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DE2745111A1 - Verfahren und vorrichtung zum abdrehen von bremsscheiben - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum abdrehen von bremsscheiben

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Publication number
DE2745111A1
DE2745111A1 DE19772745111 DE2745111A DE2745111A1 DE 2745111 A1 DE2745111 A1 DE 2745111A1 DE 19772745111 DE19772745111 DE 19772745111 DE 2745111 A DE2745111 A DE 2745111A DE 2745111 A1 DE2745111 A1 DE 2745111A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
tool holder
cutting
disc
groove
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19772745111
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Eisenhofer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19772745111 priority Critical patent/DE2745111A1/de
Publication of DE2745111A1 publication Critical patent/DE2745111A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B5/00Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
    • B23B5/04Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for reconditioning hubs or brake drums or axle spindles without removing same from the vehicle
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D65/00Parts or details
    • F16D65/0037Devices for conditioning friction surfaces, e.g. cleaning or abrasive elements
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B2235/00Turning of brake discs, drums or hubs
    • B23B2235/04Machining of brake discs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Abdrehen von
  • Bremsscheiben Die Erfindung betrifft nach einem ersten übergeordneten Erfindungsgedanken ein Verfahren zum Abdrehen von Bremsscheiben von Kfz-ScheibenbremsenX deren Bremsscheiben mit jeweils einem Paar in einem Bremssattel angeordneter, mittels zugeordneter Bremszylinder betätigbarer Bremsklötze zusammenwirken, und bezieht sich nach einem weiteren Erfindungsgedanken auf eine geeignete Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Arbeitsverfahrens.
  • Auf Breis scheiben kot es infolge hier praktisch nicht zu verieidender Verschiutzung, ungleichiäßigen Tragens der Bremsbeläge etc. oft zur Bildung von Riefen, was im Hinblick auf die erzielbare Bremsleistung unerwünscht ist.
  • Die Fachwelt steht daher häufig vor der Notwendigkeit, diese Riefen zu beseitigen. Dies ist durch Überdrehen der Bremsscheibe möglich. Bisher wurde daher hierzu die betreffende Bremsscheibe ausgebaut und auf einer Drehbank überdreht, Der hierbei in Kauf zu nehmende Montageaufwand ist jedoch sehr hoch, da bei einer Demontage der Bremsscheibe zuvor auch noch der Bremssattel demontiert werden muß.
  • Außerdem besteht hierbei die Gefahr, daß die betreffende Bremsscheibe mit Gewalt von ihrem Sitz gelöst und dabei verzogen wird. Ganz abgesehen davon erfordert jedoch die Bereitstellung einer zum Überdrehen von Bremsscheiben geeigneten Drehbank einen relativ hohen Einsatz, so daß nur in sehr wenigen Werkstätten solche Drehbänke vorhanden sind.
  • Man hat sich daher vielfach auch damit beholfen, daß die betreffenden Bremsscheiben einfach gegen neue Ersatzteile ausgewechselt wurden. Hierbei entfällt zwar ein Überdrehen dieser Bremsscheiben, der Montageaufwand zum Aus- und Einbau dieser Bremsscheiben samt zugehörigen Bremssattel muß jedoch nach wie vor in Kauf genommen werden. Außerdem ist davon auszugehen, daß nicht jede Werkstätte über das notwendige Ersatzteillager verfügt, so daß vielfach auch ein nicht unerheblicher Aufwand zur Ersatzteilbeschaffung hinzukommt.
  • Hiervon ausgehend ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung unter Vermeidung dieser Nachteile eine Möglichkeit zu schaffen, die es gestattet, Bremsscheiben mit verhältnismäßig geringem Aufwand schnell und ohne Demontage zu überdrehen.
  • Die Lösung dieser Aufgabe gelingt gemäß einem ersten übergeordneten Erfindungsgedanken in überraschend einfacher Weise dadurch, daß zunächst die Bremsklotzhalterung demontiert und jeweils ein Bremsklotz aus seinem Sitz im Bremssattel herausgenommen wird, an dessen Stelle dann ein mit mindestens einer Schnittleiste versehener Werkzeughalter in den Bremssattel eingelegt wird, und daß anschließend die Bremsscheibe angetrieben und der Werkzeughalter durch Betätigung der Bremszylinder zugestellt wird.
  • Die Demontage der Bremsklötze stellt einen relativ einfachen Arbeitsgang dar, der bei einer Überholung der Bremsanlage ohnehin anfallen würde, so daß bei gleichzeitiger Anwendung der erfindungsgemäßen Maßnahmen praktisch überhaupt kein zusätzlicher Montageaufwand anfällt, was die Bereitschaft zur Einhaltung der an sich gewünschten Oberflächenqualität von Bremsscheiben sehr stark fördern und damit insbesondere der Verkehrssicherheit dienen dürfte. Die mit Hilfe der erfindungsgemäßen Maßnahmen erzielbare Bearbeitungsgenauigkeit reicht für praktische Anwendungsfälle vollkommen aus, da die Bremszylinder eine äußerst feinfühlige Zustellung erlauben. Der hier notwendige Werkzeughalter stellt im Vergleich zu einer Drehbank ein verhältnismäßig einfaches und billiges Bauteil dar, das leicht und zuverlässig in den den Bremsklötzen jeweils zugeordneten Sitz eingelegt werden kann. Dadurch, daß jede Seite der Bremsscheibe separat bearbeitet wird, kann einer unterschiedlichen Riefentiefe etc. voll Rechnung getragen werden. Während die eine Bremsscheibenseite bearbeitet wird, dient dabei der auf der gegenüberliegenden Seite zur Anlage kommende Bremsklotz als ausgezeichnetes Gegenlager, so daß die zu bearbeitende Bremsscheibe nicht ausweichen kann. Die erfindungsgemäßen Maßnahmen gestatten jedoch ersichtlich nicht nur eine Beseitigung von Oberflächenriefen, sondern ermöglichen auch ein Richten leicht verzogener Bremsscheiben, die vielfach Ursache für einen unruhigen Lauf sind. Die erfindungsgemäßen Maßnahmen ermöglichen daher die Lebensdauer von Bremsscheiben bei dennoch vorhandener hoher Verkehrssicherheit nicht unwesentlich zu verlängern, was gesamtwirtschaftlich gesehen äußerst erwünscht ist.
  • Nach einem weiteren Erfindungsgedanken ist zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ein im Querschnitt in etwa einem Bremsklotz entsprechender Werkzeughalter mit vorzugsweise etwa doppelter Bremsklotzlänge vorgesehen, der mit mindestens einer über seine ganze Länge sich erstreckenden durchgehenden Schnittleiste versehen ist. Die durchgehende Schnittleiste gewährleistet in vorteilhafter Weise eine gleichzeitige Bearbeitung über dem gesamten Scheibenradius, was kurze Arbeitszeiten ergibt, Die durchgehende Schnittleiste des Werkzeughalters wirkt beim Abdrehvorgang unter ähnlichen Bedingungen mit der Bremsscheibe zusammen wie ein im normalen Betrieb hieran zur Anlage bringbarer Bremsklotz, so daß dieser nach erfolgtem Abdrehvorgang sicher mit seiner gesamten Fläche zum Tragen kommt. Ein weiterer Vorteil der vorstehend genannten Maßnahmen ist darin zu sehen, daß mit einem derartigen Werkzeughalter ohne weiteres beide Bremsscheibenseiten, die spiegelbildliche Verhältnisse ergeben, bedienbar sind, Der mit einer durchgehenden Schnittleiste versehene Werkzeughalter ist dabei jeweils lediglich mit seinem einen oder seinem anderen Ende in den Bremssattel einzuschieben, bis im einfachen Fall sein jeweils vorderes Ende an der benachbarten Nabe zur Anlage kommt. Bei entsprechender Länge des Werkzeughalters lassen sich in vorteilhafter Weise Bremsscheiben aller gängigen Durchmesser bedienen und ergibt sich gleichzeitig eine einfache Handhabung.
  • Vielfach kann es sich auch als vorteilhaft erweisen, wenn die Seitenflanken des Werkzeughalters leicht keilförmig gegeneinander angestellt sind, so daß sich beim Einschieben des Werkzeughalters ein sauberer Klemmsitz erreichen läßt0 Gleichzeitig ergibt sich hierdurch eine Selbstanpassung des Werkzeughalters an unterschiedliche Sitzweiteno In größerem Umfang läßt sich dies auch durch Auffüttern seitlicher Paß stücke bewerkstelligen.
  • Eine weitere zweckmäßige Maßnahme kann darin bestehen, daß die Schnittleiste jeweils als in eine Nut des Werkzeughal ters einspannbarer Schneidstahl ausgebildet ist. Hierdurch ist eine leichte Auswechselbarkeit sichergestellt. Zweckmäßigerweise kann zur Bildung der Schnittleiste daher ein sogenannter Vierschneidenstahl Verwendung finden, was hohe Betriebszeiten ohne die Notwendigkeit einer Werkzeugschärfung ermöglicht.
  • In weiterer Fortbildung der Erfindung kann parallel zur Schnittleiste jeweils eine Spanauffangnut vorgesehen sein, von der zur gegenüberliegenden Werkzeughalterseite führende Spanabfuhrbohrungen abgehen. Diese Maßnahmen sichern eine saubere Spanabfuhr und gewährleisten damit eine hohe Oberflächengüte und gleichzeitig eine ausgezeichnete Sicht, Eine ganz besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen, daß jeweils zwei hintereinander angeordnete, vorzugsweise als Schrupp- bzw, Schlichtwerkzeug ausgebildete Schnittleisten vorgesehen sind. Diese Maßnahmen gewährleisten nicht nur ausgezeichnete Oberflächengüte sondern erbringen gleichzeitig auch eine zweimalige Abstützung des Werkzeughalters an der jeweils zu bearbeitenden Bremsscheibe, so daß auch bei relativ rauher Betriebsweise Kippbewegungen etc. nicht zu befürchten sind, Ein weiterer besonders bevorzugter Erfindungsgedanke im Zusammenhang mit der Durchführung des übergeordneten Verfahrens kennzeichnet sich durch eine Bremsscheiben-Antriebseinheit mit einem Getriebemotor, der abstriebsseitig mit einer mit der Fahrzeugnabe kuppelbaren Lochscheibe versehen ist. Hiermit ist es möglich, unabhängig vom Fahrzeugantrieb praktisch jede gewünschte Schnittgeschwindigkeit zu bewerkstelligen. Eine Geschwindigkeit von 160 U/Min hat sich für viele Fälle als besonders zweckmäßig erwiesen0 Die Lochscheibe kann mit an unterschiedliche Fahrzeugtypen angepaßten Teilkreisen versehen sein, was in vorteilhafter Weise praktisch universelle Verwendbarkeit gestattet.
  • Eine bevorzugte Weiterbildung der vorstehend genannten Maßnahmen kann darin bestehen, daß der mit einer Lochscheibe versehene Getriebemotor auf einem fahrbaren Bock angeordnet ist, was die Handhabung wesentlich erleichtert.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung in Verbindung mit den Ansprüchen.
  • Hierbei zeigen: Figur 1 ein Anwendungsbeispiel der Erfindung anhand eines teilweise im Schnitt dargestellten Bremssattels, Figur 2 ein erstes Ausführungsbeispiel für einen Werkzeughalter im Schnitt, Figur 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Werkzeughalter in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellung, Figur 4 eine schematische Darstellung einer Antriebseinheit und Figur 5 eine Ansicht der mit der Fahrzeugnabe kuppelbaren Lochscheibe.
  • Der in Fig. 1 ausschnittsweise dargestellten, mit 1 bezeichneten Bremsscheibe ist ein seitlich angeordneter, als Ganzes mit 2 bezeichneter Bremssattel zugeordnet, der aus zwei miteinander verschraubten Hälften besteht, zwischen denen die Bremsscheibe 1 hindurchgeführt ist. In Fig. 1 ist nur die hintere Sattelhälfte dargestellt. Der Sattel 2 ist mittels einer an die in Fig. 1 dargestellte Sattelhälfte angeformten Halteleiste 3 am Gehäuse festelgbar. Jede Sattelhälfte nimmt einen Bremsklotz 4 auf, der üblicherweise aus einem mit einem Bremsbelag versehenen Stahlblech besteht.
  • Zur Bewerkstelligung eines Bremseingriffs ist jedem Bremsklotz 4 ein in Fig. 1 bei 5 angedeuteter, hydraulischer Bremszylinder zugeordnet, der über das Bremspedal betätigbar ist. Zur Halterung der Bremsklötze sind im Sattel steg angeordnete Stifte 6 vorgesehen, die an das Rückenblech der beiden Bremsklötze 4 jeweils angeformte Laschen 7 durchsetzen. In der Regel sind die Bremsklötze 4 noch mittels einer hier nicht näher dargestellten, an den Stiften 6 abgestützten Kreuzfeder-Anordnung verspannt. Die Bremsklötze 49 die von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden müssen, sind einfach durch Abnehmen der genannten Kreuzfeder-Anordnung und Herausziehen der Stifte 6 demontierbar.
  • Zum Abdrehen der Bremsscheibe 1 wird jeweils ein Bremsklotz 4 aus seinem Sitz in der zugeordneten Sattelhälfte herausgenommen und anstelle dieses herausgenommenen Bremsklotzes ein vorzugsweise querschnittsgleicher, in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien angedeuteter Werkzeughalter 8 eingesetzt, Der Werkzeughalter 8 kann dabei einfach von der Nontageöffnung 9 des Bremssattels 2 her in diesen eingesteckt werden, bis sein vorderes Ende an der benachbarten, hier bei 10 angedeuteten Nabe zur Anlage kommt. Da bei unterschiedlichen Baugrößen und unterschiedlichen Typen von Kraftfahrzeugen mit unterschiedlichem Nabendurchmesser gerechnet werden muß und das aus dem Bremssattel 2 herausragende Ende des Werkzeughalters 8 eine zuverlässige Handhabung gestatten soll, wird der Werkzeughalter 8 zweckmäßigerweise hinreichend lang ausgeführt. Wie Versuche gezeigt haben, kommt man etwa mit im Vergleich zu normalen Bremsklötzen doppelter Länge in praktisch allen Fällen aus. Der Vorschub des Werkzeughalters 8 zur Bewerkstelligung eines Bearbeitungseingriffs mit der Bremsscheibe 1 wird auf einfache Weise wie der Vorschub der Bremsklötze 4 durch die Bremszylinder 5 bewerkstelligt, die mittels des Bremshebels äußerst feinfühlig betätigbar sind. Die beiden Seiten der Bremsscheibe 1 werden zweckmäßigerweise nacheinander bearbeitet. Hierdurch ist sichergestellt, daß jede Scheibenseite entsprechend der hier vorgefundenen Riefentiefe etc. bearbeitet werden kann. Zweckmäßigerweise wird dabei so vorgegangen, daß jeweils nur der Bremsklotz der gerade zur Bearbeitung anstehenden Seite aus seinem Sitz herausgenommen wird. Der dem hier eingestellten Werkzeughalter 8 gegenüberliegende Bremsklotz stellt somit eine ausgezeichnete Abstützung der Bremsscheibe während des Drehvorgangs sicher. Anschließend wird der Werkzeughalter 8 auf die gegenüberliegende Seite umgesetzt und die zuerst bearbeitete Seite zur Bewerkstelligung der vorher erwähnten Abstützung mit einem entsprechenden Bremsklotz bestückt. Während des Drehvorgangs muß die Bremsscheibe 1 angetrieben werden. Eine bevorzugte Art dieses Antriebs wird weiter unten beschrieben.
  • Der Werkzeughalter 8 ist, wie insbesondere die Fig. 2 und 3 näher erkennen lassen, zweckmäßig als massiver Rechteckblock ausgebildet, der auf seiner Vorderseite mindestens eine über seine ganze Länge durchgehende Schnittleiste aufweist, die beim Abdrehen der Bremsscheibe 1 in vorteilhafter Weise eine Fläche herstellt, auf welcher der später hiermit zusammenwirkende Bremsbelag voll zum Tragen kommt.
  • Der der Fig. 2 zugrundeliegende Werkzeugträger 8 ist mit einer Schnittleiste 11 bestückt, Wie Versuche gezeigt haben, lassen sich hiermit bereits ausgezeichnete Arbeitsergebnisse erreichen. Zweckmäßigerweise befindet sich die Schnittkante 12 dieser Schnittleiste 11 etwa in Werkzeughaltermitte, so daß sich eine saubere Anlage der Rückseite 13 des Werkzeughalters 8 am Bremszylinder 5 einstellt. Bei dem in Fig0 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist seitlich neben der Schnittleiste 11 eine vorzugsweise federnd abgestützte Dämpfungskugel 14 angeordnet, die über die Werkzeughalteroberfläche vorsteht und damit scheibenseitig eine doppelte Werkzeughalter-Abstützung gewährleistet. Zweckmäßigerweise können etwa zwei auf die Länge des Werkzeughalters verteilte Dämpfungskugeln 14 vorgesehen sein. Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei hintereinander angeordnete Schnittleisten 15 und 16 vorgesehen. Die in Arbeitsrichtung vordere Schnittleiste 15 kann dabei zweckmäßig als Schruppwerkzeug, die dahinterliegende Schnittleiste 16 als Schlichtwerkzeug ausgebildet sein, was eine besonders hohe Oberflächengüte erreichen läßt. Die beiden nebeneinander angeordneten Schnittleisten 15 und 16 bewerkstelligen bereits eine zweimalige Abstützung des zugehörigen Werkzeughalters, so daß hier zusätzliche Stützmittel wie die in Fig. 2 angedeuteten Dämpfungskugeln 14 etc. entfallen können.
  • Die Schnittleisten 11 bzw. 15 bzw. 16 können an den jeweils zugehörigen Werkzeughalter 8 angeformt sein. Im dargestellten, besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Schnittleisten 11 bzw. 15 bzw. 16 jeweils als vom zugehörigen Werkzeughalter separater Schneidstahl ausgebildet, der in eine jeweils zugehörige Werkzeughalter-Nut 17 einspannbar ist. Der die Schnittleiste 11 bildende Schneidstahl ist, wie Fig. 2 anschaulich erkennen läßt, als im Querschnitt rechteckförmiger Vierschneidenstahl ausgebildesto Der Nutgrund der zugeordneten Nut 17 fällt dabei zweckmäßigerweise schräg nach hinten ab, so daß sich im Bereich der Schnittkante 12 der gewünschte Schnitt- und Freiwinkel ergibt. Durch einfachen Wechsel der Schnittkante lassen sich hierbei hohe Standzeiten erreichen, ohne daß zwischendurch ein Schärfvorgang notwendig wäre0 Zum Spannen der Schnittleiste 11 können einfach hier durch ihre Mittellinien angedeutete, parallel zum Nutgrund angeordnete Spannschrauben 18 vorgesehen sein. Vielfach kann es sich dabei als zweckmäßig erweisen, die Schnittleiste 11 wie in Fig. 2 erkennbar ist, mittels einer durchgehenden Spannleiste 19 zu hinterlegen, was eine gleichmäßige Verteilung der Spannkraft auf der gesamten Länge und gleichzeitig eine höchst erwünschte Schonung der benachbarten Schnittkanten ergibt0 Die Schnittleisten 15 bzw. 16 nach Fig. 3 werden beispielsweise durch einfache Schneidstähle gebildet, die vorzugsweise in normale Rechtecknuten einsetzbar sind. Zum Spannen dieser Schneidstähle sind hier wiederum von der jeweils benachbarten Seitenfläche des zugehörigen Werkzeughalters her einschraubbare Spannschrauben 20 vorgesehen, die hier der Einfachheit halber ebenfalls lediglich durch ihre Mittellinien angedeutet sind. Die Köpfe der Spannschrauben 18 bzw. 20 sind zweckmäßigerweise versenkt, so daß sich saubere, ununterbrochene Seitenflanken ergeben.
  • Zur Bewerkstelligung einer sauberen Spanabfuhr sind in den dargestellten Ausführungsbeispielen jeweils parallel zu den Schnittleisten 11 bzw. 15 bzw. 16 verlaufende Spanauffangnuten 21 vorgesehen, von denen jeweils zur gegenüberliegenden Werkzeughalter-Unterseite 13 führende Bohrungen 22 abgehen, über die die anfallenden Späne nach hinten abgeführt werden. Die Achse dieser Bohrungen kann vorzugsweise wie bei dem Beispiel nach Fig. 2 leicht fallend gelegt sein, was die Spanabfuhr noch erleichtert, Vielfach kann es sich auch als zweckmäßig erweisen, die der jeweils benachbarten Schnittleiste zugewandte Kante der Spanabfuhrnuten abzuschrägen, wie in Fig. 3 bei 23 angedeutet ist.
  • Hierdurch ergibt sich eine besonders sichere Spanaufnahme.
  • Der einen Werkzeughalter 8 bildende Block wird zweckmäßigerweise in bestimmten Standardmaßen hergestellt. Zur Anpassung an unterschiedliche Sitzweiten im Bereich der Bremssättel unterschiedlicher Fahrzeugtypen können hierbei seitlich aufzufütternde Paßstücke vorgesehen sein, wie in Fig. 2 bei 24 angedeutet ist. Diese Maßnahme erlaubt eine starke Rationalisierung der Herstellung. Der in Fig. 1 angedeutete Werkzeughalter 8 ist mit parallelen Seitenflanken versehen.
  • Vielfach kann es sich aber auch als zweckmäßig erweisen, wenn die Seitenflanken des Werkzeughalters leicht keilförmig gegeneinander angestellt sind, wie in Fig. 3 bei 25 angedeutet ist. Hierdurch läßt sich beim Einschieben eines derartigen Werkzeughalters in einen Bremssattel innerhalb eines weiten Toleranz feldes ein strammer Sitz erreichen.
  • Der Antrieb der Bremsscheibe 1 während der Dreharbeiten kann unter Umständen über den vorhandenen Fahrzeugantrieb erfolgen. Im hier geschilderten Beispiel soll hierzu eine in Fig.
  • 4 näher dargestellte, als Ganzes mit 30 bezeichnete Antriebseinheit vorgesehen sein. Diese Antriebseinheit 30 besteht aus eines Elektromotor 31, dem ein Untersetzungsgetriebe 32 nachgeordnet ist. Zweckmäßigerweise wird die Motordrehzahl hiermit so untersetzt, daß sich im Bereich der zu bearbeitenden Bremsscheibe eine Drehzahl von 160 U/Min ergibt.
  • Diese Geschwindigkeit hat sich bei Versuchen als optimal erwiesen. Der Abtriebsstummel 33 des Untersetzungsgetriebes 32 ist, wie Fig0 4 weiter erkennen läßt, mit einer Lochscheibe 34 versehen, die zum Antrieb der Bremsscheibe 1 mit der dieser jeweils benachbarten Radnabe 35 zu verbinden ist.
  • Die hierfür verwendeten Schrauben sind in Fig. 4 bei 36 angedeutet.
  • Die Lochscheibe 34 ist, wie Fig. 5 näher erkennen läßt, zweckmäßigerweise mit einer Anzahl auf die Naben verschiedener Fahrzeugtypen abgestimmter Lochkränze 47 versehen, was eine universelle Verwendbarkeit der Antriebseinheit 30 gestattet. Zur Bewerkstelligung einer leichten Austauschbarkeit der Lochscheibe 34 ist diese zweckmäßig abnehmbar auf dem Abtriebsstummel 33 angeordnet. Hierdurch ist es ohne weiteres möglich, Lochscheiben mit veralteten Lochteilungen etc. auszutauschen. In der Regel kommt man mit einer Lochscheibe aus. Es wäre aber auch ohne weiteres denkbar, mehrere Wechsel-Lochscheiben auf Lager zu nehmen.
  • Zweckmäßigerweise ist die komplette Antriebseinheit 30 auf einem fahrbaren Bock 38 montiert. Hierdurch ergibt sich, wie Fig. 4 anschaulich erkennen läßt, eine leichte Bedienbarkeit. Unter Umständen kann es vorteilhaft sein, auf dem Bock 38 einen hier nicht näher dargestellten Behälter zur Aufnahme von der Schnittstelle etwa zuzuführendem Schmiermittel vorzusehen. In einer bevorzugten Ausführungsform kann hierzu gleichzeitig eine Schmiermittelpumpe vorgesehen sein, die gegebenenfalls ebenfalls über den Motor 31 anzutreiben ist.
  • Die vorstehenden Ausführungen lassen erkennen, daß das erfindungsgemäße Bremsscheiben-Abdrehverfahren beim Wechsel verschlissener Bremsbeläge praktisch keinen zusätzlichen Montageaufwand erfordert, Das betreffende Fahrzeug wird dabei wie zum Wechsel der Bremsklötze in Stellung gebracht.
  • Die Bremsscheibe 1 und der Bremssattel 2 brauchen hierzu, wie Fig. 4 anschaulich erkennen läßt, nicht demontiert zu werden0 Nach der Demontage der Bremsklotzhalterung aus dem nicht zu demontierenden Bremssattel wird etwa die Antriebseinheit 30 in die der Fig. 4 zugrundeliegende Stellung gebracht, Danach wird ein erster Bremsklotz aus seinem Sattelsitz herausgenommen und durch den erfindungsgemäßen Werkzeughalter 8 ersetzt, während der gegenüberliegende Bremsklotz noch in Stellung bleibt. Durch Inbetriebnahme der Antriebseinheit 30 und Betätigung der Bremszylinder 5 wird die erste Seite der zu bearbeitenden Bremsscheibe abgedreht. Eine Betriebsdrehzahl von etwa 160 U/Min hat sich hierfür als besonders zweckmäßig erwiesen. Nach Beendigung dieses Arbeitsgangs wird der gegenüberliegende Bremsklotz herausgenommen und der Werkzeughalter auf diese Seite umgesetzt. Die durchgehende Schnittleiste erlaubt dabei eine spiegelbildliche Anordnung, so daß die Drehrichtung beibehalten werden kann.
  • Gleichzeitig wird auf der bereits bearbeiteten Bremsscheibenseite der hierfür vorgesehene neue Bremsklotz in Stellung gebracht. Darauf folgt die Bearbeitung der zweiten Bremsscheibenseite und die anschließende Bestückung mit dem hierfür vorgesehenen neuen Bremsklotz0 Leerseite

Claims (11)

  1. Ans#rtiche 0 Verfahren zum Abdrehen der Bremsscheibe von Kfz-Scheibenbremsen, deren Bremsscheiben mit jeweils einem Paar in einem Bremssattel angeordneter, mittels zugeordneter Bremszylinder betätigbarer Bremsklötze zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Bremsklotzhalterung demontiert und jeweils ein Bremsklotz aus seinem Sitz im Bremssattel herausgenommen wird, an dessen Stelle dann ein mit mindestens einer Schnittleiste versehener Werkzeughalter in den Bremssattel eingelegt wird, und daß anschließend die Bremsscheibe angetrieben und der Werkzeughalter durch Betätigung der Bremszylinder zugestellt wird.
  2. 2) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, gekennzeichnet durch einen blockförmigen, im Querschnitt in etwa einem Bremsklotz entsprechenden Werkzeughalter (8), der mit mindestens einer über seine ganze Länge sich erstreckenden, durchgehenden Schnittleiste (11 bzw. 15 bzw. 16) versehen ist.
  3. 3) Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnittleisten (11 bzw. 15 bzw. 16) jeweils als in eine Nut (17) des Werkzeughalters (8) einspannbarer Schneidstahl ausgebildet sind.
  4. 4) Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnittleiste (11) rechteckigen Querschnitt und die jeweils zugeordnete Nut (17) einen nach hinten abfallenden Nutgrund aufweisen.
  5. 5) Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Schnittleiste (11 bzw. 15 bzw. 16) eine Spanauffangnut (21) vorgesehen ist, von der zur gegenüberliegenden Werkzeughalterseite (13) führende Bohrungen (22) abgehen.
  6. 6) Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 5 mit einer Schnittleiste, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine seitlich von der Schnittleiste (11) angeordnete, federnd abgestützte Dämpfungskugel (14) vorgesehen ist,
  7. 7) Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei hintereinander angeordnete, vorzugsweise als Schrupp-bzw. Schlichtwerkzeug ausgebildete Schnittleisten (15, 16) vorgesehen sind.
  8. 8) Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen (25) des Werkzeughalters (8) keilförmig gegeneinander angestellt sind.
  9. 9) Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum seitlichen Auffüttern von Paßstücken 24 auf den Werkzeughalter 8 vorgesehen sind.
  10. 10) Vorrichtung insbesondere nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 9 gekennzeichnet durch eine Bremsscheiben-Antriebseinheit (30) mit einem Getriebemotor (31, 32), der abtriebsseitig mit einer mit der Fahrzeugnabe (35) kuppelbaren Lochscheibe (34) versehen ist.
  11. 11) Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochscheibe (34) auswechselbar ist, 12) Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einer Lochscheibe (34) versehene Getriebemotor (31, 32) auf einem fahrbaren Bock (38) angeordnet ist.
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