DE2742000C3 - Freistehender Schornstein - Google Patents
Freistehender SchornsteinInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen freistehenden Schorn
stein mit einem äußeren Schaft, bestehend aus vorgefertigten, mit einer Ringbewehrung versehenen,
ringförmigen Schaftelementen, und mit einem im Abstand davon angeordneten Futter aus ringförmigen
vorgefertigten Futterelementen.
Vor mehr als 60 Jahren wurden zunächst Schornsteine
gebaut, wie sie zum Beispiel aus der FR-PS 4 68 805
bekannt sind. Ein wicher Schornstein hat eine gemauerte Auskleidung, was bereits deshalb nachteilig
ist, weil die Mörtelfugen einem starken Verschleiß unterliegen und die Ausmauerung nach relativ kurzer
Zeit schadhaft wird. Die äußere Hülle besteht aus sich in Längsrichtung des Schornsteins erstreckenden, über
den Umfang gleichmäßig verteilt angeordneten Pfeilern, die im wesentlichen nur den Zweck erfüllen, die
!wischen jeweils zwei Pfeilern angeordneten Paneele zu halten Die Pfeiler sind mittels Draht mit einer
Stahlbewehrung verbunden, die in einer /wischen der äußeren Hülle und der Ausmauerung vorgesehenen
Füllschicht vorgesehen ist. Die Füllschicht besteht aus Beton; sie ist aber zu schwach, um den alleinigen
tragenden Konstruktionsbestandteil des Schornsteins bilden zu können, insbesondere bei einer größeren
Höhe desselben. Während die Befestigung der die äußere Hülle bildenden Elemente insbesondere auch bei
einer Durchbiegung oder einem Schwingen des Schornsteins nicht ausreichend belastbar ist, ergibt sich
für diese Schornsteinkonstruktion ein Verlauf des Temperaturgradienten, der ebenfalls zu einer ganz
erheblichen Beanspruchung insbesondere der äußeren Hülle führt
In späterer Zeit ging man dann zu einer anderen Schornsteinkonstruktion über, wie sie beispielsweise in
der DD-PS 19 059 beschrieben ist Bei dieser Koiistruktion
hat der Schornstein einen äußeren Schaft der cias
ίο tragende Konstruktionselement des Schornsteins darstellt
und aus Stahlbeton besteht Zwischen diesem Schaft und dem inneren Futter ist eine Isolierschicht aus
verhältnismäßig weichem Material angeordnet Der Schaft ist aus vorgefertigten ringförmigen Schaftele-
I^ menten zusammengesetzt, die jeweils für sich mit einer
Längs- und einer Ringbewehrung versehen sind. Diese ist als schlaffe Bewehrung ausgeführt und dient der
Aufnahme von Horizontalspannungen und zur Gewährleistung der Transpcrtfähigkeit. Die Schaftelement sind
mit Hilfe von Spanngliedern zusammengehalten, die in
den Schaftelementen vorgesehene Spannkanäle durchsetzen, so daß eine Vorspannung gegenüber dem
Fundament erreicht wird. Nach Abschluß der Montage werden die Spannkanäle abschnittsweise ausgepreßt.
Während die Isolierschicht eine Bewehrung nicht enthält, ist das Futter aus ringförmigen, vorgefertigten
Futterelementen zusammengesetzt und mit einer Bewehrung versehen, die als schlaffe Bewehrung
ausgeführt ist.
so In einer solchen Konstruktion ist die Montage recht
umständlich.
Bei einem weiteren, aus vorgefertigten Teilen hergestellten Schornstein, wie er zum Beispiel in der
DD-PS 61 859 beschrieben ist. findet ebenfalls eine
J5 Konstruktion Anwendung, bei der der Schornsteinquerschnitt
in einen äußeren Schaft, ein inneres Futter und einen zwischen diesen liegenden Ringraum unterteilt ist.
Die den äußeren Schaft bildenden F'emente haben in den Ringraum hineinragende innere Längsrippen und
■"> im Bereich derselben verlaufende Stäbe als Längsbewehrung.
Diese werden beim Montieren des Schornsteins zusammengeschweißt. Ferner enthalten die
Schaftelemente auch eine Ringbewehrung.
Auch die voryfertigten Futterelemente haben
Auch die voryfertigten Futterelemente haben
41J jeweils eine Längsbewehrung und eine Ringbewehrung.
Die I-ängsbewehrung wird jedoch beim Montieren der
Futterelemente nicht miteinander verbunden. Der zwischen dem Schaft und dem Futter gebildete
Ringraum enthält Luft.
v> Es war also bisher notwendig. Längsbewegung und
verhältnismäßig aufwendigen Herstellung derselben.
■>' daß beim Aufeinandersetzen der den Schaft bildenden
Fertigelemente sehr genau darauf geachtet werden mußte, daß diese sauber miteinander fluchten und im
Lot stehen, damit die die Längsbewehning bildenden
Stäbe miteinander verschweißt werden können Die»
*>" führte zu einem sehr großen Montageaufwand.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem Schornstein der eingangs genannten
Art, eine in bezug auf die Herstellungskosten der Fertigteile und in bezug auf den Montageaufwand
hl verbesserte Möglichkeit zur Herstellung eines Schornsteins
weitgehend aus vorgefertigten Bauelementen /u schaffen.
vorgesehen, daß der Zwischenraum zwischen den
Schaftelementen und den Futterelementen mit Ortbeton ausgefüllt und mit einer Längsbewehrung versehen
ist
Aufgrund dieser Ausbildung brauchen die Schaftelemente
nur mit einer Ringbewehrung versehen zu werden, was die Herstellung wesentlich vereinfacht Die
Längsbewehrun/j wird vor Ort in den Raum zwischen den aufeinandergesetzten Schaft- und Futterelementen
eingesetzt und mit Ortbeton vergossen. Der Beton bindet gegenüber dem Schaft und dem Futter. Durch
das Schwinden des Ortbetons nach dem Gießen werden eine feste Verbindung zu dem inneren Futterring und
eine Vorspannung erzeugt, die einer Rißbildung im Futterring weitgehend entgegenwirkt
Es ist ferner vorteilhaft daß beim Aufeinandersetzen der Schaftelemente nicht mehr auf das Fluchten der
Längsbewehrung zu achten ist da das Herstellen entsprechender Verbindungen entfällt Der Herstelkip.gsatifwand
wird weiterhin dadurch herabgesetzt, daß die Schaftelemente und die Futterelemente gle:"hzeiiig
als Schalung dienen, so daß die Anfertigung einer besonderen Schalung entfällt.
Wenn in diesem Zusammenhang von einer Ringbewehrung die Rede ist so ist hiermit immer eine
umlaufende bzw. in Umfangsrichtung geschlossene Bewehrung gemeint die im übrigen nicht nur kreisförmig
verlaufen, sondern auch anderen Querschnittsformen eines Schornsteins angepaßt sein kann.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung beiteht
darin, daß die statisch erforderliche Ringbewehrung teils in den Schaftelementen und teils in
Verbindung mit der Längsbewehrung in dem mit Ortbeton vergossenen Zwischenraum angeordnet ist
Der letztgenannten Teil der Ringbewehrung kann hierbei gleichzeitig auch dazu dienen, die Einhaltung
eines bestimmten radialen Abstandes der Längsbewehrung von den Schaft- und Futterelementen zu
gewährleistet was vorteilhaft ist Alternativ oder gleichzeitig hierzu können aber auch Distanzbügel oder
dergleichen verwendet werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird
vorgeschlagen, daß die Stirnflächen der Futterelemente von außen nach innen und nach unten abgestuft sind
Entsprechen J sind dann jeweils die ob;ren Stirnflächen
der Futterelemente dieser Form angepaßt Durch eine derartige Abstufung wird erreicht, daß von oben in den
Strömungsquerschnitt eindringendes Wasser im Fugenbereich nicht in die Wandsimktur eindringen kann.
In entsprechender Weise wird für die Schaftelemente
crfindungsgrmäß vorgeschlagen, daß die Stirnflächen
derselben von innen nach außen und nach unten abgestuft sind. Es werden dann auch die oberen
Stirnflächen der Scnaftelemente jeweils dieser Form ingepaßt. Somit kann auch an der Schornsteinaußenwand
nach unten entlangfließcndes Wasser nicht in die Wandstruktur eindringen.
Gegenstand der Erfindung ist ferner auch ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Schornsteins
entsprechend den im Anspruch 5 enthaltenen Verfahrensmerkmalen.
Nachfolgend werden Ausführung.beispiele der Erfindung
an Hand einer Zeichnung näher beschrieben. Im einzelnen zeigt
Fig. I eine .Schornsteinanlage in schematischer Darstellung;
Fig. 2 in perspektivischer Darstellung den oberen
.Schornsteinbereich während des Vergießens mit Ortbeton;
Fig.3 einen Querschnitt durch den Schornstein, gesehen entsprechend den Pfeilen 3-3 in F ί g. 2;
Fig.4 einen Längsschnitt durch den Schornstein,
gesehen entsprechend den Pfeilen 4-4 in F ί g. 2;
F i g. 5—8 jeweils in einer der F i g. 3 entsprechenden
Darstellung Querschnitte durch andere Ausführungsformen des Schornsteins.
ίο Gebäude 12, das zum Beispiel ein Kraftwerk, eine
F ig. 2-4.
Der Schornstein 10 hat einen äußeren Schaft 14, der aus vorgefertigten Schaftelementen 16 zusammengesetzt
ist Auch die innere Ausfütterung ist aus vorgefertigten Futterelementen 18 hergestellt Die
Schaftelemente 16 und die Futterelemente 18 sind so bemessen, daß zwischen ihnen ein -^dialer Abstand
verbleibt, der einen Zwischenraum 20 t»<riet
In den Zwischenraum 20 ist eine Längsbewehrung 22 eingesetzt die durch eine umlaufende Ringbewehrung
24 zusammengehalten wird. Die Längsbewehrunt" 22 und die Ringbewehrung 24 sind durch hier nicht
dargestellte Distanzbügel oder dergleichen so abgestützt, daß sie sich etwa in der radialen Mitte des
Zwischenraums 20 befinden.
Mittels einer Schüttvorrichtung 26 kann der Zwischenraum 20 mit Ortbeton 27 (F i g. 3) ausgefüllt
μ werden. Dieser bindet mit den Schaftelementen 16 und
den Futterelementen 18 ab, so daß Schaft und Futter fest miteinander verbunden sind.
hin von außen nach innen abgestuft so daß bei entsprechend geformter Oberseite der Futterelemente
18 eine Fuge 30 entsteht deren Verlauf in Fig.4 erkennbar ist.
Die Schaftelemente 16 sind zu ihrer unteren Stirnseite hin von innen nach außen abgestuft so daß die zwischen
•»ο diesen entstehenden Fugen 32 den ebenfalls in F i g. 4
erkennbaren Verlauf haben.
Im vorliegenden Fall ist die insgesamt für den Schornstein 10 erforderliche Ringbewehrung λι einem
Teil als Ringbewehrung 33 in den vorgefertigten Schaftelementen 16 enthalten.
Bei der Herstellung des Schornsteins werden die Schaftelemente 16 und die Futterelemente 18 entsprechend
der Darstellung nach F i g. 2 übereinandergeset/t. wobei die Längsbewehrung 22 und die Ringbewehrung
24 in den Zwischenraum 20 eingesetzt werden. Zur Erleichterung der Montage wird man zweckmäßiger
weise die aus den Futterelementen 18 gebildete innere Affinierung möglichst in eine gegenüber dem Schaft
14 größere Höhe bringen, wie es in F i g. 2 dargestellt ;<
t. In den F i g. 5 bis 8 sind schematisch andere Querschnittsformen eines Schornsteins dargestellt. Der
äußere Schaft 14' kann also zum Beispiel gemäß F i g. 5 mit einer längsver'aufenden Nutung, gemäß F i g. fe
rechteckförmig. gemäß Fig. 7 polygonal oder gemäß
F ί g. 8 in grober Annäherung dreieckförmig ausgeführt
sein, wobei die Eckbereiche natürlich stark abgerundet sind.
br> gemäß F i g. 7 aus den Futterelementen 18' vier einzelne
sind.
und den Filterelementen 18' befindlichen Zwischenraum
eine Längsbewehrung 22' und eine die Stäbe derselben verbindende Ringbewehrung 24' angeordnet,
nach deren Einbringen dieser Raum mit Ortbeton 36 ausgegossen wird.
Claims (5)
1. Freistehender Schornstein mtt einem äußeren Schaft, bestehend aus vorgefertigten, mit einer
Ringbewehrung versehenen, ringförmigen Schaftelementen,
und mit einem im Abstand davon angeordneten Futter aus ringförmigen vorgefertigten
Futterelementen, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum (20) zwischen den
Schaftelementen (16) und den Futterelementen (18, 18') mit Ortbeton (27, 36) ausgefüllt und mit einer
Längsbewehrung (22,22') versehen ist.
2. Schornstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die statisch erforderliche Ringbewehrung (24, 33) teils in den Schaftelementen (16) und
teils in Verbindung mit der Längsbewehrung (22) in dem mit Ortbeton (27) vergossenen Zwischenraum
(20) angeoiii jet ist.
3. Schornstein nach Ansppjch ! oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen der Futterelemente
(18,18') von außen nach innen und nach unten abgestuft sind.
4. Schornstein nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen
der Schaftelemente (16) von innen nach außen und nach unten abgestuft sind.
5. Verfahren zur Herstellung eines Schornsteins nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft und das Futter aus vorgefertigten Elementen aufgebaut
werden, daß in einem zwischen dem Schaft und dem Futter ausgebildeten Zwischenraum zumindest die
erforderliche Längsbewehrung eingesetzt wird und daß der Zwischenraum anschließend mit Ortbeton
vergossen wird.
Applications Claiming Priority (1)
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