DE2743999A1 - Schale fuer sitzvorrichtung - Google Patents
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Description
PATENTANWALT
SCHWEIZERISCHE ALUMINIUM D-7700 singen
:::::::::::::::::::::::: Erzbergerstraße 5a
Telegr. / Cables: AKTIENGESELLSCHAFT Bodenseepatent
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(07731)61135
CH-3965 C h i ρ ρ i s
Myref./Mar«.: AL-2 2
I/ma
Datum / Date
Schale für Sitzvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Sitzschale für eine Sitzvorrichtung, insbesondere für einen Fahrzeugsitz,
deren Lehnenteil mit der Sitzfläche an einer von diesen bestimmten Querachse einen unveränderbaren
Sitzwinkel einschließt.
Derartige Schalen sind in üblicher Ausgestaltung einstückig aus glasfaserverstärktem Kunststoff geformt,
der insbesondere bei Verwendung für Fahrzeugsitze wegen seiner Sprödigkeit zu Splitterverletzungen
führen kann und deshalb den diesbezüglichen Sicherheitsvorschriften nicht entspricht.
Andere Kunststoffsitze weisen im allgemeinen eine unzulängliche Stabilität auf.
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Der Versuch, aus Stahlblech geformte Sitzschalen zu verwenden, konnte sich im Hinblick auf die
mangelnde Gestaltungsfähigkeit solcher Blechschalen und deren für den Sitzenden unbequemen
Oberflächeneigenschaften lediglich bei Traktoren oder anderen landwirtschaftlichen Geräten durchsetzen.
Angesichts dieser Gegebenheiten hat sich der Erfinder das Ziel gesetzt, eine Sitzschale der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welche zum einen
auch bei ihrer Zerstörung ausreichende Sicherheit bietet sowie zum anderen formstabil bleibt.
Darüber hinaus sollen die optische Gestaltungsfähigkeit und die körpergerechten Oberflächeneigenschaften vergünstigt werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt eine Schale aus einer Verbundplatte mit einer Mittelschicht aus
einem organischen hochpolymeren Werkstoff und diese beidseits abdeckenden Metallblätter, wobei die Randbereiche der Verbundplatte teilweise
aus deren Plattenebene herausgebogen und mit wenigstens einem Randausschnitt versehen sind. Dabei
soll die Verbundplatte bevorzugtermaßen aus einer thermoplastischen Mittelschicht bestehen,
die beidseits von Metallblättern aus Leichtmetall oder Leichtmetallegierung verhältnismäßig in geringer Stärke überdeckt ist.
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Derart gestaltete Sitzschalen können zum einen sehr leicht verformt werden und bilden zum anderen
nach ihrer Verformung eine außergewöhnlich stabile Sitzkonstruktion an, deren Oberfläche von einem
Benutzer nicht als körperunfreundlich angesehen wird. Um die körpergerechten Eigenschaften der
erfindungsgemäßen Sitzschale noch weitergehend zu verbessern, kann nach einem weiteren Merkmal
der Erfindung wenigstens eines der Metallblätter aus einer Oberfläche mit einer gegebenenfalls
profilierten Kunststoffschicht überzogen sein, die bezüglich ihrer Oberflächengestaltung und
Farbgebung gestalterische Vielfalt erlaubt.
Als besonders günstig hat es sich erwiesen, daß der Zuschnitt des Verbundprofiles zur Herstellung
der Schale aus zwei beidseits der eine Faltachse zwischen Lehnenteil und Sitzfläche bildenden
Querachse aus zwei Zungenteilen besteht, die sich — in Draufsicht — zu den Schmalseiten hin
verjüngen, so daß die Sitzschale in ihrem von der Faltachse bestimmten Hauptkrümmungsbereich
die größte Weite besitzt.
Zur Erzeugung einer besseren Sitzform sind die achsfernen Schmalseiten der Zungenteile gegensinnig
zu den Seitenkantenbereichen der Zungenteile gekrümmt; sowohl für die Kniekehlen als
auch für den Nacken bieten sich der Sitzhaltung eines Benutzers entsprechende Schmalseiten an,
während die Seiten- oder Längskanten der Sitzschale aufwärts gebogen sind, um den Körper besser
zu umschließen.
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Wenn die krümmungsfreien Flächen jedes Zungenteiles erfindungsgemäß etwa ein Rechteck bilden,
wird angesichts der Gegebenheit, daß sich die Zungenteile von der Faltachse weg verjüngen, ein
sich zu dieser Faltachse hin verbreiternder gekrümmter Randstreifen erreicht, was ebenfalls
den Sitzkomfort verbessert«
Besondere Stabilität erhält die Sitzschale durch die Maßgabe, daß zumindest die Sitzfläche teilweise antiklastisch, also in zwei einander querenden gegensinnigen Krümmungsrichtungen, gekrümmt
ist. Derartige Flächen mit sich kreuzenden Zug- und Drucklinien sind außerordentlich formstabil,
werden aber bei Sitzflächen bislang nicht verwendet.
Nach einem weiteren Merkmal sind im Bereich der Faltachse an beiden Seitenkanten der Schale Randausnehmungen vorgesehen, die sich bevorzugtermaßen
bis zu den Grenzen der krümmungsfreien Flächen der Zungenteile erstrecken, zumindest jedoch bis
zu der Grenze der Seitenkantenbereiche. Diese Randausnehmungen erlauben darüber hinaus ein
günstiges Verformen der mehrfach gekrümmten Verbundplatte ohne Faltenbildung. Nach der Verformung der Verbundplatte in beschriebener Weise wird in jede Randausnehmung bevorzugt ein
vorgeformtes Einsatzstück eingesetzt, dessen Oberfläche mit der Innenfläche der Sitzschale
fluchten soll; dieses Einsatzstück ist vorteilhafterweise Teil eines vorgekrümmten Versteifungsorganes, welches an beiden Zungenteilen festgelegt ist und die Einhaltung des bereits genannten
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winkeis gewährleistet, ohne die in Grenzen vorhandene Elastizität der Sitzschale zu unterbinden.
Dieses Versteifungsorgan, bevorzurrtermassen ein
Versteifungssteg, wird in Leichtmetallguss bevorzugt, um das Gewicht der Sitzschale günstig
zu beeinflussen.
Darüber hinaus bietet das Versteifungsorgan eine günstige Möglichkeit, eine Sitzschale ohne Verletzung
der Sitzschale selbst an dieser anzubringen.
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V/eitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles sowie anhand der Zeichnung;
diese zeigt in:
Fig. 1: die Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Sitzvorrichtung;
Fig. 2: die teilweise wiedergegebene
— und entsprechend Linie II - II in Fig. 1 zum Teil geschnittene —
Vorderansicht der Sitzvorrichtung;
Fig. 3: einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 2 nach dem dort mit III gekennzeichneten
Feld;
Fig. 4: eine vergrößerte Schrägsicht auf die Sitzvorrichtung.
Eine Sitzschale S für einen mittels seines Fußes 1 auf dem Boden 2 eines übersichtlichkeitshalber
nicht dargestellten Fahrzeuges festgelegten Sessel R ist aus einer mehrschichtigen Verbundplatte
3 geformt; diese weist gemäß Fig. 3 eine Mittelschicht A der Höhe h von beispielsweise
5 mm aus einem organischen hochpolymeren Werkstoff, beispielsweise aus einem Plastomer,auf,
die beidseits von jeweils einem Metallblatt 5, überdeckt ist.
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Eines dieser Metallblätter, die Leichtmetallschicht 5, trägt eine Schutzhaut 7 aus Polymerisat
mit aufgerauhter Oberfläche 8.
Die Sitzschale S ist aus einem in Fig. A mit den Konturen 9 angedeuteten Zuschnittstück
der Verbundplatte 3 geformt, das beidseits einer Faltachse A aus zwei zungenartigen Zuschnittteilen
10, 11 besteht. Die Länge b des für die Sessellehne bestimmten Zuschnitteiles 10 ist
größer als die Länge c für die Sitzfläche Tl. Beide Zuschnitteile 10, 11 verjüngen sich in
Draufsicht mit zunehmendem Abstand von der Faltachse A so, daß ihre Seitenkanten 13 beidseits
einer die Faltachse A rechtwinkelig querenden Symmetrieachse E mit der Faltachse A einander
entsprechende stumpfe Winkel w bzw. ν einschließen.
Beidseits der Faltachse A sind in jedem Zuschnitt teil 10 bzw. 11 — in Fig. 4 bei F hervorgehoben
Randausschnitte vorgesehen, von denen jeweils zwei benachbarte grundrißlich ein Fünfeck K
mit einer die Faltachse A querenden Basislinie G bilden, dessen mittlere Spitze J den Schnittpunkt
der Faltachse A mit den Zuschnittkanten bestimmt.
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Zur Gestaltung der Sitzschalung S werden die
schmalen Kanten 9O in Ffeilrichtung y (Fig. 4) aus der Zuschnittebene und die Längskanten
so in entgegengesetzte Richtung gebeten, daß
an Lehnenzuschnitt 10 bsw. Sitzflächenzuschnitt 11 längsschnittlich gekrümmte Zungenenden
bzw. 15 sowie seitlich querschnittlich gekrümmte Schalenränder 16 entstehen. Nun wird der Lehnenzuschnitt
10 um die Faltachse A gemäß Fig. 1 in Richtung ζ zur Sitzfläche "H gebogen — oder
umgekehrt —, bis beide miteinander einen Sitzwinkel t von etwa 120° einschließen.
Die nicht gekrümmten Flächen der Zuschnittteile bilden entsprechend den Konturen 17
Rechtecke; die beschriebenen Basislinien G der Randausschnitte K sind Teile der Rechteckkanten
17.
Die Basiskante G jedes Randausschnittes K ist bei der gebogenen Sitzschale S um die
Faltachse A gekrümmt und endet an daran anschließenden Querkanten Q.
Jeder Randausschnitt IC nimmt entsprechend geteilte Anformungen 30 eines gekrümmten Versteifungssteges
31 aus Metallguß auf, der mittels Bohrungen 34 durchsetzender Schrauben an der Verbundplatte 3 festliegt.
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In Fig, 4 ist mit den Konturen AO ein als Sitzlehne dienendes gekrümmtes Formteil angedeutet,
welches am Versteifungssteg 31 angeordnet und günstigerweise mit diesem zusammen montierbar
ist.
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Claims (16)
- PATENTANWALT DIPL.-ING. HIEBSCH ■ D - 77 SIN GEN . dena.Z. AL-222 Blatt -APATENTANSPRÜCHEΊ.j Schale für eine Sitzvorrichtung, insbesondere \ y für einen Fahrzeugsitz, deren Lehnenteil mit der Sitzfläche an einer von diesen bestimmten Querachse einen unveränderbaren Sitzwinkel einschließt,dadurch gekennzeichnet,daß die Schale (S) eine Verbundplatte (3) mit einer Mittelschicht (4) aus einem organischen hochpolymeren Werkstoff und diese beidseits abdeckenden Metallblättern (5, 6) od. dgl. aufweist, und die Randbereiche (14, 15) der Verbundplatte wenigstens teilweise aus der Plattenebene herausgebogen und mit wenigstens einem Randausschnitt (K) versehen sind.
- 2. Schale nach Anspruch 1, gekennzeichnet durcheine Verbundplatte (3) aus einer thermoplastischen Mittelschicht (4) und diese beidseits abdeckenden Metallblättern (5, 6) aus einem Leichtmetall oder einer Leichtmetallegierung.-A 2-909812/0593AL-222
- 3. Schale nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Metallblätter (5) von einer Schicht (7) aus gegebenenfalls profiliertem Kunststoff überdeckt ist.
- 4. Schale nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschnitt (9) des Verbundprofiles (3) zur Herstellung der Schale (S) aus zwei beidseits der eine Faltachse (A) zwischen Lehnenteil (10) und Sitzfläche (11) bildenden Querachse sich in Draufsicht zu den Schmalseiten (9e) verjüngenden Zungenteilen besteht.
- 5. Schale nach wenigstens einem der Ansprüche1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die achsfernen Schmalseiten (14, 15) der Zungenteile (10, 11) gegensinnig zu den Seitenkantenbereichen (16) der Zungenteile gekrümmt sind.
- 6. Schale nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die krümmungsfreie Fläche jedes Zungenteiles (10 bzw. 11) etwa einem Rechteck (17) entspricht.
- 7. Schale nach wenigstens einem der Ansprüche1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Sitzfläche (11) teilweise antiklastisch gekrümmt ist.909812/0593AL-22227Λ3999
- 8. Schale nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Faltachse (A) an beiden Seitenkanten der Schalen (S) wenigstens eine Randausnehmung (K) vorgesehen ist.
- 9. Schale nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Randausnehmung (K) an die quer zur Faltachse (A) verlaufenden Grenzlinien (17) der krümmungsfreien Fläche der Zungenteile (10, 11) reicht.
- 10. Schale nach wenigstens einem der Ansprüche1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Randausnehmungen (K) über einen zur Faltachse (A) parallelen und symmetrischen Krümmungsbereich der Schale (S) in beide Zungenteile (10, 11) erstrecken.
- 11. Schale nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch in die Randausnehmung (K) eingepaßte und vorgeformte Einsatzstücke (30).
- 12. Schale nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Einsatzstückes (30) mit der Oberfläche (7) der Schale (S) etwa fluchtet.90981 2/0593AL-222
- 13. Schale nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsatzstück (30) Teil eines vorgekrümmten Versteifungsorganes (31) und dieses an beiden Zungenteilen (10, 11)
festgelegt ist. - 14. Schale nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungsorgan (31) eine Seitenlehne (40) od. dgl. trägt.
- 15. Schale nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungsorgan (31) ein Gußteil ist, beispielsweise ein Aluminiumgußteil.
- 16. Schale nach Anspruch 14 oder 15» dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungsorgan (31) und die Seitenlehne (40) einstückig hergestellt sind.909812/0593
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Legal Events
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