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Zusammenklappbarer Kinderwagen
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-Ansprüche-
Die Erfindung bezieht sich auf einen zusammenklappbaren
Kinderwagen, insbesondere auf einen sogenannten Sportwagen, in welchem ein Kleinkind
bequem überall hin gefahren werden kann und welcher sich zu der kompakten Form einer
Einkaufs- oder Reisetasche zusammenlegen und in dieser Form raumsparend unterbringen
läßt.
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Es gibt verschiedene Ausführungen derartiger Kinderwagen, welche allen
Anforderungen hinsichtlich Aussehen, Sicherheit, Bequemlichkeit und Haltbarkeit
genügen. Einige dieser Ausführungen sind auch als Klappkinderwagen bekannt.
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Aufgrund ihrer Konstruktion lassen sich jedoch nur die wenigsten derartigen
Kinderwagen so zusammenklappen, daß weder die vorderen noch die hinteren Räder irgendwo
hervorstehen. Daher können eine den zusammengeklappten Wagen tragende Person sowie
auch Passanten mit den zumeist schmutzigen Rädern in Berührung kommen und ihre Kleidung
daran beschmutzen.
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Zur Beseitigung des vorstehend genannten Nachteils schafft die Erfindung
einen zusammenklappbaren Kinderwagen mit einem im wesentlichen vierseitigen Grundrahmen,
jeweils einem Paar vorderer und hinterer, jeweils ein Vorder-bzw. Hinterrad tragender
3eine, welche zwischen einer unter den Grundrahmen eingezogenen und einer außerhalb
des Rahmens liegenden unteren Stellung verschwenkbar nahe dem vorderen Rand des
Grundrahmens angelenkt sind, einem unteren Hinterrahmen, welcher mit zwei seitlichen
Rahmenteilen im mittleren Bereich zweier seitlicher Rahmenteile des Grundrahmens
angelenkt ist, einer mittig am unteren
Hinterrahmen angeordneten,
sich abwärts erstreckenden und über Verbindungsstangen mit den vorderen Beinen verbundenen
Betätigungsstange und einem Paar seitlicher Sitzrahmenteile, welche mit jeweils
einem Ende an den oberen Enden der seitlichen Teile des unteren Hinterrahmens angelenkt
sind. Am oberen Ende des unteren Hinterrahmens ist ein oberer Hinterrahmen vorwärts
umlegbar angelenkt Ein obere Mittelteil des oberen Hinterrahmens trägt einen aufwärts
hervorstehenden Handgriff, und ein schalenförmiger Sitzbezug erstreckt sich zwischen
dem oberen Hinterrahmen und einem vorderen Teil des Sitzrahmens.
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Der beschriebene zusammenklappbare Kinderwagen ist so ausgeführt,
daß sich die Vorder- und Hinterräder durch einfaches Verschwenken des unteren Hinterrahmens
einwärts in eine Stellung unter der Fläche des Grundrahmens einklappen lassen, worauf
der Kinderwagen dann weiter so zusammenklappbar ist, daß die Räder vollständig verdeckt
sind und der zusammengeklappte Wagen etwa die Form einer Einkaufstasche od. dergl.
erhält.
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Die die vier Räder tragenden Beine sind in der Fahrstellung weit auseinandergespreizt
und verleihen dem Kinderwagen eine hohe Standfestigkeit, lassen sich jedoch andererseits
bis auf kleine Abmessungen zusammenklappen.
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Im zusammengeklappten Zustand stehen die Räder nirgendwo an der Außenseite
hervor, so daß die Kleidung einer den
Wagen tragenden Person oder
von Passanten vor Verschmutzung durch die Räder geschützt sind. Im zusammengeklappten
Zustand hat der Kinderwagen die Form einer Einkaufstasche od. dergl. von kleinen
Abmessungen und läßt sich leicht in der Hand tragen. Das Auseinanderklappen des
Kinderwagens und seines Fahrgestells ist mühelos bewerkstelligbar.
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In einer bevorzugten Ausführungsform hat der Kinderwagen eine Sicherheitseinrichtung,
welche ein darin sitzendes Kleinkind davor bewahrt, seitlich herauszufallen. Nach
dem Auseinanderklappen des Fahrgestells und des Kinderwagens insgesamt sind dessen
Teile so gesichert, daß sie nicht von selbst oder versehentlich wieder zusammengeklappt
werden können.
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Die Erfindung schafft somit einen zusammenklappbaren Kinderwagen,
bei welchem eine Anordnung von vorderen und hinteren Beinen mit daran sitzenden
Rädern so an einem im wesentlichen vierseitigen Grundrahmen angelenkt ist, daß die
Beine zwischen einer eingeklappten Stellung unterhalb der Fläche des Grundrahmens
und einer ausgeklappten Stellung verschwenkbar sind. Ein Hinterrahmen ist mit seinem
unteren Ende schwenkbar an den Seitenteilen des Grundrahmens angelenkt, ein beweglich
mit dem unteren Ende des Hinterrahmens verbundener Betätigungshebel ist über Verbindungsstangen
mit Jedem der Beine verbunden, und vor dem hinteren Rahmen ist ein schalenförmiger
Sitzbezug gespannt.
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Das Einklappen der Beine ist bei dem erfindungsgemäßen Kinderwagen
durch einfaches Verschwenken des Hinterrahmens gegenüber dem Grundrahmen bewerkstelligbar,
worauf dann der Hinterrahmen um ein weiteres Gelenk zusammenklappbar ist, so daß
die Beine dann vollständig verborgen und geschützt sind.
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Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der
Zeichnung erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Schrägansicht des Gestells eines zusammenklappbaren
Kinderwagens gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Schrägansicht des Gestells von hinten,
Fig. 3eine Ansicht des Gestells von unten, Fig. 4 eine Seitenansicht des Gestells
in senkrechtem Schnitt, Fig. 5 eine zerlegte Schrägansicht einer Arretierung, Fig.
6 eine Schrägansicht eines Rades mit einem Bremshebel, Fig. 7 eine Schrägansicht
des Kinderwagens von vorne mit darauf angebrachtem Sitzbezug, Fig. 8 eine Vorderansicht
des Kinderwagens mit eingeklappten Vorder- und Hinterrädern und teilweise übergeschlagenem
Bezug, Fig. 9 eine Seitenansicht des Kinderwagens in dem in Fig. 8 gezeigten Zustand,
Fig. 10 eine Seitenansicht des Kinderwagens beim Einklappen eines Handgriffs,
Fig.
11 eine Seitenansicht des Kinderwagens in vollständig zusammengeklapptem Zustand
und Fig. 12 eine Schrägansicht eines hinteren Rahmens des Kinderwagens von vorn
mit einem daran angebrachten Sitzrahmen in einer abgewandelten Ausführungsform.
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Ein in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in Fig. 1 bis
4 dargestelltes Gestell eines zusammenklappbaren Kinderwagens hat einen im wesentlichen
vierseitigen Grundrahmen 1 mit einem vorderen Rahmenteil 2, zwei seitlichen Rahmenteilen
3 und einem hinteren Rahmenteil 4. Das vordere Rahmenteil 2 ist kürzer als das hintere
Rahmenteil 4, und die seitlichen Rahmenteile 3 sind mit einwärts abgewinkelten vorderen
Endstücken am vorderen Rahmenteil 2 befestigt.
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Nahe seinen beiden Enden trägt das vordere Rahmenteil 2 an seiner
Unterseite ein Paar in Längsrichtung ausgerichteter, jeweils ein überkop stehendes
U-Profil augweisender Anlenkbeschläge 5. An jedem Anlenkbeschlag 5 ist mittels eines
schräg gestellten Stifts 6 ein vorderes Bein 7 angelenkt, so daß dieses von einer
schräg auswärts gerichteten Fahrstellung unter die Fläche des Grundrahmens 1 einklappbar
ist. In der Fahrstellung stehen die vorderen Beine 7 sowohl vorwärts als auch seitlich
über den Grundrahmen hervor, während sie in der eingeklappten Stellung innerhalb
der unteren Fläche des Rahofens liegen.
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An den freien Enden der vorderen Beine 7 ist mittels einer Halterung
8 jeweils ein Vorderrad 9 gelagert, welches beim Einklappen der Beine zwischen den
seitlichen lsahmenteilen 3 des Grundrahmens Aufnahme findet. Im mittleren Bereich
seiner Unterseite trägt das vordere Rahmenteil 2 einen Anlenkbeschlag 11, welcher
ein überkopf stehendes U-Profil aufweist und in Längsrichtung ausgerichtet ist.
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Der Anlenkbeschlag 11 hat ein Paar seitlicher Laschen 12 mit daran
angeordneten, waagerechten Stiften 13, welche in Axialrichtung im wesentlichen auf
die schräg gestellten Stifte 6 ausgerichtet sind. Auf den waagerechten Stiften 13
ist jeweils ein Anlenkmaul 14 mit rückwärts offenem U-Profil schwenkbar gelagert.
In jedem Anlenkmaul 14 sitzt ein hinteres Bein 15, welches mittels eines lotrecht
zu dem jeweiligen waagerechten Stift 13 angeordneten zweiten Stifts 17 an einem
die beiden Anlenkmäuler 14 haltenden Halteteil 16 von C-förmigem Profil angelenkt
ist. Die beiden hinteren Beine 15 sind aus einer unteren, seitlich auseinandergespreizten
Stellung unter die Fläche des Grundrahmens 1 einklappbar. In der unteren Stellung
stehen die hinteren Beine 15 also seitlich über den Grundrahmen 1 hervor, während
sie in der eingeklappten Stellung innerhalb der Grundfläche des Rahmens liegen.
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An den freien Enden der hinteren Beine 15 ist mittels einer Halterung
18 jeweils ein hinteres Rad 19 gelagert.
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Nahe ihren Anlenkstellen sind die hinteren Beine 15 über ein Par mittels
eines Stifts 21 gelenkig miteinander verbundener Laschen 20 verbunden, welche den
Abstand zwischen den Beinen im auseinandergeschwenkten Zustand begrenzen. Die Laschen
20 haben eine solche Länge, daß die Beine 15 seitlich über den Grundrahmen 1 hervorstehen,
wenn die beiden Laschen 20 miteinander fluchten. Eine am Stift 21 angebrachte Stütze
22 verhindert das Verschwenken der Laschen 20 über den Totpunkt hinaus.
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Eine mit der Stütze 22 verbundene Lagerhülse 23 trägt das mittlere
Teil einer gekröpften Stange 24, welche mit ihren Enden schwenkbar in den seitlichen
Laschen 12 des Anlenkbeschlags 11 gelagert ist. Beim Einklappen der hinteren Beine
15 aus ihrer unteren, auseinandergespreizten Stellung unter den Grundrahmen 1 wird
die gekröpfte Stange 24 rückwärts verdreht und verschiebt dadurch ihrerseits die
Stütze 22 nach hinten, wodurch die beiden Laschen 20 in der Mitte zusammengeklappt
und die Beine 15 dadurch aufeinander zu geschwenkt werden. Dabei sind die gelenkig
miteinander verbundenen Laschen 20 so ausgebildet und angeordnet, daß die hinteren
Räder 19 zwischen die seitlichen Rahmenteile 3 eintreten, sobald sich die hinteren
Beine 15 einander genügend genähert haben.
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Die hinteren Beine 15 haben eine solche länge, daß die hinteren Räder
19 im eingeklappten Zustand gerade noch Aufnahme zwischen den seitlichen Rahmenteile
3 finden.
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Die vorderen Beine 7 sind etwas kürzer, eo daß die vorderen
und
hinteren Rader 9 bzw. 19 im eingeklappten Zustand nicht miteinander in Berührung
kommen.
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Das untere Teil eines Ilinterrahmens 25 ist mit den unteren Enden
zweier seitlicher Rahmenteile 26 mittels Stiften 27 an den mittleren Teilen der
Seitenteile 3 des Grundrahmens 1 angelenkt. Die seitlichen Rahmenteile 26 sind durch
einen unteren Querträger 28 starr miteinander verbunden. In der Mitte des unteren
Querträgers 28 ist eine abwärts verlaufende Betätigungsstange 29 starr befestigt.
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Diese hat eine solche Länge, daß sie in der auseinandergeklappten
Fahrstellung der vorderen und hinteren Beine 7 bzw. 15 bis unter die gelenkig miteinander
verbundenen Laschen 20 reicht.
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Das untere Ende der Betätigungsstange 29 trägt einen starr befestigten,
ein U-Profil aufweisenden Anlenkbeschlag 30 mit zwei damit einstückigen, an den
Enden des U-Profils hervorstehenden Führungsbacken 31, welche an der Oberseite der
Stütze 22 angreifen. An beiden Seiten des Beschlags 30 ist jeweils ein L-förmiger
Haltewinkel 32 mittels eines Stifts 33 angelenkt. An den vom Beschlag 30 abstehenden
Schenkeln der Haltewinkel 32 ist jeweils eine Verbindungsstange 34 mittels eines
Stifts 35 angelenkt.
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Nahe den vorderen Rädern 9 haben die vorderen Beine 7 jeweils einen
einwärts hervorstehenden Augbolzen 36, an welchem das andere Ende der zugeordneten
Verbindungsstange
34 mit einem Stift 37 angelenkt ist. Die Betätigungsstange
29 ist zusammen mit den unteren seitlichen Rahmenteilen 26 um die Stifte 27 herum
verschwenkbar.
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Wie man in Fig. 4 erkennt, ist der Abstand zwischen den Stiften 27
und dem Stift 33, mit welchem die Haltewinkel 32 an der Betätigungsstange 29 angelenkt
sind, auf eine waagerechte Ebene projiziert, im wesentlichen der gleiche wie der
zwischen den schrägen Anlenkstiften 6 der vorderen Beine 7 und den Augbolzen 37.
Ferner ist der Abstand zwischen den Stiften 27 und den schrägen Anlenkstiften 6,
auf eine waagerechte Ebene projiziert, im wesentlichen der gleiche wie der zwischen
dem Anlenkstift 33 für die Haltewinkel 32 und den Augbolzen 36.
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Damit bilden die zwischen den genannten Punkten liegenden Teile der
seitlichen Teile 3 des Grundrahmens, der Betätigungsstange 29, der vorderen Beine
7 und der Verbindungsstangen 34 jeweils ein Parallelogrammgestänge.
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Am mittleren Teil der Betätigungsstange 29 ist mittels eines Anlenkstifts
39 beiderseits jeweils ein weiterer Haltewinkel 38 angelenkt, an welchem jeweils
das eine Ende einer weiteren Verbindungsstange 40 mittels eines Stifts 41 angelenkt
ist. Das andere Ende der Verbindungsstangen 40 ist mittels jeweils eines Stifts
43 an einem Augbolzen 42 angelenkt, welcher an der Innenseite des Jeweiligen hinteren
Beins 15 hervorsteht. Die Augbolzen 42 sind so angeordnet, daß sie bei eingeklappten
Beinen 15
hinter dem Anlenkstift 33 liegen.
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Bei Belastung des Wagens durch ein darin sitzendes Kind setzen die
am unteren Ende der Betätigungsstange 29 angebrachten Führungsbacken 31 auf der
Oberseite der gelenkig miteinander verbundenen Laschen 20 auf, wodurch die vorderen
und hinteren Beine 7 bzw. 15 in ihrer abwärts auseinandergespreizten Stellung gehalten
sind und sicher auf dem Boden ruhen. Die Betätigungsstange 29 stützt sich dabei
auf den gelenkig miteinander verbundenen Laschen 20 und über die Verbindungsstangen
40 auf den hinteren Beinen 15 ab, so daß die auf sie ausgeübte Belastung sich im
wesentlichen gleichmäßig auf diese Teile verteilt.
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Gegenüber der Stütze 22 der gelenkig miteinander verbundenen Laschen
20 trägt die Betätigungsstange 29 an ihrem unteren Ende einen Belag 44 aus einem
gummiartigen Material, welcher bei Belastung der Betätigungsstange an der Stütze
22 in Anlage kommt und dadurch den Anprall an dieser dämpft.
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Zum Einklappen der vorderen und der hinteren Räder 9 bzw. 19 wird
die Betätigungsstange 29 gegenüber dem Grundrahmen 1 so verschwenkt, daß sich ihr
unteres Ende vom vorderen Rahmenteil 2 entfernt. Dabei üben die vorderen Verbindungsstangen
34 einen Zug auf die vorderen Beine 7 aus, so daß diese aus ihrer auseinandergespreizten
Stellung einwärts und rückwärts unter den Grundrahmen
geschwenkt
werden, während die hinteren Beine 15 über die hinteren Verbindungsstangen 40 aufeinander
zu und an die Unterseite des Grundrahmens 1 herangezogen werden.
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Liegt dann die Betätigungsstange 29 im wesentlichen parallel zu den
seitlichen Rahmenteilen 3, dann liegen die hinteren Beine 15 im wesentlichen parallel
zueinander unter dem Rahmen und die vorderen Beine 7 sind von beiden Seiten her
einwärts unter den Rahmen gefaltet. Die vorderen und hinteren Räder 9 bzw. 19 finden
dabei Aufnahme innerhalb der Fläche des Grundrahmens.
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Zum Auseinanderspreizen der Räder 9, 19 in die Fahrstellung wird die
Betätigungsstange 29 gegenüber dem Grundrahmen 1 so verschwenkt, daß sich ihr unteres
Ende dem vorderen Rahmenteil 2 annähert, bis der Stoßdämpferbelag 44 in Anlage an
der Stütze 22 kommt. In diesem Zustand sind die vorderen und hinteren Beine auswärts
über die Grundfläche des Rahmens 1 hinweg auseinandergespreizt und ruhen mit ihren
Rädern 9 bzw. 19 sicher auf dem Boden.
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An den oberen Enden tragen die seitlichen Teile 26 des hinteren Rahmens
25 jeweils eine vorne hervorstehende Anlenklasche 47', an welcher jeweils ein oberes
seitliches Rahmenteil 46 mit einer an dessen unterem Ende vorwärts hervorstehenden
Lasche 47 unter Verwendung eines Anlenkstifts 48 vorwärts umklappbar angelenkt ist.
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Dei Abstand zwischen den die Anlenklaschen 47, 47' miteinander verbindenden
Stiften 48 und den das untere Ende der unteren seitlichen Rahmenteile 26 mit dem
Grundrahmen 1 verbindenden Stiften 27 ist um ein kleines Stück größer als der Abstand
zwischen den letzteren Stiften 27 und dem vorderen Rahmenteil 2. Die oberen seitlichen
Rahmenteile 46 sind an ihren unteren Enden über einen mit den Anlenklaschen 47 einstückigen
Querträger 50 miteinander verbunden und tragen am oberen Teil das rückwärts gekröpfte
obere Teil einer Rahmen-Rückwand 49.
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Das mittlere Teil der Rückwand 49 ist mit dem unteren Querträger 50'
über einen Stützträger 50 verbunden, dessen unteres Ende in der vollständig gestreckten
Stellung der unteren und oberen seitlichen Rahmenteile 26 bzw. 46 auf dem oberen
Ende der Betätigungsstange 29 aufsetzt.
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In der Mitte des Stützträgers 50 stehen beiderseits zwei Laschen 51
rückwärts hervor, an denen das obere Ende einer Arretierstütze 52 von U-förmigem
Profil mittels eines Stifts 53 angelenkt ist. Das hintere Rahmenteil 4 des Grundrahmens
1 hat in der Mitte eine aufwärts gerichtete Kröpfung 54.
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Wie. man in Fig 5 erkennt hat die Arretierstütze 52 nahe Ihrem freien
Ende jeweils einen in den vorwärts gerichteten Schenkeln des U-Profils geformten
Ausschnitt 55, in welchem die Kröpfung 54 des hinteren Rahmenteils 4
Aufnahme
findet. Ein längsverschieblich in der Arretierstütze 52 angeordnetes Gleitstück
56 aus Kunststoff ist von zwei Langlöchern 57 durchsetzt, mit welchen es auf zwei
an der Arretierstütze 52 befestigten Querstiften geführt ist. Im Bereich der Ausschnitte
55 der Arretierstütze 52 hat das Gleitstück 56 eine L-förmige Nut 59 mit einer durch
diese gebildeten Haltenase 60 zum Festhalten der Arretierstütze 52 an der Kröpfung
54 des Rahmenteils 4.
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Eine zwischen dem Gleitstück 56 und der Arretierstütze 52 angeordnete
Feder 61 belastet das Gleitstück in Richtung auf das freie Ende der Arretierstütze.
Zum Verschieben des Gleitstücks 56 in der Arretierstütze 52 hat dieses ein beiderseits
hervorstehendes Griffstück 62.
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Im auseinandergeklappten Zustand des Grundrahmens 1 und des hinteren
Rahmens 25 läßt sich die Arretierstütze 52, wie in Fig. 4 dargestellt, mit der Kröpfung
54 des hinteren Rahmenteils 4 in Eingriff bringen, so daß dann weder der hintere
Rahmen 25 insgesamt noch dessen obere oder untere Teile vorwärts umklappbar sind.
Die Arretierstütze 52 ist somit als eine Strebe für die Versteifung des hinteren
Rahmens 25 und des Grundrahmens 1 des Kinderwagens wirksam.
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Ein kleines Stück unterhalb der Anlenkstifte 27 sind an den unteren
Endstücken der unteren Rahmenteile 26 des hinteren Rahmens die beiden Schenkel eines
im wesentlichen U-förmigen Sitzträgers 63 angelenkt. Die Endstücke 64 der beiden
Schenkel weisen Jeweils eine Kröpfung auf,
mit welcher sie sich
an den Vorderseiten der unteren Rahmenteile 26 abstützen. Im zusammengeklappten
Zustand verlaufen die Schenkel des Si-tz-tragers 63 im wesentlichen parallel zu
den unteren Rahmenteilen 26.
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Auf den die Anlenklaschen 47, 47' der Teile des hinteren Rahmens 25
miteinander verbindenden Stiften 48 sind außerdem an den Enden zweier seitlicher
Sitzstützen 65 hervorstehende Verbindungslaschen 66 schwenkbar gelagert. Verschieblich
auf den Sitzstützen 65 geführte Gleithülsen 67 aus Kunststoff sind durch nahe den
freien Enden der Sitzstützen 65 an diesen hervorstehende Anschläge 68 am Herabgleiten
von den Stützen gehindert.
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An den Innenseiten der Gleithülsen 67 sind die vorderen Enden der
Schenkel des Sitzträgers 63 jeweils mittels eines Stifts 69 angelenkt. Dadurch,
daß die Gleithülsen 67 durch die Anschläge 68 am Herabgleiten von den seitlichen
Sitzstützen 5 gehindert sind, halten sie somit den Sitzträger 63 in dem in Fig.
4 gezeigten Zustand in einer schräg aufwärts und vorwärts geneigten Stellung fest.
Wird der Sitzträger 63 in Richtung auf die unteren Teile 26 des hinteren Rahmens
verschwenkt, so verschieben sich die Gleithülsen 67 entlang den Sitzstützen 65,
bis diese nahe an den Sitzträger 63 herangeklappt sind.
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Das vordere Querstück des U-förmigen Sitzträgers 63 ist in der Mitte
über ein Zugglied 70 mit dem mittleren Teil des vorderen Rahmenteils 2 des Grundrahmens
1 verbunden, so daß der Sitzträger 63 den Bewegungen des Grundrahmens 1
jeweils
folgt. Beim Auseinanderklappen des Grundrahmens 1 und des hinteren Rahmens 25 folgt
der Sitzträger also der Bewegung des Grundrahmens. Zum Zusammenklappen des Kinderwagens
wird dagegen der Sitzträger 63 aufwärts gegen die unteren Teile 26 der hinteren
Rahmens verschwenkt und nimmt dabei den Grundrahmen 1 mit.
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Der in der Mitte des hinteren Rahmens 25 angeordnete Stützträger 50
trägt am oberen Ende einen T-förmigen Handgriff 80 mit zwei seitlich hervorstehenden
Griffteilen 79. Das obere Ende des Stützträgers 50 und das untere Ende des Handgriffs
80 tragen jeweils einen ein U-förmiges Profil aufweisenden Anlenkbeschlag 82 bzw.
81 mit vorwärts hervorstehenden Schenkeln 83 bzw. 84, welche durch einen Anlenkstift
85 miteinander verbunden sind, so daß der Handgriff 80 aus seiner gestreckten Stellung
vorwärts in Anlage an der Rückwand 49 des hinteren Rahmens umklappbar ist.
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Rückwärts des Anlenkstifts 85 stehen an den beiden Seiten des einen
Anlenkbeschlags 81 zwei Haltestifte 86 hervor.
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Am anderen Anlenkbeschlag 82 ist eine ein U-förmiges Profil aufweisende
Arretierklinke 87 in gewissem Abstand vom Anlenkstift 85 mittels eines Stifts 88
angelenkt. Die Arretierklinke 87 hat nahe dem oberen Ende ein Paar Ausschnitte 89,
in denen die Haltestifte 86 in der gestreckten Stellung des Handgriffs 80 Aufnahme
finden, um ihn in dieser Stellung zu arretieren.
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Zwischen den Ausschnitten 89 und ihrem oberen Ende hat die Arretierklinke
87 an der Vorderseite ein Paar Schrägflanken 89', mit denen sie an den Haltestiften
8f, aufgleiten kann, und an der Rückseite des oberen Endes steht eine Griffzunge
90 rückwärts hervor. Zwischen einer unten an der Arretierklinke 87 hervorstehenden
Nase 91 und einem an dem Stützträger 50 angebrachten Halteglied 92 ist eine Zugfeder
93 gespannt, welche die Arretierklinke 87 mit ihren Ausschnitten 89 in Eingriff
mit den Haltestiften 86 belastet. Durch den Eingriff zwischen den Aus schnitten
89 der Arretierklinke 87 und den Haltestiften 86 ist der Handgriff 80 sicher in
der gestreckten Stellung gehalten, so daß er nicht versehentlich um den Anlenkstift
85 herum vorwärts umgeklappt werden kann.
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Nahe dem Ende des linken hinteren Beins 15 ist ein Bremshebel 98 in
Querrichtung verschwenkbar angelenkt (Fig. 6).
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Eine mit dem Bremshebel verbundene Feder belastet diesen in jeweils
eine von zwei beiderseits eines Totpunkts liegende Endstellungen, in deren einer
ein am Bremshebel 98 hervorstehender Schenkel 99 zwischen zwei an der Innenseite
des Rades 19 geformte Rippen 100 greift und das Rad 19 dadurch blockiert.
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An den oberen Enden der oberen Seitenteile 46 des hinteren Rahmens
sind über ein Verstellgelenk 101 die Schenkel eines etwa U-förmigen Dachträgers
102 mit ihren freien Enden 103 angelenkt, so daß sich der Dachträger 102 in beliebigem
Winkel zum hinteren Rahmen 25 einstellen
läßt. Etwa in der Mitte
der seitlichen Schenkel des Dachträgers 102 ist eine U-förmige Dachstütze 104 mit
den Enden ihrer Schenkel 105 angelenkt, so daß sie an der Oberseite des Dachträgers
102 zwischen zwei Endstellungen jeweils in Anlage an diesem verschwenkbar ist. Die
vordere Hälfte des Dachträgers 102 und die Dachstütze 104 tragen eine einstückige
Bespannung 106 und bilden zusammen mit dieser einen Sonnenschutz 107 (Fig. 7).
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Zum Zusammenklappen des Kinderwagens wird zunächst der Sonnenschutz
107 zusammengeklappt, indem die Dachstütze 104 vorwärts an den Dachträger 102 herangeklappt
und dieser dann um die Verstellgelenke 101 herum in Anlage an der Vorderseite des
hinteren Rahmens 25 geschwenkt.
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Die Verstellgelenkt 101 sind mit ihren Fußteilen abnehmbar auf die
oberen Enden der seitlichen Rahmenteile 46 aufgesteckt, so daß sich der Sonnenschutz
107 mühelos abnehmen läßt.
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Wie man in Fig. 7 ferner erkennt, ist an der Vorderseite des hinteren
Rahmens 25 ein schalenförmiger Sitzbezug 71 etwa aus Stoff, Kunstleder od. dergl.
angeordnet. Dieser ist mit den oberen Bereichen seiner seitlichen Ränder an den
oberen Seitenteilen 46 des hinteren Rahmens 25 befestigt und mit einem vorderen
unteren Rand 73 am Querstück 74 des U-förmigen Sitzträgers 63. An einer etwa der
Lage des Beckens eines im Kinderwagen sitzenden Kindes entsprechenden Stelle hat
der Sitzbezug 71 einen Becken-Haltegurt 75, und vom vorderen Rand 73 des Bezugs
71
verläuft ein Schenkelgurt 76 zum mittleren Teil des Beckengurts.
Die zu beiden Seiten des Sitzbezugs 71 verlaufenden Sitzstützen 65 geben dem Kind
seitlichen IIalt.
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Wie man in Fig. 9 bis 11 erkennt,ist an den oberen und unteren Teilen
/FF bzw. 26 des hinteren Rahmens 25 jeweils eine Abdeckung 77 bzw. 78 befestigt.
Die Abdeckung 78 ist mit dem Rand einer unteren Verlängerung an der Oberseite des
hinteren Endstiicks des Grundrahmens 1 befestigt.
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Die an der Rückseite des hinteren Rahmens angebrachten Abdeckungen
77, 78 überdecken im zusammengeklappten Zustand des Kinderwagens dessen Außenseiten.
An den vorderen Beinen 7 stehen zwei Haltestäbe 95 für eine Fußstütze 94 vorwärts
hervor (Fig. 7, 10). Die Haltestäbe 95 sind an den Innenseiten der vorderen Beine
7 angelenkt und haben jeweils eine Kröpfung 96, mit welcher sie sich an der Vorderseite
des betreffenden Beins 7 abstützen, um die Fußstütze 94 in der richtigen Stellung
zu halten.
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Zum Zusammenklappen des Kinderwagens läßt sich die Fußstütze 94 aufwärts
in Anlage an die vorderen Beine 7 verschwenken.
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An den die oberen und unteren Teilen 46 bzw. 26 des hinteren Rahmens
miteinander verbindenden Anlenklaschen 47, 47' sind die beiden zweigeteilten Endstücke
eines Tragriemens 97 befestigt, mit welchem der zusammengeklappte Kinderwagen auf
der Schulter hängend oder in der Hand getragen werden kann,
Fig.
7 zeigt den Kinderwagen in seiner Gebrauchsstellung, in welcher ein Kind in den
Sitz 71 gesetzt und mit dem Haltegurt 75 darin gesichert werden kann.
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Zum Zusammenklappen des Kinderwagens wird zunächst der Sonnenschutz
107 vorwärts zusammengelegt, darauf der Dachträger 102 abwärts in Anlage am Sitzbezug
71 geschwenkt und die Fußstütze 94 hochgeklappt. Darauf wird das Griffstück 62 der
Arretierstütze 52 betätigt und diese damit von der Kröpfung 54 des hinteren Teils
4 des Grundrahmens 1 gelöst. Der Wagen wird nun angehoben, so daß die vorderen und
hinteren Räder 9 bzw. 19 vom Boden freikommen, worauf dann das hintere Teil 4 des
Grundrahmens 1 mit dem Fuß oder mit der Hand abwärts gedrückt wird, um das vordere
Teil des Grundrahmens 1 an den hinteren Rahmen 25 anzuklappen. Dabei vergrößert
sich der Abstand zwischen dem unteren Ende der Betätigungsstange 29 und dem vorderen
Teil 2 des Grundrahmens, so daß die vorderen und hinteren Beine 7 bzw. 17 an die
Unterseite des Grundrahmens 1 angeklappt werden und die Räder 9, 19 innerhalb der
Fläche des Grundrahmens zu liegen kommen.
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Beim Anklappen des Grundrahmens 1 an den hinteren Rahmen 25 wird der
U-förmige Sitzträger 63 vom vorderen Teil 2 des Grundrahmens aufwärts mitgenommen,
wodurch die seitlichen Sitzstützen 65 gleichzeitig abwärts verschwenkt werden. Als
nächstes wird nun die Arretierklinke 87 betätigt, um den T-förmigen Handgriff 80
freizugeben, so daß dieser nun vorwärts bis in Anlage am Sitzbezug 71
umgelegt
werden kann (Fig. 10). Zuletzt werden dann die oberen Teile 46 des hinteren Rahmens
25 vorwärts umgeklappt, so daß dann der Sitzbezug 71 die Räder 9, 19 überdeckt.
Die Räder 9, 19 sind daher vollständig verborgen, so daß keine Gefahr besteht, sich
an ihnen die Kleider zu beschmutzen.
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Im zusammengeklappten Zustand des Kinderwagens ist seine Länge auf
ca. ein Drittel der Länge in der Gebrauchsstellung verkürzt, d.h. im wesentlichen
auf die Länge des Grundrahmens 1, so daß er sich mühelos am Tragriemen 97 tragen
läßt.
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Um den Kinderwagen etwa eine Treppe hinauf oder sonstwie über ein
kleines Stück zu tragen, braucht man beispielsweise nur den Sonnenschutz 107 und
die Räder 9, 19 anzuklappen, wie dies in Fig. 8 und 9 dargestellt ist, worauf sich
der Kinderwagen dann schnell und mühelos wieder in die Gebrauchsstellung auseinanderklappen
läßt, indem die vorstehend beschriebenen Handgriffe in umgekehrter Reihenfolge wiederholt
werden.
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Fig. 12 zeigt eine abgewandelte Ausführung eines Sitzträgers 63' und
seiner Anbringung am hinteren Rahmen 25.
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Dieser hat wie in der vorstehend beschriebenen Aurführungform ein
Paar unterer Rahmenteile 26', an denen ein Paar oberer Rahmunteile 46' vorwärts
umklappbar angelenkt ist.
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Der Sitzträger 63' ist hier jedoch mit den freien Enden 64 seiner
Schenkel nahe den unteren Enden der oberen Rahmenteile
46' an
deren Innenseiten angelenkt und stützt sich mit nahe den Endstücken 64 geformten
Kröpfungen 108 an den Vorderseiten der oberen Rahmenteile 46 ab, so daß sein vorderes
Querstück 74' in der richtigen Gebrauchsstellung gehalten ist. Ein schalenförmiger
Sitzbezug 71' ist so an den oberen Rahmenteilen 46' und am Querstück 74' des Sitzträgers
63' angebracht, daß dessen Schenkel 109 zu beiden Seiten eine Sitzstütze bilden.
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Beim Zusammenklappen des hinteren Rahmens 25 kommt der an den oberen
Rahmenteilen 46 befestigte Sitzträger 63' zwischen den unteren und oberen Rahmenteilen
26' bzw.
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46' zu liegen.
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Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt, sondern erstreckt sich auf die verschiedensten Abwandlungen und Änderungen
derselben.
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