[go: up one dir, main page]

DE2744026A1 - Verfahren zum biologischen reinigen bzw. beseitigen fluessiger, fester und schaedlicher abfallstoffe - Google Patents

Verfahren zum biologischen reinigen bzw. beseitigen fluessiger, fester und schaedlicher abfallstoffe

Info

Publication number
DE2744026A1
DE2744026A1 DE19772744026 DE2744026A DE2744026A1 DE 2744026 A1 DE2744026 A1 DE 2744026A1 DE 19772744026 DE19772744026 DE 19772744026 DE 2744026 A DE2744026 A DE 2744026A DE 2744026 A1 DE2744026 A1 DE 2744026A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sewage sludge
sludge
fifty
waste
rotting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19772744026
Other languages
English (en)
Inventor
Wilfried Dipl Ing Hacheney
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19772744026 priority Critical patent/DE2744026A1/de
Publication of DE2744026A1 publication Critical patent/DE2744026A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F7/00Fertilisers from waste water, sewage sludge, sea slime, ooze or similar masses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Verfahren zum biologischen Reinigen
  • bzw. Beseitigen flüssiger, fester und schädlicher Abfallstoffe Bisher werden Abfallstoffe unterschiedlicher Art, und zwar Abwässer, Feststoffabfälle, wie Müll, sowie Schadstoffe, beispielsweise giftige Industrieabfälle, nicht nur räumlich an teilweise oft weit voneinander entfernten Orten, sondern auch verfahrensmäßig in vollkommen getrennten Anlagen mehr oder weniger unbefriedigend beseitigt.
  • So findet beispielsweise die Abwasserreinigung vollkommen unabhängig von der Feststoffbeseitigung statt, und zwar wird die Abwasserreinigung in mechanischen, biologischen und/oder chemischen Reinigungsanlagen durchgeführt, wobei im allgemeinen die mechanische Reinigungsanlage neuerdings immer mit einer biologischen Anlage verbunden ist. Im Bereich der Industrieabwasseraufbereitung tritt als dritte Stufe noch die chemische Reinigung hinzu. Das Ergebnis der Reinigung sind im allgemeinen ein nur mehr oder weniger optisch gereinigtes Wasser, das an die Vorflut abgegeben wird, und der vom Wasser abgeschiedene Schlamm sowie Rechengut und andere bei der mechanischen Reinigung angefallene Bestandteile.
  • Bei den bekannten Abwasserreinigungsverfahren ist der Sauerstoffeintragungswirkungsgrad äusserst gering. Unter Ansatz einer exakten ökol«pschen Bilanzierung befinden sich diese Anlagen insofern in einem kritischen Bereich, als die ökologische Bilanz meistens negativ ausfällt, und zwar insbesondere wegen des zu niedrigen Sauerstoffeintragungswirkungsgrades.
  • Die bekannten Verfahren zur Schlammaufbereitung haben einen schlechten ökologischen Wirkungsgrad. Die Schlammfaulung ist selbst bei Ausnutzung der dabei anfallenden Energie sehr teuer. So ist der durch die Abwärme erzeugte Strom um ein Vielfaches teurer als der aus einem öffentlichen Netz entnommene Strom. Der Schlamm selbst wird durch die Faulung keineswegs umweltfreundlicher, sondern büßt dabei von seinen gefährlichen Agenzien nichts ein und muß deshalb einer weiteren Aufbereitungsstufe zugeführt werden. Innerhalb dieser Aufbereitungsstufe ist ein wichtiger Bestandteil die Schlammentwässerung. Diese Entwässerung muß unter Einsatz sehr aufwendiger Maschinen und Apparaturen sowie unter Verwendung großer Mengen Chemikalien, überwiegend von Eisensalzen, durchgeführt werden. Dieses Schlammentwässerungsverfahren isQzunächst sehr teuer und ausserdem bereitet der mit Eisensalzen präparierte Schlamm bei der späteren biologischen Behandlung besondere Schwierigkeiten, weil die Anwesenheit der großen Eisensalzmengen jede Form der biologischen Verarbeitung bremst.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, das ein wirtschaftliches ökologisches Reinigen bzw. Beseitigen flüssiger, fester und schädlicher Abfallstoffe unterschiedlichster Art ermöglicht.
  • Das zur Lösung dieser Aufgabe entwickelte Verfahren besteht erfindungsgemäß darin, daß Klärschlamm und Müllkompost unter Auslassung einer Entwässerungsstufe mengenmäßig so vermischt werden, daß das Gemisch einen Feuchtigkeitsgrad von etwa fünfzig bis fünfundfünf zig Prozent erreicht, worauf das so entstandene Gemisch durch dynamische und/oder statische Rottevorgänge kompostiert wird.
  • Das so eingedickte Klärschlamm-Kompost-Gemisch kann dann im Zuge der anfallenden Mengen dem zu verarbeitenden Müll kontinuierlich wieder zugeschlagen werden.
  • Da erfahrungsgemäß Klärschlamm und Feststoffabfälle etwa in gleicher Menge anfallen und der Klärschlamm im Mittel einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa fünfundneunzig Prozent hat, die Feststoffabfälle im Mittel aber nur einen solchen von etwa fünfunddreißig Prozent, wird das in der ersten Aufbereitungsstufe erzielte Rottegut mindestens ein zweites Mal mit Klärschlamm so vermischt, daß das neue Gemisch wiederum einen Feuchtigkeitsgehalt von fünfzig bis fünfundfünf zig Prozent hat, worauf jeweils erneut eine Kompostierung durch dynamische und/oder statische Rottevorgänge erfolgt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren hat gegenüber den bisher bekannten und gebräuchlichen Verfahren zum Beseitigen von Abfallstoffen folgende Vorteile: 1. Der hohe Aufwand an maschinellen und apparativen Einrichtungen für die Schlammentwässerung entfällt vollständig.
  • 2. Es erübrigt sich der Einsatz sehr teurer Chemikalien zwecks Vorbereitung der Schlammentwässerung.
  • 3. Durch die Zugabe von Vollkompost oder Kompost wird von vornherein für die biologische Verarbeitung des Schlammes ein ideales Stickstoff-Kohlenstoff-Gleichgewicht hergestellt.
  • 4. Der Klärschlamm kann in einer ideal lockeren Form dem Müll zugegeben und dann in dem gemeinsamen biologischen Verwandlungsverfahren optimal biologisch umweltfreundlich verwandelt werden.
  • 5. Bei der Schlammaufbereitung entfällt der bisherige chemische Anteil, nämlich die Zugabe von Eisensalzen zum Zwecke der Flockung, die den gesamten biologischen Prozeß der Klärschlamm-Müll-Verarbeitung erheblich abbremst.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet man vorzugsweise eine Anlage, die einen mit einem Vorzerkleinerer für Sperrmüll ausgestatteten Bunker zur Aufnahme von Haus-, Industrie- und Sperrmüll aufweist, an den sich eine Kaskadenmühle und eine Siebtrommel anschließen.
  • Ferner weist die Anlage mindestens eine Belüftungsplatte auf.
  • Der Klärschlamm wird der Anlage unmittelbar vor der Kaskadenmühle zugeführt und in dieser mit dem Müll vermischt, und zwar erfindungsgemäß so, daß das Gemisch einen Feuchtigkeitsgrad von etwa fünfzig bis fünfundfünfzig Prozent erreicht. Dem Mischgut wird dann in der Siebtrommel Luft zugeführt. Nach dem Verlassen der Trommel gelangt das Mischgut über eine Förderbahn auf eine Belüftungsplatte, auf welcher es durch einen dynamischen oder statischen Rottevorgang kompostiert wird.
  • Ds so erzielte Rottegut wird vorzugsweise noch ein zweites Mal der Anlage zugeführt und darin mit Klärschlamm so vermischt, daß dasineue Gemisch wiederum einen Feuchtigkeitsgehalt von fünfzig bis fünfundfünfzig Prozent hat, worauf sich der beschriebene Durchlauf durch die Anlage wiederholt. Auf diese Weise ist es möglich, etwa gleiche Mengen von Klärschlamm und Feststoffen in der Anlage zu veradmiten. Am Ende entsteht ein hochwertiges Endprodukt, das sich insbesondere durch extrem hohe Feuchtigkeitsbinde- und Wärmebindeeigenschaften auszeichnet. Es handelt sich also um ein ideales Material im Sinne der gesamten Filtertechnik und überhaupt der gesamten Absorbtionstechnik.
  • Aus der Eigenschaft dieses Materials ergibt sich ferner die Möglichkeit, mit dem Klärwerk und dem Kompostwerk eine dritte Hauptstufe direkt zu verbinden, nämlich die sogenannte Neutralisationsdeponie als Beseitigungsstufe schwieriger Abfälle, wie beispielsweise die gesamte komplexe Gruppe der Schadstoffe.
  • Ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren entstandener Kompost ist insbesondere hinsichtlich seiner Absorberfähigkeit derartig qualifiziert, daß er im allgemeinen pro Tonne bis zu zwanzig Kilogramm schwieriger Schadstoffe abnehmen kann.
  • Für Schadstoffe leichterer Art gelten selbstverständlich andere Mengenverhältnisse. Diese angegebenen Mengen gelten sowohl für gasförmige, flüssige als auch für feste Schadstoffe.
  • Wenn die vorerwähnten drei Hauptstufen räumlich zusammengefaßt werden, ergeben sich optimale ökologische, ökonomische und auch technische Werte. Naturgemäß ist es auch möglich, die Stufen räumlich voneinander zu trennen, jedoch sinken dann die ökonomischen Wirkungsgrade wegender zusätzlichen Transportaufwendungen. Der durch den zusätzlichen Transportaufwand verminderte ökonomische Wirkungsgrad liegt aber immer noch erheblich über dem Wirkungsgrad, der mit den bisher gebräuchlichen Verfahren erzielbar ist.

Claims (2)

  1. Patentansprüche ½) Verfahren zum biologischen Reinigen bzw. Seseitigen flüssiger, fester und schädlicher Abfallstoffe, insbesondere Müll und Klärschlamm, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß Klarschlamm und Müllkompost unter Auslassung einer Entwasserungsstufe mengenmäßig so vermischt werden, daß das Gemisch einen Feuchtigkeitsgrad von etwa fünfzig bis fünfundfünf zig Prozent erreicht, worauf das so entstandene Gemisch durch dynamische und/oder statische Rottevorgänge kompostiert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in der ersten Aufbereitungsstufe erzielte Rottegut mindestens ein zweites Mal mit Klärschlamm so vermischt wird, daß das neue Gemisch wiederum einen Feuchtigkeitsgehalt von fünfzig bis fünfundfünfzig Prozent hat, worauf jeweils erneut eine Kompostierung durch dynamische und/oder statische RottevorgängeWrfolgt.
DE19772744026 1977-09-30 1977-09-30 Verfahren zum biologischen reinigen bzw. beseitigen fluessiger, fester und schaedlicher abfallstoffe Pending DE2744026A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19772744026 DE2744026A1 (de) 1977-09-30 1977-09-30 Verfahren zum biologischen reinigen bzw. beseitigen fluessiger, fester und schaedlicher abfallstoffe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19772744026 DE2744026A1 (de) 1977-09-30 1977-09-30 Verfahren zum biologischen reinigen bzw. beseitigen fluessiger, fester und schaedlicher abfallstoffe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2744026A1 true DE2744026A1 (de) 1979-04-12

Family

ID=6020311

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19772744026 Pending DE2744026A1 (de) 1977-09-30 1977-09-30 Verfahren zum biologischen reinigen bzw. beseitigen fluessiger, fester und schaedlicher abfallstoffe

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2744026A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4288241A (en) * 1978-08-22 1981-09-08 Gedaliahu Shelef Method and apparatus for composting sludge
DE3727408A1 (de) * 1987-08-17 1989-04-20 Sachtleben Tobias Dipl Agr Bio Anlage zur schlammverwertung
EP0309872A3 (en) * 1987-09-26 1989-06-07 Salzgitter Maschinenbau Gmbh Process for composting urban waste
DE3935249A1 (de) * 1989-10-23 1991-04-25 Hermann Hofmann Verfahren und vorrichtung zur entfernung von wasser aus guelle

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4288241A (en) * 1978-08-22 1981-09-08 Gedaliahu Shelef Method and apparatus for composting sludge
DE3727408A1 (de) * 1987-08-17 1989-04-20 Sachtleben Tobias Dipl Agr Bio Anlage zur schlammverwertung
EP0309872A3 (en) * 1987-09-26 1989-06-07 Salzgitter Maschinenbau Gmbh Process for composting urban waste
DE3935249A1 (de) * 1989-10-23 1991-04-25 Hermann Hofmann Verfahren und vorrichtung zur entfernung von wasser aus guelle

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0573478B1 (de) Verfahren zur getrennten behandlung und entsorgung von gemengen aus festen und flüssigen, organischen abfallstoffen
DE2317968A1 (de) Verfahren zum behandeln von abwasser
DE3045120A1 (de) Verfahren zum entwaessern von klaerschlaemmen auf filterpressen
DE3045150A1 (de) Verfahren zum entwaessern von klaerschlaemmen auf filterpressen
DE2744026A1 (de) Verfahren zum biologischen reinigen bzw. beseitigen fluessiger, fester und schaedlicher abfallstoffe
EP0441209B1 (de) Verfahren zur Verwertung von Russ aus der Synthesegas-Erzeugung
DE2341415A1 (de) Verfahren zur chemischen abwasseraufbereitung
DE2016494C2 (de) Verfahren zur Herstellung von mit Zusatzstoffen beladenem Fasermaterial aus faserstofführendem Abwasserschlamm
DE1642850A1 (de) Verfahren zur Entwaesserung von organischen Schlaemmen durch Zentrifugation
DE19846336A1 (de) Verfahren sowie Anlage zur Behandlung von Abfällen
DE3508728C2 (de) Verfahren zur Kompostierung von Klärschlamm
DE3015246C2 (de)
DE2447501C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Abwasserreinigung
EP3527549B1 (de) Organisch-mineralischer phosphor-dünger und dessen herstellung
DE2624484A1 (de) Verfahren zur aufbereitung und vernichtung von bei der nassreinigung der heizflaechen von dampferzeugern und bei der rauchgasreinigung anfallenden schlammfuehrenden reinigungsabwaessern und von daraus abgezogenem schlamm
DE2829537A1 (de) Verfahren zur behandlung von abwaessern und -schlaemmen
EP0659695B1 (de) Verfahren zum Aufbereiten von Klärschlamm
DE19707036C2 (de) Verfahren zum Aufbereiten von Rohschlämmen
EP0473943B1 (de) Verfahren und Anlage zur Behandlung von Klärschlamm zur Deponierung
CH683325A5 (de) Verfahren zur Immobilisierung von schadstoffhaltigen Rückständen aus der Rauchgasreinigung.
DE19505836A1 (de) Behandlung von Presswasser einer Vergärungsanlage
DE69609579T2 (de) Verfahren zur Entsorgung von Müll
DE10228343B3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Flüssigdüngers oder salzarmen Substrats aus Kompost
DE19521959A1 (de) Verfahren zur Aufbereitung von tensidhaltigen und organisch belasteten radioaktiven Waschwässern aus kerntechnischen Einrichtungen
DE3005635A1 (de) Verfahren zum entfernen von metallen aus klaerschlamm

Legal Events

Date Code Title Description
OHJ Non-payment of the annual fee