DE2749349A1 - Kuehlturm - Google Patents
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Description
•I».
PRIED. KRUPP GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG
in Essen
Kühlturm
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kühlturm, dessen Mantel aus einer nicht selbsttragenden Umhüllung besteht,
die zwischen einem Distanzring und einem Fundament gespannt ist, und der Distanzring über Seile
von einem an einem zumindest teilweise aus metallischem V/erkstoff bestehenden Mast befestigten Hubring
gehalten ist, sowie auf ein Verfahren zum Montieren des Kühlturms.
Bei den bekannten Kühltürmen dieser Bauart, insbesondere
solcher von erheblicher Größe, bereitet die Errichtung bzw. Montage oft erhebliche Schwierigkeiten.
Der Mantel dieses Kühltarais wird auf dem Boden des Baugeländes nach und nach zusammengesetzt und dann
von der Spitze des fertigen oder gleichzeitig wachsenden Mastes hochgezogen. In dem Fall, in dem der
Mantel von der Spitze des fertigen Mastes hochgezogen wird, werden lange Seile, Gestänge o.dgl. für
diesen Vorgang benötigt, während das gleichzeitige Errichten von Mast und Mantel wegen der damit verbundenen
zusätzlichen Druckbelastungen bei dem Zusammensetzen der Mastteile noch größere Schwierigkeiten
verursacht.
Der in den Ansprüchen gekennzeichneten Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kühlturm der eingangs
EV 66/77 - 4 -
5·11·1977 909819/0U8
genannten Art so auszubilden, daß eine einfache und sichere Errichtung ermöglicht wird.
Der Kühlturm nach der Erfindung gewährleistet darüber hinaus auch den einfachen Abbau in der umgekehrten
Reihenfolge seiner Errichtung. Zusätzliche Zugglieder und ihre schwierige Befestigung und Handhabung an der
Mastspitze geraten bei der Errichtung des Kühlturms in Portfall.
Die Ausbildung des Kühlturms nach Anspruch 4 ermöglicht, daß bei großer, erdbebensicherer Standsicherheit
des Mastes der Distanzring nicht noch durch besondere Hubmittel angehoben werden muß.
Besonders vorteilhaft ist die Ausführung nach Anspruch 10,
wodurch auf einfache Weise die Sicherheit des Bauwerks erhöht wird.
Das im Zusammenhang mit dem neuen Kühlturm vorgeschlagene Verfahren zu seiner Montage zeichnet sich durch besondere
Einfachheit und Sicherheit aus.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Gegenstands nach der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 einen vertikalen Mittelschnitt eines Kühlturms,
Fig. 2 einen Ausschnitt der Mastwand mit angesetztem
Hubring und Hilfshubring im Schnitt und im größeren Maßstab,
Fig. 3 eine Darstellung entsprechend Fig. 2 in anderer Stellung der Ringe,
- 5-909819/OUl
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 5,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 3 in größerem Maßstab, und
Fig. 6 ausschnittsweise einen horizontalen Schnitt durch eine andere Ausführung der Mast-Wand.
Der in Fig. 1 dargestellte Kühlturm besteht aus einem einen runden Querschnitt aufweisenden Mast 1, der sich
über einen kegelförmigen Fuß 2 aus Stahlbeton auf dem Boden 3 abstützt. An der Spitze des Mastes 1 ist ein
Hubring 4 befestigt, der über Seile 5 einen Distanzring 6 hält, an welchem der mit einer nicht selbsttragenden
Umhüllung versehene Mantel 7 befestigt ist.
Aus Fig. 2 ist zu entnehmen, daß die Wand 8 des Mastes 1 flanschartige Leisten 9 aufweist, die mit äußeren
Bohrungen 10 und inneren Bohrungen 11 versehen sind. Zum Befestigen des Hubrings 4 und eines Hilfshubrings
12 dienen ausschließlich die übereinanderliegenden äußeren Bohrungen 10. Der Vorgang des An—
hebens des Mantels 7 durch den Hubring 4 läuft folgendermaßen ab.
Der Hilfshubring 12 wird vermittels Laschen 13 über
einen Teil der Bohrungen 10 über Absteckbolzen 14 als Steckelemente mit den Leisten 9 verbunden. Die Leisten
verteilen sich gleichmäßig über den Umfang der Mast-Wand 8. Gegenüber den Leisten 9 sind am Hilfshubring
sowie am Hubring 4 jeweils Konsolen 15 angeordnet, die mit den Bohrungen 10 gegenüberliegenden Bohrungen 16
versehen sind. Über diese Bohrungen 16 sind die Lasehen 13 mit Bolzen 17 über entsprechende Bohrungen
der Laschen 13 mit diesen verbunden. In entsprechender
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V/eise ist oberhalb des Hubrings 12 der Hubring 4 über
laschen 18 mit den Leisten 9 verbunden. Zwischen Hubring und Hilfshubring sind über den Umfang gleichmäßig
verteilt mehrere hydraulische Kraftzylinder 19 als Hubelemente geschaltet und über ihre Stützplatten 28 an den
Ringen jeweils befestigt. Nachdem die Verbindung zwischen den Laschen 18 und den Leisten 9 gelöst worden ist, werden
die Kolben der hydraulischen Kraftzylinder 19 nahezu vollständig ausgefahren, und zwar bis zu einer Stellung,
in der die Bohrungen 16* der Laechen 18 mit Bohrungen 10
der Leisten 9 fluchten. Danach werden diese Bohrungen zur Befestigung des Hubrings 4 mit Absteckbolzen 14 versehen.
Diese Stellung ist in Pig. 3 gezeigt. Nach der Befestigung des Hubrings 4 wird der Hilfshubring 12 von
seiner Befestigung an den Leisten 9 gelöst und durch Einfahren des Kolbens des hydraulischen KraftZylinders 19 angehoben.
Danach wird wieder der Hilfshubring 12 an den Leisten 9 befestigt und der Hubring 4 von ihnen für den nächsten
Hubtakt gelöst. Auf diese Weise "klettert" der Hubring 4 unter Mitnahme des Mantels 7 am Mast 1 herauf.
Die Absteckbolzen 14 können entfallen, wenn unter den Laschen 13 bzw. 18 an beiden Seiten der Leisten 9 je eine
Knagge 26 vermittels Bolzen 27 befestigt wird. Auf diese Knaggen 3tützen sich dann die beiden Laschen 18 ab. Zusätzlich
werden in diesem Pail oben und unten an den Konsolen 15 je zwei Paar mit jeweils nur zwei Bohrungen versehene
Koppellaschen 20 eingesetzt, die nur die Längskräfte aus dem Kräftepaar des Versatzmoments und keine
unkontrollierten Querkräfte aufnehmen und deren mit den Bohrungen 10 der Leisten 9 zusammenwirkende Bohrungen
sich leichter durch die Absteckbolzen 14 "einfädeln·1 lassen.
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Um die Reibung zwischen den einander zugekehrten Oberflächen der Laschen 13 bzw. 13 einerseits und der Leisten
9 andererseits beim Klettervorgang zu verringern, sind diese Oberflächen der Laschen mit Gleitbahnen versehen.
Die oberen Stützplatten 28 sind mit den Kolbenstangen der hydraulischen Kraftzylinder 19 über Kugelkalo
tt;?n verbunden, damit im Falle von Schrägstellungen
durch geringe Hubwegdifferenzen keine Kantenpressungen auftreten.
Aus Fig. 4 und Fig. 5 geht hervor, da.3 sich die Mast-Wand
S aus mehreren senkrecht unterteilten Bahnen 21
zusammensetzt, die jeweils über die an ihren Enden befestigten flanschartigen Leisten 9 miteinander verschraubt sind. Ist die gleichzeitige Errichtung von
zusammensetzt, die jeweils über die an ihren Enden befestigten flanschartigen Leisten 9 miteinander verschraubt sind. Ist die gleichzeitige Errichtung von
Mast und Mantel des Kühlturns vorgesehen, so können,
wie aus Fig. 1 ersichtlich, die Bahnen 21 vermittels
einer auf den Hubring 4 aufgesetzten bockartigen Montageeinrichtung 22 montiert werden. Dabei werden zunächst die Sahnen 21 nur über die inneren Bohrungen 11 miteinander verschraubt. Erst nachdem der Hilfshubring 12 die äußeren Bohrungen 10 nach dem Überklettern freigegeben hat, werden auch diese mit Schrauben versehen. An den Montagestö3en der einzelnen Schüsse 23 sind die Leisten 9 überdeckende Stoßlaschen 24 vorgesehen. Die
wie aus Fig. 1 ersichtlich, die Bahnen 21 vermittels
einer auf den Hubring 4 aufgesetzten bockartigen Montageeinrichtung 22 montiert werden. Dabei werden zunächst die Sahnen 21 nur über die inneren Bohrungen 11 miteinander verschraubt. Erst nachdem der Hilfshubring 12 die äußeren Bohrungen 10 nach dem Überklettern freigegeben hat, werden auch diese mit Schrauben versehen. An den Montagestö3en der einzelnen Schüsse 23 sind die Leisten 9 überdeckende Stoßlaschen 24 vorgesehen. Die
äußeren Stoßlaschen werden jeweils wieder nach dem Passieren des Hilfshubrings 12 angebracht.
Sine andere Ausführungsform der Hast-Vand 3 ist in Fig.
dargestellt. Dabei sind senkrecht verlaufende U-Profile nebeneinander angeordnet und miteinander verschweißt,
so daß die Mast-V/and 3 im Querschnitt annähernd rechteckige V.'ellen aufv/oist. Di? Flansche dieser U-Profile
sind über den Umfang in regelmäßigen Abständen mit den
so daß die Mast-V/and 3 im Querschnitt annähernd rechteckige V.'ellen aufv/oist. Di? Flansche dieser U-Profile
sind über den Umfang in regelmäßigen Abständen mit den
— ρ —
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Bohrungen 10 versehen. Für den Hubvorgang kommen dann
die Konsolen 15 des Hubrings und des Hilfshubrings an
diesen Planschen seitlich zur Anlage.
Nach Beendigung des beschriebenen Hubvorgangs ist der Hubring 4 praktisch in seiner obersten Stellung angelangt.
Danach wird der Hilfshubring zusätzlich durch
weitere, nicht gezeigte Konsolen am Mast 1 abgestützt, und zwischen die beiden Ringe werden weitere hydraulische
Kraftzylinder eingeschaltet. Durch gleichzeitige Betätigung aller hydraulischen Kraftzylinder wird dann
die zusätzliche Kraft zum endgültigen Spannen des Mantels 7 aufgebracht. Danach wird der Hubring 4 unter
Verwendung von Futterstücken und/oder weiteren Konsolen endgültig an der Spitze des Mastes 1 befestigt. Für diese
weitere Befestigung kommen z.B. Profilleisten 25 in Frage, die in der senkrechten Mitte der Bahnen 21 angeordnet
und in Fig. 4 dargestellt sind. Eine weitere Verstärkung der Hubring-Befestigung ist dadurch möglich,
daß der Hilfshubrins einerseits mit dem Mast 1 und andererseits
mit dem Hubring 4 verbunden wird.
Eine weitere Befestigungsmöglichkeit besteht darin, daß lediglich der Hilfshubring 12 am Mast 1 befestigt wird,
auf den sich der Hubring 4 über Futterstücke anstelle der Hubelemente dann abstützt. Dies ist vorteilhaft,
wenn ein späteres Nachspannen des Mantels in Frage kommt.
Zum Verbinden weiterer Distanzringe 26 und 27 mit dein
Käst 1 über nicht dargestellte Speichen können mit diesen Speichen verbindbare Laschen oder andere Verbindungselemente
an den Leisten 9 über die in Frage kommenden Bohrungen 10 befestigt werden. Als eines dieser Verbindungselemente
kann auch bei entsprechender Gestaltung
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der Hilfshubring 12 nach Beendigung des Klettervorgangs
eingesetzt werden. Diese Verbindungselemente bzw. der Hilfshubring können ggf. auch zum Abspannen des Mastes
durch Seile zur Verkürzung seiner Knicklänge verwendet werden. Bei der Demontage des Kühlturms v/erden alle
Schritte in der umgekehrten Reihenfolge durchgeführt.
- 10 -
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Claims (1)
- Ansprücheπ.)Kühlturm, dessen Mantel aus einer nicht selbsttragenden Umhüllung besteht, die zwischen einem Distanzring und einem Fundament gespannt ist, und der Distanzring über Seile von einem an einem zumindest teilweise aus metallischem Werkstoff bestehenden Mast befestigten
Hubring gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mast (1) einerseits und der Hubring (4) sowie ein
Hilfshubring (12) andererseits jeweils mit übereinander angeordneten, einander gegenüberliegenden Bohrungen (1O) versehen ist bzw. 3ind, und daß sich die
Bohrungen (10) des Mastes (1) ununterbrochen von seiner Spitze über einen wesentlichen Teil seiner Höhe erstrecken.2. Xühlturm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (10) de3 Mastes (1) in Leisten (9) aus Stahl angeordnet sind, die Tragrippen o.dgl. bilden.3. Kühlturm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da3 der Durchmesser des Mastes (1) im Anordnungsbereich der Bohrungen (10) gleichbleibend ausgebildet ist.4. Kühlturm nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Anordnungsbereichs der Bohrungen (10)
gleich oder größer als die Höhe zwischen dem Distanzring (6) und dem Fundament ist, und der verbleibende Fußbereich des Mastes sich nach unten erweitert.5. Kühlturm nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Leisten (9) Teile von verschraubbaren Flaschen sind, die einzelne Wandteilef 56/77 - 1 -.11.1977909819/0U8ORIGINAL INSPECTED• J ·(Bahnen 21) des Mastes (1) miteinander verbinden.6. Kühlturm nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (16 bzw. 16') des Hubringes (4) und/oder des Hilfshubringes (12) an an diesen befestigbaren Laschen (13 bz-y. 18) angeord-7. Kühlturm nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (13, 18) den Leisten (9)'zugewandte Gleitbahnen aus geeignetem Material aufweisen.8. Kühlturm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (10) des Maates (1) zumindest zum Teil der Abspannung des Mastes (1) und/oder der Halterung des Mantels (7), insbesondere über weitere an ihnen angeordnete Distanzringe
(26, 27), dienen.9. Kühlturm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubring (4) mit dem
Mast (1) an der Spitze über die Bohrungen (10) und
über demontierbare Futterstücke ο.dgl. verbunden ist.10. Kühlturm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubring (4) mit dem
Mast (1) an der Spitze mit dem ebenfalls am Mast (1)
über die Bohrungen (10) befestigten Hilfshubring (12) verbunden ist.11. Kühlturm nach einem der Anspruch? 2 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leisten (9') zumindest zum
Teil Teile von Bahnen (21) bzw. Flanschen der Mast-V/and (8) sind, die im Querschnitt mindestens annähernd rechteckige Wellen aufweist.— 2 —909819/0U812. Verfahren zum. Montieren des Kühlturms nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß am zumindest teilweise errichteten Mast zwischen den unter dem die Umhüllung tragenden Hubring angeordneten Hilfshubrlng und den Hubring Hubelemente geschaltet werden, die wechselweise den Hubring und den Hilfshubring anheben, wobei der jeweils feststehende der beiden Ringe über durch die Bohrungen eingreifende Steckelemente mit dem Mast verbunden sind.15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Mast gleichzeitig mit dem Anheben des Hubrings errichtet wird und dieser für die Errichtung mit einer Montageeinrichtung versehen wird.H. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13 für eine Ausführung des Kühlturms nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Bohrungen der Flansche unmittelbar nach dem Passieren des Hilfshubrings endgültig mit Schrauben versehen werden.15. Verfahren nach Anspruch 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung des Hubvorgangs für das Spannen des Mantels weitere Hubelemente zugeschaltet werden und der Hilfshubring zusätzlich am Mast abgestützt wird.909819/OUl
Priority Applications (5)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |