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Rundstrickmaschine
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Die Erfindung betrifft eine Rundstrickmaschine der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 bezeichneten Gattung.
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Rundstrickmaschinen der oben bezeichneten Gattung (DT-PS 1 140 660)
dienen hauptsächlich zur Herstellung von Strümpfen oder Strumpfhosen mit durch Pendelstricken
gebildeten Warenflächen, z.B. Pendelfersen, und besitzen in der Regel eine Minder-
und Zunahmeeinrichtung mit Minder- und Zunahmefingern, die über aufwendige Hebelsysteme
gesteuert werden.
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Neuerdings werden Rundstrickmaschinen mit Minder- und Zunahmeeinrichtungen
auch zur Herstellung von Strumpfhosen mit im Pendelgang hergestellten Hosenteilen
(DT-OS 25 48 208) eingesetzt.
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Die Herstellung dieser Strumpfhosen erfolgt in der Weise, daß zunächst
der eine Längen im Rundlauf gestrickt wird, dann die Maschine in den Pendelgang
geschaltet wird, um bei gleichzeitiger Abnahme der am Pendelstricken beteiligten
Nadeln die eine Hälfte des Hosenteils und des durch Umhängen erhaltenen Bundes herzustellen,
anschließend die erste Hälfte des Doppelrandes abgesprengt wird, dann die zweite
Hälfte des Bundes und des Hosenteils gestrickt wird, wobei durch entsprechende Zunahme
der am Pendelstricken beteiligten Nadeln längs der sogenannten Mindernaht Verbindungen
mit der ersten Hälfte des Bundes bzw.
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des Hosenteils geschaffen werden, und abschließend der zweite Längen
im Rundlauf hergestellt wird0 Die Herstellung derartiger Strumpfhosen unter Verwendung
von Minder- und Zunahmefingemist begrenzt und zeitaufwendig.
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Die Verwendung anderer Minder- und Zunahmeeinrichtungen, z.B.
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Schnabelstößereinrichtungen, scheitert Jedoch bisher daran, daß diese
Einrichtungen nicht zum Pendelstricken, sondern nur zum kontinuierlichen Rundstricken
geeignet sind (D?-PS'en 1 204 771 und 1 251 456).
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die eingangs bezeichnete
Rundstrickmaschine derart auszubilden, daß die kl der am Pendelstricken beteiligten
Nadeln bei vergleichsweise geringem konstruktiven Aufwand und unter Vermeidung von
Minder- und Zunahmefingern in wenigstens einer Drehrichtung des Nadelzylinders verkleinert
bzw. vergrößert, in der entgegengesetzten Drehrichtung des Nadel zylinders dagegen
wenigstens konstant gehalten werden kann.
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Zur Lösung dieser Aufgabe sind die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 vorgesehen.
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Die Erfindung schafft erstmals die Möglichkeit, an sich bekannte Sclmabelstößereinrichtungen
auch beim Pendelstricken einzusetzen.
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Hierdurch können herkömmliche Strumpf-Rundstrickmaschinen ohne großen
Aufwand so gestaltet werden, daß sie sich auch zur Herstellung der eingangs genannten,
im Pendelgang hergestellten Strumpfhosen eignen und daher einen wesentlich größeren
Einsatzbereich als bisher haben.
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Eine konstruktiv besonders einfache Ausgestaltung der erfindangsgemäßen
Schnabelstößereinrichtung ergibt sich dadurch, daß die Arbeitsfüße der Musterschieber
bei Jedem Pendelhub in eine Arbeitsspur, eine Strickspur, eine Ruhe spur und eine
zwischen der Arbeitsspur und der Ruhe spur angeordnete Vorwahlspur steuerbar sind.
Die Schaffung einer im Vergleich zu bekannten Schnabelstößereinrichtungen zusätzlichen
Vorwahlspur bringt den Vorteil mit sich, daß Schloßteile vorgesehen werden können,
die zwischen den einzelnen Pendelhüben nicht umgeschaltet werden brauchen, solange
die Zahl der am Pendelstricken beteiligten Nadeln kontinuierlich vergrößert bzw.
verkleinert oder nicht verändert werden soll, d.h. daß die Zahl der am Pendelstricken
beteiligten Nadeln einfach dadurch in beiden Drehrichtungen des Nadelzylinders vergrößert,
verkleinert oder konstant gehalten werden kann, daß einige Schloßteile einmalig
in eine andere Stellung geschaltet werden.
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Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind
die seitlich abgebogenen Fuße der Musterschieber teilweise nach der einen Seite
und teilweise nach der anderen Seite abgebogen und beide Arten von Musterschiebern
unterschiedlichen Systemen zugeordnet, wobei zweckmäßig die denterschiedlichen Systemen
zugeordneten Schloßteile der Schnabelstößereinrichtung spiegelsymmetrisch ausgebildet
sind. Hierdurch kann das durch Pendelstricken hergestellte Warenstück an beiden
Seiten in genau derselben Weise gemindert oder erweitert werden.
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Die Musterschieber weisen außerdem vorzugsweise Arbeitsfüße in wenigstens
zwei Ebenen auf, wobei die Schnabelstößereinrichtung Abzugs- und Austriebsteile
aufweist, die an unterschiedlichen Systemen in unterschiedlichen Ebenen wirksam
sind. Hierdurch lassen sich den im Einzelfall vorhandenen Stricksystemen bestimmte
Gruppen von benachbarten Musterschiebern zuordnen oder Gruppen von Musterschiebern
für Warenflächen vorsehen, die nicht im Pendelgang, sondern im normalen Rundlauf
hergestellt werden.
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Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
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Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der beiliegenden
Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläuterm. Es zeigen: Fig. 1 schematisch
eine Schloßabwicklung von zwei benachbarten Systemen einer Rundstrickmaschine mit
einer erfiudungsgemäßen Schnabelstößereinrichtung; und Fig. 2 bis 9 schematisch
die der Schnabelstößereinrichtung nach Fig. 1 unmittelbar zugeordneten Schloßteile
während unterechiedlicher Betriebszustände.
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Nach Fig. 1 sind in den Nuten des nicht dargestellten, in beide Richtungen
pendelnd hin- und herbewegbaren Nadelzylinders einer Rundstrickmaschine untereinander
Je eine Stricknadel 1, ein Zwischenschieber 2 und ein Musterschieber 3 angeordnet.
Während die Nadelnl je einen Fuß 4 und die Zwischenschieber je einen Fuß 5 aufweisen,
besitzt eine Gruppe von benachbarten Musterschiebern 3 in einer unteren Ebene Je
einen hohen Arbeitsfuß 6, eine andere Gruppe von benachbarten Musterschiebern 3
dagegen in der unteren Ebene einen tiefen Arbeitsfuß 7 und in einer oberen Ebene
einen Arbeitsfuß 8. Außerdem sind die Musterschieber 3 als Schnabelstößer ausgebildet
und besitzen infolgedessen unterhalb des hohen bzw. tiefen Arbeitsfußes 6 bzw. 7
noch einen seitlich weggebogenen, schnabelförmigen Fuß 9, der nach der einen oder
anderen Seite derart umgebogen ist, daß er beim Anheben oder Absenken des zugehörigen
Musterschiebers 3 unter den Arbeitsfuß 6 bzw. 7 eines benachbarten Musterschiebers
3 greifen und diesen ebenfalls anheben oder absenken kann.
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Auf die Fuße 4 der Nadeln 1 wirken an Jedem System schaltbare Austriebsteile
11, mittels derer die Nadeln 1 beim Rundlauf des Nadelzylinders in Richtung eines
Pfeils V unabhängig davon in die Einschließstellung gehoben werden können, ob und
in welcher Weise auf die Zwischenschieber 2 und die Musterschieber 3 eingewirkt
wird. Außerdem weist jedes System zwei Abzugskurven auf, die an Schloßteilen 12,
13 und 14 ausgebildet sind und von denen jeweils die eine Abzugskurve während der
Drehbewegung des Nadelzylinders in Richtung des Pfeils V (nachfolgend als "Vorlauf"
bezeichnet) und die andere Abzugskurve während der Drehbewegung des Nadelzylinders
in der entgegengesetzten Richtung eines Pfeils R (nachfolgend als "Rücklauf" bezeichnet)
den Abzug der Nadeln 1 in die Abschlagstellung bewirkt. Beim Anheben der Nadeln
1 in die Einschließstellung wird in ihre Haken mittels Fadenführern 17 bzw. 18 bei
beiden Drehrichtungen des Nadelzylinders ein Grundfaden eingelegt.
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Zur Einwirkung auf die Füße 5 der Zwischenschieber 2 sind Austriebsteile
20 für den Vorlauf und Austriebsteile 21 für den Rücklauf vorgesehen, die dazu dienen,
die Musterschieber 2 und mit ihnen die Nadeln 1 in die Einschließstellung zu heben,
nachdem ihre Füße 5 von Musterschiebern 3 aus einer Durchlaufspur 23 derart angehoben
worden sind, daß sie von den Austriebsteilen 20 bzw. 21 erfaßt werden. Außerdem
sind den Füßen 5 geeignete Abzugskurven zugeordnet, die an einem gemeinsamen Schloßteil
24 vorgesehen sind und die angehobenen Musterschieber 2 wieder in die Durchlaufspur
23 abziehen.
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Unterhalb der bisher beschriebenen Schloßteile sind die Schloßteile
einer erfindungsgemäßen Schnabelstößer einrichtung vorgesehen. Diese Schloßteile
sind in zwei Ebenen angeordnet, wobei die in der unteren Ebene angeordneten Schloßteile
des rechten Systems auf die unteren Arbeitsfüße 6 bzw. 7 der Musterschieber 3 und
die in der oberen Ebene angeordneten Schloßteile des linken Systems auf die oberen
Arbeitsfüße 8 der Musterschieber 3 einwirken.
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Gemäß Fig. 1 können die Füße 6 bzw. 7 im rechten System erfindungsgemäß
vier Spuren durchlaufen, und zwar von unten nach oben gesehen eine Ruhespur 26,
eine Vorwählspur 27, eine Arbeitsspur 28 und eine Strickspur 29. Der Abstand dieser
Spuren ist so gewählt, daß der Fuß 9 eines Musterschiebers, dessen Arbeitsfuß 6,7
bzw. 8 in der Arbeitsspur 28 oder in der Strickspur 29 gleitet, dicht unterhalb
des in der Ruhespur 26 oder in der Vorwahlspur 27 gleitenden Arbeitsfußes 6 bzw.
7 eines benachbarten Musterschiebers angeordnet ist. In Fig. 1 von rechts nach links
gesehen weist die Schnabelstößereinrichtung zunächst ein dreieckiges schaltbares
Austriebsteil 31 auf, mittels dessen die Arbeitsfüße 6 bzw. 9 in beiden Drehrichtungen
des Nadelzylinders aus der Ruhe spur 26 in die Vorwahlspur 27 angehoben werden können.
Daran anschließend ist ein Abzugsteil 32 mit zwei Abzugekurven vorgesehen, welche
die Arbeitsfüße 6 bzw. 7 beim Vorlauf bzw. beim Rücklauf aus der Strickspur 29 in
die
Arbeitsspur 28 abziehen können. Unter dem Abzugsteil 32 weist
die Schnabelstößereinrichtung ein Schloßteil 33 mit einer Austriebskurve auf, die
beim Vorlauf sowohl auf die in der Arbeitsspur 28 als auch auf die in der Vorwahlspur
27 befindlichen Arbeitsfüße 6 bzw. 7 einwirken und diese in die Strickspur 29 anheben
kann. Das Schloßteil 33 weist weiterhin eine Austriebskurve auf, die beim Rücklauf
wirksam ist, Jedoch nur die in der Arbeitsspur 28 befindlichen Arbeitsfüße 6 bzw.
7 in die Strickspur 29 anheben kann. Schließlich weist das Schloßteil 33 noch eine
Abzugskurve auf, die beim Rücklauf dazu dient, die in der Vorwählspur 27 befindlichen
Arbeitsfüße 6 bzw. 7 in die Ruhe spur 26 abzuziehen.
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In Richtung des Pfeils V ist hinter dem Schloßteil 33 ein schaltbares
dreieckförmiges Abzugsteil 34 mit zwei Abzugskurven angeordnet, die dazu dienen,
beim Vorlauf bzw. beim Rücklauf die in der Vorwahl spur 27 befindlichen Füße 6 bzw.
7 in die Ruhespur 26 abzuziehen. Dabei ist die in Fig. 1 rechte Abzugskurve gegenüber
der linken Austriebskurve des Schloßteils 33 derart nach links versetzt, daß die
von der linken Abzugskurve des Abzugsteils 34 abgesenkten Arbeitsfüße 6 bzw. 7 parallel
zur linken Austriebskurve des Schloßteils 33 wieder in die Vorwahlspur 27 angehoben
werden können.
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Hinter dem Abzugsteil 34 befindet sich ein Schloßteil 35, das eine
beim Vorlauf wirksame Abzugskurve und eine beim Rücklauf wirksame Austriebskurve
aufweist, wobei die Abzugs)nirve die in der Arbeitsspur einlaufenden Arbeitsfüße
6 bzw. 7 in die Vorwahl spur 27 abzieht, während die Austriebskurve die in der Arbeitsspur
28 befindlichen Arbeitsfüße 6 bzw. 7 in die Strickspur 29 austreibt. Unterhalb des
Schloßteils 35 und etwas nach links versetzt ist ein schaltbares Abzugsteil 36 angeordnet,
das beim Vorlauf alle in der Vorwahlspur 27 befindlichen Arbeitsfüße 6 bzw. 7 in
die Ruhe spur 26 befördert.
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Auf die Schloßteile 35 und 36 folgt ein Abzugsteil 37, das entsprechend
dem Abzugsteil 32 ausgebildet ist und auch dieselbe Funktion wie dieses hat. Unter
diesem Schloßteil ist schließlich noch ein Austriebsteil 38 vorgesehen, welches
beim Vorlauf auf die in der Vorwahlspur 27 befindlichen Arbeitsfüße 6 bzw. 7 einwirken
und diese in die Arbeitsspur 28 anheben kann.
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Wie im rechten System die Arbeitsfüße 6 bzw. 7 können im linken System
der Fig. 1 die Arbeitsfüße 8 vier Spuren, nämlich eine Ruhespur 40, eine Vorwahlspur
41, eine Arbeitsspur 42 und eine Strickspur 43 durchlaufen, die in derselben Weise
wie die entsprechenden Spuren des rechten Systems beabstandet sind. Außerdem weist
das linke System ein dem Abzugsteil 34 entsprechendes Abzugsteil 44, ein dem Austriebsteil
38 entsprechendes, allerdings schaltbares Austrieb steil 45 und im Bedarfsfall zwei
den Abzugsteilen 32 und 37 entsprechende, nicht dargestellte Abzugsteile auf. Im
Gegensatz zum rechten System ist das dem Schloßteil 33 entsprechende Schloßteil
46 so ausgebildet, daß es beim Vorlauf alle in der Arbeitsspur 42 einlaufenden Arbeitsfüße
8 in die Strickspur 43 anhebt, beim Rücklauf dagegen alle in der Vorwahlspur 41
oder in der Arbeitsspur 42 einlaufenden Arbeitsftiße 8 in die Ruhe spur 40 abzieht.
Außerdem ist zwischen der Absugskurve des Schloßteils 46 und dem Abzugsteil 44 eine
Lücke, die beim Rücklauf das Abziehen der in der Arbeitaspur 42 einlaufenden Arbeitsfüße
8 gestattet.
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Im weiteren Gegensatz zum rechten System weist das linke System im
Anschluß an das Abzugsteil 44 ein schaltbares Schloßteil 47 auf, dasdazu dient,
beim Vorlauf alle in der Arbeitsspur 42 oder in der Vorwahispur 41 einlaufenden
Arbeitsfüße 8 in die Ruhe spur 40 zu überführen und beim Rücklauf alle in der Vorwahlspur
41 oder in der Arbeitsspur 42 einlaufenden Arbeitsfüße 8 in die Strickspur 43 zu
heben. Diesem Schloßteil 47 ist, in Drehrichtung des Pfeils V, ein Schloßteil 48
nachgeordnet, das beim Vorlauf alle in der Arbeitsspur 42 befindlichen ArbeitafEBe
8 in die Vorwahispur 41 absenkt und beim Rücklauf
alle in der Arbeitsspur
42 befindlichen Arbeitsfüße 9 in die Strickspur 43 anhebt. Oberhalb des Schloßteils
47 ist ein schaltbares Fangteil 49 vorgesehen, das beim Rücklauf auf die Füße 5
der Zwischenschieber 2 einwirken und diese zusammen mit den Nadeln 1 in eine Fangstellung
anheben kann, sobald die Arbeitsfüße 8 der Musterschieber 3 mittels des Schloßteils
47 in die Strickspur gehoben sind.
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Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Schnabelstößereinrichtung wird
nachfolgend in Verbindung mit den Fig. 1 bis 9 anhand einiger möglicher Schloßeinstellungen
beschrieben, wobei die von den verschiedenen Füßen durchlaufenen Bahnen durch gestrichelte,
strichpunktierte und durchgezogene Linien angedeutet sind.
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Gemäß Fig. 1 sind beim Vorlauf des Nadelzylinders im rechten System
die Schloßteile 32, 33, 35, 36, 37 und 38 der Schnabelstößereinrichtung derart geschaltet,
daß sie nur auf die hohen Arbeitsfüße 6, nicht aber auf die tiefen Arbeitsfüße 7
der Musterschieber 3 einwirken können. Das Schloßteil 34 ist ausgeschaltet und kann
daher auch die hohen Arbeitsfüße 6 nicht beeinflussen. Im linken System sind die
Schloßteile 46 und 48 der Schnabelstößereinrichtung eingeschaltet, während die Schloßteile
44, 45 und 47 ausgeschaltet sind, eo daß die Arbeitsfüße 8 nur von den Schloßteilen
46 und 48 erfaßt werden können. Schließlich sind die Füße 9 der Musterschieber,
von den Schloßteilen her betrachtet, nach rechts abgebogen.
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Es sei nun angenommen, daß die Musterschieber 3 einer Gruppe von benachbarten
Musterschiebern je einen Arbeitsfuß 6 aufweisen und daß diese Gruppe von benachbarten
Musterschiebern zu beiden Seiten an Musterschieber angrenzt, die nur einen Arbeitsfuß
7 oder Arbeitsfüße 7 und 8 aufweisen. Ferner sei angenommen, daß die Gruppe von
Musterschiebern mit dem Arbeitsfuß 6 die zugehörigen Nadeln in die Einschließstellung
anheben soll (daher nachfolgend als "strickende" Gruppe oder Gruppe der "strlokendenw
Musterschieber bezeichnet) und alle Arbeitsfüße 6 in der Arbeitsspur
28,
alle anderen Arbeitsfüße dagegen in den Ruhespuren 26 bzw. 40 gleiten. Für diesen
Fall wird beim Vorlauf der Arbetsfuß 6 des ersten strickenden Musterschiebers vom
Schloßteil 33 in die Strickspur 29 gehoben, was einerseits zur Folge hat, daß der
Fuß 9 dieses Musterschiebers unter den Arbeitsfuß 7 des vorlaufenden nicht strickenden
Musterschiebers greift und diesen in die Vorwahlspur 27 hebt, während andererseits
der Fuß 5 des über dem ersten strickenden Musterschiz ber befindlichen Zwischenschiebers
2 auf die Austriebskurve 20 und daher die zugehörige Nadel 1 in die Einschließstellung
gehoben wird. Am Ende des rechten Systems verbleibt der Arbeitsfuß 7 dieses vorlaufenden
Musterschiebers in der Vorwahlspur, weil er durch die Schloßteile dieses Systems
nicht beeinflußt werden kann, während der Arbeitsfuß 6 des ersten strickenden Musterschiebers
vom Abzugsteil 37 in die Arbeitsspur 28 abgezogen wird. Alle folgenden Musterschieber
der strikkenden Gruppe werden entsprechend gesteuert, wobei der Fuß 9 des letzten
strickenden Musterschiebers 3 keinen Einfluß auf den ersten Musterschieber der nachfolgenden
zweiten Gruppe von nicht strickenden Musterschiebern haben kann. Läuft dem ersten
strickenden Muterschieber schließlich ein Musterschieber mit einem Arbeitsfuß 6
voraus, der bei irgendeinem vorhergehenden Mindervorgang in die Ruhespur 26 gesteuert
wurde, dann wird dieser Arbeitsfuß 6 vom ersten strickenden Musterschieber zwar
in die Vorwahlspur 27 gehoben, dann Jedoch vom Schloßteil 36 wieder in die Ruhespur
26 zurückgeführt. Nach dem Durchlauf durch das rechte System nach Fig. 1 ist daher
die Zahl der am Strickvorgang beteiligten Nadeln unverändert geblieben.
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Wird nun bei entsprechender Schaltung der Schloßteile im rechten System
die Drehrichtung (Pfeil R) des Nadelzylinders umgekehrt, dann durchlaufen zunächst
die nicht strickenden Musterschieber unbeeinflußt das rechte System. Der erste Musterschieber
und alle nachfolgenden Musterschieber der strickenden Gruppe werden dagegen, da
ihre Arbeitsfüße 6 in der Arbeitsspur 28 gleiten, vom Schloßteil 35 in die Strickspur
29 und dann vom Schloßteil 32 in die Arbeitsspur 28 befördert.
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Der letzte Musterschieber der strickenden Gruppe könnte mittels seines
Fußes 9 den Arbeitsfuß 7 des nachfolgenden ersten Musterschiebers der nicht strickenden
Gruppe allenfalls erneut in die Vorwahlspur 27 heben, sollte dieser inzwischen in
die Ruhespur abgefallen sein. Folgt dem letzten strickenden Musterschieber schließlich
ein Musterschieber mit einem Arbeitsfuß 6, der sich aufgrund irgendeines vorhergehenden
Minder vorgangs in der Ruhespur 26 befindet, dann wird dieser Arbeitsfuß 6 zwar
zunächst in die Vorwahlspur 27 gezogen, dann Jedoch durch das
Schloßteil
33 in die Ruhespur 26 zrUckgefilhrt. D;e ::ahl der strickenden Musterschieber 3
bleibt daher auch beim Rücklauf unverändert (Fig. 2).
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Entsprechendes gilt für das linke System, wenn angenommen wird, daß
bei gleicher Biegung der Füße 9 eine Gruppe von strickenden Musterschiebern, die
einen Arbeitsfuß 8 aufweisen, zwischen nicht strickenden Musterschiebern angeordnet
ist, die keinen Arbeitsfuß 8 aufweisen. In diesem Fall werden nämlich alle in der
Arbeitsspur befindlichen Arbeitsfüße 8 beim Vorlauf durch das Schloßteil 46 in die
Strickspur 43 ausgetrieben und, nachdem die zugehörigen Nadeln den Grundfaden erfaßt
haben, durch das dem Abzugsteil 37 entsprechende Abzugsteil wieder in die Arbeitsspur
42 abgezogen, beim Rücklauf dagegen zunächst durch das Austriebsteil 48 in die Strickspur
43 und dann durch ein dem Abzugsteil 32 entsprechendes Abzugsteil wieder in die
Arbeitsspur 42 gesteuert. Beim Vorlauf wird der letzte nicht strickende Musterschieber
zwar durch den ersten strickenden Musterschieber in die Vorwahlstellung gehoben.
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Hierdurch wird jedoch entsprechend dem rechten System die Zahl der
strickenden Nadeln nicht verändert. ,Die Schloßeinstellung nach Fig. 1 und 2 ermöglicht
somit ein Pendelstricken ohne Änderung der am Strickvorgang beteiligten Nadeln.
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Die Einstellung des der Schnabelstößereinrichtung zugeordneten Teils
des Schlosses gemäß Fig. 3 und 4 unterscheidet sich im rechten System von der Einstellung
gemäß Fig. 1 und 2 nur dadurch, daß das Abzugsteil 34 im Vor- und Rücklauf so vorgeschoben
ist, daß es sowohl auf die Arbeitsfüße 6 einer zwischen nicht strickenden Musterschiebern
angeordneten strickenden Gruppe von Musterschiebern 3 als auch auf die Arbeitsfüße
7 dieser nicht strickenden Musterschieber einwirken kann. Dies hat zur Folge, daß
im Vorlauf der letzte nicht strickende Musterschieber 3 über den Fuß 9 vom ersten
strickenden Musterschieber angehoben wird, wenn dieser auf die Austriebskurve des
Schloßteils 33 aufläuft. Beim Erreichen der Abzugskurve des Abzugsteils 34 wird
Arbeitsfuß 7 dieses vorlaufenden Musterschiebers jedoch in die Ruhespur 26 abgezogen,
wodurch aufgrund der über den Fuß 9 bewirkten Kopplung der Arbeitsfuß 6 des ersten
nachlaufenden strickenden Musterschiebers in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise
zunächst in die Arbeitsspur abgezogen dann Ton
der Abzugskurve
des Schloßteils 35 in die Vorwahlapur befördert und schließlich vom Abzugsteil 36
erfaßt und dadurch in die Ruhespur 26 überführt wird. Bei Jedem Vorlauf wird daher
der erste noch strickende Musterschieber aus dem Strickprozess ausgeschaltet, d.h.
es findet eine Minderung um eine Nadel statt.
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Beim Rücklauf werden die noch in der Arbeitsspur 28 befindlichen Arbeitsfüße
6 vom Schloßteil 35 in die Strickspur 35 gehoben. Dabei zieht der letzte strickende
Musterschieber den ersten nachlaufenden nicht strickenden Musterschieber derart
nach oben, daß dessen Arbeitsfuß 6 (oder 7) entsprechend Fig. 4 in die Vorwählspur
27 angehoben wird. Dieser Arbeitsfuß wird vom Abzugsteil 34 unter Mitnahme des vorlaufenden
Musterschiebers zunächst in die Ruhe spur 26 abgezogen, anschließend vom vorlaufenden
Musterschieber, dessen Arbeitsfuß 6 auf die Austriebskurve des Schloßteils 33 aufläuft,
wieder in die Vorwahlspur 27 angehoben, und dann durch die Abzugskurve des Schloßteils
33 endgültig in die Ruhespur zurückgeführt. Beim Rücklauf bleibt daher die Zahl
der strickenden Nadeln stets unverändert.
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In dem in Fig. 3 und 4 linken System findet in entsprechender Weise
nur beim Vorlauf eine Minderung um eine Nadel statt. Beim Vorlauf (Fig. 3) zieht
der zunächst in die Vorwahlstellung gehobene letzte nicht strickende Musterschieber
den nachlaufenden ersten strickenden Musterschieber in die Arbeitsstellung, so daß
dessen Arbeitsfuß 8 von der Abzugskurve des Schloßteils 48 erfaßt und in die Vorwahlspur
41 abgezogen wird. Nach Beendigung des Vorlaufs wird das beim Vorlauf nicht eingeschaltete
Schloßteil 47 vorgeschoben. Dies hat einerseits zur Folge, daß beim Rücklauf alle
noch in der Arbeitsspur 42 befindlichen Arbeitsfüße 8 durch das Austriebsteil 48
in die Strickspur 43 gehoben und infolgedessen die Füße 5 der zugehörigen Zwischenschieber
2 auf das Austriebsteil 21 gehoben werden, eo daß die zugehörigen Nadeln stricken.
Andererseits läuft der in die Vorwahlspur 41 gesteuerte Arbeitsfuß 8 des beim Vorlauf
letzten strickenden Musterschiebers beim Rücklauf auf die Austriebskurve
des
Schloßteils 47 auf und wird von dieser in die Strickspur 43 befördert, wodurch der
Fuß 5 des zugehörigen Zwischenschiebers 2 auf das Fangteil 49 gehoben wird und die
zugehörige Nadel 1 einen zusätzlichen Fanghenkel erhält. Sobald jedoch der Arbeitsfuß
8 des ersten nicht strickenden Musterschiebers von der Abzugskurve des Abzugsteils
44 abgezogen wird, wird durch die Kopplung mit dem Fuß 9 der fUr den Fanghenkel
verantwortliche Musterschieber derart abgesenkt, daß sein Arbeitsfuß 8 in den Bereich
des Schloßteils 46 gelangt und von diesem in die Ruhespur 40 überführt wird.
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Zie Minderung um je eine Nadel bei jedem Vorlauf im linken System
unterscheidet sich somit von der Minderung im rechten System dadurch, laß der Arbeitsfuß
des aus dem Strickprozess heraus zunehmenden Musterschiebers beim Vorlauf nicht
Ln je Ruhespur 40, sondern lediglich Ln die Vorwahlspur 41 abgezogen wird, damit
er beim Rücklauf zwecks Auflage eines zusätzlichen Fanghenkels noch einmal ausgetrieben
werlen kann. Diese Möglichkeit kann beim beschriebenen Beispiel allerlings nur dadurch
geschaffen werden, daß das Schloßteil 47 nach Jelem Pendelhub ein- bzw. ausgeschaltet
wird.
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tie aus Fig. 5 und 6 ersichtliche Einstellung der Schloßteile der
3chnabelstößereinrichtung unterscheidet sich von der Einstellung ach Fig. 1 und
2 dadurch, daß im rechten System das Abzugsteil 36 ausgeschaltet ist und die Austriebsteile
38 und 33 so geschaltet sind, daß sie die Füße 7 der nicht strickenden Mustersehieber
erfassen können, wohingegen im linken System das Austriebsteil +5 eingeschaltet
ist. Beim Durchlauf durch das rechte System ebt daher der erste strickende Musterschieber
den vorlaufenlen ersten nicht strickenden Musterschieber 80 an, daß dessen trbeitsfuß
6 in die Vorwahlspur 27 und dann vom Austribsteil 38 in die Arbeitsspur 28 gehoben
wird und der zugehörige Xsterschieber bzw. die zugehörige Nadel 1 beim nächsten
Rücklauf am Strickprozess teilnimmt. Entsprechend werden im Linken System die Arbeitsfüße
8 aller strickenden Musterschieber rom Schloßteil 46 angehoben, wobei der Arbeitsfuß
8 des vorlauwenden letzten nicht strickenden Musterschiebers in die Vorwahlspur
41
und dann vom Austriebsteil 45 in die Arbeitsspur gehoben wird. Beim Rücklauf findet
keine Änderung der Zahl der am Strickprozess beteiligten Musterschieber bzw. Nadeln
statt, da der Arbeitsfuß des ersten am Strickprozess nicht beteiligten Musterschiebers
beim Rücklauf nur in die Vorwahlspur 41 gehoben und dann von der Abzugskurve des
Schloßteils 46 in die Ruhespur 40 zurückgeführt wird.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 wird daher bei Jedem Vorlauf
in Jedem System eine Nadel zusätzlich in den Strickprozess eingeschaltet, während
die Zahl der strickenden Nadeln beim Rücklauf unverändert bleibt.
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Eine weitere Einstellungsmöglichkeit der Schloßteile der erfindungsgemäßen
Schnabelstößereinrichtung ist in Fig. 7 und 8 gezeigt. Während die Einstellung im
Jeweils rechten System der Einstellung nach Fig. 3 und 4 entspricht, ist im linken
System im Gegensatz zu Fig. 3 und 4 das Schloßteil 47 beim Vorlauf eingeschaltet
und beim Rücklauf ausgeschaltet. Dies hat beim Vorlauf zur Folge, daß der Arbeitsfuß
8 des ersten strickenden Musterschiebers schon durch das Schloßteil 47 in die Ruhe
spur abgezogen wird, wodurch der Arbeitsfuß 8 des nachlaufenden zweiten strickenden
Musterschiebers zunächst in die Arbeitsspur 42 und dann unter dem Einfluß des Schloßteils
48 in die Vorwahlspur 41 befördert wird. Beim Rücklauf wird dieser Arbeitsfuß 8
durch das Abzugsteil 44 in die Ruhespur 40 abgezogen, was zur Folge hat, daß der
dem zugehörigen Musterschieber vorauslaufende Musterschieber derart abgezogen wird,
daß sein Arbeitsfuß 8 vom Schloßteil 46 erfaßt und ebenfalls in die Ruhe spur überführt
wird. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4, das sich durch eine
Minderung um eine Nadel während des Vorlaufs kennzeichnet, wird bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 7 und 8 beim Vorlauf um zwei Nadeln, beim Rücklauf dagegen um eine Nadel
gemindert.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 entspricht die Einstellung
der Schloßteile im rechten System der Einstellung nach
Fig. 2.
Im linken System ist im Gegensatz zu Fig. 5 und 6 das Schloßteil 47 eingeschaltet,
während die Schloßteile 20 und 49 ausgeschaltet sind. Dies hat beim Rücklauf zur
Folge, daß der letzte strickende Musterschieber den ersten nicht strickenden Musterschieber
derart anhebt, daß dessen Arbeitsfuß 8 in den Bereich des Schloßteils 47 gelangt
und von diesem in die Strickspur 43 gehoben wird. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel
nach Fig. 5 und 6 findet daher auch beim Rücklauf eine Zunahme um eine Nadel statt.
Wird zusätzlich im Rücklauf das Schloßteil 46 ausgeschaltet, so findet eine Zunahme
um zwei Nadeln statt.
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Außer den beschriebenen Einstellungen der Schloßteile der erfindungsgemäßen
Schnabelstößereinrichtung sind weitere, in der Zeichnung nicht dargestellte Einstellungen
möglich. Abweichend von dem AusfUhrungbeispiel nach Fig. 3 und 4 könnte beispielsweise
das Abzugsteil 44 im Vorlauf ausgeschaltet, im Rücklauf dagegen eingeschaltet und
das Schloßteil 47 sowohl im Vorlauf als auch im Rücklauf eingeschaltet sein. In
diesem Fall würde der erste nicht strikkende Musterschieber beim Vorlauf erst durch
das Schloßteil 47 in die Ruhespur überführt.
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Weiterhin ist es möglich, beim Vorlauf das Abzugsteil 44 auszuschalten
und das Schloßteil 47 einzuschalten, beim Rücklauf dagegen das Abzugsteil 44 einzuschalten
und das Schloßteil 47 auszuschalten. In diesem Fall würde sowohl beim Vorlauf als
auch beim Rücklauf um Je eine Nadel gemindert. Dasselbe Ergebnis würde erhalten,
wenn im Vorlauf und im Rücklauf das Schloßteil 47 ausgeschaltet und das Abzugsteil
44 eingeschaltet wäre.
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Die beschriebene Schnabelstüßereinrichtung eignet sich bei der Herstellung
von Strümpfen oder Strumpfhosen für eine Vielzahl von unterschiedlichen Pendelvorgängen
einschließlich der Minderung und Zunahme der am Strickvorgang beteiligten Nadeln.
Besonders geeignet ist die beschriebene Schnabelstößereinrichtung in Verbindung
mit Rundstrickmaschinen zur Herstellung von Einstück-Strumpfhosen mit im Pendelgang
hergestellten Hosenteilen (vgl.
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z.B. DT-OS 25 48 208). Wird beispielsweise eine Rundstrickmaschine
mit vier Systemen verwendet, von denen zwei beim Pendelgang eingesetzt werden, kann
die Einstellung der Schnabelstößereinrichtung
so gewählt werden,
daß beim Vorlauf nur am Jeweils zweiten System, beim Rücklauf dagegen an keinem
System gemindert oder zugenommen wird. In diesem Fall entstehen während der Herstellung
der ersten Hälfte des Hosenteils bei Jedem aus zwei Pendelhüben bestehenden Pendelzyklus
vier Teilreihen, wobei eine dieser vier Teilreihen im Vergleich zu den anderen drei
Teilreihen eine Masche weniger aufweist und während der Herstellung der zweiten
Hälfte des Hosenteils längs der Mindernaht mit einer entsprechenden Teilreihe verbunden
wird.
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Wird hierbei zur Minderung ein Schloß entsprechend dem linken System
in Fig. 3 und 4 vorgesehen, ergibt sich der zusätzliche Vorteil, daß dadurch, daß
die zu mindernde Nadel beim Rücklauf noch einmal in die Fangstellung ausgetrieben
wird, eine erhebliche Verstärkung der Mindernaht erzielt wird.
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Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Beispielsweise können anstelle der Zwischenschieber 2 oder zusätzlich
zu diesen weitere Schieber oder Stößer vorgesehen sein (vgl. z.B. DT-PS 1 251 456).
Weiterhin können auch die Nadeln 1 und die Zwischenschieber 2 unterschiedlich hohe
und/oder mehrere Füße aufweisen, falls dies für andere Zwecke erwünscht ist. Weiterhin
ist es nicht erforderlich, die Arbeitsfüße 6,7 bzw. 8 in zwei unterschiedlichen
Ebenen anzuordnen, vielmehr können diese Arbeitsfüße auch nur in einer Ebene oder
auch in mehr als zwei Ebenen angeordnet sein. Auch ist es nicht erforderlich, entsprechend
Fig. 1 bis 9 möglichst viele Austriebs- und Abzugskurven an einem einzigen Schloßteil
vorzusehen, da für jede einzelne Kurve ein besonderes Schloßteil vorgesehen werden
könnte. Außerdem können die die Zu- oder Abnahme steuernden Schloßteile 34,36,38,44,45
und 47 auf die für die Zu- und Abnahme notwendigen Systeme begrenzt sein. Schließlich
können die Austriebsteile 38 und 45 weggelassen werden, da die Schloßteile 33 und
46 beim Vorlauf ebenfalls bis in die Vorwahlapur 27 bzw. 41 ragen und daher beim
Vorlauf dieselbe Wirkung wie die Austriebsteile 38 und 45 ausüben können.
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Weiterhin kann die beschriebene Schnabelstößereinrichtung auch in
bekannter Weise zur Herstellung von Verstärkungsflächen oder zum Mindern und Zunehmen
im Bereich der Fersen, Spitzen und Zwickel von Strumpfhosen oder Strtiapfen eingesetzt
werden. Zu diesem Zweck ist in Fig. 1 ein zweiter Fadenführer 51 an Jedem System
angedeutet, mittels dessen
ein Verstärkungsfaden zugeführt werden
kann. Zur Auswahl derJenigen Bereiche, in denen die Verstärkungsflächen gearbeitet
werden, dienen für das rechte System die kurzen Arbeitsfüße 7, die durch die beschriebenen
Schloßteile des in Fig. 1 bis 9 rechten Systems beeinflußt werden können, wenn diese
Schloßteile ausreichend weit vorgeschoben sind.
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In Verbindung mit der beim Pendeln erfdgenden Herstellung von Hosenteilen
für Strumpfhosen ist es weiterhin möglich, die Füße 9 eines Teils der Musterschieber
3 nach der einen Seite und die Füße 9 eines anderen Teils nach der anderen Seite
umzubiegen und beide Arten von Musterschiebern an unterschiedlichen Systemen zu
beeinflussen. Hierdurch kann die Zahl der am Strickvorgang beteiligten Nadeln zu
beiden Seiten einer ausgewählten, beispielsweise zur Herstellung eines Zwikkels
dienenden Gruppe von Nadeln spiegelsymmetrisch vergrößert bzw.
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verkleinert werden. Um hierbei auch für die nach der anderen Seite
gebogenen Füße 9 eine Steuerung im Sinne der Fig. 1 bis 9 zu erhalten, werden die
den beiden Arten von Musterschiebern zugeordneten Schloßteile der Schnabelstößereinrichtung
vorzugsweise spiegelsymmetrisch zu den anhand der Fig. 1 bis 9 beschriebenen Schloßteilen
ausgebildet.
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Zur Vergrößerung der Mustermöglichkeiten können zusätzlich zu der
beschriebenen Vorwahlspur weitere Vorwahlspuren vorgesehen werden.
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Schließlich ist es bei Anwendung der erfindungsgemäßen Rundstrickmaschine
nicht erforderlich, die beim Vorlauf geminderte Nadel beim Rücklauf noch einmal
in die Fangstellung auszutreiben. Die Bildung von Fanghenkeln mit den geminderten
Nadeln bietet Jedoch den folgenden Vorteil: Werden die aus dem Strickvorgang herausgenommenen
Nadeln in eine höher gelegene Nichtstrickspur gebracht, dann wird auf den Schaft
der Jeweils geminderten Nadel ein zusätzlicher Faden aufgelegt, der beim späteren
Wiedereinschalten dieser Nadel in den Strickprozeß als zusätzlicher Fadenhenkel
eine doppelte Verbindung im Bereich der sogenannten Mindernaht schafft. Wird Jedoch
die geminderte Nadel in eine in Kulierhöhe liegende Durchlaufspur gesteuert, wie
es bei Anwendung der erfindungsgemäßen Rundstrickmaschine der Fall ist, dann entfällt
die zuästzliche Fadenauflage, wodurch beim späteren Zuschalten der geminderten Nadel
nur Jeweils ein einzelner Fadenhenkel die Verbindung in der Mindernaht herstellt.
Derartige Verbindungen sind sehr lose und lassen sich stark ausziehen, wodurch die
im Bereich der Mindernaht entstehenden Löcher yerg t L;t werden und die Haltbarkeit
der
Mindernaht verringert wird. Wird dagegen die geminderte Nadel beim Rücklauf noch
einmal in Fanghöhe ausgetrieben, erhält diese Nadel zusätzlich zu dem von ihr getragenen
Maschenhenkel noch einen Fanghenkel, so daß beim späteren Zuschalten dieser Nadel
eine doppelte wesentlich haltbarere Verbindung entsteht.