DE2753555C1 - Verwendung von polymeren Polynitroaromaten in Treibsaetzen - Google Patents
Verwendung von polymeren Polynitroaromaten in TreibsaetzenInfo
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Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung von
polymeren Nitroaromaten als Treibmittel im Gemisch
mit anderen Treibmitteln.
Treibmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung sind solche
Stoffe, die insbesondere zum Antrieb von Geschossen verwendet
werden. Sie finden jedoch auch Einsatz zum Eintreiben von Bolzen
oder zur Materialverformung. Besonderes Interesse beanspruchen
in letzter Zeit hülsenlose Ladungen, da sie eine wesentliche
Gewichtseinsparung durch den Fortfall der metallischen Patronen
hülse neben einer Verringerung der Zahl der Arbeitsgänge im
Vergleich zur Herstellung konventioneller Munition mit sich brin
gen.
Hülsenlose Treibladungen auf Nitrocellulose-Basis sind an sich
bekannt. Die Handhabung derartiger hülsenloser Treibladungen
bietet aber insofern Schwierigkeiten, als der Treibmittelkörper
leicht zerbricht und Krümel bildet. Außerdem besitzen sie eine
nicht ausreichende Feuchtigkeitsbeständigkeit. Zur Behebung
dieser Nachteile wird in der DT-AS 17 96 283 ein Verfahren be
schrieben, bei dem die erforderliche Festigkeit des Treibmittels
dadurch erhöht wird, daß man eine nasse, teigige gegossene Treib
ladung auf Nitrocellulosebasis mit einem Cellulosebindemittel
versieht und anschließend erhärten läßt.
Ein weiterer Nachteil von hülsenlosen Treibladungen auf Nitro
cellulosebasis ist ihre niedrige Selbstentzündungstemperatur
von etwa 175°C, so daß beim Einsatz von Nitrocellulose-Treib
ladungen in Maschinenwaffen erhöhter Kadenz das Patronenlager
nach einigen Abschüssen so heiß wird, daß sich das Teibladungs
pulver einer neu ins Lager geführten Patrone durch die Hitze von
selbst entzündet. Die Folgen davon sind z. B. Unregelmäßigkeiten
oder Überhöhung des Pulvergasdruckes sowie eine unkontrollierbare
Beeinflussung des innenballistischen Pulverabbrandes mit erhöhten
Unfallrisiken. Diese Nachteile wurden auch durch das Verfahren
der DT-AS 17 96 283 nicht behoben.
Aus diesem Grunde ist es bereits vorgeschlagen worden, sekundäre,
feingemahlene Sprengstoffe mit einer hohen Selbstentzündungs
temperatur (über etwa 200°C) zusammen mit phlegmatisierend wirkenden
Bindemitteln als Treibladungspulver für hülsenlose Munition
einzusetzen. Solche Sprengstoff-Binder-Gemische zeigen jedoch bei
einem zur ausreichenden Festigkeit der hülsenlosen Treibladungen
erforderlichen hohen Binderanteil den Nachteil, daß der Abbrand
in Folge der phlegmatisierenden Wirkung des Bindemittels nur
zögernd fortschreitet, so daß es zu keinem befriedigenden Druck
aufbau im Patronenlager kommt. Ferner wirkt sich auch nachteilig
die Tatsache aus, daß im Patronenlager und auch im Lauf der Waffe
unannehmbare Mengen an unverbrannten Umsetzungsprodukten, z. B.
Ruß, verbleiben, da die Explosionswärme und der Sauerstoffwert
des Treibmittels durch erhöhte Bindemittelmengen sehr stark
gesenkt werden. Es wurde auch bereits vorgeschlagen, diese Nach
teile durch Erzeugung von Porosität im Treibmittelkörper zu
beheben. Nachteilig ist hierbei jedoch die durch diese Maßnahme
wieder verringerte Festigkeit des geformten Treibmittels.
Es bestand nun die Aufgabe, die Festigkeit von porösen und ge
formten Treibmitteln zu verbessern ohne beim Beschluß den Anteil
der festen Verbrennungsrückstände zu vergrößern. Weiterhin soll
das dazu verwendete Bindemittel nicht phlegmatisierend wirken
und bei Temperaturen über 200°C beständig sein. Eine weitere
Bedingung für die einzusetzenden Stoffe ist die Forderung, daß
das fertige Treibmittel nach dem Schuß einen Druck in der Waffe
von max. 4000 bar bei einem Nebenvolumen von max. 3000 mm³ erzeugen
soll.
In Erfüllung dieser Aufgabe wurde nun gefunden, daß Polymere auf
Basis von polynitrierten Aromaten und/oder heterocyclischen Ver
bindungen (im folgenden auch als polymere Polynitroaromaten be
zeichnet), als Treibmittel eingesetzt werden können. Solche
Treibmittel wirken nicht phlegmatisierend, sind beständig bei
Temperaturen oberhalb 200°C, wirken gleichzeitig auch als Binde
mittel und verbessern zusätzlich noch die innenballistischen
Eigenschaften des gesamten Treibmittels.
Den neuen Treibmitteln kann ein geringer Anteil eines phlegmati
sierend wirkenden Binders, der für die erforderliche Festigkeit
des verformten Treibmittels nicht ausreichend zu sein braucht,
zusätzlich hinzugefügt werden, da ohne oder bei sehr geringen
Bindemittelzusätzen der Abbrand zu detonationsähnlichen Umsetzungs
vorgängen in kristallinen Teilbereichen des Sprengstoffs führen
kann, was sich wiederum ungünstig auf die Innenballistik auswirkt.
Die als hochtemperaturbeständige Treibmittel mit Bindercharakter
eingesetzten polymeren Polynitroaromaten werden erhalten durch
Umsetzung monomerer Di- oder Trihalogen-Polynitroaromaten mit
Metallen, insbesondere in feinverteilter Form, nach an sich be
kannten Methoden (Ullmann-Reaktion). Sie sind gekennzeichnet
durch wiederkehrende Struktureinheiten auf der Basis nitrierter
ein- oder mehrkerniger Aromaten. Ihr Polymerisationsgrad liegt
zwischen 4 und 20 Struktureinheiten.
Einkernige Strukturelemente sind z. B. solche auf Basis von
Di- oder Trinitrobenzolen oder den entsprechenden Toluolen. Als
beispielhafte Strukturelemente zweikerniger Polynitroaromaten
seien Polynitrodiphenyle genannt, sowie die entsprechenden Di
phenyle, die über Sauerstoff oder eine Aminogruppe oder die
Gruppe
miteinander verbunden sind. Die Struk
turelemente können auch die Nitrierungsprodukte von Heterocyclen
wie Thiophen oder Pyrimidin sein oder auch Nitroaromaten enthaltende
Heterocyclen wie z. B. Tripicryl-pyrimidin, Dipicryl-thiophen
und Tripicryl-triazin. Auch polynitrierte mehrkernige kondensierte
Aromaten können als Strukturelemente dienen, wie z. B. die
Nitrierungsprodukte von Naphthalin, Anthrazen, Phenanthren oder
Acridon, Acridin, Phenazin, Phthalazin, Carbazol, Benzothiazol
oder Benzothiophen. Die Zahl der Nitrogruppen in den einzelnen
Kernen hängt von der Konstitution der aromatischen oder hetero
cyclischen Ringe ab. Sie kann zwischen 2 und 6 schwanken;
bei einkernigen Strukturelementen sind es im allgemeinen 3 Nitro
gruppen pro Struktureinheit; bei zweikernigen Strukturelementen
4 oder 6 Nitrogruppen pro Struktureinheit.
Beispiele von Monomeren, die zu den polymeren Treibmitteln nach
der Ullmann-Reaktion umgesetzt werden, sind Styphninsäuredi
chlorid oder 3,3′-Dichlorhexanitrodiphenyl. Die daraus durch Um
setzung mit z. B. Kupferpulver erhaltenen Kondensate, wie z. B.
Polynitropolyphenyl, sind Oligomere mit etwa 4 bis 11 Nitro
phenylbausteinen.
Die als Treibmittel einsetzbaren polymeren Polynitroaromaten
bilden bei Anwendung mit Lösungsmitteln, inbesondere nach Ver
setzen mit Weichmachern nach dem Verdunsten des Löschungsmittels
Filme. Sie können mit üblichen Weichmachern, wie z. B. Phthal
säureestern der Alkohole C₁ bis C₈, Sebazinsäureester, Adipin
säure- und Glycolsäureestern oder Campher als inerten Weichmachern
versetzt werden. Ferner können jedoch auch explosive Weichmacher
wie z. B. Nitrierungsprodukte von Benzol oder Toluol zur Ver
besserung von Explosionswärme und Sauerstoffwert eingesetzt
werden.
Die Verwendung der hochtemperaturbeständigen polymeren Polynitro
aromaten als Treibmittel mit Bindercharakter geschieht in der
Weise, daß sie, vorzugsweise in einem Lösungsmittel gelöst, in
einem Kneter mit vorgelegtem bekanntem Treibmittel oder Treib
mittel-Füllstoff-Gemisch homogen verteilt werden; danach wird das
Mischgut stranggepreßt und die erhaltenen Stränge werden zu
Granulat geschnitten. Gegebenenfalls werden die polymeren Poly
nitroaromaten zusammen mit einem phlegmatisierend wirkenden
bekannten Bindemittel und einem Weichmacher zusammen eingesetzt.
Die Verteilung kann jedoch auch so vorgenommen werden, daß das
die Binder und Weichmacher lösende Lösungsmittel zu einer zuvor
durch Sieben verteilte Mischung von Treibmittel, Binder und
Füllstoff während des Knetvorganges zugefügt wird.
Die bekannten Treibmittel, die mit den hochtemperaturbeständigen
polymeren Polynitroaromaten versetzt werden können, sind insbe
sondere solche mit Zersetzungspunkten oberhalb von 200°C. Es
können auch Treibmittelgemische eingesetzt werden. Zu den ein
setzbaren Treibmitteln zählen beispielsweise die für diesen
Einsatzzweck bekannten organischen Nitroverbindungen, die sich
von ein- oder mehrkernigen nitrierten Aromaten ableiten. Solche
nitrierte Aromaten sind beispielsweise die Di- und Triaminover
bindungen des symmetrischen Trinitrobenzols, sowie deren Acy
lierungsprodukte, wie z. B. 2,4,6,2′,4′,6′-Hexanitrooxanilid oder
2,4,6,2′,4′,6′-Hexanitro-N,N′-diphenylharnstoff.
Auch nitrierte Aromaten, die über Kohlenstoffatome oder über
Schwefel-, Sauerstoff- oder Stickstoffatome miteinander verbunden
sind, können eingesetzt werden.
Beispiele für diese Art von Verbindungen sind Nitrierungsprodukte
von Diphenyl-Diphenylamin, 3,3′-Diaminodiphenyl, Diphenyloxid,
Diphenylsulfid oder Diphenylsulfon oder von Stilben, wie z. B.
Hexanitrodiphenyloxid, Hexanitrodiphenylsulfid, Hexanitrodiphenyl
amin sowie 3,3′-Azo-bis-(2,4,6,2′,4′,6′-hexanitrodiphenyl).
Zu den hochtemperaturbeständigen Treibmitteln, die eingesetzt
werden können, gehören auch Picrylreste enthaltende Heterocyclen
wie Thiophen, 1,3-Thiazol, s-Triazin oder Pyrimidin und nitrierte
Heterocyclen wie 1,3,6,8-Tetranitrocarbazol, 1,3,6,8-Tetranitro
acridon, ferner Verbindungen wie Tetranitro-2,3:5,6-dibenzo-1,3a,
4,6a-tetraazapentalen.
Weiterhin gehören hierzu auch Nitramine wie 1,3,5-Trinitro-
1,3,5-triazacyclohexan (Hexogen) und insbesondere 1,3,5,7-Tetra
nitro-1,3,5,7-tetraazacyclooctan (Oktogen) oder Salpetersäure
ester z. B. auf der Basis aromatischer, heterocyclischer oder ali
phatischer Nitroverbindungen wie z. B. 2,4,6,2′,4′,6′-Hexanitro
diphenylaminoäthylnitrat oder Pentaerythrittetranitrat.
Oktogen wird als bekanntes Treibmittel bevorzugt, wobei es durch
die erfindungsgemäße Anwendung von polymeren Polynitroaromaten
möglich ist, zusätzlich aus Sicherheitsgründen einen phlegmati
sierend wirkenden Binder im Anteil von z. B. 5% einzusetzen und
zu einem festen Verbund des Gemisches unabhängig von der Kornform
des Treibmittels zu gelangen.
Als zusätzliche, phlegmatisierend wirkende Binder sind geeignet
z. B. thermoplastische Polymere, wie z. B. Polymere auf der Basis
von acetalisiertem Polyvinylalkohol, wobei die Acetalisierung mit
Aldehyden mit 1 bis 6 C-Atomen, vorzugsweise mit Butyraldehyd
durchgeführt wird. Es eignen sich aber auch Polyurethane, Poly
ester, Poly-(meth)-acrylate oder Celluloseester.
Es können ferner bifunktionelle Monomere oder reaktionsfähige
Oligomere oder Polymere als phlegmatisierende Bindemittel einge
setzt werden. Während oder nach Beendigung des Vermischens mit
dem Treibladungspulver und dem Füllstoff und der Formgebung kann
eine radikalisch ausgelöste Vernetzung oder eine Kondensation
erfolgen, die zu einem festen Gefüge des Korngemisches führen.
Die anzuwendende Menge des zusätzlichen phlegmatisierend wirken
den Bindemittels hängt ab von der gewünschten mechanischen Festig
keit des Treibmittelkörpers und dem bereits dazu geleisteten
Beitrag des aus thermodynamischen Gründen zu bestimmenden Anteils
an polymeren Polynitroaromaten. Die anzuwendenden Mengen an
Bindemittel sind auch abhängig von der Art der Verteilung in dem
Treibmittel/Füllstoff-Gemisch. Erfolgt die Verteilung der gekörn
ten Stoffe durch Sieben der Komponenten, wird man auch bei höheren
Formgebungstemperaturen, z. B. Preßtemperaturen, eine geringere
Festigkeit erzielen als bei Anwendung der in einem Lösungsmittel
gelösten Binder. Das Verhältnis Treibmittel zu Bindemittel liegt
im letzteren Fall im allgemeinen zwischen 95 : 5 bis 80 : 20.
Die Verteilung der phlegmatisierend wirkenden Bindemittel im
Treibmittel und gegebenenfalls Treibmittel/Füllstoff-Gemisch kann
mechanisch oder bevorzugt mittels eines den Binder lösenden
Lösungsmittels vorgenommen werden. Die Anwendung eines den Binder
lösenden Lösungsmittels gewährleistet eine gleichmäßige Umhüllung
des Treibmittel- und Füllstoffkornes. An den Mischvorgang
schließt sich die Formgebung und/oder Verdichtung zu festen Treib
mittelkörpern an.
Werden gemäß vorliegender Erfindung polymere Polynitroaromaten
als Treibmittel mit Bindereigenschaften verwendet, so kann das
Gewichtsverhältnis der bekannten Treibmittel zu den polymeren
Polynitroaromaten 99 : 1 bis 50 : 50 betragen.
Die Herstellung der geformten hülsenlosen Treibmittelkörper
erfolgt im allgemeinen in der Weise, daß die pulverförmigen
Treibmittel ohne und mit Bindercharakter sowie gegebenenfalls
an sich bekannte pulverförmige Füllstoffe (z. B. für Porositäts
bildung) und phlegmatisierende Bindemittel durch Sieben gemischt
werden. Die Vermischung kann auch mit einem schnellaufenden
Rührer erfolgen, wobei zweckmäßig ein für jede der Komponenten
inertes Lösungsmittel wie z. B. Benzin oder Petroläther zur Unter
stützung der homogenen Verteilung mitverwendet wird. In diesem
Fall wird das Gemisch nach erfolgter homogener Verteilung z. B.
durch Filtrieren und anschließendes Trocknen vom Lösungsmittel
befreit. Die homogene Verteilung der Komponenten kann jedoch auch
in einem Kneter, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines die
Binder lösenden Lösungsmittels vorgenommen werden. Diese Art der
Durchführung wird bevorzugt.
Die Verformung zu den gewünschten Formkörpern erfolgt im allgemeinen
durch Pressen, wobei der Preßdruck zwischen 0,04 und
3,76 · 10⁸ N/m² beträgt. Dabei soll unter Formkörper auch ein Strang aus
einer Strangpresse oder einem Extruder verstanden werden, der die
Anwendung des Treibmittel/Binder-Gemisches als Granulat z. B. in
Form von Zylindern oder Scheibchen herzustellen gestattet. Dieses
Granulat kann entweder so in konventioneller Patronenmunition
eingesetzt werden oder vorzugsweise in einer nachfolgenden Form
gebung z. B. durch Pressen in die gewünschte hülsenlose Form
gebracht werden.
Die Preßtemperatur wird dem angewendeten Bindemittel und dem
eingesetzten Füllstoff angepaßt. Sie liegt jeweils unter der
Temperatur, bei der sich der Füllstoff thermisch entfernen läßt
und unterhalb der Temperatur, bei der das Treibmittel bzw. das
Treibmittelgemisch oder das Bindemittel bzw. das Bindemittel
gemisch sich zersetzen oder thermisch geschädigt werden.
Im nachfolgenden wird die Erfindung an Hand von Beispielen
erläutert:
Zu einer durch Sieben oder mittels eines Taumelmischers trocken
verteilten Mischung von 70 Gew.-Teilen α-Oktogen, 6,5 Gew.-Teilen
Polyvinyl-n-butyral, 4,9 Gew.-Teilen Polynitropolyphenyl, das
durch Ullmann-Reaktion aus Styphninsäuredichlorid und Kupferpul
ver in Nitrobenzol bei 180°C hergestellt wurde und 10,6 Gew.-
Teilen Ammoniumhydrogencarbonat als Füllstoff wurde im Kneter
eine Mischung von 32 Vol.-Teilen Äthylacetat, 4 Vol.-Teilen
Toluol und 4 Vol.-Teilen n-Butylacetat gegeben und das Gemisch
30 Minuten lang geknetet. Es folgte das Strangpressen in einer
zylindrischen Aufnahme von 70 mm Durchmesser mit 42 Löchern zu
je 1 mm Durchmesser und das Schneiden der Stränge zu einem Granulat
der Länge <1 mm.
Von diesem Granulat wurden jeweils 0,998 g eingewogen und bei
einem Druck von 1,76 · 10⁸ N/m² zu Treibmittelhalbschalen verpreßt. Sie
besaßen nach dem Austreiben des Füllstoffes (4 Stunden bei
100°C) eine Schlagzähigkeit von 1,91 N/cm. Die ballistischen
Daten beim Schluß zeigt die Zusammenstellung in der Tabelle 1.
Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, jedoch gelangten an Stelle
86 Gew.-% α-Oktogen 88 Gew.-% und an Stelle 6 Gew.-% Polynitro
polyphenyl 4 Gew.-% mit abnehmenden Füllstoffmengen zum Einsatz.
Nach dem Verpressen des Granulates bei einem Druck von 1,76 · 10⁸ N/m²
und Austreiben des Füllstoffes bei 100°C besaßen die Treib
mittelhälften eine Schlagzähigkeit von 1,59 bis 2,12 N/cm. Die
ballistischen Daten zeigen einen gegenüber Beispiel 1 etwas er
höhten Maximaldruck, und eine geringfügige Verlängerung der
Schußzeit. In allen Fällen brannte das Treibmittel nahezu rück
standsfrei ab.
70 Gew.-Teile α-Oktogen wurden zusammen mit 6,1 Gew.-Teilen
Polyvinyl-n-butyral in 100 Gew.-Teilen Wasser unter Anwendung
eines Ultra-Turrax-Gerätes bei Raumtemperatur verteilt, danach
vom Wasser durch Filtration befreit und getrocknet. Die Formung
zu Treibmittelkörpern geschah bei einem Preßdruck von 1,76 · 10⁸ N/m²
und einer Preßtemperatur von 100°C für die Dauer von 30 sec.
Danach besaßen die Preßlinge eine Schlagzähigkeit von 1,70 N/cm.
Die Beschlußdaten zeigen mit 2,22 millisec zu lange Schußzeiten
und mit einer Standardabweichung von 43 m/sec (zum Vergleich
Beispiel 2 mit 7 m/sec) große Streuungen, die auf unregelmäßige
Abbrandbedingungen hindeuten, sowie unverbrannte Treibmittelreste
im Abstand von 2 m vor der Rohrmündung und im Patronenlager. Ein
Zusatz von Füllstoffen führt zu einer unannehmbaren Verringerung
der Festigkeit der Treibmittelkörper.
Ebenso wie in Beispiel 1 bis 4 beschrieben, wurde β-Oktogen als
Treibmittel mit Polynitropolyphenyl und Polyvinyl-n-butyral in
Gegenwart von Ammoniumhydrogencarbonat hergestellt. Beispiel 7
stellt ein Vergleichsbeispiel ohne Zusatz von Polynitropoly
phenyl dar.
Die ballistischen Daten sind in der folgenden Tabelle zusammen
gestellt und zeigen nur im Beispiel 6 unter gleichzeitiger Ver
wendung von Polynitropolyphenyl einen befriedigenden p max -Wert
bei geringer Standardabweichung der Geschwindigkeit.
83 Gew.-Teile β-Oktogen wurden mit 17 Gew.-Teilen Polyvinyl-n-
butyral und 4 Gew.-Teilen KNO₃ durch Sieben gemischt. Da an
schließend bei 1,76 · 10⁸ N/m² und 100°C das Treibmittel geformt wird,
kann Ammoniumhydrogencarbonat als Füllstoff nicht angewendet
werden. Zur Porositätserzeugung wird KNO₃ verwendet, das durch
48stündiges Wässern der Preßlinge bei 35°C wieder gelöst wird.
Die Beschlußergebnisse zeigen, daß durch Erhöhung des Binderanteils
eine dem Polynitropolyphenyl-Zusatz analoge Wirkung nicht erreicht
wird. Für t und v wurden keine Werte erhalten, da der Geschoß
mantel sich vom Kern löste und das Geschoß quer flog.
Claims (2)
1. Verwendung von Polymeren mit 4 bis 20 wiederkeh
renden Struktureinheiten auf der Basis ein- oder
mehrkerniger Aromaten mit mindestens zwei Nitro
gruppen pro aromatischen Kern als Treibmittel mit
Bindemitteleigenschaften in Treibsätzen mit Selbst
entzündungstemperaturen über 2000°C in solchen Men
gen, daß das Verhältnis dieser Polymeren zu den
in diesen Treibsätzen eingesetzten bekannten hoch
temperaturbeständigen Treibmitteln zwischen 1 : 99
und 50 : 50 liegt.
2. Verwendung der in Anspruch 1 genannten Polymeren
in porösen Treibmittelkörpern auf Basis der in An
spruch 1 genannten Treibmittel.
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