DE2747009C2 - - Google Patents
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60C—VEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
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- B60C15/02—Seating or securing beads on rims
- B60C15/024—Bead contour, e.g. lips, grooves, or ribs
-
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Description
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen mit einer Radialkarkasse zur
Montage auf einer Felge mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Aus der FR-PS 13 27 812 ist ein Fahrzeugluftreifen bekannt, bei dem der Übergangsbereich
zwischen Wulst und Reifenseitenwand durch eine normalerweise im
wesentlichen das ganze Felgenhorn bis zu dessen Rand übergreifende rippenartige
Materialverdickung verstärkt ist. Dadurch sollen Ermüdungserscheinungen des
Reifenmaterials im Bereich wenig radial außerhalb des Felgenhornes vermieden
werden. Dabei ist sichergestellt, daß auch die axial außenliegenden Bereiche dieser
rippenförmigen Verdickung mit Vorpressung über die ganze Ausdehnung des Felgenhornes
an diesem anliegen. Dies wird dadurch erreicht, daß der Krümmungsradius
der Außenfläche des Wulstes bis zum Scheitel der Umfangsrippe kleiner ist als der
Krümmungsradius des Felgenhornes. Durch diese relativ massive Materialverdickung
besteht die Gefahr einer erheblichen Erhitzung des Reifenmaterials. Um diese in
Grenzen zu halten, sind in der Materialverdickung in Umfangsrichtung in Abständen
angeordnete Belüftungsschlitze vorgesehen. Die Materialverdickung verändert bei
diesem bekannten Fahrzeugluftreifen die normale Kontur zwischen Reifenseitenwand
und Wulstaußenfläche im erheblichen Umfange. Auch wird das Biegeverhalten und
die Flexibilität der Reifenseitenwand, die das Fahrverhalten eines mit einem
solchen Reifen ausgerüsteten Fahrzeuges erheblich mitbestimmt, deutlich
verändert.
Es ist ferner bekannt, im Berührungsbereich zwischen der Außenfläche eines mit
mehreren Wulstringen ausgerüsteten Wulstes und der zugehörigen Felge eine über
die ganze Höhe des Wulstes reichende Rippenprofilierung vorzusehen, um dadurch
die Abdichtung zwischen dem Wulst und der Felge zu verbessern (vgl. FR-PS
11 65 447). Es hat sich gezeigt, daß bei Fahrzeugluftreifen mit normaler Kontur
im Bereich des Wulstes und der angrenzenden Außenfläche des Reifens zwischen
der Wulstaußenseite und dem Felgenhorn erhebliche Reibungsbeanspruchungen auftreten.
Insbesondere bei aus Aluminium gefertigten Radfelgen führt dies häufig zu
Anscheuerstellen, welche die Felge an den betreffenden Stellen stark schwächen
oder gar beschädigen können.
Diese Anscheuerstellen treten an der Felge bevorzugt in einem Bereich auf, in
dem die Felgenhornkontur und die Reifenkontur zu divergieren beginnen. Unter
der Wirkung des Reifeninnendruckes und der wechselnden Belastung des Reifens
entstehen während des Fahrbetriebs in diesem Bereich zwischen den einander
berührenden Flächen von Wulst und Felgenhorn erhebliche Gleitbewegungen, die
bei den vorherrschenden Kräften zu erheblichen Reibungen und damit zu den
Anscheuerstellen führen.
Man kann solche Anscheuerungen am Felgenhorn dadurch vermeiden, daß man die
Pressung zwischen dem Reifenwulst und dem Felgenhorn so stark macht, daß die
unter Reibung auftretenden Gleitbewegungen wesentlich eingeschränkt sind. Mit
dieser Maßnahme lassen sich jedoch die Anscheuerstellen nicht gänzlich vermeiden,
da an der Stelle beginnender Divergenz der beiden aneinanderliegenden Flächen
der spezifische Flächendruck zwischen den Flächen rasch bis auf den Wert Null
verringert wird.
Aus der GB-PS 7 67 378 ist ein Fahrzeugluftreifen bekannt, bei dem im Wulstbereich
mehrere parallel zur Achse des Reifens nebeneinanderliegende Wulstringe
angeordnet sind. Um einen glatten Konturübergang zwischen dem Wulstbereich und
der Seitenwand des Reifens zu erhalten, ergibt sich in dem an dem Wulst angrenzenden
Bereich eine erhebliche Materialanhäufung. Um dem Reifen im
Seitenwandbereich ein abweichendes originelles Profil zu geben, ist es bei einer
Ausführungsform dieser Druckschrift bekannt, die Materialdicke zwischen dem
mit mehreren Wulstringen ausgerüsteten verstärktem Wulst und der Seitenwand
des Reifens kehlförmig zurückzunehmen, und zwar beginnend an der Stelle, an der
das bei den anderen Ausführungen stetig gestaltete Übergangsprofil zwischen
Seitenwand und Wulst mit seiner Außenfläche gegenüber der Innenfläche des
Felgenhornes zu divergieren beginnt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeugluftreifen mit den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 so weiterzubilden, daß Scheuerstellen
am Felgenhorn selbst bei aus Aluminium bestehenden Felgen zuverlässig
vermieden werden können.
Diese Aufgabe wird durch die Lehre des Anspruchs 1 gelöst. Durch den dachförmigen
Querschnitt der Umfangsrippe werden das ursprüngliche Reifenprofil im
Wulstbereich ebenso wie der ursprüngliche Verlauf der Wulstaußenfläche nur
schwach verändert. Die Veränderung beschränkt sich dabei auch nur auf einen
axial und radial schmalen Bereich des Felgenhornes bzw. der Wulstaußenfläche.
Auch wird der weitere Verlauf der Außenfläche des Reifens nicht beeinträchtigt,
da die kehlförmig zurückgenommene Flanke an ihrem radial äußeren Ende wieder
bis zur Kontur der durchgehend gedachten Wulstaußenfläche zurückverläuft.
Aufgrund der nur schwachen Veränderungen werden Wärmeverhalten und
Biegsamkeit des Reifenprofils angrenzend an den Wulstbereich praktisch nicht
beeinträchtigt. Dennoch kann man die kehlförmige Zurücknahme der Flanke in
einem ausreichenden Abstand von der Stelle ursprünglich beginnender Divergenz
der Flächen und damit in einem Bereich anordnen, in welchem unter allen
Betriebszuständen der spezifische Flächendruck noch ausreicht, um jede Gleitbewegung
zwischen den aneinander anliegenden Flächen zu verhindern. Durch die
Ausbildung wird gewährleistet, daß die Flächenpressung zwischen den aneinanderliegenden
Flächen nicht stetig auf den Wert Null abfällt, sondern unter allen Umständen
einen vorgegebenen und für die Zwecke der Erfindung ausreichenden Wert
aufweist, der dann erst mit Beginn der kehlförmig zurückgenommenen Flanke
abrupt auf Null abfällt. In diesem Bereich tritt jedoch eine Berührung zwischen
Reifenaußenfläche und Felgenhorn nicht mehr auf.
Die auf diese Weise vorgesehene Umfangsrippe weist nur eine geringe Querschnittsfläche
auf. Der dachförmige Querschnitt der Rippe ist so gestaltet, daß
sich eine kantenförmige Umfangslinie ergibt, wobei die der Wulstsohle näherliegende
Flanke der Umfangsrippe bis zu dieser kantenförmigen Umfangslinie unter
einem vorgegebenen spezifischen Flächendruck stets an der Innenfläche des
Felgenhornes anliegt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 in vereinfachter schematischer Darstellung den Wulstbereich
eines Fahrzeugluftreifens und den zugehörigen Bereich einer
üblichen Felge bei einem Reifen mit einer Wulstausbildung,
von der die vorliegende Erfindung ausgeht,
Fig. 2 in gleicher Darstellung wie Fig. 1 einen Reifen mit einer
Wulstausbildung gemäß der Erfindung,
Fig. 3 im Querschnitt eine bevorzugte Ausbildung gemäß der Erfindung
und
Fig. 4 im größeren Maßstab eine Einzelheit.
In Fig. 1 ist in vereinfachter Form der Wulstbereich eines Reifens
1 wiedergegeben, dessen Wulst 2 im montierten Zustand mit
der Wulstsohle 3 auf der Sitzfläche einer Felge aufsitzt, wobei
die Wulstzehe 4 nach innen weist. Die Wulstaußenfläche 5 geht
stetig und glatt in die Außenfläche 6 der Reifenseitenwand über.
Die Wulstaußenseite 5 liegt an der Innenfläche des radial verlaufenden
Abschnittes 9 des Felgenhornes an, das einen axial nach
außen abgebogenen Abschnitt 10 aufweist. Mit den gestrichelten
Pfeilen 11 und 12 sind die auf die Reifenachse bezogenen radialen
Richtungen 11 und axialen Richtungen 12 bezeichnet.
Unter dem Innendruck des Reifens wird der Wulst 2 fest gegen die
Sitzfläche und das Felgenhorn 8 der Felge 7 gepreßt. Die Anpressung
an den radial verlaufenden Abschnitt 9 erfolgt in
axialer Richtung, wie dies durch den Pfeil 13 angedeutet ist.
In Ruhestellung beginnen die Innenfläche des Felgenhornes
und die Außenfläche des Wulstes an der Stelle 15 zu divergieren.
Unter dem Innendruck des Reifens und den Wechselbeanspruchungen
bei der Fahrt unter der Last ändert sich die Stelle 15 beginnender
Divergenz der genannten Flächen über einen Flächenbereich,
der durch den gestrichelten Kreis 16 angedeutet ist. Bei hoher
Pressung zwischen den in Berührung stehenden Flächen nimmt der
spezifische Flächendruck an der jeweiligen Stelle 15 beginnender
Divergenz auf den Wert Null ab. Dadurch treten Anscheuerstellen
im Bereich des Felgenhornes auf, die insbesondere dann, wenn
die Felge aus Aluminium besteht, zu einer raschen Beschädigung
der Felge führen.
Um diese Anscheuerstellen auszuschalten, ist bei der Ausführung
gemäß der Erfindung, die in allgemeiner Form in Fig. 2 dargestellt
ist, im Bereich der Stelle beginnender Divergenz auf der
Wulstaußenseite eine Materialausnehmung 20 vorgesehen. Die
Materialzurücknahme 20 beginnt zweckmäßigerweise radial
innen deutlich vor der Stelle 15 vormals beginnender Divergenz.
Die Zone der Wulstaußenseite, die radial bis an die Materialzurücknahme
heranreicht, ist unter allen normalerweise zu
erwartenden Fahr- und Belastungsbedingungen unter einem
spezifischen Flächendruck von vorgegebener Größe an der Innenfläche
des Felgenhornes gepreßt, während die Zone der Wulstaußenseite,
die mit der Materialzurücknahme 20 beginnt, unter
allen normalen Bedingungen mit der Innenfläche des Felgenhornes
nicht in Berührung tritt.
In Fig. 2 ist die Materialzurücknahme mit 20, der theoretische
Verlauf der Kontur der Wulstaußenseite mit 21 und
der tatsächliche Verlauf der Kontur radial außerhalb der
Materialzurücknahme 20 mit 22 bezeichnet.
Die Fig. 3 und 4 zeigen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel.
Der Wulst weist im Bereich der Stelle vormals beginnender
Divergenz zwischen der Wulstaußenseite und der Innenfläche
des Felgenhornes eine flache, kehlförmige Ausnehmung 29 auf,
die nur schwach hinter die glatte Kontur der Wulstaußenseite
zurückspringt. Radial außerhalb der Kehle 29 schließen sich
ringförmige Zierrippen 40 an, wie sie bei anderen Reifen
bekannt sind.
Die der Wulstsohle zugewandte Begrenzung der Kehlnut 29 wird
durch eine nur schwach über die normale Kontur der Außenseite
des Wulstes vorspringende ringförmige Rippe 31 begrenzt. Die die
Rippe im Querschnitt begrenzenden Flanken weisen, wie bei der
Flanke 30 angedeutet ist, nur eine schwache Neigung gegenüber
dem Verlauf der normalen Kontur der Wulstaußenseite auf. Der
Neigungswinkel der Flanke 30 zu der normalen Kontur liegt im
Bereich zwischen 15 und 60°. Aus Fig. 4 erkennt man, daß die
Rippe 31 einen dachförmigen Querschnitt mit ausgeprägter Firstlinie
32 aufweist. Das Volumen der Ringrippe oder das Ausmaß
der Querschnittsfläche der Ringrippe ist gering. Radial innerhalb
der Firstlinie 32 liegt die Außenfläche 27 des Wulstes
unter allen Bedingungen mit vorbestimmtem spezifischem Flächendruck
an der Innenfläche 28 des im wesentlichen radial verlaufenden
Abschnittes 25 des Felgenhornes an. Die jenseits der
Firstlinie 32 der Ringrippe 31 liegenden Bereiche der Wulstaußenseite
gelangen dagegen unter üblichen Verhältnissen nicht
in Berührung mit dem Felgenhorn, insbesondere auch nicht mit dem
axial abgebogenen Abschnitt 26 des Felgenhornes.
Aufgrund dieser Ausbildung springt die Wulstaußenfläche von einer
leicht erhabenen Materialanhäufung, die durch die Ringrippe 31
gebildet wird, allmählich und kehlförmig zurück und folgt dann
wieder der normalen Kontur bis zum Übergang des radial inneren
Bereiches der Seitenwand. In dem im Hinblick auf Anscheuerung
gefährdeten Bereich verbleibt somit keine Zone, in der die
Pressung der aneinanderliegenden Flächen aus Gummi und Metall
allmählich bis auf den Wert Null zurückgeht. Soweit wie eine
Flächenberührung besteht, erfolgt diese vielmehr stets unter
einem vorbestimmten spezifischen Flächendruck, der kein Ablösen
und keine relativen Verschiebungen gestattet. Damit
werden Felgenanscheuerungen und damit Beschädigungen der Felge
zuverlässig verhindert. Die Felgen weisen daher auch dann,
wenn sie aus Aluminium bestehen, eine wesentlich höhere
Lebensdauer auf.
Claims (1)
- Fahrzeugluftreifen mit einer Radialkarkasse zur Montage auf eine Felge, die ein radial verlaufendes und axial nach außen gebogenes Felgenhorn aufweist, mit Reifenwulsten, die auf der Wulstaußenseite eine Umfangsrippe mit einer radial außerhalb ihres Scheitels kehlförmig zurückgenommenen Flanke aufweisen, wobei die Umfangsrippe radial innerhalb ihres Scheitels auf dem Felgenhorn aufliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsrippe (31) durch einen über die ursprüngliche Wulstaußenfläche (5) schwach erhabenen Bereich von dachförmigem Querschnitt mit kantenförmiger Umfangslinie 32 gebildet ist und daß diese Umfangsrippe (31) einschließlich ihrer radial äußeren, kehlförmig zurückgenommenen Flanke (20, 29) nur auf einem axial und radial schmalen Bereich (16) des Felgenhornes (10, 26) bzw. der Wulstaußenfläche begrenzt ist, in dem Felgenhorn (10, 26) und ursprüngliche Wulstaußenfläche (5) zu divergieren beginnen und daß die kehlförmig zurückgenommene Flanke (20, 29) an ihrem radial äußeren Ende wieder bis zur Kontur (21, 22) der durchgehend gedachten Wulstaußenfläche (5) zurück verläuft.
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