DE2749790A1 - Bodenbewaesserungsanlage - Google Patents
BodenbewaesserungsanlageInfo
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Description
DfpL-lng. Heinz BanSehie
Patentanwalt
809826/0519
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bewässerungsanlage der im Oberbegriff des Patentanspruchs
definierten Art.
Neben den bekannten Bodenbewässerungsai'ten, wie Beregnen, Ueberfluten, Purchenbewässerung, Tropfbewässerung
etc. gehört die unterirdische Bewässerung zu den geschichtlich ältesten Bewässerungsarten für Kulturböden,
auf welchen Pflanzen wachsen sollen. Bekanntlich
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können Pflanzen ihre Nährstoffe nur in einer wasserlöslichen Verbindung aufnehmen. Dabei ist aber zu beachten,
dass für viele Pflanzen eine Ueberbewässerung schädlich ist und ausserdem Erosionsschäden auftreten
können. Eine geregelte und kontrollierbare Wasserzufuhr und eine allfällig notwendige Entwässerungsmöglichkeit
ist daher von grosser Bedeutung.
Die Bodenbewässerung durch Beregnen hat sich besonders im Gartenbau und bei Intensivkulturen in Zonen
mit gemässigtem Klima bewährt, nicht aber in heissen Ländern und in Gegenden mit hohem Salzgehalt im Boden
oder allenfalls auch im Wasser. Der Wasserverlust beim Beregnen kann durch Verdunstung sehr beträchtlich sein.
Beim Bewässern dur.ch Ueberflutung werden sehr grosse Wassermengen benötigt, so dass diese Bewässerungsart nur dort angewandt werden kann, wo viel Wasser vorhanden
ist. Die Purchenbewässerung wird vielfach in der Landwirtschaft angewandt, da sie ohne grossen technischen
Aufwand betrieben werden kann. Es werden jedoch wiederum sehr grosse Wassermengen benötigt, weil der Wasserverlust
durch Verdunstung und durch Versickern gross ist. Dagegen ist die erwähnte Tropfbewässerung eine gezielte
Bewässerung von Pflanzen, die jedoch praktisch keine Anwendung auf grosse Flächen findet.
Bei einer bekannt gewordenen Anlage für
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unterirdische Bewässerung wird vorgeschlagen, in die ebenfalls unterirdisch zu verlegenden Verteilleitungen
mit einem einzigen Durchflusskanal getrennte Auslassund Einlassventile einzubauen, wobei die Auslassventile
druckabhängig gesteuert werden, d.h. diese sollen erst öffnen, wenn in der Leitung bzw. im Leitungssystem ein
wesentlich über dem statischen Druck liegender Wasserdruck besteht. Die Einlassventile dagegen sind zu Drainagezwecken
vorgesehen, d.h. sie sollten sich dann öffnen, wenn.der Boden überschüssiges Wasser enthält. Die Erfahrung
zeigt jedoch, dass eine solche Bewässerungsanlage nur dann einwandfrei funktioniert, solange die Ventilsitze
sauber sind. Schon kleinste Verunreinigungen, z.B. durch in das Leitungssystem hingetretene Sand- oder Erdkörner
verhindern jedoch, dass die Anlage in vorgesehener Weise funktioniert, und daher weder eine einwandfreie Bewässerung
noch eine einwandfreie Drainage möglich ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist deshalb, eine Bodenbewässerungsanlage der eingangs erwähnten Art
vorzuschlagen, die ohne Ventile sowohl für Bewässerung als auch für Drainage arbeitet, praktisch keinen Unterhalt
und nur einen minimalen Bedienungsaufwand erfordert.
Solche Ansprüche an eine Bodenbewässerungseinrichtung werden insbesondere bei der Erschliessung und Urbanisierung
von Trockengebieten wie Wüsten oder Steppen gestellt,
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wo wenig Wasser zur Verfügung steht, aber zunehmend auch
in Gebieten in der gemässigten Zone, wo Wasser allmählich
rar wird. Das Bewässerungsproblem stellt sich aber auch bei Sport-Rasenanlagen und bei Parkanlagen, wo eine Be-Wässerung
von der Bodenoberfläche her wegen der Forderung nach dauernder Benützbarkeit durch das Publikum schwierig
oder zu zeitaufwendig ist.
Die erfindungsgemässe Bodenbewässerungsanlage,
welche die gestellte Aufgabe zu erfüllen vermag, ist gemäss den Merkmalen des Patentanspruchs gekennzeichnet.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise beschrieben. Darin zeigen
Pig. 1 bis 5 in schematischer Darstellungsweise einige mögliche Ausführungsvarianten der erfindungsgemässen
Bodenbewässerungsanlage,
Pig. 6a, b Ausführungsformen von Speiseleitungsabschnitten
mit ein- und zweiseitigen Abzweig- bzw. Anschlusselementen für die Ankoppelung der Verteilleitunj-en,
Fig. 7a-c in grosserem Massstab eine Aufriss-,
Seitenriss- und Schnittdarstellung einer Abzweigstelle an einer Speiserohrleitung nach Fig. 6a, 6b,
Fig. 8a, b eine erste Ausführungsform einer
Verteilleitung im Querschnitt und in der Ansicht von oben, Fig. 9a, b im Schnitt eine Kupplungsanordnung
für das Verbinden benachbarter Verteilleitungsabschnitte
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zwecks Aufbau von beliebig langen Verteilleitungen, und
Fig. 10a-f diverse Querschnittsformen von Verteilleitungsprofilen in Anlehnung an das in Fig. 8
gezeigte Verteilleitungsprofil.
In den Fig. 1-5 sind fünf Beispiele für die Anordnung erfindungsgemässer Bodenbewässerungsanlagen
dargestellt. In den Figuren bezeichnet 1 jeweils eine Pumpstation oder ganz allgemein eine Quelle zur Versorgung
der Bewässerungseinrichtung mit Wasser. In Fig.
ist eine einzige Speiseleitung 2 vorgesehen, an welche mittels Abzweigstücken 3 Verteilleitungen 1I angeschlossen
sind. Details bezüglich der Speiseleitung 2 gehen aus den später beschriebenen Fig. 6a, b und 7a-c, und über
die Verteilleitungen k aus den Fig. 8a, b, 9a, b und 10 a-f
hervor. Die Verteilleitungen 1I enthalten längs ihrer Erstreckung Ausfliessöffnungen 5, wie später anhand der
Fig. 9 erläutert.
Am äusseren Ende jeder der Verteilleitungen sind Entlüftungsstutzen 6 angeordnet, um Lufteinschlüsse
zu vermeiden. Sowohl die Speiseleitung 2 als auch die Verteilleitungen 1J sind praktisch horizontal oder mit
einem leichten Gefälle gegen die Anschlussstelle hin im Boden verlegt. Der Druck in.der Speiseleitung und
in den Verteilleitungen ist so gewählt, dass einerseits jede der Ausflussöffnungen praktisch gleichmässig mit
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- fr -
Wasser versorgt wird, andererseits aber keine Ueberschwemmung
des Bodens auftreten kann. Nicht gezeigte, über den ganzen Bewässerungsbereich beliebig verteilte
Sonden können vorgesehen werden, mit welchen der Feuchtigkeitsgehalt im Boden ermittelt wird.
Fig. 2 zeigt eine Bodenbewässerungsanlage mit zwei vorzugsweise parallelgeschalteten Speiseleitungszügen
8, 8', welche Verteilleitungen 9 an deren beidseitigen Enden mit Wasser versorgen. An den Anschlussstellen
der Verteilleitungen 9 an die Speiseleitungen 8, 8' oder in unmittelbarer Nähe davon sind Entlüftunsstutzen
10 vorgesehen. Es versteht sich, dass bei einer solchen Leitungsanordnung die Verteilleitungen ein
leichtes Gefälle gegen ihre Längenmitte zu aufweisen müssen, um einwandfrei zu funktionieren.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsform schematisch
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dargestellt, bei welcher von einer einzelnen Pumpstation oder Quelle 1 aus über separate Speiseleitungen 13, 1^,
15 separate Bewässerungsbereiche A, B und C gespeist werden. Die Bewässerungsbereiche A-C können beispielsweise
auf unterschiedlichen Höhenlagen terassenförmig angelegte Bereiche, oder Felder mit ungleichem Wasserbedarf,
oder relativ weit auseinander liegende Pflanzungen sein. An jede der Speiseleitungen 12, 13 und 14 sind,
wie in Fig. 1 gezeigt, eine Anzahl Verteilleitungen 15, l6 und 17 angeschlossen. Am Ende jeder Speiseleitung
ist ein Entlüftungsstutzen 12', 13' und 14', und am Ende
jeder der Verteilleitungen 15, 16, 17 je ein Entlüftungsstutzen 15'j 16' und 17' angebracht. Die Verteilleitungen
12, 13 und lh werden entsprechend der Höhenlage
der einzelnen Bereiche A, B und C und oder deren Abstand von der Pumpstation oder Quelle 1 auf unterschiedlichem
Ausgangsdruck gehalten, um jeder Ausflussöffnung in den bezüglichen Verteilleitungen eine praktisch gleich grosse
Wassermenge zuzuführen.
Es versteht sich, dass zur Vermeidung einer allfälligen Ueberbewässerung in Anlagen gemäss den Figuren
1 und 2 nicht gezeigte Drainagemittel eingesetzt werden können, die an beliebigen Stellen im Bereich der Bewässerungsanlage
Wasserabzugselemente besitzen.
In Fig. H ist eine Bodenbewässerungsanlage
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-•er-
der erfindungsgemässen Art gezeigt, welche nebst der
Wasserzufuhr an einen Pflanzungsbereich auch Mittel zur Drainage enthält. An eine Speiseleitung 19 sind Verteilleitungen
20 angeschlossen. Parallel zu diesen sind Ent-Wässerungskanäle 21 angeordnet. Dies können entweder
separate Drainageleitungen, die an eine Sammelleitung 22 angeschlossen sind, oder in den Verteilleitungen ausgesparte
Kanalabschnitte sein, wie später anhand der Fig. 10a und 1Oe beschrieben. Am einen Ende der Sammelleitung
22 befindet sich ein Entwässerungsschacht 23, in welchem das Drainagewasser gesammelt wird. Dieses
kann selbstverständlich wieder der Bewässerung zugeführt werden, insbesondere wenn Mangel an Wasser besteht.
Im Falle einer Bewässerungseinrichtung nach Fig. 1I ist
es zweckmässig, die Verteilleitungen 20 mit Gefälle gegen die Speiseleitung 19 hin zu verlegen und an ihren
Aussenenden mit Entlüftungsstutzen 2M zu versehen.
In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Bewässerungseinrichtung mit
einer Speiseleitung 26 gezeigt, an deren äusserem Ende ein Entlüftungsstutzen 26 angeordnet ist. An die Speiseleitung
25 sind beidseitig Verteilleitungen 27 angeschlossen, welchen Drainageleitungen 28 zugeordnet sind.
Die Verteilleitungen 27 und die Drainageleitungen 28 weisen von der Speiseleitung 25 ausgehend ein leichtes
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Gefälle nach aussen auf, so dass das Drainagewasser nach aussen in Sammelleitungen 29 abfliessen kann. Von
dort gelangt es in Entwässerungsschächte 30, die, wie anhand der Fig. k beschrieben, mit der Pumpstation 1
verbunden sein können.
Die Fig. 6a, b zeigen Speiseleitungsrohrstücke 31, 32 mit ein- und zweiseitig angeordneten Anschlussstücken
33, 31I, welche in gegenseitigen Abständen von 80-120 cm an der Speiseleitung angebracht sind. Das eine
Ende der Rohrstücke 31, 32 ist mit einer Kupplungsmuffe
35 versehen, um Speiseleitungen von beliebiger Länge erstellen zu können.
Die Fig. 7a, b, c zeigen teils in Ansichtsdarstellung, teils im Schnitt Details des Kupplungsab •*-5
schnittes und einer Anschlussstelle für eine Verteilleitung an einem Rohr 31 gemäss der Fig. 6a. Gleiche
Teile sind in den Fig. 6a und 7a-c mit gleichen Referenz-Nummern bezeichnet. Wie besonders aus Fig- 7a hervorgeht,
ist die Kupplungsmuffe 35 als Steckmuffe gestaltet, in welche das Ende eines benachbarten (nicht gezeigten)
Rohrstückes oder ein (ebenfalls nicht gezeigtesO T- oder kreuzförmiges Abzweigstück eingesteckt
werden kann. Seitwärts über das Rohrstück 31 hinaus
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- ie- -
ragt ein Anschlussstück 33» dessen Form so gewählt ist, dass eine Verteilleitung der in Fig. 8 gezeigten Gestalt
direkt einsteckbar ist. Das Anschlussstück 33 ist mit einem Verstärkungssteg 36 versehen, um ein formstabiles
Anschlussglied zu erzielen. Bei einem Anschlussstück dieser Art wird das Ende einer Verteilleitung 37 in das
Anschlussstück hineingeschoben. Es versteht sich, dass das Anschlussstück auch so gestaltet v/erden kann, dass
das bezügliche Ende der Verteilleitung über die Aussenseite
des Anschlussstückes geschoben werden kann. Andere Querschnittsformen des Abzweigstückes 3 sind möglich,
so z.B.ein linsenförmig gestaltetes für den Anschluss einer Verteilleitung nach Fig. 10a.
In den Figuren 8a, b ist im Querschnitt und in Ansicht von oben ein Verteilleitungsrohrprofil mit mondsichelförmig
gestaltetem Durchlassquerschnitt 39 gezeigt. An die Enden Ml einer Tragwand MO schliesst eine konkave
Deckplatte M2 an, die mit der Tragwand 40 einstückig
verbunden ist. Die Deckplatte M2 enthält eine Anzahl Durchtrittsöffnungen 13 von 2,5-3,5 mm Durchmesser, die
in regelmässigen Abständen a und b (längs und quer) angeordnet sind und den Durchtritt des Wassers aus dem
Durchlasskanal 39 in die die Verteilleitung umgebende Erde ermöglicht. An den Verbindungsstellen Ml zwischen der
Tragwand MO und der Deckplatte M2 sind Haltenocken MM
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angeformt, welche zusammen mit der Oberfläche der Deckplatte 42 eine mit 50 bezeichnete Ausnehmung begrenzt,
in welche eine poröse, kapillar wirkende und mit unterbrochener Linie angedeutete Deckschicht 45 angeordnet
ist. Das Material der Deckschicht ist vorzugsweise ein verrottungsbeständiges Glasfaser-Vliesmaterial oder
ein Kunststoffmaterial· Die Dicke der Deckschicht ergibt sich je nach dem dafür verwendeten Material und beträgt
bei einem Glasfaservlies 0,5-2,5 nun, vorzugsweise 1 mm, oder ca. 5-6 mm bei einem offenporigen Schaumkunststoff.
Die Aufgabe der Deckschicht ist vor allem, den Eintritt von Sand- oder Erdpartikeln in die Oeffnungen 43 und
den Durchlassquerschnitt 39 zu verhindern. Sie dient
aber auch dazu, das freie Ausfliessen des Wassers etwas zu hemmen, so dass nicht nur durch die Oeffnungen 43 in
der Nähe der Speiseleitung, sondern auch durch die am weitesten davon entfernten Oeffnungen Wasser austritt.
Weil einerseits die Verteilleitungen je nach Bedarf sehr lange sein können, anderseits aber für den
Transport an den Gebrauchsort bequem hantierbare Einzelröhren-Längen von 4-6 m nicht überschreiten sollen, werden
Verbindungsmuffen 38 notwendig, welche die Leitungsenden
zuverlässig miteinander verbinden. Die Fig. 9a, b zeigen eine solche Muffe, deren Gestalt auf die Quer-
schnittsform der gemäss Fig. 9a verwendeten ,Verteilleitung
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abgestimmt ist. Die Muffe 38 enthält an jedem Ende Hinterschneidungen
M6, die sich mindestens über einen Drittel ihrer Gesamtlänge erstrecken und zur Aufnahme der
Enden benachbarter Verteilleitungen gestaltet wird. An ihren inneren Enden sind beidseits einer Zentriererhebung
Ί8 Anschlagschultern Ί7 vorgesehen, um ein
zentrales Anordnen der Muffe 38 an einer Stossstelle
zwischen zwei Verteilleitungsenden sicherzustellen. In Längsmitte der Zentriererhebung M8 ist ein Verstärkungssteg
Ά9 vorgesehen, der zur Versteifung der Muffe
bzw. allgemein der Verteilleitungsverbindung dient.
Während in den Fig. 8 und 9 nur Verteilleitungen mit mondsichelförmigem Querschnitt und mit einer
einzigen Durchlassöffnung gezeigt sind, zeigen die Fig. 10a, 10c, 1Od und 1Of andere Querschnittsformen mit einer einzigen
Durchlassöffnung. In Fig. 10a ist der Querschnitt einer Verteilleitung mit einer halbkreisförmig gebogenen
Wand 51 gezeigt, auf deren Innenseite eine nach oben
gewölbte Deckplatte 52 einstückig angeformt ist. Der untere Teil der Wand 51 und die Deckplatte 52 begrenzen
einen linsenförmigen Durchflusskanal 53» von welchem aus zwei Durchtrittsöffnungen 5Ί auf die Aussenseite
der Deckplatte 52 führen. An jedem der oberen Enden der Wand 51 sind am Profil nach innen gerichtete Nocken 55
angeformt. Diese Nocken begrenzen zusammen mit der
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Aussenfläche der Deckplatte 52 eine Ausnehmung 56 und dienen, wie bereits anhand der Fig. 8 beschrieben, zum
Pesthalten einer Deckschicht 56, die im Falle der Fig.10a
als Profilkörper aus einem nachgiebigen offenporigen Material gezeigt ist. Es versteht sich, dass die Deckschicht
wie früher erwähnt auch ein flächiges Material sein kann, dessen Mittenabschnitt auf der Oberseite der
Deckplatte 52 aufliegt und dessen Randpartien, wie in Fig. 8 gezeigt, auf der Innenseite der Nocken 55 abgestützt
sein können.
In Fig. 10c ist der Querschnitt einer der oben beschriebenen ähnlich gestalteten Verteilleitungen
dargestellt. Auf der Innenseite einer im Querschnitt halbkreisförmigen Wand 60 ist eine ebene Deckplatte 6l
angeformt, die zusammen mit dem unteren Abschnitt der Wand 60 einen Kanal 62 begrenzt, welcher über Durchtrittsöffnungen
63 mit der Aussenseite der Verteilleitung verbunden ist. An den Enden der Wand 60 sind
Nocken 64 angeformt, welche zusammen mit der Oberseite
der Deckplatte 6l eine Ausnehmung 69 begrenzen, in v/elcher eine (nicht gezeigte) Deckschicht zentriert und
festgehalten wird.
Die Fig. 1Od und 1Of zeigen Querschnitte weiterer Ausführungsformen erfindungsgemäss gestalteter
Verteilleitungen, bei welchen die die Profilform fest-
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legende Aussenwand 70 aus drei Abschnitten besteht. In
den beiden Figuren sind äquivalente Teile mit den gleichen Referenz-Nummern versehen. An einem horizontalen
Basisabschnitt 71 sind beidseitig schräg nach oben und aussen gerichtete Seitenwände 72 angeformt. Die Seitenwände
72 enthalten an ihren obenliegenden Enden nach innen gerichtete Nocken 73. Auf den Innenseiten der Seitenwände
72 sind Deckplatten Tk angeformt, welche zusammen mit der
Basisplatte 71 und einem Teilstück der Seitenwände 72 Durchflusskanäle 75 begrenzen. Jede Deckplatte 71* enthält
Durchtrittsöffnungen 76, welche den Kanal 75 mit der
Umgebung der Verteilleitung verbindet. Die Nocken 73 und die Oberseiten der Deckplatten "Jk begrenzen eine
Ausnehmung 77, in welcher eine nicht gezeigte Deckschicht zentriert wird.
In den Pig. 10b und 1Oe sind Querschnitte von Verteilleitungen gezeigt, deren Profilaussenwand 80, 81
ähnlich den bereits anhand der Fig. 8a, 10a, 10b bzw. der Fig. 1Od und 1Oe beschriebenen Querschnitte gestaltet
ist. Jedoch ist der in den oben beschriebenen Ausführungsformen als einziger Kanal bezeichnete Profilhohlraum
hier in drei getrennte Räume bzw. Kanäle 82, 83, 8M unterteilt, die nach oben durch eine durchgehende
Deckplatte 85 begrenzt sind. Gleiche Funktionen erfüllende Teile der beiden Verteilleitungsquerschnitte
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nach Fig. 10b und 1Oe sind mit gleichen Referenz-Nummern
versehen.
Den Kanälen 82 und SH sind nach oben offene Durchtrittsöffnungen 86, 87 zugeordnet, welche den bezüglichen
Kanal mit der Umgebung der Verteilleitung verbindet. Die Kanäle 82 und 84 sind demgemäss für die Zufuhr
von Bewässerungswasser bestimmt, welches über die Oeffnungen 86, 87 aus der Verteilleitung austritt.
Der mittlere Kanal 83 ist als Drainagekanal vorgesehen und über Einlassöffnungen 88 und
89 für allfälliges Ueberschusswasser zugänglich. Es versteht sich, dass bei entsprechender Schaltung
der Kanäle 82, 83, 8k auch der nach unten offene
Kanal 83 zu Bewässerungszwecken verwendbar ist.
Verteilleitungen gemäss den Fig. 10b und 1Oe gelangen in Bewässerungsanlagen zur Anwendung, die
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beispielsweise nach den .Pig. Ί und 5 aufgebaut sind.
Drainage von üeberschusswasser (Regenwasser, im Ueberschuss zugeführtes Bewässerungswasser etc.) kann selbstverständlich
auch über die nach oben gerichteten Durchtrittsoffnungen
erfolgen, wenn die Speiseleitung entsprechend umschaltbar ist. Generell kann gesagt werden,
dass auch Bewässerungsanlagen nach den Fig. 1-3 mit Verteilleitungen nach den Pig. 10b und 1Oe versehen
werden können.
Als Material für die oben beschriebenen Speiseleitungsrohre, Verteilleitungen, Entlüftungsstutzen,
Verbindungsmuffen, Endabschlüsse und dgl. werden aus verschiedenen Gründen vorzugsweise Kunststoffe verwendet.
Geeignet sind hierfür Polypropylen-, Polyäthylen- ■* und Polyvinylchlorid-Kunststoffe. Aus der folgenden
Aufstellung sind die Eigenschaften dieser Kunststoffe ersichtlich. Die Aufstellung zeigt, welcher dieser
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Kunststoffe für eine bestimmte Anlage am vorteilhaftesten ist.
| Polyprop. | Polyäth. | PVC | |
| Eigenschaft | sehr gut | schlecht | schlecht |
| Wärmebeständigkeit über 500C | sehr gut | sehr gut | schlecht |
| Beständigkeit unter O0C | sehr gut | sehr gut | schlecht |
| Schlagfestigkeit bei Ge brauchstemperatur 200C |
leicht | leicht | schwer |
| Relatives Gewicht bezüg lich jeweils des anderen Kunststoffmaterials |
gut | schlecht | sehr gut |
| Bruchfestigkeit bei 200C | |||
| Chemische Beständigkeit: | gut | gut | gut |
| a) bezüglich Säure, Lauge | gut | gut | schlecht |
| b) bezüglich Lösungsmittel |
Die mit der vorliegenden Erfindung realisierbaren Vorteile bei der Bewässerung von Kulturboden
sind vor allem, dass
- dem Boden im Wurzelbereich der Pflanzen gezielt Wasser
zugeführt werden kann.
- Wasserverluste durch Verdunstung oder Versickerung im Boden minim sind,
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- die dem Boden zugeführte Wassermenge je nach der Art der zu kultivierenden Pflanzen einfach und genau gesteuert
werden kann,
- Wasserüberschuss im Boden gegebenenfalls über die gleichen, der Wasserzufuhr dienenden Leitungen abführbar
ist,
- dem Speisewasser Nährstoffe beigefügt werden können,
- eine ständige Ueberwachung der Wasserqualität hinsichtlich Leitfähigkeit, Temperatur und pH-Wert
stattfinden kann,
- die im Boden vorhandene Feuchtigkeit relativ leicht festgestellt und die Bewässerung gezielt, gegebenenfalls
automatisch gesteuert erfolgen kann, und, neben anderem die
- Möglichkeit besteht, dass das Rohrsystem einfach und wirksam belüftet und entlüftet werden kann.
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Leerseite
Claims (1)
- Patentansprüche\lj BodenbewässeiHmgsanlage für die unterirdische Bewässerung von Kulturboden, mit Einrichtungen (2; 8, 8'; 12-11I, 19; 25; 31; 32) zur regulierbaren Zufuhr von Speisewasser von einer Speisewasserquelle (1) an eine Anzahl Verteilstellen (3; 33; 31O, die im Bereich der zu bewässernden Bodenfläche angeordnet sind, Einrichtungen (45; 9; 15-17; 20; 27; Fig. 8a, b; Fig. 9) zum angenähert gleichmässigen Abgeben von Wasser an den genannten Bereich, und mit Mitteln zum Messen der Bodenfeuchtigkeit zwecks Steuerris der von der Speisewasserquelle (1) an die Verteilstellen (3; 33) zu liefernden Wassermenge, dadurch gekennzeichnet,
dass jede der Verteilstellen (3; 33) mindestens ein mit einer Speisewasserleitung (31; 32) verbundenes Abzweigstück (33; 31O enthält, an welches eine praktisch senkrecht zur Speisewasserleitung orientierte Verteilleitung (4; 9,15-17; 20; 27; Fig. 8; Fig. 9) in der Art einer Steckverbindung (Fig. 70 angeschlossen ist, dass die Verteilleitung ein Rohrprofil mit mindestens einem Durchflusskanalbereich (39; 53; 62; 75; 82,84) und einer der Bodenoberfläche zugewandten Ausnehmung (.50; 56; 65; 77; 91) ist, welche sich über die ganze Länge der Verteilleitung erstreckt; wobei die Basis dieser Ausnehmung809826/0519ORIGINAL INSPECTEDdie Aussenseite einer mit dem Rohrprofil einstückig verbundenen Deckplatte (42; 52; 6l; 77; 85) ist und eine Anzahl Durchtrittsöffnungen (43; 54; 86; 87; 63; 76; 87) enthält, die in den Durchflusskanalbereich münden; dass die Ausnehmung seitlich durch ein Nockenpaar (1J1J; 55; 64; 73; 90) mit einander zugewandten Hinterschneidungen begrenzt ist; und dass in der Ausnehmung ein mindestens teilweise auf der Deckplatte aufliegendes und seitlich in den Hinterschneidungen der Nocken gehaltenes Filterelement (45; 57) zur Dosierung der Wasseraustrittsmenge aus dem Durchflusskanalbereich und zur Vermeidung des Eintritts von Sand und Erde in die Durchtrittsöffnungen angeordnet ist.2) Bewässerungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Speisewasserleitung (2; 12-14; 19; 25; 32) an jeder Verteilstelle zwei bezüglich dieser Leitung paarweise symmetrisch angeordnete Abzweigstücke (34) enthält, wobei über die Länge der Speisewasserleitung mehrere solcher paarweise angeordneter und aufeinander ausgerichteter Abzweigstücke vorhanden sind, und dass sich die mit diesen Abzweigstücken verbundenen Verteilleitungen auf beide Seiten809826/0519von der Speisevrasserleitung erstrecken (Pig. I; 3-5; 6b).3) Bewässerungsanlage nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dass die Speisewasserleitung (8, 8'; 33) an jeder Verteilstelle ein Anschlussstück (33) enthält, dass über die Länge der Speisewasserleitungen mehrere aufeinander ausgerichtete Anschlussstücke vorhanden sind, und dass sich die mit diesen Anschlussstücken verbundenen Verteilleitungen auf die durch die Anschlussstücke vorgegebene Seite der Speisewasserleitung erstrecken (Fig. 2, 6a).Ό Bewässerungsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Speisewasserleitung in zwei Leitungszüge (8, 8') aufgeteilt ist, und dass jedes Ende der Verteilleitungen (9) mit einem der beiden Leitungszüge verbunden ist (Fig. 2).5) Bewässerungsanlage nach Anspruch 2.,dadurch gekennzeichnet, dass an jedem äusseren Ende der Verteilleitungen ein Entlüftungsstutzen (6; 10; 15'; 21O vorhanden ist (Fig. 1-*»).6) Bewässerungsanlage nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrprofil der Verteilleitungen im Querschnitt mondsichelförmige Gestalt besitzt, und die Deckplatte (42) eine dem Durchflusskanalbereich zugewandte konkave Wand ist (Fig. 8).809826/05197) Bewässerungsanlage nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrprofil der Verteilleitung im Querschnitt Trapezform besitzt, und die Deckplatte (7Ί, 85) eben ist (Fig. 1Od, e). 8) Bewässerungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchflusskanalbereich in mehrere Einzelkanäle (82-84) aufgeteilt ist, wobei mindestens einer (82, 84) der Einzelkanäle für die Wasserzuleitung und einer (83) für die Wasserdrainage vorgesehen ist.9) Bewässerungsanlage nach Anspruch 8,dadurch gekennzeichnet, dass der zur Wasserdrainage vorgesehene Einzelkanal (83) mindestens eine auf der Unterseite des Rohrprofils angeordnete Einlassöffnung (88,89) besitzt.10) Bewässerungsanlage nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement ein streifenförmiges Glasfaservlies von 0,5-2,5 mm Dicke ist (H5; Fig. 8a).11) Bewässerungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (57, Fig.10a) ein Profilstreifen aus einem offenporigen Schaumkunststoff ist.809826/0519
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1621676A CH611118A5 (de) | 1976-12-22 | 1976-12-22 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2749790A1 true DE2749790A1 (de) | 1978-06-29 |
| DE2749790C2 DE2749790C2 (de) | 1987-02-26 |
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| FR (1) | FR2374841A1 (de) |
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