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DE2744047C2 - Verwendung eines hochfesten martensitaushärtenden Stahls für korrosionsbeständige Gegenstände - Google Patents

Verwendung eines hochfesten martensitaushärtenden Stahls für korrosionsbeständige Gegenstände

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Publication number
DE2744047C2
DE2744047C2 DE19772744047 DE2744047A DE2744047C2 DE 2744047 C2 DE2744047 C2 DE 2744047C2 DE 19772744047 DE19772744047 DE 19772744047 DE 2744047 A DE2744047 A DE 2744047A DE 2744047 C2 DE2744047 C2 DE 2744047C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steel
corrosion
less
hardening steel
strength
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19772744047
Other languages
English (en)
Other versions
DE2744047A1 (de
Inventor
Helmut Dr.-Ing. Brandis
Serosh Dr.-Ing. Engineer
Wolfgang Dr.Rer.Nat. Spyra
Albert von den Dr.-Ing. 4150 Krefeld Steinen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Thyssen Stahl AG
Original Assignee
Thyssen Edelstahlwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Thyssen Edelstahlwerke AG filed Critical Thyssen Edelstahlwerke AG
Priority to DE19772744047 priority Critical patent/DE2744047C2/de
Publication of DE2744047A1 publication Critical patent/DE2744047A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2744047C2 publication Critical patent/DE2744047C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
    • C22C38/40Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel
    • C22C38/44Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel with molybdenum or tungsten
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
    • C22C38/40Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel
    • C22C38/50Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel with titanium or zirconium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatment Of Steel (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen hochfesten martensitaushärtenden Stahl mit einem Chromgehalt von unter 10% für korrosionsbeständige Gegenstände,
Hochfeste martensitaushärtende Stähle haben üblicherweise nach dem Lösungglühen (900° C) bei Raumtemperatur ein welches kohlenstoffarmes nickelmartensltisches Gefüge. Die hohen Festigkeitswerte werden erst nach einer Auslagerungsbehandlung zwischen 400 und 55O1C Infolge Ausscheidung Intermetallischer Phasen erzielt. Martensitaushärtende Stähle mit 18% Nickel besitzen zwar hohe Festigkeit bei ausreichender Zähigkeit, sind aber nicht korrosionsbeständig.
Die zur Verbesserung dieser Eigenschalt entwickelten
rostbeständigen chromhaltigen martensitaushärtenden Stähle weisen einen Mindestgehalt an Chrom von 10%, vorzugsweise aber 12% und mehr auf. In der DE-PS 14 58 359 ist ein Stahl mit
<. 0,03% C, < 0,03% N, <. 0,2% Si, <. 0,2% Mn, 10 bis 13% Cr, 2 bis 12% Co, 1 bis 6% Mo und/oder W, 5,0 bis
κι 8,0% Ni, 0,1 bis 1,0% Tl, Ta, Al oder Nb einzeln oder zu mehreren und mit weiteren geringeren Zusätzen von Zr, Ce oder Ca, B, Cu, Be und/oder V und Rest Eisen bekannt.
In der US-PS 27 50 283 ist ein Stahl mit weit gefaßter Grenzanaiyse von 0 bis 1,5% C, 0 bis 0,5% N, 10 bis 35% Cr, 0 bis 50% Nl, 0 bis 20% Mn, 0 bis 5% Si, 0 bis 50% Co, 0 bis 10% Mo, 0 bis 10% Cu, 0 bis 5% Al, 0 bis 5% Nb, Ta, V, Zr und Ti, 5 bis 80% B und Rest Eisen angegeben worden.
Die Festlegung für den Chromgehalt auf mehr als 10% beruht auf der bisher allgemein vertretenen Meinung, daß rd. 1 2λ, Chrom im Stahl vorhanden sein müssen, um überhaupt eine gewisse Korrosionsbeständigkeit erreichen zu können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stahl zu schaffen, der mindestens die gleich guten Korrosionseigenschaften des bekannten rostbeständigen Baustahls mit 12% Chrom vor allem gegenüber chloridhalllgen Medien, wie Meerwasser, aufweist, aber bessere mechani-
K) sehe Eigenschaften, Insbesondere Zähigkeit, besitzt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung die Verwendung eines martensitaushärtenden Stahls mit hoher Festigkeit, großer Zähigkeit und guter Korrosionsbeständigkeit mit der Zusammensetzung gemäß An-
J5 spruch 1 für den dort genannten Zweck vorgeschlagen.
Bevorzugt wird ein Stahl verwendet mit einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 4.
Der erfindungsgemäß zu verwendende Stahl hat nach dem Lösungsglühen bei Temperaturen im Bereich von
4« 300 bis 1150" C mit anschließender Auslagerung bei Temperaturen zwischen 400 und 550° C eine 0,2-Grenze von mindestens 1300 N/mm2 in Verbindung mit einer Bruchzähigkeit (K/,-Wert) von mindestens 3300 N · mnr3'2. Der Κ,,,,-Wert ist mindestens 2000 N · mnr3'2. Der Stahl besitzt also eine ausgezeichnete Spannungsrißkorrosionsbeständigkeit In chloridhaltigen Medien, wie Meerwasser. Er eignet sich daher Insbesondere als Baustahl für Flugzeug- und Schiffsbau bzw. Marinezwecke.
Der erfindungsgemäß zu verwendende Stahl unterscheidet sich In seiner Zusammensetzung von dem aus der DE-PS 14 58 359 bekannten hochfesten Baustahl durch einen Im Mittel um 3% niedrigeren Chromgehalt, weist aber überraschenderweise die gleich guten Korrosions- und Festigkeitseigenschaften dieses bekannten Stahls auf, übertrifft ihn jedoch beträchtlich in der Zähigkeit, die fast doppelt so hoch Hegt.
In den folgenden Beispielen werden die Eigenschaften des erfindungsgemäß zu verwendenden Stahls angege-
bo ben:
1. Beispiel
Stahl mit: 0,03% C, 9,13% Cr, 2,0% Mo, 10,3% Ni,
3,4% Co, 0,8% Ti.
Wärmebehandlung: 835° C 1 h/Wasser + 835° C 1 h/ Wasser + 480° C
6 h/Luft
A. Festigkeitskennwerte bei Raumtemperatur (Längsproben aus 70 mm Vierkantstäben)
N/mm2
N/mm2
N/mm-
Kerbschlag- K,< -Wert arbeit in J N/mm-in
(ISO-V-Probe) (nach ASTM
E 399-70 T)
1500
1565
2620
11,0 63
80
400O
Die ermittelten Zähigkeitskennwerte liegen für einen Stahl mit einer 0,2-Grenze von 1500 N/mm2 sehr hoch.
B. Korrosionselgenschaften
Dauertauchversuche in Schwitzwasser (DIN 50017) und In 3% NACl-Lösung: keine Rostbildung Ist nach über 2000 h Versuchsdauer festgestellt worden (Bild 1).
Zur Kennzeichnung der Spannungsrißkorrosionsbeständlgkelt wurden bruchmechanische Untersuchungen In 3% NaCl-Lösung gepuffert auf pH 7 durchgeführt. Dabei 1st die Spannungsintensität, bei der kein kritisches Rißwachstum erfolgt, also der Κ/,,,-Wert (sec = stress corrosion cracking), ermittelt worden. Die Versuchsdauer wurde auf 300 h beschränkt. An dem erfindungsgemäßen Stahl ist ein KA,,-Wert von rd. 2600 N · mirr''J ermittelt worden, der auf die geringe Spannungsrißkorrosionsempfindllchkelt dieses Stahles hinweist.
Zudem sind Stromdichte-Potential-Kurven in 3% NaCl-Lösung gepuffert auf pH 7 potentiokinetlsch mit 50 mV/h Vorschub gefahren worden, um die Lochfraßbeständigkeit zu ermitteln. Es ist ein Durchbruchspotential von rd. 450 raV£W gemessen worden. Da das Ruhepotential des Stahles in diesem Korrosionsmedium um rd. 300mVfi, liegt, läßt das höhere Durchbruchspotentfaf erkennen, daß der Stahl eine gewisse Beständigkeit gegen Lochkorrosion aufweist.
Im Salzsprühtest nach DIN 50 021 weist der erfindungsgemäß zu verwendende Stahl ein besseres Korrosionsverhalten auf als der bekannte CrNi-Stahl.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verwendung eines martensitaushärtenden Stahls, bestehend aus
weniger als 0,03% C
8 bis 9,9% Cr
8 bis 13,0% Ni
1,5 bis 6,0% Mo
0 bis 4,0% Co
0,7 bis 2,0% Ti
weniger als 0,2% Sl
weniger als 0,2% Mn
weniger als 0,1% S
0 bis 0,1% Al
0 bis 0,1% N
0 bis 0,1% Insgesamt eines oder mehrerer der Elemente Zr, Ce, Ca, Mg Rest Fe
als Werkstoff für Gegenstünde, die nach dem Lösungsglühen bei Temperaturen im Bereich von 800 bis 1150° C mit anschließender Auslagerung bei Temperaturen zwischen 400 bis 5500C eine 0,2-Grenze von mindestens 1300 N/mm2 In Verbindung mit einer Bruchzähigkeit (K,c-Wert) von mindestens 3300 N · mnv2/3 und eine hohe Korrosionsbeständigkeit, Insbesondere Spannungsrißkorroslonsbeständlgkelt In chlorldhaltlgen Medien mit einem K/Srr-Wert von mindestens 2000 N · mrrr3'2 aufweisen müssen.
2. Verwendung eines Stahls nach Anspruch 1, bestehend aus
8 bis 9,9% Cr
9 bis 12 % Nl
1,5 bis 3 % Mo
2 bis 4 % Co
0,7 bis 0,9% Tl
Rest Fe
für den Zweck nach Anspruch 1.
3. Verwendung eines Stahls nach Anspruch 1, bestehend aus
8 bis. 9,9% Cr
8 bis 12 % Ni
3 bis 6 % Mo
0 bis 4 % Co
0,7 bis 2,0% Tl
Rest Fe
für den Zweck nach Anspruch 1.
4. Verwendung eines Stahls nach einem der Ansprüche 1 bis 3, der zusätzlich 0,5 bis 2% Kupfer enthält für den ZJweck nach Anspruch 1.
DE19772744047 1977-09-30 1977-09-30 Verwendung eines hochfesten martensitaushärtenden Stahls für korrosionsbeständige Gegenstände Expired DE2744047C2 (de)

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DE2744047A1 DE2744047A1 (de) 1979-04-19
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DE2744047A1 (de) 1979-04-19

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