DE2741965A1 - Verfahren und vorrichtung zum scharfkantigen biegen von glasscheiben - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum scharfkantigen biegen von glasscheibenInfo
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Description
- 6 - VE
deformiert werden, ist es aus den oben genannten Patentanmeldungen
auch bekannt, die Glasscheibe im Bereich der Knicklinie zusätzlich zu erwärmen. Eine solche zusätzliche
Erwärmung wird dadurch vorgenommen, daß auf der Glasscheibe ein elektrischer Ileizwiderstand, zum Beispiel in Form einer
unmittelbar auf die Glasoberfläche aufgetragenen Widerstandsmasse, angeordnet wird, der innerhalb des Biegeofens an eine
Stromquelle angeschlossen wird.
Es ist ferner bekannt, die Glasscheibe im Bereich der Knicklinie
durch Einkerben zu schwächen, um eine saubere und ansprechende Knickkante zu erzeugen (BF-PS 1.369·664-). Auch
diese Maßnahme wird ebenso wie die zusätzliche Beheizung in der Knickzone beim Stand der Technik ausnahmslos beim
Biegen unter Einwirkung der Schwerkraft, d.h. unter dem
Eigengewicht der erwärmten Glasscheibe, angewandt.
Zum Biegen von Glasscheiben mit großen Krümmungsradien wird in großem Umfang das sogenannte Preßbiegeverfahren angewendet.
Dabei werden die Glasscheiben senkrecht an zangenförmigen Greifvorrichtungen hängend auf Biegetemperatür erhitzt und
zwischen einer als Patrize ausgebildeten starren Biegeform und einer als Matrize ausgebildeten mehrteiligen Gegenform
gebogen. Dieses beispielsweise aus der DT-PS 11 38 893 bekannte
Verfahren führt aber nicht zu brauchbaren Ergebnissen, wenn gebogene Glasscheiben mit sehr kleinen Krümmungsradien
hergestellt werden sollen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Preßbieg
everfahr en so abzuwandeln, daß es in großtechnischem Maßstab auch für die Herstellung von Glasscheiben mit extrem
kleinen Krümmungsradien, insbesondere auch von Glasscheiben, mit scharfwinklig abgeknickten Bereichen, eingesetzt werden
kann.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die
auf Biegetemperatur erhitzte Glasscheibe in vertikaler Lage
von zwei jeweils aus zwei oder mehr gelenkip; miteinander verbundenen
Teilen bestehenden Biegeformen bei in die Ebene der planen Glasscheibe geschwenkten Formteilen erfaßt werden,
wobei gegebenenfalls Teilbereiche der Glasscheibe mit einer
schwachen Biegung versehen werden, und nach dem Erfassen der Glasscheibe die abzubiegenden bzw. scharfkantig abzuknickenden
Teile der Glasscheibe zusammen mit den die Glasscheibe
zwischen sich haltenden verschwenkbaren Formteilen um die Biegelinie herum geschwenkt werden.
Bei dem neuen Verfahren werden also die nicht oder nur gering zu verformenden Flächenteile der erhitzten Glasscheibe in einer
ersten Phase durch die entsprechenden Teile von Patrize und Matrize festgehalten bzw. in ihre endgültige Form gebracht,
während in einer zweiten Phase die Biegung der Glasscheibe um die Knicklinie bzw. um die Knicklinien herum vorgenommen
wird, indem die die Glasscheibe zwischen sich haltenden Formteile unter Beibehaltung ihrer Lage relativ zueinander gemeinsam
um die Schwenkachse herumgeschwenkt werden.
Die zu beiden Seiten der Knicklinien liegenden Bereiche der Glasscheibe können vollständig eben sein oder eine zylindrische
Biegung aufweisen, wobei die Erzeugenden der Zylinderbiep-,-ung
parallel zu der Knicklinie verlaufen. Bei ebenen Teilbereichen der Glasscheibe lassen sich mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren die Glasscheiben um Winkel bis zu etwa 90° zum benachbarten Bereich abknicken.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung werden die jeweils zusammenwirkenden verschwenkbaren Teile der beiden Biegeformen
um eine gemeinsame Drehachse herum geschwenkt. Auf diese Weise wird während des Biegevorganges in der geschlossenen Stellung
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der Biegepresse, wenn die Biegeformen die Glasscheibe zwischen
sich gegriffen haben, jede Relativbewegung zwischen zwei zusammenwirkenden Formteilen, insbesondere jede gegenseitige Verschiebung
der Formteile in der Ebene der Glasscheibe, und damit auch eine Gleitbewegung des Glases relativ zu den Formteilen,
vermieden. Auf diese Weise bleibt die hohe optische Qualität der Glasoberflächen in vollem Umfang erhalten.
Falls ein scharfkantiges Abknicken, d.h. ein Biegen mit einem Krümmungsradius Null, vorgenommen werden soll, werden in zweckmäßiger
Weiterbildung der Erfindung die jeweils zusammenwirkenden verschwenkbaren Teile der beiden Biegeformen um eine gemeinsame
Drehachse herum geschwenkt, die in der Ebene der die konkave Seite bildenden Oberfläche der Glasscheibe liegt.
Weiter hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß die Bereiche mit kleinen Krümmungsradien ,bzw. die mit einem Knick zu versehenden
Bereiche,vor dem Einbringen der Glasscheiben in die Biegepresse stärker erwärmt werden als die übrigen Bereiche
der Glasscheiben.
Eine solche zusätzliche Erwärmung läßt sich beispielsweise durch gezielt wirkende Infrarotstrahler, oder auch durch Beschichten
der Glasscheiben in den entsprechenden Bereichen mit wärmestrahlenabsorbierenden Materialien erreichen. Als wärmeabsorbierende
Materialien können einbrennbare Massen verwendet werden, die, als schmale Streifen auf der Knicklinie in einem
Druckverfahren sauber aufgetragen, eine zusätzliche ästhetische Wirkung ausüben können. Falls ein bleibender Auftrag nicht gewünscht
ist, könnenauf der Glasscheibe haftende warmeabsorbierende
Materialien verwendet werden, die sich nach dem Biegeprozeß rückstandslos entfernen lassen.
Falls die Glasscheibe in der Biegepresse auch außerhalb der
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Knicklinien von zangenförinigen Greifvorrichtungen gehalten
werden, ist es in V/eiterbildung des erfind\mgsgemäßen Verfahrens
zweckmäßig, diese zangenförmigen Greifvorrichtungen
auf einem Kreisbogen zu führen, dessen Mittelpunkt mit der gemeinsamen Drehachse der zusammenwirkenden schwenkbaren Formteile
zusammenfällt. Auf diese V/eise wird erreicht, daß durch
die Greifvorrichtungen nach dem Biegen der Glasscheibe keine schädlichen Kräfte auf die Glasscheiben ausgeübt werden, die
unerwünschte Verformungen mit sich bringen können.
Die ebenfalls zum Gegenstand der Erfindung gehörende Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens zeichnet sich
grundsätzlich dadurch aus, daß beide Biegeformen einer Biegepresse aus mehreren, jeweils zusammenwirkenden, in sich starren
Formabschnitten bestehen, die gelenkig miteinander verbunden und synchron miteinander verschwenkbar sind,
Zweckmäßigerweise sind die verschwenkbaren Formabschnitte mit
unabhängig voneinander wirkenden Antriebsvorrichtungen versehen, derart, daß nach dem Biegen jeweils zwei zusammenwirkende
Formabschnitte zumindest um ein bestimmtes Maß in einander entgegengesetzten Richtungen verschwenkbar sind.
Vorzugsweise sind die jeweils zusammenwirkenden verschwenkbaren Teile der Biegeformen um eine gemeinsame Drehachse
verschwenkbar. Diese gemeinsame Drehachse soll, wenn Glasscheiben mit scharfkantigem Knick hergestellt werden sollen,
unmittelbar in der Ebene der konkaven Oberfläche der Glasscheibe liegen.
Wenn die Drehachse der als Matrize dienenden Biegeform in der
Ebene der konkaven Seite der Glasscheibe liegt, bedeutet das, daß bei der an sich üblichen Konstruktion der Scharniere bzw.
Gelenke diese oberhalb der Biegeform um ein mehr oder
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weniger großes Haß in Richtung auf die als Patrize dienende
Biegeform überstehen. Das kann u.U. eine Behinderung für die Aufhängevorrichtungeider Glasscheibe bedeuten. Insbesondere
dann, wenn die zu biegende Glasscheibe auch außerhalb der Drehachsen der Formteile noch von zangenförmigen Greifvorrichtungen
an ihrer Oberkante gehalten wird, können diese Greifvorrichtungen
mit derartigen üblichen Gelenken in Kollision kommen.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung, die auch diese eventuelle Schwierigkeit überwindet, zeichnet sich dadurch aus, daß wenigstens
die oberen Gelenke der Biegeformen auf der Rückseite dor Biegeflächen bzw. der diese tragenden Rahmen angeordnet sind up,:
aus ineinander gleitenden Kreisringsegmenten bestehen, deren Mittelpunkt mit der gemeinsamen Drehachse zusammenfällt.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und in der nachfolgenden Beschreibung anhand
der Zeichnungen näher erläutert. Von den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine nach der Erfindung aufgebaute Biegevorrichtung während des Zusammenfahrens der Biegepresse
kurz vor dem Ergreifen der Glasscheibe;
Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Biegevorrichtung
während des Biegevorganges;
Fig. 3 die in Fig. 1 dargestellte Biegevorrichtung in einer Stellung kurz nach Vollendung des
Biegevorganges;
Fig. 4 einen Ausschnitt aus Fig. 1 in vergrößerter Darstellung;
Fig. 5 den in Fig. 4- dargestellten Ausschnitt in dem
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Zeitpunkt, in dem die Biegeformen die Glasscheibe
erfaßt haben;
Fig. 6 einen Ausschnitt aus Fig. 2 in vergrößerter Darstellung;
Fig. 7 eine für die Halterung der Glasscheibe in der
Biegepresse geeignete Aufhängevorrichtung mitsamt einer von ihr getragenen Glasscheibe;
Fig. 8 eine bevorzugte Ausführungsform einer Biegevorrichtung
in einer perspektivischen Ansicht;
Fig. 9 einen Ausschnitt aus Fig. 8 in vergrößerter Darstellung;
Fig.10 den in Fig. 9 dargestellten Ausschnitt in einen
Zeitpunkt nach dem Ergreifen der Glasscheibe;
Fig.11 eine für die Verbindung der verschwenkbaren Formteile
besonders geeignete Gelenkkonstruktion in einer Ansicht von oben, und
Fig.12 ein der Darstellung der Fig. 11 entsprechendes
Gelenk für die Patrize in einer perspektivischen Darstellung.
Der Ablauf des neuen Biegeverfahrens geht aus den Fig. 1 bis 3 hervor, die gleichzeitig auch den grundsätzlichen Aufbau einer
erfinduniTsgemäßen Biegepresse zeigen. Bei der hier dargestellten
Biegepresse handelt es sich um eine Vorrichtung, mit der eine Glasscheibe an zwei Stellen, und zwar in ihren beiden seitlichen
Endbereichen, abgeknickt wird. Selbstverständlich können nach
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dem Prinzip der Erfindung auch Glasscheiben mit nur einem Knick, beispielsweise in der Mitte, hergestellt werden, wobei die
Biegeformen dann entsprechend zweiteilig ausgebildet sind.
Die Biegepresse umfaßt wie üblich eine als Matrize dienende
Biegeform 1 und eine als Patrize dienende Biegeform 2. Die Biegeformen 1 und 2 werden mit Hilfe von pneumatisch oder
hydraulisch betätigten Kolbenstangen 3>4- betätigt. Die Matrize
1 umfaßt im wesentlichen einen Rahmen 6 , einen mittleren, an der Rahmen G mit Hilfe der Schraubenbolzen 7 starr befestigten Formabschnitt
8, sowie die beiden seitlichen Formabschnitte 9 und 10. Die Formabschnitte 9 und 10 sind über die Gelenke 11 und 12
verschwenkbar an dem starren Formabschnitt 8 gelagert. Sie werden mit Hilfe der doppelt wirkenden Druckzylinder Λ^,Λ1+ verschwenkt.
Die als Patrize dienende Biegeform 2 umfaßt analog einen Rahmen 16, an dem über die Gewindebolzen 17 der mittlere Formabschnitt
18 starr angeordnet ist, sowie ferner die beiden seitlichen Formabschnitte 19 und 20. Die Formabschnitte 19 bzw. 20 sind an
dem mittleren Formabschnitt 18 mit Hilfe der Gelenke 21 und 22 drehbar angeordnet. Als Antrieb für den Schwenlcvorgang dienen
die doppelt wirkenden Druckzylinder 23 und 24.
Die Glasscheibe 26 ist, wenn sie zwischen die beiden Biegeformen 1,2 eingebracht wird, auf die erforderliche Biegetemperatur
in der üblichen Weise erhitzt worden. Zur Aufhängung der Glasscheibe
26 dient dabei eine Anordnung, wie sie anhand der Fig. 7 später noch beschrieben wird.
Sobald die zu biegende Glasscheibe 26 zwischen den beiden Biegeformen
positioniert ist, wird die Biegepresse geschlossen, indem Patrize 2 und Matrize 1 in Richtung der Pfeile F auf die Glas-
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scheibe 26 zu bewerbt werden, bis diese von den beiden starren
mittleren Formabschnitten 8 und 18 fest ergriffen wird. Dabei werden die seitlichen Abschnitte der Glasscheibe 26 gleichzeitig
von den einander zugeordneten seitlichen Formabschnitten
9, 19 und 10,20 ebenfalls fest erfaßt. Bei diesem Erfassen kann der Glasscheibe gegebenenfalls schon eine Biegung im mittleren
Abschnitt und/oder in den Seitenabschnitten erteilt werden. Hierbei kommen jedoch in erster Linie zylindrische
Biegungen infrage, da ein Abknicken der Glasscheibe zumindest
in diesen Enickbereichen eine sphärische Biegung ausschließt. In vielen Fällen wird eine leichte zylindrische Biegung im
mittleren Teil der Glasscheibe gewünscht, so daß dementsprechend die mittleren Formabschnitte 8,18 eine gebogene Form
aufweisen können. Selbstverständlich können auch die seitlichen Formabsehnitte eine leicht zylindrische Form aufweisen.
Wenn die Glasscheibe 26 von den beiden Biegeformen fest erfaßt ist, nehmen die Biegeforcien eine Position zueinander
ein, bei ier die Drehachsen (M) der Gelenke 11,12 der Matrize mit den Drehachsen S der Gelenke 21,22 der Patrize zusammenfallen,
wie es insbesondere aus der Fig. 5 ersichtlich ist.Das
bedingt eine besondere Konstruktion und Anordnung der Gelenke, wie sie später noch im einzelnen beschreiben wird. Die Drehachsen
M,S, sind dabei so angeordnet, daß sie in der der Patrize 2 zugewandten Oberfläche der Glasscheibe 26 liegen. Zu diesem
Zweck ist die Drehachse M des Gelenkes 11 im Abstand A von der mit der Glasscheibe 26 in Kontakt kommenden Oberfläche der
Formabsehnitte 8,9 angeordnet, wobei der Abstand A mit der Dicke D der Glasscheibe 26 übereinstimmt, so wie es in Fig.4
erläuternd dargestellt ist.
Unmittelbar nach dem vollständigen Ergreifen der Glasscheibe werden die Druckzylinder 13»14- beaufschlagt, die dafür sorgen,
daß die seitlichen Formabsehnitte 9,19 und 10,20 mit den von
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ihnen ergriffenen seitlichen Glasabschnitten um die gemeinsamen
Drehachsen herumgeschwenkt werden, wie es in Fig. 2 durch die
Pfeile G dargestellt ist. Die Endposition kann durch nicht dargestellte Anschläge festgelegt werden.
Nach Erreichen der Endstellung der seitlichen Formabschnitte, wenn also die Glasscheibe ihre endgültige Form erreicht hat,
werden wie es in Fig. 3 dargestellt ist, zunächst die; seitlichen
Forciabscnnitte 9»19 und 10,20 durch entsprechende Beaufschlagung
der Druckzylinder 13*14 und 23,24 durch Verschwenken
in Richtung der Pfeile H voneinander entfernt und so von der Glasscheibe gelöst. Wenn die abgeknickten Sei centeile der Glasscheibe
26 von den Formflächen vollständig frei sind, werden die beiden Biegeformen durch Betätigung der beiden Kolbenstangen 3»4
auseinandergezogen. Anschließend wird die Glasscheibe in die nächste Behandlungsstation transportiert, bei der es sich
beispielsweise üiu die Vor spannst at ion handeln kann.
Eine für die Aufhängung der Glasscheiben geeignete Transportvorrichtung
ist in Fig.7 dargestellt. Die Glasscheiben werden wie üblich am oberen Rand von zangenförmigen Greifvorrichtungen
30 gehalten, die sich unter dem Gewicht der Glasscheibe schließen.
Um zu vermeiden, daß nach dem Biegen der Glasscheibe die die Glasscheibe in den abgebogenen Bereichen fassenden Zangen30a
keine deformierenden Kräfte auf die noch deformierbare Glasscheibe ausüben, sind die äußeren Zangen 30a, sofern solche
erforderlich sind, an dem Tragrahmen y\ so gelagert, daß sie
sich während des Biegevorganges mit der Glasscheibe an dieser Stelle mitbewegen, und zwar auf einem Kreisbogen um die
Knicklinie 52 herum. Zu diesem Zweck sind in dem Tragrahmen y\
oberhalb der späteren Knicklinien 32 Scharniere 33 vorgesehen,
wodurch sich die die Zangen 30a tragenden Endbereiche 3^ des
Tragrahiaens um die verlängerte Knicklinie 32 drehen können.
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Da im Bereich der Knicklinien eine stärkere Erwärmung dieser Zone zweckmäßig ist, können Streifen 36 aus einem Material,
das eine höhere Wärmestrahlenabsorption aufweist als das Glas, auf die Glasoberfläche aufgebracht werden. Besonders bewährt
haben sich hierfür emailartige Stoffe, die nach einem Druckverfahren,
etwa nach dem Siebdruckverfahren, aufgetragen, und
während des Aufheizprozesses in die Glasoberfläche eingebrannt werden. Solche dauerhaft eingebrannten Streifen, die
beispielsweise aus einem schwarzen Email bestehen können, unterstützen die optische Wirkung der Knickbereiche und können
daher u.U. aus ästhetischen Gründen vorgesehen werden. Andererseits kann man aber auch Streifen aus einem Material
auftragen, das sich mit dem Glas nicht verbindet, so daß es nach dem Biegeprozeß auf einfache Weise wieder entfernt
werden kann.
Der konstruktive Aufbau der Biegeformen ist insbesondere in Fig. 8 dargestellt. Die Biegevorrichtung ist dabei in geöffneter
Stellung gezeigt. Bei der als Matrize dienenden Biegeform 1 besteht der mittlere Formabschnitt 8 aus einer von dem Profil
gebildeten Rahmen form, die die Glasscheibe entlang dem oberen und unteren Rnnd sowie entlang der Knickkante faßt. Entlang
der Knickkante sind verbreiterte Formflachen 41 vorgesehen,
die die Glasscheibe bei dem Knickvorgang in diesem der Knickzone benachbarten Bereich abstützen. Die seitlichen Formabschnitte
9 sind ebenfalls als Rahmenform ausgebildet. Auch sie weisen in dem Bereich neben der Schwenkachse eine vollflnohige
Zone in Form eines Metallbleches 42 auf, der wiederum die Glasscheibe in dem eigentlichen Knickbereich abstützt.
Die als Patrize dienende Biegeform 2 ist in allen Teilen als vollflächige Form ausgebildet, wobei der mittlere Formabscluiitt
18 von der Metallplatte 45, und die seitlichen Formabschnitte
10,20 mit r.ctallolattcn l\G versehen sind.
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Das untere Gelenk Ha der Matrize ist ebenso wie das nicht sichtbare entsprechende Gelenk auf der anderen Seite der Matrize
ebenfalls auf der Gelenkachse M angeordnet, während das Gelenk 21a auf der Gelenkachse S angeordnet ist. Im geschlossenen
Zustand der Biegepresse liegen alle vier Gelenke 11, 11a, 21, 21a auf ein und derselben Drehachse. Falls erforderlich,
läßt sich die genaue Position der Gelenke durch Verschieben der mit Hilfe der Schrauben 15a festgelegten Haltearme 15
verstellen und einjustieren.
Das Drehgelenk 11 ist, wie insbesondere aus den Fig. 9 und im einzelnen erkennbar ist,ist weit oberhalb der eigentlichen
Biegeform angeordnet, daß im geschlossenen Zustand der Biegepresse das Drehgelenk 21 zwischen dem Drehgelenk 11 und der
Oberkante 47 der Biegeform Platz findet, so daß die beiden Drehachsen zusammenfallen. Dasselbe gilt für die unteren Drehgelenke
11a und 21 a.
In Fig. 9 ist im übrigen eine leicht abgewandelte Ausführungsform dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist der mittlere
Formabschnitt 8 als reine Rahmenform ausgebildet, und aus einem Profil 40 besteht. Der seitliche Formabschnitt 9 hingegen ist
auf seiner gesamten mit der Glasscheibe in Kontakt kommenden
Fläche mit einer Metallplatte 49 versehen. Selbstverständlich
sind alle mit dem Glas in Berührung kommenden Oberflächen der
Formen durch ein Glasseidengewebe abgedeckt, wie es allgemein üblich und aus Gründen der Übersichtlichkeit in den Zeichnungen
nicht dargestellt ist. Auch der seitliche Formabschnitt
10 der Patrize ist auf der der Glasscheibe zugewandten Seite mit einer durchgehenden Metallplatte 46 versehen.
Aus Fig. 10 ist die Lage der Drehgelenke 11,21 zueinander in
geschlossener Stellung der Biegeformen zu erkennen, wobei insbesondere sichtbar ist, daß die beiden Drehachsen M und S
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zusammenfallen. In dieser Darstellung ist im übrigen eine
Variante für die Ausgestaltung der Biegeformen dargestellt, bei der sämtliche Formabschnitte mit vollflächigen Metallplatten verkleidet sind. Dabei sind der mittlere Formabschnitt
8 der Matrize durch die Metallplatte 51» der mittlere Formabschnitt
18 der Patrize durch die Metallplatte 45, und die seitlichen
Formabschnitte 9 bzw. 19 durch die Metallplatten 49 bzw. 46 abgedeckt.
Da die oberen Drehgelenke u.U. beim Biegevorgang stören, weil sie dadurch mit dem zangenförmigen Greifvorrichtungen in Kollision
kommen können, sind in Fig. 11 und 12 Drehgelenke dargestellt, die diesen Nachteil nicht aufweisen. Es handelt sich
hier um Drehgelenke ohne materielle Drehachse, die so aufgebaut sind, daß kreisförmige bzw. kreisringförmige Segmente auf einer
Kreisbahn, deren Mittelpunkt M in die Knicklinie fällt, relativ zueinander gleiten. Selche Drehgelenke können jov:cilc auf dsr
Rückseite der Biegeform mit den gegeneinander verschwenkbaren
Formabschnitten verbunden werden.
Das für die Patrize bestimmte Drehgelenk z.B., das in Fig. 12 in perspektivischer Ansicht dargestellt ist, besteht aus dem
mit dem Formabschnitt 19, d.h. gegebenenfalls mit dem Rahmen dieses Formabschnittes, verschraubten Gelenkelement 55» das
die Form eines Hohlzylindersegmentes aufweist, aus dem mit dem Formabschnitt 18 verschraubten Glenkelement 56, das grundsätzlich
dieselbe Form aufweist, sowie aus dem mit beiden Gelenkelementen zusammenwirkenden Gleitelement 57· In den einander
zugekehrten Kreisringflächen der Gelenkelemente sind kreisringförmige Schwalbenschwanznuten 58 bzw. 59 eingefräst.
Das die Verbindung zwischen den beiden Gelenkelementen 55 und
56 herstellende Gleitelement 57 ist kreisringsegmentförmig ausgebildet und weist einen doppelt schwalbenschwanzförmigen
Querschnitt auf, und greift formschlüssig in die Schwalben-
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schwanznuten 58 und 59 ein.
Die Formabschnitte 18 und 19 sind auf diese Weise so gelagert, daß die einander berührenden Kanten 66, 67 unabhängig von der
Winkelstellung der Formabschnitte zueinander ihre Lage nicht
verändern. Zur Rückseite hin sind die Seitenflächen 68,69 der Formabschnitte 18,19 so stark abgeschrägt, daß die gewünschte Winkelstellung zwischen den Formteilen ohne Schwierigkeiten
möglich ist.
verändern. Zur Rückseite hin sind die Seitenflächen 68,69 der Formabschnitte 18,19 so stark abgeschrägt, daß die gewünschte Winkelstellung zwischen den Formteilen ohne Schwierigkeiten
möglich ist.
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Leerseite
Claims (22)
1. Verfahren zum Herstellen einer gebogenen Glasscheibe mit
kleinen Krümmungsradien, insbesondere zum Herstellen einer Glasscheibe mit scharfkantig abgewinkelten Bereichen,
dadurch gekennzeichnet, daß die auf
Biegetemperatur erhitzte Glasscheibe in vertikaler Lage von zwei jeweils av.s zvToi oder mehr gelenkig miteinander verbundenen
Teilen bestehenden Biegeformen bei in die Ebene der planen Glasscheibe geschwenkten Formteilen erfaßt werden, wobei
gegebenenfalls Teilbereiche der Glasscheibe mit einer schwachen Biegung versehen werden, und nach dem Erfassen der
Glasscheibe die abzubiegenden bzw. scharfkantig abzuknickenden Teile der Glasscheibe zusammen mit den die Glasscheibe
zwischen sich haltenden verschwenkbaren Formteilen um die Biegelinie herum geschwenkt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
jeweils zusammenwirkenden verschwenkbaren Teile der beiden
Biegeformen um eine gemeinsame Drehachse herum geschwe.xfct
werden.
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ORIGINAL INSPECTED
-·2 - VE 373
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dio
jeweils zusammenwirkenden verschwenkbaren Teile der beiden Biegeformen um eine gemeinsame Drehachse herumgeschwenkt
werden, die in der Ebene der die konkave Seite bildenden Oberfläche der Glasscheibe liegt.
4-, Verfahren nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß
die Bereiche mit kleinem Krümmungsradius bzw. die mit einem scharfen Knick zu versehenden Bereiche vor dem Einbringen
.der Glasscheibe in die Biegepresse mit zusätzlicher Wärme beaufschlagt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Glasscheibe entlang der oberen Kante von zangenförmigen Greifvorrichtungen aufgehängt,und die die Glasscheibe in eine
abzuknickenden Bereich erfassenden Greifvorrichtungen beim
Knicken der Glasscheibe auf einem Kreisbogen geführt v/erden,
dessen Mittelpunkt mit der gemeinsamen Drehachse der zusammenwirkenden schwenkbaren Formteile zusammenfällt.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß
nach Beendigung des Biegevorganges vor dem Zurückziehen der Biegeformen in ihre Ausgangsposition die gelenkig miteinander
verbundenen Teile beider Biegeformen in den abgeknickten Bereichen durch Auseinanderschwenken auf beiden Seiten von der
ölasoberfläche gelöst werden.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 ,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Biegeformen (1,2) einer Biegepresse aus mehreren,jeweils zusammenwirkenden, in sich
starren Formabschnitten (8,9i10;18.19.20) bestehen, die miteinander gelenkig verbunden und synchron miteinander ver
schwenkbar sind.
909812/0502
- 3 - VE
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
verschwenkbaren Formabschnitte (9,10; 19,20) mit unabhängig voneinander wirkenden Antriebsvorrichtungen (13,14;23 ,24)
versehen sind, derart, daß nach dem Biegevorgang jeweils zwei zusammenwirkende Formabschnitte (9,19;1O,2O) zumindest
um ein bestimmtes Maß in einander entgegengesetzten Richtungen verschwenkbar sind,
9· Vorrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweils zusanmenwirkenden verschwenkbaren Formabschnitte (9,19;10.20) um eine gemeinsame Drehachse vers
chwenkbar s ind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Drehachse in der Ebene der konkaven Oberfläche
der Glasscheibe (26) liegt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jede Biegeform (1|2) einen an dem die Eorm tragenden Rahmen
(6,16) starr befestigten Mittelteil (8,18) und zu beiden Seiten des Mittelteiles (8,18) verschwenkbar angeordnete
Seitenabschnitte (9,10;19,20) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelteil (18) der als Patrize dienenden Biegeform (2)
die Glasscheibe (26) auf der ganzen Länge der Knicklinien abstützende flächige Formkörper aufweist.
13· Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelteil der als Patrize dienenden Biegeform eine vollständig
geschlossene Biegefläche (45) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die verschwenkbaren Formteile der als Patrize dienenden
Biegeform als Rahmenform ausgebildet sind.
909812/0502
2741365
-A-
VE $75
15· Vorrichtung nach Anspruch 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die verschwenkbaren formteile der als Patrize dienenden Biegeform in dem der Knicklinie benachbarten Bereich mit
einem flächigen Formkörper versehen sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11 bis 13>
dadurch gekennzeichnet, daß die verschwenkbaren Formteile der als Patrize dienenden
Biegeform (2 ) als vollflächige Formen ausgebildet sind.
17· Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelteil (8) der als Matrize
dienenden Biegeform (1) als Rahmenbiegeform ausgebildei
ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mittelteil der als Matrize dienenden Biegeform in den der Knicklinie benachbarten Bereichen mit flächigen, die Glas:
scheibe abstützenden Formkörpern (4-1) versehen ist.
19· Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die verschwenkbaren Formteile der
als Matrize dienenden Biegeform als Rahmenformen ausgebildet sind.
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die verschwenkbaren Seitenabschnitte (9*10) der als Matize dienenden Biegeform (1) in der
der Knicklinie benachbarten Bereichen mit vollflächigen Formkörpern (4-2) versehen sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Schwenkachsen die Kanten (66 bis 69) der Formflachen zweier benachbarter, gegeneinander verschwenkbarer Teile der als Patrize dienenden Biegeform ohne wesentlichen Zwischenraum unmittelbar nebeneinander angeordnet,
und nach hinten zu abgeschrägt sind.
909812/0502
2-741865
- 5 - VE
22. Vorrichtung nach Anspruch. 7 "bis 21, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens die oberen Gelenke der Biegefornen auf der Rückseite der Biegeflächen bzw. der diese tragenden Rahmen
angeordnet sind und aus ineinander gleitenden Kreisringsegmenten (55 "bis 59) bestehen,, deren Mittelpunkt (M)
mit der gemeinsamen Drehachse zusammenfällt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen gebogener Glasscheiben mit kleinen Krümmungsradien, insbesondere zum
Herstellen einer Glasscheibe mit scharfkantig abgewinkelten Bereichen. Sie umfaßt ferner für die Durchführung des Verfahrens
geeignete Vorrichtungen.
Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von Glasscheiben mit scharfkantiger Biegung bzw. mit einem Knick wird grundsätzlich
das sogenannte "Skelett-Biegeverfahren" angewendet. Bei diesem Skelett-Biegeverfahren wird die Glasscheibe auf
eine mehrteilige Skelett- oder Rahmenbiegeform aufgelegt, und mit dieser Biegeform in horizontaler Lage durch einen Biegeofen
mit gesteuertem Temperaturverlauf transportiert. Bei Erreichen der Biegetemperatur legt sich die Glasscheibe unter
der Wirkung des Eigengewichtes an die Biegeform an. Die Biegeformen können im Knickbereich mit Gelenken versehen sein, um
die sich die Teile der Biegeform verschwenken, wenn das Glas die Biegetemperatur angenommen hat. Biegeverfahren dieser Art
sind z.B. in den DT-OS1en 22 19 946, 23 33 905, 25 03 467 und
26 09 948 beschrieben.
Um eine einwandfreie Biegung der Glasscheibe im eigentlichen
Knickbereich zu erzeugen, ohne daß die angrenzenden Bereiche
909812/0502
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