DE2741366A1 - Verfahren zum befestigen von zahnprothesen - Google Patents
Verfahren zum befestigen von zahnprothesenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befestigen von Zahnprothesen,
sowie auch ein Befestigungselement für Zahnprothesen.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Befestigen von Zahnprothesen
besteht darin, daß im Wurzelkanal einer Zahnwurzel eine Gewindebohrung geschaffen und in die Gewindebohrung der
Schraubschaft eines Befestigungselementes so eingeschraubt
wird, daß sein Kopfteil über die Wurzeloberseite vorsteht und lösbar mit einem Prothesengegenstück verbunden werden
kann.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden somit zwei zusammenwirkende
Kupplungsteile - Befestigungselement und Gegenstück - vorgesehen, die wechselseitig der Zahnwurzel oder
der Prothese zugeordnet sind und die im Rahmen des Verfahrens wechselseitig genau ausgerichtet angeordnet werden, um nach
Herstellung der lösbaren Verbindung eine exakte Lage der Zahnprothese zu gewährleisten.
In Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es
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zweckmäßig, daß eine auf die Wurzeloberseite aufsetzbare und vom Befestigungselement durchsetzte, bevorzugt kappenförmige
Abdeckung angefertigt und auf die Wurzeloberseite aufgesetzt wird, wobei die Anfertigung der Abdeckung die
Fixierung einer Attrappe des Befestigungselementes im äußeren Endbereich des Wurzelkanales, die Anfertigung eines Abdrukkes
der Wurzeloberseite und der überstehenden Attrappe, das Einsetzen der Attrappe in den Abdruck, die Anfertigung eines
Modelies dieses Abdruckes, die Bildung eines Wachsmodelles
von der Abdeckung anhand des Modelies und das Abgießen der Abdeckung vom Wachsmodell umfaßt.
Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Befestigen
von Zahnprothesen ist ferner vorgesehen, daß zur lösbaren Verbindung eines der Prothese zugeordneten Befestigungsteiles
mit einem über die Wurzel vorstehenden Gegenstück ein Abdruck des Kiefers einschließlich des Bereiches des Gegenstückes
gemacht und mit diesem Abdruck eine Attrappe des Gegenstückes verbunden wird, daß von diesem Abdruck ein Modell angefertigt
sowie das Befestigungselement mit dem Gegenstück verbunden und gegenüber diesem ausgerichtet wird und daß nach diesem
Modell die Prothese gefertigt wird.
Ein Befestigungselement gemäß der Erfindung, das bevorzugt in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren Anwendung
findet, ist zweckmäßigerweise so ausgestaltet, daß das Element ein sphärisches Kopfteil, einen von diesem Kopfteil
ausgehenden Schraubschaft und einen zwischen Schraubschaft
und Kopfteil liegenden Radialkragen aufweist.
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Die Erfindung wird im folgenden mit weiteren Einzelheiten anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein Blockschaubild, anhand dessen der Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Befestigen einer
Zahnprothese unter Darstellung der einzelnen Verfahrensstufen
erläutert ist,
Figur 2 eine perspektivische Explosionsdarstellung einer aus Befestigungselement und Gegenstück bestehenden
Halterung für eine Zahnprothese,
Figur 3 eine Seitenansicht einer Attrappe, wie sie in Verbindung mit der Herstellung einer insbesondere aus
Gold bestehenden, bevorzugt kappenförmigen Abdekkung
Verwendung findet,
Figur 4 eine Seitenansicht einer Attrappe eines Befestigungselementes, und
Figur 5 eine im wesentlichen geschnittene Darstellung einer Prothese, die über eine erfindungsgemäße Halterung
fixiert ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die aufeinander
abgestimmten Halterungsteile in der zur Fixierung der Zahnprothese in der gewünschten Form notwendigen Ausrichtung
vorgesehen, was dadurch geschieht, daß das eine Teil der Halterung als Befestigungsteil mit einem Schraubschaft ver-
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sehen ist, der in eine entsprechende Gev/indebohrunc einer vorhandenen
Zahnwurzel eingesetzt wird, und daß das andere Halterungsteil als Gegenstück in der Zahnprothese in einer Winkellage
vorgesehen wird, die auf die Geometrie des Befestigungsteiles und der unmittelbar angrenzenden Bereiche der
Zahnprothese abgestimmt ist.
In Vorbereitung der Zahnwurzel auf die Aufnahme des mit dem Schraubschaft versehenen Befestigungsteiles wird zunächst der
Wurzelkanal aufgebohrt und mit Gewinde versehen, und es wird anschließend die Wurzeloberseite mit einer herkömmlichen Gußabdeckung,
insbesondere einer Gußkappe überdeckt, die so beschaffen ist, daß sich ein sehr guter Kontakt mit der Wurzeloberseite
ergibt. Die Ausbildung und Herstellung der Abdeckung wird nachfolgend noch näher beschrieben. Das Befestigungselement
wird in den Wurselkanal eingeschraubt und erstreckt sich "**■
nach außen über die Kappe, wobei der eingeschraubte Teil des Befestigungselementes, also der Schraubschaft und die Kappe
in ihrer Lage durch Einzementieren insbesondere mit üblichem Zahnzement gesichert werden können.
Das als Aufnahme für den Kopfteil des Befestigungsteiles
dienende Gegenstück der Halterung ist in der erforderlichen Lage in der Prothese angeordnet, wobei die Art der Ausrichtung
im folgenden noch näher beschrieben wird.
Ist der Wurzelkanal gebohrt und mit Gewinde versehen, so ist die erste Stufe bei der Herstellung einer üblichen Abdeckung
im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens die Anordnung einer Attrappe mit abgestuft zylindrischem Querschnitt, wobei deren
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im Durchmesser kleinerer Teil auf den Bohrungsdurchrnesser des mit Gewinde versehenen Wurzelkanales abgestimmt ist und deren
im Durchmesser größerer Teil dem Gewindeabschnitt des Befestigungselementes
im Wurzelkanal entspricht und sich über diesen hinaus erstreckt. Als nächster Schritt erfolgt die
Anfertigung eines Abdruckes auf üblichem Wege. Die Attrappe wird danach in den Abdruck eingesetzt und es wird von diesem
ein Zahnmodell gemacht, wobei die Attrappe in dieses Zahnmodell eingesetzt wird. Danach wird auf das Modell um die
Attrappe Wachs aufgebracht und dieses Wachs auf Form bearbeitet. Von dem Wachsmodell wird in üblicher Weise und mit
üblichen Materialien eine Abdeckung abgegossen, die in ihrer Gestalt auf die der Wurzeloberseite abgestimmt ist, an der
sie angebracht wird, wobei sie eine Öffnung aufweist, die zur Aufnahme des Teils der Attrappe mit dem größeren Durchmesser
und danach zur Aufnahme des Schraubschaftes des Befestigungsteiles
der Halterung ausreicht.
Danach wird die Abdeckung in ihrer Lage zur Wurzeloberseite fixiert und es wird das Befestigungselement eingeschraubt,
das vorher entsprechend abgelängt wurde.
Die richtige Positionierung des Gegenstückes gegenüber der Prothese und die winklige Ausrichtung des Gegenstückes
gegenüber dem Kopf des Befestigungselementes wird dadurch erreicht, daß ein weiterer Abdruck/von diesem ein weiteres
Modell gemacht wird, daß eine Attrappe des Befestigungselementes
in die Vertiefung des Abdruckes eingesetzt wird, der durch das in die Wurzel eingeschraubte Befestigungselement
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hinterlassen wurde und dann auf das Modell übertragen wurde. Das Gegenstück wird mit dem Kopf des Befestigungselementes
zusammengesteckt und die Winkellage des Gegenstückes ist so fixiert, daß sich eine leichte Neigung nach vorne ergibt.
Aufgrund des Kiefermodelles wird nun die Prothese angefertigt,
wobei das Gegenstück der Halterung in der Prothese mitverankert wird.
Der gesamte Verfahrensablauf, wie er vorher geschildert ist, ist in dem Diagramm gemäß Figur 1 gezeigt, während die Fig.
2 bis 4 die verschiedenen Elemente zeigen, die zur Ausführung des erfindungsoemäßen Verfahrens erfindungsgeraäß vorgesehen
sind.
Die zusammenwirkenden Teile der Halterung umfassen als erstes
Teil ein Befestigungselement, das einen sphärischen Kopf und einen Schraubschaft aufweist, wobei Kopf und Schraubschaft
voneinander über einen radialen Flansch getrennt sind. Das zweite Teil der Halterung ist als Aufnahme gestaltet, die
ein Gegenstück zum Befestigungselement bildet und die lösbar den sphärischen Kopf des Befestigungselementes aufnimmt, der
sich über die Abdeckung hinaus erstreckt.
Die Attrappe des Befestigungselementes, die in Figur 4 dargestellt
ist, unterscheidet sich vom Original im Hinblick auf. das Material, aus den sie hergestellt ist. So findet für die
Attrappe beispielsweise Messing Verwendung, während das Ori—
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ginal des Befestigungselementes aus einem Edelmetall hergestellt
ist. Ferner weist die Attrappe kein Gewinde an ihrem Schaft auf.
Figur 5 zeigt eine Prothese, die über eine Halterung gemäß der Erfindung fixiert ist, wobei die Prothese mit 11 bezeichnet
ist. Die Zahnwurzel trägt das Bezugszeichen 12, der Schaft des Befestigungselementes ist mit 13 bezeichnet und das
Gegenstück zum Befestigungselement trägt das Bezugszeichen Mit 15 ist die auf die Oberseite der Wurzel aufgebrachte Abdeckung
bezeichnet.
Abweichend vom Dargestellten kann im Rahmen des erfindungsge—
mäßen Verfahrens auch ohne Abdeckung gearbeitet werden, so daß diese unter Umständen entfallen kann.
Die erfindungsgemäße Lösung zur Halterung einer Prothese
arbeitet mit zusammenwirkenden, durch Schnappverschluß (Druck— knopfverbindung) verbundenen Teilen, wobei eines dieser Teile
der Zahnwurzel und das andere, hierzu korrespondierende der Prothese zugeordnet ist. Bevorzugt umfaßt das der Zahnwurzel
zugeordnete Teil ein Befestigungselement, das einen sphärischen
Kopf aufweist, der über die Zahnwurzel hinausragt. Gegenüber der Zahnwurzel ist das Befestigungselement Eber
einen Schraubschaft fixiert, dem eine entsprechende Schraub—
bohrung im Wurzelkanal entspricht· Das der Prothese zugeordnete Teil weist als Gegenstück zu dem bevorzugt sphärischen
Kopfteil des Befestigungselementes eine Aufnahme auf, die das Kopfteil lösbar aufnimmt.
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Claims (6)
- Pinnockchoice Limited 12. September 1977St. Mary's Parsonage A 35 83Ο whwManchester» ENGLANDAnsorücheImJVerfahren zum Befestigen von Zahnprothesen, dadurch gekennzeichnet, daß im Wurzelkanal einer Zahnwurzel eine Gewindebohrung geschaffen und in die Gewindebohrung der Schraubschaft eines Befestigungselementes so eingeschraubt wird, daß sein Kopfteil über die Wurzeloberseite vorsteht und lösbar mit einem prothesenseitigen Gegenstück verbunden wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil des in die Wurzelbohrung eingeschraubten Befestigungselemer.tei in das Gegenstück eingefügt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf die Wurzeloberseite aufsetzbare und vom Befestigungselement durchsetzte Abdeckung angefertigt und auf die Wurzeloberseite aufgesetzt wird, wobei die Anfertigung der Abdeckung die Anbringung einer Attrappe des Befestigungselementes im äußeren Endbereich des Wurzelkanales, die Anfertigung eines Abdruckes der Wurzeloberseite mit; der überstehenden Attrappe, das Einsetzen der Attrappe in den Abdruck, die Anfertigung eines Modells dieses Abdruckes, die Bildung eines Wachsmodelles von der Abdeckung anhand des Modelles und das Abgießen der Abdeckung vom Wachsmodell umfaßt.809811/1020ORIGINAL INSPECTED
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausrüstung der Zahnprothese mit einem Gegenstück und zum lösbaren Anbringen an einem der Zahnwurzel zugeordneten Befestigungselement zunächst ein Abdruck des Kiefers einschließlich des Befestigungselementes genommen und mit dem Abdruck eine Attrappe des Gegenstückes verbunden wird, daß ferner ein Modell dieses Abdruckes angefertigt und das Befestigungselement mit dem Gegenstück verbunden und gegenüber diesem ausgerichtet v/ird und daß schließlich die Prothese nach diesem Modell gefertigt v/ird.
- 5. Verfahren zum Befestigen von Zahnprothesen, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur lösbaren Verbindung eines der Prothese zugeordneten Befestigungselementes mit einem über die Wurzel vorstehenden Gegenstück ein Abdruck des Kiefers einschließlich des Bereiches des Gegenstückes gemacht und
mit diesem Abdruck eine Attrappe des Gegenstückes verbunden wird, daß von diesem Abdruck ein Modell angefertigt sowie das 3efestigungöelement mit dem Gegenstück verbunden und gegenüber diesem ausgerichtet wird und daß nach diesem Modell die Prothese angefertigt wird. - 6. Befestigungselement für Zahnprothesen, insbesondere in
Verbindung mit einem Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche einsetzbares Befestigungselement, dadurch gekennzeichnet, daß das Element einen sphärischen Kopfteil, einem von diesem Kopfteil ausgehenden Schraubschaft (13) und einen zwischen Schraubschaft (13) und
Kopfteil liegenden Radialkragen (Abdeckung 15) aufweist.809811/1020
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| EP0988837A1 (de) * | 1998-09-23 | 2000-03-29 | Ezio Nardi | Verbindungsvorrichtung für Zahnprothesen |
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