DE2740387A1 - Reaktorkern fuer kernreaktoren - Google Patents
Reaktorkern fuer kernreaktorenInfo
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Description
Westinghouse Electric Corporation, Westinghouse Building, Gateway Center, Pittsburgh,
Pennsylvania 15222, V.St.A.
Reaktorkern für Kernreaktoren
Die Erfindung betrifft einen Reaktorkern für Kernreaktoren mit mindestens zwei AusfUhrungsarten von
Brennelementen nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Die meisten flüssigkeitsgekühlten Kernreaktoren enthalten Brennelemente, in denen der Kernbrennstoff
in Form einer Vielzahl langgestreckter, jeweils von einer Brennstabhülle umschlossenen Brennstäben vorliegt.
Die Brennstabhülle besteht typischerweise aus rostfreiem Stahl oder einer Zirkoniumlegierung oder aus
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anderen Werkstoffen mit verhältnismäßig niedrigem Neutroneneinfangquerschnitt. Die Brennstäbe können
eine Länge von 3 m bis 4,5 m oder darüber haben. Um die zahlreichen parallelen Brennstäbe jedes Brennelements
in der richtigen gegenseitigen seitlichen Lage zu halten, finden Abstandshaltevorrichtungen
Anwendung. Diese sind typischerweise als Drahtumwicklungen der ßrennstäbe oder als Haltegitter ausgebildet, die an
vorgegebenen Positionen längs der Länge des Brennelements, über welche sich auch die einzelnen Brennstäbe erstrecken,
angeordnet sind. Die Anzahl der verwendeten Haltegitter kann je nach Konstruktion der einzelnen Brennelemente
unterschiedlich sein. Die Haltegitter dienen auch dazu, die gegenseitige Berührung zwischen Brennstäben des
gleichen Brennelements und auch zwischen Brennstäben benachbarter Brennelemente minimal zu halten. Typische
Haltegitterkonstruktionen sind aus der US-PS 3 379 617 und der US-PS 3 379 619 bekannt.
Obwohl die Haltegitter aus einem Neutronen nur schwach absorbierenden Werkstoff wie beispielsweise
aus Zirkoniumlegierungen hergestellt sind, absorbieren sie in gewissem Maße Neutronen und vermindern dadurch
den Reaktorwirkungsgrad. Aufgrund der Weiterentwicklung der Kernbrennstofftechnologie und der wachsenden
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Betriebserfahrung mit den Brennelementen kann sich die Brennelementenkonstruktion dahingehend ändern, daß die
Anzahl der Haltegitter eines Brennelements für einen gegebenen Reaktorkern kleiner oder größer wird. Beispielsweise
können Brennelemente für Leistungsreaktoren, die derzeit sieben über ihre Länge verteilte Haltegitter aufweisen,
in naher Zukunft mit acht oder neun Haltegittern oder auch mit weniger als sieben Haltegittern ausgebildet v/erden.
Da die Haltegitter jeweils im Hinblick auf die Konstruktion oder die Reaktivität an optimalen Stellen längs der Brennelementenlänge
angeordnet sind, werden die axialen Gitterpositionen bei einem Brennelement mit sieben Haltegittern
notwendigerweise mindestens teilweise von denjenigen bei einem Brennelement mit acht Haltegittern abweichen.
Es ist sehr wichtig, sicherzustellen, daß jede Berührung zwischen benachbarten Brennelementen nur in
Form einer Gitter-Gitter-Berührung, nicht aber als Brennstab-Brennstab-Berührung oder als Brennstab-Gitter-Berührung
stattfindet. Ist die Gitter-Gitter-Berührung nicht gegeben, so niächst die Wahrscheinlichkeit einer
mechanischen Beschädigung oder eines Kühlmittelmangels an der Berührungsstelle eines Brennstabs mit einem anderen
Brennstab oder einem Haltegitter. Ein solcher Kühlmittelmangel kann eine örtliche heiße Stelle zur Folge haben,
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was zum örtlichen Schmelzen des Brennstabs führen kann.
Dadurch kann sich im Extremfall ein Leck in der Brennstabhülle bilden, wodurch das Kühlmittel in Berührung
mit dem Kernbrennstoff gelangen kann und Kernbrennstoff und Spaltprodukte in das Kühlmittel eindringen können.
Mit dem Kernbrennstoff in Berührung kommendes Kühlmittel führt jedoch zu Problemen hinsichtlich des Strahlungspegels innerhalb der Reaktoranlage und hinsichtlich einer
möglichen Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung. Außerdem können auf ungleicher Höhe liegende Haltegitter
benachbarter Brennelemente aufgrund der dadurch erzeugten Kühlmittelquerströmung örtliche Kühlmittelstagnationen
und verstärkte Brennelementenschwingungen zur Folge haben. Durch ein Brennelement hindurchströmendes Kühlmittel
neigt natürlich dazu, bei Annäherung an einen Strömungswiderstand, wie er durch ein Haltegitter gebildet wird,
radial auszuweichen. Wenn in der entsprechenden Höhenlage eines benachbarten Brennelements kein Haltegitter
und keine andere Abstandshalteeinrichtung vorhanden ist,
ergibt sich infolgedessen ein Kühlmittelmangel unmittelbar oberhalb des Haltegitters desjenigen Brennelements,
aus welchem das Kühlmittel radial ausweicht, und infolge der hohen Kühlmittelgeschwindigkeit wird außerdem das
benachbarte Brennelement in Schwingungen versetzt.
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Ferner ist einer der kritischsten Faktoren bei der Konstruktion eines Reaktorkerns die Abstandhaltung zwischen
den Brennstäben und den Brennelementen. Eine nicht einwandfreie Abstandhaltung infolge fehlerhafter oder fehlender
Gitter-Gitter-Berührung kann auch den Wirkungsgrad des Reaktors herabsetzen oder örtliche Bereiche hoher Leistung
im Reaktorkern erzeugen« Zusätzlich zu der möglichen Brennstabbeschädigung durch örtlich auftretende heiße Stellen
neigt das mit hoher axialer Geschwindigkeit durch den
Reaktorkern hindurchströmende Kühlmittel dazu, die Brennstäbe in Schwingungen zu versetzen. Wenn durch die Gitter
keine ausreichende seitliche Führung gewährleistet ist, können die Brennstäbe vereinzelt Brennstäbe oder Haltegitter
benachbarter Brennelemente berühren, was mit der Zeit zu mechanischen Beschädigungen führen kann. Infolgedessen
können, wie bereits erwähnt, Brennstoff oder Spaltprodukte in das Kühlmittel gelangen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kernreaktor der eingangs genannten Art so auszubilden,
daß Brennelemente mit unterschiedlichen Haltegitteranzahlen eingesetzt werden können, ohne daß die oben erwähnten
Schwierigkeiten auftreten.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die 809812/0709
im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs angegebene Anordnung gelöst.
Die Haltegitter der Zwischenbrennelemente können identisch mit den Haltegittern der anderen Brennelemente
oder ähnlich, jedoch mit vergrößerten Außenrahmen ausgebildet sein oder sie können mindestens teilweise als
Hilfsgitter ausgebildet sein, die weniger Material als ein normales Gitter aufweisen und über Rohre, hülsen,
Außenrahmenansätze oder andere geeignete Mittel an der
Brennelementenkonstruktion befestigt sind, oder es kann sich um andere Mittel dieser Art zur richtigen Positionierung
der Brennstäbe und zur Aufrechterhaltung der Gitter-Gitter-Berührung
handeln. Die Art und Anzahl der Haltegitter oder sonstiger Abstandshalteeinrichtungen eines Zwischenbrennelements
sind von der jeweiligen Positionierung und der Anzahl der Haltegitter der anderen Brennelemente eines
gegebenen Reaktorkerns abhängig.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend mit Bezug auf die anliegenden Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch einen in einem Druck
behälter angeordneten Reaktorkern,
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Pig. 2 perspektivisch ein typisches
Brennelement eines flüssigkeitsgekühlten Kernreaktors,
Fig. 3 eine vereinfachte perspektivische
Darstellung eines Haltegitters des in Fig. 2 gezeigten Brennelements,
Fig. 4 einen schematischen Querschnitt
durch einen Reaktorkern,
Fig. 5 schematische Darstellungen der
Haltegitteranordnung bei einem Brennelement mit sieben Haltegittern,
bei einem Brennelement mit acht Haltegittern und bei einem Zwischenbrennelement,
Fig. 6 schematische Darstellungen einer
abgewandelten Haltegitteranordnung bei jeweils einem Brennelement mit
sieben und acht Haltegittern und bei einem Zwischenbrennelement,
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Fig. 7 eine vereinfachte perspektivische
Darstellung eines axial verlängerten Haltegitters eines Zwischenbrennelements,
Fig. 8 eine perspektivische Darstellung
eines Hilfsgitters eines Zwischenbrenne leraents, das mittels
Ansätzen des Außenrahmens eines normalen Haltegitters gehaltert ist und
Fig. 9 eine perspektivische Darstellung
eines weiteren Hilfsgitters, das mittels verlängerter Hülsen an einem
normalen Haltegitter gehaltert ist.
Gemäß Fig. 1 besteht der Reaktorkern 10 eines Kernreaktors aus einer Vielzahl langer Brennelemente 12.
Bei einem typischen Druckwasserreaktor werden die Brennelemente 12 mittels einer unteren Kerntragplatte IH an
ihren unteren Enden und mittels einer oberen Kerntragplatte 16 an ihren oberen Enden gehaltert. Diese Kerntragplatten 14 und 16 stellen einfache Halterungen der
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Brennelemente 12 dar, wobei die Verbindung zwischen den Brennelementen und den Kerntragplatten nach Art
einer Steckzapfenverbindung ausgebildet ist, welche das obere Mundstück 18 und das untere Mundstück 20
(Fig. 2) jedes Brennelements axial und radial fixiert. Die Brennelemente 12 können jedoch während des Reaktorbetriebs
aufgrund von kühlmittelströmungs- und temperaturbedingten Kräften und aufgrund ihrer Länge eine radiale Auslenkung
erfahren. Vor der Inbetriebsetzung des Reaktors werden die Brennelemente 12 eng nebeneinander im Reaktorkern
10 angeordnet und mit einem Formrahmen 24 und einem Kernmantel 22 umgeben.
Das Reaktorkühlmittel tritt typischerweise durch einen Einlaßstutzen 28 in den Reaktorbehälter 26 ein,
strömt sodann durch den zwischen der Behälterwand und dem Kernmantel 22 gebildeten Ringraum nach unten, wird
dort im unteren Behälterteil um 180 ° umgelenkt und strömt dann mit hoher Geschwindigkeit, die im Bereich
von etwa 4,5 m/s liegt, nach oben durch den Reaktorkern
hindurch und verläßt sodann den Reaktorbehälter durch einen Auslaßstutzen 30.
Ein typisches, in Fig. 2 gezeigtes Brennelement enthält eine Vielzahl paralleler und sich über die
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gleiche Länge erstreckender ßrennstäbe 32, die an ihren Enden vom Mundstück 18 und vom unteren Mundstück
20 des Brennelements gehalten und außerdem an mehreren axialen Stellen des Reaktorkerns mittels Abstandshalteeinrichtungen
wie beispielsweise Haltegittern 31J in gegenseitigem seitlichen Abstand gehalten
werden. Unter den axialen Stellen des Reaktorkerns sind hier diejenigen Axialbereiche gemeint, die der
Lage eines Haltegitters entsprechen und sich über die Höhe des Gitteraußenrahmens 36 erstrecken. Wenn beispielsweise
die horizontale Mittelebene eines Haltegitters 125 cm oberhalb des unteren Mundstücks liegt und die Höhe
des Gitteraußenrahmens lü cm beträgt, so umfaßt die betreffende Axialstelle des Reaktorkerns den Axialbereich
zwischen 120 cm und 130 cm oberhalb des unteren Mundstücks.
Ein Brennstab 32 enthält typischerweise eine
Vielzahl von Uran enthaltenden Brennstofftabletten 38, die in einer an ihren beiden Enden durch Endkappen 42
gasdicht verschlossenen Brennstabhülle 40 gestapelt sind. Ein Brennstab 32 kann eine Länge von etwa 4,8 m
oder darüber haben und einen Außendurchmesser im Bereich von 1,25 cm besitzen.
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- !j, - 27AQ vdl
Die Haltegitter 3H dienen nicht nur dazu, die
richtige gegenseitige seitliche Lage und den richtigen gegenseitigen Abstand zwischen den Brennscäben
32 eines Brennelements 12 aufrechtzuerhalten
sowie axiale Wärmedehnungen während des Anfahrens des Reaktors und des Reaktorbetriebs zu ermöglichen und
die Kühlmittelströmung zu steuern, sondern sie haben auch die Aufgabe, gegenseitige Berührungen zwischen Brennstäben
des gleichen Brennelements sowie zwischen Brennstäben benachbarter Brennelemente 12 zu verhindern. Aufeinander
abgestimmte Axialpositionen der Haltegitter von benachbarten Brennelementen vermeiden auch Probleme hinsichtlich
durch Kühlmittelquerströmungen induzierter Schwingungen und hinsichtlich örtlichen Kühlmittelmangels.
Es ist sehr wichtig, sicherzustellen, daß jede Berührung zwischen benachbarten Brennelementen 12, die zu Schwingungen
und zu leichtem Ausbiegen neigen, nur als Gitter-Gitter-Berührung stattfindet. Ist dies nicht der Fall, so besteht
die Gefahr von mechanischen Beschädigungen oder von KUhI-mittelmangel
an den Stellen von auftretenden Berührungen von Brennstäben 32, insbesondere von außenständigen Brennstäben,
mit anderen Brennstäben 32 oder mit einem Haltegitter 31J eines benachbarten Brennelements. Durch das
Aufscheuern kann die Brennstabhülle HO reißen und außerdem kann durch Kühlmittelmangel örtlich eine heiße Stelle
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entstehen, die ein örtliches Schmelzen der Brennstabhülle 1IOZUR Folge haben kann. Dieses örtliche Schmelzen
kann im Extremfall wiederum zum Bruch der Brennstabhülle
führen, so daß Kühlmittel in den Brennstab eindringen kann und ebenso Kernbrennstoff oder Spaltprodukte aus dem
Brennstab in das Kühlmittel hineingelangen können.
Aus diesen Gründen sind die Haltegitter aller Brennelemente 12 eines Reaktorkerns auf gleichen Höhen
bzw. in gleichen Axialpositionen angeordnet. Ein typisches Haltegitter 34 ist schematisch in Fig. 3 gezeigt.
Da eine Vielzahl von Haltegitter- und Brennelementenkonstruktionen bekannt ist, beschränkt sich die vorliegende
Erfindung nicht auf die Anwendung bei den hier beschriebenen Ausführungsbeispielen, sondern ist im wesentlichen bei
allen bekannten Konstruktionen anwendbar. Ein Haltegitter 31J ist typischerweise eierkistenartig ausgebildet
und besteht aus einer Vielzahl von inneren Streifen M und äußeren Rahmenstreifen 36, die zusammen eine Vielzahl
von Gitterzellen 46 bilden. Jede Zelle 46 enthält
typischerweise Haltemittel 48 und Federmittel 50, welche einen Brennstab 32 in der Zelle 46 unter Ermöglichung
einer gewissen Axial- und Radialdehnung haltern. Weitere typische Elemente des Haltegitters sind Strömungsmischfahnen
51 und Führungsnasen 53. Bei der Herstellung eines
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Brennelements 12 wird eine Vielzahl zylindrischer Hülsen 52, die sich typischerweise nach oben und unten
über die Gitterstreifen 36 und M hinauserstrecken, in bestimmten Zellen jedes Gitters 3^ eingelötet. Die
Gitter werden dann in einer Vorrichtung mit Bezug zueinander ausgerichtet und in die ebenfalls ausgerichteten
Hülsen 52 werden Rohre 51I eingesetzt. Sodann wird durch
jedes Rohr 54 ein Werkzeug eingeführt, welches das Rohr 51) an den Stellen der Hülsen 52 ausdehnt und dadurch
jedes Haltegitter 31I in seiner Axiallage fixiert. Es
können natürlich auch andere Maßnahmen zur Fixierung der Haltegitter in ihren Axiallagen Anwendung finden. Die
Rohre 5** dienen typischerweise als Führungsrohre für
Steuerstäbe 56, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist.
Wie oben erwähnt, weisen alle Brennelemente 12 eines Reaktorkerns 10 typischerweise auf gleichen Höhen liegende
Haltegitter 3 ^ auf. Mit fortschreitender technischer Entwicklung ist es jedoch wahrscheinlich, daß eine Abwandlung
der Anzahl der Haltegitter 3^ eines Brennelements, die Axialpositionen der Haltegitter oder die Höhe der
Haltegitter in einem gegebenen Reaktorkern 10 wünschenswert erscheint. Obwohl die Haltegitter 3^ typischerweise aus
einem Werkstoff mit kleinem Neutroneneinfangquerschnitt
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wie beispielsweise aus Zirkoniumlegierungen bestehen, wirken sie sich trotzdem nachteilig auf den Reaktorwirkungsgrad
aus. Es ist deshalb anzustreben, die Menge des Gittermaterials in einem Reaktorkern möglichst klein
zu halten. Andererseits zeigt die Betriebserfahrung, daß zusätzliche Haltegitter zur Brennelementenhalterung
und zur Herabsetzung der Durchbiegung der Brennstäbe, insbesondere im unteren Teil des Brennelements, wünschenswert
sind. Ebenso können Gitter weggelassen werden.
Da ein Reaktorkern 10 typischerweise in eine Anzahl verschiedener Bereiche gegliedert ist, in welchen die
Brennelemente 12 angeordnet sind und zwischen welchen sie während der Brennstofferneuerungen verschoben werden
können, so daß ein gegebenes Brennelement während seiner betrieblichen Lebensdauer beispielsweise in drei verschiedenen
Kernbereichen eingesetzt werden kann, würde sich ein erheblicher Nachteil ergeben, wenn nur wegen
nicht mehr passender Haltegitteranordnung Brennelemente vor Erreichen ihres Konstruktionsabbrandes aus dem
Reaktorkern herausgenommen, umgebaut oder der Wiederaufbereitung zugeführt werden müssen. Die Erfindung sieht
deshalb einen Reaktorkern mit einem Zwischenbrennelement vor, das ohne Abwandlung anderer Brennelemente 12 im
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Reaktorkern eingesetzt werden kann. Das Zwischenbrennelement weist an jeder Axialstelle, an welcher bei
anderen Brennelementen eines gegebenen Reaktorkerns ein Haltegitter 31J angeordnet ist, ebenfalls ein Haltegitter
34 oder einen Gitteransatz oder eine Teilgitteroder eine gitterähnliche Konstruktion auf.
Das folgende Beispiel bezieht sich auf einen Reaktorkern 10, der anfänglich Brennelemente 12 mit jeweils
sieben Haltegittern 3^ enthält und der durch Einsetzen von
Brennelementen 12 mit jeweils acht Haltegittern 3^ abgewandelt
werden soll. Das Grundprinzip der Erfindung ist jedoch in gleicher Weise auch bei einer Verringerung
der Gitteranzahl oder dann anwendbar, wenn bei gleichbleibender Gitteranzahl lediglich die Axialpositionen der
Gitter verändert werden sollen.
Der Reaktorkern ist in drei Kernbereiche gegliedert, die in Fig. 4 mit den Buchstaben A, B und C bezeichnet
sind. Alle drei Bereiche enthalten anfänglich Sieben-Gitter-Brennelemente, und es soll nunmehr zu Acht-Gitter-Brennelementen
übergegangen werden. Bei der nächsten Brennstofferneuerung wird der Kernbereich C, der das
Ende seiner Standzeit erreicht hat, zwecks Wiederaufbereitung herausgenommen. Die Brennelemente des Bereiches B
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werden sodann in den Bereich C verschoben, und die Brennelemente aus dem Bereich A werden in den Bereich B
versetzt. Sodann werden Übergangs- oder Zwischenbrennelemente in den Bereich A eingesetzt. Diese Übergangsbzw. Zwischenbrennelemente befinden sich also sowohl
neben ursprünglichen Α-Brennelementen als auch neben ursprünglichen B-Brennelementen und stehen mit beiden
in Gitter-Gitter-Berührung.
Bei der nächsten Brennstofferneuerung werden wiederum
die Brennelemente des Bereiches C (sieben Gitter) herausgenommen, die Brennelemente aus dem Bereich B
(sieben Gitter) werden in den Bereich C verschoben, die Zwischenbrennelemente aus dem Bereich A werden in den
Bereich B versetzt und frische Brennelemente mit acht Haltegittern werden in den Bereich A eingesetzt. Die
Zwischenbrennelemente stehen nunmehr sowohl mit den Acht-Gitter-Brennelementen als auch mit den Sieben-Gitter-Brennelementen
in Gitter-Gitter-Berührung.
Je nach dem Kerngliederungsmuster können einige Stellen vorhanden sein, insbesondere in den äußeren
Kernzonen, wo ein Brennelement des Bereiches A (acht Gitter) an ein Brennelement des Bereiches C (sieben
Gitter) angrenzen würde, wie beispielsweise in Fig.
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gestrichelt markiert ist. An derartigen Stellen müssen anstelle der frischen Acht-Gitter-Brennelemente nochmals
Zwischenbrennelemente in den Bereich A eingesetzt werden.
Die Zwischenbrennelemente, die sich nunmehr im Bereich B befinden, werden später in den Bereich C
verschoben und schließlich zwecks Wiederaufbereitung aus dem Reaktorkern herausgenommen. Die weiteren
Zwischenbrennelemente kommen dann in den Bereich B und schließlich in den Bereich C. Nach ihrer Herausnahme aus
dem Reaktorkern besteht dann der Reaktorkern nur noch aus Acht-Gitter-Brennelementen.
Da die genaue Brennelementenanzahl zwischen den einzelnen Kernbereichen etwas unterschiedlich sein kann,
kann es vorkommen, daß einige wenige Brennelemente vorzeitig ausgesondert werden müssen, aber es braucht dann
nicht ein ganzer Kernbereich oder gar der gesamte Reaktorkern vorzeitig ausgetauscht zu werden.
Ein Ausführungsbeispiel eines Zwischenbrennelements für den übergang von sieben Gittern auf acht Gitter ist
schematisch in Fig. 5 dargestellt. Die flachen Rechtecke stellen jeweils die Haltegitter der drei Brennelementen-
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ausführungsarten dar.
Bei diesem Beispiel sind die Axialpositionen sämtlicher Haltegitter des Acht-Gitter-Brennelements von denjenigen
der Haltegitter des Sieben-Gitter-Brennelements verschieden und es ist auch keine Überlappung gegeben.
Wenn die Haltegitter der zwei Brennelenientenarten alle die gleiche Höhe besitzen, kann das Zwischenb renne lenient
fünfzehn Haltegitter ebenfalls der gleichen Höhe haben. Ist die Gitterhöhe beim Acht-Gitter-Brennelement von
derjenigen beim Sieben-Gitter-Brennelement verschieden, so kann das Zwisehenbrennelement mit sieben Gittern entsprechend
denjenigen des Sieben-Gitter-Brennelements und acht Gittern entsprechend denjenigen des Acht-Gitter-Brennelements
versehen sein.
Es ist jedoch unwahrscheinlicn, daß sich die Haltegitterpositionen
nicht wenigstens an einigen Stellen um einige Zentimeter überlappen. Diesen Fall zeigt Fig.
Die Haltegitter des Acht-Gitter-BrenneLements und des
Sieben-Gitter-Brennelements haben gleiche Höhe, obwohl sie auch verschieden hoch sein könnten, und das Zwisehenbrennelement
besitzt neun Haltegitter die mit A bis 1 bezeichnet sind. Die Gitter A, D und I können bei diesem Beispiel
hinsichtlich Konstruktion und Axialposition identisch
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den Haltegittern der beiden anderen Brennelemente entsprechen. Die Gitter F, G und H können ebenfalls
identisch und in Axialpositionen angeordnet sein, die denjenigen der entsprechenden Gitter der beiden anderen
Brennelemente entsprechen, oder sie können in der weiter unten noch erläuterten Weise Hilfsgitterkonstuktionen
enthalten. Die Gitter B, C und E können, wie ebenfalls weiter unten noch erläutert wird, als verlängerte Gitterkonstuktionen
ausgebildet sein.
Fig. 7 zeigt ein verlängertes Haltegitter. Gemäß der Darstellung entspricht es im wesentlichen einem
typischen Haltegitter 3^, wobei jedoch die äußeren
Rahmenstreifen vertikal ausgedehnt sind. Es kann auch
ein an ein Standardgitter angesetztes gesondertes Rahmenteil Anwendung finden. Die Rahmenstreifen weisen also
eine vergrößerte Höhe auf, um zwischen Brennelementen mit verhältnismäßig nahe beieinanderliegenden oder einander
überlappenden axialen Gitterpositionen eine Gitter-Gitter-Berührung sicherzustellen. Um die Menge an
neutronenabsorbierendem Material im Reaktorkern möglichst klein zu machen, kann das verlängerte Gitter Öffnungen
aufweisen. Da der Gitterverlängerungsteil des äußeren Rahmens 36, der sich oberhalb, unterhalb oder sowohl
oberhalb als auch unterhalb des Hauptteils des Gitters
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befinden kann, nicht unbedingt wesentlich zur Festigkeit des Gitters beizutragen braucht, beeinträchtigen
die öffnungen 58 die notwendige konstruktive Integrität des Gitters nicht. Es ist jedoch wünschenswert, die
Öffnungen 58 derart zu orientieren, daß die äußersten Teile der äußeren Brennstäbe noch von dem verlängerten
Teil des äußeren Rahmens 36 überdeckt bleiben. Je nach der Größe der erforderlichen Gitterverlängerung können
innere Stützrippen 60 Anwendung finden, um Schwingungen des Verlängerungsteil zu vermeiden. Diese Stützrippen
können entweder gesonderte Bauteile oder gemäß der Darstellung Fortsätze der inneren Gitterstreifen 44
sein, die an die äußeren Rahmenstreifen 36 angelötet sind.
Fig. 8 zeigt ein Hilfsgitter, wie es an den Stellen F, G und H in Fig. 6 Anwendung finden kann.
Das Hilfsgitter 62 ist mit Abstand von einem normalen Haltegitter 34 angeordnet und an diesem mittels teilweise
axial verlängerten äußeren Gitterteilen 64 befestigt, die einstückig mit den äußeren Rahmenstreifen 36 des
normalen Haltegitters oder als gesonderte Bauteile ausgebildet sein können, die an den äußeren Rahmenstreifen
36 befestigt sind. Teilweise axial verlängert heißt, daß nur ein Teil der äußeren Rahmenstreifen 36
nach oben oder unten oder in beiden Richtungen ausgedehnt
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ist, vorzugsweise an den Streifenenden. Dadurch wird wiederum die Menge des zusätzlichen neutronenabsorbierenden
Materials verringert. Zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit können Aussteifungsmittel 66,
beispielsweise eingedrückte Sicken oder angesetzte Versteifungsteile Anwendung finden. Das Hilfsgitter 62 besitzt
ferner auch mindestens einige Gitterinnenstreifen 68, um die erforderliche Abstützung herzustellen. Vom Hilfsgitter
aufgenommene Stützkräfte werden über das von in inneren Streifen 68 teilweise gebildete Gitterwerk und
durch die daran angelöteten Hülsen 70 auf vier oder mehr Rohre 54 übertragen. Außerdem kann das Hilfsgitter
Stützstreifenabschnitte 71 zur Verbesserung der Abstützung
des oberen horizontalen Bereichs 72 der teilweise axial ausgedehnten äußeren Streifen 64 enthalten. Eine Vielzahl
von sich durch das ganze Hilfsgitter 62 hindurcherstreckenden inneren Gitterstreifen würde unnötigerweise
zusätzliches neutronenabsorbierendes Material in den Reaktorkern einbringen.
Es können auch andere Möglichkeiten zur Befestigung des Hilfsgitters an einer gegebenen Axialposition des
Reaktorkerns am Brennelement Anwendung finden. Während das in Fig. 8 gezeigte Hilfsgitter 62 oberhalb eines
typischen Haltegitters liegt, kann es natürlich auch
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unterhalb desselben liegen oder sich vom Haltegitter
aus sowohl nach oben als auch nach unten erstrecken. Außerdem kann das Hilfsgitter 62 beliebige Elemente
des Haltegitters enthalten, beispielsweise Haltemittel, Federn, Strömungsmischfahnen und Führungsmittel.
Fig. 9 zeigt eine weitere Hilfsgitterkonstuktion. Hierbei ist das Hilfsgitter mittels verlängerter Hülsen
in Abstand von einem typischen Haltegitter 34 an diesem
und folglich am Brennelement befestigt. Die Rohre 5^
sind an den innerhalb der verlängerten Hülsen 72 gelegenen Stellen ausgedehnt, und die Hülsen 72 sind an den inneren
Streifen 68 des Hilfsgitters angelötet. Das Hilfsgitter kann im übrigen ebenso wie das in Fig. 8 gezeigte Hilfsgitter
ausgebildet sein. Ein Vorteil der in den Fig. und 9 gezeigten Konstruktionen liegt darin, daß durch
Verwendung nur weniger voller inneren Gitterstreifen und von Streifenabschnitten 71 eine Anzahl von Innenstreifen
voller Länge wegfällt.
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eerseiie
Claims (6)
- PATBNTANWALTDipl. mo. K. HÖLZERrmiLIPPINB-WBLSEB-BTRAStE M8900 ACOSBVBQ^jU TBLBFOM 51«4T5TRLBX essaoi patol 4Patentansprüche.yReaktorkern für Kernreaktoren mit mindestens zwei Ausführungsarten von Brennelementen, die jeweils eine Vielzahl von Brennstäben sowie eine Anzahl von mit vorgegebenem Axialabstand angeordneten Haltegittern zur seitlichen Abstandhaltung der Brennstäbe aufweisen, wobei die Haltegitter der ersten Ausführungsart mindestens teilweise in anderen Axialpositionen wie die Haltegitter der zweiten Ausführungsart liegen, gekennzeichnet durch jeweils zwischen benachbarten Brennelementen (12) verschiedener Ausführungsarten angeordnete Zwischenbrennelemente, die ebenfalls eine Vielzahl von Brennstäben (32) und eine Anzahl von Haltegittern (34) aufweisen, welch letztere sowohl an den Axialpositionen der Haltegitter (3*1) der ersten Ausführungsart als auch an den Axialpositionen der Haltegitter (34) der zweiten Ausführungsart von Brennelementen (12) gelegen sind.
- 2. Reaktorkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltegitter (Fig. 7) der Zwischenbrennelemente Außenrahmen (36) mit größerer Axialausdehnung als die Haltegitter (34) der Brennelemente (12) der ersten und zweiten Ausführungsart aufweisen, derart, daß die Haltegitter der Zwischenbrennelemente sowohl an den Halte-8 0 9 8 12/0709 <^MW_ 1NSPECTED2740:*H7gittern benachbarter Brennelemente der ersten Ausführungsart als auch an den Haltegittern benachbarter Brennelemente der zweiten Ausführungsart anliegen.
- 3. Reaktorkern nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenrahmenkonstruktionen der axial verlängerten Haltegitter der Zwischenbrennelemente zwischen axial benachbarten Gittern verlaufende, mit Kühlmitteldurchtrittsoffnungen (z.B. 58) versehene Bleche sind.
- 4. Reaktorkern nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gitterkonstruktionen der Zwischenbrenne lemente jeweils ein normales, an einer der Axialpositionen mit der zugehörigen Außenrahmenkonstruktion (36) verbundenes Haltegitter (34) und mindestens ein an einer benachbarten Axialposition angeordnetes, ebenfalls an der betreffenden Außenrahmenkonstruktion befestigtes Hilfsgitter (62) aufweisen.
- 5. Reaktorkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenrahmenkonstruktionen (36, 61I, 72) der Gitterkonstruktionen (Fig. 8) der Zwischenbrennelemente Rahmenstreifen (64) enthalten, welche die äußeren Gitterstreifen des jeweils zugehörigen normalen8 0 9 8 1 2/0709ORIGINAL INSPECTEDHaltegitters und des betreffenden Hilfsgitters miteinander verbinden.
- 6. Reaktorkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenbrennelemente normale Haltegitter (3*0 und damit über verlängerte, in diesem Haltegitter befestigte Hülsen (72) gehalterte Hilfsgitter (62) aufweisen, welch letztere äußere Rahmenstreifen und eine Anzahl von inneren Hilfsgitterstreifen (68, 71) zur Bildung einer Anzahl von Hilfsgitterzeilen aufweisen, von denen ein Teil zur Befestigung des Hilfsgitters an den verlängerten Hülsen dient.809812/0709
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