DE2753201A1 - Verfahren fuer die behandlung einer papierbahn in der nasspartie einer papiermaschine - Google Patents
Verfahren fuer die behandlung einer papierbahn in der nasspartie einer papiermaschineInfo
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Description
Verfahren für die Behandlung einer Papierbahn in der Naßpartie
einer Papiermaschine
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Lösen der Papierbahn von einem Formsieb in der Naßpartie einer Papiermaschine,
zur Weiterleitung der Bahn in geschlossener Führung in die Pressenpartie und zum Auspressen von Wasser.
Das Lösen der in der Siebpartie einer Papiermaschine gebildeten Bahn von dem Sieb und das Weiterleiten in die Pressenpartie
ist eine wichtige Phase, die großen Einfluß auf die 30 Betriebssicherheit einer Papiermaschine hat. In Papiermaschinen
mit kleinen Genchwindigkeiten kann in bekannter Weise eine offene
Führung angev/endet werden, die auf der Geschwindigkeitsdifferenz
zwischen der Sieb- und der Pressenpartie beruht.
35 In Papiermaschinen, die mit großen Geschwindigkeiten
arbeiten oder mit denen dünne und somit schwache Papierqualitäten
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hergestellt v/orden, sind geschützte Uberführungssysteme bzw.
-verfahren anzuwenden, zu denen auch die Erfindung gehört. Diese Verfahren arbeiten gewöhnlich so, daß der Transportfilz
der Pressenpartie in Berührung mit dem Sieb und der daran haftenden Hahn gebracht wird. Durch Andrücken des Transportfilzes
gegen die Eahn mit Hilfe einer drehenden Walze wird erreicht, daß die Bahn an den Transnortfilz anhaftet, der die
Bahn weiter zur ersten Preßstelle befördert.
I^ Bei den geschlossenen Ubertragungs- bzw. Transportsystemen
gibt es zwei Haupttypen. Das einfachere ist das sog. "lick-un transfer", das auf der Fähigkeit des nassen
"lick-up"-Filzes beruht, die Papierbahn auf seiner Oberfläche anhaften zu lassen. Der andere Typ ist das "vacuum pick-up"-System,
das aus dem vorhergehenden entwickelt worden ist. Durch Verwendung von Sog bzw. Unterdruck im Ubergangsbereich wird
eine größere Sicherheit für das Anhaften der Pahn an den Filz
erzielt. Das "vaccum-pick-up"-Fystem bietet mehr Möglichkeiten als das vorhpr erwähnte System z.E. in Bezug auf die Wahl der
Filzqualitnt. Wenn der Transportfilz auch als Preßfilz arbeitet»
werden an den Transportfilz mehrere Anforderungen gestellt: die Bahn muß im Ablösebereich gut an seiner Oberfläche haften,
er muß aber andererseits wirkungsvoll in der wasserentfernenden
Preßstelle der Presse arbeiten.
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Das mit einer Saugwalze arbeitende "vaeuum-pick-up"-System
hat bisher am weitesten Verwendung gefunden. Dieses System hat jedoch nachstehend aufgeführte Nachteile.
Die Lochung der Saugwalze kann Markierungen auf der Bahn hinterlassen, die das Aussehen des Papiers beeinträchtigen;
die Lochung kann Einfluß auf die Oberflächeneigenschaften
des Paniers haben; die Saugv/alzen sind teuer, sie erfordern einen eigenen Antriebsmotor mit Regelsystem und sie verursachen
Lärm; sie verbrauchen viel Luft, was dadurch verursacht wird, daß in das Finsaugsystem außer der Luft, die die Bahn und den
Filz durchdringt, auch Luft gerät, die mit jeder Umdrehung in
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den Bereich rinr Saugzone mit den Bohrunnen des Saugwalzenmantels
gelangt. Außerdem verursacht das Dichtunqswasser des Faugkastens
der Sauqwalzc viele Schwierigkeiten.
Das Iiö«;en der Bahn vom Sieb bei einer üblichen Fourdriniermaschine
geschieht in einem Rereich zwischen Führungswalze und Zugwalze im Siebte.il der Maschine. Das Sieb läuft in diesem
Pereich mit einem Winkel von etwa 4 5° zur waagerechten Ebene
abwärts. Der erwähnte Ablösungsbereich wird normal vonder
Konstruktion der Siebnartie und der Pressenpartie und deren Lage zueinander bestimmt. Nach dem Ablösungsbereich umlaufen
der "pick-up"-Filz und die daran haftende Bahn die "pick-up"-Walze
mit ca. 70° bis 90 und werden weiter zur Pressenpartie bewegt. Die Richtungsänderung verursacht bei bestimmten Bedingungen
(große Geschwindinkeit, ungeeigneter Filz) infolge der Zentrifugalkraft ein Ablösen der Bahn von dem "pick-up"-FiIz.
Dies zu verhindern, ist die "nick-up"-Walze mit einer ausreichend großen, bis über die eigentliche Ablösungszone
hinausreichenden Faugzone versehen. Dadurch wird sichergestellt, daß die Bahn am Filz haften bleibt; dies bedeutet aber eine
erhebliche Zusatzbclastung für das Saugsystem der "pick-up"-VJalze.
Somit verlangt die Saugwalze mehr SaugkapazitHt als in
dem Fall, bei dem die V'alze lediglich die Bahn vom Sieb ablöst
und an den Filz anheftet.
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Zur Vermeidung von einigen dieser Nachteile wurde
im Eereich der V7alze ein fester Transportsaugkasten verwendet.
Bekannterweise besteht die Saugwalze aus einem drehenden, gelochten Zylindermantel und dem darin angeordneten und der
Innenfläche des Zylindermantels mit Hilfe von Dichtungen folgenden,
festen und unbeweglichen, in Achsrichtung verlaufenden Saugkasten, dessen Saugbreite beispielsweise 100 bis 500 mm beträgt,
und der von dem einen Ende des Mantels zum anderen reicht. Der Saugkasten ist mit dem Saugsysteir. so verbunden, daß durch
die Löcher des Saugwalzenmantels eine Luftströmung in dem Bereich
erzeugt wird, der sich beim Drehen der Walze jeweils i-m Gebiet
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des Saugkastens befindet. Saugwalzen sind teure Papiermaschinenteile.
Insbesondere ist deren Bohrung eine schwierige Arbeit und verursacht hohe Kosten. Die Lochung schwächt die Festigkeit
des Mantels, weshalb Enezialmetallegierungen als Rohmaterial für die Walzen und eine große Mantelstärke verwendet werden,
was wiederum hohe Materialkosten bedeutet.
Die rut den Bohrungen der Saugwalze in die Saugzone gelangende und in das Saugsystem geratene Luftmenge hat sich
bei den modernen schncllaufenden Papiermaschinen als überraschend groß herausgestellt. Je mehr die Geschwindigkeiten der Papiermaschinen
wachsen, desto größer wird der Anteil der "Lochluft". Dieser Anteil wird noch weiter erhöht dadurch, daß die Walzen
beim Wachsen der Maschinengeschwindigkeit mit höherer Festigkeit als bisher ausgeführt werden müssen, was oft insbesondere
durch Vergrößerung der Stärke des Mantels geschieht, wobei die Menge der Lochluft abhängig von der Stärke des Walzenmantels
ist.
Ein weiterer betriebstechnischer Mangel der Saugwalzen besteht darin, daß die Saugwalzen einen starken Lärm erzeugen,
woraus schwere gesundheitliche Schaden für das Petriebspersonal entstehen können. Die Entstehung dieses Lärms, kann dadurch
erklärt werden, daß die Löcher der Saugwalze als Pfeifen arbeiten.
Kommen die unter Unterdruck stehenden Löcher aus der Saugzone, füllen sie sich stoßartig mit Luft, wodurch ein starkes Pfeifen
entsteht, dessen Grundfrequenz die akustische Resonanzfrequenz
des Loches ist. Die von den zahlreichen Löchern der Saugwalze gebildete Pfeifenmenge verursacht einen oft die Schmerzgrenze
des Gehörs überschreitenden Lärm. Wie bereits bekannt, ist versucht wordon, diesen Lärm durch verschiedene Maßnahmen zu
dämpfen, z.B. durch die Verwendung von passenden Bohrgeometrien, aber in der Praxis ist es nicht gelungen, eine bemerkenswerte
Lärmdämpfung zu erzielen.
Ferner ist es eine physikalische Tatsache, daß die Viskosität des Wassers mit dem Steigen der Wassertemperatur
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erheblich abnimmt. Diese Tatsache ist zur Verstärkung des in Papiermaschinen stattfindenden Wasserentzuges aus der Papierbahn
ausgenutzt wurden. Die Einrichtungen zum verstärkten Wasserentzug,
die auf Erhöhung der Temperatur der Filze, der Bahn und/oder der Walze beruhen, haben insbesondere in schnellen
Papiermaschinen keine weitgehende Anwendung gefunden. Dies kommt teils daher, daß bei den bekannten Einrichtungen nicht
erreicht vrerden konnte, einen ausreichend hohen VTärmestrom an
die Einspeispbereiche zu leiten, weil beispielsweise die Temperatur des Behandlungsgases begrenzt ist, um Beschädigungen
des Filzes zu verhindern, die zum Wärmeaustausch zur Verfügung stehende Zeit wegen der hohen Geschwindigkeit von Filz und Bahn
zu klein ist und die Wärmeaustauschfläche aufgrund des Platzmangels
äußerst beschränkt ist.
Es ist dementsprechend Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Ablösen der Papierbahn in der Naßpartie einer
Papiermaschine zu schaffen, bei dem unter Ausnutzung der Zentrifugalkraft der, drehenden und beweglichen Bauelemente der Siebpartie
sowie der Bewegungsenergie und der Zentrifugalkraft der Bahn die Bahn vom Sieb so wirkungsvoll abgelöst v/erden kann, daß
die Verwendung von Saugwalzen für diesen Zweck kaum oder nicht erforderlich ist, wobei der Lärm der Papiermaschine erheblich
verringert v/erdon soll, ferner bei den Preßsaugwalzen die Möglichkeit
einer Kompensation der Biegung gegeben sein soli, was bisher nicht möglich war, weil der Innenraum der Walze bereits dem Saugkasten
vorbehalten war, so daß die an sich bekannten Biegungskompensationsgeräte nicht eingebaut werden konnten, und weiter
dde Fahreigenschaften der Papiermaschine durch Verstärkung des
Wasserentzuges in der PressenDartie so verbessert werden soll, daß die Bahn die Pressenpartie trockener und haltbarer als bisher
verläßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Ver-
5 fahren gelöst, das folgende Verfahrensschritte in der angegebenen
Reihenfolge aufweist:
a) ein Filz wird auf die auf dem Formsieb liegende Bahn geleitet,
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der Filz über einen oder mehrere Saugschlitze eines Transportsaugkastens geführt, dessen Saugwirkung auf die
Bahn gerichtet ist, und die Laufbahn des Filzes und der darauf liegenden Bahn wird zur Laufrichtung des Siebes
abgelenkt;
b) die Bahn wird mit dem Filz mit einem großen Sektor über eine in der Schleife des Filzes laufende gerillte und/oder
gelochte Walze geführt, von außen her eine Dampfbehandlung
IQ auf die Bahn gerichtet, wodurch die Bahn und der darunter
befindliche Filz auf der Walze erwärmt und die Bahn von außen bni ihrer Richtungsänderung abgestützt wird;
c) die Bahn wird mit dem Filz zu einer ersten Preßstelle geleitet, wo sie zum Wasserentzug zwischen einer Walze
mit gerillter und einer Walze mit glatter Oberfläche
gepreßt wird;
d) nachdem die Bahn vom Filz gelöst ist,wird sie weiter auf
die Oberfläche der glatten Walze geleitet. 2O
Bei einer Teilphase des Verfahrens wird zur Erhöhung der Temperatur der Bahn heißer Wasserdampf verwendet, der bei der
Kondensation seine beträchtliche Verdampfungswärme (ca. 2270 kJ/kg)
an die Bahn abgibt. Bei Anordnung der Einsneisestelle des Dampfes entsprechend dom Verfahren wird die Einspeisefläche verhältnismäßig
groß, und der Dampf dringt wirkungsvoll unmittelbar in die zu behandelnde Bahn und teilweise auch in den darunter befindlichen
Filz ein. Außerdem ist vorteilhaft, daß nunmehr an der Einspeisestelle ausreichend Blatz für zweckmäßige Dampfeinspeisevorrichtungen
vorhanden ist.
Tm folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung an einem Ausführungshoir,niel näher erläutert.
Die Figur zeigt in Seitenansicht schematisch eine Papiermaschine mit einer Pressenpartie, bei der das Verfahren
angewendet ist,und davor angeordnete Vorrichtungen, mit denen
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die Bahn vom Formsieb zur Pressonpartie befördert wird.
Bei der gezeigten Papiermaschine erfolgt die Ablösung
der Bahn VJ von einem Sieb 20, das beisnielsweise das tragende Sieb eines Dorpelsieb-Formteiles der Papiermaschine ist, beim
Lauf des Siebes 20 von einer Führungswalze 23 zu einer Wende walze 24. Die Bahn 17 wird mit Hilfe eines Transportsaugkastens 50
auf einen Transportfilz 30 übertragen, der gleichzeitig der erste Filz der Pressenpartie ist; Der Saugkasten 50 wirkt auf
die auf dem Sieb 20 befindliche Pahn W und lenkt dabei die Bahn VJ von der Laufbahn des Siebes 20 über auf den Filz 30. Der
Transportfilz 30 ist mit Führungswalzen 32, an sich bekannten Instandhaitunaseinrichtungen und einer Waschpresse ausgerüstet.
Die Stellung oiner Führungswalze 32a kann zur Regulierung der Spannung des Filzes 30 geändert v/erden.
Der Transportsaugkasten 50 ist mit Konsolen 102 an ein Gerüst 100 der Pressenpartie angebaut; an die Konsolen 102 ist
über Gelenkv7Qll en 52 ein den Transportsaugkasten tragendes Gerüstteil
51 angeschlossen. Zwischen dem Gerüst 1OO und Armen des Gerüstteils 51 sind Antriebsvorrichtungen, wie Hydraulikzylinder
54, angeordnet, mit denen die Arbeitsstellung des Transportsaugkastens reguliert werden kann oder der Transportsaugkasten
ganz aus seiner Arbeitsstellung entfernbar ist, v/ie es beisniclsweise beim Austauschen des Filzes 30 erforderlich
sein kann.
Der Transnortfilz 30 ist gleichzeitig der Filz für eine erste Preßstelle N- der Pressenpartie der Papiermaschine.
Vor der Preßstelle N1 ist innerhalb des Filzes 30 eine gerillte
und/oder gelochte Walze 31 angeordnet, bei der die Richtung des Filzes 30 und der Bahn VT im wesentlichen umgekehrt wird. Der
Kinkel oC(mit dem Filz 30 und Bahn W die Walze 31 tangieren,
liegt am günstigsten zwischen etwa 100 und 200 ,
Unterhalb der gerillten und/oder gelochten Walze 31 ist ein getrennter Dampfeinspeisekasten 60 angeordnet, in den
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durch ein Rohr 61 leicht überhitzter Dampf eingeleitet wird. Eine Einspeisoflache 62 des Einspeisekastens 60 öffnet sich
mit dem Sektorwinkel oC der Walze 31 gegen die freie Oberfläche
der Bahn auf dem Filz 30. Der Weg des Dampfes zur Eahn W ist mit Pfeilen F bezeichnet. Der Dampf strömt durch die Bahn W
und den Filz 30 in die Rillen und/oder Löcher in der Walze und gibt während seiner Kondensation seine Verdampfungswärme
an die Bahn W und teilweise auch an den Filz 30 ab. Gleichzeitig stützt der im Dampfeinspeisekasten herrschende tiberdruck die
Iq Bahn W in dem Sektor cC und schützt so die in dieser Phase
verhältnismäßig feuchte und schwache Bahn W vor einem beispielsweise durch die Zentrifugalkraft verursachten Ablösen von dem
Filz 30.
Der Dampfeinspeisekasten 60 hat somit zwei Aufgaben,
nämlich einmal die Bahn V7 und möglicherweise den darunter liegenden Filz 3O für eine Verstärkung des Wasserentzugs in der
nachfolgenden Preßstelle N1 zu erwärmen, und zum anderen die
Bahn YI zu stützen, wenn sie auf dem Weg von ihrer Ablösungsstelle zur Pressenpartie die Richtung ändert. Die Verstärkung des
Wasserentzugs beruht auf der bei steigender Temperatur abnehmenden Viskosität des Wassers.
Der Dampfeinspeisekasten 60 ist mit Armen 63 und Gelenkwellen 64 so an dem Gerüst 100 befestigt, daß die Stellung
des Dampfeinspeisekastens 60 bei Bedarf reguliert und der Dampfeinspeisekasten
60 in Zusammenhang mit der Walze 31 entfernt werden kann. Die Walze 31 ist zweckmäßigerweise eine Rillenwalze,
deren Auflage beispielsweise durch Aufwickeln eines Profilbandes hergestellt ist.
Zur eigentlichen Pressenpartie der Papiermaschine gehören eine glattflächige Zentralwalze 34, beispielsweise
eine Steinwalze, und Preßstellen N. und N- an deren Umfang.
Es können aber auch mehr, beispielsweise drei Preßstellen N
vorgesehen werden, wenn der Durchmesser der glattflächigen
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Zentralwalze 34 groß genug ist.
Die erste Preßstelle N- ist zwischen der glattflächigen
Zentralwalze 34 und einer Rillenwalze 33 gebildet. Die Bahn wird von dem Filz 30 unterstützt so in die Preßstelle N1 eingeleitet,
daß die Laufstrecke W der Bahn W von dem Dampfeinspeisekasten
60 zur ersten Preßstelle N. möglichst kurz wird, damit die Bahn dazwischen nicht zu sehr abkühlen kann. Nach
der ersten Preßstelle N1 tronnt sich die Bahn W von dem Filz
30 und gelangt in geschlossener Führung auf der glattflächigen Walze 34 zu der zweiten Preßstelle N .
Die Walze 33 ist eine Walze mit gerillter Oberfläche, beispielsweise eine Rillenwalze, und sie ist mit einer an sich
bekannten Biegungskompensationsvorrichtung versehen. Außerdem ist die VJalze 33 mit einem Schaber 37 ausgerüstet. Die Walze
33 ist in einem Gestell 38 gelagert, das mit einer Gelenkwelle 39 an das Gerüstteil 100 der Pressenpartie angeschlossen
ist, um den 'Liniendruck der Preßstelle N1 einstellen und die
Preßwalze 33 von ihrem Platz, beispielsweise beim Austauschen des Filzes 30, entfernen zu können.
Die Bahn W wird nach der übertragung von dem Sieb 20 auf den Filz 30 unter fortlaufender Unterstützung durch
den Filz 30 zuerst zur Wärmebehandlung in den Dampfeinspeisekasten 60, der die Bahn zusätzlich bei deren Richtungsänderung
stützt, und weiter in die erste Preßstelle N^ befördert, wo
die Bahn erst dann von dem Filz 30 gelöst wird, wenn sie zuverlässig an der Oberfläche der glattflnchigen Zentralwalze
34 haftet.
Die zweite Preßstelle N- der Pressenpartie wird zwischen der glattflächigen Zentralwalze 34 und einer Rillenwalze
41 gebildet. Diese Stelle N~ hat einen Filz 40, der von Führungswalzen 42 geführt v/ird. Der Ablösungswinkel zwischen
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dem Filz 40 und der Bahn W wird von einer Führungswalze 42a bestimmt. Nach der Preßstelle N2 folgt die Bahn weiter der
glattflächicren Zentralwalze 34, von der sie mit Hilfe einer
Walze 35 gelöst und in die Trockenpartie der Papiermaschine geleitet wi rd.
Die die zweite Preßstelle N- bildende Preßwalze 41 ist eine Walze mit gerillter Oberfläche oder zweckmäßigerweise
eine Walze, deren Rillen durch eine Beschichtung aus gewickeltem
Profilband hergestellt ist. Außerdem ist die Walze 41 mit an sich bekannten Biegungskompensationsvorrichtungen versehen.
Die Walze 41 ist in einem Gestell 45 gelagert, das an einem Punkt 4 3 gelenkig an Konsolen 103 angebracht ist, die an dem
Gerüst 100 befestigt sind. Zwischen dem Gerüst 100 und dem Gestell 4 5 sind Antriebsgeräte angeordnet, mit denen der Preßdruck
an der Preßstelle N- reguliert werden kann, und mit denen die Preßstello IJ2 zu öffnen und in der oberen Stellung feststellbar
ist, um beispielsweise mit einer Vorrichtung 44 den Filz 40 austauschen zu können.
Die Zentralwalze 34 hat einen freien, nach unten hin offenen Sektor, in dessen Bereich ein Schaber 36 zur Eauberhaltung
der Oberfläche der Walze 34 angeordnet ist. Der freie Sektor ist deswegen wichtig, weil durch ihn hindurch der Papierausschuß
mittels einer Ausschußführungsolatte 77 in eine darunterliegende Ausschußmulde geleitet werrlen kann.
Mit der vorbeschriebenen Bauweise wird eine äußerst
kompakt gebaute Pressenpartie geschaffen, in der sich die Bahn W dauernd in neschlossener Führuna bewegt.Ein weiterer Vorteil
besteht darin, daß um die Zentralwalze 34 herum, deren Durchmesser größer als der der anderen Walzen ist, die erforderliche
Anzahl von Prcßstellen, zumindest zwei, aber auch drei oder vier, untergebracht werden kann, und zwar so, daß der Austausch von
Filzen und V.'alzen verhältnismäßig leicht und einfach ist.
Außerdem ist die Verwendung von Saugwalzen nicht erforderlich.
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Die Trockenpartie der Papiermaschine hat Zylinder 71
und 72 und einen sog. lead-in-Zylinder 70. Zur Trockenpartie
gehören ferner ein Oberfilz 73 mit Führungswalzen 74 und ein Unterfilz 75 mit Führungswalzen 76.
Die Preßwalzen 33 und 41 sind Walzen mit gerillter Oberfläche,
bzw. Rillonwalzen und in dioso hinein niml an sich
bekannte, nicht näher erläuterte Biegungskomnensationsvorrichtungen
eingepaßt. Die nlattflächige Zentralwalze 34, beispielsweise
nine Granitwalze, hat einen Durchmesser, der erheblich
größer, z.B.1,5 bis 3 mal, als die anderen Preßwalzen ist, so daß die V7alze 34 sich praktisch überhaupt nicht durchbiegt,
insbesondere auch deswegen nicht, weil die Preßstellen K1 , N2 und mögliche zusätzliche Preßstellen sie so belasten,
daß sich wenigstens ein Teil dieser gegeneinander gerichteten Belastungen untereinander kondensiert.
Um die Zentralwalze 34 herum können mehrere Preßstellen untergebracht v/erden; außerdem können in der Nähe der Zentralwalze
34 verschiedene andere Walzen, wie Gl'ittv/alzen, angeordnet
v/erden, wobei eine Walze ohne Filz zusammen mit der
Zentralwalze 34 eine GlHttungspresse bildet.
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Claims (5)
- Patentansprüche( 1 .J Verfahren zur Ablösung der Papierbahn von einem Formsieb in der Naßpartie einer Papiermaschine/ zur Führung der Bahn in geschlossener Führung in die.Pressenpartie und zur Durchführung der entwässernden Pressung, gekennzeichnet durch die Reihenfolge der nachstehend aufgeführten Schritte:a) ein Filz (30) wird auf die auf dem Formsieb (20) liegende Bahn (W) geleitet, der Filz über einen oder mehrere Saugschlitze eines Transportsaugkastens (50) geführt, dessen Saugwirkung auf die Bahn (V7) gerichtet ist, und die Laufbahn des Filzes (30) und der darauf liegenden Bahr (W) wird -eur \joy\ derLaufrichtung des Siebes (20) abgelenkt; 25b) die Eahn (W) wird mit dem Filz (30) mit einem großen Sektor( C*-) über eine in der Schleife des Filzes laufende gerillte und/oder gelochte Walze (31) geführt, von außen her eine Dampfbehandlung auf die Bahn (W) gerichtet, wodurch die Bahn (W) und der darunter befindliche Filz auf der Walze (31) erwärmt und die Bahn (VJ) von außen bei ihrer Richtungsänderung abgestützt wird;c) die Bahn (W) wird mit dem Filz (30) zu einer ersten Preßstelle (N1) geleitet, wo sie zum Wasserentzug zwisbhen einer Walze (33) mit gerillter und einer Walze (34) mit glatter Oberfläche gepreßt wird;IX/8Dresdner Bank (München) Kto. 3UB 844 Postscheck (München) Kto. WtMWM809822/0974ORIGINAL INSPECTED-2- B 8591d) nachdem die Bahn (W) vom Filz (30) gelöst ist, wird sie weiter auf die Oberfläche der glatten Walze (34) geleitet.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (W) nach der ersten Preßstelle (N-) in eine zweite Preßstelle (N2) geleitet wird, die zwischen der glattflächigen Zentralwalze (34) und einer mit einem Filz (40) ausgerüsteten Walze (41) mit gerillter Oberfläche gebildet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (K) nach der zweiten Preßstelle in geschlossener Führung auf der Oberfläche der Zentralwalze (34) in eine dritte Preßstelle geleitet wird, die zwischen der Zentralwalze (34) und einer mit eigenem Filz ausgerüsteten Walze mit gerillter Oberfläche gebildet wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (W) nach der zweiten (N2) oder dritten Preßstelle in eine Glättungspresse geleitet wird, die zwischen der Zentralwalze (34) und einer glattflächigen Walze ohne Filz gebildet wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Zentralwalze (34) ein freier Sektor mit einem Schaber (36) und einer Vorrichtung (77) für die Ableitung des Ausschusses angeordnet ist.809822/097/;
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