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DE2749059C2 - Verfahren zum Herstellen eines neutronensicheren Betons - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines neutronensicheren Betons

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Publication number
DE2749059C2
DE2749059C2 DE19772749059 DE2749059A DE2749059C2 DE 2749059 C2 DE2749059 C2 DE 2749059C2 DE 19772749059 DE19772749059 DE 19772749059 DE 2749059 A DE2749059 A DE 2749059A DE 2749059 C2 DE2749059 C2 DE 2749059C2
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DE
Germany
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concrete
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neutron
parts
neutron absorbent
Prior art date
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DE19772749059
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English (en)
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DE2749059B1 (de
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Auf Nichtnennung Antrag
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Individual
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Publication date
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Priority to AT195378A priority patent/AT370709B/de
Priority to GB1499678A priority patent/GB1579798A/en
Publication of DE2749059B1 publication Critical patent/DE2749059B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2749059C2 publication Critical patent/DE2749059C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21FPROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
    • G21F1/00Shielding characterised by the composition of the materials
    • G21F1/02Selection of uniform shielding materials
    • G21F1/04Concretes; Other hydraulic hardening materials
    • G21F1/042Concretes combined with other materials dispersed in the carrier
    • G21F1/045Concretes combined with other materials dispersed in the carrier with organic substances

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffdispersion in an sich bekannter Weise aus folgenden Bestandteilen besteht:
30 Gewichtsteile Polyvinylpropionat
0,75 Gewichtsteile Terpentinöl
0,75 Gewichtsteile Xylol
0,65 Gewichtsteile Fettsäureester
0,30 Gewichtsteile Paraffinöl
18,5 Gewichtsteile chlorfreie Bitumenemulsion.
4. Verfahren nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß das Neutronenabsorptionsmittel vor dem Tauchen soweit mit Wasser gesättigt wird (ca. 80%), daß es nach dem Einbringen in den Beton bis zu seiner Erstarrung diesem das restliche Wasser bis zur vollen Sättigung entnimmt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Beton im Preß-, Walz-, Rüttel- oder Schleuderverfahren verdichtet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Beton durch Auftragen im Spritzverfahren verdichtet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Beton auf eine Dichte von 2,51 bis 2,55 g/cm3 verdichtet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Neutronenabsorptionsmittel während des Spritzvorganges, z. B. in den Spritzschlauch, in das Strahlrohr oder an der Spritzmaschine eingeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 6 oder 8, dadurch gekennzeichne;, daß vor dem Aufbringen des neutronensicheren Spritzbetons eine Spritzbetonschicht ohne Neutronenabsorptionsmittel aufgetragen wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Neutronenabsorptionsmittel aus einer Cadmium-, Bor- oder Hafniumverbindung besteht.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Neutronenabsorptionsmittel aus Bortrioxid-Granulat besteht.
12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangsmischung Stahl-, Kunststoff- oder Kohlenstofffasern zugesetzt werden.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines neutronensicheren Betons gemäß dem Oberbegriff in Anspruch 1. Ein derartiges Verfahren ist z. B. aus der DD-PS 26 267 bekannt
Auch aus den DE-OS 25 12 858 (mit weiteren durckschriftlicheii Nachweisen) und 2516 023 ist es bereits bekannt, Beton durch bestimmte Zusätze, z. B. Bortrioxid, strahlungs- und insbesondere neutronensicher zu machen oder, anders ausgedrückt, die zur Strahlungs- und Neutronenabsorption notwendige Wandstärke auf ein annehmbares Maß zu vermindern. Diese Zusätze haben jedoch sämtliche den Nachteil, daß sie die Festigkeitswerte des fertigen Betons beträchtlich vermindern.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines strahlungs- und insbesondere neutronensicheren Betons anzugeben, bei dessen Anwendung die Festigkeitswerte des fertigen Betons durch die Zugabe des Neutronenabsorptionsmittels möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Neutronenabsorptionsmittel vor der Zugabe in die Ausgangsmischung in ein Gemisch aus Kunststoffdispersion und Zementgel getaucht wird.
Durch die Maßnahme gemäß der Erfindung wird das Neutronenabsorptionsmittel durch das in dem Gemisch aus Kunststoffdispersion und Zementgel enthaltene und gegebenenfalls zugesetztes Wasser bis zur Sättigung angereichert, jedoch durch die Erwirkung der Kunststoffdispersion und des Zementgels nicht aufgelöst. Beim Eintauchen des Neutronenabsorptionsmittels tritt eine Temperaturerhöhung desselben auf etwa 800C ein. Dabei nimmt das Neutronenabsorptionsmittel Bestandteile der Dispersion auf, die es praktisch ummanteln. Durch die Wärme wird die Dispersion zusammen mit dem Zement innerhalb kurzer Zeit, in der Größenordnung von etwa 10 Minuten, hart und wasserundurchlässig. Somit kann das Neutronenabsorptionsmittel in dem fertigen Beton seine volle Wirkung entfallen, ohne sich jedoch im Beton auflösen und dessen Festigkeit nachteilig beeinflussen zu können. Der fertige Beton ist dreidimensional gleichermaßen belastbar.
Als Kunststoffdispersion wird vorzugsweise die in den Unteransprüchen 2 und 3 in ihren einzelnen Bestandteilen angegebene Dispersion benutzt, die aus der DE-AS 22 56 056 an sich bekannt ist.
Unter Umständen, insbesondere wenn die Kunststoffdispersion sehr schnell wirkt, kann es erforderlich sein, das Neutronenabsorptionsmittel vor dem Eintauchen in das Gemisch aus Kunststoffdispersion und Zementgel soweit mit Wasser zu sättigen, daß es nach dem Einbringen in den Beton diesem bis zu seiner Erstarrung das restliche Wasser bis zur vollen Sättigung entnehmen kann.
Da das Neutronenabsorptionsmittel (besonders Bortrioxid) bei Sauerstoffabschluß hart wie Korund wird, wird der Beton verzugsweise z. B. im Preß-, Rüttel-, Walz- oder Schleuderverfahren verdichtet.
Ferner ist es möglich, den Beton im Spritzverfahren aufzutragen, wobei gleichzeitig eine gute Verdichtung gewährleistet ist.
Die Dichte soll vorzugsweise 2,51 bis 2,55 g/cm3 betragen.
Beim Spritzbeton lassen sich sogar Gammastrahlen wirksam abschirmen, so daß die Betonstärken für die Herstellung des Primärteils von Reaktoren vermindert werden können.
Vorzugsweise wird, um die Einwirkungszeit der Ausgangsmischung auf das Neutronenabsorptionsmittel möglichst kurz zu halten, diese während des Spritzvorganges, z. B. in den Spritzschlauch, das Strahlrohr oder die Spritzmaschine (s.Z. B. DE-AS 22 15 485) eingeführt
Um zu verhindern, daß das Neutronenabsorptionsmittel beim Aufprall auf die Unterlage mechanisch zerstört wird, wird vor dem Aufbringen des Spritzbetons eine Spritzbetonschicht ohne Neutronenabsorptionsmittel aufgetragen.
Vorzugsweise besteht das Neutronenabsorptionsmittel aus einer Cadmium-, Bor- oder Hafniumverbindung, insbesondere aus Bortrioxid-Granulat.
Zur weiteren Erhöhung der Festigkeitswerte und der Abschirmwirkung, z. B. auch gegen elektromagnetische Impulse, können der Betonmischung Stahl- oder Kohlenstoffasem zugesetzt werden.
Beispiel
Die Ausgangsmischung enthielt folgende Bestandteile:
211.1 kg Sand der Körnung 0,0 bis 0,2 mm
595.2 kg Sand der Körnung 0,25 bis 1,0 mm
288.1 kg Sand der Körnung 1,0 bis 2,0 mm
326,4 kg Sand der Körnung 2,0 bis 4,0 mm
499.2 kg Kies der Körnung 4,0 bis 8,0 mm
350,0 kg Hochofenzement 450 L
17,5 kg Dispersion nach Unteranspruch 3
0,4 kg Kaliumfluorid
0,6 kg Kohlenstoffaser 0,008 mm dick und 10 bis
30 mm lang
150,51 Wasser, einschl. der Eigenfeuchte der Zuschlagstoffe.
Diese Ausgangsmischung wurde im Spritzverfahren
aufgetragen, wobei während des Spritzvorganges in den Spritzschlauch der Maschine erfindungsgemäß vorbehandeltes Bortrioxid-Granulat mit einem Anteil von 1 Gew.-% (24 kg/m3) eingeführt wurde.
Der erhaltene Strahlenschutzbeton hatte einen makroskopischen Absorptionsquerschnitt von 2,4 bei folgenden mittleren Festigkeitswerten nach 28 (90) Tagen:
Druckfestigkeit 61,0<32,0)MN/m2
Spaltzugfestigkeit 11,2(15,2) MN/m2
Zugfestigkeit 10,5 (14,5) MN/m2
Die entsprechenden Werte eines ansonsten gleichen Betons ohne Strahlenschutzmittel betrugen 67,0 (91,0) bzw. 13,3 (17,9) bzw. 12,1 (16,7) MN/m2.
Bei Erhöhung des Bortrioxidgehalts bis zu 5 Gew.-% vom Betongewicht wurde eine Steigerung des makroskopischen Absorptionsquerschnittes von 12 erreicht. Um die Festigkeitswerte des Betons konstact zu halten, wurden dabVi an der Ausgangsmischung ebenfalls der Gehalt an Zement, Dispersion, Kaliumfluorid und Kohlenstoffaser um 5% erhöht.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen eines neutronensicheren Betons, durch Zugabe eines Neutronenabsorptionsmittels zur ^usgangsmischung des Betons, dadurch gekennzeichnet, daß das Neutronenabsorptionsmittel vor der Zugabe in die Ausgangsmischung in ein Gemisch aus Kunststoffdispersion und Zementgel getaucht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffdispersion in bekannter Weise aus folgenden Bestandteilen besteht:
20 bis 40 Gewichtsteile Polyvinylpropionat
0,1 bis 5 Gewichtsteile Terpentinöl
0,1 bis 5 Gewichtsteile Xylol
0,1 bis 5 Gewichtsteile Fettsäureester
0,1 bis 5 Gewichtsteile Paraffinöl
10 bis 40 Gewichtsteile chlorfreie Bitumenemulsion.
DE19772749059 1977-11-02 1977-11-02 Verfahren zum Herstellen eines neutronensicheren Betons Expired DE2749059C2 (de)

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AT195378A AT370709B (de) 1977-11-02 1978-03-20 Verfahren zum herstellen eines neutronensicheren betons
GB1499678A GB1579798A (en) 1977-11-02 1978-04-17 Concrete

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DE2749059B1 DE2749059B1 (de) 1979-02-15
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DE (1) DE2749059C2 (de)
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DE3225788A1 (de) * 1982-05-07 1984-01-12 Selim Dipl.-Ing. 8000 München Mourad Baustoff und verfahren zu dessen herstellung
GB2134556A (en) * 1982-12-07 1984-08-15 Connolly John Fitzpatrick Concrete structures
CN104844076B (zh) * 2014-10-14 2017-02-15 江苏苏博特新材料股份有限公司 一种用于核电工程的聚合物水泥基复合防护材料及其制备方法

Also Published As

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DE2749059B1 (de) 1979-02-15
GB1579798A (en) 1980-11-26
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