DE274953C - - Google Patents
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- DE274953C DE274953C DENDAT274953D DE274953DA DE274953C DE 274953 C DE274953 C DE 274953C DE NDAT274953 D DENDAT274953 D DE NDAT274953D DE 274953D A DE274953D A DE 274953DA DE 274953 C DE274953 C DE 274953C
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- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
- G04B15/00—Escapements
- G04B15/06—Free escapements
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Vibration Prevention Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVl 274953 KLASSE 83«. GRUPPE
in IMMENSEE, Schweiz.
Pendelantrieb für Uhrwerke. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1912 ab.
Vorliegender Pendelantrieb für mechanisch angetriebene Uhren, bei denen durch das
Steigrad ein Belastungshebel angehoben und durch die Endschwingung des Pendels zwecks
Antriebes freigegeben wird, zeichnet sich speziell dadurch aus, daß der Belastungshebel
immer genau auf die gleiche Höhe angehoben wird, und daß dessen Beeinflussung auf das
Pendel, vom Moment der Auslösung an, mögliehst reibungslos geschieht, was einerseits dadurch
erreicht wird, daß der Belastungshebel vermittels einer unter Übergewicht stehenden
Unterstützungsunterlage vom Steigrad aus auf eine ganz bestimmte Höhe angehoben wird,
diese Unterstützungsunterlage durch das Eigengewicht festhält und bei seinem Anheben durch
die Pendelschwingung die Unterlage wieder freigibt, wobei sich letztere alsdann zurückzieht
bzw. seitlich ausweicht, anderseits daß der Belastungshebel vermittels Blattgelenks mit
dem Uhrengestell verbunden ist und seine Kraftäußerung auf das Pendel vermittels
eines biegsamen Stäbchens geschieht.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand durch Fig. 1 und 2 in zwei
verschiedenen Ausführungsformen für Gewichtsoder Federantrieb dargestellt.
Im ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 trägt das Pendel α nahe seinem Aufhängepunkt
einen wagerechten Pendelarm, dessen Enden b oben abgeplattet sind. Die Platte c
von T-Form bildet den Oberteil des Gestelles. Im mittleren Querteil der Platte c hängt das
Pendel a. Über dem Querlei] ist das Zwischenorgan angeordnet; in diesem Falle zwei
kleine Balken d und d1, wovon jeder vermittels
Blattgelenks mit dem Gestell c verbunden ist, so daß diese Balken sich leicht und ohne
jede Reibung bewegen können, wobei sie sich in der Mitte, ohne sich zu berühren, kreuzen.
Das freie Ende jedes dieser Balken trägt eine Schraube e, welche an ihrem unteren Ende je
ein kleines, leicht biegsames Stahlstäbchen trägt, welches sich auf den abgeplatteten
Flächen b des Pendelarmes abstützen kann. In der Gestellplatte c befinden sich unterhalb
der freien Enden der Balken d, d1 Stellschrauben
f, f1, die dazu dienen, die Bewegung der Balken d, d1 zu begrenzen. Am Gestellständer
befinden sich zwei Drehzapfen m und n, welche einerseits je einen abgebogenen Zahn tragen,
gegen welche die halbkreisförmigen Zähne des Steigrades / anstoßen können und so einen abgebogenen
Zahn der Drehzapfen nach dem andern bewegen. Anderseits sind auf diesen Drehzapfen die Gelenkhebel g, g1 befestigt,
welche sich nur in einem Sinne knicken, und welche sich durch ihr Eigengewicht und vermöge
ihrer Stellung geknickt auf ihren Auflagen 0, f bzw. o1, p1 stehend erhalten. Unter
dem Einflüsse des Gegengewichtes oder der Uhrfeder drückt das Rad I vermittels eines
seiner Zähne vorerst auf den abgebogenen Zahn des Zapfens m und richtet den Gelenkhebel
g auf, dessen Spitze gegen den Balken d anstößt und denselben hochhebt. Alsdann
steht das Rad I still, da es den Gelenkhebel g nicht herumdrehen kann, wenn derselbe ge-
rade ist, da dessen Spitze gegen die schiefe Ebene r streifen müßte, um den Balken d noch
mehr hochzuheben. Kommt nun das Pendel nach links, so hebt es vermittels des an der
Schraube e befindlichen Stahlstäbchens den Balken d hoch und gibt den Hebel g frei,
welcher unter dem Einflüsse des Steigrades I sich nunmehr drehen kann, um alsdann auf
seine Auflagen ο und f zurückzufallen. Derselbe Zahn des Steigrades wirkt alsdann auf
dieselbe Art und Weise auf den abgebogenen Zahn des Zapfens η und den Hebel g1. Durch
das Aufrichten der Gelenkhebel g und g·1 werden
die Balken d und d1 gehoben und dadurch die Potentialkraft dieser Stücke vergrößert.
Nachdem das Pendel diese Stücke wieder herunterläßt und die Gelenkhebel zurückgefallen
sind, verbleiben sie drückend auf den Pendelarmen bis zum Moment des Aufliegens auf den Stellschrauben f, dem Pendel die aufgespeicherte
Kraft abgebend, welche sie vom Triebwerk durch die Vermittlung der Gelenkhebel g und g1 erhalten hatten.
In der Ausführungsform nach Fig. 2 ist nur ein Zwischenorgan, der Balken d, welcher
an seinem freien Ende die Schraube β trägt und wie in der vorhergehenden Ausführungsform befestigt ist. Diese Schraube trägt
wiederum einen dünnen Stahlstab, welcher sich gegen den Pendelarm b des Pendels α abstützen
kann. Weiter trägt der Balken d eine Schraube f, welche auf dem linksseitigen
Ende einer langen Stahllamelle g ruht, deren anderes Ende auf der rechten Seite an der
Gestellplatte c befestigt ist, und deren Stellung durch die Stellschraube h reguliert werden kann. Drei lange, dünne Stäbe i, j, k
werden vermittels der Hebelvorrichtungen m und η und einer Art Anker 0 vom Steigrad I
aus bedient. Befinden sich nun alle Teile in der Stellung wie in Fig. 2 gezeigt und stößt
man die Pendellinse nach links, so hebt das Pendelarmende b den Balken d hoch, welcher
bis dahin auf dem Stab k aufruhte, welch letzterer durch den Kontakt mit dem Ansatzstück
φ festgestellt war. Durch das Freiwerden fällt der Stab k nach links, wobei ein
j Zahn des Steigrades I gegen den Hebel m drückt und dadurch die Lamelle g etwas nach
unten gezogen wird. Wenn k am Ende seiner Bewegung angekommen ist, schnappt der
Hebel m aus und läßt die Lamelle g wieder steigen, wobei der Vorsprung q der Lamelle
gegen die Abkröpfung des Stabes k zu liegen kommt und auf diese Weise diesen letzteren
festhält. Schlägt nun das Pendel nach rechts aus, so verfolgt der Balken d durch die Vermittlung
des an der Schraube befestigten dünnen Stahlstabes, welcher auf das Pendelarmende
δ aufdrückt, das Pendel in seiner Bewegung, bis die Schraube f auf der Lamelle g
aufstößt und dieselbe abbiegt, um so den Stab k wieder freizugeben, welcher durch Anstoßen
eines Steigradzahnes gegen den Ankerhebel von c nach rechts gestoßen wird. Zu
gleicher Zeit wirkt das Steigrad auf den Hebel n, welcher vermittels des Stabes / den
Balken d hochhebt und denselben wiederum auf den Stab k zurückfallen läßt, wodurch wiederum
die erste Stellung, wie in Fig. 2 gezeigt, erreicht wird. Der Hebel η vermehrt beim
Anstoßen des Balkens d die Potentialkraft von d, und dieser Balken d, welcher auf das
Pendelende δ drückt bis zum Moment, wo die Schraube f die Lamelle g abbiegt, überträgt
während dieser Zeit die so erhaltene Kraft auf das Pendel.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Pendelantrieb für mechanisch angetriebene Uhren, bei denen durch das Steigrad ein Belastungshebel angehoben und durch die Endschwingung des Pendels zwecks Antriebs freigegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Belastungshebel (d) einerseits vermittels Blattgelenks mit dem Uhrengestell verbunden ist und anderseits derselbe mit einem biegsamen Stäbchen (e) ausgerüstet ist, vermittels welches er seine Kraftäußerung auf einen seitlichen Stützarm (δ) des Pendels überträgt, so daß dessen Beeinflussung auf das Pendel, vom Moment seiner Auslösung an, möglichst reibungslos geschieht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.berlin. Gedruckt in der REictiSDRÜCKEREi.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE274953C true DE274953C (de) |
Family
ID=531279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT274953D Active DE274953C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE274953C (de) |
-
0
- DE DENDAT274953D patent/DE274953C/de active Active
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