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Blendenrechner für Computerblitzgeräte
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Die Erfindung betrifft einen Blendenrechner nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
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Bei Computerblitzgeräten wird nur eine solche Lichtmenge abgegeben,
die für die ordnungsgemaße Belichtung eines Bildes erforderlich ist. Hierzu ist
es notwendig, die Filmempfindlichkeit und die eingestellte Kamerablende an dem Blitzgerät
einzustellen, weil diese beiden Größen für die abgegebene Lichtmenge bestimmend
sind.
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ts sind bereits verschiedene Programmschalter für Elektronenblitzgeräte
mit automatischer Licht steuerung vorgeschlagen worden, bei denen sowohl die Filmempfindlichkeit,
als auch die Blende mit Hilfe von Drehscheiben und dergl. am Blitzgerät eingestellt
werden können (vergl.
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DT-OS 17 72 940, DT-AS 19 17 934). Diese Drehscheiben weisen Skalen
auf, die relativ zu anderen Skalen verschoben werden, so daß bei eingestellter Blende
und eingestellter Filmempfindlichkeit die Entfernung abgelesen werden kann, die
maximal von dem Blitz mit ausreichender Helligkeit versorgt wird.
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Nachteilig ist bei diesen sogenannten bekannten Blendenrechnern indessen,
daß sie aufgrund der vielen Skalen oft unübersichtlich sind und somit Fehlbedienungen
provozieren.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Blendenrechner
zu schaffen, der ein sicheres Ablesen der relevanten Daten gewährleistet.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß nach dem Kennzeichen des Anspruchs
1 gelöst.
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Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht insbesondere darin,
daß durch starkes Hervortreten der wichtigsten Informationen die Gefahr einer Fehlbedienung
reduziert wird.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen: Fig.l einen Blendenrechner mit digitaler Arbeitsblende,
Fig.2 eine erste Schaltungsanordnung zur digitalen Darstellung der Arbeitsblende,
Fig.3 eine zweite Schaltungsanordnung zur digitalen Darstellung der Arbeitsblende,
Fig.4 eine dritte Schaltungsanordnung zur digitalen Darstellung der Arbeitsblende,
Fig.5 eine vierte Schaltungsanordnung zur digitalen Darstellung der Arbeitsblende.
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In der Fig.l ist eine Platte 1 dargestellt, die auf der Rückseite
eines Computerblitzgerätes angeordnet ist.
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Diese Platte 1 weist im wesentlichen zwei Bereiche auf, nämlich einen
Bereich 2 für den Betrieb des Blitzgerätes ohne Computer und einen Bereich 3 für
den Betrieb des Blitzgeräts mit Computer. Der Bereich 2 ist durch ein Schiebefenster
4 verdeckt, so daß die dahinter befindlichen Skalen, die so ausgebildet sein können
wie bei den auf dem Markt befindlichen Braun-Blitzgeräten 28 BVC, 54 VC und 40 VCR,
nicht erkennbar sind. Diese Skalen sind durch den gestrichelten Kreis 5 lediglich
angedeutet. Auf dem unteren Rahmen der Platte 1 befindet sich eine Buchse 6 zur
Aufnahme eines Ladesteckers, ein Ein/Aus-Schalter 7 und ein Knopf 8 fiAr die Handauslösung
des Blitzgeräts.
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Der rechte Bereich 3 der Platte 1 weist einen Schiebeschalter 9 für
die Einstellung des Entfernungsbereichs auf, wobei in der untersten Stellung 0 des
Schiebeschalters 9 der Computer ausgeschaltet ist. In der nächsten Stellung, die
mit lo bezeichnet ist, ist der Nahbereich (z.B. 10-35 m) eingestellt, während in
der darauffolgenden und mit 11 bezeichneten Stellung der mittlere Bereich (z.B.
45-56 m) eingestellt ist und in der letzten Stellung, die mit 12 bezeichnet ist,
der Fernbereich (85-95 m) eingestellt ist. In einem Fenster 13, das über den Entfernungsangaben
angeordnet ist, sind z.B. Flüssigkristalle für die digitale Anzeige der Arbeitsblende
vorgesehen.
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Vor einer Blitzaufnahme wird das Schiebefenster 4 mit Hilfe eines
Vorsprungs 14 nach rechts verschoben, so daß die Skalen freigegeben sind. Jetzt
kann auf die übliche Weise die Filmempfindlichkeit eingestellt werden. Bei Stellung
0 des Schiebeschalters 9 ist es möglich, auf die bisher Übliche Weise Blitzaufnahmen
ohne Computer zu machen.
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Wird jetzt das Schiebefenster 4 nach links geschoben und der Schiebeschalter
9 in die Stellung lo gebracht, so herrscht Computerbetrieb im Nahbereich. Die eine
stellte Filmempfindlichkeit kann dabei durch eine Örfnung 15 im Schiebefenster 4
gesehen werden. Aufgrund der vorgegebenen Werte der Filmempfindlichkeit und des
Entfernungsbereichs wird diejenige Blende automatisch errechnet, die an der Kamera
einzustellen ist. Diese Blende wird in dem Fenster 15 angezeigt, wobei mit Hilfe
von zusätzlichen Kennungen, z.B. Punkt 16, angezeigt werden kann, ob bei Zwischenwerten
der eingestellten Filmempfindlichkeit der exakte Blendenwert eher nach oben oder
nach unten tendiert.
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Wird jetzt ein Probeblitz ausgelöst, so kann mittels einer Leuchtdiode
17 angezeigt werden, ob die im Blitzgerät vorhandene Energie ausreicht, um die eingestellten
Bedingungen zu erfüllen. Dies ist deshalb wichtig, weil bei einem indirekten Blitz
(bounced light) sehr viel Licht durch dunkle Körper absorbiert werden kann, so daß
die vorhandene Lichtenergie nicht ausreicht, um unter den gegebenen Umständen eine
ordnungsgemäße Belichtung durchzufilhren.
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In Fig.2 ist eine Schaltungsanordnung dargestellt, die zeigt, auf
welche Weise die Blende mit einem Flüssigkristallelement digital angezeigt werden
kann. Mit Hilfe eines Widerstands 18 und einer Zenerdiode 19, die in Reihe an einer
Gleichspannung U liegen, wird zunächst eine stabile Referenzspannung Uref gebildet,
die zwischen dem Widerstand 1 und der Zenerdiode 19 abgegriffen wird.
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Diese Referenzspannung Uref wird über einen Schalter 20, der sich
in einer ersten Schaltstellung befindet, einem Spannunsteiler zugeführt, der aus
zwei Widerständen 21 und 22 besteht. Von der Verbindungsleitung zwischen den
beiden
Widerständen 51 und 52 führt eine Verbindung auf den nichtinvertierenden Eingang
eines Operationsverstärkers 23 in dessen Rückkopplungszweig zwei veränderliche Widerstände
24, 25 geschaltet sind. Von dem invertierenden Eingang des Operationsverstärkers
25, der mit den erwähnten veränderlichen Widerständen 24, 25 verbunden ist, führt
auch noch über einen Widerstand 26 eine Verbindung auf Masse. Bezeichnet man die
am nichtinvertierenden Eingang des Operationsverstärkers 23 anstehende Spannung
mit Ue, so ist die Ausgangsspannung dieses Verstärkers (1+ Widerstand 24 + Widerstand
25 Ua = Ue Widerstand 26 Die veränderlichen Widerstände 24 und 25 sind dabei der
Filmempfindlichkeit bzw. der Entfernung zugeordnet. Damit bestimmte diskrete Filmempfindlichkeiten
oder Entfernungsbereiche exakt eingestellt werden können, ist es möglich, verschiedene
Rast stellungen vorzusehen, in welchen die Schieber der Widerstände einrasten können.
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Aus der oben angegebenen Formel erkennt man, daß die Ausgangsspannung
Ua um so größer wird, je größer der Widerstand 24 oder der Widerstand 25 wird. Der
Widerstand 24, der z.B. der Filmempfindlichkeit zugeordnet ist, wird somit größer,
wenn eine kleinere Filmempfindlichkeit vorliegt, während der Widerstand 25, der
z.B.
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der Entfernung zugeordnet ist, größer wird, wenn die Entfernung größer
wird. Durch Verändern der Widerstände 21 und 22 kann die Schaltungsanordnung an
verschiedene Blitz-Leitzahlen angepaßt werden.
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Die Ausgangsspannung Ua wird nun über einen Widerstand 27 dem invertierenden
Eingang eines weiteren Operationsverstärkers 28 zugeführt, an dessen nicht-invertierenden
Eingang
ein Widerstand 29 liegt, der mit der Referenzspannung Uref verbunden ist, sowie
ein Widerstand 30, der an Masse gelegt ist. Im Rückkopplungszweig dieses Operationsverstärkers
mit dessen invertierendem Eingang verbindet.
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Der Operationsverstärker 28 bildet nun eine Spannung, die der Differenz
zwischen der Referenzspannung Uref und der Ausgangsspannung Ua proportional ist,
wobei der Verstärkungsfaktor V von den Quotienten der Widerstände 3o/29 bzw. 31/27
gebildet wird. Somit steht am Ausgang des Verstärkers 28 die Spannung Up = V (URef
- Ua) an. Durch den Verstärkungsfaktor V kann die Spannung Up an den Eingangsspannungsbereich
des nachfolgenden Analog-Digital-Wandlers 52 angepaßt werden. Dieser Analog-Digital-Wandler
lierert bspw. ein 3C3-3ignal an eine Versorgungsstufe 33, die einen Decoder und
einen Treiber enthält, um die Flüssigkristalle anzusteuern.
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Zweckmäßigerweise werden nur die Blendenwerte 1 bis 32 direkt angezeigt,
während Zwischenwerte, z.3. + 1/3 Blende oder -1/3 Blende, durch Punkte 16 (Fig.1)
dargestellt werden.
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Mit den Schaltern 20, 35 können Verbindungen zu einem externen Kamerasystem
hergestellt werden, das bspw. von sich aus Blitzgeräte mit Hilfe eines Mikroprozessors
ansteuert. Die Verbindung zum Kamerasystem wird dabei hergestellt, indem die Schalter
20, 55 in die gestrichelten Positionen gebracht werden.
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In der Fig.5 ist eine Variante der Schaltungsanordnung gemäß Fig.2
gezeigt, bei welcher der Ausgangsteil geändert ist, während der Eingangsteil bis
zur Abgabe der Spannung Ua mit der Anordnung der Fig.2 übereinstimmt.
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Die 3auteile des oingangsteils sind deshalb in der Fig.5 zur Sinrichtung
56 zusammengefaßt.
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Die Spannung Ua gelangt von dem Ausgang der Einrichtung 36 auf einen
Spannungs-Frequenz-Umsetzer 57, der eine der Spannung proporticnale Impulsfolge
mit der Frequenz liefert. Die Umpulse werden in einem Zähler 58 zugeführt, der von
einem Takt-Generator 39 fortgeschaltet wird. Innerhalb vorgebbarer Intervalle, die
z.B. durch das Anhalten des Takt-Generators 39 markiert werden, wird der Zählerstand
des Zählers 58 abgerufen und einer Decoder-und Treiberschaltung 40 zugeführt, die
eine Flüssigkristallanzeige ansteuert. Die Zählerstände des Zählers 38 können eventuell
auch in einem Zwischenspeicher zuerst abgespeicnert und dann erst auf den Decoder
und Treiber 40 gegeben werden. Mit der Obergabe der Zählerstand-Information in den
Zwischenspeicher wird der Zählerstand gelöscht. Die Kombination Zähler/Speicher
ist an sich bekannt und als einheitlicher Baustein auf dem Markt erhältlich.
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Die mit der Schaltungsanordnung nach Fig.3 erzielten Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß der Anzeigewert durch eine Frequenz f und ein Taktsignal
bestimmt wird, wodurch sich eine leichtere Abgleichmöglichkeit ergibt. Außerdem
ist nur eine Versorgungsspannung nötig.
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In der Fig.4 ist eine Variante gezeigt, bei der eine binär codierte
Printplatte 41 vorgesehen ist, die z.B.
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fünf Bahnen für die Filmempfindlichkeiten 90 DIN bis 590 DIN aufweist,
was einunddreißig Werten entspricht.
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Diese Printplatte 41 ist entsprechend der Zahl und der Werte der einstellbaren
Arbeitsblenden mechanisch verschiebbar, wobei auch die Entfernungsbereiche mit berücksichtigt
sind.
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Die Printplatte 41 weist z.B. fünf Zeilen 42-46 und zweiunddreißig
Spalten 47-78 auf, von denen gleichzeitig die rünf Felder einer Spalte durch Schleifen
79-83 abgegriffen werden. Bei fünf Abgriffen sind 25 = 32 Werte abgreifbar, so daß
bei Ausnutzung aller Möglichkeiten zweiunddreißig Spalten vorgesehen sind.
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Zur Einstellung der Entfernung und der Einstellung der Filmempfindlichkeit
wird die Printplatte 41 horizontal verschoben, und zwar so, daß eine höhere Filmempfindlichkeit
eine Verschiebung nach rechts und eine geringere Entfernung eine Verschiebung nach
links bedingt. Die Resultierende aus beiden Verschiebungen ist dann der Wert, der
von den Schleifen 79-83 abgetastet wird.
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Diese Resultierende wird nun auf einen ROM-Speicher 84 gegeben, der
gewissermaßen eine Zuordnungs-Tabelle beinhaltet und einen digitalen Anzeigewert
abgibt, welcher der jeweiligen Resultierenden fest zugeordnet ist.
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Von diesem Speicher 84 führt eine Verbindung auf einen Treiber 85,
der eine Flüssigkristallanzeige 86 mit dem erwähnten Anzeigewert ansteuert.
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Für diese Adaption des Blitzgerätes an eine automatische Kamera mit
Blitzsteuerung ist noch ein Digital-Analog-Wandler 87 vorgesehen, der mit seinem
Eingang an den Schleifen 79.83 liegt und mit seinem Ausgang eine Kamera ansteuert
Der Vorteil der Ausftihrungsform gemäß Fig.4 besteht darin, daß die Filmempfindlichkeit
und die Entfernung leicht eingestellt werden können und daß keine Verfälschung der
Anzeigewerte durch Umwandlungsfehler auftritt. Ein ROM-Speicher könnte dadurch umgangen
werden, daß man
eine Printplatte vorsieht, die im BCD-Code codiert
ist.
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Dies würde jedoch mehr Schleiferbahnen erfordern als bei der Anordnung
nach Fig.4. Außerdem wäre der Digital-Analog-Wandler, welcher der Kamera eine Spannung
zuführen soll, mit einfachen Mitteln nicht zu realisieren.-In der Fig.5 ist eine
Schaltungsanordnung gezeigt, die sich von der Schaltungsanordnung der Fig.4 u.a.
darin unterscheidet, daß sie eine andere Printplatte 88 aufweist. Diese Printplatte
88 besitzt sechs Zeilen 89, 9o 91, 92, 93, 94, welche - von unten nach oben - die
Wertigkeiten 8, 4, 2, 1, 2/5, 1/3 haben. Jedem 6-bit Wert entspricht dabei ein Filmempfindlichkeitswert,
wobei diese Werte in l/)-Stufen darstellbar sind.
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Auf dieser Printplatte 88 ruhen die Enden von Schleifkontakten 95tloo,
und zwar derart, daß jeder der Schleifkontakte 95-loo einer Zeile der Printplatte
88 zugeordnet ist. Schleifkontakte 95-loo und Printplatte 88 sind ge=Xseinander
verschiebbar. Soll eine höhere Filmempfindlichkeit eingestellt werden, so werden
die Schleifkontakte 95-100 nach links verschoben, während bei der Einstellung einer
kleineren Entfernung die Printplatte 88 nach rechts verschoben wird.
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Die mit Hilfe der Schleifkontakte 95-100 abgegriffenen Werte werden
um einen Lese-Speicher lol zugeführt, der den abgegriffenen digitalen Werten jeweils
einen bestimmten Blendenwert zuordnet und diesen Blendenwert (z.B.
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1, 1.4, 2, 2.8...) einem Treiber 102 zuführt, der eine Anzeigevorrichtung
105 ansteuert.
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Die Werte der Schleifkontakte 95-loo werden auch noch einem Digital-Analog-Wandler
104 zugeführt, der eine nicht dargestellte Kamera ansteuert.
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Da der Digital-Analog-Wandler 104 nur binär gewichtete Signale verarbeiten
kann, wird mit Hilfe einer zusätzlichen ODER-Schaltung 105 aus dem 6-bit-Code der
Schleifkontakte 95i100 ein 7-bit-Code mit den Gewichten 8,4,2, 1,1/2,1/4,1/8 gebildet,
wobei jetzt die Blendenwerte F + 1/3 durch die Näherung F + 1/4 + 1/8 und die Werte
F + 2/3 durch die Näherung F + 1/2 + 1/8 dargestellt werden. Da 1/4 + 1/8 = 0,375
und 1/2 + 1/8 = 0,625 erkennt man, daß der durch die Näherung hervorgerufene Fehler
geringer als - 0,o42 Blendenstufen ist.
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Die logische Zuordnung zwischen den Signalen der Schleifkontakte 95-100
und den am Eingang des Digital-Analog-Wandlers anstehenden Signalen ergibt sich
aus folgender Tabelle
| a5 a4 a3 a2 a1 a0 b6 b5 b4 b3 b2 b1 b0 |
| F 8 4 2 1 2/3 1/3 8 4 2 1 1/2 1/4 1/8 |
| 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 |
| 1 0 0 0 0 0 L 0 0 0 0 0 L L |
| 3 0 0 0 L 0 0 0 0 0 L 0 0 0 |
| 400 0 L 0 L o o o L o L L |
| 5 o o o L L o o o o L L o L |
b2 = a1 b1 = a0 b0 = a1va0