DE2751464C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Zünden
einer Gas- und/oder Dampfentladungslampe, die in Reihe mit
einer Induktivität an eine Wechselspannungsquelle angeschlossen
und der eine Starterschaltung parallel geschaltet ist, die eine
von einem Kondensator überbrückte Serienschaltung aus wenigstens
einer elektrischen Spule und einem gesteuerten Halbleiter
schaltelement aufweist.
Eine aus der DE-AS 17 64 624 bekannte Schaltungsanordnung
dieser Art bleibt in Betrieb, wenn bei der Lampe die Zündung
versagt. Dies bedeutet, daß dabei unnötiger Strom durch das
Vorschaltgerät der Lampe fließt, wodurch Verluste entstehen.
Zwar ist es bereits aus der DE-OS 20 32 446 bekannt, einen
Lampenstarter mit einem temperaturempfindlichen Widerstand
zu versehen, der, wenn die Lampe nicht zündet, eine erhöhte
Temperatur annimmt, wodurch er seinen ohmschen Wert ändert.
Dies führt zu einem praktischen Außerbetriebsetzen des Starters.
Wenn bei eingeschalteter Speisespannung eine alte nicht
zündende Lampe auf schnelle Weise durch eine neue Lampe
ersetzt wird, so befindet sich hierbei der temperatur
empfindliche Widerstand beim Einsetzen der neuen Lampe noch
im hohen Temperaturbereich, so daß diese neue Lampe nicht
starten kann. Diese nachteilige Situation kann noch häufiger
eintreten, wenn die Entladungslampe mit Elektroden eines nicht
vorheizbaren Typs versehen ist. In diesem Falle wird nämlich
durch das Herausnehmen einer Lampe die Netzspeisung der Zünd
schaltung in der Regel nicht abgeschaltet.
Aus der DE-OS 20 34 855 ist ferner eine Zündeinrichtung für
Niederdruck-Gasentladungslampen bekannt, die bei nicht
zündender Lampe durch einen Widerstand mit negativem Temperatur
koeffizienten außer Betrieb gesetzt wird. Zwar weist diese
Einrichtung eine Parallelverbindung eines Widerstandes mit
positivem Temperaturkoeffizienten und eines Kondensators auf,
die aber nicht mit einer Spule verbunden ist. Die bekannte
Zündeinrichtung liefert daher für die Zündung der Lampe nur
jeweils einen einzigen Zündimpuls. Eine schnell ausgewechselte
Lampe wird nicht sofort wieder zünden, weil der NTC-Widerstand
noch heiß ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungs
anordnung der im Oberbegriff des Patentanspruchs genannten
Art anzugeben, bei der die Starterschaltung bei nicht
zündwilliger Lampe nur dann und wann einen weniger kräftigen
Zündimpuls liefert, der aber ausreicht, um eine neue Lampe
zu zünden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
daß zwischen Lampe und dem Verbindungspunkt von Kondensator
und Spule eine Parallelverbindung eines Widerstandes mit
positivem Temperaturkoeffizienten und eines zweiten Kondensa
tors geschaltet ist.
Ein Vorteil dieser Schaltungsanordnung besteht darin, daß,
wenn bei eingeschalteter Speisespannung eine defekte Lampe
durch eine neue Lampe ersetzt wird, dennoch Zündimpulse zur
Verfügung stehen, um diese neue Lampe zu zünden. Diese Zünd
impulse werden in dem Kreis erzeugt, der die elektrische Spule
und den ersten Kondensator enthält. Daß diese Impulse - im warmen
Zustand des Widerstandes mit positivem Temperaturkoeffizienten
(PTC-Widerstand) - zwischen den Lampenelektroden erscheinen,
wird durch den zweiten Kondensator ermöglicht. Es sei noch
bemerkt, daß der warme und damit hochohmige PTC-Widerstand
diese Impulse nicht durchlassen kann. Die erwähnten Zünd
impulse sind zwar weniger kräftig, mit anderen Worten be
sitzen sie weniger Energie als im Falle eines kalten PTC-
Widerstandes. Dies kommt u. a. daher, daß der PTC-Wider
stand im kalten Zustand das Weiterleiten von Energie zum
Schwingkreis der Spule des ersten Kondensators weniger als
im warmen Zustand hemmt.
Wenn die Kapazität des zweiten Kondensators z. B. zwischen
80 und 300 nF liegt, hat die Parallelverbindung des PTC-
Widerstandes im warmen Zustand und des zweiten Kondensators
eine große Impedanz für die üblichen Netzfrequenzen von
50 bis 60 Hz, jedoch eine geringe Impedanz für die Hoch
frequenzimpulse, die im Schwingkreis erzeugt werden, der
aus der elektrischen Spule und dem ersten Kondensator besteht.
Ist die Lampe eine Niederdrucknatriumdampfentladungslampe, die
im allgemeinen für öffentliche Beleuchtungszwecke verwendet
wird, so kann sie mit der Schaltungsanordnung nach der
Erfindung direkt gezündet werden, sogar wenn sich der PTC-
Widerstand im warmen, d. h. hochohmigen Zustand befindet.
Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wird nachstehend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Schaltungsanordnung zum Zünden einer Gas- und/oder
Dampfentladungslampe,
Fig. 2a die Spannung zwischen den Lampenelektroden bei der
Schaltung nach Fig. 1 als Funktion der Zeit in kaltem Zustand
des PTC-Widerstands,
Fig. 2b die Spannung zwischen den Lampenelektroden bei der
Schaltungsanordnung nach Fig. 1 als Funktion der Zeit im
warmen Zustand dieses PTC-Widerstandes.
In Fig. 1 sind mit 1 und 2 Anschlußklemmen bezeichnet, die
zum Anschließen an eine Wechselspannungsquelle von 220 V,
50 Hz, bestimmt sind. Die Klemme 1 ist mit einem induktiven
Vorschaltgerät 3 (Stabilisationselement) verbunden. Die andere
Seite dieses Vorschaltgeräts 3 ist mit einer Elektrode 5 a
einer Niederdrucknatriumdampfentladungslampe 4 von 35 W ver
bunden. Eine zweite Elektrode 5 b der Lampe 4 ist mit der
Eingangsklemme 2 verbunden. Die beiden Elektroden 5 a und
5 b sind von nicht vorheizbarem Typ. Die Elektrode 5 a ist
weiter mit einer Serienschaltung aus einem Widerstand 6,
einem PTC-Widerstand 7, einer elektrischen Spule 8, einem
Halbleiterschaltelement mit zweiseitiger Thyristorkenn
linie 9 (Triac) verbunden. Die andere Seite des Halbleiter
schaltelements 9 ist mit der Elektrode 5 b der Lampe 4 ver
bunden. Ein erster Kondensator 10 bildet eine Überbrückung
der Serienschaltung aus Spule 8 und Halbleiterschaltelement 9.
Ein zweiter Kondensator 11 liegt parallel zum PTC-Widerstand 7.
Die Spule 8 ist durch einen Dämpfungswiderstand 12 überbrückt.
Außerdem ist noch eine Steuerschaltung für das Halbleiter
schaltelement 9 vorgesehen. Diese Steuerschaltung enthält
eine Serienschaltung aus zwei Widerständen 13 und 14, die
zum Halbleiterelement parallel geschaltet ist. Der
Verbindungspunkt der Widerstände 13 und 14 ist mit einem
Widerstand 15 verbunden, dessen andere Seite mit einem
Durchschlagelement 16 mit zweiseitiger Kennlinie verbunden
ist, z. B. einem Diac. Die andere Seite dieses Diacs 16 ist
mit der Steuerelektrode des Halbleiterschaltelements 9 ver
bunden. Weiterhin ist ein Verbindungs
punkt zwischen der Spule 8 und dem Widerstand 13 über
einen Spitzenspannungsunterdrücker (surge suppressor)
17 mit der Steuerelektrode des Halbleiterschaltelements
9 verbunden. Diese Steuerelektrode ist ebenfalls über
einen Widerstand 18 mit der Elektrode 5 b der Lampe ver
bunden. Schließlich ist der Widerstand 14 des Starters
von einem Kondensator 19 überbrückt.
Die Wirkung der beschriebenen Schaltung
ist wie folgt: Zunächst sei der Fall einer normal star
tenden Lampe betrachtet. Wenn dabei die erwähnte Span
nung zwischen die Klemmen 1 und 2 erlegt wird, lädt
sich zunächst über den Serienkreis 3, 6, 7, 8, 13 der
Kondensator 19 auf. Wenn dabei die Durchschlagspannung
des Schwellenelements 16 erreicht wird, erscheint ein
Steuersignal an der Steuerelektrode des Halbleiter
schaltelements 9, das dieses Schaltelement leitend
macht. Inzwischen hat sich jedoch auch über den Kreis
3, 5, 7, 10 der Kondensator 10 aufgeladen. Wenn nunmehr
das Schaltelement 9 leitet, entlädt sich und lädt sich
der Kondensator 10 im Kreis 10, 8, 9 erneut auf usw.
Dadurch entsteht eine verhältnismäßig hochfrequente
Schwingung. Die dabei entstandenen Impulse erscheinen
zwischen den Lampenelektroden 5 a und 5 b der Lampe 4,
die darauf zündet. In dieser Situation ist nur so wenig
Strom durch den PTC-Widerstand 7 geflossen, daß er
sich kaum damit erwärmt hat. Wenn die Lampe zündet, fällt
die Spannung zwischen ihren Elektroden 5 a und 5 b auf
einen Wert von etwa 70 V zurück. Dies ist die Brenn
spannung der Lampe 4. Dieser Wert reicht nicht aus, den
Kondensator 19 noch auf die Schwellenspannung des Ele
ments 16 aufzuladen. Das bedeutet, daß die Startschal
tung aus den Teilen 6 bis 19 jetzt praktisch außer Be
trieb ist.
Nunmehr wird der Fall betrachtet, bei der
die Lampe 4 ein Versager ist. In diesem Fall ist die
Anfangssituation, wie oben beschrieben, die Lampe 4
nicht zündet, erwärmt sich der PTC-Widerstand 7 weiter,
so daß er hochohmiger wird und dadurch die Stromstärke
in der Serienschaltung 6, 7, 8 usw. verkleinert. Da
bei wird dann und wann das Schaltelement 9 noch leitend
gemacht. Die Impulse, die dadurch über den Kondensator
11 zwischen den Lampenelektroden 5 a und 5 b auftreten,
sind weniger kräftig. Sie geben infolgedessen auch nahe
zu keine Funkstörung. Wenn jedoch jetzt die Lampe 4
durch eine neue gute Lampe ersetzt wird, und wenn ange
nommen wird, daß die Netzspannung zwischen den Klemmen
1 und 2 nach wie vor vorhanden ist, können die erwähnten
Zündimpulse zwischen den Lampenelektroden zum Zünden der
neuen Lampe ausreichen. Beim Fehlen des Kondensators 11
würde dies nicht der Fall sein.
Ein Vorteil der beschriebenen Stellung
ist daher, daß beim Ersetzen von alten durch neue Lampen
trotz des warmen Zustandes des PTC-Widerstandes 7 dennoch
zünden können.
Selbstverständlich ergeben sich keine Pro
bleme, wenn vor dem Austausch der Lampe die Speisespan
nung abgeschaltet ist. Denn dabei hat der PTC-Widerstand
7 die Gelegenheit zum Abkühlen.
In einem praktischen Ausführungsbeispiel
ist die Selbstinduktivität der Spule 3 1 Henry und die
der Spule 8 ebenfalls 1 Henry. Der Kondensator 10 hat
eine Kapazität von 100 nF, der Kondensator 11 von 100 nF
und der Kondensator 19 ebenfalls 100 nF. Der Widerstand
6 hat einen Wert von 220 Ohm, der Widerstand 12 von 27
kOhm, der Widerstand 13 von 100 kOhm, der Widerstand 14
von 18 kOhm, der Widerstand 15 von 47 Ohm, der Wider
stand 18 von 100 Ohm. Der Spitzenspannungsunterdrücker
17 besitzt eine Durchlaßspannung von 350 Volt. Die
Schwellenspannung des Elements 16 beträgt 32 Volt und
der PTC-Widerstand 7 hat im kalten Zustand (Raumtempe
ratur von 20°C) einen ohmschen Wert von 85 Ohm. Wenn
eine Lampe nicht innerhalb von 15 Sekunden zündet, wird
die Temperatur des PTC-Widerstandes auf etwa 130°C er
höht. Dem entspricht ein ohmscher Wert dieses Wider
standes von 10 kOhm.
In Fig. 2a ist die Spannung V in Volt
zwischen den Lampenelektroden 5 a und 5 b als Funktion
der Zeit t in Sekunden für den Fall eines kalten
Zustandes des PTC-Widerstandes 7 schematisch angegeben.
Die Netzspannung V n ist mit einer gestrichelten Linie
angegeben.
In Fig. 2b ist eine gleiche graphische
Darstellung wie in Fig. 2a dargestellt, jedoch für den
warmen Zustand des PTC-Widerstandes 7.
Im letzten Fall - beim warmen Zustand des
PTC-Widerstandes - tritt nur einmal je Halbperiode eine
verhältnismäßig geringe Spannungsspitze auf.
Claims (1)
- Schaltungsanordnung zum Zünden einer Gas- und/oder Dampfentla dungslampe (4), die in Reihe mit einer Induktivität (3) an eine Wechselspannungsquelle angeschlossen und der eine Starterschal tung parallel geschaltet ist, die eine von einem Kondensator (10) überbrückte Serienschaltung aus wenigstens einer elektrischen Spule (8) und einem gesteuerten Halbleiterschaltelement (9) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Lampe (4) und dem Verbindungspunkt von Kondensator (10) und Spule (8) eine Parallelverbindung eines Widerstandes (7) mit positivem Tempera turkoeffizienten und eines zweiten Kondensators (11) geschaltet ist.
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