DE2745267A1 - Zahnputzmittel - Google Patents
ZahnputzmittelInfo
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Description
9 7 L R ? fi 7
KRAUS & WEiSERT
DR. WALTER KRAUS DIPLOMCHEMIKER · DR.-ING. ANNEKÄTE WEISERT DIPL.-ING. FACHRICHTUNG CHEMIE
IRMGARDSTRASSE 15 · D-8OOO MÜNCHEN 71 ■ TELEFON 089/79 70 77-79 70 78 · TELEX Ο5-21215Θ kpat d
1656 WK/rm
SUNSTAR HAMIGAKI KABUSHIKI KAISHA Takatsuki / Japan
Zahnputzmittel
809817/0678
Die Erfindung betrifft Zahnputzmittel und insbesondere Zahnputzmittel, die einen Saccharose-Fettsäureester mit
niedriger Toxizität als Schäummittel enthalten. Die erfindungsgemäßen Zahnputzmittel bzw. Zahnpasten haben verbesserte
Schaumeigenschaften, sie ergeben einen wirksameren Schutz gegen Zahnverfall und sie verändern nach dem
Zähneputzen nicht den Geschmack der genossenen Nahrungsmittel .
Zahnputzmitteln wird üblicherweise ein oberflächenaktives Mittel als Schäummittel im Gemisch mit anderen Bestandteilen,
z.B. .Poliermitteln, Verdickern und Befeuchtungsmitteln, zugesetzt, damit diesen Mitteln eine Reinigungswirkung, Dispergierungs-Emulgierungs-Eigenschaften, Schaumeigenschaften
und dergleichen verliehen werden. Man nimmt an, daß ein oberflächenaktives Mittel, das als Schäummittel
verwendet wird, ein wesentlicher Bestandteil eines Zahnputzmittels ist, da beim Zähneputzen ein oberflächenaktives
Mittel die Oberflächenspannung des Zahnputzmittels vermindert, wodurch die Reinigungsfähigkeit verbessert
wird, die Dispergierung beschleunigt wird und die Eindringung des darin enthaltenen pharmakologlsch aktiven Wirkstoffes
verbessert wird. Dies alles ergibt eine Verstärkung der Wirksamkeit und der Schaumfähigkeit im Mund und
das Gefühl beim Zähneputzen wird verbessert.
Das als Schäummittel verwendete oberflächenaktive Mittel sollte nicht nur gute Eigenschaften zur Erniedrigung der
Oberflächenspannung, zur Verschäumung und dergleichen haben, sondern auch gute Eigenschaften hinsichtlich des Geschmacks
und des Geruchs und dergleichen, da es in den Mund genommen wird. Es sind schon anionische Netzmittel,
wie Natriumalkylsulfat, Natriumacylsarcosin, a-01efinsulfonat,
Natriumkokosnußmonoglyceridsulfat und dergleichen,
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verv/endet worden. Unter diesen oberflächenaktiven Mitteln
wird an häufigsten Na tr iumalkyl sulfat verv/endet, da es gute
Eigenschaften hat. Natriumalkylsulfat hat jedoch den schwerwiegenden
Nachteil, daß es den Geschmack eines Nahrungsmittels nach dem Zähneputzen mit einem Zahnputzmittel verändert,
welches diese Substanz enthält. Dies kann darauf zurückzuführen sein, daß das Netzmittel an Geschmacksknospen
und der Mundschleimhaut absorbiert wird.
Weiterhin ist es so, daß Natriumalkylsulfat die Mundschleimhaut
etwas reizt und Enzyme inaktiviert, die zu Zahnputzmitteln als pharmakologische Wirkstoffe zugesetzt werden.
cc-Olefinsulfonate und Natriumacylsarcosin haben zwar einen
guten Geschmack und verändern auch kaum den Geschmack von Nahrungsmitteln nach dem Zähneputzen, doch bringen cc-Olefinsulfonate
Toxizitätsprobleme mit sich. Bei Verwendung von Natriumacylsarcosin treten zwar keine Probleme hinsichtlich
der Toxizität auf, da diese Substanz in eine Fettsäure und eine Aminosäure (Sarcosin) im Körper zersetzt wird, doch bewirkt
diese Verbindung unerwünschte Abschälungseigenschaften der Mundschleimhaut, wenn es in einer großen Menge (d.h.
mehr als 0,5 Gewichtsteile, bezogen auf das Gesamtgewicht eines Zahnputzmittels) verwendet wird. Andererseits hat es
bei Verwendung in geringen Mengen schlechte Schaumeigenschaften.
Aufgrund dieser Umstände ist schon vorgeschlagen worden, ein Saccharose-Fettsäureester (nachstehend als Zuckerester
bezeichnet) als weniger toxisches Netzmittel in einem Zahnputzmittel zu verwenden. Der Zuckerester hat eine niedriger
Toxizität und er stellt eines der wenigen Netzmittel dar, die als Nahrungsmittelzusätze zugelassen sind. Dazu kommt
noch, daß der Zuckerester Enzyme, die als pharmakologische Wirkstoffe dem Zahnputzmittel zugesetzt werden, nicht In-
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aktiviert. Jedoch hat auch der Zuckerester einige Nachteile,
z.B. die schlechten Schaumeigenschaften und schlechtere Wirkungen und ein weniger angenehmes Gefühl beim Zähneputzen.
Deswegen sind auch nur wenige ··. Arbeiten über Zahnputzmittel
veröffentlicht worden, denen ein Zuckerester zugesetzt worden ist (vgl. z.B. Osipow, L., Marra, D. und Snell F.D.
in "Cosmetics Containing Sucrose Esters11, Drug and Cosmetic
Industry, März 1957). Bei den beschriebenen Zahnputzmitteln wird Saccharosemonopalmitat verwendet.
Es wurden nun die Schaumeigenschaften von Zahnputzmitteln untersucht, welche Zuckerester enthalten. Dabei wurde festgestellt,
daß die Schaumeigenschaften des Zuckeresters sehr stark verbessert werden können, wenn man diesen in Kombination
mit einer N-Acylaminosäure oder einem Salz davon und
Natriummonofluorphosphat verwendet.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Zahnputzmittel mit verbesserten Schaumeigenschaften zur Verfügung zu stellen. Weiterhin
soll durch die Erfindung ein Zahnputzmittel zur Verfügung gestellt werden, das einen Zuckerester, eine N-Acylamino
säure oder ein Salz davon und Natriummonofluorphosphat als Schäumungsmittel im Gemisch mit anderen herkömmlichen
Bestandteilen für Zahnputzmittel enthält und das verbesserte Schaumeigenschaften und gute Wirkungen und ein angenehmes
Gefühl beim Zähneputzen aufweist.
Natriummonofluorphosphat ist als Bestandteil für Zahnputzmittel gut bekannt. Es ist weiterhin bekannt, in Zahnputzmitteln
eine N-Acylaminosäure oder ein Salz davon zu verwenden
(vgl. JA-AS«en 24 480/1970 und 20 720/1971). Es ist jedoch niemals vorbeschrieben oder nahegelegt worden, Natriummonofluorphosphat
und eine N-Acylaminosäure oder ein
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Salz davon zu verwenden, um die Schaumeigenschaften eines Zahnputzmittels zu verbessern, welches einen Zuckerester
enthält.
Durch die Erfindung wird daher ein Zahnputzmittel zur Verfügung
gestellt, welches einen Zuckerester in Kombination mit einer N-Acylaminosäure oder einem Salz davon und Natriummonofluorphosphat
als Schäumungsmittel enthält. Das erfindungsgemäße Zahnputzmittel hat verbesserte Schaumeigenschaften
und es ist von dem Nachteil frei, daß nach dem Zähheputzen der Geschmack von Nahrungsmitteln verändert
wird, wie es bei herkömmlichen Zahnputzaitteln der Fall ist, die Natriumalkylsulfat enthalten. Dazu kommt noch, daß
das erfindungsgemäße Zahnputzmittel aufgrund des Zusatzes
von Natriummonofluorphosphat Zahnzerfall wirksamer verhindert.
Obgleich eine N-Acylaminosäure oder ein anderes Salz davon als Acylsarcosinsalze bei Mengen von mehr als etwa 0,75
Gew.-% und im Falle von Acylsarcosinsalzen in Mengen von mehr als etwa 0,5 Gew.-%, Jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
eines Zahnputzmittels, ein unerwünschtes Abschälen der Mundschleimhaut bewirken, hat sich ergeben, daß der Zusatz
eines Zuckeresters dazu wirksam ist, das Abschälen der Mundschleimhaut zu verhindern, und daß die N-Acylaminosäure
mit Einschluß von N-Acylsarcosin oder ein Salz davon in Mengen von bis zu etwa 2 Gew.-% verwendet werden kann, ohne
daß ein unerwünschtes Abschälen der Mundschleimhaut stattfindet.
ϊη der nachfolgenden Tabelle I sind Testergebnisse der
Schaumeigenschaften von Zahnputzmitteln zusammengestellt, welche verschiedene Schäumungsmittel enthalten. Die Tabelle
enthält auch Ergebnisse hinsichtlich des Abschälens der Mundschleimhaut, wenn die Zähne mit den Zahnputzmitteln
geputzt werden.
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Die Testzahnputzmittel wurden gemäß Beispiel 1 hergestellt.
Die Menge der verwendeten Schäumungsmittel wurde variiert, wobei Natriumlaurylsaircosin oder Natrium-N-lauroyl-N-methylß-alanin
als N-Acylaminosäuresalz und DK-Ester F-I60 oder
F-50 (Warenzeichen von Zuckerestern, hergestellt von Daiichi Kogyo Seiyaku K.K. in Japan, Monoestergehalt 70# bzx/. 30Jo)
als Zuckerester verwendet wurden. Die Schaumeigenschaften wurden anhand der Schaumhöhe und dem Gefühl beim Zähneputzen
gezeigt. Die Schaumhöhe (cm) wurde nach dem Ross-Miles-Test gemessen, wobei das Zahnputzmittel mit Wasser auf 1/10 Volumen
verdünnt wurde und sodann nach 1 min die Schaumhöhe gemessen wurde. Das Gefühl beim Zähneputzen wurde anhand von
folgenden Kriterien bewertet:
A: Die Schaumbildung 1st ausreichend, daß beim Zahnputzen ein zufriedenstellendes Gefühl erhalten wird.
B: Die Schaumbildung ist für ein Zahnputzmittel annehmbar.
C: Die Schaumbildung ist nicht genügend. D: Eine Schaumbildung wird kaum beobachtet.
Das Abschälen der Mundschleimhaut wurde durch Beobachtung der Mundschleimhaut von 10 Personen mit empfindlichen Mundschleimhäuten
nach dem Zähneputzen bestimmt. Die Ergebnisse beim Abschältest der Mundschleimhaut wurden anhand der
Anzahl der Personen angegeben, bei denen sich ein Abschälen der Mundschleimhaut zeigte.
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Schäumungsmittel (%)
Zuckerester* Natriumlauroyl- Natrium-N- Natriummono-F-160
F-50 sarcosin lauroyl-N- fluorphosphat
methyl-ßalanin Schaumeigenschaften Abschälen der
Schaumhöhe Gefühl Mundschleimhaut (cm)
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2
2'
2'
0,5
0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5
0,5
0,5 0,5 0,5
0,15 0,37 0,74 1,11 0,74 0,74 0,74
0,15
| 1,5 bis 0 | D |
| 1,7 bis 0 | D |
| 2,0 | D |
| 1.0 | D |
| 3,2 | D |
| 2,0 | D |
| 8,9 | C |
| 10,4 | A bis B |
| 11,8 | A |
| 13,0 | A |
| 13,0 | A |
| 2,0 bis 0 | D |
| 1,0 | D |
| 3,0 | D |
| 2,0 | D |
| 8,5 | C |
0 0 0
0 0 0
27Α5267
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CM
U Φ ■Ρ
■ή
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- sr -
Wie in Tabelle I gezeigt wird, sind, wenn der Zuckerester
allein verwendet wird, die Schaumeigenschaften und das Gefühl bein Zähneputzen mit dem Zahnputzmittel schlechter.
DieseEigenschaften werden durch Zugabe von Natriumlauroylsarcosin, Ilatrium-N-lauroyl-N-methyl-ß-alanin oder Natriummonofluorphosphat
nicht verbessert. Wenn andererseits der Zuckerester in Kombination mit der N-Acylaminosäure und
Natriummonofluorphosphat verwendet wird, dann werden die Schaumeigenschaften und das Gefühl beim Zähneputzen mit
dem Zahnputzmittel erheblich verbessert. Die Schaumhöhe variiert etwas entsprechend der Art des Zuckeresters, doch
wird das Gefühl beim Zähneputzen durch Variierung des Zuckeresters nicht beeinträchtigt. Obgleich N-Lauroyl-n-methyl-ßalanin
das Abschälen der Mundschleimhaut in einer Menge von 0,75 Gew.-?o verursacht, kann dieses Abschälen der Mundschleimhaut
durch Einarbeiten des Zuckeresters gehemmt werden. Ein Zahnputzmittel, das nur 1,00?$ N-Lauroyl-N-methylß-alanin
und O,74?4 Natriummonofluorphosphat als Schäummittel
enthält, hat relativ verbesserte Schaumeigenschaften. Es hat jedoch immer noch den Nachteil, daß es ein Abschälen
der Mundschleimhaut verursacht. Andere N-Acy!aminosäuren
und Salze davon zeigen ähnliche Ergebnisse.
Als Zuckerester kann bei der Erfindung jeder beliebige handelsübliche
Zuckerester verwendet v/erden, z.B. DK-Ester F-50, F-70, F-90, F-110, F-140 oder F-160 (Zuckerester,
hergestellt von Daiichi Kogyo Seiyaku K.K., die Fettsäurereste, welche sich von gehärtetem Talk ableiten, und 30,
40, 50, 60 bzw. 70% Monoester enthalten) oder DK-Ester L-18
(Saccharosemonolaurat, hergestellt von Daiichi Kogyo Seiyaku K.K.). Diese Zuckerester sind Ester der Saccharose
mit einer Fettsäure. Die Kohlenstoffzahl der Fettsäuren
ist zwar nicht kritisch, doch werden üblicherweise Fett-
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säviren mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 12 bis
18 Kohlenstoffatomen, verwendet. Beispiele für geeignete Fettsäuren sind gesättigte Fettsäuren, (z.B. Laurinsäure,
Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure etc.) und ungesättigte
Fettsäuren (z.B. Ölsäure, Elaidinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Arachidonsäure, Erucasäure etc.)· Der Veresterungsgrad
ist nicht kritisch. Monoester bis Triester sind eingeschlossen. Die handelsüblichen Zuckerester sind
gewöhnlich Gemische von verschiedenen Estern der Saccharose mit einer oder mehreren Fettsäuren, die verschiedene Veresterungsgrade
haben. Gewöhnlich stellen sie Gemische von Mono-, Di- und Triestern dar, die mindestens 10 Gev;.-?6 eines
Monoesters enthalten. Der Zuckerester wird in einer geeigneten Menge verwendet. Vorzugsweise werden 0,25 bis 10 Gew.-%,
mehr bevorzugt 0,25 bis 5 Gew.-?6, bezogen auf das Gesamtgewicht des Zahnputzmittels, verwendet.
Im allgemeinen werden Zuckerester in der Weise hergestellt, daß man Saccharose mit Fettsäure(n) in Gegenwart des Natriumsalzes
der Fettsäure umsetzt. Es ist hierbei schwierig, eine Verunreinigung durch nicht-umgesetzte Fettsäure und
ihr Natriumsalz zu verhindern. Nach den Vorschriften über
Nahrungsmittelzusätze dürfen Zuckerester nicht mehr nichtumgesetzte
Fettsäurederivate enthalten, als einer Säurezahl von 5,096 und einem Verbrennungsrückstand von 1,5S& entspricht.
Handelsübliche Zuckerester enthalten gewöhnlich 5 bis 9 Gew.-# nicht-umgesetzte Fettsäurederivate.
Es wurde weiterhin gefunden, daß die Schaumeigenschaften
und die Lagerungsstabilität der Zahnputzmittel durch die nicht-umgesetzten Fettsäurederivate in dem Zuckerester
beeinträchtigt werden, und daß diese Mängel eliminiert werden, wenn man einen Zuckerester verwendet, der nicht mehr
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als 4 Gew.-Jd nicht-umgesetzte Fettsäurederivate enthält. Obgleich
Zuckerester gewöhnlich in das Zahnputzmittel nach dem Auflösen in einem Lösungsmittel, wie Glycerin, eingearbeitet
werden, indem eine Dispersion davon in dem Lösungsmittel auf etwa 600C erhitzt wird, kann, wenn ein
Zuckerester verwendet wird, der nicht mehr als 4 Gew.-?6 nicht-umgesetzte Fettsäurederivate enthält, diese Erhitzungsstufe weggelassen werden. Es wird daher bevorzugt, einen
Zuckerester zu verwenden, der nicht mehr als 4 Ge\r.-% nichtumgesetzte
Fettsäurederivate enthält.
Um einen Zuckerester zu erhalten, der nicht mehr als 4 Gew.-% nicht-umgesetzte Fettsäurederivate enthält, wird
ein Rohprodukt hergestellt durch Umsetzung von Saccharose mit Fettsäure(n) in Gegenwart des Natriumsalzes davon mit
einem Lösungsmittel, wie wäßrigein Aceton oder wäßrigem Äthanol , gewaschen.
In der nachstehenden Tabelle II sind Testergebnisse über die Beziehung zwischen dem Gehalt an nicht-umgesetzten
Fettsäurederivaten in dem Zuckerester (Ilonoestergehalt 30%)
und den Schaumeigenschaften und der Lagerungsstabilität des Zahnputzmittels zusammengestellt.
Der Test wurde in der Weise durchgeführt, daß nach zwei Verfahren Proben von Zahnputzmitteln mit der Zusammensetzung
gemäß Beispiel 2 hergestellt wurden. Bei einem Verfahren (A) wurde der Zuckerester mit den anderen Bestandteilen
in einer Lösung vermischt, die durch Dispergierung in Glycerin und Erhitzen auf 600C hergestellt worden war.
Bei dem anderen Verfahren (B) wurde der Zuckerester mit den anderen Bestandteilen in Pulverform vermischt. Die
Schaumeigenschaften wurden nach der gleichen Verfahrensweise bestimmt, wie es oben im Zusammenhang mit den Ergebnissen
der Tabelle I beschrieben wurde.
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- 11 -
Ver- Lagerungs- Gehalt an nicht-umgesetzten Fettsäurederivaten in dem Zuckerester (Gew.-?6)
fah- Zeitraum 2 4 5 6 7
ren Schaum- Ge- Schaum- Ge- Schaum- Ge- Schaum- Ge- Schaum- Ge- Schaum- Ge-
höhe fühl höhe fühl höhe fühl höhe fühl höhe fühl höhe fühl (cm) (cm) (cm) (cm) (cm) (cm)
gleich nach
der Herstellung 14,5 A 14,0 A 13,5 A 13,0 A 10,0 B 6,0
der Herstellung 14,5 A 14,0 A 13,5 A 13,0 A 10,0 B 6,0
2 Monate bei
550C 14,5 A 14,0 A 13,5 A 13,0 A 7,0 C 2,0
4 Monate bei
4O0C 14,5 A 14,0 A 13,5 A 13,0 A 8,0 C 2,0
2 Monate bei
O0C 14,5 A 14,0 A 7,0 C 6,5 C 6,0 C 2,0
gleich nach
der Herstellung 14,5 A 14,0 A 11,0 B 9,0 C 7,0 C 5,0
der Herstellung 14,5 A 14,0 A 11,0 B 9,0 C 7,0 C 5,0
2 Monate bei
550C 14,5 A 14,0 A 9,0 C 8,0 C 5,0 D 2,0
4 Monate bei
400C 14,5 A 14,0 A 9,0 C 8,0 C 5,0 D 2,0
2 Monate bei
14,5 A 14,0 A 6,0 D 6,0 D 5,0 D 2,0
D D D D
Aus Tabelle II wird ersichtlich, daß, wenn der Gehalt der nicht-umgesetzten Fettsäurederivate mehr als 7% beträgt,
die Schaumhöhe selbst unmittelbar nach der Herstellung des Zahnputzmittels nicht ausreichend ist und daß sie nach
längerer Lagerung erheblich vermindert wird. Wenn der Gehalt der nicht-umgesetzten Fettsäurederivate 5 bis 6% beträgt,
dann ist die Schaumhöhe des nach dem Verfahren A hergestellten Zahnputzmittels ausreichend, jedoch ausgenommen,
wenn über einen langen Zeitraum bei niedriger Temperatur gelagert wird, während die Schaumhöhe des nach dem Verfahren
B hergestellten Zahnputzmittels nicht ausreichend ist. Wenn andererseits der Gehalt der nicht-umgesetzten Fettsäurederivate
nicht mehr als k% beträgt, dann ist die Schaumhöhe
des nach dem Verfahren A oder B hergestellten Zahnputzmittels zu jedem beliebigen Zeitpunkt der Lagerung ausreichend
.
Die erfindungsgemäß verwendete N-Acylaminosäure oder ihr
Salz schließen verschiedene N-acylierte Derivate von Aminosäuren ein, wobei die Aminosäure z.B. Sarcosin, Alanin,
Phenylalanin, Leucin, Isoleucin, Methionin, Prolin, Tryptophan, Valin, Serin, Tyrosin, Glutaminsäure, ε-Aminocapronsäure
oder eine Aminosäure mit einem N-Niedrigalkyl (Cj bis
C^-Substituenten ist, und die Acylgruppe ein Fettsäurerest mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Lauroyl,
Myristöyl, stearyl, Oleoyl oder Linoleoyl, ist, sowie Salze davon mit einem Alkalimetall, z.B. Natrium oder Kalium. Wie
oben beschrieben, bewirkt die N-Acylaminosäure oder ihr
Salz ein Abschälen der Mundschleimhaut, wenn mehr als 0,73 Gew.-% andere N-Acylaminosäuren oder ihre Salze als N-Acylsarcosin
oder sein Salz verwendet werden, und wenn mehr als 0,5 Gew.-% N-Acylsarcosin oder seines seines Salzes
eingesetzt werden. Jedoch kann gemäß der Erfindung die N-
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Acylaminosäure oder ihre Salze mit Einschluß von N-Acylsarcosin
oder seinem Salz in Mengen von bis zu 2 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht des Zahnputzmittels, verwendet werden. Wenn eine größere Menge der N-Acylaminosäure
oder ihres Salzes verwendet wird, dann ist eine größere Menge des Zuckeresters erforderlich. Bevorzugte Mengen der N-Acylaminosäure
oder ihres Salzes sind 0,1 bis 1 Gew.-96, mehr bevorzugt 0,1 bis 0,75 Gew.-96, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Zahnputzmittels. Wenn N-Acylsarcosin oder sein Salz verwendet wird, dann werden 0,1 bis 0,5 Gew.-9$, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Zahnputzmittels, bevorzugt.
Natriummonofluorphosphat wird gewöhnlich zu dem erfindungsgemäßen Zahnputzmittel in einer Menge von nicht mehr als
1,1 Gew.-96, vorzugsweise von 0,15 bis 1,1 Gew.-?6, mehr bevorzugt
von 0,15 bis 0,76 Gew.-96, bezogen auf das Gesamtgewicht des Zahnputzmittels (Fluorgehalt 200 bis 1000 ppm)
zugesetzt, da die physikalischen Eigenschaften des Zahnputzmittels bei Verwendung von größeren Mengen verschlechtert
werden.
Das erfindungsgemäße Zahnputzmittel wird durch herkömmliche Techniken hergestellt. Wenn ein Zuckerester verwendet
wird, der nicht mehr als 4 Gew.-96 nicht-umgesetzte Fettsäurederivate
enthält, dann kann er, wie oben beschrieben, mit anderen Bestandteilen in Pulverform vermischt werden.
Es kann eine weite Vielzahl von Zubereitungsformen verwendet werden. So kann z.B. die Zubereitung in Form eines Zahnpulvers,
einer Zahnpaste, einer Dentalcreme, einer Zähnewaschzubereitung oder dergleichen vorliegen.
Andere Bestandteile des erfindungsgemäßen Zahnputzmittels sind z.B. alle herkömmlichen Bestandteile der Zahnputz-
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mittel, wie Poliermittel, z.B. sekundäres Calciumphosphat
(Dihydrat oder Anhydrid), Calciumcarbonat, Silicat, unlösliches Natriummetaphosphat oder dergleichen, Verdickungsmittel,
wie Natriumcarboxymethylcellulose, Carrageen, Natriumalginat, Bentonit, Kieselsäureanhydrid und dergleichen,
und Befeuchtungsmittel, wie Glycerin, Sorbit, Propylenglykol,
Natriumpyrrolidoncarboxylat, Polyäthylenglykol
oder dergleichen.
Weiterhin können die erfindungsgemäßen Zahnputzmittel auch pharmakologisch aktive Bestandteile, wie Allantoinderivate,
Glycirrhizinsalze, Chlorhexidin, Hinokitiol, Dextranase, Lysozym, Natriumchlorid, trans-4-(Aminomethyl)-cyclohexancarbonsäure,
ε-Aminocapronsäure und dergleichen, enthalten.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
Beispiel 1
Bestandteile Gew.-%
Sekundäres Calciumphosphat-dihydrat 45,00
Natriumcarboxymethylcellulose 0,50
Carrageen 0,50
Glycerin 10,00
Sorbit 10,00
Wasser 29,44
Zuckerester (DK-Ester F-50) 2,00
Natrium-N-lauroyl-N-methyl-ß-alanin 0,50
Aromatisierungsmittel 1,00
Natriumsaccharinat 0,20
Konservierungsmittel 0,10
Natriummonofluorpho sphat 0,76.
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Durch eine herkömmliche Technik wird eine Zahnpaste mit der obigen Zusammensetzung hergestellt.
Bestandteile Gew.-%
Sekundäres Calciumphosphat-dihydrat 45,00
Natriumcarboxymethylcellulose 0,50
Carrageen 0,50
Glycerin 10,00
Sorbit 10,00
Wasser 29,44
Zuckerester (Monoestergehalt 30 Gew.-96, Gehalt an
nicht-umgesetzter Fettsäure 2,0 Gew.-%) · 2,00
Natrium-N-lauroylsarcosin 0,50
Aromatisierungsmittel 1,00
Natriumsaccharinat 0,20
Konservierungsmittel 0,10
Natriummonofluorphosphat 0,76
Entsprechend der obigen Zusammensetzung wird der Zuckerester mit sekundärem Calciumphosphat in Pulverform vermischt
und zu den anderen Bestandteilen gegeben, wodurch eine Zahnpaste erhalten wird.
Bestandteile Gew.-%
Sekundäres Calciumphosphat 45,00
Natriumcarboxymethylcellulose 0,50
Carrageen 0,50
Glycerin 10,00
809817/0678
Sorbit 10,00
Wasser 30,44 Zuckerester (iionoestergehalt 50 Ge\T.-%t Gehalt an
nicht-ungesetzter Fettsäure 3,0 Gew.-?o) 1,00
Natrium-IJ-lauroylsarcosin 0,50
Aromatisierungsmittel 1,00
Natriumsaccharinat 0,20
Konservierungsmittel 0,10
Natriummonofluorpho sphat 0,76.
Durch eine herkömmliche Technik wird eine Zahnpaste mit obiger Zusammensetzung hergestellt.
Bestandteile Gew.-%
Calciumcarbonat 40,00
Natriumcarboxymethylcellulose 0,50
Carrageen 0,50
Glycerin 13,00
Sorbit 7,00
Kieselsäureanhydrid 1,50
Wasser 32,94
Zuckerester (DK-Ester F-160) 2,00
Natrium-N-myristoyl-N-methyl-ß-alanin 0,50
Aromatisierungsmittel 1,00
Natriumsaccharinat 0,20
Konservierungsmittel 0,10
Natriummonofluorphosphat 0,76.
Durch eine herkömmliche Technik wird eine Zahnpasta mit obiger Zusammensetzung hergestellt.
809817/0678
Bestandteile Ge\r.-%
Calciumcarbonat 40,00
Natriumcarboxymethylcellulose 0,50
Carrageen 0,50
Glycerin 13,00
Sorbit 7,00
Kieselsäureanhydrid 1,50
Wasser 32,94
Zuckerester (DK-Ester F-50) 2,00
Natriumlauroylsarcosin 0,50
Aromatisierungsmittel 1,00
Natriumsaccharinat 0,20
Konservierungsmittel 0,10
Natriummonofluorphosphat 0,76.
Durch eine herkömmliche Technik wird eine Zahnpaste mit
der obigen Zusammensetzung hergestellt.
Der "Orangensafteffekt" (eine Erscheinung der Geschmacksveränderung, die auftritt, wenn man ein saures Nahrungsmittel,
insbesondere Orangensaft, nach dem Zähneputzen genießt, vgl. JA-AS 43 830/1972) wurde bei der Zahnpasta
gemäß Beispiel 1 getestet. Fünf Versuchspersonen tranken ein Glas Orangensaft, nachdem sie sich mit der Zahnpasta
die Zähne geputzt hatten, und sie bewerteten den Geschmack nach folgenden Kriterien:
0: keine Geschmacksveränderung
1: kaum eine Geschmacksveränderung
2: kleine Geschmacksveränderung
3: Geschmacksveränderung
4: erhebliche Geschmacksveränderung
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- Mr -
ML
In Kontrollversuch wurde eine Zahnpasta gemäß Beispiel 1 hergestellt, wobei der Zuckerester und das Natrium-N-lauroyl-IJ-methyl-ß-alanin
durch 2 Ge\T.-% Natriumlaurylsulfat
ersetzt wurden. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle III zusammengestellt.
Versuchsperson Zahnpasta des Beispiels 1 Kontrolle
A 0 3
B 1 4
C 0 3
D 0 3
E 0 4
mittlere Bewertung 0,2 3,4
Wie aus Tabelle III ersichtlich wird, verändert die erfindungsgemäße
Zahnpasta kaum den Geschmack eines Nahrungsmittels nach dem Zähneputzen.
Ende der Beschreibung.
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Claims (14)
1. Zahnputzmittel, enthaltend ein Schäummittel im Gemisch
mit anderen herkömmlichen Bestandteilen für ein Zahnputzmittel, dadurch gekennzeichnet ,
daß das Schäummittel einen Saccharose-Fettsäureester, eine N-Acylaminosäure oder ein Salz davon und Natriummonofluorphosphat
umfaßt.
2. Zahnptitzmittel nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η
zeichnet, daß der Saccharose-Fettsäureester ein Gemisch aus Mono-* Di- und Triester von Saccharose mit mindestens
einer Fettsäure mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen ist, welches mindestens 10 Gew.-9$ llonoester enthält.
3. Zahnputzmittel nach Anspruch 2, dadurch g e k e η η zeichnet , daß der.Saccharose-Fettsäureester nicht
mehr als 4 Gew.-% nicht-umgesetzte Fettsäuren enthält.
4. Zahnputzmittel nach Anspruch 1, dadurch g ek e η η zeichnet,
daß es den Saccharose-Fettsäureester in einer Menge von 0,25 bis 10 Gew.-Ja, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Zahnputzmittels, enthält.
5. Zahnputzmittel nach Anspruch 4, dadurch g e k e η η zeichnet, daß der Gehalt des Saccharose-Fettsäureesters
im Bereich von 0,25 bis 5 Gew.-95, bezogen auf das Gesamtgewicht des Zahnputzmittels, liegt.
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ORIGINAL INSPECTED
6. Zahnputznittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Acylgruppe der N-Acylaminosäure
oder ihres Salzes ein Fettsäurerest mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen ist.
7. Zahnputzmittel nach Anspruch 6, dadurch g e k β η η ζ
e i ch η e t , daß es die N-Acylaminosäure oder ein Salz
davon in einer Menge von bis zu 2 Gew.-Jo, bezogen auf das
Gesamtgewicht des Zahnputzmittels, enthält
8. Zahnputzmittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß es die N-Acylaminosäure oder ein Salz
davon in einer Menge von 0,1 bis 0,75 Gew.-S6, bezogen auf
das Gesamtgewicht des Zahnputzmittels, enthält.
9. Zahnputzmittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die N-Acylaminosäure oder ihr Salz
N-Lauroyl-N-methyl-ß-alanin oder ihr Natriumsalz ist.
10. Zahnputzmittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die N-Acylaminosäure oder ihr Salz
N-Myristoyl-N-methyl-ß-alanin oder sein Natriumsalz ist.
11. Zahnputzmittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die N-Acylaminosäure oder ihr Salz
N-Lauroylaarcosin oder sein Natriumsalz ist.
12. Zahnputzmittel nach Anspruch 11, dadurch g e k e η η
zeichnet, daß es das N-Lauroylsarcosin oder sein Natriumsalz in einer Menge von 0,1 bis 0,5 Gew.-?a, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Zahnputzmittels, enthält.
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13· Zahnputznittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es das Natriunmonofluorphosphat in
einer ϊ-Ienge von nicht mehr als 1,1 Gew.-Jo, bezogen auf das
Gesamtgewicht des Zahnputzmittels, enthält.
14. Zahnputzmittel nach Anspruch 13, dadurch g e k e η η
zeichnet , daß der Gehalt des Natriummonofluorphosphats im Bereich von 0,15 bis 0,76 Gew.-So, bezogen auf das
Gesamtgewicht des Zahnputzmittels, liegt.
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