- und Feldstrom der Gleichstrora-Reihenschlußmaschine
in Abhängigkeit von der Zeit bei der Bremsschaltung nach Figur 1,
Figur 6 eine Fahrschaltung gemäß dem Hauptpatent, die mit fünf Schaltern als Umschaltmittel ausgerüstet ist, und
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Figur 7 eine zweite erfindungsgemäße Bremsschaltung, die nach
Betätigung der umschaltmittel der Fahrschaltung gemäß Figur 6 aus dieser hergeleitet ist.
In Figur 1 ist eine Bremsschaltung für gemischten Nutz- und
Widerstanäsbremsbetrieb eines an einem Gleichstrom-Fahrleitungsnetz betriebenen Triebfahrzeugs (U-Bahn, Straßenbahn) dargestellt.
Das Triebfahrzeug könnte aber z.B. auch aus einer Bordbatterie als Gleichstromquelle gespeist sein. Es ist angenommen,
daß der (nicht gezeigte) Fahr-Brems-Hebel des Triebfahrzeuge in die Stellung "Bremsen" gebracht ist, und daß die
Fahrschaltung des Triebfahrzeugs dadurch (mittels nicht gezeigter stromlos schaltender Kontakte) in die dargestellte Bremsschaltung
umgruppiert worden ist. Infolge der Bewegung des Triebfahrzeugs arbeitet die mit der Antriebsachse gekoppelte
Gleichstrom-Reihenschlußmaschine, bestehend aus einer Ankerwicklung 2 und einer Erreger- oder Feldwicklung 4, generatorisch.
An der Ankerwicklung 2 liegt dadurch eine Ankerspannung
Ankerwicklung 2 und Erregerwicklung 4 sind miteinander über
eine Glattungsdrosselspule 20 und einen Stabilisierungswiderstand 50 in Reihe geschaltet. Der Stabilisierungswiderstand
ist durch einen Schalter 51, insbesondere ein Schaltschiitz, überDrückbar. Dieser Schalter 51 wird in bekannter Weise bei
gewissen Betriebszuständen betätigt.
Zur Bremsschaltung gehört weiter ein Gleichstromsteller 8 mit
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- γ-
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einer positiven und einer negativen Anschlußklemme 56 bzw. 57. Dieser erhält Zündsignale z8 und Löschsignale 18 zugeführt.
Ein an dieser Stelle einsetzbarer Gleichstromsteller ist beispielsweise aus der DT-PS 1 242 289 bekannt. Er besteht im
wesentlichen aus einem steuerbaren Hauptventil, insbesondere einem Thyristor, und einer parallel dazu angeordneten Löscheinrichtung.
Der Gleichstromsteller 8 ist so angeordnet, daß ein Ankerstrom i. auf dem Wege von der Ankerwicklung 2 über die
Glättungsdrosselspule 20, den Stabilisierungswiderstand 50 oder den zugeordneten Schalter 51, die positive Anschlußklemme 56,
den Gleichstromsteller 8 und schließlich über die negative Anschlußklemme
57 zurück zur Ankerwicklung 2 fließen kann.
Parallel zum Gleichstromsteller 8 liegt eine Reihenschaltung aus der Erregerwicklung 4 und einem Schalter 14. Die Erregerwicklung
4 ist dabei mit der positiven Anschlußklemme 56 des Gleichstromstellers 8 direkt verbunden. Bei dem Schalter 14
kann es sich insbesondere um ein steuerbares Zusatzventil, vorzugsweise - wie eingezeichnet - um einen Thyristor, handeln.
Dieses Zusatzventil wird im folgenden als "Feldventil 14" bezeichnet.
Es erhält Zündsignale z14 zugeführt. Das Feldventil 14 wird jeweils von der Löscheinrichtung des Gleichstromsteller
8 raitgelöscht.
Parallel zur Erregerwicklung 4 liegt ein ungesteuertes Freilaufventil
16. Dieses ist so gepolt, daß der Feldstrom ip von der Erregerwicklung 4 über dieses Freilaufventil 16 direkt zurück
zur Erregerwicklung 4 fließen kann. Die Anode des Freilaufventils 16 liegt dabei an der Anode des Feldventils 14.
Die gegenseitige Zuordnung der vier Bauelemente 8, 4, 14 und bleibt beim Umschalten vom Fahr- auf Bremsbetrieb, und umgekehrt,
erbalten. Das ist vorteilhaft, da hierdurch eine verhältnismäßig einfache Umgruppierung möglich ist.
Parallel zum Gleichstromsteller 8 liegt weiterhin ein Bremszweig, der aus der Serienschaltung eines Bremswiderstands 52
mit einem Bremsschalter oder speziell einem steuerbaren Brems-
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ventil 53 besteht. Als Bremsventil 53 kann ebenfalls ein Thyristor
herangezogen worden. Das Bremsventil 53 ist in Flußrichtung des generatorischen Ankerstroms i. gepolt.
Die positive Anschlußklemme 56 des Gleichstromstellers 8 ist liber ein ungesteuertes Rücklauf ν en til 12a und eine Glättungsdrossel
58 mit einer positiven Verbindungsklemme 54 verbunden·
Das Rücklaufventil 12a kann dabei, muß aber nicht das vor der
Umgruppierung im Fährbetrieb der Ankerwicklung 2 zugeordnete Freilaufventil sein. Die negative Anschlußklemme 57 des Gleichstromstellers
8 ist direkt mit einer negativen Verbindungsklemme 55 verbunden. Zwischen den beiden Verbindungsklemmen 54, 55
liegt eine Gleichspannungsquelle 6, die die Gleichspannung u besitzt. Es kann sich hierbei insbesondere um das bereits erwähnte
Fahrdrahtnetz handeln. Diese Anordnung ist für den gemischten Nutz- und Widerstandsbretnsbetrieb vorgesehen.
Zwischen dem Verbindungspunkt von Glättungsdrossel 58 und Rücklaufventil
12a einerseits und negativer Verbindungsklemme 55 andererseits ist noch ein Speicherkondensator 59 angeordnet.
Speicherkondensator 59 und Glättungsdrossel 58 bilden zusammen ein LC-Filter.
Während eines Bremsvorgangs wird je nach dem, ob die Gleichspannungsquelle
6 energieaufnahmefähig ist oder nicht, entweder die generatorisch erzeugte Energie der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine
in die Gleichspannungsquelle 16 zurückgespeist (Nutzbremsung) oder im Bremswiderstand 52 in Wärme umgesetzt (Widerstandsbremsung).
Dieser Vorgang ist an sich z.B. aus der DT-OS 2 329 146 bekannt und braucht daher nicht nochmals erläutert
zu werden. Für die weitere Betrachtung kann der Einfachheit halber zunächst davon ausgegangen werden, daß das Bremsventil
53 ständig gezündet wird, daß also reiner Widerstandsbremsbetrieb vorliegt.
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Die in Figur 1 gezeigte Bremsschaltung ermöglicht es, beim Brerasen
der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine 2, 4 den Feldstrom ij,
unabhängig vom Ankerstrom i,, einzustellen. Insbesondere bei
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hohen Drehzahlen ist man bestrebt, den Feldstrom i™ kleiner zu
halten als den Ankerstrom i^ (Feldschwächung). Dadurch kann
«nan auch im oberen Drehzahlbereich jedes beliebige Bremsmoment, also insbesondere auch ein kleines Bremsmoment, einstellen.
Die dargestellte Bremsschaltung ermöglicht es darüber hinaus, die Feldschwächung kontinuierlich, also ohne Stufen und auch
ohne mechanische Schalter durchzuführen. Das ist nicht nur bei einer Aussteuerung des Gleichstromstellers 8 nahe Null, sondern
im gesamten Aussteuerungsbereich möglich. Bei gemischten Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb ist es daher möglich, stets die
größt mögliche generatorisch erzeugte Energie in die Gleichspannungsquelle 6 zurückzuspeisen.
In den Diagrammen der Figuren 2 bis 5 ist ein Beispiel für die Steuerung der Bremsschaltung nach Figur 1 dargestellt.
Der Gleichstromsteller 8 wird danach nach dem "Verfahren mit feststehendem Löschimpuls11 gesteuert, d.h. die Periodendauer T,
mit der jeweils zum Zeitpunkt t2 Löschimpulse 18 an den Gleichstromsteller 8 gegeben werden, ist konstant (Figur 3), und das
Einschaltverhältnis des Gleichstroastellers 8 wird durch die Einschaltdauer mit Hilfe der Zündirapulse z8 des Gleichstromstellers
8 beeinflußt (Figur 2). Prinzipiell kann natürlich auch ein anderes Steuerverfahren angewendet werden, z.B. das
sogenannte "Verfahren mit feststehendem Hauptimpuls".
Durch Veränderung des jeweiligen Zeitpunkts t2 der Zündimpulse
z8 in Bezug auf den jeweiligen Zeitpunkt t3 kann im wesentlichen der Mittelwert T. des Ankerstroms i. verändert werden.
Durch die Veränderung des jeweiligen ZündZeitpunkts ti des
Zündimpulses z14 für das Feldventil 14 (Figur 4), der jeweils
vor dem Zündzeitpunkt t2 liegt, wird dagegen im wesentlichen
der Mitteiwf -t T^1 des Feldstroms ij, eingestellt.
Die Feldschv ich'jng wird nach den Figuren 2 bis 5 dadurch erreicht,
daß Kurs nach dem Zünden des Feldventils 14 zum Zeitpunkt
ti dar Hauptventil des Gleichstromstellers 8 zum Zeit-
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punkt t2 gezündet wird. Damit wird die Erregerwicklung 4 kurzgeschlossen.
Während der Einschaltphase des Gleichstromsteller 8 zwischen den Zeitpunkten t2 und t3 fließt ein Teil des Ankerstroms
i» über die Erregerwicklung 4 und das Feldventil 14 und
ein anderer Teil des Ankerstroms i^ über den Gleichstromsteller
8. Während dieser Einschaltphase steigt der Ankerstrom i. au. Nach dem Erlöschen des Gleichstromstellers 8 und des Feldventils
14, was beides zum Zeitpunkt t3 erfolgt, fließt der Feldstrom ip über das Freilaufventil 16 weiter. Er nimmt dabei
ab. Während dieser Zeit fließt gleichzeitig der Ankerstrora i^
nunmehr - ebenfalls unter Abnahme - über den Bremswiderstand 52; bei nutzbremsung würde er stattdessen in die Gleichspannungsquelle
6 fließen. Beim nächsten Zünden des Feldventils 14 zum Zeitpunkt ti· findet ein Teil des Ankerstroms i. seinen V/eg
über die Erregerwicklung 4, und der Feldstrom i-p bis zum Zeitpunkt
t2', dem Zünden des Gleichstromstellers 8, wieder zu.
In Figur 5 sind als gestrichelte waagrechte Linien auch die Mittelwerte T. und Tj1 eingezeichnet. Es ist erkennbar, daß
durch geeignete Wahl der Zündzeitpunkte ti, ti1 für das Feldventil
14 und der Zündzeitpunkte t2, t2' für das Hauptventil
des Gleichstromstellers 8 das Verhältnis von Feldstrom ip zu
Ankerstrom i^ kontinuierlich verändert werden kann. Soll der
Ankerstrom i. gleich dem Feldstrom i™ sein, so wird nur das
Feldventil 14 gezündet. Die Löscheinrichtung des Gleichstromstellers 8 bleibt aber auch in diesem Fall weiter in Betrieb,
so daß das Feldventil 14 zu jedem beliebigen Zeitpunkt auch wieder gelöscht werden kann.
in Figur 6 ist die Fahrschaltung nach Figur 1 des Hauptpatents
nochmals dargestellt, allerdings durch einige Bauteile ergänzt. Parallel zum Gleichstromsteller 8 liegt hier die Serienschaltung
aus Bremswiderstand 52 und steuerbarem Bremsventil 53. Die Anschlußpunkte des Gleichstromstellers 8 sind auch hier wieder
mit 56, 57 bezeichnet. Zur Umschaltung vom Fahr- in den Bremsbetrieb, und umgekehrt, sind Umschaltmittel vorgesehen, die
vorliegend aus fünf Schaltern 71 bis 75 bestehen. Die vier Schalter 71 bis 74 dienen dabei zum Umpolen der Ankerwicklung
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Die beiden Schalter 71, 72 und die beiden Schalter 73, 74 werden
dabei jeweils gemeinsam betätigt. Die jeweils im Bremsbetrieb eingenommene Stellung ist angedeutet. Der Schalter 75
liegt in der negativen Leitung zwischen dem Schalter 72 und dem Freilaufventil 12. Die (hier geschlossenen) Schalter 71
und 72 liegen jeweils benachbart zur Ankerwicklung 2, und jeder
(hier geöffnete) Schalter 73, 74 überbrückt die Reihenschaltung aus der Ankerwicklung 2 und einem Schalter 71 bzw. 72. Zwischen
dem Verbindungspunkt der beiden Schalter 72, 75 einerseits
und dem Anschlußpunkt 56 an der Anode des Gleichstromsteller 8 andererseits liegt eine Reihenschaltung, bestehend
aus einer Blockierdiode 62 und dem Stabilisierungswiderstand 50. Letzter kann durch den Schalter 51 überbrückt werden. Die
Steueranordnung für den Gleichstromsteller 8 und das Feldventil 14 ist mit 10 bezeichnet.
Zum Umschalten vom Fahren ins Bremsen werden die fünf Schalter 71 bis 75 jeweils in die andere Schaltstellung überführt. Die
sich ergebende Bremsschaltung ist unter Weglassung der Schalter 71 bis 74 in Pigur 7 dargestellt.
In der Bremsschaltung nach Pigur 7 ist im Vergleich zur Bremsschaltung
nach Pigur 1 das Rücklaufventil 12, das aus dem Freilauf ventil 12 der Fahrschaltung hervorgegangen ist, in der negativen
Verbindungsleitung zwischen der Anschlußklemme 55 und dem Anscblüßpunkt 57 angeordnet. Weiterhin wird hier zusätzlich
ein zweites Rücklaufventil 62 eingesetzt, das aus der
Blockierdiode 62 der Fahrschaltung hervorgegangen ist. Dieses liegt zwischen der positiven Anschlußklemme der Ankerwicklung
und dem Anschlußpunkt 56.
Die Punktion der Bremsschaltung nach Figur 7 ist dieselbe wie diejenige der Bremsschaltung nach Pigur 1.
11 Patentansprüche
7 Figuren
7 Figuren
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Claims (11)
- - yr-Patentansprüche F7 P 3 2 9 9 BROM.^Bremsschaltung für eine Gleichstrom-Reihenschlußmaschine, die zumindest bei hoher Drehzahl im Peldschwächbereich betrieben wird und deren Anker- und Erregerwicklung vorzugsweise mit einem Stabilisierungswiderstand zu einer Reihenschaltung zusaamengefaßt sind, und mit einem Gleichstromsteller, der im Breasbetrieb getaktet ist und dabei zumindest einen Teil des Ankerstroms übernimmt, nach Patent 27 09 099 (Patentanmeldung P 27 09 099.9 - VPA 77 P 3037 BRD), dadurch gekennzeichnet, daß eine aus der Erregerwicklung (4) und einem Schalter (14) bestehende Reihenschaltung parallel zum Gleichstromsteller (8) geschaltet ist, und daß ein Preilaufventil (16) in Sperrichtung zua Ankerstrom (i.) parallel zur Erregerwicklung (4) liegt (Figur 1 und 7).
- 2. Bremsschaltung nach Anspruch 1, wobei der Gleichstromsteller ein steuerbares Hauptventil mit parallel geschalteter Löscheinrichtung umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß als Schalter (14) ein steuerbares Zusatzventil, insbesondere ein Thyristor, vorgesehen ist (Pigur 1 und 7).
- 3. Bremsschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der in Reihe zur Ankerwicklung (2) geschaltete Stabilisierungswiderstand (50) durch einen Schalter (51) kurzschließbar ist (Pigur 1 und 7).
- 4. Bremsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Gleichstromsteller (8) und die Ankerwicklung (2) der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine eine Glättungsdrosselspule (20) geschaltet ist (Pigur 1 und 7).
- 5. Bremsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Bremsschalter (53) ein steuerbares Ventil, insbesondere ein Thyristor, vorgesehen ist (Pigur 1 und 7).
- 6. Bremsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß sie für Kutzbreasbetrieb vorgesehen und909824/CU8SORIGINAL INSPECTEDüber ein Rücklauf ventil (12a; 12) an eine stromaufnahmefähige Gleichstromquelle (6) angeschlossen ist.
- 7. Bremsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie für Widerstandsbremsbetrieb vorgesehen ist und in an sich bekannter Y/eise dem Gleichstromsteller (8) die Serienschaltung eines Bremswiderstandes (52) mit einem Bremsschalter (53) parallel geschaltet ist (Figur 1 und 7).
- 8. Bremsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß sie für gemischten lTutz- und Y/iderstandsbremsbetrieb vorgesehen und über ein Rücklaufventil (12a; 12) an eine zumindest zeitweise stromaufnahmefähige Gleichstromquelle (6) angeschlossen ist, wobei dem Gleichstromsteller (8) die Serienschaltung eines Bremswiderstandes (52) mit einem Breuisschalter (53) parallel geschaltet ist (Figur 1 und 7).
- 9. Bremsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Umschaltraittel (71 bis 75) aus einer Fahrschaltung herleitbar ist (Figur 6).
- 10. Bremsschaltung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Schalter (71, 72 bzw. 73, 74) gemeinsam derart betätigbar sind, daß die Ankerwicklung (2) umschaltbar ist (Figur 6).
- 11. Bremsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Schalter (71, 72 bzw. 73, 74) durch die Kontakte eines Schaltschützes gebildet sind (Figur 6).909824/0488
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| DE2755246C2 (de) | 1982-06-03 |
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