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8'Tennisschläger zur Ausführung eines rechten- und eines
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linken Vorhandschlages" Beschreibung Die Erfindung betrifft den Schläger
für das Tennisspiel.
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Der übliche, bekannte Schläger, besteht aus dem Rahmen, der Bespannung,
dem Stiel und dem Griff. Der. neue Schläger weist jedoch am Ende des Schlägerstiels
statt einem, zwei symmetrisch angeordnete Griffe auf, die einen Abstand von ca.
5 cm zueinander haben. (Fig. 1 und 2) Diese beiden Griffe ermöglichen es dem Spieler,
statt des bisher üblichen Vor- und Rückhandschlages (diese werden von einer Hand
ausgeführt) nun einen rechten- sowie einen linken Vorhandschlag auszuführen. Hierdurch
erwächst dem Spieler ein enormer Vorteil.
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Ein nüchterner Beweis hierfür, ist schon die Tatsache, daß bei 90%
aller Tennisspieler die Vorhand entschieden besser ist als die Rückhand. Ein Anfänger
erlernt die Vorhand einfach vie schneller und besser als die Rückhand.
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Hierfür gibt es vie].e Gründe: Die Rüchhandbewegung ist eine ganz
unnatürliche bewegungsform des Armes, die in der A tagspraxis und auch als Bewegung
in anderen Sportarten nur ganz selten vorkommt, und wenn, dann nur als Bewegung
ohne größere Belastung. Fast alle Bewegungen sind auf das "nach vorne Führen des
Armes ausgerichtet (Zupacken, Schlagen, Diskuswerfen, Speerwerfen usw.). Dementsprechend
ist auch die Muskulatur hierfür viel stärker ausgeprägt als für eine Rückführbewegung.
Nur. aus dieser Erkenntnis heraus läßt es sich verstehen, daß in jüngster Zeit oft
Spieler die zweite Hand beim Rückhandschlag mit zu Hilfe nehmen, die- dann den Kraft-
und Schwungeinsatz ausübt.
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Nur so ist es möglich, den Kraftaufwand sowie die enorme Beschleunigung
gerad bei Tppspinschlägen (Schläge mit maximalen Vorwärtsdrall) zu erreichen.
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Auf diese Art kann eine ähnliche Wirkung wie beim Vorhandschlag erzielt
werden. Die beidhändige Rückhand ist jedoch schwer erlernbar und bringt auch Nachteile
mit sich: geringere Reichweite, größerer Laufweg, eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten
usw.
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Auch vom Bewegungsausmaß des Oberarmes läßt es sich erklären, weshalb
das "nach vorne Führen des Armes" die natürlichere Bewegung ist, und deshalb auch
bessere Möglichkeiten mit sich bringt. Die gestreckten Arme lassen sich vorne in
der Waagerechten leicht zusammenbringen; Führt man die Arme jedoch nach hinten,
so werden sie bereits in Schulterachse gesperrt.
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Ein weiterer Nachteil der Rückhand gegenüber der Vorhand ist die verlängerte
Ausholbewegung aus der Grundstellung.
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Der Schläger muß bei der Rückhand soweit hinter den Körper geholt
werden, daß er fast parallel zur Grundlinie zeigt.
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Ebenso dreht sich der Oberkörper bei der Rückhand weiter als bei der
Vorhand (Die Schulterachse zeigt fast parallel zum Netz - bei der Vorhand bildet
sie nur einen rechten Winkel mit ihm), was zur Folge hat, daß der Rückhandschlag
weit mehr Zeit erfordert als der Vorhandschlag.
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Normalerweise werden für: Vorhand und Rückhand auch verschiedene Griifarten
benutzt. Beim Vorhandgriff liegt der größte Teil der Handfläche hinter der; hinteren
Breitseite des Schlägergriffes und gewährleistet somit eine entschieden bessere
Kraftübertragung als beim Rückhandgriff. Das Wechseln zwischen Vor und Rückhandgriff
stellt eine weitere Schwierigkeit für den Spieler dar. Oft findet er hierfür nicht
die Zeit, oder ergreift grundsätzlich nicht um. So schlägt er dann mit dem Vorhandgriff
auch seine Rückhand, und erreicht somit nur eine sehr begrenzte Zahl von Schlagvariationen,
was ihm natürlich wieder einen Nachteil einbringt.
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Ebenfalls ist ein Rückhandschlag aus der- offenen Stellung weitaus
schwieriger und weniger wirkungsvoll als beim Vorhandschlag (Der Schlag aus der
offenen Stellung wird häufig beim Aufschlagreturn und bei Zeitmangel für die normale
Beinarbeit
angewendet. Bei diesem Schlag bleiben die Beine frontal
stehen, und nur der Oberkörper dreht sich in der Hüfte).
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All die aufgezeigten Nachteile des Rückhandschlages gegenüber des
Vorhand schlages fallen nun bei dem Schläger mit zwei Griffen weg, da nun keine.Rückhand,
sondern nur noch zwei Vorhandschläge ausgeführt werden brauchen. Dies sieht folgendermaßen
aus: In der normalen Ausgangsstellung, das ist die Stellung in Erwartung des Balles,
hat der Spieler nun beide Hände am Schläger; das heißt, mit derrechten Hand umfaßt
er den rechten Griff, mit der linken Hand den linken Griff. Kommt der Ball nun auf
die rechte Vorhandseite, so übt der Spieler, bei optimaler Griffhaltung, einen rechten
Vorhandschlag aus. Die linke Hand kann einen kurzen Moment am Schläger bleiben und
somit die Ausholbewegung unterstützen.
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Am Ende der Ausschwungbewegung, wenn der Schläger in Richtung zur
linken Schulter geschwungen wird, ergreift die linke Hand wieder den linken Schlägergriff,
wodurch wieder die Ausgangsstellung erreicht ist.
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Kommt der Ball nun auf die linke Vorhandseite, so übt der Spieler
, bei optimaler Griffhaltung, einen linken Vorhandschlag aus. Die rechte Hand kann
einen kurzen moment am Schläger bleiben, und somit wiederum die Ausholbewegung unterstützen.
Am Ende der Ausschwungbewegung, wenn der Schläger zur rechten Schulter geschwungen
wird, ergre-ift die rechte Hand wieder den rechten Schlägergriff, womit wieder die
Ausgangsstellung erreicht ist.
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Die Erklärung zeigt, daß nun, im Gegensatz zum früheren Tennisspiel,
zwei völlig identische Schlagbewegungsabläufe zur Deckung der gesamten Spielhälfte
ausreichen, und somit die bisher sehr schwer erlernbare Technik des Tennisspiels
wesentlich erleichtern. Beim Flugballspiel findet dann ebenfalls die neue Technik
mit zwei Vorhand-Flugbällen Anwendung, in optimaler Griffhaltung und mit völlig
identischen Bewegungsabläufen.
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Ein weiterer Vorteil für das Tennisspiel ergibt sich aus der Konstruktion
der beiden Griffe, Sie sind leicht versetzt (ca.3cm) zur Schlägerachse angeordnet
und verlagern somit den Treffpunkt; weiternach vorne, was den besagten Vorteil ausmacht.
Die Konstruktion der beiden Griffe am Ende des Schlägerstiels kann man mit allen
üblichen Materialien erreichen, aus denen Schlägerrahmen hergestellt werden.( Fig.
2 zeigt eine mögliche Konstruktion bei einem Metall- oder Kunststoffschläger). Auch
die Erreichung des optimalen Schlägergewichtes stellt kein technisches Problem dar.
Falls eineKonstruktion der beiden Griffe die normale Stabilität von Schläger-und
Griffe herabsetzt, so kann am Ende» der beiden Griffe ein Verbindungselement für
zusätzliche; Stabilität angebracht werden(Fig.3).
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Einwände in der Hinsicht, daß nun, wo zwei Vorhände gespielt werden
müssen, die rechte sowie die linke Hand die Technik des Tennisspiels beherrschen
muß, und es deshalb unwillkürlich zu einer Verminderung dieser Schlagtechnik kommen
muß, werden folgenderma-Ben widerlegt: Die Ubungszeit, die bisher für die Rückhand
verwendet werden mußte, wird nun für. die.
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andere Vorhand eingesetzt. Somit ergibt sich für die rechte-und für
die linke Hand eine gleichgute-Entwicklungschance, besonders aufgrund des völlig
gleichen Bewegungsablaufes.
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Versuche haben dies, besonders bei Anfängern, eindeutig bewiesen.
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