DE2743129C2 - Vorrichtung zum Haltern und Versetzen einer Lanze - Google Patents
Vorrichtung zum Haltern und Versetzen einer LanzeInfo
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Description
J5 Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Haltern
und Versetzen einer Lanze in einem Sauerstoffaufblaskonverter, mit einem vertikal bewegbaren Lanzenschlitten
oberhalb des Konverters, an dem sich eine Aufhängeeinrichtung für die Lanze befindet, in der die
Lanze drehbar gelagert ist und über ein Getriebe, eine Antriebswelle und einen Motor antreibbar ist, und mit
einer ortsfesten Öffnung an der Oberseite des Konverters, durch die die Lanze in den Konverter
eintritt und geführt ist.
•»5 Im allgemeinen gilt, daß wenn eine L anze in ortsfester
Lage in einem Konverter verwendet wird, die Gefahr groß ist, daß die Reaktion zur Ausbildung der Schlacke
nicht gleichförmig abläuft. Denn Kalkzuschlag, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Schlacke überführt
"λ worden ist, ist ungleich im Bad verteilt, und die
Wahrscheinlichkeit, daß der Kalkzuschlag in den Brennfleck hoher Temperatur während des Blasvorgangs
zur Verschlackung gelangt, ist gering, so daß eine verminderte Entphosphorung und Entschwefelung
auftritt. Als Gegenmaßnahme zur Überwindung· dieser Schwierigkeit ist bereits ein Verfahren vorgeschlagen
worden, das bewirkt, daß die Lanze umläuft, wie z. B. in der japanischen Patentschrift mit der Offenlegungsnummer
60 415/1975 erläutert und nachstehend noch ausführlicher beschrieben wird. Dieses Verfahren ist
jedoch von gewissen Schwierigkeiten begleitet und zwar in bezug auf die Handhabung der Lanze, die in
vielen Fällen große Abmessungen und ein großes Gewicht aufweist. Ferner ist hier der Drehradius der
Lanze nicht einstellbar.
Aus der DE-OS 15 83 233 ist bereits eine Vorrichtung
zum Haltern und versetzen einer Lanze der eingangs genannten Art bekannt, bei der die Lanze mit Hilfe des
Lan/enschlittens vertikal bewegbar und um eine ,Achse
konzentrisch /.iir Konverlerachse drehbar ist. I!<m der
Verwendung dieser L.an/e besteht die bereits \ or stehend erwähnte Gefahr, daß die Reaktion /ur Ausbildung
der Schlacke ungleichförmig ablauft und teilweise in einer Zwischenstufe des Frischvorgangs stagniert.
Das gleiche gilt für die aus der G B-PS 7 00 224 bekannte Lanze mit seitlich abgebogenem unteren Ende, bei der
die unterste Spitze eine Kreisbahn beschreibt, deren Durchmesser jedoch nicht veränderlich ist, ebenso wie
für die aus der DE-AS 14 33 507 bekannten Lanze, die nur um ihre Achse drehbar und durch ein Rihrungsteil in
einer Abzugshaube auf- und abbewegbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es. cmc einfache und
zweckmäßige Vorrichtung zum Haltern und Versetzen einer Lanze in einem Sauerstofiaufblaskonverter
anzugeben, die eine gleichmäßige Reaktion zur Ausbildung der Schlacke sicherstellt.
Dipsp Aiifunhp wird bei einer Vorrichtung der
eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sich auf dem Lanzenschlitten eine Vorrichtung
zur Halterung einer Lanzenaufnahmeanordnung befindet, durch die auch die Lanz.enaufnahmeanordning
in einer horizontalen Ebene längs eines Kreispfades um eine vertikale Achse in eine Drehbewegung versetzt
werden kann, daß die Vorrichtung eine Einrichtung zur Einstellung des Drehradius der Drehbewegung aufweist.
daß ein Kardanmechanismus an einem vertikal von der Lanzenaufhängevorrichtung bcubstandeten Teil der
Lanze befestigt ist. daß der Kardanmechanismus seitlich herausragende Lagerzapfen autweist, die von oben in
Lagerschalen der Lanzenaufnahmeanordnung eingreifen, so daß die Lanze eine schräge Kreiselbewcgung
ausfuhren kann, und daß ein Knotenlager in der ortsfesten Öffnung vorgesehen ist. das die Lanze so
abstützt, daß diese in der Höhe des Lagers keine horizontale Bewegung, icdoch cmc Neigung zur
vertikalen Achse ausführen kann, die durch die ortsfeste
Öffnung verlauft.
Vorzugsweise können Aussparungen in der Vorrichtung vorgesehen sein, die es ermöglichen, daß ciie Lanze
ir. einer vertikalen L.agc außerhalb und oberhalb des
Konverters horizontal in eine Position bewegbar ist. in
der sie ar. ι Γ die vertikale Achse ausgefluchtet i~><.. in der
sie durch den Karaanmechanisirus gehalten w.rd.
Weitere \uslt :■■'.Ölungen der Lrfindiirij gehen aus
den L;n:e-.:n'-.Drücr.cr. hervor.
Bei der erfmduresg-imaßen Vorrichtung winj vorteilhafter«,
c'se ds Bovj'-ticen ;:-vJ Lösen der Lanze von
der Sei'.e t.er jusgeiuhrr. und der ümdrehup.gsradius
sowie d:0 Drer.zai': ces \rbe;'scndes der Lanze sind
wahiv. ·:.·!'e eiHji J!:';ar
Die fcrtiriduiig ά.rc nur· ar, i'.ar.C Oc: Figuren
ausführlich beschrieben. Es zeigt
Fig.: eine scK-^atischt Ar.sie:-.: der allgemeinen
Konstruktion ■:;:-.es ersten Ausiür.-ungsbeispiels der
Vorrichtung zum Haltern und Versetzen einer Lanze gemäß der Erfindung von der Seite sowie die Lage ihrer
Anordnung relativ zu einem Konverter und seiner Abzugshaube:
Fig. 2 eine Vorderansicht ene- Lanzenschüttenteiis
des ersten Auä'"üh.-ungsbeispieis der ·. orrichiung gemäß
der Er'iraung:
Fig. 3 eine L».-äüi's:cht. teilweise im Schnitt, entlang
der Ebene der Linie IiI-IIi ir· F i e. 2. und zwar in
Blickrichtung der Pfeile;
Fig.4 eine Ansicht von unten entlang der Ebene,
angedeutei durch die Linie IV-IV in Fig. 2. und zwar in
Blickrichtung der Pfeile;
ί i ü. ι eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt.
entlang einer vertikalen I bene. die durch die Mittellinien de: llaiiptwe'len verläuft und eine Drehvorrichtung
emc! I .anzenaufnalimeanordnung des ersten
Ausfühningsbeispiel.s zeigt;
Ι·' ι g. " eine Ansicht, teilweise im Schnitt, entlang der
Ebene, .-.ngedeutet durch die Linie Vl-Vl in F i g. 5. und
zwar in IiIk knchtung der Pfeile:
ι 1 i g. 7 eine schenuitische Draufsicht einer Getriebekette;
F i g. 8 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, entlang
der durch die Linie VUIVlII in F i g. 2 angedeuteten Ebene, und zwar in Blickrichtung der Pfeile;
, F i g. M eine Ansicht eines teilweise ausgeschnittenen Beispiels eines modifizierten Mechanismus zum Einstellen der Exzentrizität:
, F i g. M eine Ansicht eines teilweise ausgeschnittenen Beispiels eines modifizierten Mechanismus zum Einstellen der Exzentrizität:
F ig. 10 eine vertikale Schnittansichi. von der ein Teil
stark verzerrt abgebildet is;, uul zwar zeigt sie ein
. Beispiel einer bekannten Vorrichtung zum lial'ern und
Versetz· ii einer Lanze:
1' i g. 1 I eine schematische Ansichi ahnlich der I·' i g. 1
vom allgemeinen Aufbau eines zweiten Beispiels der Vorrichtung gemäß der Erfindung;
F i jr. 12 eine Vorderansicht eines Lanzenschlittenteils
des zweiten Beispiels der Vorrichtung gemäß der
Erfindung:
F i L·. 1 * eine Seitenansicht im rechten Winkel zur
Ansicht der F ι g. ! 2, wobei gewisse Teile ausgeschnitten abgebildet sind;
Fig. 14 eine Draufsicht entlang der durch die Linie
XIV-XIV in Fig. 12 angedeuteten Ebene, in Bückrichtuni.'
der Pfeile, wobei ein Teil im horizontalen Schnitt abgebildet ist:
F i g. 1 ) eine Ansicht entlang der durch die Linie XV-XV in F ig. 12 angedeuteten Ebene von unten, und
zwar in Blickrichtung der Pfeile:
Fig. Ib eine vertikale Schnittansicht entlang einer
Ebene, die durch die Mittellinien der Hauptwellen verläuft, und welche eine rotierende Halterung und
zugeordnete Teile des zweiten Ausführungsbeispiels veranschaulicht;
Fig. 17 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt entlang einer vertikalen Ebene, die durch die Mittellinien
der Hauptwellen verläuft und welche eine Orehvorrichtung einer Lanzenaufnahmeanordnung des
zweiten Ausführungsbeispiels veranschaulicht:
Fig. 18 eine Schemaansicht ähnlich der F i g. 1 vom
allgemeinen Aufbau eines dritten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung gemäß der Erfindung;
Fig. 19 eine Vorrichtung eines Lanzen-Schütter..eils
des dritten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung gemäß der Erfindung:
Fig. 20 eine Seitenansicht im rechten Winkel zur
Ansicht der Fig. 19, wobei gewisse Teile ausgeschnitten
sind:
Fig.21 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, entlang
der durch die Linie XXI-XXI in Fig. 19 angedeuteten Ebene, und zwar in Blickrichtung der Pfeile;
Fig.22 eine Schemazeichnung ähnlich der Fig. 1 vom allgemeinen Aufbau eines vierten Ausführungsbeispiels
der Vorrichtung gemäß der Erfindung;
F i g. 23 eine Vorderansicht eines Lanzen-Schlittenteiis des vierten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung
gemäß der Erfindung;
F i g. 24 eine Seitenansicht im rechten Winkel zur Ansicht der F i g. 23, wobei gewisse Teile im vertikalen
Schnitt gezeigt sind;
F i g. 25 eine Draufsicht entlang der durch die Linie XXV-XXV in F i g. 23 angedeuteten Ebene in Blickrichtung
der Pfeile, wobei ein Teil im horizontalen Schnitt abgebildet ist;
F i g. 26 eine relativ größere Seitenansicht mit gewissen Teilen im vertikalen Schnitt, die die wesentliche
Konstruktion von einer der drei Drehvorrichtungen zeigt, die eine Lanzenaufnahmeanordnung des vierten
Auoiührungsbeispiels tragen und in eine Kreiselbewegung
versetzen, wobei die Vorrichtung auf eine Null-ExzentriziUu eingestellt ist;
Fig. 27 eine der F i g. 26 ähnliche Ansicht, in der jedoch die Vorrichtung in eine gewisse exzentrische
Stellung gebracht ist;
Fig. 28 eine Schemaansicht ähnlich der Fig. I von
allgemeinem Aufbau eines fünften Ausführungsbeispiels der Vorrichtung gemäß der Erfindung;
Fig. 29 eine Vorderansicht eines Lanzen-Schlittenteils
des fünften Ausführungsbeispiels der Vorrichtung gemäß der Erfindung;
Fig.30 eine Seitenansicht des Lanzen-Schlittenteils
gemäß Fig. 29, wobei gewisse Teile im vertikalen Schnitt abgebildet sind und
Fig. 31 eine Draufsicht, teilweise im horizontalen
Schnitt, entlang der durch die Linie XXXI-XXXI in F i g. 28 angedeuteten Ebene.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nachstehend ein Beispiel eines bekannten, oben bereits
kurz erwähnten Verfahrens unter Bezugnahme auf Fig. IO erläutert, gemäß dem eine Lanze umläuft, wie
die.« in dem oben erwähnten japanischen Patent mit der
Offenlegungsnummer 60 415/1975 erläutert ist.
In diesem Beispiel ist eine vertikale Lanze 3 für einen
Konverter Cauf horizontalen, parallelen Drehscheiben 2 abgestützt, die in Abstand voneinander auf einem
Lanzenschlitten 1 drehbar gelagert sind, der seinerseits vertikal verschiebbar in einer Rahmenkonstruktion Xa
gehalten ist. Die Lanze 3 ist derart angeordnet, daß ihre Mittellinie um einen Abstand S von der Drehachse der
Drehscheiben 2 versetzt ist, die ihrerseits koaxial -to angeordnet sind. Wenn demzufolge die Drehscheiben 2
angetrieben bzw. gedreht werden, dreht sich die Lanze 3 um die Drehachse der Scheiben 2 mit einem Drehradius
von S.
Bei dieser Anordnung erfolgt das Einführen und Herausziehen der Lanze 3 in bzw. aus den Drehscheiben
2 sowie das Hochheben und Senken der Lanze 3 durch eine Heb- bzw. Senkbewegung der Lanze mittels etwa
eines Krans. Da jedoch die Lanze 3 in manchen Fällen bis zu 20 m lang sein kann sowie einen Durchmesser von so
40 cm und z. B. ein Gewicht bis zu 10 t aufweisen kann, ist die Handhabung der Lanze 3 lediglich durch
Verwendung eines Krans, der zur Unstabilität neigt,
schwierig, und es wird besonders kritisch beim Einführen der Lanze 3 in die Löcher der Drehscheiben Z
Da die Lanze 3 sich in einem unbeweglichen Zustand relativ zu den Drehscheiben 2 befindet, ergibt sich
insofern ein weiters Problem, als der Drehradius der Lanze 3 nicht versteilt werden kann.
Diese Schwierigkeiten, welche den bekannten Lanzen-Trag- und Drehvorrichtungen anhaften, sind durch
die vorliegende Erfindung vermieden, von der nachstehend nunmehr ein Ausführungsbeispiel erläutert wird.
F i g. 1 zeigt schematisch die gegenseitige Zuordnung bzw. Lage zwischen einem Konverter 4, der mit einer
Abzugshaube 5 zum Entfernen von Abgasen versehen ist, einer Lanze 14, die durch die Haube 5 in den
Konverter 4 eingeführt werden kann, einer Lanzen-Trag- und Antriebsvorrichtung mit einem Lanzenschlitten
6, einer Lanzenaufnahmeanordnung 8, Drehvorrichtungen 9, einer Lanzenaufhängevorrichtung 10 und
einer vertikalen Führung 7 zur Führung des Lanzenschlittens 6 bei seiner vertikalen Bewegung.
Der Lanzenschlitten 6 besteht aus einer einstückigen steifen Konstruktion, die sich zusammensetzt aus einem
vertikalen hinteren Teil 6a und fachartigen oberen und unteren horizontalen Plattformen 12 und 13, die an den
oberen und unteren Enden des vertikalen Teils 6a befestigt sind und in einer Richtung nach vorne von der
Führung 7 wegstehen.
Die äußeren Endteile der horizontalen Plattformen 12 und 13 sowie der entsprechende Teil der Lanzenaufnahmeanordnung
8 sind gabelförmig ausgebildet, d. h. sie sind mit Ausnehmungen 15 versehen, damit die Lanze 14
horizontal von der Seite her in ihre Einbaulage in die Vorrichtung zum Haltern und Versetzen eingebracht
werden kann, wie in den F i g. 2,3 und 4 gezeigt ist.
Die Lanze 14 ist derart durch einen Kardanmechanismus 19 gehalten, daß ihre Kreiselbewegung möglich ist.
Dieser Mechanismus bildet ein »Taumellager« und weist gegenüberliegende innere und äußere Lagerzapfen
16 und 17 sowie einen Kardanring 18 auf. Die äußeren Lagerzapfen 17 sind in entsprechenden
Lagerschalen 20a von Lagern 20 gelagert, die geschlitzt und somit an ihren oberen Teilen offen sind, um den
Einbau und die Demontage der Lanze 14 zu erleichtern. Die Lager 20 sind auf der Lanzenaufnahmeanordnung 8
befestigt. Die Lanze 14 ist ferner mit einem Lager 22 versehen, das vorher an dieser festgemacht wird. Das
Lager 22 dient zur Bildung eines Knotenpunkts für eine Kreiselbewegung, wie noch später erläutert wird, und es
wird daher im folgenden als »Knoten-Lager« bezeichnet. Dieses Knoten-Lager 22 paßt in eine ortsfeste
öffnung 21, die im oberen mittleren Teil der oben erwähnten Haube 5 ausgebildet ist. Dieses Lager setzt
sich in diese ortsfeste Öffnung 21 beim Einführen der Lanze 14 über eine bestimmte Strecke in den Konverter
4 während des Zusammenbaus und dient dem Zweck, die Kreiselbewegung oder präzise Bewegung der Lanze
14 um einen zentralen Knotenpunkt O zu unterstützen.
Es ist auch eine alternative Anordnung möglich, bei der dieses Knoten-Lager 22 an der Haube 5 an deren
ortsfeste öffnung 21 befestigt werden kann, statt daß
man das Lager an der Lanze 14 festmacht, wie beim vorliegenden Ausführungsbeispiel.
Die Lanzenaufnahmeanordnung 8 hat im wesentlichen die Form eines gleichseitigen Dreiecks, wenn man
sie von oben betrachtet, mit der Ausnahme, daß die oben erwähnte Ausnehmung 15 vorgesehen ist. Die
Lanzenaufnahmeanordnung 8 ist an den Ecken des Dreiecks auf den oberen Teilen von entsprechenden
Abstützwellen 30 der oben erwähnten Drehvorrichtungen 9 gelagert, die ihrerseits auf der unteren Plattform
13 des Lanzenschlittens 6 abgestützt sind, wie in den F i g. 3,4 und 5 gezeigt ist- Die Form oder der Umriß der
Lanzen-Aufnahmeanordnung 8 ist nicht auf ein Dreieck beschränkt, sondern kann auch jedes geeignete
gleichseitige Polygon umfassen, das die Ausnehmung 15 aufweist, um die Positionierung der Lanze 14 in ihrer
Mitte zu ermöglichen. Die Ecken des Polygons sind auf den oberen Teilen der entsprechenden vertikalen
Abstützwellen 30 in einer entsprechenden Zahl von Drehvorrichtungen 9 aufgelagert
Jede der Drehvorrichtungen 9 weist ein rotierendes Basisteil 23 auf, das ein Gehäuse und einen Rahmen für
einen Umlaufrädergetriebemechanismus bildet, welcher
nachstehend beschrieben wird. Dieses rotierende Rasisteil 23 enthält eine vertikale Drehachse 24 (F i g. 5)
und ist durch Lager 13,7 in der unteren Plattform 13 des Lanzenschlittens 6 drehbar abgestützt. Jedes rotierende
Basisteil 23 wird durch einen Motor 25 in Drehung versetzt, der auf der unteren Plattform 13 befestigt ist,
und zwar über einen Drehzahl-Wechselmechanismus 26 und einen Getr;"bemechanismi(s, bestehend aus einem
Zahnrad 28, das auf einer Abtricbswelle 27 des Drehzahl-Wechselmechanismus 26 befestigt ist und
einem Zahnrad 29, das einstückig mit dem unteren Abschnitt des rotierenden Basisteils 23 ausgebildet ist
und mit dem Zahnrad 28 kämmt.
Jedes rotierende Basisteil 23 trägt an seinem oberen Abschnitt drehbar die oben erwähnte vertikale Abstiitzwelle
30, deren oberes Ende aus dem rotierenden Basisteil 23 herausragt, und deren unteres Ende in den
hohlen Innenrauin des rotierenden Basisteils hinein verläuft. Die Abstützwelle 30 ist an ihrem oberen Ende
mit einem Abstützteil 31 versehen, das zusammen mit den Abstützteilen 31 der anderen Abslützwcllcn 30 die
Lanzenaufnahmeanordnung 8 in einer horizontalen Lage trägt. Wie in den F i g. 5 und 6 gezeigt ist, ist die
Abstützwelle 30 relativ zu dem rotierenden Basisteil 23 exzentrisch angeordnet, d. h., sie ist relativ zur
Drehachse 24 um einen Abstand 5 versetzt angeordnet und ist sowohl im rotierenden Basisteil 23 als auch in der
Lanzenaufnahmeanordnung 8 drehbar gelagert. Die Mittellinie des Abstützteils 31 verläuft parallel, jedoch
versetzt von der Mittellinie der Abstützwelle, und zwar um den gleichen oben erwähnten Abstand S, so daß das
Abstützieil 31 einen Kurbelteil bildet.
Ein Einstellmechanismus 32 für die Exzentrizität, der
ein Umlaufrädergetriebe verwendet, ist für die Abstützwelle 30 vorgesehen. Dieser Einstellmechanismus 32
weist ein Zentralrad 34 auf. das am oberen Ende einer Vertikalwelle 38 befestigt ist, deren Mittellinie mit der
Drehachse 24 fluchtet und die ferner von dem rotierenden Basisteil 23 drehbar gehalten ist. Das
Zentrairad 34 kämmt mit einem Umlaufrad 35, das an einer vertikalen Welle 39 befestigt ist, die ebenfalls im
rotierenden Basisteil 23 drehbar gelagert ist und ein weiteres fest angeordnetes Umlaufrad 36 trägt. Das
Umlaufrad 36 kämmt mit einem Zahnrad 37. das an dem oben erwähnten unteren Ende der Abstützwelle 30
befestigt ist. Weiterhin sind obere und untere Sperrvorrichtungen 41 und 40 vorgesehen, um wahlweise die
Welle 39 der Umlaufräder 35 und 36 und die Vertikalwelle 38 des Zentrarades 34 zu blockieren.
Wie in den Fig. 2 und 4 abgebildet ist. sind die
unteren Sperrvorrichtungen 40 am unteren Teil der unteren Plattform 13 des Lanzenschlittens 6 befestigt.
und sie weisen jeweils eine fluidbetätigte Zylindervorrichtung 42, zwei Klemmbacken 43, die durch die
Zylindervorrichtung 42 über einen Kniegelenkmechanismus geöffnet und geschlossen werden sowie eine
Blockiertrommel 44 auf, die an der Welle 38 befestigt ist und durch die Sperr- bzw. Klemmbacken 43 arretiert
werden kann. Die obere Sperrvorrichtung 41 weist einen vertikalen Zylinder 45, der in dem rotierenden
Basisteil 23 ausgebildet ist, einen in dem Zylinder 45 verschiebbar eingesetzten Kolben 46, dessen unteres
Ende mit einer nach innen abgeschrägten Fläche 48 versehen ist, welche eine konkave, kegelstumpfförmige
Ausnehmung begrenzt sowie ein Teil 47 auf, das im oberen Ende der Welle 39 befestigt ist und von der nach
innen abgeschrägten Fläche 48 zum Zeitpunkt der Arretierung beaufschlagt und festgehalten wird.
Die Sperrvorrichtung 41 wird durch ein Arbeitsmedium
betätigt, da1 über zwei Rohrleitungen 49 und 50
zugeführt wird, die durch die Welle 38 hindurchgeführt sind und mit dieser vermittels Drehkupplungen 51
verbunden sind.
Die obenerwähnte Lanzenaufhängevorrichtung 10 ist am oberen Teil des Lanzcnschlittens 6 befestigt und
enthält an ihrem Haiiptteil zwei Klemmbacken 56, die in
einer horizontalen Ebene drehen können, um die Lanze 14 an ihren gegenüberliegenden Seiten zu erfassen. Das
Hauptmerkmal dieser Lanzenaufhängevorrichtung 10 besteht darin, daß wenn diese Klemmbacken 56 sich in
ihrer geöffneten Lage befinden, die Lanze 14 in vertikaler lage seitlich in eine Position zwischen den
Klemmbacken gebracht werden kann, so daß sie durch diese Klemmbacken schließlich erfaßt werden kann.
Die Klemmbacken 56 können durch irgendeinen von zahlreichen Mechanismen geöffnet und geschlossen
werden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel hat ein jeder dieser Klemmbacken im wesentlichen in der
Draufsicht eine dreieckige Form mit drei Ecken, wobei
eine konkave halbzylindrische Fläche nahe der ersten Ecke des dreiecktormigcn Backens an dessen Innenseite
ausgebildet ist, um eine vollflächigc Berührung mit der zylindrischen Lanze 14 zu erreichen. Die zwei
Klemmbacken 56 sind an ihren zweiten Ecken auf einem gemeinsamen Lagerstift 56a schwenkbar gelagert, und
zwar in einer gegenseitig symmetrischen Lage an gegenüberliegenden Seiten des Lagerstiftes 56s. Die
dritten Ecken der Klemmbacken 56 sind über Stifte mit den Enden entsprechender Glieder 55 verbunden, die an
ihren anderen Enden mit einem gemeinsamen Lagerstift verbunden sind, der am Mittelpunkt eines Balancierhebels
54 festgemacht ist. Die zwei Enden dieses Balancierhebels 54 sind über Stifte mit den äußeren
Enden von Kolbenstangen entsprechender fluidbetätigter Zyhndervorrichtungen 53 verbunden. Während im
vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei Zylindervorrichtungen 53 vorgesehen sind, sei bemerkt, daß der
Klemmbackenbetätigungsmechanismus hierauf nicht beschränkt ist. und daß es möglich ist, einen
Mechanismus zu verwenden, der durch nur eine einzige Zylindervorrichtung betätigt wird.
Im folgenden wird nun die Arbeitsweise der Vorrichtung zum Haltern und Versetzen einer Lanze
nach der oben beschriebenen Konstruktion gemäß der Erfindung erläutert: Die Klemmbacken 43 der Sperrvorrichtungen
40 werden geschlossen, um die Blockiertrommeln 44 dadurch zu arretieren, d. h. die Welle 38
des Zentralrades 34. Andererseits wird ein unter Druck stehendes Medium durch die Rohrleitung 50 für die
Sperrvorrichtung 41 zugeführt, um dadurch den Kolben 46 anzuheben, d. h„ die Welle 39 der Umlaufräder 35 und
36 aus ihrer Arretierstellung freizugeben. Wenn sich die Wellen 38 und 39 in diesen Zuständen befinden, werden
die Motoren 25 der Drehvorrichtungen 9 in Betrieb gesetzt, um dadurch die rotierenden Basisteile 23
synchron zu drehen.
Als Folge der Drehung der rotierenden Basisteile 23 laufen die Umlaufräder 35 um ihre entsprechenden
Zentralräder 34, und zur gleichen Zeit dreht sich jedes Zahnrad 37, das an der Abstützwelle 30 befestigt ist und
mit dem anderen Umlaufrad 36 kämmt, relaitv zum rotierenden Basisteil 23. Als Folge verändert sich die
Exzentrizität Sa des Abstützteils 31 einer jeden Abstützwelle 30 relativ zum rotierenden Basisteil 23,
wie durch die strichpunktierten Linien in F i g. 6 angedeutet ist. Diese Veränderung ermöglicht die
Einstellung oder Verstellung des Drehradius r (wie in Fig. 1 gezeigt) der Lanze 14, wie anschließend nocn
ausführlich erläutert wird. Es sei bemerkt, daß, dq alle
rotierenden Basisteile 23 sich drehen können, sämtliche Abstützwellen 30 so eingestellt werden, daß sie die
gleiche Drehphase relativ zueinander aufweisen. Durch die Anordnung eines variablen Drehzahlmechanismus
für jeden Motor 25 oder eines jeden Drehzahl-Wechselmechanismus 26 wird die Verstellung der Umlaufgeschwindigkeit
der Lanze 14 ermöglicht.
Zum Zeitpunkt der Einstellung der obenerwähnten Exzentrizität Sa bewirkt die Drehung der entsprechenden
Abstützwelle 30, daß die Lanzenaufnahmeanordnung 8 eine exzentrische Drehbewegung ausführt.
Wenn d.'.nn alle Exzentrizitäten Sa auf Null eingestellt α
sind. d. h., wenn die Abstützteile 31 der Abstützwellen 30 in eine koaxiale Lage mit den entsprechenden
rotierenden Basisteilen 23 gebracht sind, wie durch die volle Linie in Fig.6 angedeutet ist, nimmt die
LaiUeiiaumahmeanorütiung 8 eine Position ein, in der
ihr Lanzen-Abstütz-Mittelpukt mit der vertikalen Mittellinie des Konverters 4 fluchtet.
Wenn sich die Vorrichtung in dieser Lage befindet und der Lanzenschlitten 6 angehoben ist und ferner die
Klemmbacken 56 der Lanzenaufhängevorichtung 10 geöffnet sind, wird die Lanze 14 vertikal durch
Hebeeinrichtungen (nicht gezeigt), z. B. einen Kran, angehoben, und gleichzeitig wird die Lanze seitlich
bewegt und unmittelbar in die Ausnehmungen 15 des Lanzenschlittens 6 und der La.izenaufnahmeanordnung
8 gebracht. Hierauf werden durch Absenken der Lanze 14 die äußeren Lagerzapfen 17 des Kardanmechanismus
19, der an der Lanze 14 befestigt ist, in die Lagerschalen 20a der Lager 20 auf der Lanzenaufnahmeanordnung 8
eingesetzt und dadurch in die Lagerschalen der Lager 20 eingebracht.
Anschließend werden die Klemmbacken 56 der Lanzep.aufhängevorrichtung 10 geschlossen, urn die
Lanze 14 vertikal zu fixieren. Die oben erwähnte Hebeeinrichtung wird hierauf von der Lanze 14 -w
getrennt und entfernt, und dann wird der Lanzenschlitten 6 zusammen mit der Lanze abgesenkt, um das untere
Arbeitsende der Lanze durch die ortsfeste Öffnung 21 der Haube 5 bis zu einem bestimmten Punkt im
Innenraum des Konverters 4 einzuführen, woraufhin das Knotenlager 22, das an der Lanze 14 befestigt ist, in die
Öffnung 21 eingreift.
Während sich die Klemmbacken 56 der Lanzenaufhängevorrichtung 10 im geöffneten Zustand befinden,
werden die Motoren 25 der Drehvorrichtungen 9 wieder synchron betätigt, und die Exzentrizität Sa einer
jeden Abstützwelle 30 relativ zum rotierenden Basisteil 23 wird eingestellt. Wenn diese Exzentrizität Sa einen
bestimmten Wert erreicht hat, werden die Klemmbakken 43 einer jeden unteren Sperrvorrichtung 40 für die
Vertikalwelle 38 geöffnet, und andererseits wird jede obere Sperrvorrichtung 41 in ihre Arretierstellung
gebracht, d. h, es wird ein unter Druck stehendes Medium in die Rohrleitung 49 eingeführt, um den
Kolben 46 nach unten zu drücken und dadurch infolge des Teileffekts der schrägen Fläche 48 auf die Welle 39
der Umlaufräder 35 und 36 eine Bremskraft auszuüben, wodurch jede Abstützwelle 30 in ihrem rotierenden
Basisteil 23 arretiert wird.
Ais Folge hiervon dreht sich die Lanzenaufnahmean-Ordnung
8 exzentrisch und führt eine Kurbeibewegung aus, und zwar mit der Exzentrizität Sa als ihrem
Drehradius. Diese Drehung hat zur Folge, daß die Lanze 14 eine Kreiselbewegung ausführt, wobei das Knotenlager
22 als Knotenpunkt ohne Horizontalbewegung wirkt.
Es wird bemerkt, daß es auch möglich ist, eine Sperrvorrichtung vorzusehen, die der Sperrvorrichtung
41 für die Abstützwelle 30 oder die Walle 38 des Zentralrads 34 ähnlich ist.
Während ferner bei dem oben beschriebenen Beispiel ein Motor 25 für jedes rotierende Basisteil ?3
vorgesehen ist, kann für den Fall auch nur ein Motor verwendet werden, daß nur der Antrieb der rotierenden
Basisteile 23 das Ziel ist. Selbst für den Fall, daß nur ein Motor 25 verwendet wird, ist es möglich, alle
rotierenden Basisteile 23 wechselseitig anzutreiben, um dadurch gleichzeitig ihre entsprechenden Exzentrizitäten
Sa einzustellen.
Außerdem kann auch als Einrichtung zur Einstellung dieser Exzentrizitäten ein Mechanismus benutzt werden,
wie z. B. die modifizierte, in F i g. 9 gezeigte Austuhrungstorm. Bei diesem Mechanismus ist ein
Aufnahmeteil 58 am oberen Teil eines jeden rotierenden Basisteils 23a ausgebildet, das in Schiebeeingriff mit dem
unteren Ende einer Abstützwelle 30a steht und ermöglicht, daß diese entlang einer Nut 57 in radialer
Richtung eines massiven rotierenden Basisteils 23a gleiten kann. Die Abstützwelle 30a trägt an ihrem
oberen Ende einen Teil einer Lanzenaufnahmeanordnung 8a und wird entlang dem Aufnahmeteil 58 durch
ein Betätigungselement 59 verschoben, z. B. durch einen fluidbetätigten Zylinder, wodurch die Exzentrizität Sa
eingestellt werden kann.
Da die Vorrichtung zum Haltern und Versetzen einer Lanze gemäß der Erfindung wie vorstehend beschrieben
ausgeführt ist, kann die Lanze zu ihrem Einbau seitlich in den Lanzenschlitten bewegt werden, wodurch
die Austausch- oder Auswechselarbeit der Lanze im Vergleich zu derjenigen Konstruktion wesentlich
erleichtert ist, bei der die Lanze über eine große Strecke angehoben und gesenkt werden muß, wie z. B. bei dem
in Fig. 10 abgebildeten uekannten Beispiel. Da ferner
der Drehradius sowie die Umlaufgeschwindigkeit der Lanze eingestellt werden können, kann der Frischprozeß
mit einem Drehradius am wirksamsten ausgeführt werden, der exakt den Bedingungen des vConverters
entspricht. Wenn man den Drehradius auf Null einstellt, kann die Lanze auch in einer ortsfesten Lage eingesetzt
werden, wie dies bei einigen bekannten Konvertern der Fall ist.
Noch ein weiteres vorteilhaftes Merkmal der Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht darin, daß die
Lanzenhöhe, je nach Wunsch, eingestellt werden kann, wodurch man die Wahl hat, zwischen einem schwachen
und starken Blasvorgang, und diese wichtigen metallurgischen Faktoren können unabhängig von der oben
erwähnten Exzentrizität ausgewählt werden.
Nachstehend wird nun unter Bezugnahme auf die Fig. 11 bis 17 ein zweites Ausführungsbeispiel der
Erfindung beschrieben. In der folgenden Beschreibung dieses zweiten Ausführungsbeispiels und der anschließenden
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind diejenigen Teile, die gleich den entsprechenden Teilen in dem
ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind, das in den F i g. 1 bis 9 abgebildet ist, oder welche funktionell
Äquivalente hierzu darstellen, durch die gleichen Bezugszahlen gekennzeichnet und sie werden nicht
erneut detaiiiien erläutert
Der allgemeine konstruktive Aufbau dieses zweiten in Fig. 11 gezeigten Beispiels ist ähnlich demjenigen des
vorhergehenden Ausführungsbeispiels. Dieses zweite Beispiel unterscheidet sich von dem ersten Beispiel
hauptsächlich in der Konstruktion der Lanzenaufnahmeanordnung 8, ihres Abstützmechanismus und zugeordneter
Teile.
Die Lanzenaufnahmeanordnung 8, die die Form eines Joches mit zwei Enden und einer mittleren Ausnehmung
15 hat und mit Lager 20 zur Abstützung eines Kardanmechanismus 19 versehen ist der ähnlich
demjenigen des ersten Ausführungsbeispiels ist ist an ihren Enden durch zwei rotierende Stützen 62 gehalten.
Wie in F i g. 16 gezeigt ist. enthält jede rotierende Stütze 62 ΐίη an der unteren Plattform 13 des Lanzenschlittens
6 fest montiertes Lager 63, ein rotierendes Basisteil 64, das durch das Lager 63 drehbar gehalten ist, sowie ein
rotierendes Lager 65, das an seinem unteren Ende eine vertikale exzentrische Welle 65a aufweist, die durch das
rotierende Basisteil 64 drehbar gehalten ist. Das rotierende Lager 65 trägt drehbar das untere Ende einer
vertikalen WeHe 66. die mit ihrem oberen Ende am einen Ende der Lanzenaufnahmeanordnung 8 festgemacht
ist Das rotierende Basisteil 64. das rotierende Lager 65 und die Welle 66 weisen eine gegenseitige
Exzentrizität χ auf und sind in einer Art und Weise gehalten, die ihre relative Drehbewegung entsprechend
der Umlaufbewegung der Lanzenaufnahmeanordnung 8 ermöglicht
Die Lanzenaufnahmeanordnung 8 ist ferner mit zwei scherengitterartigen Gestängen 67 versehen, die einen
Mechanismus zur Ausführung einer Parallelbewegung bilden. Jedes scherenartige Gestänge 67 ist mit seinem
einen Ende in Ausziehrichtung durch einen Stift 68 mit einem Lager 69 verbunden, das am hinteren Teil des
Lanzenschlittens 6 befestigt ist. Mit seinem anderen vorderen Ende ist jedes Gestänge 67 drehbar mit dem
oberen Ende der oben erwähnten Welle 66 verbunden. die am einen Ende der Lanzenaufnahmeanordnung 8
fixiert ist.
Bei dem vorliegenden zweiten Ausführungsbeispiel ist nur eine Drehvorrichtung 9 vorgesehen. Diese -»o
Drehvorrichtung 9, die die gleiche Konstruktion wie jede der drei Drehvorrichtungen 9 des ersten Ausführungsbeispiels
aufweist, ist ebenfalls auf der unteren Plattform J3 des Lanzenschlittens 6 in einer Position
befestigt, die sich zwischen den zwei ausziehbaren -ti Gestängen 67 und zwischen der Lanzenaufnahmeanordnung
8 und dem hinteren vertikalen Teil des Lanzenschlittens 6 befindet. Der Abstützteil 31 der
exzentrischen Abstützwclle 30 ist mit dem Mittelteil eines eine Bewegung übertragenden Gliedes 70 drehbar
verbunden. Dieses Glied 70 ist relativ zur Lanzenaufnahmeanordnung
8 parallel angeordnet, wie die F i g. 13
und 14 zeigen, und es ist ferner an seinen beiden Enden durch Stifte 71 mit den mittleren Stiftverbindungen der
zwei ausziehbaren Gestänge 67 verbunden.
Die untere Sperrvorrichtung 40 (F ig. 12 und 15) ist an
der unteren Plattform 13 des Lanzenschlittens 6 an einer Position unterhalb derselben vorgesehen, und sie weist
eine fluidbetätigte Zylindervorrichtung 72 und Klemmbacken
73 auf, die durch die Zylindervorriehmng 72 to
betätigt werden, um die Blockicrtrommel 44 /.u erfassen
und zu arretieren.
In anderen Beziehungen ist der Aufbau vier
Vorrichtung dieses /weiten Aiisführurigsbeispiels ähnlich
demjenigen der Vorrichtung des ersten AiiM'üh- s5
rungsbeispiels.
Zum Zeitpunkt der Einstellung der F.x/cntri/it.it Sn
(F i g. 6) w ird das eine Bewegung übertragende (ilied 70
durch die Drehung der exzentrischen Abstützwelle 30 bewegt, da jedoch die ausziehbaren Gestänge 67 durch
das Glied 70 und die Stifte 71 miteinander gekuppelt sind, bewirken sie, daß sich die Lanzenaufnahmeanordnung
8 vielfältig bewegt während die Gestänge ihren Ausdehnungs- und Zusammenziehungsvorgang sowie
ihre Parallelbewegungen beibehalten.
Zum Zeitpunkt der Kreiselbewegung der Lanze 14 um das Knotenlager 22 als Knotenpunkt wie vorstehend
im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurde, führen die rotierenden
Basisteile 64 und die rotierenden Lager 65 der rotierenden Stützen 62 eine relative Drehbewegung
zwischen den Lagern 63 und den Wellen 66 in Abhängigkeit von der Umdrehung der Lanzenaufnahmeanordnung
8 aus, so daß die Lanzenaufnahmeanordnung 8 gleichförmig drehen kann. Weitere Merkmale
bezüglich der Arbeitsweise des vorliegenden Ausführungsbeispiels sind gleich oder ähnlich denjenigen des
ersten Beispiels.
Anstelle der ausziehbaren Gestänge 67 der Scherengitterbauart
kann auch ein Mechanismus verwendet werden, der lediglich aus einfachen Stangen besteht, die
so verbunden sind, daß sie sich frei ausdehnen und zusammenziehen können.
Da, wie oben beschrieben, nur eine Antriebsvorrichtung,
d.h. nur eine Drehvorrichtung 9 in der Vorrichtung zum Haltern und Versetzen einer Lanze
dieses zweiten Ausführungsbeispiels verwendet wird, erzielt man eine große Wirtschaftlichkeit. Ferner ist die
Lanzenaufnahmeanordnung 8 auf rotierenden Stützen 6iigehalten. die der Umdrehung der Lanzenaufnahmeanordnung
8 entsprechen und dadurch ein gleichförmiges Arbeiten gewährleisten. Da ferner die Lanzenaufnahmeanordnung
8 von unten abgestützt ist, ist die Halterung sicherer als im Falle einer Aufhängung.
Bei einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung, das in den Fig. 18 bis 21 gezeigt ist, wird die
Lanzenaufnahmeanordnung 8, die ähnlich derjenigen des vorhergehenden zweiten Ausführungsbeispiels ist,
an ihren Enden durch zwei Aufhängevorrichtungen 74 gehalten, die an der oberen Plattform 12 des
Lanzenschlittens 6 befestigt sind. Jede Aufhängevorrichtung 74 weist eine Stange 75 auf, die an ihrem
oberen Ende mit einem Haltering 75a versehen ist, der auf einer Scheibe 76 mit einer sphärischen unteren Seite
aufliegt, die ihrerseits in einem sphärischen Lager 77 sitzt, das an der oberen Plattform 12 befestigt ist. Die
Stange 75 kann dadurch innerhalb eines begrenzten Winkelbereichs frei schwingen. Das untere Ende jeder
Stange 75 ist über ein Kreuzgelenk 79. das gegenseitig senkrecht zueinander angeordnete Stifte 80 und 81
aufweist, mit einem Halteteil 78 der Lanzenaufnahmeanordnung 8 verbunden.
Zum Zeitpunkt der Kreiselbewegung der Lanze 14 schwenken die Stangen 75 der Aufhängevorrichtungen
74 um ihre oberen Enden, und die Kreuzgelenke 79 an den unteren Teilen der Stangen 75 schwenken um die
Stifte 80 und 81, wodurch die Lanzenaufnahmeanordnung 8 gleichförmig drehen bzw. umlaufen kann.
Hinsichtlich aller anderen Merkmale der Konstruktion und Arbeitsweise ist das vorliegende dritte
Ausführungsbeispiel ähnlich dem vorhergehenden zweiten Ausführungsbeispicl. Ein Merkmal dieses dritten
Ausführungsbeispiels besteht darin, daß die erforderliche Antriebsleistung verringert ist, denn die Lanzenaufnahmeanordnung
8 dreht sich gleichmäßig im aufgehängten Zustand aufgrund der ,Aufhiinircvorrichtungen
74, die sich in Übereinstimmung mit der Drehbewegung der Lanzenaufnahmeanordnung 8 bewegen.
Bei einem vierten in den Fig.22 bis 27 gezeigten
Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Drehvorrichtung 9 der Lanzenaufnahmeanordnung 8 zahlreiche
(im abgebildeten Ausführungsbeispiel drei) vertikale rotierende Wellen 82 auf, die an der unteren Plattform
13 des Lanzenschlittens 6 in entsprechenden Positionen drehbar gelagert sind, welche einen gleichen Abstand
von der Lanzenposition haben und auch in gleichen Winkelabständen voneinander angeordnet sind, wodurch
sie ein gleichseitiges Polygon bilden. Jede Welle 82 ist durch Lager 83 drehbar gelagert, die ihrerseits an
der unteren Plattform 13 befestigt sind.
Sämtliche drei rotierenden Wellen 82 sind mit entsprechenden Kettenrädern 86 versehen, die an ihren
unteren Enden befestigt und untereinander durch eine endlose Kette 87 verbunden sind, welche um diese drei
Kettenräder 86 sowie rund um zwei Leerlaufräder 88 geführt ist. Wie in Fig.25 gezeigt ist. ist eine der
rotierenden Wellen 82 mit einem zweiten Kettenrad versehen, das über eine weitere endlose Kette 87a mit
einem Antriebskettenrad 86a antriebsmäßig verbunden ist, welches an der Abtriebswelle einer Antriebsvorrichtung
84 befestigt ist Letztere umfaßt einen Motor 85 sowie einen Drehzahl-Wechselmechanismus (nicht
gezeigt). Die vom Motor 85 ausgehende Antriebskraft wird über den Drehzahl-Wechselmechanismus, das
Antriebskettenrad 86a, die endlose Kette 87a, das Kettenrad 86 und das andere Kettenrad 86 übertragen,
wodurch sämtliche rotierenden Wellen 82 synchron angetrieben werden.
x)as obere Ende einer jeden rotierenden Welle 82 ist
durch einen Stift 90 mit dem unteren Ende eines Verbindungsgliedes oder einer Verbindungsstange 89
verbunden, die sich dadurch um den Stift 90 in einer Ebene neigen kann, weiche senkrecht zum Stift 90
verläuft. Der Neigungswinkel der Verbindungsstange 89 wird durch ein Betätigungselement 92 eingestellt, das
einen fluidbetätigten Zylinder 93 und eine Kolbenstange 94 aufweist. Das untere Ende des Zylinders 93 ist durch
einen Stift 95 mit einem Bügel 91 verbunden, der am oberen Ende einer rotierenden Welle 82 festgemacht ist,
während das obere oder äußere Ende der Kolbenstange 94 durch einen Stift 96 an einem mittleren Teil der
Verbindungsstange 89 befestigt ist.
Das obere Ende einer jeden Verbindungsstange 89 ist durch einen Stift 98 mit dem unteren Ende einer
Abstützwelle 97 verbunden, wobei die Stiftverbindung die oben erwähnte Neigung oder Kippbewegung der
Verbindungsstange 89 zuläßt. Das obere Ende der Abstützwelle 97 ist durch ein Lager 99 drehbar mit einer
Ecke der Lanzenaufnahme verbunden. Die oben beschriebene Drehvorrichtung 9 arbeitet demzufolge
mit den zwei anderen Drehvorrichtungen 9 zusammen, um die Lanzenaufnahmeanordnung 8 in Umlauf zu
setzen, während sie diese gleichzeitig horizontal abstützen. Der obere Teil der rotierenden Welle 82, das
untere Lager 83, die Verbindungsstange 89, der Bügel 91
und das Betätigungselement 92 einer jeden Drehvorrichtung 9 sind durch einen Deckel oder eine Haube 100
abgeschlossen.
Beim Betrieb der Vorrichtung nach dem vierten Ausführungsbeispiel wird die Kolbenstange 94 eines
jeden Betätigungselements 92 zunächst ausgefahren, um die entsprechende Verbindungsstange 89 in ihre
vertikale Stellung zu bringen und dadurch die Exzentrizität der Abstützwelle 97 relativ zur rotierenden
Welle 82 auf Null zu reduzieren. Als Folge hiervon wird die Lanzenaufnahmeanordnung 8 in eine Lage
gebracht, in der ihr Lanzenabstützmittelpunkt koaxial zum Konverter 4 liegt
Die Lanze 14 wird anschließend mittels der Lanzenaufhängvorrichtung 10 und einer Hebeeinrichtung,
z. B. einen Kran, wie oben beschrieben, in Arbeitsstellung gebracht
Wenn dann die Lanze 14 über das Knotenlager 22 in
Wenn dann die Lanze 14 über das Knotenlager 22 in
die Öffnung 21 der Abzugshaube 5 des Konverters 4 eingesetzt oder eingepaßt ist, werden die Klemmbacken
56 der Lanzenaufhängevorrichtung 10 geöffnet, und die Kolbenstangen 94 der Betätigungselemente 92 werden
über einen vorbestimmten Abstand zurückgezogen. Die Folge hiervon ist, daß sich alle drei Verbindungsstangen
89 in der gleichen Richtung um ihre Stifte 90 neigen und alle Abstützwellen 97 in der gleichen Richtung um eine
bestimmte Exzentrizität relativ zu ihren entsprechenden rotierenden Wellen 82 versetzt werden, wie in Fig.27
gezeigt ist Nachdem die Exzentrizitäten der Abstützwellen 97 relativ zu den rotierenden Wellen 82 auf den
Wert 5 eingestellt sind, wird der Motor 85 in Betrieb gesetzt, um die rotierenden Willen 82 synchron
anzutreiben bzw. zu drehen. Als Folge hiervon führt die Lanzenaufnahmeanordnung 8 eine exzentrische Drehbewegung
mit der bestimmten Exzentrizität 5 als Drehradius aus. Diese Umdrehung oder Drehbewegung
der Lanzenaufnahmeanordnung 8 bewirkt, daß die Lanze 14 eine Kreiselbewegung durchführt wobei das
Knotenlager 22 als Knoten ohne Horizontalbewegung dient Demzufolge kann der Radius r der Umlaufbewegung
des unteren Endes der Lanze 14 (wie in Fig.22 gezeigt), je nach Wunsch eingestellt werden, und zwar
durch Veränderung des Neigungswinkels der Verbindungsstange 89, d. h. der Exzentrizität Sder Abstützwellen
97 relativ zu den drehenden Wellen 82.
Die weiteren Merkmale der Konstruktion und Arbeitsweise des vierten Ausführungsbeispiels der
Erfindung sind gleich oder ähnlich denjenigen der vorhergehenden Ausführungsbeispiele der Erfindung.
In noch einem weiteren, in den Fig.28 bis 31
gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Lager 20 zur Aufnahme der Lagerzapfen 17 des
Kardanmechanismus 19, der an der Lanze 14 befestigt ist, auf einem Wagen 109 fest montiert, der in
Längsrichtung bewegt werden kann (d.h. horizontal weg und gegen die Führung 7 und den senkrechten
hinteren Teil 6a des Lanzenschlittens 6). Der längsverfahrbare Wagen 109 ist ferner auf einem querlaufenden
Wagen 108 bewegbar abgestützt, der sich in Querrichtung bewegen kann (d. h. horizontal und parallel zum
hinteren Teil 6a des Lanzenschlittens 6). Der querlaufende Wagen 108 ist wiederum auf der unteren Plattform
13 des Lanzenschlittens 6 beweglich gelagert. Die Art und Weise, in der die Wagen 109 und 108 bewegbar
aufgelagert sind, wird nachstehend ausführlicher beschrieben:
Zwei schienerrtragende Teile 124 mit U-förmigem
Querschnitt sind parallel und in Querrichtung in
bi.i \bstand voneinander auf der unteren Plattform 13
befestigt. Diese U-förmigen Teile 124 ruhen auf einem ihrer Flansche, wobei ihre entsprechenden Hohlräume
gegeneinander gerichtet sind. Schienen 114 zur Führung
des querlaufenden Wagens 108 sind an den Innenseiten
►~> der unteren Flansche dieser schienentragenden Teile
124 befestigt, und Schienen 122. die ein Abheben des ciueilaufenden Wagens 108 verhindern, sind an den
Innenseiten der oberen Flansche dieser Teile 124
befestigt Die Schienen 122 sind unmittelbar über und parallel in bezug auf die Schienen 114 angeordnet
Das Fahrgestell des querlaufenden Wagens 108 ist an seiner Vorder- und Rückseite mit Rädern 116 versehen,
die auf den entsprechenden Schienen 114 abrollen, und diese Räder 116 sind durch die oberen Schienen 122
gegen ein nach oben bzw. Herausspringen aus den Schienen 114 gesichert Das Fahrgestell des querlaufenden
Wagens 108 ist ferner an seiner Vorder- und Rückseite mit Rollen 120 versehen, die auf Führungs- to
schienen 118 abrollen, weiche an den Innenseiten der Stege der U-förmigen, schienentragenden Teile 124
festgemacht sind und die Aufgabe haben, eine seitliche Bewegung des querlaufenden Wagens 108 zu verhindern.
Der querlaufende Wagen 108 wird in Querrichtung durch ein fluidbetätigtes, zylindrisches Betätigungselement
110 angetrieben, das durch einen Befestigungsbügel 126 an der unteren Plattform 13
fixiert ist und eine Kolbenstange ItOa aufweist, die mit
dem Fahrgestell des querlaufenden Wagens 108 verbunden ist
In ähnlicher Weise läuft der längsverfahrbare Wagen 109 auf Räder 117 an den gegenüberliegenden
Längsseiten seines Fahrgestells. Diese Räder 117 rollen längs Schienen 115, die an den Innenseiten der unteren
Flansche von U-förmigen, schieKintragenden Teilen 125 befestigt sind. Diese schienentragenden Teile 125
sind parallel und in Abstand voneinander in Längsrichtung auf das Fahrgestell des querlaufenden Wagens 108
befestigt Der längsverfahrbare Wagen 109 ist ebenfalls mil: Rollen 121 vei sehen, die längs der Führungsschienen
119 abrollen, die an des Innenweiten der Stege der
schienenabstützenden Teile .25 befestigt sind und die Aufgabe haben, eine seitliche Bewe^ :ng des längsverfahrbaren
Wagens 109 zu verhindern. Ferner sind auch *5 obere Schienen 123 angeordnet, die verhindern, daß die
Räder 117 nach oben und aus den Schienen 115 herausspringen. Der längsverfahrbare Wagen 109 wird
in Längsrichtung durch ein fluidbetätigtes, zylindrisches Betätigungselement 111 angetrieben, das über einen ■»<>
Befestigungsbügel 127 am Fahrgestell des querlaufenden Wagens 108 festgemacht ist.
Wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen ist die untere Plattform 13 an ihrem vorderen Teil mit
einer Ausnehmung 15 zur seitlichen Einführung der ·· Lanze 14 und zur Schaffung eines Bewegungsspielraums
versehen, der ausreichend groß ist, um eine KreKelbcwegung
der Lanze im Betrieb zu ermöglichen 1)...·
Fahrgestelle der querlaufenden und längsverfahrbaren Wagen 108 und 109 sind in ähnlicher Weise an ihren
vorderen Teilen mit Ausnehmungen 15 für den gleichen Zweck versehen.
Beim Betrieb der Vorrichtung ,gemäß der oben beschriebenen Konstruktion werden zunächst die
lanzenabstützenden Mittelpunkte des querlaufenden und längsverfahrbaren Wagens 108 und 109 ko"\xial in
bezug auf den Konverter 4 ausgerichtet und dabei durch entsprechende Bedienung der zylindrischen Betätigungselemente
110 und 111 eingestellt
Anschließend wird in der oben beschriebenen Art und Weise die Lanze 14 in ihre Arbeitsstellung gebracht, und
■zwar vermittels einer Hebeeinrichtung, z. B. einem Kran
und der Lanzenaufhängevorrichtung 10.
Wenn dann die Lanze 14 über das Knotenlager 22 in die Öffnung 21 der Abzugshaube 5 eingesetzt worden ist
und die Klemmbacken 56 der Lanzenaufhängevorrichtung 10 geöffnet sind, werden die Kolbenstangen HOa
und 11 la der Zylinder-Betätigungselemente 110 und 111
im Zuge einer einfachen harmonischen Bewegung hin- und herbewegt wobei ein gegenseitiger Phasenunterschied
von 90° aufrechterhalten wird und ferner abgestimmte Amplituden vorliegen. Als Folge hiervon
bewegen sich der querlaufende Wagen 108 und der längsverfahrbare Wsgen 109 geradlinig hin- und her
relativ zum Lanzenschlitten 6, und der querlaufende Wagen 108 bzw. der längsverfahrbare Wagen 109
drehen sich exzentrisch mit einem Drehradius, der gleich ist der Amplitudenkomponente der oben
erwähnten einfachen harmonischen Bewegung. Als Folge dieser exzentrischen Umdrehung führt die Lanze
14 eine Kreiselbewegung aus, wobei das Knotenlager 22 als Zentralknoten wirkt.
Aus der obigen Beschreibung geht hervor, daß der Radius r (wie in F i g. 28 gezeigt ist) der Umdrehung des
unteren Endes der Lanze 14 je nach Wunsch eingestellt werden kann, und zwar durch Veränderung der
Arbeitshübe der Kolbenstangen HOa und lila der Zylinder-Betätigungselemente 110 und 111. Ferner kann
durch Steuerung der Fluidmenge, die den Zylinder-Betätigungselementen 110 und 111 zugeführt wird, die
Umdrehungsgeschwindigkeit der Lanze 14 wunschgemäß eingestellt werden.
In anderen Beziehungen sind der Aufbau und die Arbeitsweise dieses fünften Ausführungsbeispiels gleich
oder ähnlich derjenigen der vorhergehenden Ausführungsbeispiele.
Hierzu 26 BK·.:; Zeichnungen
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Haltern und Versetzen einer Lanze in einem Sauerstoffaufblaskonverter, mit
einem vertikal bewegbaren Lanzenschlitten oberhalb des Konverters, an dem sich eine Aufhängeeinrichtung
für die Lanze befindet, in der die Lanze drehbar gelagert ist und über ein Getriebe, eine
Antriebswelle und einen Motor antreibbar ist, und mit einer ortsfesten öffnung an der Oberseite des
Konverters, durch die die Lanze in den Konverter eintritt und geführt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß sich auf dem Lanzenschlitten (6) eine Vorrichtung (9, 23; 62; 74; 89, 90; 108,109) zur
Halterung einer Lanzenaufnahmeanordnung (8, 20) befindet, durch die auch die Lanzenaufnahmeanordnung
(8, 20) in einer horizontalen Ebene längs eines Kreispfades um eine vertikale Achse in eine
Drehbewegung versetzt werden kann, daß die Vorrichtung (9, 23; 62; 74; 89, 90; 108, 109) eine
Einrichtung $32; 92; 110, 111) zur Einstellung des Drehradius der Drehbewegung aufweist, daß ein
Kardanmechanismus (19) an einem vertikal von der Lanzenaufhängevorrichtung (10) beabstandeten Teil
der Lanze (14) befestigt ist, daß der Kardanmechanismus
(19) seitlich herausragende Lagerzapfen (17) aufweist, die von oben in Lagerschalen (2Oa^ der
Lanzenaufnahmeanordnung (8, 20) eingreifen, so daß die Lanze eine schräge Kreiselbewegung
ausführen kann, und daß ein Knotenlager (22) in der ortsfesten öffnung (21) vorgesehen ist, das die Lanze
(14) so abstützt, daß diese in der Höhe des Lagers keine horizontale Bewegung, jedoch eine Neigung
zur vertikalen Achse ausführen kann, die durch die ortsfeste Öffnung (21) verläuft. J5
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Ausnehmungen (15) in der Vorrichtung
vorgesehen sind, die es ermöglichen, daß die Lanze in vertikaler Position außerhalb und oberhalb des
Konverters horizontal in eine Position bewegbar ist, in der sie auf die vertikale Achse ausgefluchtet ist, in
der sie durch den Kardanmechanismus (19) gehalten wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kardanmechanismus (19)
aus einem inneren, an einem Teil der Lanze befestigten Ring, inneren Lagerzapfen (16). die an
dem inneren Ring befestigt sind, einem äußeren Kardanring (18), der die inneren Lagerzapfen
drehbar hält, den äußeren Lagerzapfen (17), die an itdem äußeren Kardanring befestigt sind und Lagern
(20) besteht, die auf der Lanzenaufnahmeanordnung starr befestigt sind und dazu dienen, die äußeren
Lagerzapfen (17) drehbar abzustützen, wobei die Lager die offene Lagerschalen (2Oa^ aufweisen, die
e> ermöglichen, daß die äußeren Lagerzapfen von oben in diese eingebaut werden können.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lanzenaufhängevorrichtung
(10) zwei Klemmbacken (56) zum Erfassen der mi Lanze (14) sowie Betätigungsmittei (53) aufweist, die
die Klemmbacken in eine geschlossene klenimste'-luniT
und eine tuölTnete Stellung print-en können.
5. Vorrichtung nach Anspruch i oder I. dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Halterung *-"■
der Lanzenaufnahmeanordnung. die Einrichtung (32) zur Hinstellung des Drehradius und eine Einrichtung
(25. 28. 29, 30) zum Antreiben der l.;iri/e!usii!'tiahmeanordnung
in mehreren Drehvorrichtungen (9) angeordnet sind, die auf dem Lanzenschlitten (6)
befestigt sind und die Lanzenaufnahmeanordnung (20, 8) tragen, wobei jede Drehvorrichtung (9) sich
zusammensetzt aus einem rotierenden Basisteil (23), das von dem Lanzenschlitten (6) drehbar abgestützt
ist, so daß es sich um eine vertikale Mittelachse (24) drehen kann, einem Motor (25), der auf dem
Lanzenschlitten befestigt ist, um das regierende Basisteil in Drehung zu setzen, und einer vertikalen
Abstützwelle (30), die durch das rotierende Basisteil (23) in einer axialen Position drehbar gehalten ist,
welche von der Mittelachse um einen exzentrischen Abstand (S^ versetzt ist und einen oberen Abstützteil
(31) in Kurbelform aufweist, dessen vertikale Achse von der Achse der Abstützwelle um den Abstand (S)
versetzt ist, wobei das Abstützteil (31) mit einem entsprechenden Teil der Lanzenaufnahmeanordnung
(8) drehbar verbunden ist und diese abstützt, und daß die Einrichtung (32) zum Einstellen des
Drehradius sich zusammensetzt aus einem Zentralrad (34), welches durch das rotierende Basisteil
drehbar so gehalten ist, daß es um eine vertikale Achse rotiert, die mit der Mittelachse (24) fluchtet,
ersten und zweiten, in Abstand voneinander angeordneten Umlaufrädern (35, 36), die auf einer
gemeinsamen vertikalen Welle (39) befestigt sind und mit dem Zentralrad (34) und einem Zahnrad (37)
kämmen, das auf der Abstützwelle (30) befestigt ist, sowie ersten und zweiten Sperrvorrichtungen (41,
40) zur Arretierung der gemeinsamen vertikalen Welle (39) und einer Welle (38). an der das
Zentralrad befestigt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Halterung
der Lanzenaufnahmeanordnung zwei rotierende Stützen (62) aufweist, die sich jeweils zusammensetzen
aus einem Lager (63) mit einer vertikalen Achse, das an dem Lanzenschlitten (6) befestigt ist, einem
rotierenden Basisteil (64), das durch das Lager drehbar gehalten ist, einem rotierenden Lager (65),
das an seinem unteren Ende eine vertikal exzentrische Welle (65/V aufweist, die in dem rotierenden
Basisteil drehbar gehalten ist. und einer vertikalen Abstützwelle (66), die an ihrem unteren Teil durch
das rotierende Lager (65) gehalten ist und eine Achse aufweist, weiche um einen Abstand (X) von
der Achse der vertikalen exzentrischen Welle des rotierenden Lagers versetzt ist, wobei die Abstützwelle
(66) an ihrem oberen Teil mit einem Teil der Lanzenaufnahmeanordnung (8) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Halterung
der Lanzenaufnahmeanordnung Aufhängevorrichtungen (74) aufweist, die sich jeweils zusammensetzen
aus einer hängenden Stange (75). einem Kreuzgelenk (79), durch das die hängende Stange
mit ihrem unteren Ende an einem Ende der Lanzenaufnahmeanordnung (8) befestigt ist und
einer Schwenkvorrichtung (76, 77), die das obere Ende der hangenden Stange an dem Lanzenschlitten
festhält.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7. dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Antreiben
der Lan/enaufnahmcanordiiung aus einer einzigen
Drehvorrichtung (9) besieht, die sich zusammensetzt aus einem rotierenden Basisteil (23). das durch den
Lanzenschiitten (h) derart drehbar gehalten ist. daß
es sich um eine vertikale Mittelachse (24) drehen kann, einem Motor (25), der auf dem Lanzenschlitten
befestigt ist, um das rotierende Basisteil in Drehung
zu setzen, und einer vertikalen Abstützwelle (30), die durch das rotierende Basisteil in einer axialen
Position drehbar gehalten ist, die von der Mittelachse
(24) um einen exzentrischen Abstand (S) versetzt ist und einen oberen Abstützteil (31) in Kurbelform
aufweist, dessen vertikale Achse von der Achse der Abstützt/eile um den Abstand (S) versetzt ist, daß
die Einrichtung zum Einstellen des Drehradius sich zusammensetzt aus einem Zentralrad (34), das von
dem rotierenden Basisteil drehbar gehalten wird, um um eine vertikale Achse zu rotieren, die mit der
Mittelachse (24) fluchtet, ersten und zweiten in Abstand voneinander angeordneten Umlaufrädern
(35,36), die an einer gemeinsamen vertikalen Welle (39) befestigt sind und mit dem Zentralrad (34) und
einem Zahnrad (37) kämmen, das an der Abstützwelle (30) befestigt ist sowie ersten und zweiten
Sperrvorrichtungen (41, 40) zum Arretieren der gemeinsamen vertikalen Welle (39) und einer Welle
(38), an der das Zentralrad (34) befestigt ist, und daß die Antriebsleistung von der Drehvorrichtung (9) auf
die Lanzenaufnahmeanordnung (8) durch einen Übertragungsmechanismus übertragen wird, der
sich zusammensetzt aus einem Bewegungsübertragungsglied (70), das an seinem Mittelteil durch einen
Stift mit dem oberen Abstützteil (31) der Abstützwelle (30) der Drehvorrichtung verbunden ist und
zwei ausziehbaren Gestängen (67) in Scherengitterbauart, die an ihren hinleren Enden mit dem
Lanzenschlitten (6) fest verankert sind und durch Stifte an ihren mittleren Teilen mit den entsprechenden
Enden des Übertragungsgliedes (70) und mit ihren vorderen Enden mit der entsprechenden
Abstützwelle (66) der rotierenden Stützen (62) verbunden sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (89, 90) zur
Halterung der Lanzenaufnahmeanordnung (8, 20), die Einrichtung zur Einstellung des Drehradius und
die Einrichtung (27) zum Antreiben der Lanzenaufnahmeanordnung in mehreren Drehvorrichtungen
enthalten sind, die auf dem Lanzenschlitten (6) befestigt sind und die Lanzenaufnahmeanordnung
an ihren entsprechenden Teilen halten, daß jede Drehvorrichtung sich zusammensetzt aus einer
vertikalen Basiswelle (82), einem Lager (83) zur drehbaren Lagerung der Basiswelle auf dem
Lanzenschlitten, einer Verbindungsstange (89), die mit ihrem unteren Ende durch einen Stift (90) mit
dem oberen Ende der Basiswelle (82) verbunden und dadurch um den Stift neigbar ist, einer vertikalen
Abstützwellt· (97), die an ihrem unteren Ende mit dem oberen Ende der Verbindungsstange (89) durch
einen Stift sowie drehbar durch ein Lager (99) mit einem entsprechenden Teil der Lanzenaufnahmeanordnung
(8) verbunden ist und einem Betätigungselement (92), das an dem oberen Teil der Basiswelle
befestigt ist und ein Betätigungsglied (94) aufweist, das mit einem mittleren Teil der Verbindungsstange
(89) gekuppelt und so einstellbar ist, daß die Verbindungsstange um einen erwünschten Neigungswinkel
gekippt werden kann, um dadurch die Achse der Abstützwelle (97) von der Achse der
Basiswelle zu versetzen, sowie einem Antriebsmechanismus (84, 87), der durch einen Motor (85)
betätigt wird, um sämtliche Basiswellen in der gleichen Richtung synchron anzutreiben.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Halterung
der Lanzenaufnahmeanordnung, die Einrichtung zum Antreiben dieser Anordnung sowie die
Einrichtung zum Einstellen des Drehradius in einer Kombination eines querlaufenden Wagens (108), der
in einer Richtung auf dem Lanzenschlitten bewegbar ist und einem längsverfahrbaren Wagen (109)
enthalten sind, der in einer Richtung quer zur Richtung auf dem querlaufenden Wagen bewegbar
ist, und daß die Lanzenaufnahmeanordnung (20) zur Halterung der ersten Lagervorrichtung (19) auf dem
längsverfahrbaren Wagen (109) befestigt ist, daß die querlaufenden und längsverfahrbaren Wagen (108,
109) mit entsprechenden Antriebsvorrichtungen (110, 111) versehen sind, die die Wagen in
entsprechenden Richtungen in einstellbaren hin- und hergehenden Bewegungen antreiben, die so gesteuert
sind, daß eine korc^inierte resultierende Bewegung erzeugt wird, die die Umlaufbewegung
ergibt, wobei der Drehradius durch Veränderung der Hübe der hin- und hergehenden Beilegungen
einstellbar ist, die durch die Antriebsvorrichtungen erzeugt werden.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß Schienen (115, 123; 114, 122)
zur Führung der querlaufenden und längsverfahrbaren Wagen in diesen Richtungen vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (5)
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