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Beschreibung
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Vorschubeinrichtung für eine Sägenbearbeitungsmaschine Die Erfindung
betrifft eine Vorschubeinrichtung für eine Sägenbearbeitungsmaschine, mit einem
Paar Rollen, die drehantreibbar und quer zu ihrer Drehachse an ein schrittweise
zu bewegendes Sägeblatt von beiden Seiten her andrückbar an einem Schlitten gelagert
sind, der längs einer an einem Ständer abgestützten, in oder parallel zu der Sägeblattebene
verlaufenden Führung verstellbar ist.
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Bei einer bekannten Vorschubeinrichtung dieser Gattung, die zu einer
Maschine zum Schärfen von Kreis sägen gehört (DE-OS 24 12 939), ist die Führung
für den Schlitten an einer ortsfesten Schiene ausgebildet, die sich waagerecht von
einem Maschinenständer weg erstreckt und zusätzlich durch eine Säule am Fundament
abgestützt ist. Die Drehachsen der Rollen erstrecken sich zumindest annähernd parallel
zur Führung. Diese Anordnung ermöglicht es, die Stellung des Schlittens samt an
ihm gelagerten Rollen der Vorschubeinrichtung entsprechend dem Durchmesser der zu
bearbeitenden Kreissäge zu verändern. Dazu muß die Vorschubeinrichtung allerdings
eine verhältnismäßig lange Führung aufweisen. Unter der Voraussetzung, daß die Lagerung
für die Kreissäge ortsfest ist, muß die nutzbare Führungslänge der Vorschubeinrichtung
etwa
so groß sein wie der Radius der größten vorkommenden Kreissäge. Dies bedeutet, daß
die Führung erheblich über den Raum hinausragt, der zum Bearbeiten kleinerer Kreissägen
erforderlich ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorschubeinrichtung
der eingangs beschriebenen Gattung zu schaffen, die sich bei verhältnismäßig geringer
Länge der Führung für ihren Schlitten besonders günstig an verschiedene Sägeblätter,
Kreissägen unterschiedlichen Durchmessers ebenso wie Band- und Gattersägen, anpassen
läßt.
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Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Führung um
eine zur Ebene des Sägeblattes normale Schwenkachse schwenkbar und in verschiedenen
Schwenkstellungen feststellbar am Ständer gelagert ist und die Drehachsen der Rollen
sich zumindest annähernd im rechten Winkel zur Längsrichtung der Führung erstrecken.
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Damit wird erreicht, daß sich die Führung stets so einstellen läßt,
daß sie sich parallel zu einer Tangente des zu bewegenden Kreissägeblattes bzw.
parallel zur Längsrichtung des zu bewegenden Band- oder Gattersägeblattes erstreckt
und somit über den Platzbedarf des Sägeblattes hinaus nur wenig Platz beansprucht.
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Zur Umstellung von Kreis- auf Band- oder Gattersägeblätter ist im
allgemeinen nur eine Schwenkung der Führung um die Schwenkachse erforderlich, während
eine Bewegung des Schlittens längs der Führung meist nur zur Anpassung an Kreissägeblätter
unterschiedlichen Durchmessers erforderlich ist.
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Die erfindungsgemäße Vorschubeinrichtung kann in der Weise weitergebildet
sein, daß die Rollen in einem Gehäuse gelagert sind, das aus einer Normalstellung,
in der die Drehachsen der Rollen ihre zur Längsrichtung der Führung rechtwinklige
Lage einnehmen, um eine zur Schwenkachse parallele Kippachse in bezug auf den Schlitten
kippbar und in verschiedenen Kippstellungen feststellbar ist.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand einer
schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigt: Fig.1 eine Seitenansicht einer
erfindungsgemäßen Vorschubeinrichtung und Fig.2 die zugehörige Draufsicht.
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Auf einem Unterbau 10, der in Fig.1 nur angedeutet ist, ruht ein
Ständer 12, an dem ein waagerechter Achszapfen 14 befestigt ist. Die geometrische
Achse des Achszapfens 14 wird im folgenden als Schwenkachse 16 bezeichnet. Auf dem
Achszapfen 14 ist eine plattenförmige Führung 18 gelagert, die in Fig.1 und 2 mit
vollen Linien in einer Stellung gezeichnet ist, in der ihre Längsrichtung 20 mit
der Senkrechten durch die Schwenkachse 16 zusammenfällt.
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Mit strichpunktierten Linien ist in Fig.1 eine weitere Stellung der
Führung 18 gezeichnet, in der deren Längsrichtung 20 um 450 gegen die Senkrechte
geneigt ist.
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Die Führung 18 weist an ihrem oberen Ende einen Fortsatz 22 auf,
an dem eine Mutter 24 um eine zur Schwenkachse 16 parallele Achse 26 drehbar gelagert
ist. In die Mutter 24 ist im rechten Winkel zur Achse 26 eine Gewindespindel 28
eingeschraubt, die durch ein Kardan-Gelenk 30 mit einer Welle 32 verbunden ist.
Die Welle 32 ist in einer am Ständer 12 befestigten Konsole 34 gelagert und trägt
ein Handrad 36. Durch Drehen des Handrades 36 läßt sich die Gewindespindel 28 mehr
oder weniger weit in die Mutter 24 einschrauben und dadurch die Führung 18 aus der
in Fig.1 mit strichpunktierten Linien angedeuteten Stellung nach links oder nach
rechts umdie Schwenkachse 16 schwenken. In jeder beliebigen Schwenkstellung läßt
sich die Führung 18 mittels eines Knebels 38 festklemmen, der auf ein Gewinde am
Ende des Achszapfens 14 aufgeschraubt ist.
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Auf der Führung 18 ist ein Schlitten 40 in Längsrichtung 20 verschiebbar
und mittels einer Knebelschraube 42 in jeder beliebigen Stellung festklemmbar. Am
Schlitten 40 ist ein Gehäuse 44 um eine zur Schwenkachse 16 parallele Kippachse
46 kippbar gelagert und, beispielsweise mit Klemmschrauben, in jeder beliebigen
Kippstellung
festklemmbar. Im Gehäuse 44 sind zwei Rollen 48 gelagert, deren Drehachsen sich
mindestens annähernd parallel zueinander erstrecken. Wenn das Gehäuse 44 die gezeichnete,
im folgenden Normalstellung genannte Stellung in bezug auf den Schlitten 40 einnimmt,
erstrecken sich die Drehachsen 50 der Rollen 48 mindestens annähernd im rechten
Winkel zur Längsrichtung 20 der Führung 18. Die Rollen 48 sind mit einem an das
Gehäuse 44 angeflanschten Motor 52 durch ein nicht dargestelltes Getriebe verbunden,
das eine Parallelverschiebung und/oder Schwenkung der Drehachsen 50 in der Weise
ermöglicht, daß die Rollen 48 an ein Sägeblatt 54 oder 54' von beiden Seiten her
andrückbar sind, um diesem Sägeblatt eine Vorschubbewegung zu erteilen.
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Wenn es sich um das Sägeblatt 54 einer Kreissäge handelt, ist die
Vorschubbewegung eine Drehung um einen Lagerzapfen 56. Wenn es sich dagegen um das
Sägeblatt 54' einer Band- oder Gattersäge handelt, ist die Vorschubbewegung eine
geradlinige Bewegung längs einer Bahn, die beispielsweise durch Rollen 56' festgelegt
ist.
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In jedem Fall ist der Ständer 12 in bezug auf das Sägeblatt 54 oder
54' derart angeordnet, daß die Schwenkachse 16 sich im rechten Winkel zur Sägeblattebene
erstreckt. Dies gilt auch dann, wenn die Sägeblattebene nicht senkrecht ist, wie
dargestellt, sondern beispielsweise waagerecht.
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Ein Ausführungsbeispiel des hier nicht dargestellten Getriebes, das
die Rollen 48 mit dem Motor 52 verbindet und die erforderliche Anpressung der Rollen
an das Sägeblatt 54 oder 54' ermöglicht, ist in der DE-OS 24 12 939 dargestellt
und beschrieben.
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