DE2742343C2 - Seismischer Unterwasser-Schleppstrang - Google Patents
Seismischer Unterwasser-SchleppstrangInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen seismischen Unterwasser-Schleppstrang
der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art.
Derartige Unterwasser-Schleppstränge sind durch eine Vielzahl von miteinander verbundenen Schleppstrang-Abschnitten
gebildet die in Reihe miteinander angeordnet sind und in einer vorgegebenen Tiefe geschleppt
werden, um eine seismische Überwachung für Prospektierungszwecke durchzuführen, um unter Wasser
liegende geologische Formationen zu untersuchen und öl enthaltende, unter der Oberfläche liegende Erdstrukturen
zu erforschen, indem seismische Signale erfaßt werden, die von einer Vielzahl von Unterwassermikrophon-Anordnungen
in dem Schleppstrang-Abschnitt empfangen werden. Ein derartiger Unterwasser-Schleppstrang
weist Einrichtungen auf, die den Schleppstrang in Vorgegebener Tiefe halten, wobei diese Tiefe
durch geeignete Einrichtungen gemessen wird.
Bekannte Unterwasser-Schleppstränge (US-PS 65 696 und 27 29 300) weisen ein Einführungskabel
und eine lange Reihe von seriell miteinander verbundenen aktiven Schleppstrang-Abschnitten auf, die üblicherweise
durch ein Kunstoffrohr gebildet sind, das mit einer Flüssigkeit mit ausgewählten Auftriebseigenschaf-
ten gefüllt ist und das an den gegenüberliegenden Enden durch Endkappenverbinder abgedicht ist In dem Kunststoffrohr
ist eine Anordnung von Unterwassermikrophonen, Zug- oder Spannseilen, mechanischen Abstandsstücken,
Transformatoren und Transformatorhaltern sowie mechanischen und elektrischen Leitungen
angeordnet Derartige Unterwasser-Schleppstränge können in vielen Fällen eine Länge von 1,8 km oder
mehr aufweisen, wobei jeder Schleppstrang-Abschnitt eine typische Länge von 30 m oder mehr aufweist Während
seismischer Erforschungs- oder Projektierungsvorgänge werden derartige Schleppstränge von dem
Forschungsschiff in einer ausgewählten Tiefe unter der Meeresoberflächen geschleppt und werden mit Hilfe
verschiedener Arten von Einrichtungen in der gewünschten Wassertiefe gehalten, wobei der Wirkungsgrad
der seismischen Überwachung und Erforschung in großem Ausmaß von der Möglichkeit abhängt, die verschiedenen
Unterwassermikrophone entlang der Länge des Schleppstranges in der gleichen vorgegebenen Tiefe
zu halten.Um den Unterwasser-Schltppstrang während
des Schleppens durch das Forschungsschiff in einer vorgegebenen Wassertiefe zu halten, wurde beispielsweise
eine Vielzahl von Gewichten unter Abständen entlang des Schleppstranges verteilt, um dem Schleppstrang einen
negativen Auftrieb zu erteilen, wobei gleichzeitig Auftriebseinrichtungen oder Ringbojen mit dem
Schleppstrang verbunden wurden, um diesen in der gewünschten Tiefe zu halten. Weiterhin wurden Steuerflügelanordnungen
verwendet, die an dem Schleppstrang befestigt sind und Steuerflächen aufweisen, die in vorbestimmter
Beziehung zu Druckmeßelementen in der Wand der Steuerflächen eingestellt wurden, um eine
gewünschte Tiefe aufrechtzuerhalten.
Auch bei der Verwendung derartiger Unterwasser-Schleppstränge als Unterwasser-Horcheinrichtungen
zur Ortung von U-Booten oder anderen Unterwasser-Schiffen hängt die Zuverlässigkeit der Ortsbestimmung
des durch derartige Schleppstränge zu erfassenden Objektes von ^er Genauigkeit ab, mit der die Unterwassermikrophon
entlang der Länge des Schleppstranges in der gewünschten Wassertiefe gehalten werden.
Bei einem weiteren System zur Steuerung des Auftriebs eines Unterwasser-Schleppstranges (US-PS
33 71 739) ist der Schleppstrang durch eine Vielzahl von
Abschnitten gebildet, die mit einer einen neutralen Auftrieb
aufweisenden Flüssigkeit gefüllt sind und ein Steuerflüssigkeits-Einlaßventil
und ein Steuerflüssigkeits-Auslaßventil in jedem Schleppstrang-Abschnitt aufweisen,
um die Menge der if 2η Auftrieb steuernden Flüssigkeit
in dem Schleppstrangabschnitt zu steuern und damit ein vorgegebenes Ausmaß des Auftriebs aufrechtzuerhalten.
Tiefenmeßfühler sind in den Schleppstrang-Abschnitten vorgesehen, um Tiefenanzeigesignale zu
erzeugen, deren Frequenz sich mit der Tiefe ändert Diese Signale werden den zu dem Schleppschiff übertragenen
Unterwassermikrophon-Signalen überlagert Bei einer Ausführungsform dieses Systems beobachtet
eine Bedienungsperson auf dem Schleppschiff einen Tiefenanzeiger und betätigt manuell Schalter auf dem
Schleppschiff, um die Ventile in den Schleppstrang-Abschnitten fernzusteuern, so daß der Auftrieb in geeigneter
Weise eingestellt wird. Bei einer weiteren Ausführungsform betätigen die den Unterwassermikrophon-Signalen
überlagerten Tiefenanzeigesignale eine Tiefenanzeigeschaltung auf dem Schleppschiff, um Relais
auf dem Schleppschiff ιu betätigen, durch die die Ventile
in den Schleppstrang-Abschnitten ferngesteuert werden. Alternativ können Ventile in den Schleppstrang-Abschnitten
vorgesehen sein, die direkt durch die Tiefenmeßfühler
in dem zugehörigen Schleppstrang-Abschnitt gesteuert werden, um diesem eine zusätzliche
Menge der den Auftrieb steuernden Flüssigkeit zuzuführen oder diese Flüssigkeit aus dem Schleppstrang-Abschnitt
zu entfernen, so daß der Auftrieb des Schleppstrang-Abschnittes gesteuert wird und dieser
die gewünschte Tiefe einhält
ίο Die Tiefenmeßfühler derartiger Schleppstränge sind
üblicherweise Druckmeßfühler. Der Wasserdruck in verschiedenen Tiefen ist selbstverständlich proportional
zur Wassertiefe. Bei einem seismischen Unterwasser-Schleppstrang ist der Druck- oder Tiefenmeßfühler in
den meisten Fällen innerhalb eines Schleppstrang-Absehnittes in einer Flüssigkeit angeordnet, die üblicherweise
eine geringere Dichte aufweist als das den Schleppstrang umgebende Wasser. Der Wasserdruck
außerhalb des Schleppstranges wird über die biegsame, aus Kunststoff, Gummi oder anderem Material bestehende
und den Schleppstrang umh ..Aende Hülse auf die
Flüssigkeit im Inneren des Schleppstraages übertragen und betätigt einen Druckmeßfühler, der von irgendeinem
Typ sein kann, wie z. B. eine Dehnungsmeßeinrichtung,
ein eine veränderliche Reluktanz aufweisender Druckzießwandler oder irgendein anderer Meßwandler.
Signale von diesen Meßwandlern werden zu Anzeigen oder Aufzeichnungseinrichtungen an Bord des
Schleppschiffes übertragen, um eine Anzeige der Tiefe
zu liefern, in der der Abschnitt des Sciileppstranges betrieben
wird, in dem der Meßfühler angeordnet ist Derartige Signale von Meßfühlern können weiterhin zur
automatischen Ansteuerung oder zur direkten Steuerung von den Auftrieb steuernden Ventilen oder ähnlichen
Einrichtungen in dem Schleppstrang verwendet werden.
Um sicherzustellen, daß die anhand der rvieBfühlersignale
erzeugten Tiefenanzeigen oder -aufzeichnungen an Bord des Schleppschiffes die richtige Tiefe angeben,
ist es erforderlich, das Meßfühler-Anzeigesystem genau zu eichen. Dies wird in vielen Fällen so erreicht daß der
Meßfühler und der Schleppstrang in eine bekannte Tiefe abgesenkt werden und die Anzeige mit der tatsächlichen
Tiefe verglichen wird. Dieses Verfah-en ist zeit-
und arbeitsaufwendig, jedoch genau.
Ein weiteres Verfahren zur Eichung des Meßfühler-Anzeigesystems besteht darin, den Teil des Schleppstranges,
der den Tiefenmeßfühler enthält, mit einer gummiartigen Blase zu umgeben, die mit Luft bei verschiedenen
Drücken gefüllt werden kann. Der Teil des Schleppstranges, der nicht von dieser Gummiblase abgedeckt
ist muß vorher im Inneren abgedichtet werden, damit die den Meßfühler umgebende Flüssigkeit den
Aufolasdruck der Gummiblase annimmt. Der Druck in der Gummiblasc wird dann zu Eichzwecken nv.t der
Tiefenanzeige verglichen. Die Gummiblaseaanordnung muß ein äußeres festes Gehäuse aufweisen, um den ausgeübten
Prüfdruck auszuhalten. Diese gummiartige Blasenanordnung wist üblicherweise eine Länge von 1 bis
2 mm auf und wiegt zwischen 22 und 34 kg. Es ist erforderlieh, diese Gummiblase um den den Meßfühler enthaltenden
Schleppstrang-Abschnitt hemm zu befestigen, wobei sich der Schleppstrang-Abschnitt, üblicherweise
in einer nahezu horizontalen Stellung befindet, und für diesen Art 5>tsvorgang können 5 bis 10 Minuten
erforderlich sein. Weiterhin treten bestimmte Ungenauigkeiten auf, weil der genaue, der Gummiblase zugeführte
Druck nicht genau auf die Flüssigkeit iim Inneren
5 6
des Schleppstranges übertragen wird, wenn der Sitz Unterwasser-Schleppstrang 10 schließt ein Einfühzwischen
der Gummiblase und dem Schleppstrang nicht rungskabel 12 ein, das Umkleidungen aufweisen kann
ausgezeichnet ist und Signalleitungen, Zugseile und andere V°rbindungs-
kannt (US-PS 27 35 303), bei dem Tiefenmeßfühler vor- 5 Schleppstranges erforderlich sind. Auf das Einführungszugsweise
am Anfang und am Ende des Unterwasser- kabel folgt beispielsweise ein elastischer Abschnitt 13,
ler werden vor dem Einsetzen in den Unterwasser- schnitte 14 folgen, von denen einer oder mehrere ein
dann im praktischen Betrieb mit den Meßwerten von Schleppstranges verwendet werden. Der Schleppstrang
den Tiefenmeßfühlern verglichen, um die Tiefe zu ermit- weist weiterhin Tiefenanzeigeeinrichtungen auf, die
teln. Dieses Eichverfahren ist jedoch sehr zeitraubend 15 schematisch mit 16 bezeichnet sind und die an Bord des
und kann nur bei ausgebauten Tiefenmeßfühlern durch- Schleppschiffes angeordnet sind, wobei elektrische Si-
geführt werden, was insbesondere an Bord von Schiffen, gnale über Leitungsdrähte übertragen werden, die sich
d. h. bei der Anwendung selbst sehr unerwünscht ist durch die Schleppstrangabschnitte hindurch von den
terwasser-Schleppstrang der im Oberbegriff des Patent- 20 durch das Einführungskabel 12 zur Tiefenanzeigeein-
anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, der eine schnei- richtung auf dem Schleppschiff erstrecken. Die allge-
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden beispielsweise in der US-Patentschrift 24 65 696 be-Teil
des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale ge- 2s schrieben und eine typische Konstruktion der Schlepplöst
strang-Abschnitte ist in der US-Patentschrift 33 71 739
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. wassernvkrophonen oder Hydrophonen, die in einer ge-
mischen Unterwasser-Schleppstranges ist eine sehr ein- 30 des Schleppstranges angeordnet sind, ist in jedem der
fache Eichung des Tiefenmeßfühlers möglich und es ist aktiven Schleppstrang-Abschnitte vorgesehen. Beispie-
lediglich erforderlich, eine Eichleitung mit einem Ab- Ie für geeignete druckempfindliche Unterwassermikro-
standsstück oder einem anderen Teil des Schleppstrang- phone oder Hydrophone zur Feststellung seismischer
nem bestimmten, durch ein Meßinstrument überwach- 35 ge hiervon an die Signalverarbeitungsgeräte auf dem
ten Druck von einer Pumpe zuzuführen, wobei diese Schleppschiff sind in den US-Patentschriften 36 60 809
Abschnitt befestigt oder von diesem getrennt werden Die Schleppstrang-Abschnitte 14, von denen eine
kann. Vielzahl in serieller Beziehung entlang des Schlepp-Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im fol- 40 stranges oder Schleppstrang-Systems angeordnet ist
genden anhand der Zeichnungen noch näher erläutert sind miteinander mit Hilfe von verschiedenen Arten von
In der Zeichnung zeigt Kupplungseinrichtungen verbunden und bilden typi-
form des seismischen Unterwasser-Schleppstranges im 1,8 km oder mehr, wobei die Anordnungen oder Grup-
stranges nach F i g. 1. Schleppstrang-Abschnittes verteilt sind. Die Ausgänge
der Linie 3-3 nach F i g. 2, in Abhängigkeit von den an den Unterwassermikropho-
lang der Linie 4-4 nach F ig. 3, elektrischen Spannungssignale den Signalverarbei-
die Eichstopfen- und Ventilbaugruppenanordnung des wassermikrophone können andererseits auch auf ande-
speziellen Abstandsstückes, wobei jedoch der Ver- re Weise mit den Signalverarbeitungsgeräten verbun-
schlußstopfen entfernt ist und das Tiefen-Meßwandler- den sein, beispielsweise durch lange verdrillte Leiter-
zu eichen, 60 gnalverarbeitungsgeräten erstrecken und in diesen Si-
stück entlang der Linie 6-6 nach F i g. 5. kungseinrichtungen verbunden sind. Die Signalleitun-
scher Form ein seismischer Unterwasser-Schleppstrang sermikrophon-Gruppen und den Transformatoren für
10 dargestellt der an einer Trommel 10a befestigt ist 65 jeden Schleppstrang-Abschnitt sowie von den Tiefen-
und mit Hilfe eines Schleppschiffes, z.B. des Schiffes 11, meßfühlerelementen für diese Schleppstrang-Ab-
in verschiedenen, vorher ausgewählten Tiefen durch schnitte und Signalleitungen, die durch den bestimmten
die Signaileitungen in den zugehörigen weiter hinten
gelegenen aktiven Schleppstrang-Abschnitten zu verbinden, sind in irgendeiner Weise mit Hilfe von Kupplungseinrichtungen
verbunden, die zwischen benachbarten Schleppstrang-Abschnitten vorgesehen sind, und
diese Kupplungseinrichtungen weisen üblicherweise die Form von Vielfachsteckverbindungen auf.
Jeder Schleppstrang-Abschnitt besteht typischerweise 8*>* einem äußeren rohrförmigen Schlauch oder einer
Hülse 18, die in gewissem Ausmaß flexibel ausdehnbar ist und beispielsweise aus Polyvinylmaterial hergestellt
ist. Diese Hülse umgibt und umschließt die inneren Bauteile
des aktiven Schleppstrang-Abschnittes, wie z. B. die Zugseile, die Signaileitungen, die Unterwassermikrophon-Einheiten
17 und ähnliches. Die Hülsen oder Hülsensegmente für jeden aktiven Schleppstrang-Abschnitt
sind an jedem Ende gegenüber den End-Kupplungsbauteilen abgedichtet, durch die die Signalleitungen
und Zugseile hindurchlaufen, so daß jeder Schleppstrang-Abschnitt eine oder mehrere abgedichtete Kam- ?n
mern bildet, die mit öl oder einer anderen Flüssigkeit gefüllt sind, um dem Schleppstrang einen im wesentlichen
neutralen Auftrieb zu erteilen, wenn er mit der Flüssigkeit gefüllt ist und in das Wasser in der gewünschten
Tiefe eingetaucht ist. Der Druck der den Auftrieb steuernden Füllflüssigkeit in dem Schleppstrang-Abschnitt
reicht aus, um die Hülse dieses Schleppstrang-Abschnittes etwas gegenüber dem Ausgangszustand
auszudehnen.
In Fig.2 ist ein bruchstückhafter Längsschnitt eines
Teils eines aktiven Schleppstrang-Abschnittes gezeigt, bei dem die äußere rohrförmige Hülse 18 durch ein
spezielles Abstandsstück 20 unterbrochen ist, das so aufgebaut ist, daß es eine schnelle und genaue Eichung des
Meßfühler-Anzeiger-Systems ermöglicht Das spezielle Abstandsstück 20 weist eine allgemein ähnliche Form
wie die End-Kupplungsteile auf und bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist es einen allgemein zylindrischen
Körper auf, der beispielsweise aus einem für diesen Zweck geeigneten Kunststoffmaterial hergestellt
ist und sich in Axialrichtung erstreckende Bohrungen für die Zugseile, von denen eins bei 21 dargestellt ist,
und für die Signalleitungsbündel 22 entsprechend üblicher Praxis aufweist Die gegenüberliegenden Endteile
des zylindrischen Körpers des Abstandsstückes 20 weisen gegenüber dem Mittelabschnitt einen geringfügig
verringerten Durchmesser auf und entsprechen im wesentlichen dem Innendurchmesser der Hülsenabschnitte
18a, 186, die hiermit verbunden werden. Die Endteile benachbarter Hülsenabschnitte 18a, 18t- sind fest an den
einen verringerten Durchmesser aufweisenden Enden des Abstandsstückes 20 befestigt und auf diese mit Hilfe
von Klemmschellen oder Spannbändern 23 aufgebracht
Wie es in F i g. 2 gezeigt ist, ist ein Tiefenmeßfühler-Druckwandler
von üblichem Aufbau, der beispielsweise mit 24 bezeichnet ist, in einem starren Gehäuse 25 befestigt
und mit Anschlüssen versehen, die sich durch abgedichtete Öffnungen für diese Anschlüsse in dem starren
Gehäuse 23 hindurch erstrecken und die elektrisch außerhalb des Gehäuses mit Leitungsdrähten 26 verbunden
sind, die einen Teil des Signalleitungsbündels 22 bilden, um die Signale von dem Tiefenmeßfühler-Druckmeßwandler
24 an Anzeigeeinrichtungen 16 auf dem Schleppschiff zu übertragen. Das starre Gehäuse 25
weist einen Anschluß 25a auf, der die einzige Öffnung zum Inneren des starren Gehäuses 25 bildet und der
über ein Rohr 27 mit einem Kupplungsstück 28 verbunden ist das in das Ausgangsende oder die Öffnung einer
Leitung 29 in dem Abstandsstück 20 eingeschraubt ist. Die Leitung 29 erstreckt sich zu einer inneren Eichkammer
31 in dem Abstandsstück 20. Die Eichkammer 31 enthält eine federvorgespannte Kugel 32 und weist eine
Leitung oder Ausgangsöffnung 33 auf, die sich nach innen von dem Boden der Eichkammer 31 aus erstreckt
und mit der den Auftrieb steuernden Flüssigkeit in der Hülse beispielsweise über die Bohrung 34 in dem Abstandsstück
in Verbindung steht. Die federvorgespannte Kugel 32 bildet ein Ventilelement in der Eichkammer 31
und ist zwischen einem ersten Ventilsitz, der beispielsweise durch einen O-Ring 35 gebildet ist, und einem
zweiten Ventilsitz, der durch einen O- Ring 36 gebildet ist, beweglich. Bei dem in den F i g. 3 bis 5 dargestellten
Ausführungsbeispiel sind die O-Ring-Ventilsitze 35 und
36 an einem kreisringförmigen Einsatz 37 ausgebildet, der eine sich durch diesen Einsatz hindurch erstreckende
Hohlbohrung 37a und einen radialen Kanal 37b aufweist,
der sich durch die Außenwand des Einsatzes erstreckt. Der innere Endteil der Hohlbohrung 37a ist so
geformt, daß er den O-Ring 36 aufnimmt und diesen gegen die untere Wand der in dem Abstandsstück 20
gebildeten Eichkammer 31 drückt, wobei ein weiterer kreisringförmiger Einsatz 38 vorgesehen ist, der einen
Bundteil 38a zur Aufnahme des O-Ringes 35 aufweist und dessen Bohrung im radial äußeren Bereich mit Gewinde
versehen ist, um ein ebenfalls mit Gewinde versehenes Verschlußstopfenteil 39 aufzunehmen. Der äußere
Endteil des kreisringförmigen Einsatzes 38 ist mit einer sich nach außen erstreckenden Lippe versehen,
um einen Dichtungsring 40 gegen eine Schulter am Eingangsende der Eichkammer 31 in dem Abstandsstück zu
pressen, und der Verschlußstopfen 39 ist mit einem vergrößerten Kopfteil 39a versehen, das eine kreisringförmige
Oberfläche benachbart des Umfanges bildet, um einen Dichtungsring 41 gegen die Oberfläche des äußeren
kreisringförmigen Einsatzes 38 zu pressen. Der Außenumfang des kreisringförmigen Einsatzes 38 ist bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls mit Gewinde versehen, um die Anbringung dieses Einsatzes
in der richtigen Stellung in dem Eichhohlraum 31 zu erleichtern, wobei dieser Eichhohlraum ebenfalls in dem
entsprechenden Abschnitt mit Gewinde versehen ist um diesen Einsatz 38 aufzunehmen.
Das Kugelventilelement 32 ist mit Hilfe einer Feder in eine normale Betriebsstellung vorgespannt, in der es
gegen den O-Ring-Ventilsitz 35 anliegt so daß der Tiefenmeßfühler-Druckwandler
24 in dem starren Gehäuse 25 hydraulisch über das Rohr 27, die Öffnung und die Leitung 29, die Eichkammer 31 und die Öffnung und
Leitung 33 mit dem den Auftrieb steuernden öl oder der Füllflüssigkeit in der Hülse 18 des Schleppstranges in
Verbindung steht Daher entspricht der Druck im Inneren des starren Gehäuses 25, auf den der Tiefenmeßfühler
24 anspricht dem Druck des Öls und der Füllflüssigkeit in der Hülse unter diesen Bedingungen. Beim normalen
Betrieb des Schleppstranges wird daher der von der umgebenden Seewassermasse über die Hülse 18 auf
die Füllflüssigkeit in der Hülse ausgeübte Druck von der Füllflüssigkeit auf den Tiefenmeßfühler 24 übertragen,
weil die Füllflüssigkeit die Öffnung und Leitung 33, die Eichkamm'er 31, die Öffnung und Leitung 29 und das
Rohr 27 sowie das starre Gehäuse 25 füllt Zur Erleichterung einer schnellen und genauen Eichung des Tiefenmeßfühler-Anzeigesystems
ist ein Eich-Anschlußstück vorgsehen, das allgemein mit der Bezugsziffer 43 bezeichnet
ist Dieses Eich-Anschlußstück wird über ein Rohr oder einen Schlauch mit einer Druckpumpen- und
Manometer-Baugruppe verbunden und weist eine Sonde oder einen Niederdrücker auf, der in den mit Gewinde
versehenen Bohrungsteil des äußeren kreisförmigen Einsatzes 38 und in die Kammer 31 eingesetzt wird,
nachdem das Verschlußstopfenteil 39 entfernt wurde. Das Eich-Anschlußstück 43 weist bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel einen in Axialrichtung langgestreckten rohrförmigen Körper 44 mit einer Axialbohrung
45 und mit trinem Anschlußnippel 46 am äußeren Ende auf, mit dem ein Schlauch oder ein Rohr 47 verbindbar
ist. Bei der dargestellten Ausführungsform weist die Mittelbohrung 45 einen mit Gewinde versehenen
Teil 45a am Auslaßende, einen glattwandigen zylindrischen Mittelteil 456 und einen ebenfalls glattwandigen,
einen kleineren Durchmesser aufweisenden zylindrischen Teil 45c in der Nähe des oberen oder Zuführungsendes
auf, der in einem Auslaßkanalabschnitt 45c/ endet. Eine langgestreckte, in Axialrichtung bewegliche
Sonde oder ein Niederdrückteil 45 und springt von dem Ende 44a des Anschlußstücks-Körpers vor. Das Niederdrückteil
weist eine zylindrische Form und einen gleichförmigen Durchmesser entlang seiner Länge auf, der
dem Durchmesser des Bohrungsteils 45c entspricht, und es ist ein Bundring oder eine Schulter 48a in der Nähe
des mittleren Bereiches dieses Niederdrückteils vorgesehen. Ein mit Außengewinde versehener Führungseinsatz
ist in den Teil 45a der Mittelbohrung 45 eingeschraubt und das Außengewinde dieses Führungseinsatzes
entspricht hinsichtlich der Größe und Steigung dem Gewinde des Gewindeteils 386 des äußeren kreisringförmigen
Einsatzes 38, von dem normalerweise der Gewindeteil des Verschlußstopfens 39 aufgenommen wird.
Der Führungseinsatz 49 weist eine Mittelbohrung mit der gleichen zylindrischen Form und dem gleichen
Durchmesser auf wie der zylindrische Teil des Niederdrückteils 48, so daß dieser in Axialrichtung verschiebbar
geführt ist. Der äußere Endteil dieses Niederdrück teiis 48 ist in dem Bohrungsteii 45c des Körpers 44 des
Eich-Anschlußstückes geführt. Eine Schraubenfeder 50 umgibt den zylindrischen Teil des Niederdrückteils, der
sich von der Schulter 48a aus nach außen erstreckt, und die Feder ist in dem einen größeren Durchmesser aufweisenden
Bohrungsabschnitt 456 angeordnet und stützt sich gegen die Schulter 48a ab, um dieses Niederdrückteil
in die ausgefahrene Stellung vorzuspannen. Das mit dem Anschlußnippel 46 verbundene Rohr oder
der Schlauch 47 ist am gegenüberliegenden Ende mit einer Pumpe 51 verbunden, beispielsweise mit einer
handbetätigten Pumpe, die ein damit verbundenes Manometer 52 aufweist, um den Druck in dem Rohr 47
anzuzeigen, das als Druckzuführungsrohr für das Eich-Anschlußstück 43 dient.
Aufgrund dieser Konstruktion kann der Verschlußstopfen 39 einfach dadurch entfernt werden, daß er aus
dem Gewindeteil 386 des äußeren kreisringförmigen Einsatzes 38 in dem speziellen Abstandsstück 20 ausgeschraubt
wird, worauf das Eich-Anschlußstück 43 in diese Bohrung eingeschraubt wird, wobei das Gewinde auf
dem Führungseinsatz 39 mit dem Gewinde des Gewindeteils 386 des äußeren kreisringförmigen Einsatzes 38
in Eingriff kommt Wenn das Eich-Anschlußstück in den äußeren kreisringförmigen Einsatz 38 so weit wie möglich
nach unten eingeschraubt ist, kommt das innere Ende des Niederdrückteils 48, das einen kleineren
Durchmesser als der Innendurchmesser des ersten, durch den Ö-Ring 35 gebildeten Ventilsitzes aufweist, in
Berührung mit dem Ventilkugelelement 33 und drückt dieses gegen die Wirkung der Vorspannfeder 42a in eine
Stellung, in der das Ventilkugelelement dichtend gegen den durch den O Ring 36 gebildeten Ventilsitz anliegt,
so daß dieses Ventilkugelelement die sogenannte Eich-Stellung einnimmt. Hierdurch wird die Eichkammer 31
gegenüber der öffnung und Leitung 33 abgedichtet und
die Druckpumpe 51, das Zuführungsrohr 47 und die Bohrungsteile 45c und 456 der Bohrung in dem Eich-Anschlußstück
43 werden über einen Einschnitt oder einen hinterschnittenen Teil 486 über die Länge des
ίο Niederdrückteils in Verbindung mit der Eichkammer 31
gebracht. Weil die Eichkammer 31 über das Rohr 27 und die öffnung und Leitung 29 mit dem Inneren des Tiefenmeßfühler-Gehäuses
25 in Verbindung steht, kann die Pumpe einen Druck auf das Innere des starren Gehäuses
25 ausüben, so daß ein gesteuerter Druck auf den Tiefenmeßfühler 24 ausgeübt wird. Die Pumpe 51 wird
dann betätigt, um verschiedene gewünschte Drücke in dem Inneren des starren Gehäuses 25 hervorzurufen,
wobei diese Drücke in Druckwerten (oder Tiefenwerten) auf dem Manometer 52 angezeigt werden, und die
von dem Manometer 52 angezeigten Druck- oder Tiefenwerte werden dann zur Eichung des Druckmeßfühler-Anzeigesystems
des Schleppstranges verwendet. Wenn das Eich-Anschlußstück 43 aus dem Gewindeteil
des äußeren kreisringförmigen Einsatzes 38 in der Eichkammer 31 herausgeschraubt wird, kehrt das Ventiikugelelement
32 in den normalen Abdichtzustand gegen den ersten, durch den O-Ring 35 gebildeten Ventilsitz
zurück, so daß das Innere des Gehäuses 25 wieder über die Eichkammer 31, die öffnung und die Leitung 33 mit
der Füllflüssigkeit in der Hülse in Verbindung steht, und daß Verschlußstückteil 39 wird wieder in den kreisringförmigen
Einsatz 38 eingeschraubt, um den Schleppstrang in den Betriebszustand zu versetzen.
Es ist verständlich, daß ein zusätzlicher Auslaßkanal und eine Abdichtschraube 53 zusätzlich in dem Eich-Abstandsstück
20 vorgesehen sein können, wobei der Ausiaßkanai über geeignete innere Kanäle in dem Abstandsstück
mit dem Inneren der Hülsenabschnitte 18a, 186 in Verbindung steht, um Luft aus dem Inneren der
Hülse zu lassen, wenn diese mit der den Auftrieb steuernden Flüssigkeit gefüllt wird oder wenn dits zu Wartungszwecken
erforderlich ist.
Claims (6)
1. Seismischer Unterwasser-Schleppstrang mit einer Anzahl von in Reihe miteinander verbundenen
Schleppstrangabschnitten, die eine Unterwassermikrophon-Anordnung
enthalten und jeweils mit einer den Auftrieb regelnden Füllflüssigkeit gefüllt sind,
wobei jeder Schleppstrang-Abschnitt eine langgestreckte Schleppstrang-Hüise mit allgemein zylindrischer
rohrförmiger Form aufweist, die die Unterwassermikrophone
und Zugseile sowie Signalleitungen enthält, die sich durch die Schleppstrang-Abschnitte
erstrecken, und wobei Endkupplungsteile vorgesehen sind, die die Enden des Schleppstrang-Abschnittes
gegen ein Austreten der Füllflüssigkeit abdichten, mit einem in der Hülse angeordneten Tiefenmeßfühler,
der die Tiefe des Schleppstranges anzeigende elektrische Signale erzeugt und in einem
starren Gebäuse in der Hülse angeordnet ist, und mit
EicheinricbxüAgen zur Eichung des Tiefenmeßfühlers, dadurch gekennzeichnet, daß die Eicheinrichtungen
einen Ventilgehäusekörper (20) in dem Schleppstrang-Abschnitt einschließen, der eine
Eichkammer (31) bildet und mit einer von außen zugänglichen Anschlußöffnung und mit ersten und
zweiten Strömungsmittelleitungen (29,33) versehen ist, daß Einrichtungen (27, 34) vorgesehen sind, die
die erste Strömungsmittelleitung (29) mit dem Inneren des starren Gehäuses (25) bzw. die zweite Strömungsmittelleitung
(33) mit dem Inneren der Hülse (18) verbinden und mit der Füllflüssigkeit in Verbindung
stehen, daß ein entfernbar er Verschlußstopfen (39) für die Anschlußöffnung vorgesehen ist, daß in
der Eichkammer(31) Ventilteller -2,35,36) angeordnet
sind, die ein bewegliches Ventilelement (32) einschließen, das in einer ersten Normalstellung vorgespannt
ist, in der die ersten und zweiten Strömungsmittelleitungen (29, 33) in Verbindung miteinander
gebracht werden, um das Innere des starren Gehäuses (25) und den darin angeordneten Tiefenmeßfühler
(24) mit den die Tiefe anzeigenden Druckbedingungen der Füllflüssigkeit in der Hülse (18) in Verbindung
zu bringen, daß das Ventilelement (32) eine zweite Eichstellung aufweist, in der die zweite Strömungsmittelleitung
(33) gegenüber der Kammer (31) abgedichtet ist, während die erste Strömungsmittelleitung
(29) und das Innere des starren Gehäuses (25) mit der Anschlußöffnung in Verbindung stehen, und
daß das Ventilelement (32) in der ersten Stellung bezüglich der Anschlußöffnung so angeordnet ist,
daß es durch eine nach Entfernen des Verschlußstopfens (39) in die Anschlußöffnung eingeführte
Sonde (43) in die zweite Stellung bewegt wird, so daß das Innere des starren Gehäuses (25) und der
Tiefenmeßfühler (24) festgelegten Eichdrücken aus einer Druckmittelquelle (51,32) aussetzbar sind.
2. Schleppstrang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilgehäusekörper ein allgemein
zylindrisches Abstandstück (20) ist, das in den Schleppstrang-Abschnitt eingesetzt ist und einen
Durchmesser aufweist, der dem Durchmesser der Hülse (18) entspricht, und daß das Abstandstück
(20) gegenüber der Hülse (18) abgedichtet ist.
3. Schleppstrang nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilelement (32) geradlinig
zwischen den ersten und zweiten Stellungen entlang einer Ventilbewegungsachse beweglich ist, die
im wesentlichen parallel zu einer diametralen Achse der Hülse (18) verläuft und sich durch die Anschlußöffnung
hindurch erstreckt
4. Schleppstrang nach einem der Ansprüche 1—3,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Eichstellung des Ventilelementes (32) radial nach innen entlang
der Ventilbewegungsachse bezüglich der ersten Normalstellung des Ventilelementes (32) angeordnet
ist
5. Schleppstrang nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste
Strömungsmittelleitung (29) in einem Zwischenbereich zwischen den ersten und zweiten Stellungen
des Ventilelementes (32) in die Eichkammer (31) mündet, sich seitlich zur Ventilbewegungsachse erstreckt
und das Innere des starren Gehäuses (25) und den Tiefenmeßfühler (24) mit dem Druck der Füllflüssigkeit
bzw. mit ausgewählten Eichdrücken aus einer Sonde (43) in der Anschlußöffnung in der ersten
bzw. zweiten Stellung des Ventilelementes (32) verbindet
6. Schleppstrang nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß die Ventilteile
(32,35,36) Einrichtungen (35,36) einschließen,
die erste und zweite kreisförmige Ventilsitze bilden, die in Ebenen senkrecht zur Ventilbewegungsachse
angeordnet und if« Radialrichtung der Hülse (18) in
Abstand voneinander angeordnet sind, daß der erste Ventilsitz (35) weiter von der Mittelachse der Hülse
(18) entfernt ist als der zweite Ventilsitz (36), so daß sich das Ventilelement (32) zwischen diesen Ebenen
bewegen kann, und daß die Ventilsitze an Verbindungspunkten der ersiten und zweiten Strömungsmittelleitungen
(29,33) mit der Eichkammer (31) angeordnet sind, wobei das Ventilelement (32) ein Kugelventil
ist das geradlinig zwischen den Ventilsitzen (35,36) beweglich ist und elastisch in der ersten
Stellung gegen den ersten Ventilsitz (35) gepreßt ist während es durch die Sonde (43; nach innen gegen
den zweiten Ventilsitz (36) anpreßbar ist
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